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Edition Elke Heidenreich – Neuerscheinungen in 2011

25. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Bücher, Lesekreis

Seit 2009 erscheinen in der “Edition Elke Heidenreich” Bücher, die im engeren und weiteren Sinn mit Musik zu tun haben: Sachbücher und Romane, Erfundenes und Wirkliches, Biographien und Anthologien – und immer geht es um Musik, um klassische genauso wie um Popmusik, es geht um Musiker, um das, was Musik mit den Menschen anstellt.

In diesem Jahr sind bisher in der Edition Elke Heidenreich vier Romane, drei Biografien und ein Sachbuch erschienen:

Der stumme Pianist von Paola Capriolo

Roman – Oktober 2011
Kurzbeschreibung
Ein atmosphärisch dichter Roman über die heilende Kraft der Musik

Im winterlichen Kent findet die Krankenschwester Nadine am Strand einen sprachlosen Mann im Frack, dessen Identität sich nicht ermitteln lässt. Sie nimmt ihn mit in die psychiatrische Klinik, in der sie arbeitet. Als man ihm ein Blatt Papier und einen Stift gibt, schreibt er nicht seinen Namen auf, sondern zeichnet ein Klavier. Im Wintergarten der Klinik steht ein Flügel, auf dem er von nun an allabendlich virtuos spielt. Immer mehr Patienten und Klinikmitarbeiter versammeln sich bei seinen Konzerten. Die Musik, darunter immer wieder Schuberts „Winterreise”, setzt bei den Patienten bisher verschüttete Erinnerungen frei, und auch Nadines Leben nimmt durch den rätselhaften Fremden eine unerwartete Wendung. Ein meisterhaft erzählter, ergreifender Roman über die Wirkung der Musik auf die Seele der Menschen.

Die Welt in sechs Songs: Warum Musik uns zum Menschen macht von Daniel Levitin

Sachbuch – Oktober 2011
Kurzbeschreibung
Kann man das Wesen der Menschheit anhand von sechs Songs erklären? Der Hirnforscher und Rockmusiker Daniel Levitin führt uns zum Beweis seiner gewagten These äußerst kurzweilig durch die Geschichte der Menschheit, angereichert mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft und mit jeder Menge Anekdoten aus seinem Leben und dem befreundeter Musiker wie Sting oder Joni Mitchell. Denn nicht nur die Sprache ist es, die uns von anderen Spezies unterscheidet, sondern in noch viel größerem Maß unsere Musikalität. Mit Liedern besiegeln die Menschen seit Urzeiten Freundschaft, sie erzeugen Freude, spenden Trost, geben Wissen und religiöse Rituale weiter und besingen die Liebe. Ob Levitin Songs von den Beatles, Bob Dylan oder Ray Charles anführt: Man hat die Melodie sofort im Ohr. Denn keine andere Kunst erreicht den Menschen so unmittelbar wie die Musik.

Der Meister von Herbert Rosendorfer

Roman – September 2011
Kurzbeschreibung
Eine köstliche Satire auf den Wissenschaftsbetrieb

In einer Bar in Venedig erinnern sich zwei Freunde an ihr musikwissenschaftliches Studium: Da gab es den »göttlichen Giselher«, der alles über Musikinstrumente wusste, aber keines spielte, oder die schöne Helene Romberg, die allen den Kopf verdrehte. Aber vor allem sprechen sie über einen Studenten, der wegen seiner Akribie »der Meister« genannt wurde. Um seinen Lebensunterhalt aufzubessern, schrieb er Artikel für ein Musiklexikon – und erfand dabei so manchen Komponisten hinzu, etwa Thremo Tofandor. Als jedoch eine eifrige Studentin über diesen zu forschen begann, geriet der Meister in Bedrängnis. Um nicht aufzufliegen, erfand er immer neue Details hinzu und komponierte am Ende sogar dessen Werke! Spätestens als ein Fachartikel über ihn erschien, gab es keinen Zweifel mehr: Thremo Tofandor existiert – und wurde seinem Erfinder am Ende zum Verhängnis …

Ich hänge im Triolengitter: Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen von Mary Bauermeister

Biografie – September 2011
Kurzbeschreibung
Die Biografie eines Jahrhundertgenies

Karlheinz Stockhausen ist einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er experimentierte bereits in den 50er Jahren mit elektronischer Musik und beeinflusste neben der E-Musik auch Popgruppen wie Pink Floyd. In Mary Bauermeisters Kölner Atelier versammelte sich 1960-1962 die Avantgarde der internationalen Kunst- und Musikszene, neben Stockhausen etwa John Cage, Nam June Paik und Christo. Spektakuläre Happenings leiteten die Fluxus-Bewegung ein. Die Künstlerin, die ihren eigenen Durchbruch in New York errang, lebte mit ihm und seiner ersten Frau Doris mehrere Jahre in einer „ménage à trois”. In ihrem Buch erzählt sie, wie sie und Stockhausen sich künstlerisch beeinflussten und bei ihren Reisen durch die ganze Welt berühmten Künstlern wie Chagall, Miro oder Max Ernst begegneten. Sie schildert aber auch ganz ungeschminkt ihr unkonventionelles Lebens- und Liebesexperiment.

Das Bastardbuch: Autobiografische Stationen von Hans Neuenfels

Autobiografie – August 2011
Kurzbeschreibung
Die Lebenserinnerungen des herausragenden deutschen Opernregisseurs

Hans Neuenfels ist einer der profiliertesten deutschen Opernregisseure, dessen Inszenierungen, zuletzt „Lohengrin” in Bayreuth, stets für heftige Kontroversen sorgen. Im „Bastardbuch” zieht er die vorläufige Bilanz seines Lebens und seines Schaffens als Theater- und Opernregisseur, als Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher. Seine Karriere begann 1964 am Theater am Naschmarkt in Wien. Als maßgeblicher Begründer des Regietheaters ist er dem Anspruch der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung auf der Bühne bis heute treu geblieben. Als kreativer Künstler war er zudem stets ein Grenzgänger. In Paris war er Assistent des Malers Max Ernst, und Schreiben war neben dem Inszenieren für ihn von jeher ein Kernbedürfnis. Das „Bastardbuch” ist ein sprachgewaltiges, scharfsichtiges Werk, das ein persönliches Bild mit dem einer ganzen Generation verbindet.

Mr. Pink Floyd: Roman von Michele Mari

Roman – April 2011
Kurzbeschreibung
Ein meisterhafter Roman über Pink Floyd, eine der einflussreichsten Rockgruppen der Welt

Syd Barrett – ein Engel, ein Dämon, ein Poet – war das Genie, das die Gruppe Pink Floyd so stark prägte, dass er heute noch als ihr Geist gilt. Er ging mit Roger Waters in Cambridge zur Schule, spielte schon damals in mehreren Bands, zeichnete hervorragend, schrieb, komponierte und litt schon früh an psychischen Störungen. Seine Experimente mit Drogen verursachten 1968 einen schizophrenen Schub, von dem er sich nie wieder erholte. Pink Floyd hielten immer Kontakt zu ihm, widmeten ihm die Songs »Wish You Were Here« und »Shine on You Crazy Diamond«. In einem Kaleidoskop der Erinnerungen lässt Mari Tourmanager, Bandmitglieder, Bühnenarbeiter, aber auch die Regisseure Antonioni und Kubrick von Syd Barrets Welt, von seinem Charme, seinen Ideen und der Faszination, die er seit seiner Jugend auf alle ausübte, erzählen. Ein ergreifender Roman über Poesie, Kunst, Genie und Wahnsinn.

Martha Argerich: Die Löwin am Klavier von Olivier Bellamy und Susanne Van Volxem

Biografie – April 2011
Kurzbeschreibung
Die weltweit erste und autorisierte Biografie der Klavier-Legende Martha Argerich

Für Joachim Kaiser zählt sie zu den »interessantesten Klavierspielern der Welt«, andere gaben ihr die Beinamen: »Argentinischer Wirbelsturm« oder »Löwin am Klavier«. Unbestritten gehört die unkonventionelle und geheimnisvolle Martha Argerich zu den ganz wenigen Frauen an der Weltspitze ihrer Zunft. Olivier Bellamy gelang es, die publicityscheue Pianistin zur Mitwirkung an der Entstehung ihrer Biografie zu bewegen. Er erzählt von ihrer Kindheit in Buenos Aires über ihre Klavierausbildung bei Friedrich Gulda bis zu ihren strahlenden Siegen bei den großen Wettbewerben. Mit viel Einfühlungsvermögen schildert Bellamy ihre beruflichen Erfolge und persönlichen Niederlagen, komplizierte Liebesbeziehungen und lebenslange Freundschaften, die Schwierigkeit, Familienleben mit einer Weltkarriere zu vereinen, und die Angst vor dem Versagen, die sie immer wieder dazu bewegt, Konzerte platzen zu lassen.

Olivier Bellamy ist einer der kompetentesten französischen Musikjournalisten. Er hat in enger Zusammenarbeit mit Martha Argerich dieses Buch geschrieben.

Lass den Teufel tanzen von Teresa De Sio

Roman – Februar 2011
Kurzbeschreibung
Ein sprachgewaltiger Roman, der den Abgründen des Lebens trotzt.

In der Nacht des Karnevalssamstags 1956 wird der Gutsherr Narduccio Greco vergiftet aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf die zwölfjährige Tagelöhnertochter Archina Solimene, ein unzugängliches Mädchen, das – da sind sich die Bewohner des weltabgewandten apulischen Dorfes Mangiamuso einig – vom Teufel besessen ist. Zusammen mit ihrer Schwester, die sich bei Narduccio verdingte, stellt sie allerlei Kräutertränke her, darunter die hochgiftige Stramunella. Man munkelt, Narduccio habe sich an ihr vergangen und sei aus Rache getötet worden. Doch was passierte wirklich in jener Nacht? Mit ungeheurer Sprachgewalt und eindringlichen Bildern schildert Teresa De Sio Archinas Schicksal im Netz von Aberglauben, Lügen und Intrigen einer archaisch anmutenden Dorfgemeinschaft so farbig und lebensprall, dass der Leser sofort in ihren Bann gerät.

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