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Geschenktipp: Die Entstehung der Arten von Charles Darwin

24. November 2008 | Von | Kategorie: Bücher, Geschenktipp, Lesekreis

Am 24. November 1859, also heute vor 149 Jahren, veröffentlichte Charles Darwin mit dem Werk The Origin of Species seine Evolutionstheorie
Charles Robert Darwin, geboren am 12. Februar 1809 in Shrewsbury, England, gestorben am 19. April 1882 in Downe, war ein britischer Naturforscher und gilt durch seine wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie, die er zusammen mit Alfred Russel Wallace begründete, als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler.

1831 brach Darwin zu einer fünfjährigen Reise auf dem britischen Vermessungsschiff Beagle auf, die ihm das Studium der geologischen Eigenschaften von Kontinenten und Inseln wie auch einer Vielzahl von Lebewesen und Fossilien erlaubte. Bereits 1838 entwarf er seine Theorie der Anpassung an den Lebensraum durch Variation und natürliche Selektion und erklärte so die evolutive Entwicklung aller Organismen und ihre Aufspaltung in verschiedene Arten. Zu einer Veröffentlichung kam es allerdings noch nicht. 1858 schickte ihm der Naturforscher Alfred Russel Wallace einen Essay zu, in dem er die Entstehung der Arten und das Phänomen der Evolution im wesentlichen identisch erklärte. Dies führte zur raschen Veröffentlichung der Theorie der beiden Wissenschaftler, welche erstmals am 1. Juli 1858 der Königlichen Linné-Gesellschaft vorgestellt wurde. In Darwins am 24. November 1859 veröffentlichten Hauptwerk On the Origin of Species (Die Entstehung der Arten) stellte er seine Theorie zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vor (die erste deutsche Übersetzung folgte 1860). Sie bildet als streng naturwissenschaftliche Erklärung für die Diversität des Lebens die Grundlage der modernen Evolutionstheorie und stellte den entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der modernen Biologie dar.

Nach Die Entstehung der Arten publizierte Darwin noch weitere wichtige wissenschaftliche Werke wie Die Abstammung des Menschen (1871), Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren (1872) – in dem seine Abstammungslehre auf das Gebiet der Psychologie und der Verhaltensforschung ausgedehnt wurde – sowie Insektenfressende Pflanzen (1875). Für Darwins Abstammungslehre wird oft auch der veraltete Begriff Darwinismus verwendet.

Im August 2008 erschien in der Nikol Verlags-GmbH eine neue gebundene 608-Seiten umfassende Ausgabe für 9,95 Euro.

Kurzbeschreibung
Wie kein zweites Buch beeinflußte dieses die Entwicklung der modernen Naturwissenschaften im allgemeinen und der Biologie im besonderen. Für jedermann sind die Ideen des Autors als Darwinsche Evolutionstheorie ein Begriff, in diesem Buch wurden sie zuerst veröffentlicht. Wer sich dabei aber eine reißerische Vermarktung der neuen und revolutionären Konzepte erhofft, wird von dem Buch enttäuscht werden. Ganz im wissenschaftlichen Stil widmet sich der Autor zuerst Variation unter Domestizierung und in freier Wildbahn, dann dem Überlebenskampf und der natürlichen Selektion. Weitere Kapitel handeln von Variationsgesetzen, Instinkt, Hybriden und der geographischen Verteilung der Spezies. Damit ist das Buch, das vor 140 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht wurde, und damit aus einer Zeit stammt, in der Gene und DNA gänzlich unbekannt waren, noch immer aktuell und interessant zu lesen. Es ist erstaunlich wie weit sich Darwin mit seinem damaligen Wissensstand auch den heutigen Konzepten der Evolution nähert. All jene, die sich für die Entwicklung der Wissenschaft im 19.Jahrhundert interessieren, sollten dieses Buch gelesen haben.

Quelle: Wikipedia

6 Kommentare
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  1. Liebe Dolcevita,
    auf das Darwinjahr freue ich mich sehr. War mal an einer kulturhistorischen Ausstellung am Deutschen Hygiene-Museum zum Thema beteiligt. Seitdem sind Darwin, Evolution und co meine treuen Begleiter. Das Original zu lesen ist allerdings schon eine ziemliche Herausforderung, ich weiß nicht, ob der oder die Beschenkte da in Jubel ausbricht. Aber es gibt so tolle Monographien und Traktate zur Evolutionstheorie (Stephen Jay Gould, Carl Degler). Als Geschenk für den Englischlerner eignet sich “Darwin for Beginners”, ein charmanter und sympatischer Edu-Comic von Jonathan Miller und Borin van Loon. 2009 gibt’s in England Symposien und Festivals und Kunst und Ausstellungen und Exkursionen und Musik und und und zum Thema. Kennst Du Bobby Henderson und seine “Church of the Flying Spaghetti Monster”?
    Hoch die Geister!
    Liebe Grüße,
    Anne

  2. Liebste Anne,
    meine Güte, du überraschst und beeindruckst mich immer mehr! 😉
    In welcher Form warst du denn an der kulturhistorischen Ausstellung am Deutschen Hygiene-Museum beteiligt?
    Danke für die Infos zu den “leichter” zugänglichen Werken. Church of the Flying Spagetti Monster hört sich allerdings sehr interessant an. 😆
    Schönen Tag und herzliche Grüße!

  3. Hi Dolcevita,
    Die “Church of the Flying Spaghettmonster” ist ein supernettes Projekt, das die Kritik von “Intelligent Design” am Darwinismus, es sei “nur eine Theorie” neben anderen, und alle Theorien sollten gleichermaßen an der Schule gelehrt werden, veräppelt.
    In einem Brief (Mai 2005) behauptete Henderson einfach mal so, das Spaghetti-Monster habe die Welt erschaffen, und solle jetzt eben auch auf den Lehrplan kommen.
    Genial. Hier der Link: http://www.venganza.org/about/open-letter/
    Ganz früher habe ich bei Ausstellungen mitgeforscht und mitorganisiert, und habe dafür sogar ordentlich Geld verdient. Aber dann kam die familiäre Berufswanderschaft, mit dem neuen, ebenso schönen Beruf. Man kann eben doch alles haben … äh … sein 😉
    Dir auch einen schönen Tag!

  4. Hallo zusammen!
    Charles Darwin ist ja schön und gut – doch wissen (nicht nur) wir Naturwissenschaftler – deren Zunft ich angehöre, dass er ja mit seinen Weisheiten so ein bisschen daneben lag… Warum nicht lieber etwas darüber lesen, was wahr ist oder zumindest mehr in Richtung der Wahrheit tendiert? Sofern es natürlich eine absolute Wahrheit jemals geben wird ;-). Darwin hat die geistige Finsternis mit seiner „Annäherung“ sicherlich erhellt; doch hat seine Theorie von zufälligen Genmutationen bekanntlich ausgedient – und ich sage es als jemand, der sich ebenfalls eine Zeitlang gern in Darwins Licht gesonnt hat! Ich frage: glaubt heute überhaupt irgendjemand noch an Zufälle?

  5. z.B.? Literaturtipps? Solange die Kritik am Darwinismus aus naturwissenschaftlicher Sicht erfolgt und nicht auf religiösen Argumenten beruht ist ja alles bestens.

  6. Hallo Anne,

    ist Wissenschaft nicht auch eine Art Religion ;-)? Bewusst hatte ich in meinem (ungestümen) Kommentar auf Literaturempfehlungen verzichtet, zum Einen, weil es nicht darum ging, dass ich am Ende Recht behalte. Was ich geschrieben habe, ist das Ergebnis meines eigenen Denkens und kein irgendwo angelesenes Wissen. Als Biologin ist es eben mein Job, mir über die Evolution den Kopf zu zerbrechen, nach blinden Flecken zu fahnden, die man – aus meiner Sicht – noch genauer hinterfragen sollte. Und wie der Zufall überall dort, wo es keine bessere Erklärung gibt, einfach so hingenommen wird, scheint mir ziemlich blind… Zu diesem Hinterfragen wollte ich mit meiner Wortmeldung anregen. Ich finde, jeder, den es wirklich interessiert, wird intuitiv die für ihn geeignetste Literatur finden, die dort weitermacht, wo die bemerkenswerten Errungenschaften von Darwin aufhören. Nachdem man die Intuition wissenschaftlich bereits im Gehirn lokalisiert hat, ist diese Antwort hoffentlich wissenschaftlich genug ;-)… Liebe Grüße, Monika

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