ZDF-Intendant Markus Schächter hat die Bitte nach einer Fortsetzung der Büchersendung „Lesen!“ im ZDF mit Elke Heidenreich, die zahlreiche Verleger in einem offenen Brief an das ZDF gerichtet hatten, zurückgewiesen.
Gestern haben sich die Verlage Goldmann, btb, Luchterhand, S. Fischer, Berlin-Verlag, Kiepenheuer & Witsch, Arche/Atrium, Wagenbach, Eichborn Berlin, Arche Kalender Verlag, Dumont, Frankfurter Verlagsanstalt, Piper und die Verlagsgruppe Random House in einem offenen Brief, die Entscheidung Elke Heidenreich zu entlassen noch einmal zu überdenken, ans ZDF gewandt.
Hier der Brief im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Schächter,
sehr geehrter Herr Bellut,
sehr geehrte Mitarbeiter des ZDF
offensichtlich hat die Form der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Elke Heidenreich und dem ZDF bei Ihnen zu Unmut und Kränkungsgefühlen geführt. In dieser Situation bitten wir Sie aber nachdrücklich, Ihrer Verantwortung für den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nachzukommen und Ihre Entscheidung zu revidieren.
Es gibt im deutschen Fernsehen wenige, die sich wie Elke Heidenreich für die Lese- und Buchkultur dieses Landes eingesetzt haben.
Elke Heidenreich hat sich mit grenzenloser Leidenschaft für literarische Werke oft noch unbekannter deutschsprachiger und ausländischer Autoren engagiert.
Sie hat die Diskussion über Bücher und Autoren in diesem Land durch die Sendung „LESEN†œ befeuert, und sie hat einem breiten Publikum auf einzigartige Weise die Literatur nahegebracht.
Wir bitten Sie: Stellen Sie gegenüber dieser Leistung Ihre Bedenken zurück und versuchen Sie, mit Elke Heidenreich zu einer Abmachung über die Fortsetzung ihrer Sendung zu kommen.
Georg Reuchlein (Goldmann, btb, Luchterhand), Antje Kunstmann, Jörg Bong (S. Fischer), Elisabeth Ruge (Berlin-Verlag), Helge Malchow (Kiepenheuer & Witsch), Nikolaus Hansen (Arche/Atrium), Susanne Schüssler (Wagenbach), Wolfgang Hörner (Eichborn Berlin), Elisabeth Raabe und Regina Vitali (Arche Kalender Verlag), Marcel Hartges (Dumont), Joachim Unseld (Frankfurter Verlagsanstalt), Wolfgang Ferchl (Piper), Sabine Dörlemann, Transit-Buchverlage, Klaus Eck (Verlagsgruppe Random House)
Die Antwort von ZDF-Intendant Markus Schächter ließ nicht lange auf sich warten:
„Die Trennung von Frau Heidenreich ist irreversibel. Die Verantwortung dafür trägt allein Frau Heidenreich, deren Verhalten gegenüber dem ZDF und seinen Mitarbeitern für das Unternehmen nicht mehr hinnehmbar war. Dabei geht es nicht um Unmut oder Kränkungsgefühle. Es geht darum, dass das ZDF durch die Vorwürfe und Behauptungen öffentlich herabgesetzt wurde und damit das für eine weitere Zusammenarbeit notwendige Vertrauensverhältnis zerstört ist.“
ZDF-Intendant Markus Schächter erklärte weiter, das ZDF werde mit Nachdruck ein Nachfolgeformat entwickeln und plane für das Jahr 2009 weiterhin sechs Sendungen. Schächter: „Literatur im ZDF findet in einem neuen Format statt. Dazu werden wir Gespräche mit Branchen-Vertretern, Autoren und Verlegern führen, die teilweise bereits anberaumt sind. Das ZDF sieht sich auch weiterhin in der Pflicht, einen maßgeblichen Beitrag zur Förderung der Lesekultur in Deutschland zu leisten. Am 5. Dezember etwa beschäftigt sich das Kulturmagazin „aspekte“ ausschließlich mit dem Thema Buch.“
Wirklich schade, denn hat Elke Heidenreich mit ihrer Kritik doch wirklich Recht. Kultur findet im Fernsehen doch fast ausschließlich auf Randplätzen statt. Seit das ZDF die Sendung „Lesen!“ vom Dienstag auf den Freitagabend verschoben hat, gingen die Quoten merklich zurück. Denis Schecks Literatursendung „Druckfrisch“ bei der ARD ist eigentlich ein Mitternachtstreff. Die Magazine „ttt – Titel, Thesen, Temperamente“ und „Aspekte“ laufen zu höchst unattraktiven Sendezeiten.
Bleibt ein wenig Hoffnung, dass dieser Missstand erkannt und geändert wird?
Wäre doch nur Marcel Reich-Ranicki Elke Heidenreich nicht so hinterhältig in den Rücken gefallen. Schließlich wollte sie ihn vor Gottschalks Spötteleien über den „Tod eines Kritikers“ doch nur beschützen. Alles vergeblich, der Kritiker ist alt und senil und lässt die Spötteleien grinsend über sich ergehen, und die Kritisierten sitzen am längeren Hebel.
Das ZDF hat die Zusammenarbeit mit Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung beendet. Die beiden für dieses Jahr noch geplanten Ausgaben von „Lesen!†œ werden nicht mehr produziert.
Der Programmdirektor Thomas Bellut erklärte am Donnerstag:
„Mit ihren Äußerungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (siehe: Elke Heidenreich: Reich-Ranickis gerechter Zorn) und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (siehe: Elke Heidenreich verteidigt sich gegen das ZDF) hat Frau Heidenreich die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem ZDF und Frau Heidenreich wurde dadurch so nachhaltig zerstört, dass eine gedeihliche und sinnvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist. Ich bedauere es, dass unsere jahrelange Zusammenarbeit so beendet werden muss.†œ
Auch nach dem Abschied Heidenreichs werde es eine Literatursendung im ZDF geben, so Bellut. An einem Nachfolgekonzept für das Jahr 2009 werde gearbeitet. Anstelle der geplanten Sendungen am 31. Oktober und 5. Dezember wird das Kulturmagazin „aspekte†œ ausgestrahlt.
Nachdem Marcel Reich-Ranicki den Deutschen Fernsehpreis abgelehnt hatte, hatte Elke Heidenreich die Gala, das Fernsehen insgesamt und das ZDF heftig kritisiert:
„Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde†œ, hatte sie in der Frankfurter Allgemeinen geschrieben. Die Gala beschrieb sie als „armselige, grottendumme Veranstaltung†œ, die nominierten Filme und Serien seien in der Mehrzahl „jämmerlich†œ. Sie entschuldige sich „stellvertretend für alle Leidenden an diesen Zuständen bei Reich-Ranicki für diesen unwürdigen Abend†œ.
Harte Worte fand sie auch für den Moderator Thomas Gottschalk, den sie als „müden alten Mann†œ bezeichnete.
Marcel Reich-Ranicki hatte Gottschalk anschließend in Schutz genommen: „Thomas als dumm hinzustellen, ist eine Unverschämtheit. Elke hat sich miserabel benommen. Sie hat noch intrigiert. Sie wollte, dass man Thomas meine Laudatio wegnimmt, um sie selbst zu halten.†œ
Für die Entscheidung des ZDF, die Zusammenarbeit mit der Moderatorin Elke Heidenreich zu beenden, hat Marcel Reich-Ranicki Verständnis gezeigt. „Es war naheliegend†œ, sagte Reich-Ranicki der dpa. „Sie hat gesagt: Ich schäme mich, dass ich für diesen Sender arbeite. Aber dann musste man ihr sagen: „Adieu, Sie brauchen sich nicht mehr zu schämen.†œ Über mögliche Nachfolger wollte der frühere Moderator der ZDF-Literatursendung „Das Literarische Quartett†œ nicht spekulieren: „Das werde ich dem ZDF gerne sagen, wenn das ZDF sich an mich wendet.†œ
Er erklärte, seine kritische Rede bei der Preisverleihung habe sich allein auf die Feier bezogen. Die Interpretation, er habe bei seiner Schelte die deutschen Fernsehprogramme insgesamt gemeint, sei „großer Unsinn†œ: „Ich habe nicht gesagt, alles im deutschen Fernsehen ist abscheulich, ist Mist, ist nicht gut. Ich habe gesagt: Die hier stattfindende, stattgefundene Feier war ganz schlimm und nicht akzeptabel.†œ Das sei ein großer Unterschied. „Ich habe nicht den Krieg führen wollen mit den Sendern.†œ
Ein Musik-Stöckchen kam gestern von anne von The Island Weekly gefolgen. Sehr schön, irgendwie habe ich mich gefreut, dass ich mich auf die Musik meiner „Sturm- und Drangzeit“ stürzen durfte, nur, so einfach war das gar nicht. 1975 war ja die Zeit von Abba und Sweet und Lady Bump. Mit der Musik, die ich in den 70er gehört habe, können die meisten wahrscheinlich gar nichts anfangen, denke da an Gruppen wie Eloy, Renaissance, Epitaph, Novalis, Grobschnitt, etc. Also war es doch schwerer eine Auswahl zu treffen als ich zunächst dachte. Mein Ergebnis ist nun trotzdem wesentlich umfangreicher ausgefallen als geplant. Konzentriert habe ich mich auf Gruppen, die ich so um 1975 gehört, aber auch auf Konzerten, damals war es üblich kreuz und quer durchs Land zu trampen, gesehen habe.
Birth Control Gamma Ray
Birth Control ist eine deutsche Rockband, die maßgeblich den Krautrock beeinflusste.
Birth Control formierte sich Mitte 1968 in Berlin aus zwei Bands, den Earls und den Gents. Schon nach kurzer Zeit stiegen einige Musiker aus, und Schlagzeuger und Sänger Bernd Noske sowie Gitarrist und Hauptkomponist Bruno Frenzel kommen hinzu.
Die Musik von Birth Control ist kraftvoller, handgemachter Rock. Die Band fällt vor allem durch ihre Liveauftritte auf. Kennzeichnend sind lange Stücke und die Solo-Einlagen der einzelnen Instrumente, insbesondere Bernd Noskes Schlagzeug-Soli, in denen er auch häufig sein Schlagzeug stehen lässt, um auf anderen Dingen wie dem Keyboard oder der Beleuchtung herumzutrommeln.
Der Name ist das Resultat der Vorliebe der Mitglieder für den Radiosender AFN. Es war die Zeit der Antibabypille und der Abtreibungsdebatten. Papst Paul VI. hatte seine Encyclica humanae vitae kurz zuvor veröffentlicht. Und da ständig von Geburtenkontrolle geredet wurde und auf AFN eben auf Englisch, war der Name „Birth Control†œ geboren.
Manfred Man´s Earth Band – Solar Fire – Father of Day, Father of Night
Manfred Mann’s Earth Band ist eine britische Rockband um den südafrikanischen Keyboarder Manfred Mann. Nach großen Erfolgen mit seiner Band „Manfred Mann“ in den 1960er Jahren gründete Manfred Mann 1971 zusammen mit Colin Pattenden, Chris Slade und Mick Rogers seine Earth Band.
Das erste Album, das schlicht unter dem Titel Manfred Mann’s Earth Band erschien, zeigt noch deutliche Einflüsse aus Manns R&B-Zeit in den 60er Jahren. Der Stil ist am ehesten als Blues Rock zu beschreiben, allerdings finden sich deutliche Anleihen beim Jazz Rock (Miles Davis‘ Album In a Silent Way hatte 1969 für den Brückenschlag zwischen Jazz und Rock gesorgt), Rythm & Blues und experimenteller Musik. Die Songs sind zum Teil selbst geschrieben, zum Teil gecovert. Mit Please Mrs Henry findet sich auf dem Album auch das erste Bob Dylan-Cover der Earth Band, in spätere Konzert-Setlists sollte es aber nur Captain Bobby Stout schaffen, geschrieben von Lane Tietgen, der der Earth Band 1978 mit Marthas Madman einen jahrzehntelangen Konzert-Klassiker liefern sollte.
1972 folgt mit Glorified Magnified das zweite Album, das bereits deutlich mehr in Richtung des Stils weist, der für die Earth Band später markant werden sollte: Lange, rhythmisch ausgefeilte Instrumentalteile. Die Basis bilden überwiegend selbstgeschriebe Songs, die Mann zusammen mit Ko-Produzent Dave Hadfield komponierte. Außerdem findet sich auf dem Album eine Cover-Version des Dylan-Klassikers It’s All Over Now Baby Blue.
Im Folgejahr erschien mit Messin‘ ein Album, dass sich wieder zunehmend am Blues Rock orientierte. Den namensgebende Song hatte Mann noch vor Gründung der Earth Band zusammen mit Mike Hugg für deren damalige Band Chapter III geschrieben. Unüberhörbar sind aber auch die musikalischen Anleihen von den beiden Vorgängeralben.
Ebenfalls 1973 erscheint das vierte Album der Band, Solar Fire, mit dem die Band in eine neue musikalische Phase eintritt: Das Album stellt eine Rock-Adaption von Gustav Holsts Orchestersuite Die Planeten dar. Als Eröffnungsstück dient ein aufwändiges Arrangement des Stückes Father of Day, Father of Night von Bob Dylan. Die Musik ist am ehesten dem Progressive Rock zuzuordnen, die Einflüsse von Bands wie Emerson, Lake and Palmer und Yes sind unüberhörbar. Der Stil der Band hat sich entscheidend verändert. Signifikant sind nun lange, von Orgel, Mini Moog und E-Gitarre bestimmte Instrumentalteile. Das Markenzeichen der Earth Band wird ab diesem Zeitpunkt immer mehr, Kompositionen anderer Künstler zu covern und ihnen ihren eigenen unverwechselbaren Bandsound zu verleihen.
Golden Earring – Moontan -Â Radar Love
Golden Earring ist eine Rockband aus den Niederlanden, gegründet im Jahr 1961, und eine der am längsten bestehenden Rockbands der Welt.
1961 in Den Haag als „The Tornadoes†œ von George Kooymans (* 11. März 1948 in Den Haag) und Rinus Gerritsen (* 9. August 1946 in Den Haag), gerade 13 und 15 Jahre alt, gegründet, änderte man den Bandnamen im September 1962 wegen des Erfolgs der gleichnamigen englischen Band The Tornados. Nach einem Lied von Marlene Dietrich aus dem Jahre 1948 nannten sie sich zunächst „The Golden Earrings†œ, später vereinfacht „Golden Earring†œ.
Ihrer erste LP Just Earrings enthielt 1965 bereits den lokalen Hit Please Go der es als erster von 40 folgenden niederländischen Chartplatzierungen in Holland bis auf Platz 10 schaffte. 1967 stieß der Sänger, Gitarrist und Flötist Barry Hay (* 16. August 1948 in Indien) zu der Gruppe und 1970 wechselte Cesar Zuiderwijk (* 18. Juli 1948 in Den Haag), der Drummer und Percussionist von „Livin Blues†œ zu Golden Earring. In dieser, noch heute bestehenden Besetzung entstanden die meisten ihrer Hits.
Radar Love (1973) war eine ihrer ersten in den USA veröffentlichten Singles und wurde zum Welthit (US Platz 13, GB Platz 7, D Platz 5, E Platz 1). In dieser Zeit etablierte sich Golden Earring als begehrte Liveband, die mit ihrer extrovertierten Bühnenshow und knalligen, auf großen Effekt abzielenden Soli besonders in den Staaten beliebt war. Bereits 1969 war Golden Earring die erste große europäische Band, die eine große Tour durch die Vereinigten Staaten machte.
Wishbone Ash – Argus – The King Will Come
Wishbone Ash, auch bekannt als The Ash, ist eine englische Rockband, die 1969 aus der Band Tanglewood entstand.
Ursprünglich bestand die Band aus Martin Turner (Bass, Gesang), seinem Bruder Glen Turner (Gitarre, Gesang) und Steve Upton (Schlagzeug). Mit dem Ausscheiden Glens, und nachdem die Band erfolglos einen Keyboarder suchte, kamen die beiden Gitarristen Andy Powell und David A. „Ted“ Turner (nicht verwandt mit Martin) dazu. So wurde der unverwechselbare „dual lead-guitar sound†œ der Band nicht zuletzt deshalb geboren, weil man sich zwischen Ted und Andy nicht entscheiden konnte.
Kennzeichnend für Wishbone Ash ist ihr melodischer, gitarrenorientierter Rock, der charakteristisch von zwei unisono gespielten E-Gitarren dominiert wird. Der Gesangsstil ist dabei oft balladenhaft. Mittelalterliche Themen prägen besonders in der Frühphase die Musik der Band, wie z. B. bei Throw down the Sword, Warrior, The King Will Come. Der Stil der Band zeichnet sich auf den ersten Alben durch große Experimentierfreude aus: Harter Rock vermischt sich mit sanften Folk-Melodien oder mit Jamsession-artigen, weiträumigen Improvisationen mit fast jazzigem Einschlag. Spätere Alben orientieren sich dagegen stärker an konventionellem Heavy-Rock und geradlinigem Rock’n’Roll.
1970 spielte Wishbone Ash als Vorgruppe von Deep Purple und wurde dadurch schnell bekannt. Ihr Debüt-Album Wishbone Ash erschien Ende 1970. 1972 galt Wishbone Ash als die beliebteste britische Newcomer-Band. Ihr drittes Album Argus wurde in verschiedenen Medien zum „Album des Jahres†œ gekürt.
1974 – nach Live Dates – zog es Ted Turner nach Peru und er wurde ersetzt durch Laurie Wisefield, der die Band in gleicher Tradition bis zum Album Raw to the Bone (1985) entscheidend mitprägte. Laurie spielte seither bei Tina Turner, Roger Chapman, Joe Cocker, The Nokia Night of the Proms und aktuell im Queen-Musical We Will Rock You.
1988 gab es eine Reunion der Original-Band, die bis 1992 andauerte. Danach wechselte die Besetzung häufiger. Es ergaben sich dabei höchst interessante Konstellationen, die immer wieder für frischen Wind sorgten, nur Andy Powell gehört ohne Unterbrechung dazu. Seit einigen Jahren touren Andy Powell und Martin Turner mit einer eigenen Band, Martin Turner´s Wishbone Ash.
2007 wurde mit First Light die bei einer Auktion in London zufällig wieder aufgetauchte Erstfassung des Debüt-Albums Wishbone Ash veröffentlicht, das auch zwei bisher unveröffentlichte Songs sowie eine alternative Version von Alone des zweiten Albums enthält. Im gleichen Jahr erschien auch ein weiteres neues Studioalbum, The Power of Eternity.
Pink Floyd – Time -Â Dark Side of the Moon
Pink Floyd ist eine 1964 gegründete britische Rockband. Mit ihrer Musik und der klanglichen und visuellen Gestaltung ihrer Platten und Bühnenauftritte schuf sie, begleitet von großem kommerziellen Erfolg, einen unverwechselbaren und völlig neuartigen Stil. Weltweit wurden mehr als 200 Millionen Alben von Pink Floyd verkauft.
Unter der Regie des Sängers und Gitarristen Syd Barrett gehörte die Band zunächst zur britischen Psychedelic-Rock-Bewegung. Nach dem drogenbedingten Ausstieg des Frontmanns entwickelten die verbleibenden Mitglieder einen eigenständigen Stil mit Einflüssen aus Progressive Rock, Blues, Jazz und klassischer Musik.
Genesis – A Trick of the Tail – Los Endos
Genesis ist eine 1967 gegründete britische Rockband, die gemeinhin für ihre sehr individualistischen Mitglieder und ihre beiden deutlich unterschiedlichen musikalischen Ären bekannt ist. Mit über 159 Mio. weltweit verkauften Alben zählen Genesis zu den dreißig Bands mit den größten Plattenverkäufen.
Zu Beginn der Karriere der ursprünglich fünfköpfigen Band machten die komplexen Songstrukturen, durchdachten Instrumentierungen und theaterhaft-künstlerischen Live-Auftritte Genesis zu einer der wichtigsten und beliebtesten Bands des Progressive Rock-Genres. Neben King Crimson, Emerson, Lake & Palmer und Yes zählt Genesis zu den „großen Vier†œ dieser vor allem in den 1970er Jahren populären Gattung.
Nach Ausstieg des ursprünglichen Frontmanns Peter Gabriel 1975 und des Gitarristen Steve Hackett 1977 machte das verbliebene Trio, bestehend aus Tony Banks, Phil Collins und Mike Rutherford, ab den späten 1970ern eine stilistische Wandlung durch. Mit ihrem nun zumeist radiotauglichen Mainstream-Rock wurden Genesis zu einer der kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen der 1980er und frühen 1990er Jahre.
Nach Collins†™ vorläufigem Abschied von der Band wurde 1997 für ein Album samt nachfolgender Tournee Ray Wilson als Sänger engagiert. Anschließend trat die Band mit Anthologien ihrer bisherigen Stücke, Veröffentlichung von bislang nicht offiziell erhältlichem Archivmaterial und neuen SACD-Abmischungen ihrer Alben in Erscheinung. Im Sommer 2007 gingen Genesis in Europa und Nordamerika wieder mit Phil Collins auf Tournee.
Constantin Film sichert sich Rechte an dem Bestseller von Siegfried Lenz
Constantin Film verfilmt die Novelle SCHWEIGEMINUTE von Siegfried Lenz, von der Marcel Reich-Ranicki sagt: „Wir haben Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes.†œ
Produziert wird der Film von BERND EICHINGER.
SCHWEIGEMINUTE ist eine großartige Erzählung über die außergewöhnliche Liebe eines Gymnasiasten zu seiner Englischlehrerin: Ein warmer Sommer an der Ostsee vor vielen Jahren. Benny Goodmann und Ray Charles sind noch en vogue, in den Gassen spielt der Drehorgelmann, man bezahlt in „Mark“, und wenn die Englischlehrerin vor die Oberprima tritt, stehen alle auf: „Good morning, Mrs. Petersen.“ Stella Petersen gehört zweifellos zu den beliebtesten Lehrerinnen am Lessing-Gymnasium. Ihre Lebensfreude, ihre Intelligenz und Belesenheit verschaffen ihr die Anerkennung und den natürlichen Respekt des Kollegiums wie den ihrer Schüler. Und gewiss führt die Liebe zu ihrem Schüler Christian, die über das ungleiche Paar am Ende der Sommerferien hereinbricht, zu jener Verwirrung der Gefühle deren Intensität und Kraft beide überwältigt. Wie es zu der Liebe zwischen Stella und Christian kommt, wie die Leidenschaft sich an der Realität messen muss und wie die Liebe gerade durch den Tod unsterblich wird: das erzählt Siegfried Lenz mit meisterhafter Einfühlungskraft, mit Distanz und Humor.
Die Dreharbeiten beginnen im nächsten Jahr. Der Kinostart ist für 2010 vorgesehen.
Bernd Eichinger: „Ich freue mich sehr, dass Siegfried Lenz uns sein Vertrauen geschenkt hat, sein großartiges Werk zu verfilmen. Sein Buch hat mich sehr berührt, und wir werden alles daran setzen, der filigranen Schönheit dieses Buches gerecht zu werden.†œ
Siegfried Lenz: „Bernd Eichinger hat viele bedeutende Filme produziert und in die Kinos gebracht. Ich bin froh, dass er sich für die SCHWEIGEMINUTE interessiert und schon heute ganz gespannt auf seine Interpretation des Buches.“
Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, zählt zu den bedeutendsten und meistgelesenen Schriftstellern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seine Werke erscheinen seit 1951 (ES WAREN HABICHTE IN DER LUFT) im Hoffmann und Campe Verlag und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Mittlerweile ist die kulturelle Erlebnistour durch die Stadt schon zur festen Institution geworden und findet bereits zum zehnten Mal in Folge statt. Neben laufenden Ausstellungen erwartet die nächtlichen Flaneure auch eine Fülle an Sonderprogrammen und Attraktionen. Von der Malerei bis hin zur Fotografie, von der Bildhauerei über Architektur und Technik bis hin zur Wissenschaft, Videokunst und dem Design sind alle Sparten vertreten.
Am Samstag, den 25. Oktober 2008, ist es wieder soweit: Zwischen 19 Uhr und 2 Uhr öffnen fast 100 Museen, Galerien, Sammlungen und Kirchen ihre Pforten für die Lange Nacht der Münchner Museen. Erlebnishungrige, Kunstliebhaber, Nachtschwärmer und alle Kulturinteressierten dürfen wieder einmal auf ein abwechslungsreiches Programm gespannt sein.
Abgerundet wird der Kunstgenuss alljährlich mit musikalischer Untermalung, Führungen und Performances. Und damit auch alle Highlights mühelos erreicht werden können, werden Shuttlebusse eingesetzt, die im 10-Minuten-Takt für einen bequemen Transfer zwischen den beteiligten Museen sorgen. Gleich fünf Touren kann sich der nächtliche Besucher aussuchen und nach Belieben miteinander mischen. Wer sicher gehen will, die persönlichen Highlights im Programm nicht zu verpassen, findet unten ein paar Tipps im Programm und zu den Touren.
Die Tour Schwabing
Die Tour Schwabing führt zu den drei Pinakotheken. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zeigen neben Meilensteinen der europäischen Malerei auch Skulpturen, Videoinstallationen, Fotografien und Designobjekte….
Tour Innenstadt
Zur Langen Nacht bietet das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst als Highlight Kurzführungen zur goldenen Sargmaske der Königin Sat-djehutj. Außerdem wird der neu entdeckte Artemidor-Papyrus vorgestellt….
Tour Ost
Große Museen und kleine Einrichtungen zum Entdecken halten sich auch hier die Waage: Gleich zum Einstieg lädt das Haus der Kunst mit der Ausstellung „Bitte nicht beten†œ von Bazon Brock zum Gedankenaustausch über Religion und Geistiges ein….
Tour West
Unter dem Motto „Ein- und Durchblicke“ führt das Museum Mensch und Natur seine Besucher in die Techniken der Tierpräparation und des Mikroskopierens ein. Mythisch ist die Stimmung in den nächtlichen Gewächshäusern des Botanischen Gartens, wo die Besucher neben Dschungel und Wüste in einer Ausstellung zur Schokolade die Welt der sagenhaften Maya kennenlernen….