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Night Sky von Stephanie Madea [Rezension]

7. August 2011 | Von | Kategorie: Fantasy, Rezensionen

Night Sky – Sklave des Blutes – von Stephanie Madea

Die junge Pilotin Cira Anderson liebt ihren Beruf. Als sie bei einem Beinahe-Absturz in letzter Minute von dem überaus attraktiven Jonas Baker gerettet wird, ahnen beiden nicht, was das Schicksal für sie noch vorgesehen hat. Obwohl Cira vermutet, dass mit ihrem geheimnisvollen Retter etwas nicht stimmt, hat sie keine Ahnung, dass er ein Vampir ist.

Nach einhundert Jahren selbstauferlegter Einsamkeit in den russischen Wäldern kehrt Jonas unverhofft zur Beerdigung seines unter mysteriösen Umständen gestorbenen Vaters zurück. Doch er weigert sich, als Erstgeborener sein Erbe als Familienoberhaupt und Konzernerbe anzutreten. Auch die ihm zugedachte reinrassige Vampirin verschmäht er, da er diese reizende Menschenfrau nicht vergessen kann. Immer wieder rettet er Cira das Leben. Langsam, aber unaufhaltsam wächst die Liebe zwischen Jonas und ihr ebenso wie ihre emphatische Verbindung. Sie können bald nicht mehr voneinander lassen, obwohl ihre Liebe unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Oder sind es gerade die Sterne, die ihr Schicksal bestimmen? Und wer trachtet Cira immer wieder nach dem Leben und versucht dabei gleichzeitig Jonas aus dem Weg zu räumen?

Flüssig und sehr einfühlsam schildert Stephanie Madea die außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Cira und Jonas. Mit ausdrucksstarken Worten zieht sie den Leser in einen Strudel aus Abenteuer, Romantik, hingebungsvoller Liebe und Leidenschaft zwischen Mensch und Vampir. Eine Legende, ein rätselhafter Ring, dunkle Geheimnisse und die Sucht der männlichen Vampire nach dem Blut der Menschenfrauen tragen zur Spannung bei. Die verbotene Verbindung zwischen diesen beiden verschiedenen Spezies ist bei weitem nicht neu, doch die Autorin versteht es wunderbar, den selbst in diesem Genre kundigen Leser immer noch in Erstaunen zu versetzen.

Unwillkürlich leidet man mit Jonas, der immer wieder vergeblich versucht, seiner großen Liebe fernzubleiben. Er sieht sich selbst als größte Gefahr für ihr Leben, weil die Gier nach ihrem Blut, die er selbst unter größten Anstrengungen nicht immer unterdrücken kann, übermächtig wird. Schließlich unternimmt er sogar einen Versuch, seiner Existenz ein Ende zu bereiten.

Cira Jane Anderson, die bisher noch nie einem Mann begegnet ist, der sie schon beim ersten Kennenlernen in seinen Bann gezogen hat, ist eine starke und sympathische junge Frau. Durch eine unglückliche Kindheit bringt sie einige Altlasten mit in die Beziehung. Wie tief sich Cira mit Jonas verbunden fühlt, machen die folgenden Sätze deutlich:

„Wir gehören zusammen, wir sind eins, deine Gefühle sind meine Gefühle. Ich weine, weil ich mit dir trauere. Sag mir warum ich trauere, sag mir warum ich wütend auf mich bin, warum mein Inneres mich zerreißen möchte. Sag mir, wer du bist, damit ich weiß, wer wir sind.“

Die Mitwirkenden in diesem Reigen der Legenden und Mysterien sind fein gezeichnet und von der Autorin beeindruckend in Szene gesetzt. Amy, Ciras toughe beste Freundin, ist eine unerschrockene Journalistin. Sie kommt dem Geheimnis um Jonas und den anderen Wesen, die auf der Welt mitten unter uns wandeln, gefährlich nahe. Amy scheint ein besonderes Gespür für diese unheimlichen Wesen zu haben. Mit Jonas´ Freund, dem berüchtigten Silver Angel Ny´lane Bavarro ist sie einem mächtigen Dämon auf der Spur.
Ny´lane Bavarro, dunkelhäutig und überwiegend schweigsam, ist ein ziemlich rätselhafter Charakter. Seinem Standardspruch ‚ich mag keine weißen Frauen‘ schenkt niemand mehr Glauben, spätestens dann nicht mehr, als er und Amy sich näher gekommen sind.

Einfach nur köstlich ist es, wenn sich Lilith, ein gewaltiger und grausamer weiblicher Dämon, völlig unerwartet zu Wort meldet. In ihrer ganz eigenen, skurrilen Art schildert sie dem Leser persönlich ihre Beweggründe, warum sie mal wieder ihren Arbeitgeber, einen mächtigen Nephilim, versucht übers Ohr zu hauen. Sie ist ein mysteriöser Störfaktor, der sich immer wieder zwischen Cira und Jonas drängt, um ihre eigenen Ziele brutal durchzusetzen.

Alex, Jonas´ förmlicher und überaus steifer Bruder, vermittelt anfangs einen eher negativen Eindruck, da er sich in seinem Hass auf ihn ziemlich verbissen hat. Im Lauf der Geschichte erfährt der Leser jedoch mehr über die Beweggründe, und durch das Auflösen von schwerwiegenden Missverständnissen, gewinnt er am Ende immer mehr Sympathie.

Noch andere, verschiedenartige Wesen, deren Wege sich in diesem Roman unerwartet kreuzen, erkennen plötzlich, dass sie einen gemeinsamen Gegner haben. Und obwohl sie mit Vorurteilen untereinander behaftet sind, gilt es, diesen Feind gemeinsam zu bekämpfen, denn es scheint ein bedeutsamer Wandel in der Luft zu liegen.

Herrlich romantisch und prickelnd, spannend, hinreichend blutrünstig und mit einer Prise Humor gewürzt, bereitet dieser Roman ein wirklich wunderbares Lesevergnügen.

Nach dem Cliffhanger, den die Autorin in Night Sky Teil 1 hinterlassen hat, bin ich auf jeden Fall gespannt auf den 2. Band der Trilogie, der im Februar 2012 erscheinen soll.

Der Lesekreis bedankt sich bei Angie für diesen ausführlichen schönen Leseeindruck und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Kurzbeschreibung

Als der reinrassige Vampir Jonas Baker seine wohlhabende Familie nach hundert Jahren der Einsamkeit auf der Beerdigung seines Vaters wiedertrifft, verlangt der Clan Unmögliches von ihm: Nicht nur soll er den Baker-Konzern führen, man erwartet obendrein, dass er eine Reinblüterin ehelicht. Doch Jonas hat nicht vor, sich einer Legende oder seiner Familie zu beugen, so setzt er als Erstes alles daran, die mysteriöse Todesursache seines Vaters aufzuklären und den Mörder zu stellen. Dabei begegnet er der Pilotin Cira, die mit dem Tod seines Vaters verwoben zu sein scheint. Als ein mächtiger Nephilim nach ihrem Leben trachtet, vereitelt Jonas den Angriff und kommt ihr dabei gefährlich nah …

Taschenbuch: 248 Seiten – Sieben-Verlag (31. Juli 2011)

Über die Autorin

Stephanie Madea, geboren 1977, wuchs in Norddeutschland auf. In ihrer Jugend fand sie Erfüllung in der Leitung von Sportgruppen wie dem Kinderturnen oder in der DLRG. Sie voltigierte, schrieb nächtelang Prosa und Poesie, vertonte eigene Hörspiele und komponierte Stücke auf der Orgel.

Sie erhielt ihren staatlich geprüften Abschluss zur Wirtschaftsassistentin in Fremdsprachen und Korrespondenz, ließ sich zur Speditionskauffrau mit Handelskammerabschluss ausbilden und erlangte den Titel zur staatlich geprüften Immobilienmaklerin-IMI.

Nach mehrjähriger Berufstätigkeit im In- und Ausland startete sie im kreativen Bereich ihre Selbstständigkeit und tauchte in die Tiefen der Schreibkunst ab.

Seit 2007 arbeitet sie hauptsächlich als freie Schriftstellerin und lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihren drei Katzen in einem kleinen Dorf in den Bergen Zyperns.

Mehr Informationen über die Autorin finden sich auf ihrer Homepage unter www.stephanie-madea.com
Quelle Foto: Stephanie Madea

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9 Kommentare
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  1. woooooooooooooooah klingt nach nem superbuch.

    Ganz tolle Rezension Angie!!!

  2. stimmt, tolle Rezi, liebe Angie!!! Das Zitat verspricht auch wirklich viel Gefühl im Roman. Was mir leider gar nicht gefällt, sind sowohl Titel und Covergestaltung. Ich weiß auch nicht, irgendwie klingt das ein bisschen nach Groschenroman und das Cover passt dann leider auch eher dazu. Das ist natürlich meine rein subjektive Meinung. Was haltet ihr davon?
    LG
    P.S. wie gefallen euch eigentlich die türkisfarbenen Schriftzüge?

  3. Ich finde das mit dem türkis schön. Ist eh ne tolle Farbe :D

    Und mit dem Cover hast du Recht. Leider ist das bei vielen Büchern so. Ebenso mit den Titeln in dem Genre… also in der Bahn würde ich mich mit sowas nicht gern erwischen lassen :D

  4. Ja, das Cover ist auch nicht so meins, und der Titel ist auch nicht der Burner. Aber man sollte sich davon nicht abschrecken lassen (ha, hätte ich beinahe getan!), denn es lohnt sich zu lesen. Hehe… die Farbe ist super. Mein erster Gedanke war, guck mal, türkis… sieht so schön nach Meer und Sommer aus. ;)

  5. Ach ja, etwas hat mir in dem Buch absolut nicht gefallen! Und zwar hat dieser Ny´lane eine Glatze! Ansonsten muss der knaller aussehen… groß, dunkel, sexy, Muskeln wo sie hingehören… Augen, in denen es silbrig glitzert… aber mit Glatze? NÄH!

  6. ah, dann wäre dieser Ny´lane sicherlich etwas für unsere Kerstin ;-)

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