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Seitensprung der Sisterhood – Engelsduft

19. September 2010 | Von | Kategorie: Seitensprung der Sisterhood - Doc Jane
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Seitensprung der Sisterhood

Kapitel 2
Engelsduft

Ikarus war ein bisschen blass um die Nase und ließ sich auf einen Plastikstuhl im Wartebereich nieder. Doc setzte sich neben ihn und Sam lief nachdenklich vor ihnen auf und ab.
„Das war wirklich knapp, ich glaube, wer auch immer dahinter steckt, wollte uns mit der Maschine in die Luft jagen.“
„Das waren mit Sicherheit die Wiesel-Brüder!“ sagte Doc und warf einen besorgten Blick auf ihren Piloten.
„Also, der Typ beim Auftanken heute …, der hatte auch irgendwas von einem Wiesel, der roch auch so. Hätte ich gewusst, dass …“
„Schon gut“, unterbrach Doc ihn, „es war nicht deine Schuld, du wusstest doch gar nichts von ihnen.“ Ikarus hatte sich von dem Schock immer noch nicht ganz erholt, aber sein Gesicht bekam langsam wieder etwas Farbe. Er war noch nicht lange bei der Bruderschaft und noch in der Ausbildung. So knapp dem Tod zu entkommen, damit musste man erst umzugehen lernen.
„Dann können die Wiesel aber unmöglich morgen Mittag in Louisiana sein, was denkst du, Jane?“ Sam sah sie fragend an, doch bevor sie antworten konnte, klingelte ihr Handy.
Ein anonymer Anruf, das konnte nur Sweetlife sein. Sie nahm das Gespräch an und telefonierte eine ganze Weile mit ihrer Chefin. Nachdem sie aufgelegt hatte, blickten sie zwei neugierige Augenpaare an. Doc seufzte, das würde noch eine lange Nacht für sie alle werden.
„Sweetlife wollte uns warnen. Zwar nicht vor dem Anschlag, aber Louisiana war eine Falle.
Die O´Connelys sind gar nicht dort. Sie halten sich nach wie vor in Irland auf. Genauer gesagt sind sie auf den Weg nach Belfast.“ Zum Glück hatten ihre Informanten die O´Connely-Brüder weiter im Auge behalten, da es suspekt erschien, dass die drei sich so offenkundig zurück an ihren bekannten Wohnsitz begeben wollten.
“Also wissen wir auch, wer dafür verantwortlich war.“ Sie machte eine Handbewegung in Richtung Rollfeld und deutete auf die Feuerwehr sowie die Sicherheitsleute des Flughafens, die schwer damit beschäftigt waren den Brand unter Kontrolle zu bekommen.
„Ikarus, Sweetlife informiert jetzt ein Mitglied der Bruderschaft, das hier in Irland stationiert ist. Du sollst hier auf einen Mr. Greedy warten. Er wird die Ermittlungen übernehmen. Die Pressemitteilung wird gefaked. In den Nachrichten wird dann bekannt gegeben, dass zwei verkohlte Leichen in dem Flugzeugwrack gefunden wurden. Du sollst ihm helfen und danach zurück nach Schottland kehren. Sam und ich werden jetzt mit dem Auto nach Belfast fahren, und dann knöpfen wir uns diese Pyromanen vor.“ Sie stand auf, tätschelte dem Piloten den Arm, nickte Sam auffordernd zu und ging in Richtung Autovermietung, um die Autoschlüssel wieder abzuholen.
Herzhaft gähnend stieg sie in den Wagen. Sam blieb davor stehen.
„Sollte ich nicht lieber fahren? Du siehst aus, als ob du gleich einschlafen würdest.“ Er hatte recht, und auch wenn sie ihre Müdigkeit nur ungern zugab, rutschte sie rüber auf den Beifahrersitz.
Sam setzte sich hinter das Steuer, doch bevor sie losfuhren, würgte er den Motor dreimal ab. Oh je, konnte er überhaupt fahren? Seltsam, aber in Newgrange war er auch ohne Auto unterwegs gewesen, fiel Doch jetzt wieder ein. Ruckelnd fuhren sie vom Parkplatz. Das konnte ja was werden. Sie fühlte sich auf einmal nicht mehr müde genug um zu schlafen und hatte lieber ein Auge auf den Verkehr. Gleich bei der nächsten roten Ampel würgte er wieder den Motor ab. Das war Anlass genug für Doc sich anzuschnallen und mit einer Hand am Türgriff schützend Halt zu suchen. Er fuhr wie ein Betrunkener, der eine ganze Flasche Whisky intus hatte und zeichnete Schlangenlinien auf die zweispurige kerzengerade Straße. Wahrscheinlich lag es an seinen Knien, die beidseitig das Lenkrad berührten.
„Sam, du darfst hier 60 fahren, mit 20 kommen wir niemals an.“
„Gib mir noch ein paar Minuten, ich bin bestimmt 30 Jahre kein Auto mehr gefahren, da hat sich mittlerweile viel verändert.“
„Oh, okay, dann fahr besser doch nicht schneller.“

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Jane konnte nicht anders, sie kicherte los. Es sah so lustig aus, wie er todernst das Lenkrad umklammert hielt und versuchte das Auto unter Kontrolle zu bringen. Prustend gab sie ihm ein paar Tipps.
„Auf jeden Fall solltest du mal versuchen, im ersten Gang anzufahren, das macht man heute so.“ Er warf ihr einen grimmigen Blick zu und starrte dann weiter verbissen auf die Fahrbahn.
„Sam, ganz im Ernst, stell den Sitz doch mal 50 cm zurück und du wirst sehen, das ist viel entspannter, und du musst auch nicht mit der Stirn die Scheibe berühren.“
Plötzlich machte er eine Vollbremsung.
„Sam!“, kreischte Doc lachend. Er beugte sich ganz nah zu ihr herüber.
„Du machst dich über mich lustig? Hör zu: Ich. Kann. Das.“
„Ich bin ja schon ruhig.“ Das Grinsen bekam sie allerdings nicht mehr aus dem Gesicht. Er stellte den Sitz ein ganzes Stück zurück und fuhr an, ohne den Motor zu würgen. Er warf ihr ein triumphierendes Lächeln zu. Allmählich schien er sich wirklich daran zu gewöhnen, und eine halbe Stunde später fielen Doc die Augen zu.
Etwas kribbelte in ihrem Gesicht. Langsam öffnete sie die Augen. Sam hatte die Beifahrertür geöffnet und hockte vor ihr. Mit einer Hand strich er ihr die Haare aus dem Gesicht. Doc zuckte zurück.
„Haben wir einen Unfall gebaut?“
„Nein, hier ist eine Tankstelle, vielleicht brauchst du noch etwas.“
Er reichte ihr eine Hand. Ohne darüber nachzudenken, griff sie danach und ließ sich aus dem Auto ziehen. Mit einem Ruck stand sie neben ihm und der Wind wehte ihr eine volle Ladung seines Duftes ins Gesicht. Man, wie sie das nur die nächste Zeit ertragen sollte, ohne sich in ein schmachtendes Weibchen zu verwandeln, war ihr schleierhaft. Dass er so auf Tuchfühlung ging, verunsicherte sie etwas. Vielleicht waren Engel einfach so? Sie sah sich um, der Morgen graute bereits. Er hatte schon vollgetankt, und sie gingen gemeinsam hinein, um zu zahlen. Dann holten sie sich noch einen Becher Kaffee.
„Soll ich jetzt weiterfahren?“ Kaffeeschlürfend blickte sie ihn an. Sam schmollte ein wenig gespielt
„Du weißt doch noch gar nicht, wie gut ich jetzt fahren kann.“
„Okay, dann fahr du weiter, Schumi.“ Verwirrt blinzelte er sie an, setzte sich aber ohne nachzufragen wieder hinter das Steuer. Seltsamerweise fuhr er wirklich gut. Sie entspannte sich zunehmend in seiner Gegenwart.
„Stört es dich, wenn ich eine Zigarette rauche?“
„Wenn du mir auch eine gibst, dann nicht.“ Sie hatte ja darauf getippt, dass Rauchen eine Sünde war, anderseits, die Frauen, die sie in seiner Gegenwart gesehen hatte, waren sicherlich keine Betschwestern gewesen. Sie zündete für jeden eine an und blickte aus dem Fenster.
„Laut Navi sind wir bald da. Schon eine Idee wie wir vorgehen?“ Jane dachte nach.
„Nicht so richtig. Vielleicht sollten wir uns zunächst ein Hotel suchen, danach können wir die Umgebung erkunden.“
„Klingt gut.“ Er warf einen Blick auf sie und sah dann wieder auf die Fahrbahn.
„Was ist?“
Er sah nochmals kurz zu ihr rüber und fasste sich ein Herz. Sein Instinkt sagte ihm, dass ihre kühle Haltung nur Fassade war.
„Ach, nichts weiter …, ich dachte nur, du könntest mir irgendwas erzählen. Ein wenig Klatsch und Tratsch vom Orden oder etwas in der Art. Du bist immer so still.“
Jetzt hatte sie das Gefühl, sich verteidigen zu müssen
„Ich habe dich gerade erst kennengelernt. Ich weiß doch gar nicht, wer von ihnen zu deinen Kumpeln gehört hat. Sie sind ja überall auf der Welt zerstreut.“
„Duncan und Bowen kenne ich ganz gut, und dann noch einen Wolf Shawn oder so ähnlich. Mit denen konnte man gut Pokern.“

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Bowens Namen zu hören, versetzte ihr einen Stich. Sie hatte die letzten Stunden gar nicht mehr an ihn gedacht, und nun kam die Trauer um ihn mit einem Schlag zurück.
Sie stieß den Qualm aus und wusste einfach nicht, was sie sagen sollte. Lügen war ja keine Option, aber ihm davon zu erzählen kam ihr zu intim vor. Also sagte sie einfach gar nichts.
„Oh, ich habe ein Fettnäpfchen erwischt?“
„Nein“, entfuhr es ihr.
„Das ist gelogen, Süße.“ Mist, er hatte also wirklich einen eingebauten Detektor oder so was in der Art.
„Duncan hat in Angie, eine meiner Schwestern, seine Gefährtin gefunden, sie sind gerade in Schottland, und Jean ist mit ein paar anderen Brüdern auf der MS Seraphim vermutlich jetzt in Miami. So, zufrieden?“
„Wo sind die anderen vom Sixpack? Wieso bist du hier alleine?“
„Denkst du, ich kann keine Einsätze alleine erledigen?“, gab sie kratzbürstig zurück. Man, sie hatte einfach keinen Nerv über all das zu sprechen, sollte er sie doch in Ruhe lassen.
„Die anderen sind alle mit ihren Gefährten in deren Heimat gereist.“ Sam spürte, dass sie verletzt worden war und ahnte, dass es mit Bowen zu tun haben musste, da sie ihn nicht erwähnt hatte. Er konnte nicht anders, er musste einfach nochmal nachhaken.
„Hm, was treibt McRieve denn so, der alte Blutsauger? Hast du ihn kennengelernt?“ Er lächelte bei der Erinnerung an Bowen. Mit ihm hatte er so einige Clubs unsicher gemacht.
„Bo ist … er …  in Peru sind wir Dungeon begegnet. Er hat mich vor ihm beschützt und dafür mit seinem Leben bezahlt.“
Sam warf ihr einen überraschten Blick aus seinen schönen Augen zu und hakte nicht weiter nach. Er spürte den Schmerz, den er in ihrer Stimme vernommen hatte und in ihren Augen sah. Normalerweise konnte er durch Körperkontakt die Emotionen anderer nachempfinden, aber bei ihr reichte ein einfacher Blick aus. Würde er sie jetzt berühren, wüsste er die ganze Geschichte, aber er wollte sie nicht ausspionieren und sie gegen sich aufbringen. Auch so konnte er sich vorstellen, dass ein erfahrener Kämpfer wie Bowen nicht einfach sein Leben hergeben hatte. Sie mussten in einen grausamen Kampf verwickelt gewesen sein.
„Oh, das tut mir sehr Leid“, sagte Sam, und Jane erkannte wie betroffen auch er von dieser Neuigkeit war.
Um sich abzulenken, holte sie ihr Handy aus der Tasche und sah sofort das kleine Briefchen auf dem Display. Sie hatte eine SMS bekommen.
„Bin heil in Schottland angekommen. Das Anwesen ist gigantisch! Vermisse dich sehr! LG Angie.“
Sie simste eine Antwort zurück.
„Hey Süße! Lass dich von Duncan ordentlich verwöhnen! Mache Irland unsicher. glg Doc“

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Sie steckte ihr Handy wieder weg und klappte die Sonnenblende nach unten, um einen Blick in den Spiegel zu wagen. Gott, wie ihre Haare aussahen, sie brauchte dringend eine Dusche. Seit ihrer Nacht in Newgrange hatte sie weder Zeit gehabt sich frisch zu machen noch sich umzuziehen. Plötzlich erhielt ihr Wagen einen Stoß und machte einen unsanften Satz nach vorne. In letzter Sekunde konnte sich Doc noch am Armaturenbrett abstützen.
„Hey, was soll das verdammt nochmal?“, fluchte Sam und trat aufs Gas. Irritiert blickte Doc in den Spiegel der Sonnenblende und sah einen weißen Jeep mit einem rothaarigen Mann am Steuer direkt hinter ihrem Wagen. Sofort erkannte sie Patrick O´Connely. Sam trat aufs Gaspedal, und da sie in ihrem Sportwagen viel schneller waren, fiel der Jeep schnell hinter ihnen zurück. Sie rasten über eine schmale Serpentine, die rund um einen Felsen führte.
„Sam, das war das Wiesel, und oh mein Gott, geh vom Gas… da vorne…!“, schrie Doc und starrte mit aufgerissenen Augen auf die Straße. Sam hatte auch gesehen, dass vor ihnen ein Felsbrocken auf der Straße lag und die Weiterfahrt blockierte. Abrupt trat er auf die Bremse und Doc wurde wieder gegen das Armaturenbrett katapultiert.
Fast im selben Moment wurden sie wieder von hinten gerammt. Ihr Wagen drehte sich wie ein Kreisel und kam vor der Leitplanke zum stehen. Der Jeep setzte ein Stück zurück, und bevor Doc realisiert hatte, dass er sie wieder rammen würde, war es auch schon geschehen. Sie durchbrachen die Leitplanke und ihr Wagen senkte sich in Richtung Abgrund. Nur die Hinterreifen standen noch auf der Straße. Sie hörte, wie die Leitplanke ein ächzendes Geräusch von sich gab und nachzugeben drohte.
„Oh Gott, wenn er uns noch einmal berührt, schmieren wir hier ab“, sagte Jane und starrte wie paralysiert auf den glitzernden Bachlauf, der sich ungefähr hundert Meter tiefer durchs Tal schlängelte. Sam spürte ihre Panik. So ein Absturz konnte selbst einer Unsterblichen wie ihr gefährlich werden.
„Jane, bleib ganz ruhig. Du musst mir jetzt Vertrauen. Mach keine hastigen Bewegungen. Wenn ich los sage, lege die Arme um meinen Hals und halte dich verdammt gut fest.“ Mit angstgeweiteten Augen sah sie ihn an.
„Okay … Okay…“, stammelte sie und sah, wie er sich ganz, ganz langsam zu ihr rüber beugte. Mit einer Hand löste er die Schnalle ihres Gurtes und die andere lag auf dem Türgriff.
„Jane, jetzt! Los!“ Sie legte ihre Arme um seinen Hals, und im gleichen Moment öffnete er blitzschnell ihren Gurt und gleichzeitig die Beifahrertür. Er stieß sich ab und sprang mit ihr aus dem Wagen. Doc hatte die Augen zugekniffen. Der Typ war doch wahnsinnig. Dachte er, sein Körper würde sie genügend davor beschützen sich das Genick zu brechen? Kalter Wind umwehte sie. Sie hörte einen Motor aufheulen und dann, wie der Wagen schmetternd irgendwo aufprallte und explodierte. Warum waren sie noch nicht unten angekommen? Es rauschte um sie herum. Sie öffnete ein Auge und riskierte einen Blick. Sie schwebte mit Sam hoch oben in der Luft. Er hielt sie fest umklammert. Als sie ihren Kopf aus seiner Halsbeuge hob, sah sie seine Flügel. Aber natürlich, er war ein Engel!
„Alles ok?“, erkundigte er sich, als er bemerkte, dass sie sich einigermaßen gefangen hatte.
„Lass mich bitte nicht fallen“, brachte sie nur kleinlaut hervor. Sam lachte. Sie spürte, wie der Ton angenehm in seinem Brustkorb vibrierte.
„Niemals.“ Mit gleichmäßigen Flügelschlägen flog er Richtung Tal. Er spannte seine Schwingen weit auseinander und sie glitten tiefer und tiefer der Erde entgegen. Janes Magen machte Purzelbäume, und sie klammerte sich fest an ihn. Trotz dieser bizarren Situation kam sie nicht umhin festzustellen, wie anziehend er doch auf sie wirkte. Er hatte atemberaubend schöne Flügel. Sie waren nachtschwarz und schimmerten in den Spitzen silbern. Sie wirkten so pudrig und weich, dass sie sie am liebsten berührt hätte. Sie flogen über den kleinen Bach und landeten schließlich am Ufer. Sanft berührten seine Füße den Boden. Sam kommentierte ihre Landung nur mit einem „geschafft“ und hielt sie weiter in seinen Armen. Jane machte keine Anstalten sich von ihm zu lösen. Sie hätte ewig so mit ihm an diesem Ufer stehen bleiben können, wenn nicht ihr Pflichtbewusstsein sie wieder in die Realität geholt hätte.

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„Hey, wir sind wieder am Boden, du kannst mich jetzt loslassen“, murmelte sie leise an seiner Schulter, obwohl sie sich selbst nicht aus seiner Umarmung befreien mochte, sie fühlte sich so sicher und geborgen in seinen Armen. „Du riechst aber so gut“, sagte er und drückte sie weiter an sich. Dann hob sie den Kopf und sah ihn an. Die Luft zwischen ihnen vibrierte regelrecht, doch bevor seine Lippen ihre berührten, machte sie sich von ihm los.
„Man, woher wusste dieses Wiesel, dass wir nicht mit dem Flugzeug gegrillt wurden?“ Er schmunzelte über ihren galanten Themenwechsel.
„Patrick hat vermutlich am Flughafen nach uns Ausschau gehalten und ist uns gefolgt.“
„Ja, so wird’s wohl gewesen sein.“ Sie musterte ihn, seine Flügel waren nicht mehr zu sehen. Er sah ihren fragenden Blick und flüsterte grinsend:
„Magie.“
Sie lächelte zurück. Davon aufgemuntert griff er ihre Hand und zog sie mit sich in den angrenzenden Wald. Das Wetter war trübe, Nebel waberte um die Bäume und es nieselte leicht. Jane war froh, dass sie ihre Lederklamotten anhatte, so fror sie wenigstens nicht. Als sie das Waldstück durchquert hatten, kamen sie am anderen Ende in einem kleinen Dorf an. Es wirkte nicht sehr einladend, die Häuser waren einfache Holzhütten mit Schindeldächern. Auch die Straße war geisterhaft leer.
„Da drüben ist ein Pub, das noch geöffnet hat. Hast du Lust auf ein Pint Guiness und eine kleine Verschnaufpause?“ Jane blickte über die Straße und sah auf das kleine schwarze Häuschen mit der roten Tür, über der „Dead Men Inn“ in leuchtenden Lettern stand.
„Oh ja, allerdings. Das haben wir uns wirklich verdient“, antwortete Jane. Sie überquerten die Straße und gingen hinein. Es dauerte einen Moment, bis sich ihre Augen an das abgedunkelte Licht im Inneren gewöhnt hatten. Dafür, dass es fast morgens war, war dort noch einiges los. Ein paar zwielichtige Gestalten lungerten herum und starrten sie unfreundlich an. Sie hätte ihre rechte Hand darauf verwettet, dass sich hier nicht nur Menschen aufhielten. Jane setzte sich an einen Tisch ans Fenster und beobachte Sam wie er da so lässig am Tresen stand. Er orderte ihr Bier und plauderte noch etwas mit dem Barmann. Der ungepflegte kahlköpfige Wirt hatte einen enormen Bierbauch Als er merkte, dass sie ihn beobachtete, zwinkerte er ihr zu. Doc blickte schnell in eine andere Richtung. Die Luft war von Rauch gefüllt und das ganze Pub wirkte schmutzig und verwahrlost. Neben dem Tresen verhinderte ein Vorhang die Sicht in einen Raum, aus dem das Geräusch von Würfeln klang. Ganz offensichtlich fanden da illegale Glückspiele statt. Endlich kam Sam mit dem Bier und setzte sich zu ihr.
„Du wirst es nicht glauben. Der Typ heißt Lee Monade.“ Sie stießen an. Zum Erstaunen von Doc, trank Sam sein Glas mit einem Zug leer.
„Er ist auch ein Gestaltwandler, ein Waschbär um genau zu sein. Das kommt uns wirklich gelegen. Außerdem vermietet er Zimmer. Ich habe einfach mal für uns gebucht. In Belfast findet gerade eine Messe statt, er meinte, wir würden da nichts bekommen.“ Er legte einen Antik aussehenden Schlüssel auf den Tisch.
„Warum ist gut, dass er ein Wer-Waschbär ist?“ Sie musste schmunzeln.
„Tja, ich habe mal irgendwo gelesen, dass Waschbären Wiesel überhaupt nicht leiden können. Ich denke, wenn einer etwas über deren Aktivitäten weiß, dann kann er uns sicherlich dabei helfen es herauszufinden.“
Sie blickte sich noch einmal um. In den Ecken hingen Spinnweben samt Bewohner. Ein besonders großes haariges Exemplar war gerade dabei sich abzuseilen. Sie bekam eine Gänsehaut bei dem Anblick. Sie griff nach dem Schlüssel, der fast am Tisch festklebte. Ob das eine gute Idee war hier ein Zimmer zu mieten? Doch sie was so müde, dass sie schnell ihr Glas leer trank und aufstand.
„Dann lass uns mal nachsehen, ob unsere Zimmer ebenso feudal sind wie dieses Ambiente hier.“ Sam hustete und blickte sie schelmisch an.
„Was?“
„Naja, also er hat eigentlich nur ein Zimmer, das er vermietet. Aber es hat ein Doppelbett, ein Bad und einen Fernseher.“
Gegenüber vom Tresen war eine Tür mit der Aufschrift „Private“, durch die die beiden in ein schmales Treppenhaus gelangten.

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Das Treppengeländer war abgewetzt, und die Tapete pellte sich von den Wänden. Die Treppe endete direkt an ihrer Zimmertür. Jane erspähte um die Ecke herum einen weiteren Treppenaufgang. Vermutlich führte er auf den Speicher. Sam schloss auf, verpasste der Tür einen kräftigen Tritt und bedeutete Doc zuerst einzutreten. Sie riss sich zusammen und stolzierte an ihm vorbei in das Zimmer. Sie machte extra kein Licht, sollte der Engel doch die Wand nach dem Lichtschalter abtasten. Problemlos fand er den Schalter und eine einzelne nackte Glühbirne verströmte ein schummriges Licht. Das schmucklose Zimmer war verhältnismäßig sauber. Gegenüber der Tür stand ein Bett, das zumindest von oben sauber bezogen war. An einer Wand befand sich ein Schränkchen, auf dem ein kleiner, alter Fernseher stand. Auf der gegenüberliegenden Seite war das Badezimmer. Jane ging hinein. Es war klein, aber relativ sauber Das Nötigste war vorhanden, sogar saubere Handtücher und kleine Shampoofläschchen lagen auf einer Ablage. Plötzlich stand Sam in der Tür.
„Meinst du, wir halten es hier ein paar Stunden aus?“
„Ja, ist schon okay. Ich würde jetzt gern duschen, wenn du nichts dagegen hast.“
„Okay, lass mir auch noch warmes Wasser übrig.“ Er ließ sie allein, setzte sich aufs Bett und schaltete den Fernseher ein. Er suchte nach dem Sportkanal, als ein schriller Schrei aus dem Badezimmer ertönte. Sam riss die Tür auf. Das Wasser rauschte in der Dusche. Nur in Unterwäsche bekleidet stand Doc davor und blickte ihn überrascht an.
„Jane, was ist passiert?“
„Teufel noch mal, was machst du denn hier?“ Mit vor der Brust verschränkten Armen richtete sie ihren Blick in die Duschkabine.
„Du hast geschrien, ich dachte, Norman Bates wäre hier aufgetaucht.“
„Nicht du! Er! Ich habe mich nur erschrocken, weil ER plötzlich aufgetaucht.“ Sie zeigte in die Duschkabine.
Sam kam näher und blickte hinein.
„Mon Dieu. Wiedörrsehensfreudö stelle isch mir aber anders vor. Würde es dir etwas ausmachen das Wassör abzustellen, ich habe heute schon gebadet.“
„Ford? Ford Fleur?“ Sam sah völlig überrumpelt aus und der kleine Dämon blickte zu ihm auf. Wiedererkennen blitze in seinen Augen.
„Hölle und Verdammnis. Samael der Engel. Isch fasse es nicht. Was zum Henker machst du denn hier bei meiner Herrin?“
„Herrin? Oh du bist rausgeflogen aus der Unterwelt? Ach so.“ Das schien für ihn alles zu erklären.
„Momentmal, ihr beiden kennt euch?“ Ungläubig sah Doc von einem zum anderen.
„Natürlich.“ Antworteten beide gleichzeitig, dann verließ Sam ohne ein weiteres Wort zu sagen das Bad, um sich weiter durch das TV-Programm zu zappen. Doc zog eine Braue hoch und verkniff sich jeden weiteren Kommentar, langsam wunderte sie sich über gar nichts mehr.
„Woher wusstest du wo ich bin, und warum bist du nicht mehr in der Tierpension?“ Doc sah Ef-Ef tadelnd an und hob ihn dann aus der Dusche. Sie durchsuchte ein kleines Schränkchen nach einem Fön.
„Isch freue misch auch wieder bei dir zu sein, wo auch immer das ist. Die habön misch dort tatsäschlich rausgeworfen. Kannst du dir das vorstellen? Isch habö eine Flasche Desinfektionsalkohol gefunden und gekostet, dann habö ich nachts über die Lautspröscheranlage gesungen und ein paar Witze erzählt. Das fanden sie gar nischt lustig und sie haben misch zurück zu dir verbannt. Diese Wiccas die dort arbeiten wissen wirklich eine Menge über Dämonen, und habön misch zu meinem Herrn geschickt. Wo sind wir hier? In Schottland? Kann ich mon Angel sehen?“ Es wunderte sie nicht wirklich, dass er es sich dort verscherzt hatte. Auf der Seraphim hatte er auch so einige Nerven zum Zerreißen gebracht.
Mit großen Augen blickte er Jane an, die den Fön einsteckte und wortlos dem kleinen Kerl das Fell trocknete. Was sollte sie jetzt machen? Er sollte eigentlich bei dieser Mission nicht dabei sein, andererseits könnte er sich auch bei der Suche als nützlich erweisen und Sam war ja mittlerweile auch von der Partie. Da die beiden sich kannten, war es sicher kein Problem, dass der Hamster bei ihnen blieb.
„Ich bringe dich jetzt rüber zu Sam er kann dir alles erklären, ich will duschen!“

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Als sie erfrischt aus dem Bad kam, saßen sich Dämon und Engel auf dem Bett gegenüber und amüsierten sich prächtig. Es war um die Mittagszeit. Ein einzelner Sonnenstrahl schaffte es durch die schmutzigen Fenster und bündelte sein Licht auf dem Engel. Die beiden hatten irgendwoher etwas zu essen aufgetrieben. Sam deutete auf den kleinen Couchtisch vor dem Sessel auf dem ein Tablett mit einem köstlich duftendem Burger stand, über den sie sich sofort hermachte.
Dabei erfuhr sie, dass Sam Ef-Ef in ihre Mission bereits eingeweiht hatte, und dass er sich viel davon versprach, den Hamster im Team zu haben. Es schien ihn überhaupt nicht zu stören, anscheinend konnten die beiden sich sehr gut leiden.
„Lee Monade wird mir nachher ein paar Adressen von Clubs geben, in denen die hiesigen Gestaltwandler sich gern herumtreiben, und Ef-Ef kann für uns dort rumspionieren. Einen Hamster übersieht man ja schnell mal.“
„Oui oui, isch helfe dir gern mon ami. Die Schachtel der Petra finden wir schon. Wenn sie noch so riescht wie damals, als sie die bei uns in der Unterwelt hat anfertigen lassen, werde isch sie finden.“
„Du weißt von der Schachtel?“ Völlig baff setzte sie sich auf den Rand des Bettes und sah abwechselnd zwischen den beiden hin und her.
„Naturelement. Die Schachtel ja, aber keine Ahnung was sie dann darin aufbewahrt haben. Misch möschtest du ja lieber abschieben. Dabei habe ich dir immer geholfen. Bei allem!“
„Ef-Ef es tut mir leid. Anfangs sah es auch nach einem kurzen Einsatz aus, der deutlich unkomplizierter verlaufen sollte. Ich hatte keine Wahl. Ich verspreche dir, wenn wir das hier erledigt haben, dann fahren wir sofort zu Angie und Duncan. Klingt das gut?“ Ef-Ef grinste und krabbelte Doc aufs Bein.
„Deine Hose riescht muffig.“ Liebenswert wie eh und je.
„Tja, meine Tasche mit den Wechselklamotten fliegt irgendwo in einer Schlucht rum.“
„Du bist aber auch zerstreut manschmal.“ Die Einzelheiten schienen ihn nicht weiter zu interessieren.
Kichernd stand Sam auf und ging ins Bad. Als die Dusche wieder ertönte, winkte Ef-Ef Doc zu sich heran. Sie senkte den Kopf.
„Wo hast du denn den Engel aufgerissen? Ich bin von dir ja einiges gewöhnt, aber das hätte isch dir nischt zugetraut. Respekt. Isch hattö schon Sorge, isch muss misch mit diesem Werwolf rumschlagen. Ganz schön scharf dieser Engel was?“, flüsterte er ihr ins Ohr und zwinkerte verschwörerisch.
„Es ist nicht so, wie du denkst.“ Ärgerlich merkte sie, wie sie leicht errötete.
„Ich habe ihn zufällig in Newgrange getroffen. Er verfolgt das gleiche Ziel wie wir, und er kennt den Orden und Sweetlife. Jetzt ist er unser Verbündeter und wir sind Partner im beruflichen Sinne“, antwortete sie ihm leise und mied bewusst seinen Blick.
„So so, beruflich, ich verstehe.“ Der kleine Kerl grinste tatsächlich.
„Also, isch glaubö das sieht er aber anders. Er ist nett. Du solltest ihn nischt so schlescht behandeln wie die anderen armen Kerle. Außerdem sind Engel fast unbesiegbar, sowas kannst du gut gebrauchen, bei allem was bei dir so schief läuft.“ Jane schnaubte und setzte ihn auf den Boden vors Bett.
„Dein Feingefühl hab ich am allermeisten vermisst.“ Sie streckte sich auf dem Bett aus. Wenig später kam Sam aus dem Bad und setzte sich Ef-Ef in den Sessel. Bis er sich abends mit dem Barmann treffen wollte, hatten sie noch etwas Zeit um sich ausruhen. Sie sahen sich alle gemeinsam eine Talkshow an, und es überraschte sie nun auch nicht mehr, dass der Engel sich so etwas Niveauloses gebannt ansah. Ef-Ef und er schienen diesbezüglich auf einer Wellenlänge zu liegen. Irgendwann schlief sie dabei ein. Ein schmerzhaftes Zwicken am Ohrläppchen weckte sie im Morgengrauen. Sie hatte den restlichen Tag und die Nacht durchgeschlafen. Doc setzte sich auf und Ef-Ef grinste sie frech an.
„Endlisch! Du hast fast den ganzen Regenwald abgeholzt, und Sam hatte die Nacht gar keinen Platz im Bett, er musste auf dem Sessel schlafen!“
„Ich schnarche nicht!“ Empörte sah sie ihn an.
„Komm, lass gut sein, sie hat doch wirklich nicht geschnarcht. Der Sessel ist auch sehr bequem. Er steckte den Dämon in seine Manteltasche und setzte sich neben Doc, die sich verschlafen und leicht beschämt die Augen rieb. Er hielt ihr einen Becher Kaffee hin, den sie dankbar entgegen nahm. „Hab ich solange geschlafen?“

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„Du hattest auch eine Menge nachzuholen. Ich war ja noch gestern Abend unten bei Lee, er hat mir die Adressen von zwei Clubs gegeben, wo wir unsere Nachforschungen anstellen können.“ Er unterbrach sich und hielt ihr einen Schokomuffin unter die Nase. Dann fuhr er fort, während Jane kauend seiner angenehmen Stimme lauschte.
„Ich hab ihn gerade beim Frühstück unten getroffen. Er fährt jetzt gleich nach Belfast und nimmt uns mit dorthin. Ein Freund von ihm hat dort ein Hotel, und er meinte, er würde uns dort ein Zimmer besorgen. Wenn das erledigt ist, sollten wir uns neu einkleiden. Dann machen wir uns auf die Suche nach den Wieseln. In Ordnung?“
„Ja klar. Aber warum legt er sich so für uns ins Zeug, findest du das nicht seltsam?“
„Er hat mit den Wieseln noch eine Rechnung offen. Sie haben Spielschulden bei ihm, und er möchte, dass sie ihre Quittung bekommen. Die drei sind ziemlich unbeliebt. Wenn Lee mich angelogen hätte, wäre mir das aufgefallen. Vertrau mir Jane“
Er hatte wirklich an alles gedacht. Froh, sich keine Gedanken machen zu müssen, stand sie auf, reckte sich. Dann verließen die drei das Zimmer. Vor dem Pub stand eine schwarze schnittige Limousine mit laufendem Motor. Als sie davor standen, schwang eine der hinteren Türen auf und der vierschrötige Wirt winkte sie zu sich herein. Sam und Doc nahmen gegenüber von ihm Platz, und Lee gab dem Chauffeur ein Zeichen, dass er losfahren sollte. Doc war ziemlich überrascht, dass der Werbär so einen Luxusschlitten fuhr, aber sie stellte keine Fragen. Auch Ef-Ef benahm sich ausnehmend gut und schwieg in Sams Manteltasche. Zwei Stunden später kamen sie in der Abenddämmerung in Belfast an. Der Wagen hielt vor einem urig wirkenden Hotel namens „The Shamrock Inn“. Lee ging hinein und bat die beiden draußen zu warten. Wenig später kam er fröhlich pfeifend wieder hinaus und drückte ihnen grinsend eine Schlüsselkarte in die Hand. Wie versprochen hatte Lee es geschafft, ihnen in der ausgebuchten Stadt noch ein Zimmer zu besorgen.
„Das Zimmer wird noch gereinigt, aber in zwei Stunden könnt ihr dort einchecken.“ Dann verabschiedete er sich und fuhr davon. Doc blickte Sam an. Der zuckte nur mit den Schultern, hakte sich bei ihr ein und zog sie mit sich die Straße entlang.

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„Na komm, lass uns in die Stadt gehen und dann was Essen. Schließlich brauchen wir dringend ein paar neue Klamotten.“ Jane schmiegte sich an ihn und sie zogen los.
Wie sich herausstellte, war Sam ein ausgezeichneter City-Guide und ein noch besserer Shoppingberater. Normalerweise ging sie nicht gerne einkaufen, aber in seiner Gesellschaft machte ihr die Erkundung von Belfast wirklich Spaß. Sogar Ef-Ef benahm sich richtig gut, er schlummerte seelenruhig in ihrer Tasche.
Zum Glück hatte sie die Kreditkarte von Sweetlife in die Hosentasche gesteckt, sodass der Engel und sie das Stück Plastik regelrecht zum Glühen brachten. Als das Auto die Klippen hinabgestürzt war, hatten sie bis auf das, was sie am Leib trugen, nichts übrig behalten.
Deshalb hatte sie auch kein schlechtes Gewissen, als sie sich neben neuen Jeans, einem hellgrauen Rollkragenpullover, ein Paar Schuhen und etwas Unterwäsche auch ein neues lilafarbenes Notebook und ein Abendkleid kaufte. Nach einem kleinen Snack, machten sich die beiden auf den Rückweg.
Ganz gentlemanlike trug er die Einkäufe und hielt er ihr die Hoteltür auf. Als sie vor ihm in das Foyer trat, stürmte eine riesenhafte sehr kurvige Blondine, die hinter dem Tresen gestanden hatte, auf sie zu. Kreischend rauschte sie an Doc vorbei. Mit einem kleinen Sprung fiel sie Sam um den Hals. Der wirkte überrascht und verlegen, ein Ausdruck, den Jane zum ersten Mal in seinem Gesicht sah.
„Rosi! Wow… ich bekomme keine Luft. Was machst du denn hier?” Sie riss ihre ohnehin schon riesigen blauen Augen auf und boxte ihm kumpelhaft auf die Schulter. Dann kralle sie sich seine Hand und zog ihn in Richtung Empfangstresen. Als sie so neben ihm her trippelte, folgte Doc den beiden und lauschte dem piepsigen Plappern. Es gefiel ihr überhaupt nicht, wie diese aufgetakelte Tusse sich an Sam klammerte, und bedachte sie mit einem finsteren Blick.
“Ich bin hier seit kurzem die Geschäftsführerin. Lee hat mir gar nicht erzählt, für wen ich die Honeymoon-Suite freimachen sollte. Du ahnst ja nicht, welche Umstände mir das gemacht hat. Ich hoffe, das Pärchen, das eigentlich dort gewohnt hat, erzählt nichts rum. Ich habe nämlich behauptet, wir hätten einen Kakerlakenbefall. So, und jetzt erzähl mal, was dich hierher verschlagen hat. Du kommst nach Belfast ohne mich vorher anzurufen?“ Sie zog mit ihren glänzenden knallroten Lippen einen Schmollmund, der Doc irgendwie sofort an ein Schlauchboot erinnerte.
Rosi? Diese Frau sah einfach unmöglich aus, fand Doc. Die Haare waren wasserstoffblond gefärbt und zeigten einen 5 cm breiten roten Ansatz, im Gesicht klatschte tonnenweise Makeup. Ein blendend pinkes Stretchoberteil umspannte ihre gewaltige Oberweite und untenrum trug sie einen Lackminirock, der auch locker als Gürtel durchgegangen wäre. War das sein Typ Frau? Mittlerweile hatte Sam sich gefangen und legte freundlich einen Arm um Rosi. Doc beobachtete die zwei und wurde zunehmend ärgerlicher.
„Wir sind auf der Suche nach jemandem und es hat sich zufällig ergeben, dass wir hier in der Stadt gelandet sind. Wenn du hier arbeitest und Lee deinen Boss kennt, dann kann dieser Laden ja nur dem alten Phil Igran gehören.“
„Stimmt, ach die guten alten Zeiten… nicht wahr“, säuselte Rosi und zwinkerte ihm dabei zu. „Hoffentlich können wir die später noch ein bisschen auffrischen, aber jetzt möchtest du bestimmt auf dein Zimmer. Hätte ich gewusst, dass du mit… öhm….“ Erst jetzt schien sie Doc zu bemerken und scannte sie mit einem Blick von oben bis unten. Sie nickte ihr kurz zu, und dann schnellten ihre Augen sofort wieder zu Sam.
„… Begleitung hier bist, hätte ich versucht zwei Einzelzimmer zu besorgen. Das ist im Moment zwar schwierig, aber soll ich mal nachsehen, ob sich da was machen lässt?“
Sam schüttelte den Kopf und bedankte sich bei Rosi, die sie zum Lift begleitete. Als sich die Fahrstuhltür geschlossen hatte, konnte Doc nicht länger schweigen.
„Wer zur Hölle war das denn bitte?“, platzte sie heraus.
Sam blickte auf sie herab, und ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.

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„Das war Rosi Nenkuchen. Sie ist ein Leprechaun. Ich kenne sie jetzt schon seit ungefähr 50 Jahren. Ich habe sie auf dem Junggesellenabschied von Liam Thorpe kennengelernt. Seitdem haben wir uns immer mal getroffen, wenn ich in Belfast war. Das letzte Mal ist aber bestimmt schon 10 Jahre her.
„Ist dir klar, dass man den Schönheitschirurgen für diesen Ganzkörperunfall eigentlich verklagen sollte? Meine Güte und ich dachte, Engel würden im Zölibat leben oder hätten wenigstens Stil. Und was sucht die auf einer Jungesellenenparty? Hat sie da gekellnert? Liam? Ein Verwandter von Duncan?“ Obwohl Doc wusste, dass sie kein Recht dazu hatte, konnte sie sich nicht bremsen, und die Vorwürfe über diese zweifelhafte Bekanntschaft sprudelten nur so aus ihr heraus.
Sam amüsierte sich und schüttelte lachend den Kopf. War sie tatsächlich eifersüchtig auf Rosi?
„Jane, sie und ich sind wirklich nur befreundet. Um genau zu sein, hüpfte sie damals aus einer Torte. Liam ist Duncans kleiner Bruder. Früher haben wir öfter zusammen einen drauf gemacht.“ Doc zog eine Braue hoch und malte dieses Bild in Gedanken aus. Er konnte ja nicht lügen und so unglaubwürdig das auch klang, es war wohl die Wahrheit. Docs bissige Bemerkung, dass es sich wohl um eine riesige Torte gehandelt haben musste, ging unter als sich in dem Moment die Aufzugstüren öffneten.
Die Honeymoon-Suite befand sich im 6. Stockwerk. Wenn man grün mochte, konnte man sich hier wirklich wohlfühlen. Passend zum Namen des Hotels waren die Vorhänge, die Bettwäsche, das Sofa und sogar die Fliesen im Bad mit vierblättrigen Kleeblättern übersät. Doc ließ sich gleich auf dem grünen Sofa nieder und testete das neue Notebook. Nach kurzer Installation der notwendigen Tools, checkte sie die Homepages der beiden Clubs, die Lee Sam auf einen Zettel geschrieben hatte.
„Das 12 Moons oder Swallows Nest, was meinst du, wo versuchen wir es zuerst?“, fragte Doc Sam, der sich neben sie gesetzt hatte und ein paar Erdnüsse aus der Minibar naschte. Er entschied sich für das Swallows. Dann ging noch mal runter zu Rosi, damit sich Doc in aller Ruhe frisch machen konnte. Nach einem ausgiebigen Bad und einem Telefonat mit Sweetlife, zog Doc das schwarze Kleid an, das sie gekauft hatte. Zufrieden schlüpfte sie in ihre Stiefel, versteckte einen ihrer schwarzen Dolche im Schaft und wartete, dass auch Sam, der mittlerweile nach seinem Besuch bei Rosi wieder aufgetaucht war, sich umgezogen hatte. Als er aus dem Bad kam, stockte ihr der Atem. Er hatte sein Haar zu einem Zopf zusammengebunden und trug zu seiner lockersitzenden Jeans ein waldgrünes Hemd. Auch wenn sie auf einer Mission waren, freute sie sich insgeheim mit ihm auszugehen. Nachdem sie den laut protestieren Ef-Ef ins Bad gesperrt hatten, gingen sie zu Fuß zum Swallows Nest. Der Club lag nur zwei Blocks weiter entfernt.
Vor der Tür hatte sich eine lange Warteschlange gebildet, der Türsteher war allerdings eine Frau, die ganz offensichtlich gefallen an Sam gefunden hatte. So wurden sie durchgewunken und konnten direkt eintreten.
Im Club war es brechend voll. Jane schien das nichts auszumachen. Sie bahnte sich einen Weg durch die Masse zur Theke und wurde direkt bedient. Wäre Sam der Barkeeper gewesen, er hätte auch alle anderen für sie warten lassen. In diesem hautengen Kleid sah sie zum Anbeißen aus und er konnte seinen Augen nicht von ihr lassen. Strahlend drehte sie sich mit zwei Cocktails in den Händen zu ihm um, dann bedeutete sie ihm mitzukommen. Die Musik war unglaublich laut, der Bass wummerte so stark, dass man das Gefühl hatte zu vibrieren. Sie machten sich auf den Weg in eine hintere Ecke. Beim Überqueren der Tanzfläche wurde er immer wieder an sie gedrückt. Er legte seine Hände an ihre Taille, bis sie einen freien Tisch ansteuerte und stehen blieb. Von dort aus konnten die beiden die gesamte Tanzfläche sowie auch die Theke gut überblicken. Leider waren keine Wiesel in Sicht. Nach einer geschlagenen Stunde bahnte Jane sich durch die Massen in Richtung Toilette. Als sie den Waschraum wieder verließ, erhaschte sie einen Blick auf einen bekannten rothaarigen Mann, der ihr entgegenkam. Jetzt oder nie.

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Sie hatte keine Zeit Sam davon in Kenntnis zu setzen, dass sie Patrick entdeckt hatte. Sie schubste ihn und zerrte ihn mit einem Ruck zu dem nahe gelegen Hinterausgang. O´Connely, der ziemlich angetrunken war, leistete vor Überraschung keinerlei Widerstand. Selber schuld! Der Hinterausgang mündete in einer dunklen Gasse, in der es menschenleer war. Einige Müllcontainer, hinter denen sich ein paar Ratten tummelten, verdeckten die Sicht auf sie. Über der Türe flackerte eine gelbe Neonröhre und verlieh der Umgebung eine zwielichtige Atmosphäre. Ein perfekter Ort für einen kleinen Plausch unter vier Augen. Er sah sie verdutzt an und langsam dämmerte ihm, wen er da vor sich hatte. Jane hielt ihn, mit eisernem Griff an der Kehle, fest an die Wand gedrückt. Gegen Sam hatte sie zwar keine Chance, aber vielen anderen Kreaturen war sie überlegen.
„Glaub mir, keine Frau die etwas auf sich hält, würde dich wortlos abschleppen, du Idiot. So, und nun erzählst du mir, wo du die Schachtel versteckt hast.“ Seine verschlagenen Augen verengten sich und plötzlich spuckte er ihr mitten ins Gesicht. Jane verzog keine Miene und landete mit ihrer Faust direkt auf seiner Nase, die laut knirschte als sie brach. Patrick lachte.
„Du wirst sie nicht bekommen, du Miststück!“ Doc fackelte nicht lange und verpasste ihm auf direktem Weg eine ihrer Energiekugeln. Zuckend sank er auf dem Boden zusammen und blieb bewegungslos liegen. Im Begriff Sam zu holen, hörte sie ein Klicken hinter sich.
„Hände hoch und langsam umdrehen, sonst puste ich dir dein Gehirn weg!“ Ruhig folgte sie dieser Anweisung. Neben den Müllcontainern stand ein nackter Mann, der große Ähnlichkeit mit Patrick hatte. Er sah etwas jünger aus, demnach musste es sich um Kevin handeln.
„Hast du hier mit den Ratten am Müllcontainer gespielt? Hat Mami dir das denn erlaubt?“ Da flog die Tür zum Club auf und Sam trat in die Gasse. Perfektes Timing. Kevin riss die Waffe herum. Er sah in Sam die größere Gefahr und drückte ab. Die Kugeln prallten wie Hagelkörner von ihm ab. Gemächlich schlenderte der Engel auf den Gestaltwandler zu und stellte sich zwischen ihn und Jane, um sie aus der Schusslinie zu bringen. Kevin schoss sein ganzes Magazin leer, dann ließ er die Waffe fallen, und die Luft um ihn herum begann zu flirren.
„Jane, er wandelt sich, bleib du hier bei Patrick, ich schnapp mir den hier …“
Kevins Knochen knackten und knirschten bei der Verwandlung seines Körpers in ein Wiesel. Mit einem kurzen Fiepen rannte er wie ein geölter Blitz aus der Gasse. Da begann auch die Luft um Sam herum zu flirren, die unangenehmen Geräusche blieben aber aus. Stattdessen war er einfach verschwunden. Unsichtbar, das erklärte auch, warum sie ihn in Newgrange damals nicht bemerkt hatte. Nervös tigerte sie die Gasse auf und ab, rauchte eine Zigarette nach der anderen bis er endlich, eine gefühlte Ewigkeit später, wieder auftauchte.

Fortsetzung folgt …

Kapitel 1: “Seitensprung der Sisterhood – Doc Jane in geheimer Mission” findet sich hier!

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47 Kommentare
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  1. Neuer Artikel: Seitensprung der Sisterhood – Engelsduft http://lesekreis.org/2010/09/19/seitensprung-der-sisterhood-%e2%80%93-engelsduft/

  2. [...] 2: “Seitensprung der Sisterhood – Engelsduft” findet sich [...]

  3. Toller Teil! Muss mir gerade mal die Lachtränen aus dem Gesicht wischen. Klasse Autofahrt, ich kann mir das richtig bildlich vorstellen, echt Klasse. Und da heißt es immer, dass wir Frauen nicht Autofahren können, die haben anscheinend noch keinen Engel fahren gesehen. Absolut köstlich, Klasse Doc!

  4. Hahahhaha ich sehe den mit eingeklemmten Knien und der Nase an der Scheibe! hahahahhah KLASSE!!!!
    Echt schön!!! Wowowwowowow!!!!!! :lol:
    Super gemacht Doc!!! Hach, und das Bildchen… hach!

  5. So so… mein Duncan pokert… und das Wölfchen auch…

  6. huhu Doc, wie gefällt dir der Titel des Kapitels – wir können ihn ändern, wenn du möchtest! Ich habe jetzt noch ein paar Flüchtigkeitsfehler ausgebessert und hänge dann immer an diesem Satz: “Zum Glück hatten ihre Informanten die O´Connely-Brüder weiter im Auge behalten, da es suspekt erschien, dass die drei sich so offenkundig zurück an ihren bekannten Wohnsitz begeben wollten.” Irgendwie verstehe ich den nicht? :oops:
    LG

  7. Hi dolce,
    den Titel find ich gut, darüber hatte ich mir auch den Kopf zerbrochen und mir fiel nichts schlagfertiges ein. Alles andere auch top wie immer.Auch die Änderungen am Ende von dir, wieder superklasse, so kommt das genau raus was ich eigentlich wollte…manchmal eiert man voll rum.
    Mit dem Satz den du nicht so verstehst, wollte ich sagen, das die Wieselbrüder ihr zuhause in Louisiana haben, aber wenn man mit einem begehrten Gegenstand auf der Flucht ist, wohl kaum dahin gehen würde, … und das war ja die erste info … und nach genauerem recherchieren, hat wer auch immer (also die leute die immer alles wissen und es sweetlife sagen :D) herausgefunden das die drei gar nicht dorthinwollen, es sollte halt ein trick sein, damit Doc und wer denen sonst noch so auf den Fersen ist ganz woanders sucht und die sich in ruhe in belfast verstecken können mit dem kästchen um… das weiss ich eigentlich auch noch nicht :D…

  8. naja jetzt hab ich es nicht wirklich verständlicher gemacht was??? Haha… ich denk beim sport nochmal drüber nach jetzt.

  9. …hahahahaaaa…immer wen ich jetzt einen Silberpudel hinter dem
    Lenkrad eingeklemmt sehe werde ich an Sam denken…hahahahaha.
    Herrlich Doc, super Lustig, super Gefühlvoll.
    Aber…tztztztz…rauchen?…ein Engel…tztztz…obwohl, warum nicht.
    Wen die schon Pokern…!?

  10. ja, das ist mit Sicherheit ein besonderer Engel – habe mich auch schon über die Haare im Gesicht gewundert. ;-) ja Doc, das macht Sinn, ich hatte ganz vergessen, dass die Wiesel aus Louisiana kommen… (warum eigentlich?) LG

  11. hilfi….. also ich hab das schlimm erklärt. Kanns aber auch nicht besser erklären. Keine Eingabe beim Sport ausser das Erdnuss-Karamell Proteinshake eklig ist.

    Ansonsten schön das es euch gefällt. Dann überleg ich mir mal wie es so weitergeht…. :lol:

  12. Ja der Sam is ein ganz besonderer Engel, wieso können die kein Bart haben? Weil wenn die aufm kopf haare haben und auch sonst so am Körper… ich find das gehört dazu, also zu ner guten schnitte, für Doc´s Geschmack passt das auf jedenfall prima. Der hat übrigens noch so einige Tricks auf Lager! Dazu aber später immer mehr :D
    Hm sie kommen aus Louisiana, weil bei den Sookie Stackhouse büchern gibt es einen ort der halt auch Hotshot heisst, da wohnen die werpanther, das is an einer magischen wegkreuzung … und Louisiana is ja sowieso ein sehr mysthisches Eckchen in den guten USA was da alles so rumkreucht und fleucht… Ich wollte dann doch lieber in Irland bleiben, und die hotshotsache doch nicht abkupfern und lieber was neues ausdenken, ausserdem is so schön da also in Irland ;)

  13. hi meine Lieben,
    Doc ist online mit einer wunderschönen, actionreichen, lustigen und spannenden Fortsetzung. Viel, viel Vergnügen damit! ;-)
    argh Doc, diese Sookie Stackhouse-Serie kenne ich doch auch nicht! :lol:
    LG

  14. Oha… der fiese Patrick! Nun ist das schöne Auto kaputt!! :-( WOW Doc! Suuuper… hach, der Engel mit seinen Flügeln. Und diese Spelunke… aaaaah, mit haaaarigen Monstern. Passend zu Halloween!!! Wirklich schön geworden… was wohl im Bad passiert?

  15. Dolcemaus, Sookie Stackhouse = True Blood… :-D

  16. ;) Super Dolce Dankeschön.

    Angie, tja beim rasieren geschnitten? In hotels gibts ja nur diese einweg dinger… aber da würde doc nicht so kreischen oder…. ;) Oh oder das Wasser ist kalt oder braun pfui ;)

  17. Dolce? also das du das Gespräch quasi umgedreht hast also nach der Landung, das finde ich gut.
    Nur in einem Satz ist jetzt der Wurm drin und zwar:
    „Hey, wir sind wieder am Boden, du kannst mich jetzt loslassen“, murmelte sie leise an seiner Schulter, doch sie konnte einfach nicht, sie fühlte sich so sicher und geborgen in seinen Armen.

    Also entweder murmelt er das, oder er konnte einfach nicht loslassen, aber an einer Stelle müsste da nochmal gedreht werden, dann isses wieder rund.

  18. oh bitte, Doc, kreisch nicht wegen einer Spinne! Es sei denn, du hast eine Phobie oder so was in der Art. Das Ding oder was auch immer muss schon ein bisschen größer sein, schließlich bist du unsterblich, na ja, fast wenigstens…
    Ich habe die Stelle ausgebessert, obwohl ich ja auch vorher schon nicht unbedingt einen Widerspruch darin gesehen habe. ;-)
    LG

  19. Vllt hat sich der Wirt ja nackt in der Dusche versteckt? Ich finde das gibt allen Grund um zu schreien.

    Oh dankeschön dolce. Ja stimmt schon, ein Widerspruch direkt wars nicht aber das klang so doppeltgemoppelt. Tschuldigung.

  20. Huhu Schwestern!!!! Will denn keine von euch wissen, wie es mit dem Engelchen weiter geht???? Hey, das ist spannend und toll!!!! ;)

  21. dooooch – ich auf jeden Fall! Google hat übrigens mein Adsense-Konto gesperrt. Wegen jugendgefährdender Inhalte und hat einen Link mitgeschickt auf einen Artikel zur Pulitzer-Preisträgerin 2009 (Elizabeth Strout) als Beispiel. Das ist ganz schön lustig, wenn´s nicht so nervig wäre. Ich bin gespannt, ob da noch was anderes kommt…. LG

  22. Hammer Doc! Spannend, lustig und knisternd. Schwarze Schwingen. Wer-Waschbär – ich schmeiß mich weg! Da sind wir doch mal gespannt, wie es im Bad weitergeht. Lass uns nicht so lange schmoren.

  23. @Dolce
    Wie? Google hat dich gesperrt? Wegen uns?

  24. Nee, das glaube ich nicht, wir sind doch harmlos!!! Oder nicht? Aber mich würde schon interessieren, was an einer Pulitzer-Preisträgerin Jugendgefährdend sein soll!

  25. Angie: vllt der Pullitzer-Preis ? ;)

    Also wegen uns kann ich mir fast nicht vorstellen, auch wenn wir bei der Bücherliste nach unserer Meinung nicht judendfreie Bücher vorschlagen, so ist es ja so, das diese ja gar keiner Altersbeschränkung unterliegen. Amazon bietet die an und bei Büchern gibt es ja auch keine solche Einschränkung Und unsere Schnittchen naja, da könnte googel sich am besten selbst sperren wegen jugendgefährdung usw.

    Lilli, schön dass es dir gefällt.

  26. omg jugendfrei sollte das natürlich heissen… immer diese krümel unter den tasten

  27. Oh cool Doc, das ist echt super schön geworden.
    Dem Patrick,den doof, verkloppst du aber bitte Ordendlich den A…llerwertesten.
    Der blöde Autokaputtmacher und Doc-Erschrecker.
    Und der Sam….uijuijuiiii….
    Ich sehe dich gerad vor meinem geistigem Auge…..

    Echt toll geworden,spann uns nicht zu lang auf die Folter.

  28. hi meine lieben Ladies, Doc ist mit einer sehr schönen Fortsetzung online!!! Sorry für die Verspätung und viel Spaß beim Lesen. ;-) Ich find´s gut und Angie folgt gleich morgen…
    Schlaft schön! ;-)

  29. Aaaaaaaah Efef ist wieder dabei!!!! Sehr schön! Klasse gemacht Doci!!! Jetzt bin ich aber mal gespannt, woher Sam und Efef sich kennen.

  30. Hi,
    tja vllt sind sie verwandt oder waren zusammen in der Grundschule??? Hmm weiß man jetzt nicht.

  31. Schöner Teil, Doc. Und Ef-Ef is back, Klasse. Unser Lieblings-Hamster-Dämon. Sam und Ef-Ef, das ist bestimmt eine alte Sandkastenliebe. Freue mich schon auf die Fortsetzung.

  32. Ef-Ef is da. Ok,da hab ich nun echt nicht mitgerechnet.
    Och ist das schön. Die kleine Knuddelmaus,die.
    Sehr schön geschrieben, Doc.
    Bin gespannt was das mit euch drei da noch gibt.
    Und ob die Wiesel wirklich NUR Spielschulden haben…?
    Der Lee kommt mir komisch vor.

  33. Puh also trotz Muse ist bei mir irgendwie die Luft raus. Was ich schreibe gefällt mir nie…. man ey… ich habe ja Ideen aber wenn ich sie aufschreibe dann naja… voll kitschig oder blöde oder alles zusammen. Schlimm schlimm. *schnief*

  34. Spinnertes Weib, spinnertes! Morgen… nee, heute ja schon.. huch, so spät schon? Also, gleich dann eben… immer mit der RUUUUHEEEE. Das wird schon, wurde es bis jetzt ja auch immer, gell?! :-D Also nochmal, immer mit der Ruhe und dann mit nem Ruck. Trink dir nen Yodatee. ;)

  35. jo – spinnertes Weib! Das ist wirklich gut geworden. Spannend und auch amüsant – am besten du schreibst gleich weiter, möchte nämlich wissen, ob Sam Patrick erwischt hat! ;-)
    LG

  36. Ey ich bin krank ihr müsst nett sein zu mir ! ;)
    Aaaaaaaah, danke Dolce voll cool so. :D

  37. Wir sind immer nett und lieb zu dir, ja?!
    WOW Doc! Super Fortsetzung. Aaaaaah…ich habe noch das Knirschen der Knochen im Ohr…omg. :-(
    Hahahaha… Rosi-Nenkuchen… hahahah… Phil-Egran.. BRÜLLER!!! Echt schön geworden!!!
    Und spannend! Los! Schreib weiter! Jetzt!… aha, Duncan hat einen Bruder? Aha…soso. Mh.

  38. Ey…. ich hab jetzt minimum wieder 4 Wochen Zeit :D

    Erstmal muss ich das Detektivin Buch lesen und die Rezi machen dann schau ich mal obs weiter geht.

    Huch vllt wurde Sam vom Wiesel gebissen und ist jetzt ein Wer-Wiesel iiiiiiiiiiiihhh . Neeeee haha.
    Angie, lieber keinen Bruder? Ach komm schon, ich hab ihm sogar einen echt schottischen Namen rausgesucht…hätte den auch Eddi Kett oder so nennen können ;)

  39. Hahahahahaha, Eddi-Kett…. auch ein Brüller. Oder Tom-Bola… Kara- Mbolage.. nee, das hört sich afrikanisch an. Mh..oder ne Schwester? Anne Theke? Ach, der Liam ist schon okay… hoffe ich doch mal. ;)
    Und das mit den 4 Wochen kannst du dir aber sowas von der Backe putzen… ey, willst du uns echt so lange schmoren lassen? Nee, das tut die Doci doch nicht, ne… tut sie nicht!

  40. Hat sie aber! :-(

  41. Och Angie kommt doch heute vielleicht…
    Ich tu mich in letzter Zeit sehr schwer damit, fand früher meine Teile besser, da floß das irgendwie. Aber ich muss mich echt richtig dransetzen wie Hausaufgaben machen, und sowas verschiebt man gern mal 3 monate. Ich gelobe aber Besserung.

  42. Hallo?! Deine Teile sind immer super! Und 3 Monate sind zu lang! So… und jetzt lauer ich weiter. ;)

  43. ..ppssstttt Angie…*flüster…
    ..wartest du auch schon die ganze Zeit?
    Hääää…ey, ich kann deine Zeichensprache nicht.
    Was heisst das…Kreisender Finder an der Schläfe…drück die Augenlieder runter….
    …hüpf im Kreis ? Angie..geht es dir gut?
    Soll ich nach dolce rufen?

  44. *flüster*.. ist doch ganz einfach… kreisender Finger an der Schläfe: Warte gedanklich schon fast rund um die Uhr. Drück die Augenlider runter: Bin nicht müde, suche nur das innere Augenlid nach Verletzungen ab.
    Hüpf im Kreis: Yes, Tiago hat die olle Schürze… also die ist Geschichte! :-D Ich wusste echt nicht, dass es Zewa mit Hasenohren gibt!
    Und mir geht es PRIMA! (versichern mir jedenfalls die Stimmen in meinem Kopf! Die müssen es schließlich wissen, gell! Sind ja auch viele…) ;)
    Und nich Dolci stressen!!!!!

  45. Ach,dann bist du die andere Patientin,
    die, wo DER Doc immer sagt “..das ist nicht ihre Schuld?
    Oder so Sprüche wie..” Ich habe zwar nicht die Lösung,
    aber ich bewundere ihr Problem..” ? Sowas..?
    Na gut,das erklärt dann so einiges. Dann weiter machen.
    Aber …pppsssstttttt….

  46. Jo… pssst. DER Doc sagt immer zu mir: “Dann kommen se mal rein, aber schön nacheinander!”

  47. [...] Kapitel 2: Seitensprung der Sisterhood – Engelsduft [...]

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