Black Dagger Ladies Online

Choqequirao
Kapitel 16

Erst kurz vor dem Morgengrauen kehrte endgültig Ruhe im Lager ein. Da wir erst in der folgenden Nacht zuschlagen wollten, hatten wir alle noch genügend Zeit, um uns zu erholen, denn fast jeder hatte Blessuren davon getragen. Lucy und ihrem geheimnisvollen Bruder ging es dank Fernando und Lilli, die sich sofort um sie gekümmert hatten, wieder gut. Gavin wich dabei nicht von ihrer Seite. Drago und Bowen wurden von Kerstin und Doc wieder aufgepäppelt. Duncan gab mir die nötige Kraft, Stärke und Sicherheit, die ich im Moment dringend brauchte. Allein seine Nähe genügte schon, damit ich meine totale Erschöpfung und den leichten Schock, der sich nach dem Kampf gegen den schwarzen Druiden einstellte, ziemlich schnell überwunden hatte. Lilli schien auch wieder okay zu sein, obwohl ich sie besser kannte, denn irgendwas machte ihr noch zu schaffen. Doch nach dem opulenten Frühstück, das Tiago und Cyrus uns aufgetischt hatten, fühlten wir uns alle wesentlich wohler und die gute Stimmung kehrte so langsam wieder zurück. Als Duncan und ich vor unserem Zelt standen, musterte er mich besorgt und strich eine Strähne meines Haares vorsichtig hinter mein Ohr. „Geht es dir wirklich gut, Angie? Du bist immer noch ein bisschen blass um die Nase.“ „Doch doch, mir geht es wieder gut“, log ich und schmiegte mich an ihn. Ein Bild hatte sich in mein Gedächtnis gebrannt, das ich noch nicht losgeworden war. Immer wieder sah ich den ausgestreckten knochigen Finger des Druiden vor mir, der auf Duncan zeigte. Nicht auszudenken, wenn ihm was passiert wäre! Schnell rieb ich meine Nase an seinem Hals und atmete seinen Duft ein. Aber es war ja nochmal gutgegangen, wenn auch praktisch in letzter Sekunde, und nur das zählte. Nur einem unserer Truppe ging es noch nicht gut. Ich sah Duncan in die Augen und strich langsam mit einem Finger über seine Wange, dann sagte ich leise: „Duncan, ich muss sehen wie es Norbert geht.“ Er versteifte sich etwas, und ein leises Knurren kam aus seiner Brust. Doch dann sah er mich ruhig an und fragte: „ Warum? Tiago kümmert sich doch um ihn.“ „ Ach ja? Duncan, was er jetzt braucht ist bestimmt nicht ein Freund, der ihm wohlwollend auf die Schulter klopft und lapidar sagt: „Ey, Alter, das wird schon wieder!“ Er musste schmunzeln. Dann seufzte er, strich über meinen Rücken, küsste mich auf den Kopf und sagte: „Du hast ja recht. Bowen hat Doc, und Drago Kerstin. Also sieh du nach ihm. Vielleicht hilft es ihm ja. Immerhin seid ihr gut befreundet. Du kannst ihn dann zu der Team- Besprechung mitbringen.“ Da ich genau wusste, was ihn dieses Eingeständnis gekostet hatte, griff ich in sein Haar, zog ihn an meinen Mund und murmelte an seinen Lippen: „Ich liebe dich, Duncan Thorpe.“ Schnell küsste ich ihn und machte mich dann auf den Weg zu Norbert. Unterwegs traf ich auf Tiago. Ich mochte ihn sehr, weil er zu allen freundlich war, immer lächelte und gut drauf war. Und er machte den besten Kaffee der Welt! Als ich ihm erzählte, wohin ich wollte, wurde er jedoch sehr ernst und sagte: „Gut, dass du nach ihm sehen willst, ich kann nicht zu ihm durchdringen. Angie, ich kenne ihn schon sehr lange, aber so habe ich ihn noch nie gesehen. Vielleicht hast du ja mehr Glück?“ Na toll, jetzt machte ich mir erst recht Sorgen um ihn. Schnell verabschiedete ich mich von Tiago und lief weiter.
Norbert saß vor seinem Zelt und stocherte gedankenverloren mit einem kleinen Stöckchen in der Erde herum. Er bemerkte mich erst, als ich direkt vor ihm stand und mich lautstark räusperte. Er sah auf. „Oh, Angie“, begrüßte er mich mit einem Lächeln, das seine Augen nicht erreichte, und wollte schon aufspringen. „Nein, bleib sitzen. Ich wollte nur mal nach dir sehen und wissen wie es dir so geht “, sagte ich leichthin und setzte mich neben ihn auf den Boden. Ich zog meine Beine an und stützte mein Kinn auf meine Knie. Verstohlen musterte ich ihn von der Seite. Er sah irgendwie verändert aus, so ernst und bedrückt. „Mir geht es gut“, versicherte er mir knapp und starrte weiter gerade aus. Ich glaubte ihm kein Wort und sagte leise ohne ihn dabei anzusehen: „Tut es nicht. Es muss furchtbar gewesen sein im Limbo.

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Ef-Ef hat mir ein bisschen davon erzählt, was Drago und Bowen gesehen haben.“ Schweigen. Ohne aufzusehen, ohne ein Wort zu sagen, zog er mit dem Stöckchen weiter verbissen tiefe Furchen in die Erde. Ich wartete ab. Dann sah er mich ernst an. „Angie, viel wichtiger ist es doch, wie es dir geht. Tiago hat mir erzählt wie ihr beiden, Doc und du, den Druiden vernichtet habt. Ich meine, wenn man plötzlich Kräfte in sich entdeckt, die ziemlich gewaltig sind, dann muss das doch ganz schön erschreckend sein. Und dann auch noch die Sache mit Lucys Bruder. Gut, dass er auf unserer Seite ist und mit uns kämpfen will.“ „ Ja, das mit dem Druiden war wirklich abgefahren. Auch Zorro, der plötzlich aufgetaucht war und Doc und mir geholfen hat, war ziemlich verwirrend. Ich weiß auch nicht, war alles ein bisschen viel auf einmal.“ Mein Mund wurde trocken. Ich schluckte hart, als ich an die vergangene Nacht dachte. Dann sah ich ihn an und sprach leise weiter: „Norbert, schlimm aber war für mich mit ansehen zu müssen wie er euch angegriffen hat, wie Lilli auf dem Boden lag und Lucy… Ich musste untätig zusehen. Und als er dann auch noch auf Duncan losgehen wollte, da ist etwas in meinem Innern geschehen, dass mir eigentlich eine heidenangst hätte einjagen müssen, hat es aber nicht. Keine Ahnung, warum nicht. Aber jetzt geht es mir eigentlich wieder ganz gut.“ Ich lächelte ihn vorsichtig an. „Stell dir vor, Lucys Bruder RAPHAELLO hat genau 400 Tage unter dem Bann von diesem Mistkerl gestanden und konnte sich in der ganzen Zeit nicht in einen Menschen zurückverwandeln. Das muss ganz schön hart für ihn gewesen sein, zumal er so lange schon nach seiner verschollenen Schwester gesucht hatte. Wie und wann er diesem Bael in die Hände gefallen ist, weiß keiner so genau. Aber er ist sehr nett, und seine Geschichte wird er uns schon irgendwann erzählen. Lucy ist jedenfalls sehr glücklich, dass er sie doch noch gefunden hat.“ Wieder Schweigen, und wieder starrte er nur vor sich hin. Irgendwie musste ich diese Mauer durchbrechen, die er um sich gebaut hatte. Ich versuchte es auf die direkte Art und fragte ihn, ohne ihn anzusehen: „Norbert, was hast du gesehen?“ Er schüttelte seinen Kopf und sagte leise: „Das willst du nicht wissen.“ Ich nahm seine Hand und drückte sie leicht. „Doch. Erzähl es mir. Norbert, wofür hat man denn Freunde, und wir sind doch befreundet, oder? Also, rede mit mir. Drago hat es doch auch ge…“ „Angie!“, unterbrach er mich aufgebracht und riss seine Hand zurück. Dann sah er mich mit so einem wilden Blick an, dass ich unwillkürlich zurückzuckte. „Du willst unbedingt wissen, was ich gesehen habe? Dich habe ich gesehen!“ Er rammte das Stöckchen mit aller Kraft in den Boden, sodass es mit einem lauten Knacks zerbrach. Dann sprang er auf und drehte mir, seine Hände zu Fäusten geballt, den Rücken zu. Verwirrt betrachtete ich ihn. Das konnte doch nicht sein, und ehe ich ihn weiter fragen konnte, sprach er gepresst weiter: „Dich… zerfetzt unter den Krallen dieser Bestie, tot! Das war das Schlimmste und Grausamste, was ich je gesehen habe.“ Immer noch verwirrt schüttelte ich den Kopf und sprach laut meine Gedanken aus. „Das kann aber nicht sein! Lilli hat mir erzählt, dass der Druide nur eine Halluzination für die Gefährten… “ Jetzt dämmerte es mir langsam. „ Oh nein!“, rief ich erschrocken. Das ist jetzt nicht wahr! Plötzlich sah er mich kurz über die Schulter mit einem so verzweifelten Blick an, dass mir ganz elend wurde. Dann blickte er schnell wieder geradeaus. „Lass es gut sein, Angie.“ „Aber du hast doch auf dem Schiff gesagt…“ Er drehte sich zu mir um und sah mir fest in die Augen. „Nein, lass es gut sein. So wie es ist, ist es richtig. Duncan und du, ihr beide seid wie füreinander geschaffen! Alles andere ist allein meine Sache. Also bitte Angie, lass es gut sein!“, wiederholte er ernst. „Okay, … wenn du es so willst“, versprach ich es ihm zögernd und sah ihn prüfend an. Er sah mir fest in die Augen und nickte. „Ja, ich will es so!“ Dann streckte er mir seine Hand entgegen, um mir aufzuhelfen. „Und nun komm, wir gehen zu den anderen. Nicht, dass Duncan noch eine Suchmannschaft nach dir losschickt. Du hast aber auch ein seltenes Talent, dich in Schwierigkeiten zu bringen.“ Bei seinem letzten Satz verdrehte ich die Augen, und als ich neben ihm stand, sagte ich kleinlaut: „Oh man, ich kann ja nicht mal für kleine Hexen, ohne dass was passiert“. Und da war es wieder, wenn auch etwas wackelig. Sein spitzbübisches Lächeln, das ich so gern mochte.

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Endlich! Er hielt meine Hand etwas länger als nötig, strich mit seinem Daumen über meinen Handrücken, küsste mich auf die Wange und sagte leise: „Danke, Angie. Und nun los, die anderen warten bestimmt schon.“
Und richtig, fast alle waren schon an der Stelle versammelt, wo das Lagerfeuer noch im Morgengrauen gebrannt hatte. Sie hatten es sich auf der Erde gemütlich gemacht. Tiago musste wohl schon alle Spuren des Feuers beseitigt haben, denn der Platz sah so aus, wie wir ihn bei unserem Eintreffen vorgefunden hatten. Duncan ging gerade in die Mitte und ich lief schnell zu ihm, umarmte ihn und flüsterte in sein Ohr: „Es geht wieder. Er ist zwar noch nicht der Alte, aber auf dem besten Wege.“ Die ganze Wahrheit werde ich ihm nie erzählen, und sollte er mich doch irgendwann mal fragen, werde ich ihn anlügen müssen. Er lächelte erleichtert und küsste mich schnell. Als ich zu meinen Schwestern wollte, hielt er einfach meine Hand fest und schüttelte leicht mit dem Kopf.
Duncan pfiff einmal kurz, und schon waren alle ruhig. Erwartungsvoll richteten sich alle Augen auf ihn, und er legte mit seiner tiefen Stimme los. „Dank Raphaello, haben wir nun einen dritten Gestaltenwandler unter uns.“ Auffordernd sah er ihn an. Raphaello stand geschmeidig wie der Puma, der er noch vor Stunden war, auf und lächelte freundlich in die Runde. Mit einem leicht italienischen Akzent in seiner melodischen Stimme stellte er sich vor. „Mein Name ist Raphaello, ich bin der ältere Bruder von Lucy. Zuerst möchte ich mich bei Fernando bedanken, der mich und meine Schwester so schnell geheilt hat. Dann bei Angie und Doc, die den Fiesling zur Strecke gebracht haben. Und natürlich bei euch allen, dass ihr mich so schnell in eurer Mitte aufgenommen habt und ich mit euch kämpfen darf, obwohl wir uns erst ein paar Stunden kennen.“ Fast jedes seiner Worte untermalte er mit seinen Händen. Dann setzte er noch mit einem scharfen Ton laut hinzu: „Ich habe nämlich mit den Dragons auch noch eine Rechnung zu begleichen.“ Er nickte noch einmal freundlich in die Runde und setzte sich dann wieder neben Lucy. Gavin klopfte ihm auf die Schulter. „Willkommen, Schwager. Gemeinsam treten wir den Dragons in den A… äh, wo die Sonne nicht hin scheint, oder?“ Auffordernd sah er uns an und sofort klatschten alle Beifall und hießen den Neuen willkommen. Duncan nickte und nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, fuhr er fort. „Jeder von uns brennt darauf endlich zuzuschlagen und die Red Dagons und ihre unselige Brut zu vernichten. Sie wissen wahrscheinlich, dass wir in der Nähe sind, aber nicht wo. Und sie wissen auch nicht, wann wir angreifen. Das ist unser großer Vorteil. Jeder von uns weiß, was er zu tun hat, das brauche ich keinem zu sagen, aber es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu klären. Tiago und Cyrus gehen, sobald es dunkel ist, zuerst los. Sie werden nach eventuellen Spuren von unseren Feinden suchen. Kerstin, du wirst mit ihnen gehen. Du kannst dann Drago über euren Gedankenaustausch Bericht erstatten. Solltet ihr auf irgendwelche Wächter treffen, die bestimmt in der Gegend herumstreunen, sofort vernichten, bevor sie Alarm schlagen können. Drago, es ist am besten, wenn du zwischen uns allen pendelst. Lilli, Lucy, Fernando und Gavin werden euch, mit etwas Abstand, folgen. Lilli, du als Elfenkönigin musst versuchen die Erdgeister, die dir auch unterstehen, zu mobilisieren, falls der Wall noch besteht. Wir wissen ja nicht mit Sicherheit, ob er mit der Vernichtung von Bael zerstört worden ist. Der Druide wird noch Helfer haben, die die Anlage bewachen. Jane, Angie, Bowen, Norbert, Raphaello und ich werden immer in eurer Nähe sein. Wir bilden die Nachhut, bis wir alle wieder in unmittelbarer Nähe des Eingangs zusammentreffen. Ach, Drago, wenn du einen von den Wächtern oder sonst wen von denen erledigt hast, könntest du doch die Gestalt von demjenigen annehmen, oder?“ Duncan sah ihn fragend an. Drago nickte mit einem grimmigen Lächeln. „Aber immer gerne doch!“ „Super, dann brauchen wir dringend ein Codewort, damit kein Unglück geschieht. Vorschläge?“ Sofort riefen alle durcheinander. „Bacardi!“, „Seraphim“, „Puschel“ – der Vorschlag kam mit einem breiten Grinsen von Kerstin und wurde gleich mit einem liebevollen Knuff von Drago beantwortet. Von Raphaello kam „Grappa!“

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Doc, Lilli und ich riefen gleichzeitig: „67!“. Lucys „43!“ ging im allgemeinen Gelächter unter. Misstrauisch betrachtete mich Duncan. Schnell biss ich mir in die Wange, um nicht laut los zu lachen und sah ihn unschuldig mit hochgezogenen Brauen an. „Was ist? Nicht gut? Doch!“ „Okay, … dann eben 67“, sagte er gedehnt und sah mich immer noch skeptisch an. Dabei grinste er mit einem Funkeln in den Augen und flüsterte in mein Ohr: „Warte nur, kleine Hexe. Ich finde schon raus, was diese Zahl zu bedeuten hat, und dann…“, spielerisch biss er mir ins Ohrläppchen, drehte sich wieder zu den anderen und verkündete laut: „Also lautet das Codewort 67. Habt ihr noch Fragen? Nein? Okay… oh, was willst du denn, Ef-Ef?“ Der kleine Bursche zupfte an seinem Hosenbein und starrte ihn mit erhobenen Pfötchen an. Als Duncan sich bückte, um ihn hochzunehmen, zuckte der jedoch zurück und rief entsetzt: „Oh nein, nischt du, du zerquetscht misch sonst aus Verse`ön, Großer. Angie?“ Ich nahm den Kleinen vorsichtig in die Hand und fragte ihn: „Was gibt es denn?“ Empört sah er mich an: „Wolltet ihr die kleine süße Dämon vielleischt in die Lagör muttörselönd alleine zurück lassön, mh?“ „Och, wenn’s nach mir ginge….“, brummte Duncan leise und handelte sich einen strafenden Blick von allen Mädels inklusive mir ein. Doch dann sagte er laut: „Doc, nimm du ihn mit. Ich hoffe, er kann sich auch weiterhin nützlich machen. So, wir treffen uns zu Beginn der Dämmerung wieder genau hier. Das Lager bleibt unbewacht. Der Schutzzauber hat bisher gehalten, er wird es auch weiterhin tun. Ihr wisst, wir haben nur diese eine Nacht, also….“ Plötzlich ging ein Ruck durch ihn. Er richtete sich zu voller Größe auf, straffte seine Schultern, und mit leicht gespreizten Beinen betrachtete uns alle mit einem solch motivierenden, mitreißenden Blick, dass ein jeder wie elektrisiert aufsprang. Duncan lächelte diabolisch und rief laut: „Wir werden auch nicht länger brauchen. DENN WIR SIND DIE BESTEN!“ Bei diesen Worten stieß er seine Faust nach vorne, unsere folgten sofort und trafen in der Mitte aufeinander. Dann stießen wir alle gleichzeitig einen gewaltigen Kampfschrei aus, der jedem Unbeteiligten eine mordsmäßige Gänsehaut beschert hätte, und reckten unsere Fäuste gemeinsam gen Himmel.
Als die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Horizont verschwunden waren und die Abenddämmerung, wie in diesen Breitengraden üblich, sehr schnell in die Dunkelheit wechselte, zogen wir los. Wir trugen unsere Kampfmontur und waren bis an die Zähne schwer bewaffnet – und immer noch hochmotiviert und zu Allem entschlossen.

Lautlos gingen alle Mitglieder der Bruderschaft und die Sixpack-Schwestern durch die Dunkelheit. Bislang waren sie nur tagsüber gewandert, jetzt gingen sie im Dunklen unter sternenklarem Himmel. Die Sicht war gut, und da alle auch hervorragend im Dunkeln sehen konnten, gab es keinerlei Probleme bei der Orientierung, dennoch war es ungewohnt, und man konnte die Anspannung nahezu in der Luft fühlen. Leise und aufmerksam schlichen sie durch den Wald.
Nachdem sie etwa eine Stunde unterwegs waren, entdeckte Kerstin zwei schemenhafte Schatten in ca. 100 Meter Entfernung. Sie gab Drago gedanklich die Anweisung die anderen zu informieren zurückzubleiben. Langsam und lautlos pirschte sie sich immer näher an die beiden Gestalten heran. Tiago und Cyrus waren ihr dicht auf den Fersen. Einige Meter entfernt blieben sie hinter einem großen Baum stehen und lauschten. Die beiden Wesen, die unglaublich hässlich aussahen, waren in einen Streit vertieft. „Kerstin, das sind Kobolde. Keine besondere Gefahr, aber sie sind bewaffnet.
Komm die beiden holen wir uns“, flüsterte Cyrus ihr ins Ohr. Die beiden Kobolde diskutierten hitzig in einer unbekannten Sprache. Umso besser, so achteten sie überhaupt nicht auf ihre Umgebung. Kerstin schlich sich von hinten an die Beiden heran und tippte ihnen auf die Schulter. Als sie sich verdutzt umsahen, lächelte sie freundlich. „Wisst ihr zufällig wo hier die nächste Tankstelle ist?“

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Während die zwei Kobolde immer noch nicht kapiert hatten, was vor sich ging, hatten sie schon beide einen Dolch im Herzen – einer kam von Kerstin, der andere hinterrücks von Cyrus. Sie drehten die Waffen mit einem Ruck um, und ihre Opfer schlugen mit einem dumpfen Laut auf dem Boden auf. Das ganze ging so schnell, dass sie noch nicht einmal Zeit hatten zu schreien. Tiago kam ihnen zu Hilfe und gemeinsam zogen sie Leichen in den Wald, sodass sie nicht entdeckt werden konnten. Gedanklich forderte Kerstin Drago auf, die anderen über den Vorfall zu unterrichten, und sie zu warnen, dass sie von nun an beim Vorrücken überall mit Wachen rechnen mussten.
Duncan, der mit dem Rest der Truppe noch etwas zurückgeblieben war, gab den Befehl, dass sie nun kreisförmig auf die Stadt zu gehen sollten. Doc und Bowen positionierten sich auf der südlichen Seite des Waldes vor der Anden-Stadt. Man konnte schon die terrassenartigen Gärten erahnen, die zu der Mauer hoch führten. Am Waldrand entdeckten sie zwei weitere Wachen. Als Jane sich auf den Weg machen wollte sie auszuschalten, hielt Bowen sie zurück. „Wir sollten auf Drago warten“, flüsterte er ihr leise ins Ohr, „er soll doch die Gestalt von einem ihrer Leute annehmen.“ Sie nickte ihm zu. Ein paar Minuten später streifte Drago in der Gestalt des grünen Drachen ihren Weg. Bowen machte ein Zeichen in seine Richtung. Er und Drago gingen mit gezogenem Schwert auf die beiden Wachen zu. Bowen köpfte den rechten der beiden Wachen mit einer einzigen fließenden Bewegung. Der andere wurde von Drago in den Schwitzkasten genommen. Als dieser ohnmächtig am Boden lag, prägte Drago sich sein Gesicht ein, riss ihm ein paar Haare aus, steckte sie in seine Hosentasche und zog ihm das Messer durch die Kehle. Nur ein leises Gluckern war zu vernehmen. „Danke, dass du mir den Hübscheren übrig gelassen hast“, sagte er an Bowen gewandt. Die Luft um Drago flimmerte und plötzlich stand vor Bowen die Gestalt der getöteten Wache. Ein ca. 1,46 Meter großer Halbkobold mit feuerroten, gelockten Haaren, die ungepflegt und wild in alle Richtungen standen. Sein Blick wirkte leicht verrückt, da er unglaublich schielte. Eine riesige, klobige Nase beherrschte fast die gesamte Fläche von seinem Gesicht. Die kleinen, fauligen Zahnstummelchen und die Sommersprossen, die den ganzen Kopf bedeckten, taten ihr Übriges. Bowen musste sich ein Grinsen verkneifen, als er zu zurück zu Jane ging. Sie zogen die beiden Leichen unter einen Busch. „Komm Baby“, sagte Bowen zu Jane, „wir gehen zurück zu den anderen, hier gibt es nichts mehr zu tun.“ „Warte, wir haben seinen Kopf vergessen.“ Angewidert blickte sie auf den Kopflosen. „Mist, immer ist irgendwas“, stöhnte er und holte den Rest der Leiche. Danach zogen sie sich wieder zurück in das Dunkel des Waldes und stießen auf Tiago, der auf dem Boden an einen Baum gelehnt saß. Er sah etwas blass um die Nase aus, oder lag es nur am Mondlicht? „Seniore, warum bist du nicht bei Cyrus und Kerstin?“ „Ach, ich habe gesagt, ich komme nach, mir war auf einmal so heiß und ein wenig schwindelig.“ Er stand auf, holte tief Luft und drehte sich um. „Tiago, warte, bleib bitte stehen.“ Doc war hinter ihm und schnippte eine zerquetschte Riesentarantel von seinem Hintern. Sie zeigte auf das haarige Ungetüm.
„Die Prinzessin auf der Erbse bist du ja nicht gerade, wenn du das beim Hinsetzen nicht gemerkt hast. Bo, sag den anderen Bescheid, dass hier an den Felsen und unter den Steinen diese giftigen Viecher hocken könnten.“ Bowen machte sich auf den Weg zu Duncan. Doc drehte sich zu Tiago und sagte mit einem Augenzwinkern: „Na, dann lass mal die Hosen runter. Das Gift muss raus.“ Da kam der alte Sunnyboy wieder zum Vorschein. „Wenn du mir das Gift jetzt raus saugst, hat sich der Biss doch wirklich gelohnt.“ „An deiner Stelle würde ich mich etwas zurückhalten, ich werde nämlich jetzt einen kleinen Schnitt an deinem Allerwertesten machen und das Blut abfließen lassen. Tarantelgift im Mund ist auch nicht so wirklich gesund.“ Doc zog einen scharfen Dolch aus ihrem Brusthalfter und machte einen 5 mm langen Schnitt. Langsam quoll das Blut hervor. Bowen, der sich ziemlich beeilt hatte, trat zwischen zwei Bäumen hervor, und Tiago konnte sich nicht verkneifen ihn aufzuziehen.

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„Hey, Bowen, deine Frau saugt mir Spinnengift aus der Kiste! Und wow, .. ich sag nur … autsch.“ Doc hielt ein Feuerzeug an die Wunde. „Desinfektion, Tiago, Desinfektion.“ „Sieht mir eher nach einer Enthaarung aus, Amigo“, brummte Bo, der sich an den Baum gelehnt hatte und Tiago kritisch beäugte. Doc legte ihre Hand auf die Wunde und ließ ihre Heilenergie fließen. „So, das hätten wir, die Hitzewellen und der Schwindel müssten gleich weg sein. Kann nur sein, dass eine 5 cm große Narbe bleibt und die Zahnabdrücke von der Tarantel natürlich.“ Sie zwinkerte Bowen zu. „Na, komm Dornröschen, wir begleiten dich zu deinem Trupp.“
Auf dem Weg zu Kerstin und Cyrus kamen sie an Lilli und Nando vorbei, die mit Lucy, Gavin und ihrem Bruder gerade 4 weitere Leichen der Wachen im Gebüsch verschwinden ließen. Sie drehten jetzt ihre Runde gegen den Uhrzeigersinn, sodass sie einmal die Umgebung abgecheckt hatten, die um die geheimnisvolle Inkastadt lag.
Von weitem konnte Jane sehen wie sich von hinten ein kleiner rothaariger Kobold an Kerstin heranschlich. Sie wollte sie gerade warnen, aber Bowen hielt ihr eine Hand vor den Mund. „Das ist der Drache, schätze, er will sie mit seiner Typveränderung überraschen.“ Und genauso war es auch. Drago stellte sich hinter Kerstin auf einen Stein und meldete sich bei ihr gedanklich an. Dann berührte er sie liebevoll von hinten. Kerstin schmiegte sich an ihn und Drago fing an ihren Hals mit küssen zu bedecken. Sie drehte sich zu ihm um und wollte seine Küsse erwidern, da verzog sie dermaßen angewidert ihr Gesicht, das Doc aufpassen musste nicht laut loszukichern. Kerstin stieß Drago von sich weg und wischte sich die Hände ab. Sie sah aus, als hätte sie die Berty Botts Bohnen mit Ohrenschmalzgeschmack erwischt. Drago hob abwehrend die Hände und lachte mit seinem fiesen neuen Gesicht, er klang wie eine Comicfigur. „67! Süße, bitte nicht schlagen, haha… 67!“ „Was ich da gefühlt hab, war wohl eher eine 6,7. Gut, dass mir innere Werte auch wichtig sind“ Sie lächelte ihn an. Dann verstreuten sich alle wieder in die Dunkelheit, um erneut die Lage zu erkunden. Doc stand gerade unter einem Baum, als plötzlich etwas neben ihr ins Gebüsch klatschte. Sie zuckte zusammen und nahm ihre Kampfstellung ein. Doch am Boden war nur eine weitere Kobold-Leiche zu sehen. Sie blickte hoch in den Baum und sah Angie dort oben auf einem Ast sitzen. Mit ein paar Blättern wischte sie ihren Dolch ab. Die beiden lächelten sich an. „Alles Gute kommt von oben.“ Geschmeidig kletterte sie vom Baum herunter und stellte sich zu Doc und Bowen. Da tauchte auch schon Duncan auf. „So, ich habe auch noch 2 erledigt. Ich denke, hier im Wald haben wir alles durchkämmt. Jetzt rücken wir weiter auf die Stadt vor. Wo steckt Kerstin?“

Drago schaute sich um, zuckte mit den Schultern und bemerkte: „Lilli ist auch nicht da. Ich habe auch keine mentale Verbindung mit Kerstin. Sie hat mich praktisch abgeschaltet.“
„Versuche es bitte weiter. Lilli und Kerstin sind sicher zusammen unterwegs“, sagte Fernando. Alle schauten ein wenig besorgt zu Drago und warteten gespannt, ob Kerstin sich melden würde.

Lilli und Kerstin schlichen inzwischen leise durch das Gebüsch und verfolgten einen Schatten, der an ihnen vorbei gehuscht war und sich in Richtung Choqequirao bewegte. „Keeeeerstin!“ Dragos Rufe in Kerstins Kopf wurden immer lauter und drängender. „Ja, ist ja schon gut!“, fauchte Kerstin. Lilli blieb stehen und drehte sich zu Kerstin um. „Schscht! Kerstin, leise sonst hört uns der Wächter noch.“

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„Entschuldige, ist mir so raus gerutscht. Aber Drago nervt.“ „Gib ihm doch einfach Bescheid, wo wir sind, dann gibt er schon Ruhe.“

Drago drehte sich zufrieden lächelnd zu den anderen. „Kerstin und Lilli verfolgen einen Wächter, der sich an uns vorbei geschlichen hat und machen ihn unschädlich, dann kommen sie zurück.“ Duncans Miene verfinsterte sich. „Diese Weiber! So langsam gehen sie mir mit ihren Alleingängen ganz schön auf die Nerven!“, schnaubte er wütend. Angie bekam einen hochroten Kopf. „Und du mir schon lange! Mit deinen saublöden Machosprüchen!“ Sie schaute Duncan wütend an. „Sie haben sich ja nicht ohne Grund von uns getrennt.“ „Ihr habt immer irgendwelche Gründe. Ihr begebt euch blindlings in Gefahr, und wir können Euch dann wieder mal den Arsch retten“, erwiderte er mit zornbebender Stimme. Er und Angie standen sich wie zwei Kampfhähne gegenüber, bereit aufeinander loszugehen. Angie holte gerade Luft, um etwas zu erwidern, da stellte sich Fernando zwischen die beiden. „Jetzt mal ganz langsam ihr zwei. Duncan lass die Kirche im Dorf. Ganz hilflos sind die beiden ja wohl nicht. Sie sind gut bewaffnet, haben mächtige Kräfte und wissen sie auch einzusetzen. Also hört auf zu streiten, und laßt uns auf sie warten, sie werden diesen Wächter ja gleich erledigt haben.“ Angie nickte Fernando zu, blickte Duncan wütend an und ging zu Doc und Lucy. „Gut, dann warten wir. Aber das letzte Wort dazu ist noch nicht gesprochen“, sagte Duncan, drehte sich um und stapfte wütend davon.

Der Schatten, den Lilli und Kerstin verfolgten, blieb stehen, duckte sich und schaute sich um. Lilli gab Kerstin ein Zeichen und die beiden umkreisten ihn, der Zeitpunkt ihn anzugreifen und unschädlich zu machen war gekommen. Gleichzeitig verließen sie ihre Deckung und stürmten auf den Wächter zu. Dieser schnellte hoch, drehte sich blitzschnell zu Lilli um und schleuderte ihr einen Art Energieblitz entgegen. Lilli wich diesem Blitz geschickt aus, wurde aber von der Erkenntnis hart getroffen. „So ein Mist, das ist ein schwarzer Druide“, rief sie Kerstin zu. „Mach, dass du wegkommst und hol die anderen. Ich werde Angie und Doc brauchen, um ihn zu vernichten. Beeil dich, ich halte ihn so lange in Schach!“ Kerstin sprang sofort zwischen die Büsche in Deckung und rief in Gedanken schon nach Drago. Von ihrem Versteck aus konnte sie gut erkennen wie Lilli und der Druide sich gegenüber standen. „Was haben wir denn da?“, sagte der Druide mit eiskalter, fast tonloser Stimme. „Eine kleine dreckige Waldelfe. Ich dachte, wir hätten euch alle vernichtet.“ „Wie du sehen kannst, habt ihr das nicht. Und dann haben wir euch besiegt und nicht umgekehrt“, erwiderte Lilli und fing an grün zu leuchten.

„Hey, Leute, wir müssen sofort los! Lilli und Kerstin brauchen uns! Der Wächter, den sie verfolgt haben, hat sich als schwarzer Druide entpuppt, und Lilli kämpft jetzt alleine gegen ihn“, rief Drago und rannte los. Sofort folgten ihm die anderen. Duncan schob sich neben Angie. “Und? Hatte ich nicht wieder einmal recht?“ Angie blickte ihn wutschnaubend an. „Halt einfach deine Machoklappe, und lass mich in Ruhe!“
Kerstin hielt sich weiterhin versteckt und schaute gespannt auf das Geschehen vor ihr. Sie wusste durch Drago, dass die Anderen unterwegs waren, um ihnen zu helfen. Sie brannte darauf in den Kampf vor ihr einzugreifen, konnte gegen die Duriden aber nichts ausrichten. Also beobachtete sie weiter gespannt die Entwicklung und blieb mental mit Drago in Verbindung.

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Lilli und der Druide standen sich auf einer kleinen Lichtung gegenüber. Lilli war inzwischen ganz von einer grünen Aura umgeben, und der Druide feuerte immer weiter Energieblitze auf sie ab, aber er konnte den Schutz von Lilli damit nicht durchbrechen. Lilli hatte ihre Augen geschlossen und murmelte Beschwörungsformeln vor sich hin. Der Druide feuerte immer stärkere Blitze auf sie ab. Langsam wurde er immer wilder und wütender. Plötzlich bewegte sich die Erde rund um den Druiden und er kam kurz aus dem Gleichgewicht. Bevor er sich wieder fangen konnte, schossen unzählige Wurzeln aus dem Boden und wickelten sich um seine Knöchel, seine Handgelenke und seinen Körper. Nun war der Druide bewegungsunfähig. Er stieß einen fürchterlichen Wutschrei aus. In diesem Moment erreichten die Anderen den Schauplatz. Bevor sie sich auf die Lichtung und den Druiden stürzen konnten, stellte sich Kerstin ihnen in den Weg. „Halt! Alle ganz ruhig stehen bleiben! Ich glaube, Lilli schafft das alleine! Wenn wir da jetzt dazwischen gehen, könnte der Schuss nach hinten los gehen. Sie sieht uns nicht, sie ist komplett auf ihre Kräfte und den Druiden konzentriert. Wir müssen hierbleiben, uns ruhig verhalten und zum Eingreifen bereit sein, falls was schief gehen sollte.“ Alle standen am Rande der Lichtung und schauten gebannt auf Lilli und den Druiden. Nun murmelte auch der Druide Beschwörungsformeln in einer fremden Sprache. Sein hasserfüllter Blick war starr auf Lilli gerichtet, die immer noch ihre Augen geschlossen hatte. Rund um den Druiden bildete sich ein dichter, schwarzer Nebel, der sich auf Lilli zubewegte. Als Drago das sah, gefror ihm das Blut in den Adern. Diesen Nebel hatte er schon einmal in der Zwischenwelt gesehen. Er wollte zu Lilli eilen und in den Kampf eingreifen, aber Kerstins Hand hielt ihn zurück. „Nein, bleib hier. Warte ab“, flüsterte sie ihm zu. In ihrer Stimme lag so eine große Zuversicht, als ob sie wusste, was jetzt gleich passieren würde. Kurz bevor der Nebel Lilli erreichte, fing der Druide grausam zu kichern an. Sein Gesicht nahm einen triumphierenden Ausdruck an. Da öffnete Lilli ihre Augen und alle hielten den Atem an, ihre Pupillen hatten sich in ein pulsierendes, dunkles Grün verwandelt. Sie richtete ihren Blick auf den Druiden und bohrte ihn geradezu in seine Augen. Sein Kichern erstarb, und sein Gesichtsausdruck wechselte von Triumph in pure Angst. Da schoss aus Lillis Augen ein grüner Energiestrahl direkt in die Augen des Druiden. „Das ist doch nicht möglich“, schrie er noch, und im nächsten Moment explodierte er in einer gleißenden Lichtkugel. Lillis Körper bäumte sich auf, ihre Augenlider flatterten, und mit einem lauten Stöhnen fiel sie in sich zusammen. Blitzschnell war Fernando bei ihr, fing ihren erschlafften Körper auf und ließ sich sanft mit ihr auf den Boden gleiten. Sie lag vollkommen bleich und schlaff in seinen Armen. Fernando strich ihr besorgt über das Haar. Auch Doc kniete schon neben Lilli auf dem Boden und tätschelte wie verrückt ihre Wangen. „Lilli, Lilli, komm zu dir! Du darfst nicht sterben! Lilli! Lilli!“ Ihr Tätscheln wurde immer heftiger. „Lilli, Lilli….“ „Hör sofort auf, mich zu schlagen, du Wahnsinnige“, sagte Lilli plötzliche und öffnete die Augen. Sie drehte ihren Kopf zu Doc und fing an zu lachen. „Du willst wohl da weitermachen, wo der Druide aufgehört hat.“ Nun lachten alle erleichtert auf und Fernando half Lilli behutsam auf die Beine. „Mensch, war das eine geile Show“, sagte Kerstin und klopfte Lilli anerkennend auf die Schulter. Fernando schaute Lilli tief in die Augen, strich ihr sanft über den Arm und zog sich galant zurück. Jetzt umringten Angie, Doc, Kerstin und Lucy mit vor Stolz geschwellter Brust ihre Lilli. Angie konnte es sich nicht verkneifen einen triumphierenden Blick in Richtung Duncan zu werfen. Lilli schaute Doc und Angie an. „Was ist mit dem Druiden? Konntet ihr ihn fertig machen?“ „Das war nach deiner Spezialbehandlung gar nicht mehr nötig“, antwortete Angie grinsend. „Wie Spezialbehandlung? Was ist denn passiert? Ich kann mich an gar nichts erinnern, nur dass um mich herum alles schwarz war. Aber dann sah ich ein grünes Leuchten, das immer mehr anschwoll und das Schwarze verdrängte. Plötzlich explodierte alles vor meinen Augen – und dann hat Doch mich geschlagen.“ Doc schaute etwas verlegen. „Ich bin halt ein bisschen in Panik geraten.“ Kerstin lachte.

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„Ja, Lilli, das war schon krass, was du da gemacht hast. Dir ist ein grüner Energieblitz aus den Augen geschossen, direkt in die Augen des Druiden und der ist dann einfach mit einer grünen Explosion verdampft. Kein Krümelchen ist von dem übrig geblieben.“ Lilli schaute die Mädels verblüfft an. „Oh, wow, so was Cooles kann ich machen? Das habe ich ja gar nicht gewusst.“ „Jetzt weißt du es ja“, blaffte Duncan während er auf die Mädels zuging. „Können wir uns jetzt wieder auf den Weg machen, oder wollt ihr noch weiter euer Damenkränzchen abhalten?“ „Ups, welche Laus ist dem denn über die Leber gelaufen“, fragte Lilli flüsternd. „Wir“, sagte Angie kurz angebunden, drehte sich um und ging zurück zum Weg, der nach Choquequirao führte. Schweigend folgten die anderen Angie. Fernando schaute Duncan wütend an. Duncan senkte verlegen den Kopf. Er wusste genau, dass er wieder einmal über das Ziel hinaus geschossen war und zusehen musste, wie er das wieder gerade biegen konnte. Fernando nahm Lilli zärtlich in die Arme. „Wie fühlst du dich?“ Lilli schmiegte ihr Gesicht an seine Brust. „Ich bin ein bisschen verwirrt, aber ansonsten fühle ich mich sehr gut.“ Sie löste sich von ihm und ergriff seine Hand. „Komm, wir müssen zu den anderen. Jetzt zerbrösel ich noch den Schutzwall, wenn er noch da ist, und dann machen wir die Dragons und ihre Klone fertig.“ Fernando musste lachen. „Du bist ja eine richtige Terror-Elfe. Ich bekomme es ja mit der Angst zu tun.“
Ohne auf weitere Wächter zu treffen erreichten sie nun endlich die Außenmauern von Choquequirao. Duncan drehte sich zu Lilli und Angie, die in ein Gespräch über die schwarzen Druiden vertieft waren. „Angie, Lilli, wie sieht es aus? Könnt ihr etwas erkennen oder spüren? Ist der Schutzzauber noch aktiv?“ „Also, ich spüre ein leichtes Vibrieren“, sagte Doc. Angie nickte. „Ja, ich auch. Lilli, was ist mit dir, kannst du es auch spüren?“ Lilli kniete auf der Erde, sie hatte die Hände auf den Boden gelegt und die Augen geschlossen. Sie wurde wieder von einem leichten grünen Schimmern umgeben. „Ja, der Schutzzauber ist noch da. Ich kann ihn spüren und sehen. Moment, das haben wir gleich.“ Lilli runzelte die Stirn, doch dann erschien ein Lächeln auf ihren Lippen. „Ich muss den Schutzzauber gar nicht zerstören, ich kann uns eine Öffnung schaffen. Dann merken die Dragons vielleicht gar nicht, dass wir rein gekommen sind.“ Duncans Gesichtszüge erhellten sich auch etwas: „Das wäre ja mal nicht schlecht. Da hätten wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite.“ Lilli murmelte erneut eine Beschwörungsformel und sofort spürten alle ein leichtes Vibrieren im Boden. Jetzt erschienen wieder Wurzeln, die sich schnell nach oben rankten und einen Torbogen bildeten. „Doc, du musst durch das Tor gehen und auf der anderen Seite das selbe machen wie ich. Knie dich hin, lege deine Hände auf den Boden und versuche den Wurzelzauber zu spüren. Du als Shamanin müsstest ihn fühlen und beherrschen können. Gemeinsam können wir ihn besser aufrecht erhalten bis alle durch sind. Dann musst du ihn kurz alleine halten, sonst kann ich nicht mit rüber kommen.“ „Alles klar. Das ist doch eine meiner leichtesten Übungen“, sagte Doc und war schon durch das Tor geflitzt. Kaum hatte sie sich hingekniet und ihre Hände auf den Boden gelegt, konnte sie den Zauber schon fühlen. „Oh, das ist aber ein sehr angenehmes Kribbeln in den Händen. Alles klar, Leute, ihr könnt jetzt rüber kommen.“ Einer nach dem anderen durchschritten sie etwas ehrfürchtig den Torbogen. „Lilli, jetzt kannst du rüber kommen. Ich habe den Zauber fest im Griff“, rief Doc, als alle auf der anderen Seite angekommen waren. Lilli erhob sich und lief schnell ebenfalls durch den Torbogen. Doc nahm ihre Hände vom Boden und sofort schnellten die Wurzeln lautlos zurück in den Boden. Doc und Lilli lächelten sich erleichtert an und klatschten sich ab. Sogar Duncan hatte mal wieder ein Lächeln auf dem Gesicht. „So, das hätten wir geschafft.“ Er drehte sich um und lief auf ein Gebäude zu, das ganz in ihrer Nähe stand. „Kommt, hier drin können wir unser weiteres Vorgehen besprechen.“

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Dank Lilli hatten sie eine ziemlich genaue Vorstellung von der gesamten Anlage, die in der für die Inka typischen Terrassen-Bauweise angelegt worden war. Im Zentrum befand sich ein großer Platz, um den Tempel und ehemalige Regierungsgebäude, sowie die Wohnhäuser der Aristokraten angeordnet waren. Dort vermuteten sie die Zentrale der Dragons, das eigentliche Ziel ihrer Operation. In den Außenbezirken befanden sich die Wohnhäuser der übrigen Bevölkerung zu kleinen Dörfern gruppiert. In so einen Bezirk waren sie vorgedrungen. Die Stadt war durchzogen von zahlreichen Kanälen und unterirdischen Gängen, in denen die meiste Gefahr lauerte. Erstaunlich, wie gut die Gebäude erhalten waren. Es war unmöglich sich alle Details der Anlage genau einzuprägen. Außerdem wussten sie nicht, inwieweit die Anlage verändert und den Erfordernissen der Dragons angepasst worden war. Aber trotzdem teilten Lilli und Lucy an alle ein kleines, goldenes Navigationsgerät aus, das gleichzeitig auch über einen Thermo-Scan verfügte. Es war nur ein kleiner Schutz vor unliebsamen Überraschungen. Als sie die Geräte austeilten, musterte Duncan das Gerät mit einem verächtlichen Blick. „Was soll das denn? Meint ihr nicht, Gold ist hier ein bisschen zu … übertrieben?“ Angie warf ihm einen wütenden Blick zu, aber bevor sie etwas erwidern konnte, plapperte Lucy in der für sie typischen fröhlichen Art los. „Gold ist hier goldrichtig. Wir dachten, das ist ein gutes Omen, denn schließlich befinden wir uns doch in der ‚Wiege des Goldes‘, das bedeutet nämlich der Name Choquequirao. Hättest halt den Geschichtsunterricht nicht immer schwänzen sollen“, flötete sie und strich ihm dabei über die Wange. Dem hatte er nichts entgegen zu setzen. Lucy zwinkerte Angie zu und stellte sich neben Lilli, die sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Schweigend ließ Duncan die kurze Einführung über das Handling des Gerätes „Golden Eye“ über sich ergehen, das sich allmählich als kleines Tausendsasa herausstellte. Navigation, Thermoscan, Ortung jedes einzelnen in der Gruppe und unterirdischer Kommunikator waren nur einige der Funktionen, die in dem Ei-großen Gerät untergebracht waren. Außerdem zeigte es auch die kleinsten Spuren von Magie an und enthielt den von Lilli entwickelten Chip zur Vernichtung der Klone. Raphaello blickte ungläubig von seinem Golden Eye hoch und meinte zu Lucy: „Habt ihr mal daran gedacht, das in Serie zu geben? Ihr könntet ‚ne Menge Kohle damit machen. Denk mal d’rüber nach, wenn das alles hier vorbei ist.“ Voller Stolz stieß er Fernando mit dem Ellbogen in die Seite und murmelte „meine kleine Schwester“.
„Nun gut“, ergriff wieder Duncan das Wort, „wir werden uns aufteilen, so haben wir größere Chancen, falls wir in einen Hinterhalt laufen oder entdeckt werden. Dank Lillis und Lucys Wunderding können wir in Kontakt bleiben. Wir vermuten ihre Zentrale hier…“, und zeigte dabei auf einen Plan von Choquequirao. „Dort konnten wir die meisten Aktivitäten scannen. Hier und hier sind wohl die Unterkünfte ihrer Soldaten. Ein Team versucht diese auf einen Schlag zu vernichten. Gavin, ich denke da an ein schönes Feuer in der Nacht. Aber brennt bitte nicht alles nieder, wir wollen diese heilige Stätte ja nicht zerstören. Spätestens dann werden wir nicht mehr unbemerkt sein. Aber, unser Vorteil, sie wissen nicht, wie viele wir sind – und“, fügte er mit einem diabolischen Grinsen in Richtung Angie hinzu, „sie wissen nicht wie gut wir sind.“ Aus Angies Blick las er Zustimmung, aber auch Widerwille. Er war noch lange nicht von der Angel, aber die fällige Aussprache musste warten. „Wir gehen in 3er bzw. 4er Teams los. Wichtig ist, dass wir alle zur gleichen Zeit losschlagen. Dank dieses … äh … kleinen Wunderdings, haben wir ja jetzt eine Möglichkeit in Kontakt zu bleiben. Wir bleiben noch bis zum Einbruch der Dunkelheit hier. Also dann, ruht euch noch ein bisschen aus, wir werden alle Kraft brauchen heute Nacht.
Lucy stand an einem der Fenster und blickte hinaus in die Abenddämmerung. Raphaello kam mit den geschmeidigen Bewegungen einer Raubkatze auf sie zu. Sein dunkles, schulterlanges Haar glänzte tief schwarz.

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Auch in seiner menschlichen Gestalt strahlte er eine pulsierende Kraft aus, die sie fast das Leben gekostet hatte. Lucy war froh, dass Raphaello sie gefunden hatte und auf ihrer Seite gegen die Dragons kämpfen wollte.
Sie hatte so viele Fragen an ihn, so viele Dinge zu besprechen. Aber das musste warten. „Es ist wunderschön hier“, sprach sie ihn an. „Schau mal, die untergehende Sonne taucht alles in ein goldenes Licht. Eine Schande, solch einen Ort zu entweihen.“ „Amata sorella, geliebte Schwester, ich möchte dich nicht drängen, aber was wirst du tun, wenn das alles hier vorbei ist? Wirst du mit mir kommen? Als du entführt wurdest…“ Lucy riss entsetzt die Augen auf. „Ich wurde entführt? Aber wer … wie… warum?“ „Ja, eine böse Hexe riss dich, als du noch ein Baby warst, aus unserer Mitte. Bei dem Versuch, dich zurückzuholen, starb die Hexe. Aber dich haben wir nicht gefunden. Du bliebst verschwunden. Sie nahm all ihre bösen Geheimnisse mit ins Grab. Unser Vater wurde bei dem Kampf so schwer verletzt, dass er an den Folgen seiner Verletzung starb. Wir konnten ihn nicht heilen. Kurz darauf starb auch Mutter an gebrochenem Herzen. Sie hat den Tod von Vater nicht verkraftet.“ Raphaello benötigte eine kleine Pause, um die aufwallende Trauer zu unterdrücken. Er blinzelte die Tränen weg und erzählte weiter. „Wir mussten Mutter auf dem Sterbebett versprechen, niemals aufzugeben, an dich zu glauben und dich zu suchen. Lass dir Zeit mit deiner Antwort, aber ich möchte dir deine Familie vorstellen. Deine Brüder und Schwestern brennen darauf dich endlich wieder im Kreis der Familie willkommen zu heißen.“ „Ich hab noch Geschwister? Eine Familie, ein Zuhause? Ich muss da nicht lange überlegen, klar komme ich mit. Mein Leben lang hab ich mich als Streunerin gefühlt, heimatlos und allein. Wenn ich Lilli nicht getroffen hätte, wer weiß, was dann aus mir geworden wäre.“ Lucy strahlte ihn an, überwältigt von ihren neuen Gefühlen.
Gavin beobachte die Szene aus der Entfernung. Er freute sich für Lucy, Raphaello schien ihr gut zu tun. Trotzdem betrachtete er die Entwicklung kritisch, denn in einer Familie gab es auch immer Konflikte und Probleme, das hatte er am eigenen Leib schon erfahren. Lucy würde Zeit brauchen, alles zu verarbeiten und er würde ihr nicht mit seiner Liebe im Weg stehen. Er beschloss, sie freizugeben, sie ziehen zu lassen. Ihre Wege würden sich endgültig hier in Choquequirao trennen. Sein Entschluss schmerzte ihn, aber er war unumstößlich, es musste sein. Auch er musste ein paar Dinge klären. Zu lange schon hatte er sich vor seiner Verantwortung gedrückt. Zeit sich seiner Familie zu stellen und sein Erbe anzunehmen.

Ein Leben für ein Leben
Die Teams waren eingeteilt. Bevor ich mit meiner Gruppe in die unterirdischen Gänge und Tunnel vorrücken würde, wollte ich die knappe halbe Stunde, die uns noch blieb, sinnvoll nutzen. Ich sah mich suchend in dem kleinen Gebäude nach ihm um, und da stand er. Mit Norbert und Tiago lachte Duncan verhalten über irgendeinen Witz, den Drago erzählt hatte. Ich ging zu ihnen rüber, sah ihn nur stumm an und zog ihn an seinem Arm aus der Reichweite der Jungs.

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An meinem Blick musste er erkannt haben, dass ich immer noch sauer auf ihn war. Natürlich war jetzt keine Zeit, um die ganze Angelegenheit zu klären, aber so wollte ich auch nicht in den Kampf gehen. Doch bevor ich etwas sagen konnte, legte er schon los: „Ich weiß, ich weiß, es tut mir ja auch leid. Ehrlich! Ihr seid wirklich großartig, du und deine Mädels.“ Hätte er jetzt wieder Weiber gesagt, hätte ich ihn gekniffen! Aber er sah mich nur mit so einem reuevollen Blick an, dass sich meine Wut und mein Ärger mit einem Schlag in Luft auflösten. „Besonders du. Ich kann nicht kämpfen, während du wütend auf mich bist“, flüsterte er, trat dicht an mich heran und fuhr zärtlich mit seinem Daumen über meine Lippen. Plötzlich jedoch umfasste er mit festem Griff meine Schultern und sah mich eindringlich an: „Angie, egal was noch passiert, heute oder in der Zukunft, vergiss bitte nie, niemals, dass ich dich liebe, ja? Versprich es mir!“ Nachdenklich sah ich ihn an. Er klang so ernst, direkt unheimlich. Eigentlich sollte mich das beunruhigen, aber dann nickte ich nur und sagte leise: „Okay, aber trotzdem müssen wir nach dem allen hier, dringend einiges klären…,“ weiter kam ich nicht, denn schon hatte er mich umarmt und küsste mich so intensiv, dass ich alles um mich herum vergaß und nur Dragos provozierendes Pfeifen holte uns in die Realität zurück. Alle sahen uns lachend an. Duncan und ich grinsten verlegen zurück, dann räusperte er sich und sagte mit tiefer Stimme: „Die Vorstellung ist zu Ende Leute. Also, auf geht`s! Die Teams trennen sich erst an der Tunnelgabelung, bis dahin bleiben wir zusammen.“ Ich flüsterte noch schnell in sein Ohr: „Ich hätte gerne später noch eine Zugabe, ja?“ Dann ging es endlich los!
Ohne Zwischenfälle erreichte ich mit meinem Team die erste Tür. Ich blickte auf den Scanner und flüsterte: „Insgesamt 12 Personen, acht an dem großen Tisch in der Mitte, zwei liegen auf den Betten die rechts an der Wand stehen und zwei stehen mit dem Rücken direkt vor der Tür. Also, auf drei…“ Duncan nickte mir zu. Bei Drei trat er mit einem kräftigen Tritt die Tür aus den Angeln, die sofort flach auf den Boden knallte und die Zwei, die davor standen, unter sich begrub. Ich rief laut: „Pizzaservice!“, und wir vier – Duncan, Norbert Tiago und ich stürzten uns gleichzeitig mit erhoben Schwertern auf die Männer. Die Überraschung stand ihnen noch ins Gesicht geschrieben, als sie schon tot auf dem Boden lagen. Die Zwei in den Betten wollten noch aufspringen, aber meine Messer die ich ihnen genau zwischen die Augen geschleudert hatte, hinderten sie daran. Sie fielen mit gespaltenem Schädel tot zurück auf ihre Betten. Auch die Zwei unter der Tür hatten keine Chance, Tiago schnitt ihnen mit einer schnellen Bewegung die Kehle durch. „Schnell raus hier und zu den nächsten Räumen, noch hat uns keiner bemerkt und Alarm geschlagen“, sagte Duncan, als er die Tür schnell so hinstellte, dass keiner in den Raum sehen und so die Leichen zu früh entdecken konnte. Die ganze Aktion hatte nur wenige Sekunden gedauert. Dann drehte er sich mit einem Grinsen zu mir um und fragte mit hochgezogenen Brauen: „Pizzaservice?“ „Ja, das wollte ich schon immer mal sagen“, kicherte ich und schon wandten wir uns der nächsten Tür zu.
Als wir in diesem langen Tunnel. und in zwei weiteren, alle erledigt hatten, gingen mir die Wurfmesser aus. Da alles sehr schnell gehen musste, hatte ich keine Zeit gehabt meine Messer aus den Opfern zu ziehen und mitzunehmen. Jetzt hatte ich nur noch einen Wurfstern. „Mist! Ich laufe nochmal schnell zurück und hole mir Nachschub. Gut, dass Bowen ein kleines Depot für uns an der Tunnelgabelung angelegt hat. Geht ihr ruhig weiter, ich werde euch dank unserem Golden Eye schon wieder finden, okay?“ Duncan sah mich nur besorgt an, doch dann seufzte er tief, küsste mich schnell und flüsterte: „Ich sag ja nichts, aber beeil dich bitte, ja? … bis gleich.“ Ich nickte kurz und lief los. Ohne Probleme erreichte ich die Gabelung. Doch kurz vor dem Depot stieg mir aus einem der unbewohnten und eigentlich leeren Gänge ein merkwürdiger Geruch in die Nase. „Komisch“, dachte ich misstrauisch und blieb stehen, „das war doch eben noch nicht da?“ Lautlos und vorsichtig, mit meinem Schwert in der Hand, schlich ich an der Wand entlang zu dem Tunnel, der parallel zu dem Gang verlief, aus dem ich gerade gekommen war.

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Ich hielt das Eye, das ein wenig an den Tricorder aus Star-Trek erinnerte, in die Richtung, wo der Geruch am stärksten war und las dann das Display ab. „Ach du meine Güte!“, entfuhr mir laut. „Trolle!“ Zum Glück war es nur einer, aber der konnte schon reichen, um einem das Überleben schwer zu machen. Für einen Rückzug war es zu spät, denn da stand er auch schon wenige Meter vor mir und sah mich teuflisch grinsend an. Dieser gehörte mit Sicherheit zu der widerlichsten Kreatur seiner Gattung. Riesig, hässlich, massig – alleine sein Gestank nach verrottendem Aas und faulen Eiern konnte einen schon umhauen. Das musste wohl eine seiner stärksten Waffen sein, denn sein Aroma legte sich wie eine eklige klebrige Masse auf meine Wahrnehmungen und verlangsamte meine Reaktionen um Bruchteile von Sekunden. Eigentlich war der Zeitverlust verschwindend gering, aber doch sehr entscheidend für die folgende Aktion. Denn gerade als ich mit meiner linken Hand nach meinem letzten Wurfstern greifen wollte, erhielt ich einen unerwartet kräftigen Schlag auf meine Schwerthand, den ich nicht kommen sah. Der Schmerz war mörderisch. Ohne dass ich es wollte, rutschte mir das Schwert durch die Finger und landete mit einem Klirren auf dem Beton. Reflexartig umklammerte ich mit der anderen Hand mein Handgelenk und ließ so auch noch das Eye fallen. Der Kerl lachte teuflisch auf und kam langsam näher. In seinen Augen glitzerte die Mordlust. Mir blieb nichts anderes übrig, als langsam zurückzuweichen. Mist, ich konnte mein Schwert nicht erreichen, und auch mein letzter Wurfstern war nicht greifbar. Wenn ich auch nur eine falsche Bewegung machte, würde sich dieser Mistkerl ohne mit der Wimper zu zucken auf mich stürzen. Fieberhaft überlegte ich nach einem Ausweg und sah mich schnell nach einer Fluchtmöglichkeit oder geeigneten Waffe um. Plötzlich stieß ich unerwartet mit dem Rücken an die Tunnelwand. Verflucht! Jetzt saß ich in der Falle. Keiner vom Team war in der Nähe. Der Mistkerl lachte immer noch und rief dann höhnisch: „Ja, das war`s dann wohl für dich. Sag tschüss Welt!“ Er stieß einen irren Schrei aus, fasste seinen Dolch mit der langen Klinge mit beiden Händen und stürzte sich mir entgegen. In dem Moment sah ich von der Seite einen Schatten herbeieilen. Ich konnte nicht erkennen, wer da mit einer immensen Geschwindigkeit angerast kam, da die Konturen sich verwischten, aber als derjenige ein lautes: „ Nein!“ brüllte, erkannte ich ihn an der Stimme. Es war Norbert! Was dann passierte, werde ich nie in meinem Leben vergessen können. Das ganze Geschehen brannte sich in mein Gedächtnis wie eine Filmszene in Zeitlupe. Der Troll hatte mich fast erreicht und stieß seinen Dolch nach mir. In der gleichen Sekunde warf sich Norbert dazwischen und schubste mich aus der Gefahrenzone. Der Dolch traf mich nicht – sondern… Norbert. Ich landete rückwärts auf dem Boden und musste mit ansehen wie der Dolch tief in die Brust von Norbert getrieben wurde. Er gab einen erstickten, gurgelnden Laut von sich und sank langsam auf die Knie. Eine Schrecksekunde lang sah ich ihn entsetzt an. Oh mein Gott! Bei meinem Sturz war ich hart auf die Schneide meines Schwertes gefallen, reflexartig griff ich danach, sprang auf und stürzte mich auf den Troll. Der zog gerade den Dolch aus Norberts Brust und sah ihn verwundert an. So achtete er nicht auf mich. Mit einem Schrei, der meine ganze Wut beinhaltete, schlug ich dieser Missgeburt mit unmenschlicher Kraft, die mein Körper in diesem Moment freigesetzt hatte, den Kopf von den Schultern. Der Schlag war so mächtig, dass die Klinge nicht nur glatt durch seinen Körper ging, sondern auch an der Wand hinter ihm eine tiefe Kerbe hinterließ und dann mit einem metallischen Klirren zerbrach. Mit einem kräftigen Tritt beförderte ich den Rumpf der Kreatur aus dem Weg und kickte den Kopf in die andere Richtung. Mein zerstörtes Schwert warf ich hinterher. Norbert! Ich wirbelte zu ihm herum. Er verharrte noch immer auf seinen Knien, sein Körper wankte leicht. Ich stürzte zu ihm hin und hielt ihn fest, damit er nicht vornüber auf den Boden schlug. Er hielt seine Hände auf die Brust gedrückt und stöhnte leise. Dann sah er mich prüfend an: „Angie? Bist du verletzt?“ „Ich? Nein. Aber du! Warte, ich helfe dir. Moment, nicht bewegen.“ Ich stützte ihn mit meinem Körper, zog meine Jacke aus und knuddelte sie zusammen.

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Dann fasste ich ihn schnell bei den Schultern und sagte eindringlich: „Norbert, du musst dich hinlegen, alleine schaff ich das nicht, also hilf mir dabei.“ Er nickte. Dann ließ er sich mit meiner Unterstützung sehr langsam und vorsichtig mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Rücken gleiten. Meine Jacke lag unter seinem Kopf. Er stöhnte laut: „Mist, der Kerl hat mich erwischt.“ Ich kniete mich neben ihn und sagte leise: „Lass mich mal sehen.“ Wieder nickte er und ließ seine Hände seitlich auf den Boden fallen. Oh nein, alles war voller Blut! Ich riss sein Hemd, das an der Einstichstelle eh schon in Fetzen hing, einfach auf. Dann sah ich die schreckliche Wunde. Wo normalerweise seine schwarze Orchidee zu sehen war, klaffte nun ein tiefes Loch. Das Tattoo war einfach weg! Das Blut strömte ungehindert aus seiner Brust. Jetzt bloß keine Panik! Ich presste sofort meine Hände fest auf die Wunde und schrie ihn an: „Norbert! Los! Heile dich endlich, nun mach schon!“ Er stöhnte laut auf. Dann sah er mich traurig an und sagte mit leiser Stimme: „Verdammt, Angie, der Dolch war aus Silber… Wenn der Mistkerl zweimal ins Herz gestochen hätte und nicht nur einmal, wäre ich schon tot…, aber jetzt werde ich langsam verbluten. Das kann niemand heilen!“ „ Oh nein, du wirst nicht sterben! Nicht, wenn ich es verhindern kann… wage es ja nicht, sonst rede ich nie wieder ein Wort mit dir!“ Ich sah ihn ernst an, er aber lächelte nur. Dann stöhnte er wieder schmerzvoll auf und verzog sein Gesicht. Ich spürte, wie mit dem Blut das Leben aus seiner Brust quoll und musste sofort handeln. Ich beugte ich mich über ihn, strich vorsichtig seine Haare aus dem Gesicht sagte leise: „Norbert, ich muss Hilfe holen. Vielleicht weiß Doc doch was…?“ Plötzlich umklammerte er mit erstaunlicher Kraft meine Hand und schüttelte heftig den Kopf: „Nein! Nicht weggehen, bitte Angie. Lass mich nicht, alleine.“ Ich nickte und versicherte ihm schnell: „Natürlich bleibe ich hier, wenn du das willst.“ Da fiel mir zum Glück das Eye wieder ein! Meines hätte ich suchen müssen, also nahm ich seins aus seiner Hosentasche und setzte eilig einen Notruf an Duncan ab. Sein Blut floss immer noch ohne Unterlass zwischen meinen Finger hervor. „Irgendwie muss diese Blutung doch zu stoppen sein, verdammt noch mal!“, fluchte ich laut. Fieberhaft sah ich mich nach etwas um, das ich auf die Wunde pressen konnte. Doch da war nichts. Also zog ich kurzentschlossen meine Bluse aus, knüllte sie zusammen und presste sie mit einer Hand auf die Wunde. Verzweifelt sah ich den Gang entlang. Immer noch keine Spur von den Anderen. Da spürte ich plötzlich Norberts Hand an meiner Wange. Er sah mich liebevoll an, dann flüsterte er: „ Angie… bitte… küss mich noch einmal, ja? … ein letztes Mal!“ Er streichelte weiter mein Gesicht und strich über meine Haare. Ich versuchte sein Lächeln zu erwidern, er wollte mir aber nicht gelingen. Bloß nicht weinen, bloß nicht weinen jetzt, betete ich mir vor, und biss mir auf die Lippe. Lieber Gott, nicht jetzt! Dann beugte ich mich vorsichtig über ihn und küsste ihn. Seine Lippen waren so kalt. Er stöhnte und schnell richtete ich mich wieder auf. Er schloss seine Augen und murmelte leise: „Danke.“ Schnell fühlte ich seinen Puls. Sein Herz schlug noch, wenn auch sehr langsam. Zu langsam! Und endlich sah ich Duncan durch den Tunnel auf uns zukommen! Er eilte sofort an meine Seite und sah mich entsetzt an: „Mein Gott, du bist ja voller Blut!“, blitzschnell legte er mir seine Jacke um die Schultern, atmete tief durch die Nase ein und kniete sich neben mich. Seine Augen ruhten nun mit einem qualvollen Blick auf seinem Freund. „Aber es ist nicht dein Blut! Oh nein… Norbert! Was ist passiert?“ Immer noch drückte ich, meine mittlerweile von Norberts Blut tiefrote Bluse, auf die Wunde. Ich klammerte mich verzweifelt mit meiner freien Hand an Duncans Arm und versuchte ihm zu erzählen, was passiert war: „Duncan…Norbert stirbt! Und nur meinetwegen… ich habe versucht die Blutung zu stoppen, aber der Dolch war aus Silber… und der Troll… Norbert hat sich vor mich gestellt… und dann…Duncan, kannst du nichts tun?“ Duncan schüttelte traurig den Kopf und fluchte kaum hörbar. „Er weiß, dass ich sterbe… Angie, bitte… nicht weinen“, sagte Norbert leise zu mir. Ich hatte noch nicht mal bemerkt, dass mir die Tränen jetzt doch über das Gesicht liefen. Mit letzter Kraft wandte er sich zu Duncan und tastete nach seiner Hand: „Schwöre mir, dass du immer auf sie aufpassen wirst, Bruder. Bei deinem Leben.“ Ohne zu zögern versicherte er ihm ernst: „Ich schwöre es… bei meinem Leben, Bruder… und ich danke dir…den Brief werde ich ihr später geben.“

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Was? Ich blickte Duncan fragend an, doch er flüsterte nur: „Später.“ Norbert lächelte zufrieden, drückte auch meine Hand, atmete erleichtert aus, und dann… wurde sein Blick leer und sein Herz hörte endgültig auf zu schlagen. Er war unwiderruflich tot. Nach einer Weile schloss Duncan sanft, mit Tränen in den Augen, Norberts Lider und sah stumm auf. Erst jetzt bemerkte ich Kerstin, Drago, Raphaello, Tiago, und Cyrus, die mittlerweile eingetroffen waren. Sie blieben fassungslos mit etwas Abstand stehen und sahen mit betroffen Gesichtern zu uns herüber. Auch sie waren vom Kampf gezeichnet und blutverschmiert. Kerstin schlug entsetzt ihre Hand vor den Mund und flüsterte: „Oh nein!“ Duncan kniete sich schnell neben mich und löste vorsichtig meine Hand von der Bluse, die ich immer noch umklammert hielt und auf die Wunde presste, aus der längst kein Blut mehr floss. Er nahm mich wortlos in seine Arme, drückte mich fest an sich und vergrub sein Gesicht in meinem Haar. Wie immer tröstete mich seine Nähe, doch auch er brauchte mich in diesem Moment sehr. Er hatte einen Bruder und Freund verloren. Auch die anderen knieten sich neben Norbert nieder und senkten respektvoll die Köpfe. Uns blieb nicht viel Zeit zum Trauern, denn da durchschnitt plötzlich ein gellender, fast unmenschlich klingender Schrei die Stille. Wir sprangen erschrocken auf. Unsere Golden Eyes schlugen gleichzeitig Alarm. Cyrus wurde blass und schrie: „Das war Jane!“ „Los, wir müssen zu ihr“, rief Kerstin, während sie schon in die Richtung aus der der Schrei kam lief. Oh nein, wann endete dieser Alptraum! Ich sah Duncan bittend an: „Wir können ihn hier doch nicht so alleine liegen lassen.“ Da verwirbelte sich auf einmal die Luft hinter Norberts Kopf zu einer Staubsäule, und Moggovitor materialisierte sich vor unseren Augen. Er sah uns düster an und sagte mit seiner Grabesstimme: „Geht,… es ist etwas passiert…. Ich werde ihn bewachen. Beeilt euch. Schnell!“ Ohne zu zögern rannten wir sofort hinter Kerstin und Cyrus her.

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Fortsetzung: Black Dagger Ladies Online – Showdown [Kapitel 17]

110 Gedanken zu „Black Dagger Ladies Online – Choqequirao [Kapitel 16]

  1. wooooooooooooow

    ach mensch *schnief* ich seh den Norbert mit seinem Stöcksken da sitzen, ach der Arme…
    aaaaaaaaaaaaah 67 hahahahaha… ja das wüsste der Duncan wohl gerne was hahahahahaha

    Supergeil Angie… dann überleg ich mir jetzt mal wie wir da aufrocken und was da dann so geht…

  2. Jaahhaaaa..67…guuutes Codewort.
    Man man man,das war gut.
    Oh Doc,ich bin gespannt was jetzt von dir kommt.
    Mir graut es wen ich dann dran bin.
    Aber Angie, wirklich super geworden.
    Hattest du eigendlich gerade etwas süßes in der Hand
    als du dir den Namen für Lucys Bruder vorgestellt hast?? 😀

  3. hi Ladies,
    es fehlen leider noch Bilder! Angie, deine Traumbesetzung für das lecker Raphaello-Pralinchen ließ sich leider nicht realisieren. Aber der Text ist auch ohne Bilder sehr, sehr cool geworden. Wirklich, es liest sich total flüssig und spannend! Super!
    LG und schönen Sonntag 😉

  4. Ich bin ja sowas von begeistert!!!! Wieder eine echt supertolle Fortsetzung!!!!
    Angie – 67 – Oberhammer, sehr guter Einfall!!!!

  5. Danke meine Lieben. Es freut mich, daß es euch gefällt. Ich weiß, es ist ein bisschen viel geworden. 😉
    Dolce stress dich nicht, du findest doch immer so tolle Bilder. Tja, schade… unsere Nr. 400 zickt mit Bildern. 😉

  6. so und was macht die doc jetzt??? uiuiuiuiuiui nachts im wald… eine Laken überwerfen und euch erschrecken??? Hahahahahahahahaha…

  7. Uhu Laute? Äste knacken lassen? Mit Laub rascheln?
    Den Wolf jaulen lassen? Nen Pulli im Dunkeln stricken?
    Doc,dir fällt schon das passende ein… 😀
    Ich frag mich nur wie Kommi 4 zustande gekommen ist…?
    Ich war es nicht…..hhhmmmm?

  8. So ich habe unter Einfluss von Tequila (nur vorab mal zur Verteidigung) gestern meinen Teil geschrieben… öhm musste eben immer noch drüber lachen… und jetzt lacht die Dolce hoffentlich drüber 😉

  9. Da bin ich ja mal gespannt, was so rauskommt unter Tequila-Einfluß. Da mach ich dann demnächst mal einen Bacardi-Teil.

  10. Toll, jetzt bin ich aber auch sowas von gespannt!!!!!!!!!!!!!!!! 😀
    Mh, ob ich dann auch beim nächsten Mal so`n Fläschen Rotwein köpfen sollte??? 😉
    Mein Norbert… ey, der guckt aber auch auf dem Bild, man man man. 🙁

  11. ja, musste echt lachen 😆 Wahnsinnskauderwelsch… ach iwo, passt schon, konnte nur nicht früher – jetzt biste on, liebe Doc! Viel Spaß beim Lesen 😉

  12. Habe leider keine Zeit mehr zum lesen. Jetzt habe ich aber was, auf das ich mich für die Mittagspause freuen kann.

  13. Hahahahah…Tankstelle…hahahah… Drago… ich schmeiß mich weg!!!!!!! 😆 Hammer!!!!!!!!!!!! Suuuuuuper!!!!
    Und der arme Tiago. 😆 Ach Doc, vielen vielen Dank, dass du mir die Tarantel *schüttel* nicht irgendwo hin geschrieben hast. 😀

  14. Alles klar 🙂 beim nächsten mal tanzt Doc den Schwanensee im Tutu (Tütü?) joar mhmm 😀

  15. Sausausausausaugeil!!!!!!! Mensch Doc ich schmeiß mich gerade weg. Ist das Klasse geworden und die tolle Typbeschreibung von Kobold-Drago, ich sehe ihn bildlich vor mir. Echt super, ich glaube wir müssen öfters mal auf den ‚Tequila zurückgreifen, wenn da sowas tolles rauskommt.

  16. Und die Fragestellung war auch richtig! Wo ist unser Kerstin-Hase?????????????????

  17. Bin da. War doch mit dem Kind in Klinik. Evtl nächste Woch schon OP.
    So,selten so gelacht. Haste geil geschrieben,Doc.
    Ich lach mich weg. Besonders Drago als Kobold…hahahahahaa.
    Ich hoffe er vergist nicht sich zurück zu verwandeln.
    Tja,jetzt kann ich mir je echt was einfallen lassen.
    Aber nicht mehr heute,glaub ich.
    Mal schaun wie ich später noch Lust habe.
    Doc,echt suuuuper..hüpf*hüpf* 😀

  18. Danke meine Schnuppelchens :), nächstes mal probiere ich einen anderen Cocktail aus 🙂

  19. Hallo Ladies,
    Kerstinhase muss leider einmal aussetzten, aus technischen Gründen. Schade, aber leider nicht zu ändern. 🙁
    Also Lillihasi, du kannst loslegen!!! 😉

  20. Also das war die Kurzform. Kerstin hat Probleme mit der Internet und hat mich so eben noch über ICQ erreichen können, bevor wieder alles zusammengebrochen ist. Ihr tut es sehr leid, aber sie muss einmal aussetzten, hat sie mir geschrieben, und ich möchte euch doch bitte Bescheid geben. Hab ich nun gemacht.

  21. Ups, schon an der Reihe. So was mache ich jetzt? Habe mich schon so auf die Steilvorlage von Kerstin gefreut. Schade, tut mir auch leid, dass Kerstin einmal aussetzt. Und wie kein Internet, da kann sie ja gar nicht zu uns kommen, ich vermisse sie ja jetzt schon. Sch…..-Technik!!!!!
    Ok, dann lasse ich die Murmel mal rotieren.

  22. Oh, wow, sehr schön. Raphi, hä? Klingt gut. Mal sehen, wer könnte den schönen Raphi denn spielen??? 😉

    Lilli ist schon dran? Na dann muss ich mir mal Gedanken machen. Garten hat schlecht Wetter-Pause, zumindest heute mal. Denk, denk, denk! Oh je, das wird schwer….

  23. Hallo meine lieben Schwestern.
    Ich vermisse euch. Habe im Moment einen Ersatzstick,den ich aber evtl
    morgen schon wieder abgeben muss.Von daher weiss ich nicht wann ich wieder hier bin.
    Meinen Stick bekomme ich nicht vor Dienstag !!! ….aaaahhhhhhhh….

    Lilli-Hase,es tut mir leid das ich die diesmal keine Vorlage bieten kann.
    Aber ich verlasse mich voll auf dich und deine Muse.
    Diese blöde Technik. Gestern hat mein Internet nach 3-5 min den Geist aufgegeben.
    Zum Kot…. Jetzt muste ich erstmal einiges nachholen.
    Da sieht man mal wieviel Zeit man vor dem Pc verbringt.

    Angie,danke für das weiter mitteilen.
    Ich hoffe das ich diesen Stick übers Wochenende behalten darf.
    Mal schaun.
    Hab euch lieb….

  24. Schön, dass du mir vertraust. Habe gestern die Murmel ein wenig laufen lassen und werde mich Heute dransetzen. Ich hoffe meine gedanklichen Ergüße gefallen Euch. Melde mich, wenn ich fertig habe. Kerstin, wir denken an dich!

  25. Soooo, behalte den Ersatzstick bis Dienstag.. ha ha ha.
    Aber trotzdem möchte ich das Lilli schreibt.
    Selbst mit dem Stick läuft es nicht ganz einwandfrei.
    Naja, meld mich später wieder.

  26. ANKÜNDIGUNG ANKÜNDIGUNG ANKÜNDIGUNG
    …hahahahahahahahahaaa tadadadaaaaa….
    Ich möchte meine Schwestern bitten sich heute Abend,20.30 uhr,
    im ICQ einzufinden.
    Es gibt was ganz wichtiges zu besprechen.
    Gaaaaannnzzzzz wischtig…
    Danke für eure Aufmerksamkeit…. 😀

  27. Toll Kerstin!!! Gaaaaanz toll!!!! Wenn ich jetzt hier vor Neugierde platze, kommst DU hier aber vorbei und machst die Schweinerei weg… bitte!!!
    Okay, wenn ich bis zwanzigdreißig noch ganz bin, bin ich dabei. 😉

  28. Mh, Vin Diesel..öhm, Tim Wiesel kütt auf einen Kaffee bei dir vorbei? Oder der Dings, der meinen Cousin darstellt? Oder ein anderer von den Jungs hat von dem Roman Wind gekiegt und will sich jetzt bei dir bedanken, natürlich persönlich, und du sollst uns alle zusammentrommeln? Wow, oder die haben die Schnittenliste entdeckt, und wollen dich als Schnitten-Listen-Queen krönen, und wollen dafür einen Termin ausmachen?… ??????????… 😀

  29. Näää, Angie. Schnittenqueen ist und bleibt dat Lilli.
    Ich verwalte nur, oder so ähnlich.
    Nee, Schatz,brauchst auch nicht platzen..obwohl…*kratzamkinn*
    die Idee mit Vin und so….jooaaaa…..hihihihi.
    Äh,nein*hust*…äh,wo war ich? Aso,ja,äh, nein Treffen
    um 20.30 weil wegen Roman.
    Doc und ich möchten mit euch über was reden.
    Wär ja schön wen Tante Lucy auch dabei wär oder Mama Dolce,
    aber Lilli kann es Lucy erzählen und Dolce kriegt dann ne Mail.
    Ätsch,das haste jetzt davon weil du kein ICQ hast, so.*streckzungeraus*
    Ach,ich kann es meiner Mama ja morgen beim Frühstück erzählen.
    Ich bring Brötchen ,Hunger und Blumen mit….. 😀

  30. Also ich bin auch gleich am platzen, was habt ihr denn schon wieder ausgebrütet?

  31. och nööö, Doc.
    Noch nix sagen.
    Wo bleibt den sonst die Überraschung???
    😀 😀 😀

  32. Angie und du ihr wisst das doch auch schon, ausserdem is es nur ne Theorie… also ungelegte Eier,kein Grund hier spannung vorzutäuschen 😀

  33. Ich kann gar nicht um 20:30, muss Taxi spielen…. aaaah aber ihr könnt Lilli davon ja berichten oder wir verschieben es um eine weitere Stunde oder auf morgen? Ne Morgen is auch doof, oder abends??? hmmm haha sorry Hasen.

  34. Aaaaaaaaaaaaaaaaha, Angie weiß das schon? Sicher? Oh, ist es das, was ich mir denke, was ich schon wissen könnte, vielleicht? 😉
    Kerstinhase, die Lilli ist die Schnitten-Queen. Du bist die Schnitten-LISTEN-Queen, gell?!

  35. Morgen Mädels,
    habt ihr einen schönen Muttertag?
    Gibt es was Neues? Hab gestern kein Internet gehabt, so ein Mist aber auch. Wollt mich auch im ICQ anmelden, aber der WLAN-Gott hat was anderes entschieden. Was habt ihr denn schönes ausballdovert?

  36. @Lucy
    Hatte mich schon gewundert, dass du nicht im icq warst. Ich gebe dir Heute Bescheid, was los war.

  37. moin Mädels, puuh, bin endlich die Bowlingkugel, die gestern auf meinen Schultern saß, wieder los!!! Sorry, ich hab´s versucht, aber das Ding war echt zu schwer 😉 Ich schöre – drei Monate kein Rotwein mehr! 😆
    ja, mag auch wissen, welche Verschwörung da hinter meinem Rücken im Gange ist…
    Lilli, du grünes Zauberwesen, da hast du ja mal wieder einen spannenden Teil geliefert! Cool – will auch magische Kräfte 😉
    LG

  38. wooooooooooooooooooooooow Lilli supercool und geniale Idee mit dem Wall… ein Schlupfloch gezaubert… man von wegen dir fällt nix ein supercool.

  39. Oh Lilli,ist das toll geworden.Genial,was hät ich dir da für einen riesigen Ball zuwerfen müssen?
    Ne ne,sowas brauchst du gar nicht.Jetzt bin ich aber sowas von auf Tante Lucy gespannt….
    Dolce,freut mich das du die Bowlingkugel wieder ordendlich weg gepackt hast… 😀

  40. Wo ist mein Duncan hin? 🙁 . Ausgetausch von seinem fiesen Zwilling? :-(. Oder ein Klon? 🙁 Lilli????????? Und wenn nicht, dann hätteste mich den aber wenigstens kneifen lassen können. 😉 Aber sonst ist es echt suuupertoll geworden!!!!!!!!!!!!! 😀
    Dolce? Drei Monate kein Rotwein mehr?…hahahaha, die Schwüre kenn` ich. Ich habe sie erfunden!!! 😀 Aber wenigstens ist die Kugel wieder geschrumpft, das freut mich! 😀
    Mh, und wer schreibt jetzt weiter?

  41. @Angie
    Dein Duncan ist doch noch da! Nur mal wieder ein bisschen brummig und dann habe ich ja geschrieben, dass er weiß, dass er das wieder gerade biegen muss. Dabei kannst und sollst du ihm doch helfen. Du weißt schon VERSÖHNUNG!!!!!!! Dein Highlander lässt sich bestimmt was ganz tolles einfallen.
    @Lucy
    Ich habe dir im ICQ geschrieben, was wir besprochen haben. Müsstest halt mal on gehen, dann bekommst du die Nachricht.
    @Dolce
    Ich bin auch jedesmal, wenn ich eine Murmel habe, weg von dem Zeug. Aber ich bin auch unheimlich vergesslich, gerade was das trinken von leckeren Sachen betrifft.
    Das grüne Bild ist voll geil!!!!!!! Supertolles Grün, ich bin total begeistert. Es muss nicht immer eine Schnitte sein.
    @Alle
    Freut mich, dass es euch mal wieder gefällt.

  42. So langsam habe ich ja den Verdacht, dass meine Mama eine Elfe war und mein Papa „Hulk“!

  43. hmm ob wir die icq nr von der lucy auch haben dürften?????

    Lilli: hulk hahahahahahahahahahaha… ich glaub dazu hätte der nando schon was gesagt haha

  44. Nee, nee… schnief… das ist nicht mein Duncan. :-(. Der is mal gerne was brummig, aber der Klon da oben is ja echt fies… :-(. Ach, und wann sollen wir uns wieder versöhnen bitte? Vor(?), während (????), oder nach der Metzelei? Man, dat kann aber noch dauern… :-(.
    Ich frage nochmal, wer soll weiterschreiben?

  45. Ich denke doch, die Lucy. Vielleicht kommt sie ja morgen und äußert sich dazu.
    Ich wüßte aber nicht, dass sie noch einmal aussetzt.
    Lucylein, wie sieht es aus?

  46. Wie und wann die Versöhnung vonstatten geht überlasse ich ganz dir, liebe Angie-Maus. So schlimm fand ich den Duncan jetzt aber nicht. Ich dachte eher, dass er etwas genervt war von uns Mädels, weil wir ja die Hauptattraktion bei der Truppe sind, aber doch nicht fies. Vielleicht ist er ja ein bisschen eifersüchtig, weil wir so viele tolle magischen Sachen können.

  47. Lucy macht sich schon Gedanken, siehst du nicht die Rauchsäule ????
    Muss jetzt alles noch mal in Ruhe lesen …. Habt Geduld, bitte.

  48. Doc, sach mal, bekommst du eigentlich die Antworten auf deine Mails von mir? Irgendwie bleibt da dauernd was im Postausgangsfach hängen….

  49. Hi Dolce,

    nein ich habe nichts von dir bekommen. Dann isses wohl stecken geblieben.

  50. hm – nein, mein Postausgang hängt schon seit dem 07.05. 🙁
    ich kann das Problem auch nicht lösen, weiß echt nicht, was da los ist. Aber grundsätzlich finde ich eure Idee gut, vielleicht mehr dazu, wenn ich heute Abend wieder mailen kann….
    LG

  51. Ja Lucy, kannst schon mal ordentlich draufhauen. Aber laß uns auch noch wat übrig, ja? Ich möchte auch noch was metzeln… 😉

  52. hier meine ICQ-Nr. 585024828
    Angie, ich metzel doch nicht. Katzen sind da viel eleganter und verspielter …;-)

  53. Genau,kenn das von meinen Katzen.
    Jagen und Foltern, durch die Gegend tragen oder werfen.
    Draufstampfen, den Kopf festhalten.
    Alles nur kleine „spielereien“…hahahahaaa
    Ja Lucy,mach sie fertig..

  54. Hurra, geschafft, ist weg. So, jetzt darf es aufhören zu regnen, ich will wieder in den Garten … 😉

  55. ja, ich finde, Lucys Brut ist super geworden – wenn es auch schon ein wenig nach Abschied und Ende klingt 😉 aber so ist das Leben, gell – und in jedem Ende findet sich bekanntlich ein Neuanfang….
    LG und schönen Tag @ all

  56. Wooooooooooooooooooow Lucy, supercool Golden Eye hahahahhaaha na da habt ihr 2 ja was feines ausgefeilt, is da auch ne eingebaute Puderdose drin ;)… und *schnief* gavin ach der arme *schnief* Lucy ziehen lassen *schnief* och mensch…. kann man da gar nichts machen??? *superschnief* wow ehrlich Lucy, Yoda hoffen du weiterhin schreiben mit, so schön sein zu lesen von dir. 🙂

  57. Danke, danke. Regenpause getan gut hat. Ja, ich dachte, ich bereite schon mal Teil 2 vor ??? Katzen haben ja große Würfe, viele Geschwister, große Familie, viel Schreibpotenzial. Böse Hexe kennen vielleicht Angie???

  58. Lucy, hat die Lilli dir denn schon erzählt, was wir da für ne Idee hatten wie teil 2 aufgebaut wird? Und wenn ja wie findest du die Idee eigentlich???

    Mir Regen sein egal, ich sitzen an PC arbeiten, wenn ich brauchen schhön, ich gucken Film über NSI 😀

  59. Auch von mir eine lautes WooooooooooooooooooooooooooooooW!!!!!!!! Sehr schön geworden!!!!!!!!!! wowowowowow!!!
    Aber bitte nicht den armen Gavin in die Wüste schicken… BITTE NICHT!!!!! 🙁 Oh Lucy, ich glaube du hast dich mit der Zeit vertan. Wir sind doch abends losgezogen, und können doch nicht schon wieder Dämmerung haben, oder? 😉
    Dann werde ich auch mal anfangen zu brüten… 😉

  60. Man, und die fiese oberzickige Hexe war bestimmt Großtante Dingens, die konnte eh keiner leiden!

  61. Angie, ist das so? Dann vielleicht Sonnenaufgang? Oder immer noch dunkel? Lucy Plan kein hat. Tappen nur im Dunkeln zur Zeit 😉

  62. Immer noch dunkel sein, Yoda sagen… Gehen vielleicht auf Mitternacht zu? Sein 23h und Stunde Pause dann große Metzelei kann beginnen? Ja? Oder nicht? Brauche Antwort dringend… 😀

  63. Doc seien so neugierig auf mail von Chefin sweetlife… ich betrübt bin, das Postausgang nicht funktiononieren, ich so gern wüssten was Dolce hatte zu sagen in diese verzauberte Brief welcher auf magische weise auf leuchtender Kiste auftaucht.

  64. hm, mein Postausgang geht ja schon wieder – ihr wollt Infos wegen der Fortsetzung?
    Schau mir gleich nochmals Docs Mail an – muss nur noch schnell was wegen Twilight 4 posten….
    LG

  65. Lucy,mir bleibt die Luft weg. Und das nicht nur weil ich schon wieder so
    Erkältet bin.
    WWoooWW, ey, ich hoffe das du bei Teil2 weiter mitmachst.
    Und dann hoffe ich das es jedesmal Regnet,wen du dran bist.
    Ist das toll geworden. Nur das mit Garvin….näää, das gefällt mir auch nicht.
    Auch wen du dir jetzt alle Optionen offen läst.
    Aber Lucy ohne Garvin…das geht doch nicht !!!!!!!!!
    Ähh,sagt mal,liegt es an den dicken Hummeln die ich schlucken muß,
    oder herrscht hier noch immer Yoda sein Tee???

  66. ok, verstehe die Idee und habe natürlich nichts dagegen, wenn ihr weiter schreibt! Euer Vorschlag birgt allerdings eine ganze Menge Gefahren, weil ihr natürlich dann schon sehr auf euch konzentriert seid und jede von euch im Prinzip für sich selbst schreibt. – ich glaube, das Gemeinschaftsgefühl- und projekt bleibt auf der Strecke. Ich weiß auch nicht, wie ich das bearbeiten soll, wenn ihr mir vielleicht zufällig gerade alle auf einmal so an die 5 Seiten schickt…. 😆
    Ich hatte mir ja überlegt, dass ihr alle zu einer Person verschmelzt…
    na ja, hat noch etwas Zeit, ihr müsst ja erst noch die Dragons fertig machen. 😉
    LG

  67. Zu einer Person verschmelzen is auch ne interessante Idee… öhm aber zu welcher…. mhm. Ja mit dem Aufwand das ist das größte Problem…. und wir telefonieren doch in den Kurzgeschichten mit den Schwestern… Gemeinschaft nach wie vor vorhanden ;).. haha. Ernsthaft, so habe ich das ehrlich gesagt nicht betrachtet.
    Was sagt ihr dazu ihr anderen???

  68. Wird schwierig so in einer Person. Jede von uns könnte ein Kapitel über sich schreiben, ein paar Seiten mit Querverweisen und so weiter, dann kommen wir wieder zusammen. Ich denke, das ist machbar. Jede erzählt ihre Geschichte. So bekommen die Figuren mehr Tiefgang. Und – Leute – gibt doch nicht gleich den Gavin auf … wer weiß, vielleicht kommt ja noch was???

  69. Bitte nicht zu einer Person verschmelzen, das sieht nur komisch aus 🙁 Also lieber Dolcehase, nicht jede schreibt doch 5 Seiten. Und alle auf einmal schon gar nicht, oder? Ich finde die Idee einfach super! Erstmal kurze Trennung, dann erzählt jede was sie so erlebt. Wir bleiben doch eh mit den Handys in Kontakt, oder die Eine und Andere treffen sich durch Zufall oder so, gell Schwestern? Und dann… jaahaa, dann geht es bestimmt wieder rund. 😉

  70. Mein Lucy-Schatz, anscheinend war unser Telefonat gestern doch noch ein bisschen inspirierend, ist toll geworden. Auf eure Familienbesuche bin ich aber sehr gespannt und auch auf euer Wiedersehen.
    Ich würde sagen, dass wir jetzt erst mal unsere roman fertigmachen und uns dann überlegen, wie wir unsere Idee für den zweiten Teil realisieren. Also zu einer Person verschmelzen kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber wie gesagt, die Eier legen wir erst später. Jetzt kommt das Gemetzel und danach die Party.

  71. So meine Lieben, da ich keine Antwort auf meine Frage bekommen habe, nehme ich mal an, alle sind mit der Zeit einverstanden. Also schlagen wir um Mitternacht zu. 😉

  72. Angie, was machst du am Feiertag um 5.52 außerhalb des Bettes??????? Hast die ganze Nacht durchgeschrieben. Roman fertig ist jetzt?

  73. Bett? Welches Bett?? Wie jetzt… Feiertag heute??? Nee, oder???? Was denn geschrieben ????? Und wer ist überhaupt diese Angie?????? 🙁

  74. wooooooooooooooooooow
    ach du heilige Buttermilch man *schnief*
    Taschentuchlarm

    toll geschrieben Angie *schnief*

  75. omg jetzt echt ne? mensch der arme Norbert…. er konnte sie nicht haben… Norbert der Held…. wow ach mensch. was die Doc bloß hat? Fingernagel eingerissen???

  76. ja, ich auch! Ihr müsst unbedingt auf NS-Island eine Kerze für ihn anzünden und vielleicht ein Denkmal bauen, schließlich ist er tapfer im Krieg gefallen! 😉
    Wer macht mir denn jetzt eigentlich den „Dunklen Schwan“ – die Zeit drängt, da es am 15. auf den Markt kommt – ist vielleicht wichtiger als all die anderen Bücher im Moment…. hm…
    LG

  77. Omg… ich kann mich auch nicht beruhigen. 😥 … Und komme langsam um vor schlechtem Gewissen!!! Dolce, wenn sich keiner findet für den „Dunklen Schwan“, ich würde gerne… Aber nur wenn wirklich keiner will!!!

  78. okay, dann schick ich dir das Buch einfach – ich weiß ja, dass ihr es alle lesen möchtet, vielleicht kannst du es ja weiterreichen 😉 Es drängt wirklich wegen des Erscheinungstermins ein bisschen. Ich hab´s versucht zu lesen, blicke aber überhaupt nicht durch. Da gibt es ne ganze Menge Begriffe, die ich einfach nicht verstehe. 😆
    Ja, der Schock sitzt tief – vor allem natürlich, weil du ja nicht ganz unschuldig an der Situation bist, gell 😉 Aber so ist das Leben… es geht trotzdem weiter…

  79. Ja schick das Buch dem Angiepanda, die braucht jetzt was positives… ich hätte es auch fix gelesen, aber da ich gestern nicht dämonenmal auslesen konnte weil ich den ganzen Tag Schmerzen hatte und ich mir jetzt auch Gedanken machen muss wie ich den Roman weiterschreibe.. finde ich dat jut. DAchte auch ehrlich gesagt das hätte schon jemand bekommen längst. Go Angie und wenn da interessantes über Schamaninnen drinsteht klär mich bitte auf.

    Eine Schweigeminute für Norbert bitte!!!

  80. Eine Schweigestunde für Norbert,bitte !!

    Boah,nie hab ich ein Taschentuch wen ich eins brauch.
    Angie,toll.Ganz ehrlich. Tolle Dramatik.
    Aber muste das wirklich sein? Oh man,armes Norbilein.
    Mir lief echt ne Träne runter, meine große guckt ganz doof.
    Toll Angie,ganz toll.

  81. … A U A… ey, ich habe gerade einen Schlachindennacken von meinem Gewissen bekommen. Man, ich habe noch nie so oft das Schreiben unterbrechen müssen… wegen bremmelei… furchtbar. 😥

  82. ok es is traurig, aber ich finds auch genial 😀 so nichts schlechtes Gewissen. Pft… ich hoffe nur wir kommen noch dazu Norbert gebührend zu bestatten.

  83. Du hast recht,Doc. Es ist genial und du brauchst echt kein schlechtes Gewissen haben,Angie.
    Warum auch? Irgendwann muste ja mal jemand ins Gras beissen.
    Und du hast ihm einen würdigen,ehrenvollen Tod bescheert.
    Und ich denke seine Bestattung wird genau so sein.
    Vieleicht eine Feuerbestattung. Auf einem Holzpodest aufgebahrt,in Tücher gewickelt.
    Und Duncan als unser Chef und seinem Freund hat die Ehre
    ihm diesen letzten Dienst zu erweisen?

  84. Hab gerad nochmal gelesen…. 🙁
    Oh man,beim 2 mal lesen ist es noch genau so traurig*schnief*

  85. Ey, was soll ich denn sagen… *schnief *… ich habe das verbrochen.. *schnief*…
    Aber mal ehrlich, so einen großen Kampf mit Aktion und so… und wir haben nicht mal einen blauen Fleck? Wie bei diesen Western, wo laufend geballert wird… 25 fallen um und dann stehen 30 wieder auf und rennen weg. So was geht doch nicht, oder? Auch wenns weh tut… schniiiiiiief

  86. Angie die Verbrecherin hmmm dann musst du eine Strafe verbüßen. Vllt geht es dir dann besser. Ich schlage vor zwei Wochen NSI-Gefängnis, in Gabs ehemaliger Praktikantenhütte (er hat da inet und Tv) und du darfst du Nationalgericht und Getränk verzehren… damit du tja hmm keine ahnung was das bezweckt. Wird dir soviel gebracht wie du schaffst und natürlich von wem du möchtest :D. Oh oder jedesmal von wem anderen… oder vom Robbielein als Erinnerung….

  87. So, ich habe meine zweitägige Trauerzeit um Norbert jetzt beendet. Jetzt habe ich den Verlust endlich verkraftet und kann wieder einen Kommi schreiben.
    Angie klasse, klasse, klasse-Teil. Zwar etwas traurig, weil wir uns von Norbert verabschieden mussten, aber toll geschrieben. Spannend und einen würdevollen Heldentot für Nobilein, toll! Ich bin auch der Meinung, dass das mal sein musste, wir können doch nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen haben. Ist schon i.O. so.
    Norbert, wir werden dich immer in Erinnerung behalten.

  88. Schön daß es euch trotzdem gefällt, danke…*schnief*.
    Genau!!! Wir brauchen Aktion, Konfetti, Senf an die Decke!!!!

  89. Auf unserer Insel lebt er ja weiter. Es ist ja nur der fiktive Norbert, der von uns gegangen ist.

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