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Neue Literatursendung mit Elke Heidenreich im ZDF?

5. Februar 2011 | Von | Kategorie: Dies und Das, Lesekreis

Die Autorin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich (67), die jahrelang mit “Lesen! im ZDF“ erfolgreich war, würde gern wieder eine Literatursendung für den Sender machen, sagte sie in einem Interview mit der Bunten.

Auf die Frage, ob sie Genugtuung darüber empfinde, dass die Nachfolgesendung “Die Vorleser” beim ZDF abgesetzt wurde, antwortete Elke Heidenreich folgendes:

Die Quotenschielerei beim öffentlich-rechtlichen TV finde ich falsch. Aber die “Vorleser” sind zu Recht abgesetzt worden.” Die Zuschauer würden verwirrt, wenn sich zwei Moderatoren über Literatur unterhielten. “Da muss einer sein, der dezidiert Tipps gibt. Ich bin davon überzeugt, dass ich das besser kann, und finde, mehr als drei Jahre nach meinem Rauswurf könnte man mich ruhig mal wieder fragen.”

Ich persönlich finde auch, dass Elke Heidenreich ihre Sendung “Lesen! im ZDF” interessanter, leidenschaftlicher, spannender moderiert hat als das sehr sympathische aber etwas farblose Duo Amelie Fried und Ijoma Mangold. Am liebsten wäre mir ein neues literarisches Quartett; vielleicht mit Marcel Reich-Ranicki, Elke Heidenreich, Iris Radisch und Ruth Klüger. 😉 Die Einschaltquoten bei so einer Traumbesetzung wären bestimmt gigantisch.

Quelle: Bunte.de

11 Kommentare
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  1. Ich weiß nicht, sie hat damals gesagt, dass sie sich schämt für so einen Sender überhaupt noch zu arbeiten, da fand ich den Rausschmiss schon konsequent. Ich würde mir in dem Fall wünschen, dass sowohl das ZDF als auch sie einfach mal zu ihrem Wort stünden und mit den Konsequenzen leben. 😉

  2. hi Ailis, ja, sie schämte sich für den Sender und hatte eh die Nase voll von diesem “Marathonlesen”, aber das sie hat natürlich nicht so gemeint, bzw. nicht dauerhaft so gemeint 😉 So ist sie halt! Aber ich vermute auch, dass das ZDF diesen Wink mit dem Zaunpfahl geflissentlich übersieht. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
    LG

  3. Na ja, mit einem “So ist sie halt” bin ich nicht zu überzeugen! 😀

  4. ja, befürchte, das geht den meisten so. Weißt du, ich konnte damals ihren Zorn gut verstehen. Es war sicherlich nicht in Ordnung es so in die Öffentlichkeit zu tragen, aber wie gesagt, so ist sie halt. 😉

  5. Was man ihr lassen muss: Sie hat sich in den Dienst der Bücher gestellt, die sie empfehlen wollte, statt die Selbstdarstellung in den Vordergrund zu rücken.

  6. Ich konnte den Zorn nicht wirklich verstehen bzw. ihre Art, damit umzugehen. Selbst Reich-Ranicki, der das Ding ins Rollen gebracht hat, ist da reifer mit umgegangen.
    Und ich finde es auch ziemlich unsympathisch, wenn man denkt, man müsse noch mal gefragt werden. Sie ist gut, sicher, aber sie ist sicher nicht die einzige, die in der Lage ist, eine solche Sendung zu machen.
    Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. 😉

  7. Willkommen Melusine! Ja, sie trägt quasi immer ihr Herz auf der Zunge und das macht sie vielleicht so authentisch 😉
    @Ailis – hehe, nicht so bescheiden – ich freue mich sehr über deine Meinung! 😉
    Bin übrigens der festen Überzeugung, dass das ZDF die ganze Angelegenheit ins Rollen gebracht hat. Sie hätte wirklich die Laudatio halten sollen und nicht Thomas Gottschalk. MRR hat sich danach auch nicht mit Ruhm bekleckert, ich finde ja immer noch, er hätte ihr nicht so in den Rücken fallen dürfen. Aber na ja, passiert ist passiert…
    Liebe Grüße

  8. Danke, das hört man doch gern! 😉
    Hm, da sagst du was… ich dachte eigentlich immer, dass MRR es nicht so hat mit Frau Heidenreich. Aber du bringst mich zum Nachdenken. 😉 Wobei es natürlich nicht geschickt war, auf die Qualität des Senders zu schimpfen, nur weil man mal nicht bekommen hat, was man will. *g*
    Schön, so ein Austausch! 🙂

  9. Ja, schön, dass du dran bleibst!

    Ich habe dir mal die Stellen rausgesucht, die vielleicht auch im Nachhinein noch interessant sind:

    „Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde“, hatte sie in der Frankfurter Allgemeinen geschrieben. Die Gala beschrieb sie als „armselige, grottendumme Veranstaltung“, die nominierten Filme und Serien seien in der Mehrzahl „jämmerlich“. Sie entschuldige sich „stellvertretend für alle Leidenden an diesen Zuständen und bei Reich-Ranicki für diesen unwürdigen Abend“.

    Er erklärte, seine kritische Rede bei der Preisverleihung habe sich allein auf die Feier bezogen. Die Interpretation, er habe bei seiner Schelte die deutschen Fernsehprogramme insgesamt gemeint, sei „großer Unsinn“: „Ich habe nicht gesagt, alles im deutschen Fernsehen ist abscheulich, ist Mist, ist nicht gut. Ich habe gesagt: Die hier stattfindende, stattgefundene Feier war ganz schlimm und nicht akzeptabel.“ Das sei ein großer Unterschied. „Ich habe nicht den Krieg führen wollen mit den Sendern.“

    Seine nachträgliche Erklärung klingt für mich nicht glaubhaft, weil ich nämlich bei der Verleihung das Gefühl hatte, dass er bei seinem Wutausbruch sehr wohl das gesamte deutsche Programm als “abscheulich” anprangerte. 😉
    Aber er ist eben auch ein großer Diplomat. 😉
    LG

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