August 2008: Ein letzter Sommer von Steve Tesich

Ein letzter SommerKurzbeschreibung
East-Chicago, 1969: Daniel Price, der 18jährige Held und Ich-Erzähler, schließt zusammen mit seinen Freunden Larry und Billy die Highschool ab. Die unbeschwerten Tage sind gezählt: Die Zukunft warte auf sie, wird den drei Freunden gesagt, aber sie haben keine Ahnung, wo. Vor ihnen liegt ein Sommer der Entscheidungen und viel schneller als erwartet trennen sich ihre Wege – Billy wählt das ruhige Leben in East-Chicago, Larry die Revolte und Daniel bleibt zunächst unentschlossen – nur nicht, als er sich in die unergründliche Rachel verliebt. Sie ist für ihn das Versprechen einer großen weiten Welt, die Flucht aus den Konflikten seiner schönen, exotisch anmutenden Mutter mit seinem krebskranken, verbitterten Vater. Doch Daniels Liebesglück ist überschattet von einem Familiengeheimnis Rachels, das ihn immer tiefer in den Sog seiner widersprüchlichen Gefühle zieht.

Steve Tesich schildert in „Ein letzter Sommer“ die Komplexität des Erwachsenwerdens – poetisch, liebevoll und mit analytischem Blick. Im Zentrum stehen jugendliche Hoffnungen, ambivalente Gefühle und eine kraftvolle Liebesgeschichte, die das Leben des Helden verändern: Daniel geht aus diesem letzten Sommer der unterschiedlichsten Empfindungen zwischen Tod und unerfüllter Sehnsucht wie neugeboren hervor und tritt, ausgestattet mit dem nötigen Rüstzeug, in die Welt hinaus.

Über den Autor
Steve Tesich, geboren am 29. September 1942 als Stojan TeСić in Uоice, Jugoslawien, gestorben am 1. Juli 1996 in Sydney, Kanada, war ein amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor.

Er kam im Alter von vierzehn Jahren nach East Chicago, Indiana/USA und studierte russische Literatur an den Universitäten von Indiana und Columbia. Tesich schrieb zahlreiche Stücke und Drehbücher, u. a. das mit einem Oscar ausgezeichnete Drehbuch für den Film Vier irre Typen, Wir schaffen alle, uns schafft keiner und für Garp und wie er die Welt sah. Tesichs Roman, Abspann, erschien 1999 (und noch einmal 2006) auf Deutsch. Sein Erstling Summer Crossing erschien 1982, die deutsche Übersetzung Ein letzter Sommer erschien 2005 beim Schweizer Verlag Kein & Aber. Steve Tesich starb 1996 im Alter von 53 Jahren an einem Herzschlag.

2005 hat das serbische Ministerium für die Diaspora einen Stojan Stiv TeŠ¡ić-Literaturpreis ins Leben gerufen, welcher einmal jährlich an serbischstämmige Schriftsteller verliehen wird, welche ihre Werke in einer anderen Sprache veröffentlichen.

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 24/2008

Platz 1 : Feuchtgebiete von Charlotte Roche
Platz 2 : Lasset die Kinder zu mir kommen von Donna Leon
Platz 3 : Schweigeminute von Siegfried Lenz
Platz 4 : Der Chinese von Hennig Mankell
Platz 5 : Die Tore der Welt von Ken Follett
Platz 6 : Urlaub mit Papa von Dora Heldt
Platz 7 : Laienspiel von Volker Klüpfel und Michael Kobr
Platz 8 : Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena
Platz 9 : Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery
Platz 10 : Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 24/2008

Platz 1 : Die letzte Spur von Charlotte Link
Platz 2 : Träume süß, mein Mädchen von Joy Fielding
Platz 3 : Mieses Karma von David Safier
Platz 4 : Verblendung von Stieg Larsson
Platz 5 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 6 : Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
Platz 7 : Alle meine Schwestern von Judith Lennox
Platz 8 : Die Blutlinie von Cody McFadyen
Platz 9 : Die Tochter des Fotografen von Kim Ewards
Platz 10 : Das Lied der Maori von Sarah Lark

SZ Magazin verlost EM-Eintrittskarten

Die Fußball-Europameisterschaft beginnt:

Fußball-EMZusammen mit McDonald†™s verlost das SZ Magazin zwölf Eintrittskarten für die Fußball- Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Zusammengefasst werden zwei Karten für das Halbfinale, in dem die DFB-Elf spielen würde, zudem zwei Karten für die ebenfalls längst ausverkauften Partien des Gastgebers Schweiz gegen den Geheimfavoriten Portugal, dazu je vier Karten für die nicht minder sehens- und hörenswerten Begegnungen Türkei†“Tschechien und Griechenland†“Spanien.

Und hier geht´s zum Gewinnspiel des SZ Magazins – viel Glück! 😉

Quelle Foto: Flickr

Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery

Die Eleganz des IgelsDie fabelhafte Welt der Reneé

Die gebildete Concierge Reneé, die ihr Wissen vor aller Welt verbirgt, ein altkluges Mädchen auf der Suche nach der Schönheit in der Welt und ein geheimnisvoller japanischer Geschäftsmann: Muriel Barberys Überraschungserfolg Die Eleganz des Igels

„An einem Tag scheint mir, ich umfasse mit einem einzigen Blick die Gesamtheit des Wissens“, grübelt Reneé, „und dann entzieht sich mir unvermittelt der Sinn“. Die 54-jährige Witwe lebt seit 27 Jahren als Concierge in der Rue de Grenelle 7 und glaubt, ein Klischee erfüllen zu müssen: Nach außen spielt sie die einfältige Concierge, tatsächlich ist sie aber sehr gebildet und nutzt die ruhigen Stunden im Haus zum Studium der Literatur und Philosophie. Paloma ist 12 Jahre alt, hat reiche Eltern und wohnt in demselben Pariser Stadtpalais. Das intelligente Mädchen macht sich in Tagebüchern „Tiefgründige Gedanken“ und ist – ebenso wie Reneé – auf der Suche nach der Schönheit in der Welt. Da Paloma die verlogene Welt der Erwachsenen gegen den Strich geht, plant sie, sich vor ihrem 13. Geburtstag umzubringen. Doch dann taucht der japanische Geschäftsmann Kakuro Ozu auf – und verändert das Leben in der Rue de Grenelle 7 gewaltig.

Der große Bestseller aus Frankreich: Hinreißend komisch und zuweilen bitterböse erzählen die beiden sehr sympathischen Figuren von ihrem Leben, ihren Nachbarn im Stadtpalais, von Musik und Mangas, von Gott und der Welt. Eine großartige Gesellschaftssatire, ein sehr intelligenter Führer durch Kunst und Philosophie, die höchst unterhaltsame und anrührende Geschichte zweier Außenseiter.

Über die Autorin
Muriel Barbery, geb. 1969 in Casablanca in Marokko, ist Absolventin der Ecole Normale Supérieure und Professorin für Philosophie, sie lehrt am IUFM von Saint-Lô.
Mit ihrem zweiten Roman L†™Elégance du hérisson – Die Eleganz des Igels ist Muriel Barbery derzeit auf Platz 9 der Spiegel-Bestenliste vertreten. Sie erhielt für dieses Werk ein halbes Dutzend Preise, darunter den Prix Georges Brassens und den Prix Rotary. 2000 wurde Muriel Barbery vom Verlag Gallimard entdeckt, als sie dort per Post ihren ersten Roman Die letzte Delikatesse eingesendet hatte. Ihr Werk wurde bisher in zwölf Sprachen übersetzt, so auch ins Deutsche.
Muriel Barbery lebt derzeit in Kyoto.

Der dtv hat unter dem Titel: Ein Roman bedeutet Freiheit ein Interview mit der Autorin und eine Hörprobe des Romans online gestellt.
Und eine sehr schöne, ausführliche Rezension von Urs Jenny ist hier bei Spiegel Wissen nachzulesen.

Erschienen im Dtv (Mai 2008), 360 Seiten

Wir besprechen das Buch am 19.06.2010 im Lesekreis. Treffpunkt: 21 Uhr bei Karin.