Sechs Autoren haben sich durch Klassiker von Hans Christian Andersen über Charles Dickens zu Èmile Zola gemeinsam mit Alternate Reality-Designern inspirieren lassen und sechs Kurzgeschichten erarbeitet, die den Leser mittels Spielen und Web-Tools einbinden.

Die erste Geschichte, „The 21 Steps“ beginnt mit dem Satz: „Ich war der falsche Mann am falschen Ort zur falschen Zeit“ – und einem Mord in St. Pancras Station, sie basiert auf John Buchans Spionagethriller „Die 39 Stufen“. In der Kurzgeschichte des schottischen Thriller-Autors Charles Cumming rast der Leser durch die British Library und die National Gallery bis hinauf nach Edinburgh und kann den Fortgang der Handlung im Internet via Google Earth mitverfolgen. Die einzelnen Stationen sind auf einer Satellitenkarte markiert, kleine Sprechblasen liefern die Geschichte.

„Wir sind natürlich nicht das erste Verlagshaus, das die Möglichkeiten, die das Web bietet, literarisch zu nutzen versucht“, gibt Jeremy Ettinghausen zu, der beim Penguin-Verlag für Digital Publishing zuständig ist. „Aber eine solche Verzahnung der Arbeit bekannter Schriftsteller mit online-spezifischen Vermittlungsformen hat es meines Wissens noch nicht gegeben.“ Mit „We tell Stories“ startet der Verlag sein zweites aufwendiges Internet-Experiment, nachdem im vergangen Jahr „A Million Penguins“ erschien, der als „Wiki-Roman“ entsprechend des Wikipedia-Prinzips von jedem Leser bearbeitet werden konnte.

Mit dem neuen Projekt will Penguin die „Gaming Community“ erreichen. Bisher haben rund 50 000 Einzelnutzer auf die Seite zugegriffen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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