Facebook Seite Feed abonnieren

Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung

7. Februar 2011 | Von | Kategorie: Seitensprung der Sisterhood - Angie

Seitensprung der Sisterhood

Kapitel 4
Verschwörung

Auf dem Weg ins Apartment war das Prickeln komplett verschwunden, und als ich mich umgezogen hatte und mich zum Training aufmachte, hatte ich diese Episode fast schon wieder vergessen.
Um diese Zeit war in dem Trainingszentrum kaum jemand, und so hatte ich den Raum mit den neuesten Fitnessgeräte, die der Markt zu bieten hatte, für mich alleine. Aber schon nach gut einer Stunde hatte ich genug und beschloss in den angrenzenden Trainingsraum mit den Waffen zu wechsel. Doch diesmal reizten mich die schönen Schwerter und Messer nicht, und ich legte sie nach einiger Zeit wieder lustlos an ihren Platz zurück. So alleine wirkte der Raum ein bisschen trostlos auf mich. Ich machte mich wieder auf den Weg zurück zum Haus, um unter die Dusche zu springen. Vielleicht waren die Jungs schon wieder zurück? Ich rannte fast die letzten Meter. Doch im Haus war niemand bis auf Mary, die in der Küche werkelte. Nachdem sie mein freundliches Angebot, ihr bei den Vorbereitungen für das Abendessen zu helfen, rigoros abgelehnt hatte und mich energisch aus der Küche schob, setze ich mich an den großen Tisch und trank den Kaffee, den Mary mir mit einem vielsagendem Blick vor mich hinstellte, bevor sie die Küchentür wieder resolut hinter sich schloss. Nachdenklich rührte ich in meinem Kaffee und beobachtete die Eingangstür. Duncan fehlte mir. Diese Warterei zerrte ganz schön an meinen Nerven. Um sie irgendwie zu überbrücken und mich abzulenken, ging ich endlich nach oben, duschte mich und zog mein neues rotes Strickkleid an. Polly und ich hatten es in einem der kleinen Läden in der Zwergenstadt entdeckt. Nachdem sie mir versichert hatte, dass ich darin zum Anbeißen aussah, hatte ich es gekauft. Ich drehte mich lächelnd vor dem großen Spiegel und konnte ihr nicht wiedersprechen. Duncan kannte es noch nicht. Ich war schon sehr auf seine Reaktion gespannt. Das Kleid lag schön eng an und umspielte meine Knie. Der ausladende Schalkragen zeigte mehr als er verhüllte und zeichnete ein schönes Dekolleté. Doch auch meine kleine Modenschau hielt mich nicht davon ab, immer wieder zum Fenster zu laufen um nach ihm Ausschau zu halten.
„Angie, du bist erbärmlich!“, sagte ich laut zu meinem Spiegelbild.
„Duncan ist doch erst ein paar Stunden weg. Lange kann es ja nun nicht mehr dauern, bis er wieder da ist.“ Seufzend nickte ich mir zu und verschränkte die Arme. Wir waren noch nie so viele Stunden voneinander getrennt, seit wir zusammen waren. Fast einen ganzen Tag ohne ihn war kaum auszuhalten. Es wurde langsam dunkel. Mit einem letzten Blick durch das Schlafzimmerfenster, das direkt über dem Eingang lag, schlenderte ich durch das Wohnzimmer und bemerkte dabei zufällig, dass das kleine Kästchen auf dem Schreibtisch offen stand. Oh! Da lag ein Foto von mir drin. Lächelnd nahm ich es in die Hand, um es mir genauer anzusehen. Das musste bei unserer Ankunft auf der Seraphim aufgenommen worden sein. Auf der Rückseite waren zwei Daten geschrieben. Einmal unser Ankunftsdatum und das zweite nur wenige Tage später. Mh, das war aber merkwürdig. Doch dann hörte ich unten die Eingangstür und legte das Bild schnell wieder an seinen Platz zurück. Endlich, er war wieder da! Mein Herz machte einen Satz. Erleichtert flog ich fast die Treppe herunter, stürzte mich in Duncans ausgebreitete Arme und ließ mich von ihm ausgiebig umarmen und küssen.
„Ihr seid aber lange weg gewesen. Oh Duncan, ich habe dich so vermisst“, murmelte ich und schmiegte mich noch dichter an ihn. Meine Lippen liebkosten seinen Hals.
„Aber ich habe dir doch eine SMS geschrieben… und nicht nur eine. Tiago und Jean wollten noch unbedingt in die Stadt“, sagte Duncan und strich mir liebevoll meine Haare aus dem Gesicht. Mist! Ich hatte mein Handy ausgeschaltet, als ich zu Shadow ging und vergessen es wieder einzuschalten. Ich suchte gerade nach einer Ausrede, als die Tür aufging und Tiago und Jean schwer beladen mit Tüten und Paketen eintraten. Tiago ließ stöhnend einen Teil seines Balast einfach an Ort und Stelle fallen und fixierte Duncan mit finsterer Miene.
„Danke Tiago, dass du den Wagen zu Henry gebracht hast und meine Einkäufe, die nebenbei bemerkt eine Tonne wiegen, mit hierher geschleppt hast. Ich konnte es ja nicht abwarten zu meiner Angie zu kommen.“ Empört drehte er sich dann zu mir und beschwerte sich.
„Meine liebe Angie, dein Duncan war die absolute Spaßbremse! Bei George war ja noch alles in Ordnung, aber in der Stadt hat er dann den nach- seiner- Gefährtin-Angie- jammernden Vampir raushängen lassen und uns durch die Läden gescheucht. Der Himmel möge mich in Zukunft vor gebundenen Vampiren bewahren!“ Duncan sah mich ein bisschen schuldbewusst an und strich sich durch seine Haare.

Seite 38

„Hör nicht auf den Wolf, der übertreibt mal wieder maßlos.“Jean, der Tiago Richtung Treppe schob, zeigte anklagend auf Duncan, zog seine Stirn kraus und sagte im Vorbeigehen:
„Tut er nicht. Wenn es nach dir gegangen wäre, hätten wir unsere Shoppingtour vorzeitig abgebrochen. Und wir beide müssen uns mal dringend über deinen mörderischen Fahrstiel unterhalten, Vampir! Aber erst, wenn meine Nackenhaare wieder unten sind!“ Ich musste mir auf die Backe beißen, um nicht laut loszulachen. Kopfschüttelnd zogen die Beiden ab nach oben. Duncan schickte ihnen einen letzten grimmigen Blick hinterher, dann bückte er sich und hob grummelnd die Tüten auf. Als er wieder hochkam, musterte er mich langsam von oben bis unten. Sein Mund verzog sich zu einem verruchten Lächeln, seine Augen begannen zu glitzern und mit einem tiefen Knurren ließ er die Tüten wieder fallen, hob mich blitzschnell hoch und trug mich im Laufschritt die Treppe rauf. Breit grinsend drückte ich meinen Kopf an seine Brust und lauschte seinem schnellen Herzschlag.
„Du hast mich auch vermisst!“
Den nächsten Tag wollten wir zusammen verbringen, doch nach dem Frühstück erhielt Duncan einen Anruf von Demetri, der ihn bat eine Schulungsstunde abzuhalten. Er hielt den Hörer zu und sah mich entschuldigend an.
„Es tut mir so leid, mein Herz, aber ich kann ihm schlecht absagen.“ Beruhigend nickte ich ihm zu. Eine Stunde oder zwei war kein Problem, wir hatten ja noch den Rest des Tages für uns. Außerdem wusste ich, wo ich dann sein würde und winkte ab.
„Ist schon okay, es wird ja nicht so lange dauern.“ Duncan sagte ihm also zu und machte sich auch gleich auf den Weg zum Unterricht. Tiago und Jean waren auf einem Kurztrip nach Glasgow. Ich hatte somit freie Bahn für einen weiteren Besuch bei Shadow. Um mein mittlerweile doch aufkeimendes schlechtes Gewissen zu beruhigen, nahm ich mir vor, Duncan später von meinen Besuchen bei Shadow zu berichten. Ich freute mich auf ihn, sein sympathisches Wesen, seine Geschichten, der Tee, und selbst der Schatten auf seinem Gesicht hatte mittlerweile etwas Vertrautes für mich.
Lächelnd schloss ich die Geheimtür hinter mir und betrat voller Vorfreude den großen Saal. Doch diesmal wartete Shadow nicht an der Tür auf mich. Abrupt blieb ich stehen und sah mich misstrauisch um. Die Atmosphäre hier unten hatte sich kaum merklich verändert. Eine seltsame Spannung lag in der Luft. und ich konnte Shadow auf den ersten Blick nirgends entdecken.
„Shadow?“ Er antwortete sofort.
„Hier, Angie. Ich bin hier!“ Er saß in seinem Lehnstuhl und studierte gerade einige Papiere, die er, als ich mich ihm näherte, schnell an Mythos weiter gab. Dieser ließ die Papiere hastig in einer schwarzen Mappe verschwinden und lächelte mir zur Begrüßung flüchtig zu, während er die Mappe auf den Teewagen legte. Das schienen ja mächtig geheime Dokumente zu sein. Ich lächelte vorsichtig und setzte mich auf das Sofa.
„Hallo, ihr Zwei. Wichtige Geschäfte?“ Shadow zuckte nur mit den Schultern und verzog seine Lippen minimal zu einem leichten Lächeln.
Mythos wich meinem Blick aus. Er goss mit ernster Miene den Tee ein, verteilte die Tassen und stellte sich dann hinter Shadow. Auffordernd drückte er mit einer Hand leicht dessen Schulter und sagte leise:
„Es ist an der Zeit.“ Shadow legte seine Hand auf die von Mythos und erwiderte seufzend:
„Ich weiß, mein Freund.“ So langsam wurden mir die beiden unheimlich. Angespannt blickte ich zwischen ihnen hin und her und fragte:
„Ist etwas passiert?“ Shadows Mundwinkel hoben sich etwas, er antwortete sofort.
„Nein, nein, nichts ist passiert, keine Angst Angie. Aber…“ Er stockte und atmete dann tief durch.
„Angie, ich möchte dir eine Geschichte erzählen. Doch vorher musst du mich bitte ansehen.“ Er beugte sich vor.
„Bitte nicht erschrecken….“
Was kam denn jetzt? Oh, sein Gesicht! Der Schatten, der es bisher bedeckt hatte, löste sich vor meinen Augen in Nichts auf, und ich sah endlich in sein komplettes Gesicht! Ich hatte ja vermutet, dass es durch Narben verunstaltet oder zerstört war, aber nein, nichts dergleichen… es war makellos! Ich konnte nicht anders, als ihn mit großen Augen gründlich mustern. Keine noch so kleine Narbe verunstaltete sein schönes Gesicht.

Seite 39

Seine etwas kantigen, ebenmäßigen Züge, die hohen Wangenknochen, die etwas große gerade Nase – alles war perfekt und ganz normal! Erst jetzt bemerkte ich das Grübchen in seinem Kinn, das mir vorher nicht aufgefallen war. Nur seine Augen irritierten mich etwas. Die Farbe war so schwer zu definieren. Es schien, als wollten sich seine Augen nicht festlegen. Der Wechsel zwischen den einzelnen Farben war fließend, von einem klaren Azurblau zu einem wunderschönen Smaragdgrün bis zu einem tiefen, warmen Schokoladenbraun. Im Moment schimmerten sie wie flüssiges Silber und so blieben sie auch, als er mich mit einem erwartungsvollen Gesichtsausdruck ansah, so, als würde er mit einer bestimmte Reaktion von mir rechnen. Doch ich konnte nichts Außergewöhnliches an seinem Gesicht entdecken, außer, dass mir die Gesichtsform vage bekannt vorkam, aber sonst? Bis auf seine eigenartigen Augen… nichts.
„Danke, dass du mir dein Gesicht endlich zeigst, aber warum der Schatten? Oh, ich verstehe… Geheimnisse?“ Ich zwinkerte ihm belustigt zu und bekam von ihm ein zögerliches Nicken und ein erleichtertes Lachen als Antwort.
„Sozusagen. Aber nun zu meiner Geschichte.“ Er lehnte sich mit einem Seufzen zurück und lenkte meine Aufmerksamkeit mit einer Handbewegung auf das Bild, was immer noch verhüllt über dem Kamin hing. Auf einmal sah er so traurig und einsam aus, dass ich mich zwingen musste, um nicht aufzuspringen und ihn zu umarmen und zu trösten. Ich nahm stattdessen einen Schluck Tee und wartete geduldig und sehr neugierig ab, was es mit dem Bild auf sich hatte. Shadow fing auch sogleich mit leiser Stimme an zu erzählen.
„Vor vielen Jahren kam ich auf einer meiner seltenen Reisen durch Amerika und begegnete einer jungen hübschen Frau. Sie war ein Mensch. Trotzdem verliebte ich mich sofort in sie und erkannte in ihr meine Gefährtin. Sie war alles für mich, mein Leben, meine Seele… alles. Nach so vielen Jahren hatte ich schon fast die Hoffnung aufgegeben, meine Seelengefährtin zu finden. Dann ist es einfach so passiert und sie liebte mich auch. So nahm ich sie mit hierher.“ Er biss sich auf die Lippen und sah einen Moment geistesabwesend in die Flammen des Kamins. Ich merkte, wie ihn die Erinnerung bedrückte und flüsterte:
„Shadow, du musst mir die Geschichte nicht erzählen. Ich merke doch, wie sehr dich das belastet.“ Doch er gab sich einen Ruck, sah mich mit einem wehmütigen Lächeln an und fuhr fort.
„Doch, ich muss. Nein, ich will es sogar. Ich nahm sie also mit auf das Anwesen und war bereit sie endgültig zu meiner Gefährtin zu machen. Ich hätte alles für sie getan, ihr die Welt zu Füßen gelegt, sogar mein Leben für sie gegeben. Ich überhäufte sie mit Geschenken und Schmuck, ich gab ihr alles, was sie verlangte. Doch sie war sehr jung und lebenshungrig. Ich habe mich von ihrer Schönheit und Lebensfreude blenden lassen und erkannte zu spät, wie flatterhaft, oberflächlich und eitel sie doch eigentlich war. Am Vorabend unserer unwiderruflichen Vereinigung verschwand sie. Sie hinterließ mir einen Brief in dem sie mir mitteilte, dass ich nicht der Richtige für sie war.“ Er lachte bitter auf.
„Sie könnte hier nicht leben, so fernab jeglichen Vergnügens und ohne Sonne. Ich würde schon jemand anderen finden, der dieses hier zu schätzen wüsste. Sie wäre auf keinen Fall bereit, alles für mich aufzugeben, und wäre somit auch nicht die Gefährtin, die ich in ihr sah. Sie hätte genug von mir, und würde nun weiterziehen. Es wäre auch zwecklos, sie zu suchen, es wäre aus und vorbei.“
„Mein Gott, wie herzlos und grausam kann man denn sein?“, entfuhr mir spontan. Er lächelte kurz, ließ sich aber durch meinen Einwurf nicht weiter unterbrechen.
„Zuerst war ich am Boden zerstört und verzweifelt. Ich suchte die Schuld bei mir und wollte sie suchen, sie auf den Knien anflehen zu mir zurückzukehren. Mythos konnte mich nur mit Mühe davon abhalten.“ Mythos grinste schief und nickte nur. Shadow Blick wurde ernst, als er weitersprach.
„Ich ging damals durch die Hölle. Dann empfand ich nur noch Hass, der sich im Laufe der Jahre in Gleichgültigkeit umgewandelt hat. Manchmal schmerzen die Erinnerungen noch ein wenig, aber ich bin darüber hinweg.“ In seiner Stimme schwang neben seiner Traurigkeit ein klein wenig Stolz. Dann beugte er sich lächelnd zu mir.
„Du bist ganz anders. Du bist so warmherzig und mitfühlend, so liebevoll und selbstlos. Ein bisschen chaotisch vielleicht“, zwinkerte er mir belustigt zu, „aber du hast ein gutes Herz.“ Oh, oh, jetzt nahm das Gespräch aber eine Wendung an, die ich so nie gewollt hatte. Ich begann mich etwas unbehaglich zu fühlen und überlegte meine nächsten Worte ganz genau, da ich ihn auf keinen Fall verletzen wollte.

Seite 40

„Shadow, ich mag dich ja auch, aber…“ Himmel, hilf mir, ich wusste einfach nicht weiter! Hilflos sah ich ihn an. Rasch hob er beruhigend eine Hand und sah mich fast bestürzt an.
„Oh nein, Angie, so meinte ich das nicht. Ich weiß, dass Duncan dein Gefährte ist und ihr beide euch liebt.“ Na Gott sei Dank! Mir fiel ein Stein vom Herzen. Warum erzählte er mir das dann alles? Argwöhnisch musterte ich sein Gesicht, das mir immer noch bekannt vorkam, ich aber einfach nicht einordnen konnte. Da war doch noch mehr! Die ganze Sache wurde immer rätselhafter. Auf einmal begann in meinem Hinterkopf eine Alarmglocke leise zu läuten. Fragend sah ich Shadow an. Der schien meine Unsicherheit und Besorgnis zu spüren und gab Mythos schnell ein Zeichen. Dann deutete er auf das Bild.
„Ich möchte sie dir zeigen. Sieh, das ist meine Audrey.“ Ich stand auf und drehte mich neugierig zu dem Bild. Als Mythos den Vorhang durch irgendeinen versteckten Mechanismus beiseiteschieben ließ, sah ich endlich das Porträt der Frau, die Shadow das Herz gebrochen hat. Sekundenlang starrte ich es entgeistert an, dann drehte ich mich zu ihm um.
„Was… oh mein Gott! Die Frau auf dem Bild ist meine Mutter!“Ich war zwar noch ein Baby, als sie mich zu Gwen gebracht hatte und konnte mich demnach nicht mehr an sie erinnern, aber zu Hause in Salem hing fast das gleiche Bild von ihr.
„Ich weiß“, sagte Shadow leise mit einem warmen Lächeln und beobachtete mich genau. Verstört blickte ich in seine silbrigen Augen. Meine Knie zitterten so sehr, dass ich mich auf das Sofa fallen ließ. Alles war so unwirklich, und meine Gedanken überschlugen sich. Er hatte mich noch nie vorher gesehen, er kannte mich doch gar nicht, also woher konnte er das wissen? Die Sache wurde immer mysteriöser. War mir etwas Entscheidendes entgangen?
„Aber… ich verstehe überhaupt nichts mehr… ich meine, du….“ Mein Gestammele brachte mich auch nicht weiter und meine Verwirrung nahm noch zu, als er behutsam meine Hand nahm, sie fest umschloss und mir tief in die Augen sah.
„Du wirst es gleich verstehen.“ Als sich unsere Hände berührten, war es wieder da, dieses merkwürdige Prickeln. Es war nicht unangenehm, im Gegenteil, es hatte etwas Vertrautes, Warmes an sich. Und da war noch mehr. Ich konnte ein Band zwischen uns fühlen. Überrascht starrte ich ihn an.
„Was ist das?“ Fast euphorisch flüsterte er:
„Du kannst es auch fühlen, nicht wahr? Das Blutsband, was uns verbindet?“
Fassungslos versuchte ich meine Hand zu befreien, doch Shadow hielt sie eisern fest. Die Erkenntnis traf mich plötzlich wie ein Blitz! Ich wusste, woher ich sein Gesicht kannte! Ich sah es jeden Tag… in meinem Spiegel! Ruckartig entzog ich ihm meine Hand und sprang auf.
„Was soll das alles? Versuchst du mir gerade zu sagen, dass wir verwandt sind? Dass du womöglich mein Vater bist?“ Er nickte ernst, und Mythos reichte mir stumm eines der vermeintlichen Geschäftspapiere, die er schnell aus der schwarzen Mappe gezogen hatte. Es war ein Laborbericht über eine DNA Analyse, die meinen Namen trug. Meine DNA! Sprachlos las ich den letzten Absatz. Es stimmte, hier stand es schwarz auf weiß! Shadow, der Gründer und Dämonenkönig war mein Vater. Mythos räusperte sich.
„Shadow ist sehr misstrauisch, deshalb wollte er auf Nummer Sicher gehen und hat die DNA, die Sie auf Excalibur hinterlassen haben, sofort überprüfen lassen. Sie erinnern sich? Sie haben es bei ihrer ersten Begegnung angefasst. Er hat es mit eigenen Augen gesehen, er hätte keine andere Probe gelten lassen.“ Na da war aber einer sehr gründlich und genau, dachte ich bitter. Ich umklammerte immer noch das Papier und setzte mich wieder. Es war einfach unglaublich! Vor mir saß der Mann, den ich mein Leben lang kennenlernen wollte, der mich gleich nach meiner Geburt im Stich gelassen hatte, dem ich alles Mögliche an den Kopf werfen wollte, wenn ich ihn jemals finden würde. Ich hatte mir die Worte in meiner Fantasie schon tausendmal zurecht gelegt, falls ich ihm endlich gegenüber stand. Doch sie waren auf einmal wie weggewischt. Widersprüchliche Gefühle tobten in mir, und ich wusste einfach nicht, was ich zu ihm sagen sollte. Oder doch! Plötzlich kam meine Verbitterung wieder in mir hoch und ich funkelte ihn an.
„Verdammt noch mal, was erwartest du jetzt von mir? Soll ich dir um den Hals fallen und dich Daddy nennen? Solange ich denken kann, habe ich mir einen Vater gewünscht, der mich liebt, zu dem ich aufblicken konnte. Meiner Mutter war ich egal, sie hat mich einfach weggegeben wie ein lästiges Anhängsel.

Seite 41

Und als ich alt genug war, wollte ich den Mann kennenlernen, dem ich so verdammt gleichgültig war, der sich nicht einen Deut für meine Existenz interessierte. Jahrelang habe ich nach dir gesucht, um dir zu sagen, was ich von dir halte! Aber irgendwann habe ich aufgegeben und mich damit abgefunden, weil es mir so sinnlos erschien…. “ Shadow unterbrach meinen hitzigen Ausbruch.
„Oh Angie, es tut mir so unendlich leid! Ich konnte doch nicht ahnen, dass es dich gibt. Ich habe es einfach nicht gewusst.“ Normalerweise hätte mich sein beschwörender Tonfall erschüttert, aber was war hier schon normal? Und was hieß hier ‚nicht gewusst‘? Eine dämlichere Ausrede war ihm wohl nicht eingefallen! Da schoss mir ein anderer, sehr entscheidender Gedanke durch den Kopf. Warum jetzt? Warum dann ausgerechnet jetzt, nach so vielen Jahren? Wie hat er mich überhaupt gefunden? Das kann doch alles kein Zufall sein! Mythos sah vor sich auf den Boden und murmelte kaum hörbar:
„Duncan hat uns gewarnt! Er wusste, was passieren würde.“ Was? Aufgebracht fuhr ich ihn an.
„Duncan? Was hat er denn damit zu tun?“ Als ich in ihre betretenen Gesichter sah, kam mir ein furchtbarer Verdacht.
„Oh nein! Das ist nicht wahr! Duncan kann nichts davon gewusst haben. Das würde er mir nie antun!“ Ich sprang auf und ballte meine Fäuste. Hatte der ganze Wahnsinn hier noch eine Fortsetzung? Shadow erwiderte meinen zornigen Blick und versuchte mich zu beruhigen, indem er meine Hand nahm.
„Angie, bitte beruhige dich doch. Er hat doch nur in meinem Auftrag gehandelt, er….“ Shadow stockte, und es fiel ihm sichtlich schwer weiter zu sprechen, doch ich ließ ihm gar keine Chance. Ich schüttelte erbost seine Hand ab.
„Das glaube ich nicht! Von welchem Auftrag redest du? Halt! Sag nichts mehr. Diese Geschichte, oder was es auch immer sein soll, Lüge, Wahrheit, Hirngespinste, das soll er mir selbst sagen. Und wagt es ja nicht, mir zu folgen!“ Mit einem letzten wütenden Blick auf Mythos, der Shadow am Arm zurückhielt, drehte ich mich um und lief so schnell ich konnte zur Tür. Wütend schlug ich auf den Schalter ein. Ging diese verdammte Tür immer so langsam auf? Ungeduldig zerrte ich sie auf und rannte so schnell ich konnte nach oben, immer wieder vor mich hin betend, dass es bitte nicht wahr war. Oh Gott, bitte lass ihn nichts damit zu tun haben. Bitte! Mittlerweile liefen mir vor Wut und Verzweiflung die Tränen übers Gesicht, und ich hätte fast die falsche Kombination gedrückt. Gereizt wischte ich mir die Tränen ab und konnte sie erst nach dem zweiten Anlauf öffnen. Hoffentlich war er schon wieder oben im Apartment.

Seite 42

Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, stürmte ich die Treppe hoch und biss mir dabei auf die Unterlippe. Doch das merkte ich erst, als ich den metallic süßen Geschmack von meinem eigenen Blut im Mund wahrnahm. Unbeherrscht riss ich dir Tür auf und schmetterte sie hinter mir zu. Ich bekam kaum noch Luft und blieb schweratmend mit dem Rücken zur Tür stehen. Duncan war schon da. Er kam gerade aus dem Bad und trocknete sich seine Hände ab. Lächelnd kam er auf mich zu, doch als er meinen desolaten Zustand sah, warf er das Handtuch achtlos auf die Erde.
„Angie! Um Gottes Willen, was ist passiert?“ Besorgt stürmte er auf mich zu, doch ich hob sofort abwehrend beide Hände.
„Stopp! Keinen Schritt weiter!“Ungläubig blieb er stehen und sah mich verwirrt an.
„Was…?“
Konfus und aufgewühlt wie ich war, legte ich gleich los.
„Sag, dass es eine Lüge ist! Sag, dass du nicht gewusst hast, dass Shadow mein Vater ist. Dass du keine Ahnung von dem ganzen Wahnsinn hattest, sag, dass du mir so etwas nicht verschwiegen hättest, mir das nie antun würdest, sag es! BITTE!“ Selbst in meinen Ohren klang meine Stimme schrill, als ich ihm die Worte entgegen schrie. Aber ich konnte mich nicht zurückhalten. Im ersten Moment sah er mich verdattert an, dann schien er zu begreifen, was mit mir los war. Seufzend schüttelte er langsam seinen Kopf, streckte seine Arme hilflos aus und sah mich traurig an.
„Tut mir leid, Angie, aber das kann ich nicht.“
Fassungslos starrte ich ihn an. Es stimmte also! Ich hätte ihn in diesem Augenblick erwürgen können. Ich wollte ihm wehtun, etwas zerschlagen oder an die Wand werfen, doch meine Wut brach in sich zusammen und machte Platz für eine tiefe Verzweiflung. Oh nein, wie konnte er nur! Ich brachte nur einen erstickten Laut hervor, der mehr nach einem Schluchzen klang. Vor Entsetzten schlug ich eine Hand vor den Mund. Mir wurde eiskalt und in meinem Kopf herrschte das totale Chaos, vor meinen Augen begann sich alles zu drehen. Der Fußboden bewegte sich in großen Wellen und die Wände kamen schwankend auf mich zu. Das Letzte was ich sah, war Duncan, der mich mit einem lauten Fluch auffing, bevor ich auf dem Boden aufschlagen konnte – dann wurde alles schwarz.
Ich musste nur kurz ohnmächtig gewesen sein, denn als ich wieder zu mir kam und die Augen öffnete, legte Duncan mich gerade vorsichtig auf das Sofa. Er beugte sich besorgt über mich und strich unaufhörlich mit seiner Hand über mein Gesicht und meinen Kopf.
„Bitte, Angie… so sag doch was!“ Mühsam rappelte ich mich auf, schob seine Hand weg und befreite mich von ihm. Ich konnte seine Berührungen im Moment nicht ertragen, nicht, bis alle Fragen beantwortet waren. Vorsichtig setzte ich mich auf und hoffte dabei, dass die Wände blieben wo sie hingehörten und rutschte in die äußerste Ecke, weit weg von ihm. Er sah immer noch sehr besorgt aus, kniete sich aber mit ein bisschen Abstand zu mir vor das Sofa und streckte seine Hände vorsorglich nach mir aus.
„Langsam. Geht es dir besser?“ Ich nickte. Doch dann schüttelte ich heftig den Kopf.
„Nein, natürlich geht es mir nicht besser, was glaubst du denn?“Duncan setzte sich seufzend in den Sessel mir gegenüber und beobachtete mich immer noch besorgt. Ich starrte in den Kamin und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Die ganzen Puzzleteile in meinem Kopf tanzten wie wild durcheinander. Ich wollte endlich Klarheit, auch wenn es noch so weh tun würde.
„Wie lange weißt du, dass Shadow mein Vater ist?“Ich konnte ihn bei der Frage nicht ansehen. Ich konnte es einfach nicht und starrte weiter in den Kamin. Irgendwie hoffte ich immer noch auf einen Irrtum und knetete nervös meine Hände auf meinem Schoß. Seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
„Bevor ich auf das Schiff kam.“
Oh mein Gott. Ich zog meine Beine an und stützte mein Kinn auf die Knie. Es war schlimmer als ich dachte.
„Und was … er hat etwas von einem Auftrag gesagt. Was meinte er damit?“, fragte ich ihn ganz leise, drehte mich zu ihm und sah ihn direkt an. Ich bemerkte sein Zögern, und dass er meinem Blick auswich, aber jetzt war endgültig Schluss mit Ausflüchten und Heimlichkeiten.
„Duncan! Verdammt nochmal, ich habe ein Recht auf die Wahrheit!“ Er nickte endlich und fuhr sich mit einer Hand über sein Gesicht. Sein Blick war todernst, als er mir antwortete.

Seite 43

„Ich weiß, ich habe viel zu lange damit gewartet.“ Er presste kurz seine Lippen zusammen, dann rückte er schließlich mit der Wahrheit raus.
„Als ihr damals zu uns an Bord der Seraphim gekommen seid, haben wir euch natürlich überprüft. Mythos fiel sofort die Ähnlichkeit zwischen dir und Shadow auf. Er ging mit deinem Bild direkt zu ihm. Keiner konnte sich das zunächst erklären. Dann begann Mythos auf Shadows Anordnung hin Nachforschungen anzustellen. Natürlich sehr diskret, er hat da so seine Quellen und Verbindungsleute. Jedenfalls stand für Shadow nach kurzer Zeit fest, dass du seine Tochter sein musstest. Um ihm den endgültigen Beweis zu liefern, solltest du hier zu dem Anwesen gebracht werden, damit dir hier eine DNA Probe entnommen werden konnte. Shadow ist so verflucht misstrauisch.“ Duncan sah mich eindringlich an und seufzte tief.
„So kam ich ins Spiel. Da ich sowieso auf das Schiff sollte, um euch im Kampf gegen die roten Drachen zu unterstützen, gab er mir zusätzlich den Auftrag, dich hierher auf das Anwesen zu bringen.“ Unfassbar! Das war die verrückteste Geschichte, die ich je gehört hatte! Ich konnte nicht anders, als ihn verächtlich anzustarren.
„Und wie viel hat er dir dafür bezahlt, damit du mich bei ihm ablieferst?“ Ich kam mir vor wie eine Ware, ein Packet. Er protestierte sofort.
„Natürlich nichts! Angie, bitte, versteh´ mich nicht falsch, aber ich stand in seiner Schuld. Mein Bruder Liam steckte in Schwierigkeiten. Shadow hat ihm da rausgeholfen, vielmehr mir dabei geholfen, ihn aus einer prekären Situation zu befreien. Liam erledigt ab und zu kleinere Aufträge für den Orden. Er ist zwar kein Mitglied, hilft aber schon mal aus, wenn keiner von den Brüdern zur Verfügung steht. Liam ist kein schlechter Kerl, aber manchmal einfach zu leichtsinnig. Shadow würde zwar nie etwas von mir zurückfordern, aber ich fühlte mich ihm gegenüber verpflichtet. Verstehst du?“ Was war daran schon falsch zu verstehen! Ich lachte bitter auf.
„Ha, dann war ich also nur eine Gefälligkeit? Vielen Dank auch!“ Er schüttelte vehement seinen Kopf und sah mich intensiv an. Doch ich ignorierte seinen Blick.
„Wer wusste noch davon? Wahrscheinlich alle, nur ich nicht!“
„Niemand, nur Mythos, Shadow und ich.“
Plötzlich sprang er auf und fing an vor mir herzulaufen und fuhr sich mit den Fingern durch die Haare.
Fast tat er mir leid, aber eben nur fast.
„Warum hast du mir nichts gesagt. Ich meine, nachdem wir zusammen … du weißt schon.“
Er blieb vor mir stehen und hockte sich hin, vermied es aber mich zu berühren. Sein Blick war offen und aufrichtig und immer noch so schrecklich ernst.
„Ich habe ihm mein Wort geben müssen, dir nichts zu sagen. Das war seine Bedingung. Absolutes Stillschweigen dir und den anderen gegenüber.“ Sein Ton wurde regelrecht beschwörend.
„Angie, ich wollte dir niemals wehtun, bitte glaube mir das. Ich habe es gehasst dir nichts sagen zu können, als wir endlich zusammen waren. Gott weiß wie oft ich kurz davor stand, meinen Schwur zu brechen und dir alles zu erzählen. Besonders nach dem Kampf. Doch nie passte der Zeitpunkt und, irgendwann war es einfach zu spät.“ Ich nickte langsam und erinnerte mich an so manche Situationen, in der er sich so merkwürdig verhalten hatte. Plötzlich ergab alles einen Sinn.
„Der Brief. Es stand alles in deinem Brief an mich, den ich nach dem Kampf nicht lesen durfte?“ Er nickte. So langsam fielen die einzelnen Puzzlestücke an ihre Plätze.
„Es gab auch keine Kursänderung in dem Flieger, richtig? Es war von Anfang an geplant, gleich hierher zu kommen.“ Wieder nickte er und legte vorsichtig eine Hand auf mein Knie.
„Bei unserer Ankunft auf dem Anwesen sollte ich dich sofort zu ihm bringen, aber ich konnte ihn davon überzeugen, dich erst langsam auf eine Begegnung mit ihm vorzubereiten. Ich wollte, dass du dich zuerst hier eingewöhnst und dich hier wohlfühlst. Und… ehrlich gesagt, hatte ich etwas Angst vor deiner Reaktion.“ Darüber hätte ich fast gelacht. Der große Duncan Thorpe, ein mächtiger Kämpfer und Führer von Kriegern, hatte Angst vor einer kleinen Hexe – vor mir. Plötzlich sah er mich misstrauisch.
„Moment mal, woher weißt du eigentlich von Shadow?“ Okay, nun musste ich beichten. Aber nachdem, was ich eben alles gehört hatte, existierte mein schlechtes Gewissen nicht mehr. Herausfordernd streckte ich mein Kinn vor.

Seite 44

„Erinnerst du dich an den Tag, als Jean und Tiago hier ankamen?“ Als er nickte, erzählte ich ihm wie ich den Geheimgang entdeckt hatte und von meinem ersten Treffen mit Shadow und allen weiteren. Als ich mit meiner Geschichte fertig war, war seine einzige Reaktion ein nachdenkliches Stirnrunzeln.
„Mh, als du mich da gesehen hast, war ich auch das letzte Mal bei ihm. Seine Geduld schien zu Ende zu sein und er wollte nicht mehr warten. Am nächsten Tag sollte ich dich mitbringen. Oh, jetzt verstehe ich auch den eigenartigen Anruf von ihm. Er meinte, alles würde seinen Gang gehen und ich brauchte mir keine Sorgen mehr machen, er … oh, bitte nicht, Angie.“ Behutsam wischte er mit seinem Daumen eine Träne von meinem Gesicht. Warum tat er mir das an? Konnte er nicht wenigstens ein bisschen grimmig gucken? Wie konnte ich da wütend auf ihn sein, wenn er mich so liebevoll behandelte? Er mich mit der Wärme seines Körpers und seinem unwiderstehlichen Duft einhüllte, mich mit seinen warmen braunen Augen so ansah, dass ich ihm am liebsten um den Hals gefallen wäre? Wie sollte ich da einen klaren Gedanken fassen? So jedenfalls nicht! Ich schniefte kurz, schob seine Hand von meinem Knie, stand auf und ging wortlos an ihm vorbei ins Bad. Mit Nachdruck schloss ich die Tür hinter mir und putzte mir gründlich die Nase. Vorerst vermied ich jeden Blick in den Spiegel und wusch mir mit kaltem Wasser mein Gesicht. Seufzend setzte ich mich auf die unterste Stufe, die zu der wunderschönen Wanne führte. Ich stützte meinen Kopf auf meine Hände und musste erst mal alles sacken lassen. Einerseits verstand ich Duncan, er war nun mal Shadow verpflichtet. Shadow war sein Boss und sein Freund. Er kannte ihn schon viel länger als mich, und er war ihm gegenüber sehr loyal. Andererseits war ich seine Gefährtin. Wie konnte er mir so etwas Bedeutendes, was mein Leben betraf, verschweigen? Hätte er es mir nicht trotzdem sagen müssen? Für ihn muss es eine ganz schöne Zwickmühle gewesen sein. Oh man, es waren noch immer einige Fragen offen. Ein leises Klopfen an der Tür unterbrach meine Gedanken..
„Angie? Bitte… es tut mir so leid, bitte verzeih mir.“ Duncans Stimme klang gedämpft durch die Tür. Ich sprang auf, warf einen flüchtigen Blick in den Spiegel und kämmte mir die Haare. Mein Vertrauen zu ihm hatte zwar einen leichten Knacks bekommen. Doch ich wusste genau, dass ich ihm verzeihen würde, dafür liebte ich ihn einfach zu sehr. Aber das brauchte ich ihm ja nicht gleich auf die Nase binden. Langsam öffnete ich die Tür. Er stand direkt vor mir und ich wäre fast mit ihm zusammengeprallt. Sein Lächeln geriet etwas schief. Ich konnte seine Anspannung und seine Unsicherheit spüren. Seine Augen sahen mich fragend an. Dachte er vielleicht, ich würde wie eine Furie auf ihn losgehen? Schmunzelnd legte ich eine Hand auf seine Wange und er atmete erleichtert auf. Als er Anstalten machte, mich an sich zu ziehen, wich ich zurück. Nicht so schnell mein Schotte! Er wollte etwas sagen, doch ich legte einen Finger auf seine Lippen.
„Pscht. Duncan, du weißt, dass ich dich liebe, aber im Moment steht mein Vertrauen zu dir auf sehr wackeligen Füßen. Ich brauche jetzt eine Weile für mich, um alles sacken zu lassen. Ein Spaziergang an der frischen Luft wird mir gut tun. Alleine, verstehst du?“ Er nickte und küsste meine Stirn.
„Nimm dir so viel Zeit wie du brauchst, mein Herz, ich warte hier.“
Unten, in der großen Eingangshalle, nahm ich meine Jacke. Ich wollte in den kleinen Park zu der Begräbnisstätte, um in Ruhe nachzudenken. Doch vorher musste ich noch etwas erledigen. Entschlossen ging ich auf die noch immer offen stehende Tür des Geheimgangs zu.

Seite 44

Shadow war mir auch noch ein paar wichtige Antworten schuldig.
Sogar die Tür am Ende des Ganges zu seinen Räumen stand noch offen, so, als hätten sie auf mich gewartet. Shadow und Mythos saßen noch genauso auf dem Sofa, wie ich sie verlassen hatte. Mythos sah auf, lächelte erleichtert, nahm hastig die Papiere vom Tisch und zog sich sofort diskret zurück. Ich blieb scheinbar ruhig und gelassen vor dem Tisch stehen, obwohl ich innerlich ganz schön aufgewühlt war. Stumm nahm ich Shadow genau unter die Lupe und musterte ihn gründlich. Das also war mein Vater. Der Gründer, ein machtvoller Dämonenkönig, inzwischen eigentlich ein Greis, aber mit dem Aussehen eines 35-40 jährigen Mannes mit merkwürdigen Augen. Hoffentlich konnten die nicht auch noch rot leuchten! Ob er als Dämon auch so kleine Wölbungen unter seinem Haaransatz hatte wie Demetri? Bis jetzt konnte ich noch keine bei ihm entdecken. Ach, im Grunde sah er ja ganz gut aus. Oh, ein bisschen exzentrisch und ein sensationeller Geheimniskrämer war er noch dazu! Aber daran konnte ich mich gewöhnen, das spürte ich auf Anhieb. Wenn man alles so bedachte, konnte ich eigentlich ganz zufrieden sein. Es hätte mich wirklich schlimmer treffen können. Immerhin hätte er auch ein durchgeknallter Serienkiller sein können oder noch schlimmer, eine Fee. Er wirkte zunehmend nervöser auf mich als ich ihn so lange anstarrte. Mit einem unsicheren Lächeln sah er abwartend zu mir auf. Ich räusperte mich und fragte ihn leise:
„Du hast es also wirklich nicht gewusst?“ Er erkannte gleich, was ich meinte. Sein Blick war aufrichtig als er mir ohne zu überlegen antwortete.
„Oh Angie, glaube mir, wenn ich von dir gewusst hätte, oder nur geahnt hätte, dass es dich gibt, wäre ich für dich da gewesen. Immer und zu jeder Zeit! Ich habe mir in all den Jahren immer ein Kind gewünscht, weißt du.“ Seine Stimme klang seltsam rau. Ich glaubte ihm, und ein warmes Gefühl breitete sich in mir aus. Endlich hatte ich ihn gefunden, na ja, eigentlich hatte er mich gefunden. Wieder sahen wir uns nur stumm an. Er schien angespannt darauf zu warten, was ich als nächstes tun oder sagen würde.
Okay, bevor das Schweigen zwischen uns zu unangenehm wurde, versuchte ich auf meine Art die Situation etwas aufzulockern. Ich verschränkte meine Arme, legte meinen Kopf etwas schräg, zog meine Brauen hoch und sah ihn ernst an.
„Also… ich werde dich weiter Shadow nennen, und das sage ich dir gleich, für Hausarrest bin ich zu alt… für Sperrstunden oder ähnliches auch! Ich will keine Dämonenprinzessin sein, weil sich das gruselig anhört. Ich mag Eis, Pizza und Gummizeugs in allen Farben. Für einen guten Kaffee könnte ich töten. Ich möchte kein Pony, aber mein Auto ist schon sehr alt.“ Vielsagend wackelte ich mit den Augenbrauen. Shadow sah mich verdutz an, damit hatte er wohl nicht gerechnet. Ich verkniff mir mühsam ein Grinsen und wedelte mit einer Hand vor seinem Gesicht herum.
„Und ich möchte das mit dem Schatten auch können. Wenn ich mit Excalibur spielen… äh, trainieren dürfte, wäre das cool! Oh, vielleicht kannst du mir ja auch noch ein paar Feenflügel besorgen oder wachsen lassen? Ich weiß ja nicht, ob du sowas kannst, aber die wollte ich schon immer haben… bitte, “ setzte ich noch sehnsuchtsvoll hinzu. Da warf er seinen Kopf in den Nacken und fing schallend an zu lachen. Plötzlich stand er in der nächsten Sekunde vor mir und strich behutsam über meine Wange. Ziemlich bewegt sagte er:
„Alles was du willst, meine Tochter. Ich werde dir jeden Wunsch erfüllen.“ Missbilligend schnalzte ich mit der Zunge und hob streng den Zeigefinger.
„Hey, schon falsch! Über deine Erziehungsmethoden werden wir uns noch unterhalten müssen.“ Er ließ sich nicht beirren und legte behutsam seine Hände auf meine Schultern. In seine Augen trat ein gequälter Ausdruck, als er mich intensiv musterte und seine Stimme geriet zu einem Flüstern.
„Ich habe so viel versäumt. Deine ersten Schritte, deine ersten Worte. Ich hätte dich so gerne aufwachsen sehen. Dich getröstet wenn du… ach verdammt!“ In seinen Augen standen Tränen als er mich einfach in seine Arme nahm und fest an sich drückte. Das Gefühl von ihm umarmt zu werden war unbeschreiblich. Im Stillen verfluchte ich meine Mutter, die ihm, uns, das angetan hatte. Ich konnte kein Wort sagen, denn auch ich kämpfte mit meinen Tränen und verlor. Nach einer Weile, als unsere Tränen versiegt waren, wurde das Stehen unbehaglich und ich flüsterte an seiner Schulter:
„Wie könnten uns auch setzte, das ist wesentlich bequemer.“

Seite 45

Er küsste mich auf meinen Scheitel und erwiderte ohne mich loszulassen:
„Ja, könnten wir.“ Ich strich mit einer Hand über seinen Rücken und nuschelte:
„Dazu müssten wir uns aber loslassen.“
„Mh-mh“, bejahte er, aber keiner von uns rührte sich.
„Okay… dann auf drei.“ Wir seufzten gleichzeitig und selbst unser darauffolgendes leises Lachen klang so ähnlich, dass es fast unheimlich war.
Als wir endlich einträchtig nebeneinander auf dem Sofa saßen, erzählte ich ihm was eben oben in dem Apartment geschehen war, und dass ich ihm und Duncan eigentlich hätte den Kopf abreißen wollen. Als er mich daraufhin betroffen ansah, beeilte ich mich ihm zu versichern, dass ich ihnen längst verziehen hatte und mich auf eine gemeinsame Zukunft mit ihnen freute – besonders auf meine mit Duncan. Und ich erzählte ihm von meiner Kindheit bei meiner Großmutter Gwen, die mich mit viel Liebe aufgezogen hatte, und die mich alles lehrte, was eine Hexe wissen musste. Auch dass meine Mutter schon lange tot war, verschwieg ich ihm nicht. Gwen hatte es damals durch Dritte zufällig erfahren, als ich ungefähr fünf Jahre alt war. Aber das wusste er dank seiner Nachforschungen über mich ja schon. Er erzählte noch ein bisschen aus seinem wirklich interessanten Leben. Doch bei einem flüchtigen Blick auf die Kaminuhr bemerkte ich mit Schrecken, dass ich ziemlich viel Zeit hier unten verbracht hatte und wurde langsam unruhig. So gern ich ihn auch mochte, so sehr sehnte ich mich doch nach Duncan, der oben sicher schon auf mich wartete.
Er bemerkte meine Unruhe und drückte meine Hand.
„Ich verstehe schon, geh zu ihm, er wird auf dich warten. Wir sehen uns ja jetzt öfter. Also… geh schon.“ Ich nickte nur, küsste ihn auf beide Wangen und verabschiedete mich von ihm. Wir hatten noch so viel Zeit, um uns besser kennen zu lernen. Auf meinem Weg zu Duncan nahm ich mir vor, mich diesmal nicht mit einem Kuss auf die Stirn zufrieden zu geben. Kopfschüttelt grinste ich vor mich hin. Das war einer der verrücktesten, ereignisreichsten Tage, die ich je erlebt hatte. Und so komisch es klingen mochte, vielleicht sogar einer der glücklichsten. Und er war noch nicht zu Ende!
Oben neben der Eingangstür, auf einem der kleinen gepolsterten Stühle, lag meine Tasche. Darunter hatte Duncan in weiser Voraussicht meine Schuhe gestellt, da wir ja immer noch unseren Ausflug geplant hatten. Wie lieb von ihm, dass er daran gedacht hatte, da ich mal wieder ohne Schuhe unterwegs war. Einen großen Vorteil hatte es, wenn man barfuß lief, man konnte sich so schön lautlos an seinen Liebsten heranschleichen und ihn überraschen, dachte ich schmunzelnd, als ich leise die Treppe hinaufschlich. Die Tür stand offen und Duncan stand mit dem Rücken zu mir vor dem Schreibtisch und telefonierte. Er hatte mich noch nicht bemerkt, und ich wollte ihn nicht stören, bis er sein Gespräch beendet hatte. Gerade überlegte ich, ob ich mich auf Zehenspitzen an ihm vorbei ins Schlafzimmer schleichen sollte oder lieber hier im Flur warten sollte, als mein Name fiel. Oh. Ich blieb unwillkürlich stehen und lauschte.
„Angie? Nein… natürlich weiß sie nichts… das habe ich dir doch versprochen, meine Süße… und glaub mir, es war nicht immer leicht sie davon zu überzeugen mit der Verbindung noch zu warten.“ Ich stand wie erstarrt und traute meinen Ohren nicht. Seine Stimme klang so zärtlich, dass sich mir fast der Magen umdrehte.
„Ja… ich liebe dich auch… natürlich vermisse ich dich sehr… ja, ich höre dir zu… tue ich doch immer…“
Ich hatte genug gehört. Jedes Wort war wie ein Dolchstoß gewesen und in mir zerbrach etwas. Eisige Kälte breitete sich in mir aus. Keine Ahnung wie ich die Treppe runter kam, wahrscheinlich saß der Schock so tief, dass ich wie in Trance handelte. Doch dann gaben meine Knie irgendwann nach, und ich griff haltesuchend nach der nächstbesten Sitzgelegenheit und ließ mich einfach darauf fallen. Es war zufällig der Stuhl neben dem Eingang, auf dem meine Tasche lag. Oh mein Gott, konnte ich mich so in ihm getäuscht haben? Wenn ich es nicht selbst gehört hätte, ich hätte es niemals geglaubt. Vollkommen fassungslos fuhr ich mit zittrigen Händen über meine Stirn. Es stimmte also doch, er hatte mich nur hier abliefern wollen. Er hatte nie vorgehabt sich mit mir zu vereinigen und wäre wahrscheinlich mit einer fadenscheinigen Ausrede in den nächsten Tagen verschwunden. Oder er hätte mir eiskalt ins Gesicht gesagt, dass es ja ganz nett mit mir war, aber dass es da noch jemanden gab, der ihm mehr bedeutete. Ich war nur seine zweite Wahl, vielleicht nicht einmal das. Als ich sein tiefes Lachen von oben hörte, zog sich mein Innerstes zusammen und mein Endschluss stand augenblicklich fest. Ich musste so schnell wie möglich weg von hier. Ich konnte es nicht ertragen, ihm noch einmal gegenüber zu stehen, um die vernichtenden Worte aus seinem Mund zu hören.

Seite 46

Er brauchte mir nichts mehr erklären, was ich eben gehört hatte, reichte mir vollkommen. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich die ganze Zeit den kleinen Anhänger umklammerte, den ich trug, seitdem Duncan ihn mir um den Hals gelegt hatte. Alles war eine große Lüge, eine Täuschung. Langsam öffnete ich den Verschluss und nahm die Kette ab. Noch einmal betrachtete ich das grüne Herz. Alles kaputt. Ich legte die Kette einfach neben den Stuhl auf den Boden. Alles was danach geschah, schrieb ich später dem schweren Schockzustand zu, in dem ich mich befand. Ohne weiter zu überlegen, zog ich meine Schuhe an, nahm meine Tasche, stand auf und ging zügig aus dem Haus. Einen Moment blieb ich verwundert auf dem Treppenabsatz stehen und blinzelte in die schon tief stehende Sonne. Die Welt war nicht untergegangen. Die Sonne schien immer noch, die Vögel zwitscherten und der leichte Wind trieb einige abgestorbene Blätter vor sich her. Die Welt drehte sich einfach weiter, als ob nichts geschehen wäre. Meine Welt dagegen war eben zusammengebrochen, und ich konnte noch nicht einmal weinen, so tief saß der Schock. Irgendwann würde ich zusammenbrechen, doch erst musste ich meine gesamte Energie darauf verwenden, um das Anwesen unbemerkt zu verlassen. Ich verbot mir jeden anderen Gedanken, denn nur mein Entkommen zählte jetzt. Ich umklammerte meine Tasche wie ein Rettungsanker. Gott sei Dank hatte ich meine Kreditkarten und Papiere dabei. Doch wie kam ich hier weg? Hektisch sah ich mich um, bis mein Blick an einem großen Gebäude hängen blieb. Oh natürlich, der Fuhrpark! Hoffentlich war dort niemand, und ich konnte einen der Wagen nehmen. Ob es Diebstahl war oder nicht, war mir zu dem Zeitpunkt vollkommen egal. Doch meine Hoffnungen waren leider vergebens. Henry stand neben einem Rolls- Royce und polierte fröhlich vor sich hin summend mit einem Tuch die Kühlerhaube. Als er aufblickte und mich sah, kam er sofort freundlich winkend auf mich zu.
„Miss Angie! Schön Sie zu sehen. Kann ich irgendwas für Sie tun? Oh, Sie sind ja weiß wie die Wand! Geht es ihnen nicht gut?“ Besorgt musterte er mich.
„Nein, nein, alles in Ordnung. Danke Henry, mir geht es gut, “ log ich. Dann brach ich das ungeschriebene Gesetz hier auf dem Anwesen und benutzte meine Magie. Ich trat dicht an ihn heran, sah im tief in die Augen und murmelte einen bestimmten Zauberspruch um ihn zu bannen. Um ihn zu manipulieren griff ich mit meinen geistigen Fühlern in seinen Geist ein und suggerierte ihm, dass kein Auto fehlen würde, er mich nicht gesehen hatte und er ganz normal seine Arbeit fortsetzen würde. Er konnte sich meinem magischen Angriff nicht widersetzten, seine Augen wurden glasig und er nickte mechanisch. Es tat mir weh, ihm das anzutun, aber ich hatte keine andere Wahl. Der Zauber würde lange genug anhalten, bis ich einige Meilen zwischen mich und das Anwesen gebracht hatte. Er würde sich später an nichts erinnern können. Von ihm konnte ich mich wenigstens verabschieden, von allen anderen nicht. Stumm umarmte ich Henry und küsste ihn auf beide Wangen. Ich bat ihn flüsternd um Verzeihung, als er mir abrupt den Rücken zu wandte und wieder begann den Wagen mit dem Poliertuch zu bearbeiten. Schnell drehte mich um und suchte nach einem unauffälligen Kleinwagen zwischen den vielen Luxuswagen. Ich brauchte ein Auto, das nicht gleich auffiel und eine neutrale Farbe hatte. Da fast alle Wagen dem Orden gehörten und die Schlüssel immer steckten, musste ich nicht erst lange suchen. Ich stieg in einen kleinen, aber wendigen schwarzen Minicooper mit getönten Scheiben ein, der ein bisschen versteckt hinter den ganzen Nobelkarossen stand. Meine Tasche warf ich achtlos auf den Beifahrersitz. Dann machte ich mich kurz mit den etwas ungewohnten Armaturen vertraut und schärfte mir dabei immer wieder ein, ja links zu fahren. Niemand beachtete mich, als ich mit der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit auf das großen Tor zufuhr. Da nur die Ankommenden kontrolliert wurden, nicht aber diejenigen, die das Anwesen verließen, konnte ich ungehindert durch das sich vor mir automatisch öffnende Tor fahren. Erst als ich im Rückspiegel beobachtete wie sich das Tor hinter mir schloss und genauso wie das Anwesen selbst aus meinem Blickfeld verschwand, schaltete ich das Licht ein und gab Gas, ohne noch einen einzigen Blick zurückzuwerfen. Das taube Gefühl und die innere Kälte hielten an.

Fortsetzung folgt…

Kapitel 1: “Seitensprung der Sisterhood – Ankunft in Schottland

Kapitel 2: Seitensprung der Sisterhood – Das Anwesen der Bruderschaft

Kapitel 3: Seitensprung der Sisterhood – Geheimnisse

findet sich hier.

Copyright © Seitensprung der Sisterhood

46 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Oh du hast es ganz gelassen, danke schön! :-D Ich wußte wirklich nicht, wo ich es trennen sollte. Und die Headline ist auch in Ordnung. Paßt prima! ;)

  2. omg omg omg omg omg
    Und wie gehts weiter? Duncan hat das gewusst? Shadow der Papi? O.M.G. Angie!!!!!

    Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaahnsinnig geil. Hammerstory und wie gehts weiter? Wieso hört es jetzt auf *schnief* ich bin begeistert und Fan deiner Geschichte, einfach Oberhammer.

  3. ich glaube, der bekommt jetzt richtig die Hucke voll, gell Angie ;-) So ein Schlawiner, lässt dich einfach runtergehen und sagt nicht, dass er schon von deinen Ausflügen weiß, aber na ja, du bist ja auch nicht gerade so ein Unschuldsengel…

  4. Ist das spannend.
    Ey,du wartest jetzt aber nicht wieder so lange, ne ?
    Mach hinne, pflanz dich vorn PC und schreib….
    ..biiiitttteeeeeeeee, Angie. Angielein…Hase…..hii…
    Das ist ja sowas von genial.

  5. hahahahah, danke. Ey..ich verhau den doch nicht! Tja, muss sich ja auch erst noch rausstellen, ob er von meinen Besuchen bei Papi gewusst hat, ne?! Oder war es doch ganz anders? Hehe… ;)
    Jaahaa, ich schreib ja schon… so zwischen der ganzen Leserei.

  6. huhu Angie, so geht´s nicht weiter mit dir! Du solltest die faule Zeit in der Hängematte unterbrechen, dir ordentlich die Hände waschen, du weiß schon, wegen der Sonnencreme an den Fingern, dir deinen Läppi schnappen und gleich noch etwas weiter schreiben! ;-) Sehr schön!!!
    LG

  7. Hey, ich habe doch gar nichts an den Fingern… ich lasse mich doch immer eincremen. ;)
    Danke Dolce, auch für das Bild. :-D Aber in dem Park ist doch gar keine Begräbnisstätte, da ist doch nur ein Denkmal oder Gedenkstein. Die Jungs werden doch meistens an Ort und Stelle verkokelt.
    Soooo Hase, du hast den Boss gehört! Reich mir den Läpi und massier mal kurz meine Finger. Jaahaa.. alle 4 Schreibfinger. :-D

  8. ah – verstehe! Ich dachte nur, weil das etwas holprig klang mit dem Nachdenken an der Gedenkstätte… ;-) werde das wieder ändern und viel Spaß bei deinen Fingerübungen…

  9. woooooooooooooooooooooooooooooooow
    super Fortsetzung Angie… krass er wusste es die ganze Zeit, aber mit dem Brief damals, dachte ich mir schon der verheimlicht etwas, allerdings nicht das es DAS war. hmm wie gehts denn jetzt weiter? Das der sich nie verplappert hat. Typisch Mann hat auf den richtigen Moment gewartet!!! Als obs den gäbe. ts.Und was sagt Gwendoline denn dazu? Gibts jetzt ne Family Reunion??? hmm schreib echt mal weiter Panda, immer hörst du an den spannenden Stellen auf.

  10. Schön schön schön…..
    Ach der arme Duncan, so in der Zwickmühle zu sitzen.
    Du verzeihst ihm doch oder?
    Und deinem “Papa ” würd ich an deiner Stelle ordentlich die Meinung geigen.

  11. Danke schön meine Lieben. Ich muss mich ja immer zwingen aufzuhören, sonst bekomme ich Ärger mit dem Boss. ;) Aber jetzt muss ich mal gucken , was mit Papi so los ist. Klar verzeihe ich meinem Schotten. Hach, der hat aber auch immer einen Blick drauf, der Bursche.
    Aaaaaber es kommt ja immer anders als man denkt, gell!!!! Hehe…

  12. Hallo zusammen,

    meine Name ist Marci und seit ungefähr einer Woche bin ich alle eure Geschichten am lesen. Habe vor ungefärt einen Jahr zum Geburtsagt das erste Buch von Black Dagger geschenkt bekommen und es hat mich sofort gefangen bin inzwischen ein grosser Fan der Buch Serie. Da ich leider wieder auf das nächste Buch warten muss habe ich wiedermal ein bisschen im Internet rum gestöbert und bin dann zufällig auf Black Dagger Ladies online gestossen, dachte es wäre eine weitere Geschichte der Brüder und habe angefangen zu lesen als ich bemerkt habe das es nicht so ist war es schon zu spät. Die Geschichet hatte mich voll im Griff also habe ich weiter gelesen und bin auch jetzt schon mit den einzelnen Geschichten der Schwestern wieder fertig.
    Wollte euch einfach nur schreiben das ihr das echt super macht und ich freue mich auf die Fortsetzung von Angie und Jane.

    Also hoffentlich bis bald. ;-)

    Lieben Gruss

  13. Willkommen Marci, und sorry wegen der verspäteten Antwort – ich war ein paar Tage nicht online. Schön, dass dir die Geschichten der Black Dagger-Ladies gefallen. Ich warte auch schon auf die Fortsetzungen von Angie und Doc Jane und finde, dass sie super schreiben können. Also bis bald, liebe Grüße! ;-)

  14. Hallo Marci,
    oh wow, endlich schreibt mal wer was dazu ist ja cooool.

    Ok dann werd ich mir mal was überlegen. :D

  15. *rotwerd* Da ist ja unser Fan… Danke schön Marci. :-D
    Okay, dann beeile ich mich mal… ;)

  16. Soo, ich habe geliefert! ;)

  17. na da bin ich mal jetzt gespannt… warte schon ganz gespannt…

  18. ja, hast recht, Marci, das wurde höchste Zeit, aber nun ist es soweit. Hm, bin mir nicht sicher, ob du so glücklich mit dem Verlauf der Story bist – es gibt eine ziemlich unangenehme Überraschung. ;-)
    Mensch, Angie, das ist doch wohl nicht dein ernst, oder – wie kann er nur??? Nein, ich habe ja eher die Vermutung, dass du da etwas falsch verstanden hast, gell! ;-)
    LG

  19. Hallo? Was gibt es daran falsch zu verstehen? ;) Das ist schon alles richtig so, aber… hehe!!!! ;)

  20. Oh wow Angie sucht das Weite *schnief* mensch der Duncan da hat er aber auch echt Mist gebaut Wie gehts denn jetzt bloß weiter??? Wo fährt Angie hin ??? Armer Henry hoffentlich bekommt der keinen Ärger ;) und ich hätte ja Duncans Baby genommen und n paar Schrammen reingefahren :lol: nein scherz. echt super Angie, mach mal schnell weiter… weil ach vll fährt der Duncan direkt nach und eine romantische Versöhnungsszene an ner Tanke oder so… ja bestimmt, so muss das sein. Angie hat echt nichts falsch verstanden?? Ohjemine …
    Haste fein gemacht Panda

  21. ohh man das ist ja eine wendung.. mannooooooo bitte nicht mehr so lange warten…. platze fast vor neugier…. aber super…

  22. Hey Dr. Jane wie weit bist du den??? würd mich auch interessieren wie es weiter geht und weis jemand ob die anderen schwester auch noch weiter machen?? würde mich echt freuen.. lieben gruss an alle

  23. Angie,du hast da bestimmt was falsch verstanden.
    Der Duncan würd dich nie so hintergehen.
    Würd er doch nicht, oder…*fingernägelkau…
    Nein,würd er nicht.
    Das war bestimmt seine Schwester o o oder Mama, Tante, Oma…
    Und er will dich überraschen und, neee..da haste was in den falschen Hals und so…..
    Aber der Mini ist geil.. :-D
    @ Marci
    Ich hatte schon meine Fortsetzung.
    Und die nächste ist morgen unterwegs.

  24. ja, hab´auch schon auf ne süße Tochter, so aus erster Ehe, getippt. ;-) Angie macht´s echt spannend.
    Marci, Doc ist ein bisserl überfällig, hoffe aber auch, dass sie bald wieder von der Muse geküsst wird.
    LG

  25. Okay ihr habts geschafft. Ich gehe jetzt noch fix einkaufen…und Inspirationsschoki holen und schreibe weiter, ein Seitchen hab ich ja schon… :D ach wenn ihr wüsstest was ich alles für Ideen hatte und dann verworfen habe… vllt sollte ich eine Geschichte mit drei möglichen Enden schreiben ;) hahahahaha.

  26. ist der ganze roman eigenlicht immer noch geschnitten? Also marci wenns irgendwo gehakt hatte, dann weil der Roman zensiert werden musste :D

  27. Hahahahaha… ihr seid ja drauf – Oma – Tochter aus erster Ehe. Hey, der war noch nie verheiratet. Oder doch? Nee. Und seine Eltern leben doch nicht mehr. Danke meine Lieben, dass es euch trotzdem gefällt. Ich war ja echt versucht, Baby mal so eben.. Zack mit dem Schlüssel über`n Lack! Aber nein, Angie doch nicht!!! ;)
    Hi Marci. Also Doc, Kerstin und ich schreiben weiter. Doci muss nur mal bald in dir Puschen kommen. Ich will ja auch wissen, wie es bei ihr weitergeht!!! :-D
    Ach ja.. ich habe schon an die zwei Seiten weiter geschrieben, bin aber noch nicht soweit. Jetzt sind erst die Anderen dran.

  28. Ja genau. Alle mmhmm Szenen sind ja weg. Mein schöner scharfer Senf.. Mau-Mau.. :( alles futsch.

  29. ja, mir fehlt der Senf auch ein bisschen, obwohl der Spam von den ganzen “zweifelhaften Seiten” tatsächlich deutlich zurückgegangen ist… Aber da Google uns ja wieder mag, könnt ihr ruhig wieder ein bisschen senfen, mit Mittelscharfem versteht sich ;-)

  30. So: Laptop geladen (x)
    Toblerone (X)
    Lecker Wasser (X)
    Lecker Zigarettchen (X)

    wünscht mir Glück.

  31. Doci,ich wünsch dir eine Eingebung die uns rote Ohren bescherrt.
    Das dich die Muse knutscht, knuddelt und knufft.
    Und ganz fest Umarmt.

  32. bin mega traurig… bin jeden tag am checken ob es schon was neues gibt weil ihr alle so hoffnungsvoll geschrieben habt das ihr schon wieder so viel geschieben habt… HMMMM ;-( freue mich schon so mega….

  33. och :(
    Marci halte durch. Ich hoffe du bleibst uns trotzdem treu.
    Angie ja was ist denn ??? Haste nicht schon was??? Ich versuchs am WE jedenfalls warte ich keine 3 monate :D

  34. @ Marci
    Gut Ding will weile haben.
    Wir machen das aus Spaß und nebenbei.
    Außerdem muß man ja auch noch von der Muse geknutscht werden.
    Sowas schüttelt man sich nicht mal eben aus dem Ärmel……..

  35. Oha, ich habe ja schon fertig, wollte aber noch auf Frau Kerstin warten! Und meine Rezi hätte ich auch schon fertig, wenn ich nicht auf so ne sch**** Taste gekommen wäre, die alles durcheinander gewürfelt hat! Ich weiß noch nicht mal, welche das war! Ich werde noch irre hier. Der Kurze zuckt nur mit den Schultern, hat auch keine Ahnung!!! Aaaalso muss ich nochmal loslegen… :-(
    Kerstin? Wie heißt nochmal unser Doc??? Der, der unsere Stimmen im Kopf beim Vornamen kennt? So, und jetzt gehe in den Keller weinen… oder auch ins Bett schlafen… oder durchdrehen… :-(

  36. huhu, habe einen Teil von Kerstin bekommen – juchuu, stelle ihn morgen online und @ Angie, das gibt´s nicht, irgendwo muss die Datei sein – bin sicher….
    ach ja, bin mit der Fantasy-Seite fast fertig – ich müsst nur nochmals wegen der beiden fehlenden Autorinnen in euch gehen und mir eure Entscheidung mitteilen…
    LG und bis morgen – schlaft schön!

  37. Hahahahh, das lag an dem doofen Program! Das hatte Migräne oder einen Anfall von Ichtreibemalebendieangieindenwahnsinn! Aber nu ist es frisch gestriegelt und unterwegs. :-D

  38. hallo zusammen
    natürlich verstehe ich es das ihr zeit braucht wollte auch niemanden hetzen oder der gleichen wollte nur mal sagen das ich weiterhin weite also einfach mal “hallo“sagen werde immer schön weiter lesen dafür macht ihr das zu gut .. also respekt nochmal an alle das macht ihr alle super würde mich nicht wundern wenn ich das dann doch mal in einen buch nieder schreiben würdet und verkaufen hat mega potenzial… ;-)

  39. Oh ja Angie. Äh,ich glaub der hieß ” Der Doc”…..
    Weist du.. 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen im Moment,
    das ich langsam leicht irre werde.
    Und die 10. summt…….
    Aber ich sammel jetzt Punkte in Flensburg,
    ab 18 gibt”s ein Fahrrad :-D

  40. Danke Marci. Ich werde Dolci heute noch was schicken, damit sie am Wochenende keine Langeweile hat. ;)
    Und bei Kerstin werde ich mich auf die Lauer legen.
    Tja, meine Stimmen haben beschlossen ihre Verwandten einzuladen. :( Sag mal, rechnet der Doc eigentlich nach Anzahl der Stimmen ab? Oder misst der nur den Grad des Wahnsinns?
    Fahrrad? Nee, da wirste als neuen Fußgänger begrüßt! So richtig mit Urkunde und Plakette. Stimmt auch nicht! Die Sachen kriegste ja erst, wenn der Trachtengruppe deine Slalomfahrt auf dem Bürgersteig nicht gefallen hat. Mh… irgendwas ist aber auch immer. :-D

  41. Wer nicht kommt zur Rechten Zeit,
    der fährt halt über”n Bürgersteig,
    und schaut was danach über bleibt….höhöhö,,,

  42. [...] Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung [...]

  43. [...] Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung [...]

  44. [...] Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung [...]

  45. [...] Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung [...]

  46. [...] Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung [...]

Schreibe einen Kommentar