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Rolf Lappert erhält Schweizer Buchpreis 2008 mit Nach Hause schwimmen

17. November 2008 | Von | Kategorie: Bücher, Lesekreis, Literaturpreise u. Auszeichnungen

Der Gewinner des mit 50 000 (ca. 32 800 Euro) Franken dotierten Schweizer Buchpreises 2008 heißt Rolf Lappert. Die Jury sprach ihm die Auszeichnung für seinen Roman Nach Hause schwimmen zu. Die Preisverleihung fand an der Buch.08 in Basel statt.

Neben Horst Lappert waren Lukas Bärfuss mit Hundert Tage, Anja Jardine mit Als der Mond vom Himmel fiel, Adolf Muschg mit Kinderhochzeit und Peter Stamm mit Wir fliegen auf der Shortlist nominiert. Alle Nominierten erhalten je ein Preisgeld von je 2500 Franken. Die Fachjury, bestehend aus Martin Ebel, Sandra Leis, Manfred Papst, Hans Ulrich Probst und Martin Zingg hatte die fünf Finalisten aus 84 eingereichten Titeln ausgewählt.

Nach Hause schwimmen von Rolf Lappert (Carl Hanser Verlag)

Kurzbeschreibung
Wilbur, gerade mal 1,50 Meter groß, ist wirklich kein Glückskind: Seine irische Mutter stirbt bei der Geburt, sein schwedischer Vater macht sich aus dem Staub, und sein erstes Zuhause ist der Brutkasten. Erst als seine Großeltern ihn nach Irland holen, erfährt er, was Heimat ist. Doch das Glück währt nicht lang: Sein bester Freund kommt in die Erziehungsanstalt, und seine Großmutter Orla stirbt bei einem Unfall. Auch wenn er gern so stark wäre wie Bruce Willis: Er ist und bleibt ein Verlierer. Erst die charmante Aimee bringt ihm etwas anderes bei: Wilbur muss endlich lernen, zu leben – ob er will oder nicht. Rolf Lappert hat einen großen Roman über das Erwachsenwerden eines kleinen, an der Welt verzweifelnden Jungen geschrieben, der durch seine bezwingende Komik mitreißt.

Über den Autor
Rolf Lappert wurde 1958 in Zürich geboren und machte eine Ausbildung zum Grafiker. Er unterbrach für längere Zeit das Schreiben und gründete mit einem Freund einen Jazz-Club.
Zwischen 1996 und 2004 arbeitete er als Drehbuchautor, unter anderem für eine Serie des Schweizer Fernsehens. Heute lebt Rolf Lappert als Autor in Listowel, County Kerry, Irland.
Rolf Lapperts Roman Nach Hause schwimmen war ebenfalls für den Deutschen Buchpreis 2008 nominiert, den schließlich Uwe Tellkamps Der Turm gewann.

Herzlichen Glückwunsch!

Quelle: Nachrichten.ch

7 Kommentare
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  1. Das ist ja wirklich traurig, dass tinius aufgehört hat, findest Du nicht?
    Ich habe gerade angefangen, mich in seine schönen Rezensionen einzulesen.

    Henny

  2. oops – ja, das ist eine Katastrophe!
    Muss mit ihm reden, da wird sich doch eine Möglichkeit finden, diese technischen Probleme in den Griff zu bekommen?!
    Danke für die Info und ganz liebe Grüße,
    P.S.: habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich dich so vernachlässigt habe….

  3. Die Schweizer sind ja ein eigenes Völkchen und ihren Buchpreis diskutieren sie auch sehr kontrovers: http://www.bazonline.ch/kultur/buecher/story/28204788 (siehe Kommentare, den mit der Diva Muschg finde ich sehr schön!”)
    Meine Eindrücke dort waren recht nett, ich fahre wieder hin und ich nähme den Preis beim nächsten Mal auch!! 🙂
    ach ja, hier sind die Eindrücke: http://landeplatzderengel.wordpress.com/2008/11/16/reisen-lesen-lesereise/

  4. Hallo Frank,
    ja, die Diskussion über den Schweizer Buchpreis habe ich schon mitbekommen. Merci für deine Eindrücke von deiner Lesereise. In einigen Jahren wird es dir wahrscheinlich so zur Gewohnheit, dass du dich über deine jetzigen Eindrücke nur noch wunderst. 😉
    LG
    P.S.: wer Links schickt, landet mit Sicherheit im Spam und wird, nur wenn er Glück hat, dort wieder ausgebuddelt….

  5. das war ja nicht die erste veranstaltung dieser art, da gewöhnt man sich schnell dran und kriegt auch ein dickes fell… allerdings habe ich erstmals nen blog, in dem man so was ausbreiten kann… die erlebnisse auf lesereisen sind übrigens oft von sehr skurriler art! 😉

  6. “Nach Hause schwimmen” des Schweizer Drehbuchautors und Erzählers Rolf Lappert ist ein sehr schönes Buch, man muss es so sagen. Der Roman handelt von Wilbur, einem kleinwüchsigen, mehr oder weniger lebensunfähigen Mann, der das Glück nicht gerade gepachtet und eine panische Angst vor Wasser hat. Lappert erzählt leicht und humorvoll aus dem Leben von Wilbur, begleitet ihn auf seinem Weg von der Wiege bis zum (guten) Ende und schafft es – zumindest empfinde ich so -, den Leser auf Mitleid für Wilbur und sein durch widrige Umstände verkorkstes Dasein empfinden zu lassen, ohne dabei anbiedernd, kitschig oder plakativ um dieses Mitleid zu werben. “Nach Hause schwimmen” ist, auch wenn der Preis relativ hoch ist, ein Buch, das es sich zu lesen lohnt. Für mich eines der Highlights dieses noch jungen Buch-Jahres 2008.

  7. @ Frank: Wann stellst du denn nun deinen “Landeplatz der Engel” in München vor, gibt es da schon einen Termin?

    hi Buch-Bote, vielen Dank für deine geschilderten Eindrücke von “Nach Hause schwimmen”, ich glaube auch, dass Rolf Lappert ein würdiger Buchpreisträger ist. Zu einem “schönen Buch” gehört auch meiner Meinung nach ein gutes Ende. Hm, wieso ist das Buch-Jahr 2008 noch jung? Im Prinzip sich alle Auszeichnungen vergeben und Neuerscheinungen werden wohl auch kaum noch auf den Markt kommen – was meinst du denn damit?

    Liebe Grüße und schönen Tag!

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