Alexis Jenni erhält den Prix Goncourt 2011

Seit 108 Jahren wird jeweils im Spätherbst der Prix Goncourt in Frankreich verliehen. Obwohl der Literaturpreis nur mit symbolischen zehn Euro dotiert ist, gehört er zum begehrtesten Preis für Autoren und Verlage, weil mit der Vergabe auch ein Verkaufserfolg garantiert ist. Ausgezeichnet wird jeweils das beste erzählerische Werk in französischer Sprache, das im laufenden Jahr erschienen ist.

Die Jury des Prix Goncourt hat sich in diesem Jahr für den Autor Alexis Jenni entschieden. Er wird für sein Romandebüt „L’art français de la guerre“ (etwa: Die französische Kriegskunst) ausgezeichnet.

Kurzbeschreibung
Die französische Armee stellt für die Franzosen ein besonderes Phänomen dar. Sie ist stumm und bedingungslos gehorsam gegenüber dem Armeechef, einem gewählten Zivilisten. Man ist froh, nicht allzu viel über sie zu wissen, außer dass die großen Militärbasen sich im Süden des Landes befinden, von wo aus sie ihre Aktivitäten auf weit entfernte Territorien richtet.

Der Fallschirmjäger Victorien Salagnon, der auch in Algerien und Indochina im Einsatz war, ist einer von ihnen. Er lehrt den Erzähler das Malen, der im Gegenzug Salagnons Geschichte aufschreibt – 50 Jahre französische Militärgeschichte und die „Kunst des Krieges“.

Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern des Prix Concourt gehören unter vielen anderen auch Michel Houellebecq, Marie NDiaye und Jonathan Littell. Wann und ob „L’art français de la guerre“ in einer deutschsprachigen Übersetzung erscheint, ist noch nicht bekannt.

Quelle: ZEIT Online

7 Fragen an Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren, wo er bis heute mit seiner Familie lebt.

Nach dem Abitur studierte  Sebastian Fitzek Jura bis zum ersten Staatsexamen, promovierte im Urheberrecht und arbeitete dann als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands.

Sein Erstlingswerk „Die Therapie“ erschien im Jahr 2006 im Droemer Knaur Verlag. Der Psychothriller eroberte gleich die Taschenbuch-Bestsellerliste und wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mit den darauf folgenden Bestsellern „Amokspiel“ (2007), „Das Kind“ (2008), „Der Seelenbrecher“ (2008), „Splitter“ (2009), „Der Augensammler“ (2010) und der „Der Augenjäger“ (2011) festigte er seinen Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers.

Seine Bücher werden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans.

Derzeit wird Sebastian Fitzeks Psychothriller †œDas Kind† (The Child) verfilmt. Für 2012 ist der Start in den Kinos geplant. Der Autor hat eine Facebook-Seite zum Film eingerichtet und sammelt derzeit Fans. Sollten 50.000 Facebook-User den Like-Button bis Weihnachten anklicken, werden alle Namen im Abspann gezeigt, und Fitzek gewinnt eine Wette mit seinem Regisseur Zsolt Bács.

7 Fragen an Sebastian Fitzek

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit einem Vogel, am liebsten einem Adler oder einem Raben.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Mein neuestes Buch und die Verfilmung meines Psychothrillers „Das Kind“.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Unqualifizierte Menschen, die anderen von Verwirklichung ihrer Lebensträume abraten und ihre guten Ideen ausreden wollen.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Mich selbst nicht so wichtig zu nehmen, als dass ich wegen irgendetwas mit stolzgeschwellter Brust herumlaufen würde.

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Mit Vincent van Gogh.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Über keine einzige. Ich will nicht, dass die Straße meines Lebens auch nur an einer Stelle anders abgebogen wäre. Selbst die verpassten Gelegenheiten hatten sicherlich ihren Sinn.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Als Wachmann (ausgerechnet!) in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm auf der Grünen Woche.

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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Sebastian Fitzek für die Teilnahme an unserer kleinen Umfrage und der überraschenden Auskunft, dass er sich nicht mit Arthur Conan Doyle oder Edgar Allan Poe, sondern mit einem außergewöhnlichen Maler verabredet hätte.

Abschließend ein erster Filmausschnitt aus dem Thriller „Das Kind“. Es ist gut vorstellbar, dass man dem Genre †œDeutscher Psychothriller† bald mehr Chancen einräumt! 😉

Quelle Foto: Sebastian Fitzek

Literatur + Meer: Letzte Fischer von Volker Harry Altwasser

Letzte Fischer“ ist der dritte Teil der in den Jahren 2009 und 2010 erschienen Trilogie von Volker Harry Altwasser. In diesem „Seefahrerbuch bezeugt Altwassers herausragende poetische Kraft. Altwasser erzählt grandios vom Scheitern aller Träume †“ und dass es sich trotzdem lohnt, ihnen nachzujagen†, lautet die Begründung des Schriftstellers Thomas Hürlimann, der als Juror in diesem Jahr Volker H. Altwasser den Italo Svevo-Preis zugesprochen hat.

Der Mann hat offenbar ein Faible für letzte Dinge. Ein feiner, salzwasserkrusteter Roman, dem Leben auf den Meeren und dessen Gesetzen abgelauscht und so gelassen wie die Ostsee an einem Sonnentag. […] Wie es Altwasser dabei ganz nebenbei vermag, sein Buch als wehmütigen Abgesang auf die Welt der Fischer und Fänger zu intonieren, das ist famos.“ Peter Henning, KulturSPIEGEL, Oktober 2011

Kurzbeschreibung „Letzte Fischer“

Luise wird mit ihrem Spezialteam beauftragt, den Walfänger Rimbaud mitsamt seiner Ladung sicher in den Hafen von Spitzbergen zu bringen. Das raue Leben auf dem Walfänger birgt einige Überraschungen unter anderem beginnt Luise eine gefährliche Affäre mit dem Schiffsjungen Tommy.

Zur gleichen Zeit ist ihr Stiefvater Robert mit dem Hochseeschiff Saudade vor Somalia unterwegs, um Rotbarsch zu fangen und die seltene und überaus kostbare Kurznasenseefledermaus zu häuten. Es soll seine letzte Fahrt sein, bevor er sich dem Wunsch seiner Frau Mathilde fügt, ein Leben an Land zu führen.

Volker Altwassers Letzte Fischer ist eine Hommage an das Leben auf den Meeren, ein Abgesang auf eine Männerwelt, die mit ihren Ritualen und Traditionen wie aus der Zeit gefallen wirkt. Neben furiosen Beschreibungen der Waljagd und der Walverarbeitung und mitreißenden Schiffsmanövern auf der ungebändigten See entspinnt sich eine zärtliche Geschichte, die von tiefer Melancholie und Wehmut durchzogen ist. Ein großes Hochseeepos, das vom Meer und immer auch von der Literatur über das Meer erzählt.

Über den Autor
Volker H. Altwasser, 1969 in Greifswald geboren, absolvierte die Realschule und anschließend eine Lehre zum Elektronikfacharbeiter. Er war u. a. tätig als Heizer in der Reichsbahndirektion, Matrose in der NVA, Gefreiter auf der Fregatte „Bremen“, Montagearbeiter für die Telekom. 1998-2002 studierte er am Deutschen Literaturinstitut der Uni Leipzig. Er veröffentlichte mehrere Bücher. Altwasser lebt heute in Rostock.

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Italo Svevo-Preis 2011 geht an Volker H. Altwasser

Der 41-jährige Schriftsteller Volker H. Altwasser erhält den Italo Svevo-Preis 2011.

Der Italo Svevo-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 5 Jahren durch das Hamburger Unternehmen Nordcapital gestiftet. Laut Statut entscheidet ein vom Kuratorium bestimmter Juror allein, wer mit dem Preis geehrt wird.

In diesem Jahr fungierte als alleiniger Juror der Schriftsteller Thomas Hürlimann.

Er begründet seine Wahl folgendermaßen: „Volker Altwasser nähert sich auf beeindruckende Weise den letzten Dingen. Bisher erschienen die Romane ‚Letzte Haut‘, ‚Letztes Schweigen‘ und ‚Letzte Fischer‘. Vor allem sein Seefahrerbuch bezeugt Altwassers herausragende poetische Kraft. Altwasser erzählt grandios vom Scheitern aller Träume †“ und dass es sich trotzdem lohnt, ihnen nachzujagen.“

Die Trilogie von Volker H. Altwasser

Letzte Haut

Kurzbeschreibung
18 Monate untersucht der SS-Ermittlungsrichter und Polizeibeamte Dr. Schmelz 1943/44 die Verhältnisse im KZ Buchenwald. Ausgerüstet mit einem personengebundenen Geleitbrief hat er freie Einsicht in alle Bereiche des Lagers. Noch im Winter 1944 wird der Kommandant des Konzentrationslagers, Karl Koch, in einem Geheimprozess wegen Wehrkraftzersetzung, Unterschlagung und Mord zum Tode verurteilt. Schmelz überführt mit Koch einen Mann, der sich mit Himmler duzt. Dies gelingt dem Juristen mit dem besten Diplom seines Jahrgangs, weil er nach hartem Ringen mit sich selbst zum Mörder an zwei sowjetischen Kriegsgefangenen wird: Er beweist mit dem »Prinzip der Ausschließlichkeit« persönlich motivierte Morde – mit Mord.
Mit diesem atemberaubenden und erschütternden historischen Roman, wird der Staffelstab des Erzählens über die Verbrechen des Nationalsozialismus an die Enkelgeneration übergeben.

Letztes Schweigen: Ein Abwrackroman

Kurzbeschreibung
Humorvoll und doch voll Bitterkeit erzählt Volker Altwasser diese Geschichte von einer schweren und einsamen Kindheit, die geprägt ist von den Lügen, Illusionen und Abgründen einer überforderten alleinerziehenden Mutter. Einfühlsam und schonungslos offen berichtet er in einer Sprache, die dem Leiden abgerungen scheint, von einem tragischen Schicksal, das den Leser nicht unberührt lässt.Die Geschichte eines gedemütigten, vernachlässigten, ungeliebten Jungen, der Kraft seiner eigenartigen Phantasie einen Weg aus der Trostlosigkeit findet und doch der ewige Außenseiter bleiben wird. Mangelnde Liebe, ständig wechselnde Stiefväter, die irgendwann immer als schwere Alkoholiker, als „Säufersäue“, enden allem zu Trotz entrinnt der Junge der Sprachlosigkeit und erfindet sich neu.

Letzte Fischer

Kurzbeschreibung
Luise wird mit ihrem Spezialteam beauftragt, den Walfänger Rimbaud mitsamt seiner Ladung sicher in den Hafen von Spitzbergen zu bringen. Das raue Leben auf dem Walfänger birgt einige Überraschungen unter anderem beginnt Luise eine gefährliche Affäre mit dem Schiffsjungen Tommy. Zur gleichen Zeit ist ihr Stiefvater Robert mit dem Hochseeschiff Saudade vor Somalia unterwegs, um Rotbarsch zu fangen und die seltene und überaus kostbare Kurznasenseefledermaus zu häuten. Es soll seine letzte Fahrt sein, bevor er sich dem Wunsch seiner Frau Mathilde fügt, ein Leben an Land zu führen.Volker Altwassers Letzte Fischer ist eine Hommage an das Leben auf den Meeren, ein Abgesang auf eine Männerwelt, die mit ihren Ritualen und Traditionen wie aus der Zeit gefallen wirkt. Neben furiosen Beschreibungen der Waljagd und der Walverarbeitung und mitreißenden Schiffsmanövern auf der ungebändigten See entspinnt sich eine zärtliche Geschichte, die von tiefer Melancholie und Wehmut durchzogen ist. Ein großes Hochseeepos, das vom Meer und immer auch von der Literatur über das Meer erzählt.

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Der Literaturpreis wird Volker Harry Altwasser am 7. Dezember 2011 im Hamburger Literaturhaus überreicht.

Quelle: Börsenblatt

8. Dezember: DER KRIMITAG †“ international, simultan und karitativ!

Der 8. Dezember ist der Todestag von Friedrich Glauser (1896-1938), Namenspatron der renommiertesten deutschsprachigen Krimipreise, die jedes Jahr vom SYNDIKAT, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, vergeben werden.

Ihm zu Ehren veranstaltet das SYNDIKAT nun zum ersten Mal den KRIMITAG, bei dem Lesungen, Diskussionen und Veranstaltungen aller Art von und mit deutschsprachigen Krimi-Autorinnen und Krimi-Autoren stattfinden. Ob Bestsellerautoren, Lokalgrößen oder Newcomer, alle sind sie beim KRIMITAG dabei, organisiert von den jeweiligen regionalen Stammtischen.

Von Wien bis Köln, von Bremen über München bis Zürich, überall wird zeitgleich für einen guten Zweck gelesen.
Nähere Infos zu den Veranstaltungsorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie zu Beginnzeiten und Lesenden finden sich unter www.krimitag.com

Folgende Tatorte rund um den KRIMITAG 2011 stehen fest:

Bamberg (8.12.),
Bern (7.12.),
Bremen (8.12.),
Dußlingen/Tübingen (8.12.),
Essen (8.12.),
Hamburg (8.12.),
Köln (8.12. bis 11.12.),
München (8.12.),
Wien (8.12.),
Wiesbaden (8.12.),
Zürich (8.12. und 9.12.).

www.das-syndikat.com
www.krimitag.com