Ich mag diese Zeit, wenn ein neues Lesejahr beginnt und die Verlage ihre Vorschauen veröffentlichen. Da gibt es viel Neues zu entdecken – u.a. erwarten uns einige vielversprechende, spannende Regionalkrimis:

Herzblut: Kluftingers neuer Fall von Volker Klüpfel und Michael Kobr
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 26. Februar 2013 bei Droemer
Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Handyanruf, der ihn ausgerechnet während einer der gefürchteten Pressekonferenzen seines Chefs erreicht, wird er Zeuge eines Mordes. „Alpträume von zu viel Schweinsbraten“, tun seine Kollegen diesen Verdacht ab. Kluftinger ermittelt auf eigene Faust und findet am vermeintlichen Tatort jede Menge Blut, aber keine Leiche. Da überschlagen sich die Ereignisse: Mehrere brutale Mordfälle, anscheinend ohne Zusammenhang, erschüttern das Allgäu. Als dann doch noch der Großteil des abgängigen Toten auftaucht und Kluftinger endlich herausfindet, was all die Verbrechen verbindet, ist es fast schon zu spät … Dabei steht er auch privat unter Druck: Seit Tagen leidet er unter heftigem Herzstechen und befürchtet sofort das Schlimmste. Eine demütigende Untersuchung bei Erzfeind Doktor Langhammer scheint das zu bestätigen. Doch der Kommissar ist entschlossen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Aber ob fleisch- und kässpatzenarme Ernährung und ein Yogakurs da die richtigen Mittel sind?

Unterholz: Alpenkrimi von Jörg Maurer
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 7. Februar 2013 bei Fischer Scherz
Auf der Alm, da mäht der Tod noch selbst: Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein vor seinem abgründigsten Fall.
Der fünfte Alpenkrimi von Spiegel-Bestseller-Autor Jörg Maurer.
Auf der Wolzmüller-Alm oberhalb des idyllischen alpenländischen Kurorts wird eine Frauenleiche gefunden. Jennerweins Bemühungen, etwas über die „Tote ohne Gesicht“ zu erfahren, laufen ins Leere. Niemand im Ort will etwas über geheime Treffen auf der Alm gewusst haben, und der Bürgermeister bangt nur um seine Bollywood-Kontakte. Endlich verrät das Bestatterehepaar a.D. Grasegger dem Kommissar, dass es sich bei der Toten um die „Äbtissin“ handeln soll, eine branchenberühmte Auftragskillerin. Wer hat es geschafft, sie umzubringen? Da geschieht ein weiterer Almenmord, ein mysteriöser Maler gerät ins Fadenkreuz, und Jennerwein pirscht mit seiner Truppe durchs Unterholz…

Ostfriesenmoor: Der siebte Fall für Ann Kathrin Klaasen von Klaus-Peter Wolf
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 21. Februar 2013 im Fischer Taschenbuchverlag
Dieser Mörder ist ein echtes Talent: Er stopft seine Opfer auf kunstvollste Weise aus.
Doch ist er auch der Entführer des Kindes, das vor der Apotheke in Norddeich verschwindet?
Den Anblick dieser Leiche würde Ann Kathrin Klaasen nie vergessen: „Der Täter hat mit Hilfe eines Metalldrahtes den Körper eines toten Mädchens nachgeformt und darüber die Haut gespannt. Wie bei einem Fliegengitter, nur viel stabiler … und beweglich.“ So stand es im Obduktionsbericht. Dann hat er sein Werk im Moor versenkt. Wer tut so etwas? Und vor allem: Wer kann so etwas? Ann Kathrin Klaasen ist sprachlos, als sie das ganze Ausmaß erkennt, mit dem der Täter hier zu Werke ging. Während das Team in Aurich ersten Hinweisen nachgeht, wird in Norddeich ein Kind vor der Apotheke entführt. Und bald darauf verschwindet ein zweites Kind. Sucht der Moor-Mörder nach weiteren Opfern?
Für Ann Kathrin Klaasen beginnt eine der schaurigsten Ermittlungen ihres Lebens.

Karwoche: Kriminalroman von Andreas Föhr
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 1. Februar 2013 bei Knaur TB
Autorennen am Achenpass: Mit 150 km/h rauschen Polizei­obermeister Kreuthner und sein Spezl Kilian Raubert den Pass Richtung Tegernsee hinab. Bei einem halsbrecherischen Überholmanöver fegt Kreuthner fast ein entgegenkommendes Auto von der Straße – am Steuer ausgerechnet sein Chef, Kommissar Wallner. Kreuthner versucht, die Wettfahrt als dienstliche Aktion zu tarnen, und führt spontan eine Straßenkontrolle durch. Dabei bietet sich den Polizisten ein schockierendes Bild: Im Laderaum von Rauberts Lkw kniet eine Tote, das Gesicht zu einer grotesken Fratze verzerrt…

Das Dorf der Mörder von Elisabeth Herrmann
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 25. Februar 2013 im Goldmann Verlag
Ein grausamer Mord ereignet sich im Berliner Tierpark. Eine der Ersten, die am Tatort eintrifft, ist die junge Streifenpolizistin Sanela Beara: ehrgeizig, voller Tatendrang und entschlossen, dem Fall auch gegen den Willen ihres Vorgesetzten auf den Grund zu gehen. Denn die Schuldige ist schnell gefasst – zu schnell, wie Sanela glaubt. Während der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie Rubin präsentiert wird, hat Beara Zweifel. Zweifel, die auch den Psychologen Jeremy Saaler plagen, der ein Gutachten über Charlies Zurechnungsfähigkeit erstellen soll. Unabhängig voneinander haben beide den gleichen Verdacht: Der Mord im Tierpark hängt mit Charlies Kindheit in einem kleinen Dorf in Brandenburg zusammen. Ein dunkles, mörderisches Rätsel lockt sie nach Wendisch Bruch – direkt ins Visier eines Gegners, der die Totenruhe im Dorf um jeden Preis bewahren will …

Rita Falk, Jahrgang 1964, hat sich 2010 gleich mit ihrem ersten Provinzkrimi um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, „Winterkartoffelknödel„, in die Herzen ihrer Leser geschrieben. Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat. Dort hat sie ihre Kindheit verbracht, wuchs bei der Oma auf. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie lebt heute gerade mal 160 Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt, in Landshut. Rita Falk ist mit einem Polizisten verheiratet und hat drei Kinder.

Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.

Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend – sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von ‚dahoam‘.

Dampfnudelblues – der zweite Fall für Franz Eberhofer

Gerade läuft’s für den Eberhofer Franz mit der Susi ganz einwandrei, sein heimischer Saustall ist so gut wie fertig renoviert und eingerichtet, da überschlagen sich die Ereignisse im sonst so heimeligen Niederkaltenkirchen mal wieder: Das Haus vom Schuldirektor Höpfl wird mit Schmierereien verschandelt und kurz drauf liegt er auh noch tot auf den Gleisen! Gut, der Höpfl war immer schon ein Arsch, das wusste ja ein jeder. Aber muss er deshalb erst verschwinden und sich dann auch noch auf die Schienen legen? Ist er’s überhaupt? Viel ist von ihm ja nicht übrig geblieben. Die einzige Angehörige ist dem Höpfl seine Schwester, die dessen Kopf dann jedoch eindeutig identifiziert.

Selbstmord? Mord? Dem Franz reicht’s: nicht nur, dass die Susi sich einfach mit so einem italienischen Luca Toni nach in dessen Heimat absetzt! Die Ermittlungen im aktuellen Fall verlangen dem Franz mal wieder so allerhand ab, und zu allem Überfluss soll er ständig auf das zwergnasige Blag seines Bruders aufpassen. Zum Glück sorgt zumindest die Oma für sein leibliches Wohl, so dass der Franz dampfnudelgestärkt alle noch so verzwickten Situationen lösen kann…

„Dampfnudelblues“ umfasst 256 Seiten und ist im Mai 2011 im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen.

Tod in Belval: Fashion-Fotograf Lou Schleck – Shoot One von Hughes Schlueter

„Hutt Dir déi Doudeg kannt?“, kläffte ein Kleiner mit Kappe nach ihm. „Et war dach keen Accident, oder?“, wollte ein anderer aufdringlich wissen.
„Sind Ihre Shootings immer so gefährlich?“, fragte jemand in schneidendem Deutsch.
Der Modefotograf Lou Schleck ist genervt von den Reportern, die, wie immer wenn ein Unfall mit Personenschaden gemeldet wird, sofort zur Stelle sind. Er kennt das Opfer nicht, das eher zufällig von einem Model, das Lou für die Aufnahmen für ein französisches Toplable engagiert und gut ausgeleuchtet auf einer Plattform platziert hat, entdeckt wird. Auf einem Absatz vor dem Hochofen liegt eine junge Frau mit zerschlagenem Hinterkopf und verdrehten Körperteilen, die leblosen Augen apathisch und ungläubig in den Sonnenuntergang starrend.

Die Tote ist offensichtlich aus großer Höhe abgestürzt. War es Mord oder Selbstmord? Während Lous geschulter Blick sofort erkennt, dass an der Haltung der Leiche etwas nicht stimmt, gehen Commissaire en Chef Jean-Marie Grandcharles und Inspecteur adjoint Rudy Decker von Selbstmord aus. „Mischen Sie sich nicht in meine polizeilichen Ermittlungen ein“, lautet die eindeutige Botschaft des bärbeißigen Commissaires, als Lou Schleck versucht, ihm seine Beobachtungen mitzuteilen. Also macht sich der Fotograf mit Hilfe seiner hinreißenden Assistentin Florélie eigenständig auf die Suche nach dem Mörder. Denn für ihn steht fest: Belval hat jetzt seinen ersten Mord und ist endlich zu einer richtigen Stadt geworden.

Hughes Schlueters erster Kriminalroman spielt in Belval – Luxemburgs stillgelegter Hochofenanlage, 20 Auto-Minuten südwestlich von Luxemburg-Stadt gelegen und etwa dreimal so groß wie der Vatikanstaat. Schon bevor 1997 der letzte Hofofen abgeschaltet wurde, wurde unter dem Motto „From Metal to Mental Work“ ein städtebauliches Großprojekt als Lebensraum für etwa 30.000 Menschen angelegt. Banken, Finanzdienstleister und Forschungsinstitute wurden dort angesiedelt, Hotels, Wohnviertel, Apartmenthäuser und Einkaufszentren errichtet.

Hier residiert auch Lou Schleck mit seinem kompletten Fotostudio. Und von hier aus unternimmt er viele Wege durch Belval, die ihn letztendlich in die obersten Etagen der Finanzwelt führen. Der Mief der Standesdünkel ist allgegenwärtig  und die gesellschaftliche Stellung ist gerade in der überschaubaren Luxemburger Oberschicht wichtig – lebenswichtig.

Hughes Schlueter hat mit „Tod in Belval“ einen spannenden und amüsanten Debütroman geschrieben. Seine Charaktere sind originell und agieren an einem interessanten Schauplatz, von dem ich zumindest zuvor noch nie etwas gehört habe. Lesenswert!

Kurzbeschreibung
Lou Schleck, rothaariger und gefragter Szenefotograf mit Hang zu drastischen Bildern, hat einen gut bezahlten Auftrag eines Top-Modemagazins. Set ist die stillgelegte Hochofenanlage von Belval im rostglühenden Abendlicht. Das Shooting beginnt mit fröhlichem und schrillem Stress, findet aber unerwartete Dramatik mit dem Auffinden einer weiblichen Leiche, die von einer der hohen Plattformen herabgestürzt zu sein scheint. Für einige der anwesenden Models ein willkommener Anlass, sich zu übergeben, für Lou und seine abgebrühte Assistentin Florélie aber der Auftakt zu einer spannenden Spurensuche. Auf der Suche nach dem stimmigen Bild helfen ihm und behindern ihn: Gaston, der Mann, der im Web 2.0 wohnt; Hugo, die hübsche Cafébesitzerin; ein brummiger Commissaire; ein dubioser Unternehmer; Orkhgard, ein Rollenspiel-Schamane; eine der ersten Damen der Luxemburger Gesellschaft; Investment-Banker aus Belval; Carlo, das Gespenst der Rockhal, und natürlich Florélie, der Lou vollkommen verfallen ist… und die leider nur auf Frauen steht. Aber, wer weiß? Sicher ist nur: Spannung, Spaß und Sprachvergnügen auf 160 Seiten mit Bonustrack: Fotografien aus Belval.

Über den Autor
Hughes Schlueter ist geboren und aufgewachsen im Rhein-Main-Gebiet, Deutschland.
Nach dem Abitur Studium der Wirtschaftswissenschaften, Architektur, Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe. Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur Informatik/ Operations Research.
Berufsstart bei Agentur für Kommunikation, Marketing, Public Relations und Werbung in Deutschland. Internationale Konzerne und Markenartikelunternehmen als Klienten.
Drei Jahre stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Beratungsdienstleistungen der Deutschen Auslandshandelskammer in London. Danach Stationen als Pressesprecher, Kommunikationsverantwortlicher, Berater und Partner bei Unternehmensberatungen für Strategie, Prozessoptimierung und hauptsächlich für Branding, Marketing und Kommunikation. Ein Jahr globales Projektmanagement. Fallweise Durchführung von pro bono Projekten im Bereich Kultur.
Verfasser zahlreicher Marketing- und Werbetexte, unternehmensinterner Publikationen und von Fachtexten. Da dort exzentrische Figuren, Satire und Todesfälle eher selten eingesetzt werden, war ein anderes Format notwendig – aber mit gesicherter Branchenkenntnis.
Tod in Belval“ (éditions saint-paul, Luxemburg) ist der erste Kriminalroman, der davon profitiert.

Der Lesekreis bedankt sich beim Verlag éditions saint-paul für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Literatur + Wien: Ohnmachtspiele – ein Kriminalroman von Georg Haderer

In Georg Haderers Debütroman „Schäfers Qualen“ verschlägt es Johannes Schäfer von der Wiener Kriminalpolizei nach Kitzbühel. Darin hat der österreichische Autor bereits mit pointierten Dialogen und satirischen Seitenhieben auf die Kitzbüheler Gesellschaft für spannende Unterhaltung gesorgt. In seinem neuen Kriminalroman, der im August 2010 im Haymon Verlag unter dem Titel „Ohnmachtspiele“ erschienen ist, ermittelt Kommissar Schäfer in Wien im November. Georg Haderer stellt erneut sein Gespür für Spannung und Humor, verbunden mit viel Lokalkolorit der Wiener Szene, unter Beweis.

Kurzbeschreibung
Georg Haderers zweiter Schäfer-Krimi ein fesselndes Spiel mit Wahn und Wirklichkeit:
Nebel, Kälte, Innenpolitik als ob Major Schäfer nicht schon genug mit seinen Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hätte, treten ihm auch noch der Wiener November und ein reformwütiger Innenminister in die Rippen.

Wie soll Schäfer unter diesen Bedingungen arbeiten zumal in der Gerichtsmedizin neben zwei ertrunkenen Frauen auch noch die mumifizierte Leiche eines Drogensüchtigen liegt. Unfall, Unfall, Überdosis, so soll es in den Ermittlungsakten stehen, wenn es nach dem Polizeipräsidenten geht nur keine überflüssigen Ermittlungen. Doch dass nicht nur mit dem toten Junkie etwas faul ist, steht für den sturen Schäfer fest. Bei seinen Untersuchungen entdeckt er Zusammenhänge, die auf einen Serientäter schließen lassen, der sich seine Opfer nach dem Schema eines Kartenspiels aussucht. Mit seiner Theorie steht Schäfer innerhalb der Polizei weitgehend alleine da was ihn aber nicht daran hindert, mit seinen Ermittlungen in die Offensive zu gehen

Atemberaubende Spannung, rabiate Gesellschaftsanalyse und durchgeknallte Komik Georg Haderers neuer Krimi zeichnet mit Nachdruck das Bild eines unmenschlichen Systems, das sich nur mehr an Quoten und Machterhalt orientiert.

Die gebundene Ausgabe von „Ohnmachtspiele“ umfasst 320 Seiten und ist am 16.08.2010 im Haymon Verlag erschienen. Eine Leseprobe findet sich hier.

Pressestimmen
„Haderers Plots beinhalten den Wahnwitz mancher Verbrechen und erinnern manchmal an harte Schwedenkrimis. Er punktet mit Skurrilität, Österreichkolorit und bietet nebenbei gesagt einen coolen Showdown.“ Tiroler Tageszeitung, Sabine Strobl

Über den Autor
Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter. „Schäfers Qualen„, sein Debüt und zugleich erster Teil der Reihe rund um Polizeimajor Schäfer, erschien 2009 bei Haymon.
Wer möchte, findet Georg Haderer auch auf Facebook.

Neuerscheinung: „Schafkopf“ von Andreas Föhr

Andreas Föhr, Jahrgang 1958, ist gelernter Jurist. Er arbeitete einige Jahre bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt. Seit 1991 verfasst er erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen mit dem Schwerpunkt im Bereich Krimi. Unter anderem schrieb er für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“. Sein Debütroman „Der Prinzessinnenmörder“ wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Andreas Föhr lebt in Haar bei München.

In „Der Prinzessinnenmörder“ (erschienen 2009 bei Droemer/Knaur) ermitteln Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner, am oberbayerischen Spitzingsee. Andreas Föhrs neuer Kriminalroman „Schafkopf“  führt die beiden Ermittler auf den in 1200 m Höhe gelegenen Riederstein östlich des Tegernsees. Der Titel bezieht sich übrigens auf das beliebteste und verbreitetste Kartenspiel Bayerns und nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, auf den Kopf eines Schafes. 😉

Die Premierenlesung mit Andreas Föhr findet am 21.09.2019 im Vereinsheim in der Münchner Occamstr. 8 statt. Sabine Thomas vom Krimifestival München moderiert die Veranstaltung.

Kurzbeschreibung
Der Kleinkriminelle Stanislaus Kummeder geht an einem Oktobersonntag frühmorgens mit einem Bierfass auf den Riederstein. Dort auf dem Gipfel, hoch über dem Tegernsee, wird ihm aus heiterem Himmel der Kopf weggeschossen. Was der Mann, der nie auf Berge ging, auf dem Riederstein zu schaffen hatte, wozu er ein Bierfass auf den Gipfel schleppte und weshalb ihn jemand mit einem Präzisionsgewehr aus 500 Meter Entfernung erschoss – das können nur zwei Menschen beantworten: der ewig frierende Kommissar Wallner und sein bayerisch-anarchistischer Kollege Polizeiobermeister Kreuthner. Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden auf das geheimnisvolle Verschwinden einer jungen Frau, auf 200 000 Euro im Kofferraum eines dubiosen Anwalts, einen prügelnden Wirt mit abnormen Körperkräften und eine Neumondnacht vor zwei Jahren, in der die Geschehnisse durch eine Partie Schafkopf ihren tragischen Anfang nahmen…

Die Taschenbuchausgabe (448 Seiten) ist am 10. September 2010 bei Droemer/Knaur erschienen und für 14,95 Euro im Buchhandel erhältlich.