Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 30/2010

Platz 1 : Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl von Stephenie Meyer

Kurzbeschreibung
Hauptfigur des Romans ist Bree Tanner, ein Vampirmädchen, dem „Bis(s)†œ-Leser im dritten Band, „Bis(s) zum Abendrot†œ, bereits begegnet sind. Sie schildert ihre Reise mit einer Armee neugeborener Vampire, die aufgebrochen ist, um Bella Swann und die Cullens zu vernichten. Das neue Buch öffnet einen Blick auf die dunkle Seite von Bellas und Edwards Welt.
Stephenie Meyer: „Ich bin selbst ganz überrascht von diesem Roman. Als ich 2005 mit der Arbeit begann, war es einfach ein Versuch, der mir helfen sollte, die andere Seite von „Bis(s) zum Abendrot†œ zu verstehen. Ich dachte, daraus könnte vielleicht eine Kurzgeschichte werden, die ich auf meine Website stellen würde. Dann begann ich, an „The Twilight Saga: The Official Guide†œ zu arbeiten und dachte, dies wäre ein passender Ort für Brees Geschichte. Doch der Text wurde viel länger als ich zunächst geplant hatte, so dass schließlich ein Roman daraus entstanden ist.†œ
Mehr über „Bree Tanner“ findet sich hinter dem Link.

Platz 2 : Hummeldumm: Das Roman von Tommy Jaud

Kurzbeschreibung

„Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.“
Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur „irgendwas“ buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses „irgendwas“ ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand.
„Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.“

Platz 3 : Garou: Ein Schaf-Thriller von Leonie Swann

Kurzbeschreibung
Das Blöken geht weiter: Ein neuer Fall für Miss Maple und Co.
Es ist soweit: Für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten! In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein †“ wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfspelz! †“ wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist schnell nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Und schon bald folgen sie mit bewährter Schafslogik einer ersten Spur, die sie durch die Gänge des Schlosses und das Schneegestöber der Wälder führt.

Platz 4 : Ich schreib dir morgen wieder von Cecelia Ahern

Kurzbeschreibung
Tamara hat immer nur im Hier und Jetzt gelebt – und nie einen Gedanken an morgen verschwendet. Bis sie ein Tagebuch findet, in dem ihre Zukunft schon aufgezeichnet ist … Eine verzaubernde Geschichte darüber, wie das Morgen unsere Gegenwart verändern kann – der neue wunderbare Roman der jungen irischen Weltbestsellerautorin.
Nach dem Selbstmord ihres Vaters muss die junge Tamara aus ihrem Dubliner Glamour-Leben zu einfachen Verwandten aufs Land ziehen. Ihre Mutter ist vor Trauer über den Tod ihres Mannes kaum ansprechbar, und fernab ihrer Freunde fühlt sich Tamara völlig alleingelassen. Das einzig Interessante an dem abgelegenen Ort, an dem sie jetzt leben muss, scheint die ausgebrannte Ruine des alten Kilsaney-Schlosses. Doch dann entdeckt Tamara ein geheimnisvolles Buch: ein Tagebuch, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist – und zwar immer schon der nächste Tag! Es führt Tamara zu den verborgenen Geheimnissen ihrer Familie und hilft ihr, den Weg zu Liebe und Zukunft zu finden.

Platz 5 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

ErbarmenKurzbeschreibung
Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen.
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?“
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
„Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt.“ politiken.dk

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Platz 6 : Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Kurzbeschreibung
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der Augensammler keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt.

Platz 7 : Bis(s) zum Ende der Nacht von Stephenie Meyer

Kurzbeschreibung
Wenn man vom dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Geliebten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Geliebten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern? Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt? Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella. Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jakob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich, auch wenn es so aussieht, als setze sie eine Entwicklung in Gang, die möglicherweise verheerend für sie alle ist. Noch hofft Bella, die verschieden Fäden ihres Leben wieder zusammenführen zu können, da droht alles für immer zerstört zu werden …

Platz 8 : Der Feind im Schatten von Henning Mankell

Kurzbeschreibung
Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen… Der neue Bestseller des Krimi-Autors aus Schweden.

Platz 9 : Schöner Schein: Commissario Brunettis achtzehnter Fall von Donna Leon

Kurzbeschreibung
Jedes Jahr im Mai dürfen sich die vielen deutschen Brunetti-Fans auf einen neuen Krimi mit dem venezianischen Commissario aus der Feder von Donna Leon freuen. In Schöner Schein ermittelt der sympathische Guido Brunetti bereits in seinem achtzehnten Fall, in dem er den kriminellen Machenschaften der Müllmafia auf die Spur kommt.
Nichts als schöner Schein – das denken sich wohl die Leute, wenn sie »la Superliftata« in der Calle begegnen. Brunetti aber merkt, dass sich hinter den starren Zügen von Franca Marinello Geheimnisse verbergen. Nicht anders als hinter den feinen Fassaden von Venedig: Den Machenschaften der Müllmafia auf der Spur, entdeckt Brunetti die Kehrseite der Serenissima.

Platz 10 : Mädchenfänger von Jilliane Hoffmann

Kurzbeschreibung
„P.S. Pink steht dir.CUL8R“. Die zwölfjährige Lainey kann es kaum fassen. Zach, der gut aussehende Sonnyboy aus dem Chatroom steht offensichtlich auf sie. Und er will sie treffen. Als sie von der Schule nicht nach Hause kommt, nehmen alle an, dass Lainey weggelaufen ist. So wie ihre ältere Schwester Denise vor ein paar Jahren. Routinemäßig wird FBI Agent Bob Dees in die Untersuchung miteinbezogen. Bobby ist Spezialist für verschwundene Kinder – nicht nur beruflich, sondern auch privat. Seine eigene Tochter Katy verschwand vor fast einem Jahr und niemand hat seitdem wieder etwas von ihr gehört. Lainey ist nicht weggelaufen, da ist sich Bob sicher. Doch zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis ihm ein schreckliches Gemälde zugespielt wird – es zeigt eine gefesselte junge Frau. Anhand des Gemäldes findet Bobby heraus, wo das Mädchen gefangen gehalten wird – doch sie kommen zu spät. Das Mädchen ist tot. Es ist nicht Lainey, doch im Bild finden sich Hinweise auf sie. Bobby kommt der Verdacht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der es auf junge Mädchen abgesehen hat, von denen alle denken, sie seien weggelaufen. So wie Katy…

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 30/2010

Platz 1 : Alles Glück kommt nie von Anna Gavalda

Kurzbeschreibung
»Unterhaltungsliteratur vom Feinsten, gute Geschichte blendend erzählt, besser geht s nicht!« Elke Heidenreich
Charles Balanda, Ende Vierzig, ist ein erfolgreicher Architekt und glücklich mit seinem Leben. Bis er einen Brief bekommt, in dem nur drei Worte stehen: Anouk ist tot. Von da an ist nichts mehr, wie es war. Denn Anouk ist seine große Liebe gewesen, bis…? Was damals geschah, lässt Charles nicht mehr los. Er begibt sich auf Spurensuche und merkt, dass er sich eigentlich nach einem ganz anderen Leben sehnt. Ein wunderbares Feuerwerk an witzigen Dialogen und unvergesslichen Szenen. Ein Buch über das große Glück, die Schatten der Vergangenheit und über die ganz, ganz große Liebe.

Platz 2 : Der verborgene Garten von Kate Morton

Kurzbeschreibung
Ein verwunschener Garten, eine adlige Familie, ein dunkles Geheimnis
Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage †“ ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen.

Platz 3 : Eine ganz andere Geschichte von Håkan Nesser

Kurzbeschreibung
Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen im Finistère ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte Gesellschaft: zwei Paare und zwei Einzelkämpfer, alles in allem sechs Leute, die freizeitbedingt miteinander Freundschaft schließen. Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen sich ihre Wege, wie das ja oft der Fall ist. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich ein Gruppenbild, das ein oder andere Aquarell †“ und ein anonymes Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat. Denn fünf Jahre später beginnt jemand, sie zu töten, einen nach dem anderen, wobei die Morde Gunnar Barbarotti, Inspektor in Kymlinge, jeweils zuvor brieflich angekündigt werden. Der Fall erregt große Aufmerksamkeit in den Medien, die Polizei steht naturgemäß unter Druck. Der Mörder indes spielt Katz und Maus mit den Ermittlern †“ und erscheint unbegreiflicher und unberechenbarer als je zuvor. Was ist damals in der Bretagne wirklich passiert? Und warum bekommt ausgerechnet Inspektor Barbarotti die Briefe? Im zweiten Buch um Gunnar Barbarotti, „Eine ganz andere Geschichte†œ, begegnen wir erneut dem geläuterten Zweifler und Gott herausfordernden Mann, den wir bereits im Kriminalroman „Mensch ohne Hund†œ kennengelernt haben. Seine Berufskarriere erscheint ihm immer dubioser, während sein Privatleben plötzlich völlig neue Perspektiven aufweist.

Platz 4 : Das Böse in uns von von Cody Mcfadyen

Kurzbeschreibung
Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. Die Passagiere fühlen sich wohl. Auch Lisa. Bis sich ihr Nachbar zu ihr herüberlehnt und flüstert: „Lisa, ich werde dich jetzt töten.“ Nach der Landung findet die Besatzung Lisas Leiche. Die FBI-Agentin Smoky Barrett hat lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer? Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

Platz 5 : Leichenblässe von Simon Beckett

Kurzbeschreibung
Dr. Hunter ist zurück … Bei seinem letzten Einsatz ist David Hunter nur knapp dem Tode entronnen. Nicht vollständig genesen, quält ihn die Frage, ob er seinem Beruf noch gewachsen ist. Bis ein alter Freund den Forensiker um Hilfe bittet: In einer Jagdhütte in den Smoky Mountains wurde ein Toter gefunden. Die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Die Spuren sind widersprüchlich. Und David Hunter ist im Begriff, einen folgenschweren Fehler zu begehen … «Mit einem schwermütigen Forensiker als Ermittler avanciert der Brite Simon Beckett zum neuen Krimikönig.» DIE WELT

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Platz 6 : Verblendung von Stieg Larsson

verblendungKurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt. Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis. -> mehr Infos zu der Trilogie und zum Film

Platz 7 : Die Nürburg-Papiere: Kriminalroman aus der Eifel von Jacques Berndorf

Kurzbeschreibung
Am Nürburgring sind mehr als 300 Millionen in gewaltigen Betongebirgen verbaut worden, die angeblich schnellste Achterbahn der Welt kostete mehr als zwölf Millionen Euro und ist nicht ein einziges Mal gefahren. Fachleute versprachen hoch und heilig, privates Kapital heranzuschaffen, und obwohl keiner auch nur einen einzigen Cent auftreiben konnte, wurden absurd hohe Beraterhonorare gezahlt.
Die Furcht der Eifeler Kneipenwirte, Pensionsinhaber und Hoteliers scheint berechtigt: Sie wurden von einer unbarmherzigen Clique von Managern rüde aus dem Geschäft gedrängt. Das Klima auf den Eifelhöhen ist zu Eis geworden. Niemand traut dem anderen, und selbst alte Freunde begegnen einander mit Misstrauen.
Eines Tages wird Claudio Bremm ermordet, der wichtigste Mann aus den Reihen der Manager, der härteste der harten Typen, der kälteste. Jemand streckt ihn brutal mit einer Maschinenpistole nieder, jemand, der ihn abgrundtief gehasst hat, jemand, der gesagt hat: Der muss weg!
Noch ehe die Mordkommission die Spuren im Wald sichern kann, stirbt ein zweiter Mann. Im Dörfchen Kirsbach, unweit der ältesten und bekanntesten Rennstrecke der Welt, stirbt der alte Bauer Jakob Lenzen einen grausamen Tod: Er wird mit einem Kopfschuss aus einer großkalibrigen Waffe in seinem Stall hingerichtet. Warum ausgerechnet der sanfte, kluge Jakob?
Zunächst kann niemand die Morde aufklären, die scheinbar nichts miteinander verbindet. Auch Siggi Baumeister, Emma und Rodenstock sind hilflos. Zu viele Spuren, zu viele Verdächtige, eine Unmenge glaubhafter Motive.

Schließlich wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Bei Regen und Eiseskälte wurde sie aus dem Auto gezerrt, erschossen, liegengelassen. Und zum ersten Mal zeigt sich so etwas wie ein roter Faden im Labyrinth der Nürburgring-Morde.

Platz 8 : Vergebung von Stieg Larsson

vergebungKurzbeschreibung
Wer suchet, der tötet
Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte.
Klappentext
†œLarssons Gespür für Timing und Spannung ist überragend.† taz
†œSo packend, dass man dafür Urlaub nehmen sollte!† TV Spielfilm
†œStieg Larssons erzählerische Virtuosität (…) lässt seine Trilogie weit über das Genre des Polit-Thrillers hinauswachsen: Sie ist ein großer Gesellschaftsroman.† Der Spiegel

Platz 9 : Verdammnis von Stieg Larsson

VerdammnisKurzbeschreibung
Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt. Der neue große Roman des preisgekrönten Bestsellerautors Stieg Larsson. Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin „Millennium“ eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.

Platz 10 : Aprilgewitter von Iny Lorentz

Kurzbeschreibung
Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und voller Hoffnung brechen Lore und Fridolin nach Berlin auf. Hier tritt Fridolin einen bedeutenden Posten in einem Bankhaus an, und Lore erfüllt sich ihren großen Traum, mit ihrer Freundin einen Modesalon zu eröffnen. Doch bald muss sie erkennen, dass sie von den Damen der Gesellschaft geschnitten, ja dass ganz offensichtlich gegen sie intrigiert wird. Dann beginnt es auch noch in ihrer scheinbar so glücklichen Ehe zu kriseln, denn Fridolin hat eine alte Bekannte wieder getroffen – die Besitzerin des Edelbordells Le Plaisir

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Literaturverfilmung: Wasser für die Elefanten mit Robert Pattinson

Jacob Jankowski  ist der Protagonist in Sara Gruens Roman „Wasser für die Elefanten“ (orig. Water for Elephants).  Er ist neunzig oder dreiundneunzig Jahre alt, so genau weiß er das nicht, als er sich im Pflegeheim für Senioren an die Zeit der Großen Depression in Amerika in den 30er-Jahren – und an seine Jugend zurück erinnert.

Anfang 20 steht der Student mit der aussichtsreichen Zukunft nach einem Schicksalsschlag plötzlich vor dem Nichts und landet eher zufällig und unverhofft als Tierarzt bei „Benzinis spektakulärster Show der Welt“ (orig. The Benzini Brothers Most Spectacular Show on Earth), einem berühmten Eisenbahn-Zirkus dieser Zeit.

Hier trifft und verliebt Jacob sich in Marlena, die mit dem Zirkusdirektor August Rosenbluth verheiratet ist. Während Marlena in dem Zirkus sich vorwiegend um die Pferde kümmert und als Dressurreiterin auftritt, ist August der Dompteur der Truppe, abwechselnd charmant und brutal, sowohl zu den Menschen als auch zu Tieren an Bord des Zuges. An Rosie, einer Elefantendame, die nur polnisch versteht, lässt August oft seine ganze Wut aus.

Der in Wien geborene US-amerikanische Regisseur Francis Lawrence leitet die Dreharbeiten zu „Water for Elephants“ nach dem Drehbuch von Richard LaGravenese. Seit Mai 2010 stehen Robert Pattinson als Jacob Jankowski, Reese Witherspoon als Marlena Rosenbluth und Christoph Waltz als deren Ehemann August Rosenbluth vor der Kamera. Die Rolle des älteren Jacob Jankowski spielt Hal Holbrook. Die Filmpremiere ist für 2011 geplant.

Mittlerweile sind erste Fotos von den Dreharbeiten im Netz zu finden. So hat die Twilight-Seite EclipseMovie.org Fotos von einem angeschlagenen Robert Pattinson veröffentlicht. Die Verletzungen hat er sich vermutlich bei einem Kampf mit Christoph Waltz zugezogen. 😉

Kurzbeschreibung
Das schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden. Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen †“ bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf …
„Eine großartige Geschichte †“ spannend, unterhaltend, bewegend, komisch, traurig, wie eine richtig gute Vorstellung in einem Weltklassezirkus.“ Christine Westermann, WDR

„Sara Gruen erzählt Jacobs Geschichte auf beiden Zeitebenen so zart und liebevoll wie leidenschaftlich und bildgewaltig. Auch wenn man kein ausgewiesener Freund des Zirkus ist,schnell ist man mitten in der Manege, schließt Jacob und Marlena ins Herz, leidet, hofft und bangt mit ihnen. Wer sich in diesen trüben Tagen nach einer seelenvollen Geschichte sehnt, nach einer Geschichte mit einem ebenso überraschenden wie befriedigendem Ende, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt“, lautet das Fazit von Andreas Schröter auf Literaturwelt.de

Über die Autorin
Die gebürtige Kanadierin Sara Gruen zog es zunächst aus beruflichen Gründen in die USA. Als sie dort den Job verlor, begann sie zu schreiben. Ihr dritter Roman, „Wasser für die Elefanten†œ, wurde vom Stammverlag abgelehnt, und es fand sich nur ein kleiner, unabhängiger Verlag, der das ungewöhnliche Buch publizieren wollte. „Wasser für die Elefanten“ wurde einer der größten Überraschung-Bestseller des Jahrzehnts. Das Buch stand lange an der Spitze der Bestsellerliste und verkaufte sich allein in den USA mehr als zweieinhalb Millionen Mal. Eine große Verfilmung ist in Vorbereitung. Von den Honoraren hat Sara Gruen sich ein stattliches Anwesen kaufen können, in dem sie nun mit ihrem Mann, den drei Kindern, zwei Pferden, vier Katzen, zwei Hunden und drei Ziegen lebt.

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Seitensprung der Sisterhood – Ankunft in Schottland

Seitensprung der Sisterhood

Kapitel 1
Ankunft in Schottland

Ich war immer noch etwas nervös. Immerhin war ich das erste Mal ohne meine Schwestern unterwegs. Alleine mit Duncan nach Schottland. Duncan… Es war schon merkwürdig – da kannte man jemanden erst einige Wochen, wusste genau, dass man in ihm den richtigen Partner oder Gefährten gefunden hatte, und schon krempelte man sein ganzes Leben um. Natürlich war ich neugierig auf sein Zuhause, ich wusste nur nicht genau, wo das war. Er hatte mir nur gesagt, dass es in der Nähe von Fort Williams lag, wo auch immer das sein mochte. Ich war ja noch nie in Schottland. Er hatte mir eigentlich auch nicht viel über seine Familie erzählt. Nur, dass seine Eltern nicht mehr lebten. In dem Punkt war er sehr ziemlich verschwiegen. Vielleicht war das ja die beste Zeit, um sich besser kennen zu lernen. Denn Zeit hatten wir ja nun endlich genug füreinander. Neugierig sah ich aus dem kleinen Fenster. Unter uns lag eine dünne Wolkenschicht mit einigen Lücken, die ab und zu die Sicht auf das Meer freigab. Es war ein angenehm ruhiger Flug. Duncan war wenige Minuten zuvor von unserem Piloten ins Cockpit gerufen worden, also ließ ich meinen Blick in aller Ruhe durch das Innere der Kabine schweifen. Es war ganz anders als ich es von den Charterflügen gewohnt war. Alles war schön geräumig und komfortabel eingerichtet. Die wenigen Sitzplätze bestanden aus gemütlichen Sesseln, und hatten nichts mit den engen Sitzreihen in der Touristenklasse gemeinsam. An meiner Konsole entdeckte ich einige Knöpfen, die direkt neben der breiten Armlehne angebracht waren. Neugierig drückte ich den ersten und wartete gespannt, was passierte. Oh, das Licht wurde gedimmt. Na ja, das war jetzt nicht so spektakulär, also probierte ich den nächsten aus. Leise Musik erklang. Mh… okay. Beim dritten Knopf entfuhr mir unwillkürlich ein „Huch!†œ, als sich plötzlich die Rückenlehne nach hinten neigte, der Sitz sich in eine bequeme Liegefläche verwandelte, und ich flach auf dem Rücken lag. An der Wand neben mir öffnete sich eine Klappe und ein Brett schob sich mir entgegen, auf dem ein Kissen und eine Decke lagen. Beides nahm ich an mich, und langsam schloss sich die Klappe wieder. Zwei Knöpfe waren jetzt noch übrig. Also probierte ich den vorletzten und konnte beobachten, wie ein Monitor langsam von der Decke herab schwebte, sich etwas nach vorne neigte und auf halber Höhe stehen blieb. Gleichzeitig öffnete sich eine weitere Klappe neben mir und gab einen Blue-Ray Player mit einer großen Auswahl an Discs frei.
„Wow! Also hier kann man es aber aushalten!†œ
Blieb nur noch der letzte Knopf. Tja, und der öffnete eine gut sortierte kleine Bar mit allerhand Leckereien, die ich erst mal ausgiebig begutachtete. Als Duncan wieder die Kabine betrat, war ich gerade dabei, es mir gemütlich zu machen. Er blieb kurz vor mir stehen und musterte mich grinsend. Oh, ich muss wohl ein Bild für die Götter abgegeben haben, denn in einer Hand hielt ich noch die Decke, das Kissen lag schon unter meinem Kopf, und in der anderen Hand hielt ich mindestens 5 von den Discs. Ein halb aufgegessener Schokoriegel steckt zwischen meinen Zähnen und ich lag mit angezogenen Knien, zwischen denen ich eine Dose Coke eingeklemmt hatte, auf dem Rücken. Die Fernbedienung lag auf meinem Bauch.
„Warte meine Süße, ich helfe dir.†œ
Er beugte sich langsam über mich und… biss in den Schokoriegel.
„Mh lecker, süß und cremig. Oh da ist ja noch mehr†œ, murmelte er und küsste mich. Als sein Kuss intensiver wurde, und seine Hand sich unter mein T-Shirt verirrte, ließ ich die Sachen einfach fallen und umarmte ihn.
„Duncan? Der Pilot?†œ, fragte ich leise und knabberte an seinem Ohrläppchen.
„Der ist beschäftigt für die nächsten Stunden†œ, versicherte er mir mit seinen glitzernden dunklen Augen und öffnete den Knopf meiner Jeans….

Seite 2

Später, sehr viel später, nachdem wir etwas geschlafen und eine kleine Mahlzeit zu uns genommen hatten, schenkte er mir einen Kaffee ein und setzte sich mir gegenüber. Er sah mich ernst an, räusperte sich und fuhr sich mit einer Hand durch seine Haare. Er wirkte seltsam angespannt und nervös.
„Duncan, was ist denn?†œ
Er atmete hörbar aus, nahm meine Hand.
„Tut mir leid, es gibt eine Planänderung.†œ
Ich sah ihn neugierig an.
„Was?†œ
„Ja, wir werden nicht nach Glasgow fliegen, sondern nach Inverness. Ich habe vorhin die Order… also, als der Pilot mich gerufen hat, da war Mythos am Funk. Wir müssen zuerst auf das Anwesen. Nur für ein paar Tage, höchstens zwei Wochen.†œ
Er sah aus dem Fenster und biss die Zähne zusammen.
„Na, so schlimm ist das doch nicht!†œ, dachte ich nur verwundert.
„Und wo ist das Anwesen? Ist es weit weg von Fort Williams, wo immer das auch ist?†œ, fragte ich ihn. Er sah mich immer noch nicht an.
„Das Anwesen liegt in der Nähe von Loch Ness†œ, sagte es dann leise.
Oha, jetzt musste ich doch kichern, hielt mir aber schnell die Hand vor den Mund. Endlich sah er mich wieder an. Gott sei Dank war er nicht mehr so ernst. Und als er meinen amüsierten Gesichtsausdruck sah, musste er sogar schmunzeln.
„Ja, ich weiß, was du denkst. Aber so nahe ist Loch Ness auch wieder nicht. Es tut mir leid Angie, aber es ist wichtig.†œ
Bevor er wieder ernster wurde, umfasste ich sein Kinn.
„Ach, und wenn schon, mir ist es egal. Dann fahren wir eben erst zum Anwesen. Solange wir nur zusammen sind. Duncan, du machst dir wie immer zu viele Gedanken.†œ
„Ja, weil es da noch etwas gibt, was…†œ
Da wurde er von der Stimme des Piloten unterbrochen, der uns über die Sprechanlage zum Anschnallen aufforderte und uns auf die nahende Landung in Iverness hinwies. Ich strahlte Duncan an, küsste ihn schnell, dann zog ich den Gurt fest, schnappte mir seine Hand und sagte feierlich: „Schottland, ich freue mich auf dich!†œ
Minuten später setzte die Maschine sanft auf schottischem Boden auf.
Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten, und durch den Zoll waren, verschwand unser Gepäck auf geheimnisvolle Weise. Ich sah ihn nur fragend an.
„Oh, das hat alles seine Richtigkeit.†œ
Dann strahlte er mich an, fasste mich an der Hand und zog mich hinter sich her.
„Komm mein Herz, ich möchte dir etwas zeigen!†œ
Er hatte er furchtbar eilig und war kaum zu bremsen, bis ich plötzlich stolperte.
„Hey, langsam! Ich hab nun mal nicht so lange Beine!†œ
„Oh, tut mir leid.†œ
Da hob er mich einfach hoch und trug mich die letzten Meter zu einem kleinen Gebäude.
„Aber deine sind hübscher!†œ, flüsterte er mir ins Ohr und nutze die Gelegenheit, um mir kurz ins Ohrläppchen zu beißen. Wie immer reagierte mein Körper sofort und ein Kribbeln wie bei bei einem elektrischen Stromschlag durchfuhr augenblicklich meinen Körper.
In dem Gebäude blieb er abrupt stehen und ließ mich runter. Dann zeigte er mir, was ihn so in Aufregung versetzt hat.
„Das Angie, ist mein Baby!†œ

Seite 3

Ich starrte ihn ungläubig an.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Ein AUTO? Du nennst dein Auto Baby?†œ
„Meine liebe Angie, das ist kein Auto! Das ist eine Dodge Viper SRT-10! Das Baby hat einen 8,4 Liter Motor, 600 PS und beschleunigt von 0 auf 60 Meilen in 4 Sekunden.†œ
Zärtlich strich er über den glänzenden Kotflügel.
„Auto… tztztz.†œ
Ich verbiss mir mühsam ein Lachen und sagte ernsthaft.
„Natürlich, und so schön schwarz. Hübsche Augen hat Baby ja, muss ich zugeben aber, oh Duncan, dein Baby hat aber breite Füße, und bestimmt auch einen riesigen Durst, oder?†œ
Er runzelte die Stirn und sah mich argwöhnisch an.
„Machst du dich gerade über mich lustig, ja?†œ
Ich hakte mich bei ihm ein und sah ihn unschuldig an.
„Aber ich doch nicht. Ich habe ja nur ein kleines unwürdiges Auto, das mich von A nach B bringt. Aber ich muss zugeben, dein Baby ist wirklich schön. Tja, da kann ich leider nicht mithalten.†œ
Das Auto war wirklich ein Traum, aber bestimmt auch sehr teuer gewesen. Ich seufzte tief.
„Du hast ein Auto? Ich denke, auf der Insel braucht ihr keine†œ, fragte er erstaunt.
„Nicht auf der Insel, aber ich habe noch ein kleines Apartment auf dem Festland, und da steht mein…äh… Erdbeerkörbchen.†œ
„Dein was?†œ
Ja, mein heißgeliebtes Erdbeerkörbchen! Mein Golf 3 Cabrio, in Metallic-Lila!†œ Ich verschränkte die Arme und sah ihn dabei trotzig an.
„Sag jetzt bloß nichts Falsches! Er hat zwar nur 100 PS und auch schon über 200 000 km auf dem Buckel, ein paar klitzekleine Beulchen und hier und da eine kleine Schramme, ab und zu hustet er auch mal, aber er war mir immer treu und hat nie rumgezickt. Er hat ein gutes Herz und eine Seele. Naja, und einen Namen hat er auch†œ, gab ich zögernd zu, „er hört auf den Namen… Alf!†œ
Breit grinsend sah er auf mich herunter. Ich stieß ihn leicht vor die Brust.
„ Oh, schon gut! Wenn ich der Viper die Reifen küsse, darf ich dann auch mitfahren?†œ
„Küss lieber mich, du kleine Verrückte†œ, raunte Duncan kichernd in mein Ohr und setzte mich einfach kurzerhand auf den Beifahrersitz und schnallte mich an. Geschmeidig wie eine Raubkatze glitt er hinter das Lenkrad, startete das Auto und gab Vollgas. Sofort wurde ich in meinen Sitz gepresst und mein Magen und mein Herz trafen sich ruckartig irgendwo in der Mitte. Oh Himmel, wo kann ich mich hier bloß festkrallen? Aah, fragt sich nur, wer hier verrückt ist! Ohne den Fuß vom Gas zu nehmen, fädelte er sich geschickt in den fließenden Verkehr ein und überholte gleich mehrere Autos, und das alles auf der für mich falschen Seite! Eigentlich wollte ich mir die Gegend ansehen, doch die verschwamm vor meinen Augen und ich kniff sie schnell zu. Langsam rutschte ich auf meinem Sitz so tief wie möglich nach unten. Da spürte ich seine Hand auf meinem Oberschenkel.
„Entspann dich, Angie und genieße die Fahrt!†œ
Ich ahnte sein Lächeln mehr, als dass ich es sah. Genießen? Ja klar! Moment mal! Wenn eine Hand auf meinem Bein lag, dann …
„Duncan! Willst du, dass ich einen Herzinfarkt bekomme? Nimm deine Hand da weg und tu sie dahin, wo sie hingehört!†œ, schrie ich in Panik und riss erschrocken meine Augen auf.
„Wir können keinen Infarkt kriegen†œ, stellte er trocken fest. Dann seufzte er und drosselte die Geschwindigkeit auf ein erträgliches Maß.
„Also gut mein Herz, weil du es bist.†œ
Beruhigend tätschelte er mein Bein.
„Schade, ich fahre gerne schnell!†œ
„Danke. Tut mir leid, aber ich habe mit hohen Geschwindigkeiten so meine Probleme†œ, gestand ich kleinlaut. Ich lehnte meinen Kopf an seinen Arm.
„Sag mal, wie passt du überhaupt in dieses Auto?†œ
„Spezialanfertigung.†œ

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Ich musste lachen und sah dann interessiert aus dem Fenster. Der Himmel war leider bewölkt. Wir hatten Inverness schon weit hinter uns gelassen und befanden uns auf einer einsamen Straße, die sich durch die Landschaft schlängelte. Plötzlich sah ich etwas Ungewöhnliches.
„Halt mal schnell an!†œ, rief ich überrascht aus.

Duncan trat abrupt auf die Bremse. Der Gurt verhinderte zum Glück, dass ich mit der Nase auf das Handschuhfach schlug.
„Was ist?†œ, rief er und sah mich erschrocken an.
„Schnell!†œ Ungeduldig riss ich an dem Türgriff und sprang aus dem Auto ohne auf ihn zu warten. Ein, zwei Schritte neben der Straße blieb ich stehen, und als ich ihn hinter mir spürte, deutet ich nach vorne.
„Sieh` doch mal! Ist das nicht wunderschön?†œ
Er umschlang mich mit seinen Armen, drückte mich an sich und lehnte sein Kinn auf meinen Kopf.
„Habe ich tatsächlich gesagt, wir können keinen Infarkt kriegen? Angie, mach das nie wieder!†œ Er seufzte tief.
„Ob ich mich je an deine kleinen Verrücktheiten gewöhnen kann, bezweifele ich stark. Mit dir wird es jedenfalls nie langweilig.†œ
„ Na das hoffe ich doch! Aber das war es doch wehrt.†œ Wir standen auf einer kleinen Anhöhe, von der aus wir die vor uns liegende Landschaft weit überblicken konnten. Grüne Hügel wechselten sich ab mit kleinen verstreuten Wäldern. In der Ferne sahen wir einige schneebedeckte Bergspitzen. Hier und da erkannten man einige Gebäude und steinerne Ruinen, die vor vielen Jahren mal eine Burg gewesen sein mussten. Kleine graue Straßen schlängelten sich durch die Landschaft und unterbrachen das satte Grün. Die Sonne hatte die Wolkendecke teilweise durchbrochen und das Spiel von Licht und Schatten erzeugte den Eindruck, als ob die Landschaft unter uns in Bewegung war. Es sah so aus, als würden auf einem grünen Meer kleine Wellen tanzen und die Oberfläche dadurch bewegen. Dort, wo die Sonnenstrahlen auf einen der vielen kleinen Seen trafen, glitzerte die Oberfläche wie eine unregelmäßige polierte Silbermünze. Es wehte nur ein leichter Wind. Ich lehnte mich zurück an seine Brust, eingehüllt von seinem Duft, genoss ich seine Nähe, das Naturschauspiel und diesen für mich vollkommenen Augenblick. Ich wünschte mir nur, ihn irgendwie festhalten zu können, damit ich mich immer wieder daran erinnern konnte. Dann drehte ich mich zu ihm um, sah ihn begeistert an und flüsterte:
„Weißt du eigentlich, wie schön dein Land ist?†œ
Er sah mich liebevoll an, strich meine Haare behutsam aus dem Gesicht und küsste mich leicht auf den Mund.
„Eigentlich schon, nur habe ich es lange nicht so gesehen und Einiges viel zu schnell vergessen, da ich lange nicht hier war. Es ist schön, ab und zu daran erinnert zu werden. Besonders wenn die Sonne mal scheint. Es freut mich, dass es dir gefällt.†œ Doch dann sah ich etwas Ungewöhnliches in der Ferne aufblitzen. Bei näherer Betrachtung sah es aus wie ein Kreis, ein sehr großer Kreis, der aus Steinen bestand die von innen heraus zu leuchten schienen.
„Was ist das?†œ, fragte ich ihn.
„Mh, das müsste der Feenring in der Nähe des Anwesens sein. Es ist nämlich nicht mehr so weit bis dahin, höchstens noch ein paar Meilen. Komisch. Normalerweise zeigt er sich nicht so offensichtlich, besonders tagsüber nicht. Sterbliche können ihn nicht sehen. Nur in der Nacht zur Sommersonnenwende, dann, wenn er am intensivsten leuchtet, können Menschen, die sensibel genug für mystische Dinge sind, manchmal ein helles Schimmern erkennen. So ein leuchtender mystischer Ring ruft die Feen in der Umgebung zu einer Versammlung in der Morgendämmerung zusammen, wenn ihre Kräfte am stärksten sind.†œ
Oha, Feen! Unwillkürlich fröstelte ich.
„Stimmt was nicht?†œ, fragte Duncan sofort.
„Wir Hexen haben eigentlich immer ein natürliches Misstrauen Feen gegenüber. Diese Wesen sind uns zwar ziemlich ähnlich, sie leben auch im Einklang mit der Natur und beziehen einen Teil ihrer Energie für ihre Magie aus ihr, so wie wir, aber sie sind vollkommen undurchschaubar, rätselhaft und manchmal können sie auch sehr rücksichtslos und grausam sein. Wenn wir Hexen uns etwas von der Natur nehmen, geben wir immer etwas zurück. Sei es eine Dienstleistung, einen Gefallen oder einen Teil von uns selbst – wie bei einem Tauschgeschäft.†œ
„Was denn von euch?†œ, fragte er interessiert.
„Ach meistens sind es nur einige Haare. Feen geben nie etwas freiwillig von sich her. Sie sind… können sehr besitzergreifend und arrogant sein, nicht alle, aber eben ein großer Teil von ihnen. Und Feen haben Flügel†œ, fügte ich noch bedauernd und ein bisschen neidisch hinzu.
Duncan lachte leise.

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„Ich liebe dich auch ohne Flügel, mein Herz. Außerdem brauchst du doch keine, du kannst ohne sie fliegen.†œ Ich seufzte. „Stimmt schon, aber so ein paar Flügel sehen so hübsch aus.†œ Wieder lachte er leise und meinte dann ernster: „Aber diese Sache ist schon sehr merkwürdig. Wir haben doch erst späten Nachmittag. Na ja, was soll`s, das Rätsel werden wir jetzt sowieso nicht lösen. Die Sonne ist schon wieder hinter den Wolken verschwunden. Komm, steigen wir ein, wir müssen weiter.†œ
Nach wenigen Meilen durch die schöne schottische Landschaft verlangsamte er die Fahrt plötzlich und bog in einen kleinen unbefestigten Weg ein. Kurze Zeit später hielt er an, drehte sich zu mir und küsste mich auf die Wange.
„So, mein Herz, wir sind da.†œ
Ach ja? So aufmerksam ich mich auch umschaute, ich sah… nichts! Von dem Anwesen oder überhaupt irgendeinem Gebäude keine Spur. Nur einige niedrige Bäume standen sehr nahe an dem Weg. Fragend sah ich ihn an, doch er öffnete nur sein Fenster und streckte seinen Arm aus, um einen der Bäume mit der flachen Hand zu berühren. Was dann Sekunden später passierte, raubte mir schier den Atem! Genau vor uns erschien wie aus dem Nichts ein riesiges schmiedeeisernes schwarzes Tor, an dessen Streben viele Mystische Figuren und Zeichen angebracht waren, die so kunstvoll und filigran gearbeitet waren, das jeder Betrachter glaubten musste, dass sie lebendig waren und sich bewegen würden. Ein Drache zum Beispiel warf seinen spitzen Kopf in den Nacken und spie Feuer in den Himmel, während ein Werwolf, der auf seiner Schwanzspitze saß, den Mond, der über ihm schwebte, anheulte. Daneben lag ein Kobold unter den Klauen eines wunderschönen Phönix, der in seinem gebogenen Schnabel ein goldenes Ei trug. Auf einem seiner ausgebreiteten Schwingen saß ein lächelnder Gargoyle. Doch mir blieb wenig Zeit dieses Tor zu bewundern, denn schon schwang es auf. Als es zur Seite glitt, hatte ich das Gefühl, als wenn mich die Figuren neugierig mit ihren Augen verfolgen würden. Mir wurde es etwas unheimlich und ich rückte näher zu Duncan.
„Ist der Baum eine Art Schloss, und du bist der Schlüssel?†œ, fragte ich ihn. Er grinste ein bisschen überheblich.
„So etwas Ähnliches. Wir nennen es Molekular-Bioscanner.†œ Als ich die Augen verdrehte, lenkte er ein.
„Okay, ein Schlüssel.†œ Doch dann wurde meine Aufmerksamkeit abgelenkt – das offene Tor gab die Sicht auf etwas Gigantisches frei.

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„Wow!†œ, entfuhr es mir, denn genau vor uns ragte eine riesige Hausfront, die mindestens 25 Meter hoch und aus rotem Backstein gemauert war, empor. Oben auf den breiten Dachzinnen hockten Gargoyles. Sie grinsten mit ihren furchterregenden Fratzen auf das Anwesen. Unheimlich! Wir fuhren in Schrittgeschwindigkeit auf einem gepflasterten Weg durch einen steinernen Rundbogen auf einen kleinen Park zu. Es sah so aus, als hätte man die schönsten Elemente der Universitätsgebäude aus Oxford, Cambridge und Yale hierher geschafft, zwischen den ganzen Bäumen und Blumenrabatten neu angeordnet und so einen einmaligen Campus geschaffen. Ich war einfach überwältigt! Der Anblick war wunderschön, besonders, da alles durch die einsetzende Abenddämmerung in ein warmes Orange getaucht war. Mit offenem Mund starrte ich aus dem Fenster. Wir fuhren auf einen großen, schwarzen Gedenkstein in der Mitte des Parks zu, dann bog Duncan nach rechts ab und hielt vor einem zweistöckigen grauen Gebäude. Über dem Eingang war eine steinerne schwarze Orchidee angebracht.
„Das ist das Haus des Ordens. Darin sind unsere privaten Apartments. Die Verwaltung, das Trainings- und Schulungszentrum ist dort drüben. Alle Gebäude sind miteinander verbunden. Sei es nun ober oder unterirdisch. Und ganz weit hinten, das ist von hieraus nicht zu sehen, liegt die Stadt der Zwerge†œ, erklärte mir Duncan und deutete nach links auf die anderen Gebäude. Stolz schwang in seiner Stimme mit, und er war offensichtlich sehr glücklich darüber, endlich mal wieder zu Hause zu sein.
„Aber lass uns erst mal reingehen, morgen ist auch noch ein Tag, dann zeige ich dir alles†œ, sagte er zu mir und stieg aus dem Auto um mir die Wagentür zu öffnen. Beim Aussteigen hörte ich jemanden mit einer ganz aufgeregten Stimme rufen.
„Sir! Sir Duncan! Habe ich doch richtig gehört! Wie schön, Sie wieder hier zu haben, Sir.†œ Die Stimme gehörte zu einem kleinen rundlichen Mann mit Pausbacken und dichten grauen Haaren, vermutlich ein Zwerg, der einen mit Öl verschmierten Arbeitsanzug trug und mit einem Schraubenschlüssel winkte. Er strahlte über sein ganzes Gesicht und lief auf uns zu. Seine blauen Augen leuchteten regelrecht. Er ergriff Duncans Hand und schüttelte sie kräftig. Dann jedoch ließ er sie schnell los und streichelte der Viper behutsam über die Motorhaube.
„Ah, der Sir hat auch Baby mitgebracht. Wie schön! Na, meine Liebe, hat er dich auch gut behandelt?†œ Hä? Duncan lachte laut, als er meinen ungläubigen Gesichtsausdruck bemerkte und legte den Arm um mich.
„Darf ich dir Henry vorstellen? Er ist für unseren gesamten Fuhrpark zuständig. Henry? Das ist Angie, meine Gefährtin.†œ
„Oh! Verzeihung, Mylady. Freut mich wahnsinnig, Sie endlich kennen zu lernen†œ, beeilte er sich zu sagen, wischte seine Hände an seiner Hose ab und schüttelte mit der gleichen Begeisterung meine Hand. Er hatte ein offenes, freundliches Gesicht, und ich mochte ihn gleich. Entschuldigend fügte er noch ein bisschen verlegen hinzu:
„Ich habe Baby und den Sir doch so vermisst.†œDuncan schüttelte nur lachend seinen Kopf und warf ihm die Autoschlüssel zu.
„Dann bring Baby mal schön vorsichtig ins Bettchen. Und ich habe dir doch schon hunderte Mal gesagt, lass endlich den „Sir†œ weg!†œHenry ließ den Schraubenschlüssel einfach fallen und fing geschickt die Autoschlüssel auf.
„Natürlich, Sir, kommt nicht wieder vor, Sir. Versprochen, Sir.†œ Ohne uns noch eines Blickes zu würdigen, klemmte er sich hinter das Lenkrad und startete das Auto. Strahlend nickte er und gab Vollgas. Duncan zuckte merklich zusammen.
„Vor…!†œ Doch Henry war schon mit quietschenden Reifen um die Ecke verschwunden.
„… sicht†œ, flüsterte er und sah seiner geliebten Viper bekümmert hinterher. Ich verdrehte stöhnend die Augen und knuffte ihn leicht.
„Oh nein, noch ein Verrückter! Können wir jetzt bitte…?†œ Ich war total erschöpft von der langen Reise und wollte mich nur noch ausruhen.

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„Natürlich. Ach, ich weiß ja, dass Baby bei ihm in guten Händen ist. Aber er ist manchmal ein bisschen zu stürmisch. Du hast recht, gehen wir rein. Ich nehme an, Mary wartet schon auf uns†œ, unterbrach er mich und schob mich in Richtung Eingangstür.
„Moment mal, wer ist denn Mary?†œ, fragte ich ihn misstrauisch und blieb einfach stehen. Er drehte sich zu mir.
„Sie ist … sie sorgt für uns, also für uns Brüder. Keiner weiß genau wie alt sie ist. Sie war die Nanny von meinem Vater und dann von mir und…, jedenfalls ist sie mit mir auf das Anwesen gezogen.†œ In diesem Moment wurde die Tür aufgerissen und eine kleine hagere Frau mit kurzen, sorgfältig frisierten grauen Haaren stand mit strenger Miene vor uns.
„Unpünktlich und zu spät! Nun ist das Essen verdorben!†œ
Ihre dunklen Augen sahen Duncan tadelnd an. Mich beachtete sie gar nicht. Duncan ließ sich nicht im Geringsten davon beeindrucken, sondern umarmte die kleine Frau und wirbelte sie herum. Dann küsste er sie auf beide Wangen.
„Ich freue mich auch, dich zu sehen, Mary!†œ Er drehte sich mit ihr zu mir und zwinkerte mir zu.
„Das ist meine Angie.†œAls er sie wieder auf den Boden gestellt hatte, streckte ich ihr freundlich meine Hand entgegen, die sie nach einigem Zögern auch ergriff. Mit einem unterkühlten Blick musterte sie mich. Unbehaglich wurde mir plötzlich bewusst, dass ich nach der Reise bestimmt wie ein zerrupftes Huhn aussehen musste. Dann sah sie mir tief in die Augen ohne meine Hand loszulassen.
„Sie ist keine Vampirin! Sie ist eine…†œ, flüsterte sie leise.
„Ja, ich bin eine Hexe, gut, nur eine halbe. Die andere Hälfte ist menschlich, aber ich bin stolz darauf!†œ Trotzig sah ich sie an, obwohl ich ein bisschen von ihrem skeptischen Blick verunsichert war, und entzog ihr meine Hand. Langsam schüttelte sie den Kopf und murmelte leise vor sich hin.
„Menschlich … das kann doch nicht sein…†œ Dann wandte sie sich wieder an Duncan.
„Hübsch ist sie ja, und auf den Mund gefallen auch nicht. Aber da ist noch etwas anderes in ihr…†œ
„Mary! Das reicht jetzt!†œ, knurrte Duncan bedrohlich und legte seinen Arm um mich.
„Ja, ja, schon gut. Ich sag ja nichts mehr. Los, rein mit euch! Mal sehen, was ich von dem Essen noch retten kann.†œ Ich konnte plötzlich ein Gähnen nicht mehr unterdrücken und wankte ein bisschen vor Müdigkeit. Duncan nahm mich vorsorglich am Arm und ging mit mir durch die imposante Eingangshalle hinter Mary her, die uns den Vortritt in einen sehr schönen Raum ließ. Ein hübsch gedeckter Tisch lud uns ein und wir setzten uns gegenüber. Mary verschwand in einem Nebenraum und so konnte ich ihm endlich die vielen Fragen stellen, die mir auf der Zunge brannten.
„Duncan, sag mal, warum konnte ich das Anwesen nicht von Anfang an sehen? Das ist bestimmt eine Art Schutzzauber, den ich nicht kenne, richtig?†œ Er nickte zustimmend.
„Und warum braucht ihr hier sowas überhaupt? Damit nicht Unbefugte aus Versehen über das Anwesen stolpern – also Spaziergänger und Touristen?†œ Wieder nickte er nur.
„Und was hat Mary gegen Hexen? Oder hat sie nur was gegen mich persönlich? Oh, vielleicht mag Mary mich ja nicht, weil wir zusammen sind? Liege ich richtig?†œ Kopfschütteln seinerseits.
„Ach ja, und der Feenring, was hat der hier zu bedeuten? Weißt du, dass ich gleich umfalle vor Müdigkeit? Es könnte aber auch der Hunger sein! Oh, aber was ich bis jetzt von dem Anwesen gesehen habe, gefällt mir! Besonders die Rosenbeete… oder mag Mary mich nicht, weil sie was Besseres für dich gewollt hatte? Der Raum hier ist aber hübsch eingerichtet. Antik und modern, eine sehr gelungene Mischung. Ist das euer Esszimmer? Also, für euch Brüder jetzt? Muss wohl so sein, bei dem langen Tisch hier, an dem wir sitzen. Hier passen ja mindestens 20 Personen dran. Oh, dann sind eure Apartments oben? …Duncan, warum sagst du denn nichts?†œAmüsiert betrachtete er mich. Dann breitete er einladend seine Arme aus.
„Komm her, bevor mir noch schwindelig wird.†œ Schnell setzte ich mich auf seinen Schoß und kuschelte mich an ihn. Oh man, der Jetlag hatte mich voll im Griff! Ich rieb meine Nase an seinem Hals und die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Wie immer beruhigten mich sein Duft und seine Nähe.
„Ich weiß, ich plappere, aber ich bin so schrecklich müde. Tut mir leid.†œ
„Muss es nicht. Also zunächst einmal, Mary mag dich! Sie ist manchmal etwas ruppig, hat aber das Herz auf dem rechten Fleck. Das wirst du merken, wenn ihr euch erst besser kennengelernt habt.†œ

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Oh nein, dann möchte ich aber nicht in ihrer Nähe sein, wenn sie mal so richtig sauer ist! Doch gerade als er anfing mich zu küssen, kam Mary rein und stellte eine große Schüssel mit einem deftigen Eintopf auf den Tisch. Schnell sprang ich von seinem Schoß auf meinen Platz zurück. Ich kam mir wie ertappt vor. Und als mein Magen auch noch anfing laut zu knurren, wurde ich prompt rot! Sie verteilte das Essen und setzte sich mit ihrer unergründlichen Miene an das andere Ende des langen Tisches. Unauffällig schnupperte ich über meinem Teller. Das roch aber merkwürdig! Duncan jedoch strahlte.
„Danke Mary. Mein Lieblingsessen, Lammtopf! Weißt du, Angie, Mary macht den besten Lammtopf der ganzen Welt.†œEr zwinkerte mir verschwörerisch zu und fing an zu essen. Ja klar, das hat ja gerade noch gefehlt! Ich mochte kein Lamm, noch nie, und egal wie auch immer es zubereitet wurde, es schmeckte mir nicht. Aber wenn ich es mir mit ihr nicht ganz verderben wollte, musste ich da durch… irgendwie. Also nahm ich einen Löffel voll, kaute schnell und spülte alles mit einem großzügigen Schluck Wasser hinunter. Ich atmete tief durch und lächelte etwas mühsam. Stumm beobachtete sie uns. Ich nahm mir von dem Brot, das nun wirklich sehr lecker war und wandte mich wieder meinem Teller zu. Doch nach dem zweiten Löffel und zwei Gläsern Wasser konnte ich nicht mehr, der Geschmack war einfach schrecklich.
„Puh, jetzt bin ich aber satt. Ich schaffe keinen Bissen mehr. Schade, es ist köstlich Mary†œ, log ich und schob den Teller zu Duncan.
„Es hat Ihnen überhaupt nicht geschmeckt!†œMary sah mich durchdringend vom anderen Ende des Tisches an. Dann stand sie auf, kam langsam auf uns zu, nahm meinen noch vollen Teller in die Hand und… fing an zu lachen. Unsicher sah ich sie an. Ihr Blick hatte sich total verändert, selbst ihre Augen lächelten mich warm an. Was war das jetzt? Ein Trick? Schnell entschuldigte ich mich.
„Tut mir wirklich Leid, aber ich mag nun mal kein Lamm.†œ Sie schüttelte leicht den Kopf.
„Ich auch nicht. Das Zeug ist nur widerlich. Aber danke, dass Sie es versucht haben. Duncan liebt es. Er hat schon einen merkwürdigen Geschmack was das Essen angeht, nicht wahr?†œ
„Oh ja, wenn ich an das Haggis denke, was er mir mal aufgetischt hat!†œ Und ich erzählte ihr von dem Frühstück, das er mir auf der Seraphim serviert hatte. Die pikanten Details ließ ich natürlich weg. Sie sah ihn ungläubig an, doch er ließ sich nicht stören, sondern nahm sich sogar noch eine zweite Portion. Sie schüttelte nur den Kopf und schlug ihm leicht auf den Arm.
„Was denn? Mir schmeckt es super†œ, sagte er mit vollem Mund und schmunzelte vor sich hin.
„Wie konntest du nur! Haggis!†œ Dann tätschelte sie freundlich meine Hand.
„Keine Angst, meine Liebe, sowas gibt es hier nicht, oder nur ganz selten. Ich mache Ihnen schnell etwas anderes.†œ Als sie Anstalten machte aufzustehen, lehnte ich dankend ab und bat nur um einen Apfel. Ich war einfach zu müde, um noch etwas zu essen. Duncan schob seinen leeren Teller von sich und lehnte sich satt und zufrieden zurück.
„Das war wieder lecker, ach, wie habe ich das vermisst†œ, seufzte er und ergriff über den Tisch meine Hand. Oh nein, sein Handy klingelte.
„Wer… oh verdammt!†œ, fluchte er als er auf das Display sah. Plötzlich sprang er auf, lief ein paar Schritte und drehte uns den Rücken zu. Ich konnte nichts verstehen, doch ich spürte die merkwürdige Spannung, die ihn auf einmal ergriff. Mary und ich sahen uns verwundert an und zuckten gleichzeitig mit den Schultern. Sie stand auf und begann den Tisch abzuräumen. Nachdem er das Gespräch beendet hatte, ging ich zu ihm und legte meine Hand leicht auf seine Schulter.
„Was ist passiert?†œ, fragte ich ihn leise. Er drehte sich zögernd zu mir um.
„Nichts… ich muss nur noch mal weg. Mary wird sich um dich kümmern. Ich versuche, so schnell wie möglich wieder hier zu sein.†œ Sprach`s, küsste mich flüchtig auf die Stirn und war schon durch die Tür verschwunden.

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Ich starrte verwundert auf die Tür, durch die er so schnell verschwunden war. Was war das denn? Wo wollte er denn jetzt noch hin? Als ich Marys Hand auf meinem Arm spürte, drehte ich mich um und sah Verständnis in ihrem Blick.
„Kommen Sie, ich bringe Sie nach oben. Manchmal wird er ganz plötzlich zu einer Versammlung gerufen. Aber keine Sorge, er wird bestimmt nicht lange brauchen†œ, sagte sie leise und ging etwas schwerfällig die große Freitreppe hoch in den ersten Stock. Mir blieb nichts anderes übrig als ihr zu folgen, obwohl ich immer noch etwas erstaunt über Duncans plötzlichen Aufbruch war und gerne gewusst hätte, wer ihn angerufen hat. Gerade als ich meine Hand auf das schön geschwungene und sorgfältig polierte Geländer legte, bemerkte ich links neben der Treppe eine hölzerne Tür mit eisernen Beschlägen. Die Tür war mit einem großen antiken Schloss versehen und passte irgendwie gar nicht hierher. Sie sah uralt aus und war nicht besonders groß. Die Intarsien zeigten die gleichen Szenen, die mir auch schon an dem Tor bei der Einfahrt aufgefallen waren. Der Schlüssel fehlte. Ich nahm mir vor, Duncan zu fragen, was sich dahinter verbarg. Aber morgen war noch genügend Zeit dafür. Und so schleppte auch ich mich die Treppe hoch und freute mich auf mein Bett. Die Müdigkeit steckte in meinen Knochen. Oben zeigte Mary nach rechts einen langen Flur entlang.
„Auf der Seite wohnen Tim, Tiago, Eric und Cyrus, wenn sie auf dem Anwesen sind. Hier geht es zu Duncan, Fernando… Norbert und Bowen. Dragos Apartment ist ganz hinten. Ich habe schon gehört, dass er wieder dabei ist. Schön, er ist ein guter Junge!†œ Ich musste insgeheim grinsen. Junge! Für sie waren die Brüder wahrscheinlich wie ihre Söhne und sie litt bestimmt auch unter dem Verlust von Norbert und Bowen, die bei dem Kampf gegen die Red Dragons ums Leben gekommen waren. Unterdessen öffnete sie die Tür zu Duncans Apartment. Ich blickte noch schnell über meine Schulter zu den Türen von Norbert und Bowen. Da sah ich die Schwerter von den beiden und blieb abrupt stehen. Sie waren so an den Türen befestigt, dass ihre Spitzen nach unten zeigten. Ich schluckte schnell meine Tränen herunter, die mir unwillkürlich in die Augen traten, und räusperte mich.
„Was passiert mit den Apartments von Bowen und Norbert?†œ
„Sie wurden mit den Schwertern versiegelt. Und sie bleiben es auch, bis zwei neue Brüder vereidigt werden und dort einziehen. Ihre Namen werden morgen bei einer kleinen Zeremonie auf den Gedenkstein im Rosenpark geschrieben.†œ Für einen Moment sah sie uralt und sehr traurig aus, doch sie hatte sich schnell wieder gefangen und führte mich durch das Wohnzimmer ins Schlafzimmer und zeigte mir, dass sie schon all unsere Sachen in den Schränken verstaut hatte. Als ich an meine verboten scharfen Dessous dachte, die ich noch schnell in den Koffer geworfen hatte, wurde ich natürlich wieder rot und biss verlegen auf meine Unterlippe. Oh, wie peinlich! Doch sie verzog keine Miene, sondern zwinkerte mir auf dem Weg zurück ins Wohnzimmer im Vorbeigehen zu. Und als sie sah, dass ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte, verabschiedete sie sich schnell.
„Ruhen Sie sich aus und schlafen Sie gut. Ich bin morgen Früh wieder da.†œ
„Danke, Mary. Und… es tut mir so leid, was mit Norbert und Bowen passiert ist†œ, fügte ich leise hinzu. Wahrscheinlich kannte sie nicht die ganze Geschichte, die zum tragischen Tod der beiden geführt hatte, aber das war auch gut so. Spontan drückte ich ihr einen Kuss auf die Wange.
„Und vielen Dank für die schönen Blumen.†œ Auf dem Tischchen in der Mitte des Raumes stand ein riesiger Strauß Rosen, die in allen möglichen Farben leuchteten. Der Duft war herrlich und erfüllte den ganzen Raum. Sie nickte kurz. Dann hob sie zögernd eine Hand und stich mir leicht über den Kopf, schloss die Tür hinter sich und schon war ich allein. Unbewusst zog ich meine Schuhe aus und krallte meine Zehen in den hellen flauschigen Teppich, der im Wohnzimmer und im Schlafzimmer den gesamten Boden bedeckte. Es fühlte sich so herrlich an, endlich wieder barfuß zu laufen. Nun konnte ich mich in aller Ruhe umschauen. In einem offenen Kamin brannte ein Feuer. Er war so groß, dass ich bestimmt problemlos aufrecht darin hätte stehen können. Auf dem Sims über dem Kamin, wo sonst oftmals ziemlich viel Nippes stand, war nichts – kein Bild, keine Erinnerungsstücke, einfach nichts! Auch die Wände in dem Raum waren leer. Nur ein riesiges in die Wand eingelassenes Regal voller Bücher, zeugte von einem Bewohner. Daneben war gerade noch Platz für eine Kommode, auf der ein Flatscreen stand. Alles wirkte sehr nüchtern und zweckmäßig, fast ein bisschen kalt und unpersönlich. Abgesehen von dem Bücherregal, ließ nichts auf Duncans regelmäßige Anwesenheit in dem Raum schließen. Aber das schwarze Ledersofa mit den vielen Kissen und dem Tisch davor, auf dem die Rosen standen, sahen gemütlich aus.

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Na wenigstens etwas! Ein großer Schreibtisch stand vor dem Fenster. Behutsam strich ich mit den Fingerspitzen über die Platte, auf der nur ein sehr teurer Füller, und ein kleines schmuckloses Kästchen lagen. Plötzlich kam ich mir ein bisschen verloren vor, so ganz alleine in seinem Apartment, denn Duncan ließ sich immer noch nicht blicken und ich vermisste ihn. Seufzend ließ ich mich in den Stuhl hinter dem Schreibtisch fallen und zog gedankenverloren an den Schubladen. Doch keine ließ sich öffnen. Vielleicht waren in dem Kästchen die Schlüssel? Doch auch das war verschlossen. Suchend sah ich mich um. Halt! Was machte ich denn da? Kopfschüttelnd rief ich mich zur Ordnung. Er hatte schon seine Gründe haben, warum er keinen an seinen Schreibtisch ließ. Dann musste ich an meine Schwestern denken. Was die jetzt wohl gerade machten, ob sie schon sicher gelandet waren? Und was machte Doc so alleine auf der Insel? Auch vermisste ich die anderen Brüder, die mir doch sehr ans Herz gewachsen waren. Selbst Ef-Ef fehlte mir. Bevor mich noch das heulende Elend so richtig packte, zog ich schnell mein Handy aus meiner Hosentasche und beschloss eine SMS an meine Schwestern zu schreiben.
„Bin heil in Schottland angekommen. Das Anwesen ist gigantisch! Vermisse euch sehr! LG Angie.†œ
Dann drückte ich auf senden und schaltete mein Handy diesmal nicht aus, obwohl ich es hasste, wenn es in den unpassendsten Momenten klingelte. Plötzlich fiel mir ein, dass sie ja gar nicht wissen konnten, dass ich hier auf dem Anwesen war. Mist! Ach egal, sie würden sich schon ihren Teil denken. Auf jeden Fall hatte mich das etwas aufgemuntert und ich ging ins Bad, um zu duschen. Das Bad grenzte direkt an das Schlafzimmer und war eine exakte Kopie von dem auf der Seraphim, nur dass die Wanne nicht im Boden eigelassen war, sondern auf einem Podest stand. Man musste sogar zwei Stufen hoch gehen, um in die Wanne steigen zu können. Aber mir genügte heute eine schnelle Dusche. Die Wanne würde ich in den nächsten Tagen mal mit Duncan ausprobieren!
Mit meinem zweitliebsten Nachthemd bekleidet, meinem rosa Hello Kitty-Hemdchen mit den Spagettiträgern, das mir bis weit über die Knie reichte und noch feuchten Haaren, beschloss ich, es mir vor dem Kamin gemütlich zu machen und dort meine Haare trocknen zu lassen. Nachdem ich noch ein paar Scheite auf das Feuer gelegt hatte, schnappte ich mir ein Buch über die Geschichte Schottlands und ein paar Kissen und legte mich so auf den Boden vor den Kamin, dass ich die Tür genau im Blick hatte. Duncan kam immer noch nicht. Seufzend schlug ich die erste Seite auf. Doch ich schaffte nicht mal die erste Seite, mir fielen die Augen einfach zu, und ich schlief ein.
Ein lautes Poltern und ein nicht ganz stubenreiner Fluch rissen mich aus dem Schlaf.
„Verdammter Mist! Welcher Trottel hat denn seine Schuhe mitten… oh, du? Was machst du denn hier auf dem Boden?†œ
„Warten†œ, murmelte ich schlaftrunken und rieb meine Augen. Duncan lag bäuchlings vor mir auf dem Teppich, hielt einen von meinen Schuhen in der Hand und sah mir ein bisschen ungehalten in die Augen. Ich krabbelte noch im Halbschlaf auf dem Teppich auf ihn zu. Da drehte er sich grinsend auf den Rücken und ich kuschelte mich in seine wartenden Arme und legte meinen Kopf auf seine Brust, nicht ohne ihn vorher gründlich und ausgiebig geküsst zu haben. Endlich war er wieder da!
„Ich, der Trottel…`tschuldigung. Wowastn?†œ, nuschelte ich und war schon fast wieder eingeschlafen. Er erzählte irgendetwas, aber ich hörte nicht richtig zu, sondern lauschte nur dem Klang seiner Stimme – bis das Wort Feenring viel. Sofort war ich hellwach und starrte ihn neugierig an.
„Was hast du gesagt? Was ist mit dem Feenring?†œ
„Wir wissen nun, warum er bei unserer Ankunft geleuchtet hat.†œ
„Und warum?†œ
„Sie wollten uns eine Warnung zukommen lassen.†œ
„Welche denn? Oh Duncan, nun lass dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen!†œIch stieß ihn ungeduldig an. Sein düsterer Blick machte mich noch neugieriger, als ich ohnehin schon war.
„Dazu muss ich ein bisschen weiter ausholen. Also, es gibt da eine Splittergruppe bei den Feen. Die bösartigsten von ihnen haben sich mit einer anderen verfluchten Spezies vor Jahrhunderten zusammengetan, und zusammen sind sie verdammt gefährlich und sehr blutrünstig. Diejenigen, die hier in den Highlands ihr Unwesen getrieben haben, konnten wir ausrotten. Aber die anderen, es sind zum Glück nicht mehr viele, sind immer da zu finden, wo es gerade brennt! Uns wurde eben mitgeteilt, dass sie auf der Suche nach dem Mörder ihres Königs, oder Anführers, wie auch immer die ihn nennen, sind.†œ Plötzlich nahm sein Gesicht einen grausamen Zug an und ich konnte sehen, wie er die Zähne zusammen biss.

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„Also so eine Art Söldnertruppe?†œ Er nickte grimmig.
„Woher wisst ihr das alles? Ich meine, von wem habt ihr die ganzen Informationen?†œ, fragte ich ihn erstaunt. Erst zögerte er, doch dann sah er meinen auffordernden Blick und antwortete mir.
„Ein paar Feen gehören auch zum Orden. So konnten wir einige Spione bei ihnen einschleusen und immer ein wachsames Auge auf sie und ihre Aktivitäten haben. Bis vor ein paar Monaten haben sie sich ruhig verhalten. Aber dann ist ein Teil von ihnen plötzlich mit ihrem Anführer spurlos verschwunden.
„Und wer ist dieser Anführer?†œ Ich war wahnsinnig gespannt.
„Es war der Troll, den du in Peru getötet hast und nun suchen sie … dich!†œ
„Mich?†œ Das war ja unglaublich! Wütend sprang ich auf und lief aufgebracht vor Duncan, der immer noch auf dem Boden saß, hin und her.
„Dann haben sich diese abtrünnigen Feen mit den Trollen zusammen getan? Das darf doch wohl nicht wahr sein. Und was will denn dieser Abschaum ausgerechnet jetzt von mir? Ich meine, woher wissen die eigentlich, dass ich es war, der ihren Anführer geköpft hat? Wir haben doch alle erledig, die da waren, oder konnten doch welche entkommen? Da macht man mal endlich Urlaub seit…, †œ blitzschnell überlegte ich, dann kam ich zu dem verblüffenden Ergebnis.
„Überhaupt?! Das auf der Seraphim zählt nicht! Das war ja im Grunde genommen gar kein Urlaub! Oh, ich könnte verrückt werden.†œ Ich redete mich so richtig schön in Rage und suchte nach einem Ventil für meine Wut – irgendetwas, was ich an die Wand werfen konnte. Aber hier gab es ja nichts! Mit verschränkten Armen blieb ich vor ihm stehen.
„Und weißt du, was mich am meisten aufregt? Da hat man die Welt von einem Übel befreit und schon taucht das nächste auf! Ich habe es satt… einfach satt!†œ Wütend kickte ich den Schuh, der vor mir auf dem Teppich lag, mit voller Wucht in den Kamin. Zu dumm, das das Feuer noch brannte. Oh nein! Ohne zu überlegen wollte ich hinterher, um ihn zu retten, doch Duncan war mal wieder schneller. Mit hochgezogenen Brauen stand er plötzlich vor mir und hielt mir den Schuh vor meine Nase. Schuldbewusst sah ich erst ihn und dann das leicht angesengte Stück an. Meine ganze Wut verpuffte augenblicklich. Der Schuh konnte ja nun wirklich nichts dafür und Duncan auch nicht.

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Ich hätte heulen können und schniefte laut.
„Ist doch wahr. Danke. Ich habe mich doch so auf unseren Urlaub gefreut! Aber was sollen wir denn jetzt machen?†œ Fragend sah ich ihn an. Er schüttelte nur mit dem Kopf und schloss mich tröstend in seine Arme.
„Gar nichts. Wir machen nichts. Die Feen hier in unmittelbarer Umgebung des Anwesens, die mit uns zusammen arbeiten, haben uns ja nur gewarnt. Sie wissen auch noch nichts Genaues. Morgen trifft der Spion ein, den wir bei den Söldnern eingeschleust haben, der wird uns dann einiges erzählen können. Außerdem bist du hier sicher. Komm mit, ich zeige dir mal was.†œ Er zog mich mit vor das Fenster und zeigte nach draußen.
„Sieh mal.†œ
Zuerst sah ich nur einige Schatten über den Wegen und zwischen den Häusern umher huschen, doch bei näherer Betrachtung erkannte ich die Gargoyles, die tagsüber zu Stein erstarrt auf den Dächern hockten und nur in der Nacht zum Leben erwachten.
„Eigentlich brauchen wir keine Wächter hier, aber sie bestehen darauf, uns zu beschützen. Irgendwie fühlen sie sich uns verpflichtet, keiner weiß genau warum.†œ
„Es sind schon merkwürdige Geschöpfe.†œ Eine plötzliche Veränderung in seinem Tonfall machte mich stutzig, und ich musterte forschend sein Gesicht.
„Duncan, da ist doch noch was. Irgendetwas beschäftigt dich doch noch.†œ Er seufzte tief. Dann strich er sich über die Augen und antwortete.
„Es ist nichts weiter, ich bin nur müde. Mach dir keine Sorgen, es war ja auch ein langer Tag.†œ Lächelnd sah er mich an und strich mir behutsam eine Strähne hinters Ohr. Er log. Ich wusste genau, dass er mich anlog. Oh nein, er sah schon richtig fertig aus, schließlich hatte ich ja schon ein paar Stunden Schlaf gehabt und er nicht. Seine tiefen Ringe unter den Augen zeigten mir, wie erschöpft und müde er sein musste, aber ihn bedrückte noch etwas, das konnte ihr fühlen. Ich wusste auch, dass er es mir nicht sagen würde, zumindest jetzt nicht. Nun gut, das war seine Entscheidung. Ungläubig sah ich auf meine Uhr.
„Na, dann komm, mein Schotte. Es ist mittlerweile nach zwei. Gehen wir schlafen.†œ
Kurze Zeit später lag ich hellwach im Bett und starrte an die Decke. Duncan schlief tief und fest. Er hatte mich wohlig brummend an sich gezogen, einen Kuss in mein Haar gedrückt und war dabei eingeschlafen. Und bevor ich noch anfing über den vergangenen Tag nach zu grübeln, beschloss ich, mir etwas zu trinken zu holen. Vielleicht konnte ich ja danach endlich einschlafen.
Vorsichtig und leise stand ich auf und schlich auf Zehenspitzen nach unten. Außer Duncan und mir war zum Glück niemand im Haus, und so konnte ich wie ich war, in meinem kurzen Hemdchen, rumlaufen. Die Küche lag direkt hinter dem großen Esszimmer. Sie war mit den modernsten Geräten ausgestattet, doch ich hatte nur Augen für den überdimensionalen Kühlschrank. Wow! Es stand zwar nicht viel drin, weil wir im Moment ja nur zu zweit waren, aber er bot genug Platz für Lebensmittel, die eine komplette Fußballmannschaft problemlos versorgen konnte. Mit einem Glas Milch bewaffnet wollte ich gerade die Treppe wieder nach oben gehen, als mein Blick auf die kleine Tür, die mir schon vorher aufgefallen war, fiel. Sie stand merkwürdigerweise einen kleinen Spalt offen. Neugierig ging ich näher und sah sie mir genauer an. Da waren der Drache und der Phönix, der Werwolf und der Gargoyle. Bei näherer Betrachtung entdeckte ich noch ein Einhorn, und über allen hatte Pegasus seine weiten Flügel gespannt. Diese feine Intarsienarbeit war wunderschön und einzigartig. Vorsichtig umfasste ich das Schloss der Tür mit zwei Fingern und zog sie ein weiter auf. Obwohl ich eigentlich im Dunkeln sehen konnte, war es hinter der Tür ungewöhnlich dunkel und ich konnte nichts erkennen. Als ich mit einer Hand nach einem Lichtschalter in dem Raum suchte, flammten plötzlich einige Fackeln auf. Sie waren an den Seitenwänden angebracht und beleuchteten einen langen Gang, der scheinbar in die Tiefe führte. Automatisch zog ich meine Hand zurück und die Lichter erloschen. Innen mussten Bewegungsmelder abgebracht sein. Doch wer hatte die Tür offen gelassen? Duncan, oder Mary? Gerade als ich noch einmal meine Hand in den Gang strecken wollte, hörte ich Duncan von ober nach mir rufen. Vor lauter Schreck schlug ich gegen die Tür, die mit einem leisen Klick einrastete und sich nicht wieder öffnen ließ. Beinahe hätte ich auch noch die Milch verschüttet, als Duncan wieder meinen Namen rief, und jetzt klang seine Stimme regelrecht verzweifelt. Oh nein, da stimmte etwas nicht! So schnell ich konnte, lief ich, zwei Stufen auf einmal nehmend, nach oben ins Schlafzimmer. Dort bot sich mir ein schreckliches Bild. Duncan wälzte sich stöhnend auf dem Bett hin und her, seine Hände fuhren suchend über das Lacken, Schweißperlen bedeckten seine Stirn. Seine Augen waren fest verschlossen und das Gesicht schmerzverzerrt. Laut rief er immer wieder verzweifelt nach mir.
„Angie? Wo bist du? Komm zurück… verlass mich nicht…bitte! Oh mein Gott, das habe ich doch nicht gewollt!†œ
Er war in einem Albtraum gefangen! Es tat mir in der Seele weh, ihn so zu sehen.
Schnell schlüpfte ich zu ihm unter die Decke, drängte mich an seinen Körper und umfasste mit beiden Händen sein Gesicht.
„Duncan! Schscht, ganz ruhig, ich bin ja da. Ich gehe nirgendwo hin.†œ Sein Atem ging ziemlich heftig, und ich konnte seinen schnellen Herzschlag spüren. Leise versicherte ich ihm immer wieder meine Anwesenheit, dabei küsste und streichelte ich sein Gesicht. Ganz allmählich beruhigte er sich, er schien mich endlich zu spüren und meine Stimme erreichte sein Unterbewusstsein. Aufatmend umschlang er mich und murmelte etwas Unverständliches an meinem Hals. Endlich konnte er friedlich weiterschlafen und auch mir fielen vor Erschöpfung die Augen zu. Mein letzter Gedanke war nur noch, dass ich am nächsten Morgen auf ein paar Antworten bestehen würde! Zu viele Fragen hatten sich aufgetan.

Fortsetzung Kapitel 2: „Seitensprung der Sisterhood – Das Anwesen der Bruderschaft“ findet sich hier.

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10 Jahre glatteis – Münchner Krimibuchhandlung feiert mit Ingrid Noll u.v.a.

10 Jahre g l a t t e i s

Die Münchner Kriminalbuchhandlung „glatteis“ feiert ihr Jubiläum in der Drehleier, Rosenheimer Str. 123, München.

Am Freitag, den 17.09.2010 um 20.00 Uhr, kommt Ingrid Noll, die Grande Dame des deutschsprachigen Krimis. Sie hat schon zur Eröffnung von glatteis im September 2000 gelesen.

Nun, zum Jubiläum stellt sie ihren brandneuen Roman „Ehrenwort“ vor, der im September 2010 im Diogenes Verlag erscheint.

Auch in ihrem neuen Roman spielt die Autorin gewitzt mit dem Krimigenre und widmet sich gleichzeitig einem immer aktuellen Thema: dieses Mal dem des Alterns. Der fast neunzigjährige Willi Knobel stürzt schwer in seinem Haus. In der Klinik gibt man ihm nur noch wenige Wochen, die er, so meint Engel Max, unbedingt im Kreis seiner Familie verbringen
soll. Seine Eltern plädieren vergebens für ein Pflegeheim. Während Max sich hingebungsvoll um seinen Großvater kümmert, hat er selbst Mühe, sein eigenes Überleben zu sichern. Seine Eltern überlegen im Stillen, wie sie den Greis wieder loswerden, wobei dabei ein Heim aber auch ein „Ort für immer†œ in Erwägung gezogen werden.

Kurzbeschreibung
Drei Generationen unter einem Dach: Student Max, die Buchhändlerin Petra, Ingenieur Harald und Willy Knobel, hochbetagt. Trautes Heim, Glück allein? Zwischen Maxiwindeln und mörderischer Eisenstange spielt diese bitterböse Kriminalkomödie. Ingrid Noll erzählt von einer Familie, die das Altern anpackt auf unkonventionelle Art.
Moderation: Sabine Thomas
Eintritt: 8 Euro

Am Samstag, den 18.09.2010, findet ab 19.00 Uhr das glatteis†“Jubiläumsfest mit Musik, Autoren-Gespräche und vielen eingeschworenen Krimifans statt. Mit dabei sind die Münchner Autoren Friedrich Ani und Harry Kämmerer, die überraschende Neuentdeckung für die Münchner Krimiszene sowie Don Winslow, der mit Spannung erwartete internationale Gast aus Kalifornien.

Harry Kämmerer stellt seinen neuen Krimi „Isartod“ vor. „Isartod“ erscheint im September 2010 im Graf Verlag.
Eine Wasserleiche in der Isar, ein sauber filetierter Mann vor der Allianz-Arena. Die Mordserie, die offenbar viel mit Fleisch und Wellness und makaberer Phantasie zu tun hat, reißt Hauptkommissar Mader und sein Team aus dem Trott †“ direkt hinein in klassisch-bajuwarischen Filz. Harry Kämmerer bringt mit seinem Kommissar neue Aspekte in der Münchner Krimi-Szene.

Kurzbeschreibung
Es könnte so schön sein. Die ersten Biergärten geöffnet, der Föhn lässt die Berge leuchten. Frühlingsstimmung. Auch in der Mordkommission I. Die Frauenleiche in der Isar beunruhigt Chefermittler Mader noch nicht sehr. So was kommt vor. Als aber an der Allianz-Arena ein grausam filetierter Mann gefunden wird, werden Mader und seine beiden Kollegen Hummel und Zankl dann doch unruhig. Dem Teufel sei Dank bekommen sie Unterstützung: die rustikale, rothaarige Doris „Dosi†œ Rossmeier aus Niederbayern. Nur schade, dass sie optisch an das Sams erinnert. Doch die vier müssen sich zusammenraufen, denn das Arbeitspensum nimmt rasant zu: noch mehr verstümmelte Leichen, Menschen fallen aus Fenstern, ein russisches Inkassoteam stirbt im Kugelhagel. Und das alles wegen eines bizarren Wellnessprojekts im Isartal, in das allerlei Prominenz aus Politik und Wirtschaft verwickelt ist. Zwischen Pasing, Fröttmaning und dem Münchner Süden schlagen sich Mader und seine Kollegen mit schrägem Humor, bösen Witzen und bayrischer Gelassenheit durch.

Don Winslow bringt aus Kalifornien „Tage der Toten“ mit. Don Wislows neuer Krimi erscheint im September 2010 im Suhrkamp Verlag.
Wer die ersten drei Romane, die bei Suhrkamp seit 2009 erschienen sind, gelesen hat, wird erleben, dass das noch lange nicht alles war. In seinem neuen Roman zeigt Don Winslow, dass es immer noch spannender und auch immer noch härter geht. Art Keller, dem US-Drogenfahnder gelingt es, in die Strukturen der mexikanischen Drogenszene einzudringen. Er lässt reihenweise Drogendepots auffliegen und verfolgt die Wege des Kokainhandels. Als einer seiner engsten Mitarbeiter zu Tode gefoltert wird, schwört Art Keller Rache und startet einen gnadenlosen Feldzug gegen die Drogenbosse. Dass er sich damit nicht nur Feinde bei den Mexikanern sondern auch in Washington macht, kann ihn nicht aufhalten. Und als er glaubt, allein gegen alle zu sein, stößt er unverhofft auf Verbündete.

Kurzbeschreibung
Mit großem Tatendrang hat sich der US-Drogenfahnder Art Keller daran gemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen †“ mit Erfolg. So viel Erfolg, dass die Drogendepots reihenweise auffliegen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn eröffnen. Nachdem sein Mitarbeiter von den Gangstern zu Tode gefoltert wurde, schwört Art Keller Rache und startet einen gnadenlosen, blutigen Feldzug gegen die Drogenbarone. Zu spät bemerkt er, dass er sich damit neue Feinde macht †“ und die sitzen in Washington. Was als „Iran-Contra-Affäre†œ in die Geschichte einging, erlebt Keller als gigantisches Drogen-, Geldwäsche- und Waffengeschäft. Vor die Wahl gestellt, seiner Regierung zu dienen oder seinem Gewissen zu folgen, trifft er eine einsame Entscheidung †“ und stößt dabei auf unverhoffte Verbündete. »Das Buch des Jahrzents.« Lee Child »Ein Epos wie Der Pate.« Andrew Vachss »Vom ersten, herzzerreißenden Satz an war ich süchtig nach diesem Buch.« Ken Bruen »Winslow ist einfach der Hammer.« James Ellroy

Eintritt zum Jubiliäumspreis von nur 7 Euro.
Anmeldung unter 089 / 2014844 oder info@glatteis-krimi.de

Mit der Eintrittskarte nimmt man automatisch an einer Verlosung teil, bei der man Veranstaltungskarten, Bücher und Gutscheine gewinnen kann.
Das Team der Drehleier versorgt alle Gäste mit Speisen und Getränken.