hamburgDrei Wochen vor der „Frankfurter Buchmesse“ will das Festival vom 9. bis 19. September 2009 „große und wichtige Autoren präsentieren, die im Herbst mit Neuerscheinungen auf den Markt kommen“, erklärte Nikolaus Hansen (Arche Verlag)  gestern.

„Der Hafen, der für sich allein genommen schon ein Zentrum der verschiedenen Sprachen und Kulturen ist und damit Spiegelbild dessen, was Literatur weltweit darstellt, ist der idealtypische Austragungsort für ein Literaturfestival.“

Geplant sind zunächst 60 bis 80 Veranstaltungen rund um den Hafen, die Reeperbahn und St. Pauli. Initiatoren des Festivals, das unter dem Namen „Harbour Front“ firmieren wird, sind der ehemalige marebuch-Verleger Nikolaus Hansen und Peter Lohmann, Programmgeschäftsführer des Frankfurter Fischer-Verlags.

Als Hauptsponsor soll die Kühne-Stiftung mit einer namhaften Summe im sechsstelligen Bereich bereitstehen. Die Kühne-Stiftung wurde 1976 von der Familie Kühne (Kühne & Nagel) gegründet. Gefördert werden u. a. humanitäre und kulturelle Projekte (in Hamburg etwa die Elbphilharmonie). Alleiniger Träger der Stiftung ist Klaus-Michael Kühne. Sie hat heute ihren Sitz in der Schweiz.

Schwerpunkt des Festivals soll die Literatur aus den Partnerstädten Hamburgs sein. Da China auch das Gastland der diesjährigen „Frankfurter Buchmesse“ ist, wird die Hafenstadt Schanghai bei der ersten Auflage von „Harbour Front“ im Fokus stehen. Auch Veranstaltungen mit direktem Bezug zu aktuellen Themen (wie etwa 60 Jahre Grundgesetz, 20 Jahre Mauerfall) werden Eingang in das Programm finden.

„Nicht zu vergessen die Autoren, die es neu zu entdecken gilt und die in Hamburg erstmals prominent präsentiert werden sollen“, sagte Nikolaus Hansen gestern. Erst Ende Mai sollen erste Namen verraten werden. Die Veranstaltungsorte reichen vom Alten Elbtunnel über das St. Pauli-Theater und die Katharinen-Kirche bis zum Millerntor-Stadion.

Quelle: Hamburger Morgenpost

5 Gedanken zu „Harbour Front – Hamburg plant neues internationales Literaturfestival

  1. hi Jörn,
    (du bist es doch höchstpersönlich?)
    Sinn macht es bestimmt, gerade vor der Buchmesse sind „internationale Größen“ der Literatur eher im Land als zu anderen Zeiten. Von daher verstehe ich die Hamburger ganz gut den Termin so kurz vor die Buchmesse zu legen. Abgesehen davon fahren bestimmt nicht alle Hanseaten nach Frankfurt. Je mehr Projekte dieser Art entstehen umso besser, finde ich zumindest. Es ist schon traurig zu sehen wie wenig Resonanz oft gerade bei den weniger bekannten Autoren auf solchen Veranstaltungen da ist. Denke im Moment gerade an die Münchner Bücherschau. Es war z.T. erschreckend leer, es sei denn Frau Heidenreich, Frau Schneeberger, Herr Wickert oder Herr Hildebrandt standen auf dem Programm.
    LG

  2. ups, enttarnt 😉
    vielleicht hast du ja recht (ich würde es mir wünschen), aber das mit der mangelnden Resonanz wird sicherlich in hamburg auch nicht anders sein, oder? na, mal sehen, ist ja noch n bisschen hin..

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