Der Electric Kool-Aid Acid Test: Die legendäre Reise von Ken Kesey und den Merry Pranksters von Tom Wolfe

Tom Wolfe1In Der Electric Kool-Aid Acid Test gibt Tom Wolfe Aufschlüsse über einen der besten und rätselhaftesten amerikanischen Romandebütanten aller Zeiten, Ken Kesey, Autor des vier Millionen Mal verkauften Romans Einer flog über das Kuckucksnest, oder über den frühen Tom Wolfe, den Starreporter aus New York, der Keseys Reise 1964 mit seiner Aktionsgruppe „Merry Pranksters“ in einem alten Schulbus quer durch Amerika akribisch beschreibt und dabei den „Neuen Journalismus“ mitdefiniert. Vor allem aber verspricht man sich, an die Wurzeln der Hippiebewegung zu gelangen. (Rezension von Uwe Ebbinghaus in der FAZ vom 16.08.2009)

Kurzbeschreibung
Amerika in den frühen Sechzigerjahren: LSD-Experimente, San Francisco, Blumenkinder. Und eine Busreise, wie es sie nie zuvor gegeben hat und nie mehr geben wird. 1968 beschrieb Tom Wolfe die Reise von Ken Kesey und seinen „Merry Pranksters“ in seinem legendären Klassiker. Ein Buch, welches längst als Neues Testament der Hipster-Mythologie gilt.

Kesey gründete Mitte der 60er Jahre die „Unerschrockenen Reisen GmbH“ kaufte für 1500 Dollar einen 1939er Schulbus welcher in der Folgezeit als „Der Bus“ ein Symbol des neuen, LSD-erweiterten Bewusstseins werden sollte. Zur gleichen Zeit macht sich Tom Wolfe einen Namen zum „heißestes Schreiber“ der Harold Tribune. Neben Truman Capote und Norman Mailer gilt er als der bedeutendste Vertreter des New Journalism, der die Grenzen zwischen erzählender Prosa und Berichterstattung aufhebt. Aus einer geplanten Kurzgeschichte über Kesey wird ein umfassendes Dokument über die Prankster-Historie. Wolfe hört Bänder ab, sieht Filme, studiert Tagebücher und Briefe und unterhält sich mit Dutzenden von Augen- und Ohrenzeugen. Mit sich stakkatohaft überschlagender Sprache schickt Wolfe den Leser mitten hinein in die LDS-Trips der Pranksters: Der Leser ist unmittelbar dabei, auf Reise mit Timothy Leary, Allen Ginsberg, Jack Kerouac, den Hell´s Angels, den Grateful Dead und natürlich Ken Kesey.

Die Taschenbuch-Ausgabe umfasst 560 Seiten und ist im Heyne Verlag im Februar 2009 erschienen. Sie kostet 9,95 und ist auch als E-Book erhältlich. Hier befindet sich eine ausführliche Leseprobe.

Tom Wolfe2Über den Autor
Tom Wolfe, 1931 in Richmond, Virginia, geboren, lebt in New York. Er arbeitete nach seiner Promotion in Amerikanistik als Reporter unter anderem für „The Washington Post“, „New York Herald Tribune“, „Esquire“ und „Harper’s“. In den 60er Jahren gehörte er mit Truman Capote, Norman Mailer und Gay Talese zu den Gründern des „New Journalism“, einer Synthese aus Journalismus und Literatur. Der vielfach preisgekrönte Schriftsteller (American Book Award etc.) war international längst als Sachbuchautor berühmt, eher er – schon 56 Jahre alt – mit „Fegefeuer der Eitelkeiten“ (1987) seinen ersten Roman vorlegte, der auf Anhieb zum Weltbestseller und von Brian de Palma mit Tom Hanks verfilmt wurde. Elf Jahre ließ sich Tom Wolfe Zeit, um einen zweiten Roman folgen zu lassen: „Ein ganzer Kerl“ (1998). Mit „Hooking Up“ (2001), einer Sammlung von Essays und Erzählprosa, wurde seinen zahlreichen Fans das Warten auf den dritten Roman versüßt. In den USA hatte „Ich bin Charlotte Simmons“ eine Startauflage von 1,5 Millionen Exemplaren.

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