Annette Pehnt erhält den Thaddäus-Troll-Preis

Der Thaddäus-Troll-Preis ist ein Literaturpreis, der alle zwei Jahre durch den Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. öffentlich verliehen wird. Der Preis ist dem Schriftsteller und Vereinsgründer Thaddäus Troll gewidmet und wird an „jüngere, qualifizierte, aber noch wenig bekannte Autoren“ vergeben.

Die Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg hat in diesem Jahr die Autorin Annette Pehnt (Mobbing, Haus der Schildkröten, Ich muß los, u.a.) den diesjährigen Thaddäus-Troll-Preis zuerkannt.

Die 1967 in Köln geborene deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin studierte Anglistik, Keltologie und Germanistik an den Universitäten in Köln, Galway (Irland), Berkeley (Kalifornien) und Freiburg im Breisgau. Ihr Studium schloss sie 1994 mit dem Magistergrad und dem ersten Staatsexamen ab; 1997 folgte die Promotion an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zur irischen Literatur. Seit 1992 lebt Annette Pehnt, die verheiratet und Mutter von drei Kindern ist, als Literaturkritikerin und freiberufliche Schriftstellerin in Freiburg im Breisgau.

Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises findet im November im Stuttgarter Literaturhaus statt. Die Laudatio hält Hubert Spiegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Quelle: Börsenblatt

Deutsche Verlage ignorieren Literaturkreise

Literaturkreise boomen, zumindest in Großbritannien, und die Zeiten, wo ältere Damen beim Likörchen über Bücher reden, sind auch bei uns längst passé.

Etwa 50 000 „Book Clubs“ gibt es mittlerweile in England, Tendenz steigend. Es entwickelt sich ein umsatzstarker Markt, der für die Verlage interessant ist. Penguin entsendet regelmäßig „Ambassadors“, Botschafter, an die LeserInnenbasis, um zu eruieren, wie verschieden die Geschmäcker sind. Bekannte britische Autorinnen wie Naomi Alderman, Helen Dunmore und Nicci Gerrard verbringen ganze Abende mit den Lesekreisen – und horchen deren Mitglieder über Lektüregewohnheiten, mögliche inhaltliche Tabus und stilistische Vorlieben aus.

„Es ist eine wunderbar sinnliche und fruchtbare Sache, Literatur gemeinsam zu besprechen – und das auch noch mit Schriftstellern“, sagt Claudia Paul vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels über solche Vorstöße. Allerdings sei in Großbritannien die Lesekreiskultur dergestalt ausgeprägt, dass die Initiative der Verlage, sich in Gestalt der Autoren zu den Zirkeln zu begeben, nahe liege. Im deutschsprachigen Raum sei man dagegen noch nicht so weit, Lesezirkel als strategischen Faktor wahrzunehmen. Weder in ökonomischer Hinsicht noch bezüglich einer emotional grundierten Leser-Verlag-Bindung, deren Ausverkauf selbst bewährten Institutionen wie den Bertelsmann-Buchclubs droht .

Dies gilt selbst für Europas größten rein belletristischen Verlag Diogenes (Zürich). Zwar gehört dessen Sprecherin Ruth Geiger selbst einem Literaturkreis an. Dennoch sucht und pflegt das auf gediegene Unterhaltung abonnierte Haus keine entsprechenden Kontakte zur kollektiv lesenden Basis, heißt es.

Insofern könnte sich das geringe Engagement deutscher Verlage, Buchbotschafter an die Basis zu entsenden, irgendwann als vertane Chance erweisen. Obwohl es für Deutschland keine verlässlichen Zahlen gibt, wie der Börsenverein mit Bedauern feststellt, kommt auch hierzulande kaum ein Ort ohne Literaturkreis aus. Dabei erstaunt die Vielfalt der Organisationsformen.

In Berlin knüpfen seit 1995 Britta Gansebohms „Literarischer Salon“ und andere mondäne Foren an die gesellig-intellektuellen Traditionen einer Rahel Varnhagen oder einer Henriette Herz an. Andere Zirkel (zumal in Universitätsstädten), deren Pensum meist politische Titel umfasst, sind eher den Lesegesellschaften des 18. und 19. Jahrhunderts verpflichtet, denen die gemeinschaftliche Lektüre einschlägiger Aufklärungsliteratur als Vorschein der bürgerlichen Emanzipation galt.

So kommen auch wir vom Lesekreis München schon seit 1999 regelmäßig zusammen, um über Buchinhalte und Autoren und Autorinnen zu sprechen, manchmal, um darüber zu streiten, aber immer, um uns gegenseitig zuzuhören und über das Leben zu reden.

Bin gespannt, wann die deutschen Verlage diese Zusammenschlüsse fördern, um die Interessen ihrer Kundschaft kennen zu lernen.

Quelle: Welt

Krimis-To-Go: Lilli muss sterben und Gefährliche Gewässer

Krimis-to-Go ist eine Autorengruppe, die sich dem Verfassen von Kurzkrimis, Krimis und Kurzgeschichten verschrieben hat.

Entstanden ist die Gruppe Krimis to Go aus dem Krimiforum der SZ, wo sich die Gründungsmitglieder unter Pseudonym kennen und schätzen gelernt haben und nach etwa einem Jahr beschlossen, die 36 besten Geschichten der etwa 1000 Beiträge aus dem SZ-Krimiforum als Anthologie zu veröffentlichen.

Nach dem Erfolg der ersten Anthologie, Lilli muss sterben, beschloss die Gruppe, an einer weiteren Sammlung themenbezogener Kurzgeschichten mit Krimi – Charakter (also es muss nicht immer Mord sein…) zu arbeiten und hat dazu auch neue Talente und Autoren eingeladen, Geschichten beizusteuern.

Daraus entstand Gefährliche Gewässer: Das war der zweite Streich und der dritte folgt sogleich – die Arbeit an dem Folgeband ist schon im Anlaufen!

Keiner dabei, der länger dauert als zwei S-Bahn-Stationen oder eine Tasse Espresso im Speisewagen des ICE.

Lilli muss sterben

Lilli muss sterbenÜber das Buch:
„Ein Blick aus dem Fenster, der das Blut in den Adern gefrieren lässt; die geheimnisvolle junge Frau am Nil und ein ermordeter Frosch †“ so ging†™s zu bei den Krimigöttern van Gulik, Christie, Vargas…. Hier neu aufgeknüpft und weitergestrickt in 36 Variationen, die alle Register ziehen von Thriller, Slapstick, Drama bis zur Parodie: Zum Beispiel die Geschichte von Lilli, der rothaarigen Romanheldin: Seitdem ihr die Gattin ihres Liebhabers auf den Fersen ist, schwebt sie in höchster Gefahr. Oder die Sache mit Krassos, dem finsteren, griechischen Anwalt, den die Klienten ihren „Engel†œ nennen. Oder wie ein poetischer Panzerknacker in der Küche seiner Opfer zu Tode kommt…

36 Minikrimis im Anschluss an P. D. James & Co †“ schnell, schräg und spannend. Zum Zittern, zum Lachen und manchmal zum Weinen.

Gefährliche Gewässer

Über das Buch:
Eine tote Dame in Ralfs und Ellas New Yorker Hotelzimmer †“ das reicht eigentlich für den ersten Urlaubstag. Aber dann stellt sich auch noch heraus, dass sie den gleichen Familiennamen trägt wie Ella. Und warum wird ihr plötzlich von einem Wildfremden auf der Straße kondoliert?
„All Inclusive†œ †“ wie viele Sitten und Gebräuche der Einheimischen schließt dieser Slogan eigentlich ein? Hätte sich das unser Tourist im Afrikanischen Busch womöglich früher überlegen sollen?Und der schlaue Kommissar aus Deutschland †“ wird er seinen molwanischen Kollegen den entscheidenden Hinweis geben können zum Mord an der schönen Elena?
Mord und Totschlag, Verrat und Erpressung von Beirut bis Prag, von Calais bis Las Vegas, hoch in den japanischen Bergen und an der türkischen Küste.
Nach dem großen Erfolg von „Lilli muss sterben†œ haben die Autoren von KRIMIS-TO-GO wieder zugeschlagen: Vierzig abgefahrene Krimis im Miniformat.

KRIMIS-TO-GO wünschen Angenehme Reise!

Erschienen 2007 und 2008 im Lerato-Verlag, jeweils 9,95 Euro

Am 18. Juli findet eine Lesung aus Gefährliche Gewässer ab 18 Uhr in der Krimibuchhandlung Glatteis in München statt.

Sommerfest der Krimibuchhandlung Glatteis am 18. Juli

Am Freitag, den 18.Juli 2008 ab 18.00 Uhr startet in der Krimibuchhandlung Glatteis, Corneliusstr. 31, 80469 München das vertraute Sommerfest mit kurzen Lesungen, Bier vom Fass und guter Laune (auch Speisen können nach Gusto direkt nebenan bestellt werden)
Im Laufe des Abends wird der neue Band der „Krimis-to-go“ (keine Geschichte dauert länger als 2 S-Bahn-Stationen) vor:

Gefährliche Gewässer“ †“ spannende Kurzkrimis zum Schmunzeln, Fürchten oder Mitdenken!

Außerdem gibt es eine Tombola, bei der es unter anderen die neuesten Bücher des Herbstes zu gewinnen gibt.
Krimibuchhandlung Glatteis
Monika Dobler führt nach dem tragischen plötzlichen Tod ihrer Freundin und Partnerin Gabriele Fauser, am 10. März diesen Jahres, die Krimibuchhandlung Glatteis alleine. Ich bin mir sicher, dass Frau Dobler sich über jedes bekannte und neue Gesicht bei der Veranstaltung freut und ihr ein wenig über diese schwierige Zeit hinweg hilft.  Hoffe, dass Petrus ein Einsehen hat und wünsche gutes Gelingen für den sicherlich spannenden Abend.

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 29/2008

Platz 1 : Die letzte Spur von Charlotte Link
Platz 2 : Gottlos von Karin Slaughter
Platz 3 : Mieses Karma von David Safier
Platz 4 : Träume süß, mein Mädchen von Joy Fielding
Platz 5 : Verblendung von Stieg Larsson
Platz 6 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 7 : So was wie Liebe von Anna McPartlin
Platz 8 : Die Tochter des Fotografen von Kim Ewards
Platz 9 : Alle meine Schwestern von Judith Lennox
Platz 10: Die Chemie des Todes von Simon Beckett