Die neue Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel, eine tote Taube im Schlafzimmer und eine schrille Hinterhofgesellschaft – das ist der Anfang der Beziehungskrise von Ina und Hans. Die Menschen in Martin Mosebachs neuestem Roman „Der Mond und das Mädchen“ (erschienen im Hanser Verlag) verheddern sich in einem bizarren Konstrukt aus Lebenslügen- und scheitern. Sie verändern eine Liebe, die nie eine war. Die Menschen in diesem Haus flüchten sich in Rituale, die Wahrheiten überdecken – draußen ist die Realität, im „Haus des Teufels“ lebt die Lüge. Und immer scheint der Mond.

Der designierte Georg-Büchner-Preisträger gilt als brillanter Erzähler, seine Novelle jedoch ist eine Geschichte, die auch unerzählbar bleiben könnte. Sie ist eine von vielen Beziehungsgeschichten. Martin Mosebach zeichnet ein trübes, oft konstruiert scheinendes Sittengemälde, verpackt in eine wenig transparente Sprache.

Der Autor liest am Dienstag, den 13. November um 20 Uhr in der Ludwig-Maximilian-Universität (Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal M 118) Kartenreservierung unter 089 / 380 150 17 oder in der Buchhandlung Lehmkuhl, Eintritt 8 Euro

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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