Hat er oder hat er nicht? Das ist hier die Frage. Die Shakespeare-Autorenfrage ist eine Debatte, die schon seit über 100 Jahren andauert. Hat der Mann aus Stratford-Upon-Avon tatsächlich all die Werke selbst geschrieben, für die er noch heute weltberühmt ist – oder nicht?

Podiumsdebatte zur „Autorenfrage Shakespeare“ am 14.10.2011 auf der Frankfurter Buchmesse

Roland Emmerich versucht auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, der Antwort auf diese spannende Frage gemeinsam mit einigen Experten im Rahmen einer Podiumsdebatte vor rund 300 geladenen Gästen etwas näher zu kommen.

Moderiert von Publizist Hellmuth Karasek, diskutieren Roland Emmerich (Regisseur), Prof. Dr. Tobias Döring (Lehrstuhl Englische Literaturwissenschaft und Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft), Dr. Kurt Kreiler (Autor von „Der Mann, der Shakespeare erfand“) und Frank Günther (Shakespeare-Übersetzer) die Pros und Contras der verschiedenen Theorien, die seit langer Zeit über Shakespeare kursieren.

Ich freue mich sehr, in Frankfurt sein zu können. Die Buchmesse ist die perfekte Plattform für eine Debatte über Shakespeare und die Autorenfrage. Ich hoffe, wir können dort eine ebenso interessante wie kontroverse Diskussion führen„, kommentierte Roland Emmerich seine Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse.

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Der Auftritt von Roland Emmerich und die Vorführung seines neuesten Filmes ist ein besonderes Highlight der Frankfurter Buchmesse„, fügte Holger Volland, Vice President Conferences & Creative Industries hinzu. „Dass Roland Emmerich ANONYMUS im Rahmenprogramm der All-Media-Konferenz StoryDrive zeigt, macht einmal mehr deutlich, dass die Frankfurter Buchmesse auch für die Filmbranche zu einem relevanten Treffpunkt geworden ist.

ANONYMUS wird im Rahmen der All-Media-Plattform Frankfurt StoryDrive am Freitag, 14. Oktober 2011, im Kino der Frankfurter Buchmesse (Open Space, Ebene 0) gezeigt.

Ich habe mich angemeldet! Drückt die Daumen, dass das klappt, denn dafür werde ich glatt meinen kompletten geplanten Tagesablauf für den 14.10. kippen! 😉

10.00 Uhr – Beginn der Sondervorführung von ANONYMUS (OmU / 125 Min)
12.30 Uhr – Beginn der Podiumsdebatte (Dauer: 1 Stunde)

Einlass nur auf Einladung und für gesondert akkreditierte Pressevertreter.

Kinostart: 3. November 2011

Quelle: S&L Medianetworx GmbH

That is the question!

In London wurde jetzt ein Bild vorgestellt, welches William Shakespeare im Alter von 46 Jahren zeigen soll.

Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das einzige zeitgenössische Konterfei des Dichters. Für die Zuschreibung sprechen die Provenienz, die Datierung der Eichenholztafel und eine Reihe von zeitgleichen Kopien, die auf diese um 1610 datierte Vorlage zurückzuführen sind, berichtet heute die FAZ.

Das Bild hing seit drei Jahrhunderten in dem irischen Landsitz der Cobbes, die verwandt sind mit der Urenkelin von Shakespeares Mäzen, Henry Wriothesley, Graf von Southampton, dem unter anderem das Versepos „Lucretia“ gewidmet ist und den manche Forscher für jenen unbekannten jungen Mann halten, an den der Dichter einige seiner leidenschaftlichsten Sonette richtete.

Es fehle nur noch ein Beleg aus den Unterlagen des Grafen Southampton, dass er dieses Gemälde in Auftrag gegeben hat. Die aufwendigen Borten der Kleidung dokumentieren den sozialen Aufstieg Shakespeares vom Handschuhmachersohn und widerlegen den Mythos des „Landlümmels aus dem Drecknest Stratford“ (Alfred Kerr).

Die Aufschrift „Principum amicitias!“ stammt aus einer Ode des Horaz, die den römischen Dichter und Geschichtsschreiber Gaius Asinius Pollio warnt, sich bei der Darstellung politischer Intrigen seiner Zeit ja vorzusehen.

In der Ausstellung, „Shakespeare Found“, des Shakespeare Birthplace Trust in seiner Geburtsstadt Stratford, ist das Gemälde vom 23. April bis 6. September zu sehen.

Quelle: FAZ

Dieses Gemälde, welches vermutlich William Shakespeare zeigt, das sogenannte Chandos-Portrait, könnte tatsächlich den Dichter zeigen. Der Entstehungszeitpunkt ist unbekannt, der Maler war wahrscheinlich Joseph Taylor. Untersuchungen durch Kuratorin Tarnya Cooper (z. B. Farbanalysen, Röntgenaufnahmen u. a.) haben 2006 gezeigt, dass das Bild aus Shakespeares Zeit stammt. Mit letzter Sicherheit ist dies nicht bewiesen.

„Sein oder nicht sein; das ist hier die Frage:
Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden?“

William Shakespeare, geboren vermutlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon, gestorben am 23. Apriljul./ 3. Mai 1616greg., ebenda, war ein englischer Dichter und gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der Weltliteratur.

Da zu dieser Zeit in England noch mit dem Julianischen Kalender gerechnet wurde, fällt der eigentliche Todestag von William Shakespeare auf den 03. Mai 1616. Shakespeares genaues Geburtsdatum nicht überliefert. Er wurde laut Kirchenregister der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon, Warwickshire, am 26. April 1564 getauft. Seit dem 18. Jahrhundert wird der 23. April oft als sein Geburtstag genannt, doch ist diese Angabe nicht gesichert und geht letztlich wohl nur darauf zurück, dass Shakespeare am gleichen Tag des Jahres 1616 (23. April) verstorben ist.

Der Welttag des Buches wird seit 1995 am 23. April begangen.

Wie auch immer, der 23. April ist mit Sicherheit ein gutes Datum sich an ihn zu erinnern:

Triumph my Britain, thou hast one to show
To whom all scenes of Europe homage owe.
He was not of an age, but for all time! …

Triumphiere, mein Britannien, du hast einen (Menschen) vorzuzeigen,
dem alle Bühnen Europas huldigen,
er war nicht für eine Ära, sondern für alle Zeiten! …