August 2003: Malibu – Leon de Winter

Cover MalibuKurzbeschreibung
Kurz bevor sie ihren 17. Geburtstag feiern kann, kommt Mirjam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Ihrem Vater, Joop Koopman, ist es nicht vergönnt, sich seiner Trauer hinzugeben. Sein Freund Philip verwickelt ihn in einen Spionagefall für den israelischen Geheimdienst, seine Cousine Linda in ihre buddhistische Wiedergeburtstheorie. Tragödie, Politspionage und metaphysischer Thriller in einem – Leon de Winters kühnster Roman.

Leon de Winter, geboren am 26. Februar 1954 in ’s-Hertogenbosch, Niederlande, ist ein niederländischer Schriftsteller.
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Juli 2003: Süden und das Geheimnis der Königin – Friedrich Ani

Cover Süden und das Geheimnis der KöniginKurzbeschreibung
Bei den Unterlagen eines Mannes, der in einem scheinbar leer stehenden Haus verhungerte, entdeckt die Kripo den Namen einer Frau: Soraya Roos. Sie wird, nachdem sie von einem Tag auf den anderen ihre Familie verlassen hatte, seit mehr als zehn Jahren vermisst, und Kommissar Süden beginnt erneut mit der Suche. Er stößt auf eine Spur, die in ein oberitalienisches Dorf führt, wo Soraya ihr Geheimnis bis zum heutigen Tag hütet …

Über den Autor
Friedrich Ani, geboren am 7. Januar 1959 in Kochel am See, ist ein deutscher Schriftsteller. Er verfasst Drehbücher, Lyrik und Romane. Am meisten bekannt gemacht haben ihn sein auf genau zehn Bände angelegter Zyklus von Kriminalromanen um den Kommissar Süden, jedoch auch seine Kinder- und Jugendbücher („Als ich unsterblich war“, „Wie Licht schmeckt“) erregten Aufsehen.

Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Reporter und Hörfunkautor wurde Friedrich Ani 1992 Stipendiat der Drehbuchwerkstatt München an der Hochschule für Fernsehen und Film. Er schrieb für Serien wie „Ein Fall für zwei“, „Faust“ und „Tatort“, bevor er 1996 seine ersten beide Romane publizierte, „Das geliebte süße Leben“ sowie den Krimi „Killing Giesing“. Es folgten zahlreiche weitere Kriminalromane (darunter „German Angst“ und „Gottes Tochter“). Eine seiner bekanntesten Figuren ist der Kommissar Tabor Süden, der für ein Münchner Kriminal-Dezernat nach vermisst Gemeldeten sucht. Ani bekam den Literaturförderpreis der Stadt München und den Staatlichen Förderungspreis für Literatur des Bayerischen Kultusministeriums sowie 2001 den Radio Bremen Krimipreis (für German Angst). Für vier seiner Süden-Krimis erhielt Ani den Deutschen Krimi-Preis (2002 und 2003), mit dem Tukan-Preis der Stadt München für den besten Roman des Jahres wurde er 2006 ausgezeichnet.

Er gilt als einer der besten und innovativsten deutschen Kriminalschriftsteller der Gegenwart. Obwohl er nach Abschluss seiner „Süden“-Reihe einen Roman schrieb, der nicht im Krimigenre angesiedelt ist, verwarf Ani im Sommer 2005 das gesamte Konzept und entwickelte eine neue Kommissarsfigur. Der erste Roman mit Hauptkommissar Polonius Fischer ist im Herbst 2006 im Zsolnay Verlag unter dem Titel „Idylle der Hyänen“ erschienen, der zweite, „Hinter blinden Fenstern“, im Herbst 2007.

Mittlerweile hat Ani drei Tatortdrehbücher (darunter die Folge „A gmahde Wiesn“) und ein Drehbuch für Stahlnetz und „Rosa Roth“ geschrieben sowie die Fernsehspiele „Federmann“, „21 Liebesbriefe“ und „Die im Herzen barfuß sind“, aber auch mehrere Jugendbücher („Wie Licht schmeckt“, „Durch die Nacht, unbeirrt“, „Als ich unsterblich war – Eine Jesusgeschichte“, „Das unsichtbare Herz“).

Juni 2003: Herrenbesuch – Bjoern Erik Sass

Cover HerrenbesuchKurzbeschreibung
Kurt und Jens sind 26, und sie haben gründlich nachgedacht. Endlich fühlen sie sich bereit, die eigentliche Herausforderung des Lebens zu bestehen: Frauen. Bisher ist bei beiden nicht wirklich was gewesen, aber das muss, soll und wird sich jetzt ändern, soviel steht fest. Sie verlassen ihre Mütter und ziehen in die Großstadt, wo das Leben entschieden härter und schneller gelebt wird. Kiel ist nicht Manhattan, klar, aber die WG mit Wellenreiter Enno ist schon mal ein guter Anfang. Außerdem bringen beide beste Voraussetzungen mit: Kurt kennt sich im Feminismus gut aus, Jens mit den Ersatzteilen des 76er Ford Taunus. Kurts Homöopathin Frauke weiß Rat, wenn es um männliche und weibliche Energiekreisläufe und den Einsatz von Bachblüten-Notfalltropfen geht. Und außerdem haben beide Herren schweres Putzgerät dabei: Ordnung muss sein. Aber wo sind sie, die Frauen, und wie sind ihre Signale zu verstehen? Über was wollen sie reden, und warum fahren sie dann trotzdem immer mit anderen nach Hause? Mit wunderbar lakonischem Witz erzählt Bj¢rn Erik Sass von männlichen Hoffnungen und weiblichen Wünschen, von den Gesetzen der Coolness und den Grenzen der Homöopathie und schildert die Erkenntnisse, die sich bei Familienaufstellungen im Kreis therapeutisch geschulter Frauen gewinnen lassen. Ein Kleinstadtneurotiker ist hier unterwegs, der von den Zumutungen modernen Lebens mit einer Leichtigkeit erzählt, wie man sie lange nicht gehört hat.

Björn Erik Sass, geboren 1967 in Kiel, wohnt mit seiner Frau und zwei Kindern bei Eckernförde an der Ostsee.

Mai 2003: Rote Azalee – Anchee Min

Cover Rote AzaleeKurzbeschreibung
Als 17-jährige wird die junge Rotgardistin Anchee Min von ihrer Familie getrennt und in eine revolutionäre Landkommune geschickt, um dem Volke zu dienen. Hier erlebt sie die grausamen Schattenseiten ihrer jugendlichen politischen Schwärmerei: Totale Kontrolle und Unterdrückung aller individuellen Bedürfnisse. Doch dann wird sie vollkommen überraschend aus 20.000 Kandidaten ausgewählt, die Hauptrolle in »Rote Azalee« zu spielen, einem der berühmt-berüchtigten Revolutionsfilme von Jiang Ching, der Ehefrau Mao Tse-tungs Während der Dreharbeiten stirbt der Große Vorsitzende, die so genannte „Viererbande“ wird gestürzt, und die Welt, in der Anchee Min aufwuchs und lebte, verschwindet für immer.

Über die Autorin
Anchee Min, geboren 1957 in Shanghai, wuchs mit den Lehren Maos auf und wurde mit siebzehn in ein Arbeitslager geschickt. In Madame Maos Filmstudio wurde sie zur Schauspielerin ausgebildet. 1984 ging sie in die USA und studierte in Chicago. Im Fischer Taschenbuch Verlag sind ihre Romane Die letzte Kaiserin, Land meines Herzens, Madame Mao sowie ihre Autobiographie Rote Azalee erschienen.
Anchee Min lebt mit ihrer Familie in Kalifornien.

März 2003: Café Saratoga – Malin Schwerdtfeger

Cover Café SaratogaKurzbeschreibung
Malin Schwerdtfegers erster Roman erzählt vom Erwachsenwerden, von Liebe und Freundschaft, in einem neuen, wildpoetischen, unverwechselbaren Ton. Für die beiden Schwestern Sonja und Majka, zwei Mädchen in der Pubertät, ist die polnische Halbinsel Hel in ihren Sommerurlauben ein Ort der Abenteuer und Erweckungen, besonders das Café Saratoga, das ihr Vater von der steinalten Tante Apolonia übernimmt. Das Meer, die eigenen Körper, die Männer, die Landschaft werden entdeckt, mit Sorge, Lust und Schrecken beobachtet, die Komik und das Verhängnis der Liebe frühzeitig registriert. Aber was für die Mädchen Hel ist, ist für den Vater, der mit seiner kindischen, vitalen Verrücktheit alle, auch die von ihm geschiedene Frau, an sich kettet, Westdeutschland. Eines Tages, die Familie hat deutsche Vorfahren, kann Tata ausreisen. Die ganze Familie, auch die schimpfend-kränkelnde Mutter Lilka, folgt. Sonja, die Ich-Erzählerin, wird in diesen Jahren, angefeuert von ihrem Vater, den sie abgöttisch liebt, zögerlich zur Frau, und wieder verändert sich die Welt. Nur der verrückte Tata, den man auch als Leser einfach lieben muss, bleibt sich ewig gleich. Malin Schwerdtfegers erster Roman erzählt mit poetischer Rasanz, mit kluger Komik und feiner Beobachtungsgabe vom Erwachsenwerden, von polnischen und deutschen Mentalitäten, von scheiternden Ehen und bedingungsloser Liebe, von Freundschaft und Aufbruch.

Über die Autorin
Malin Schwerdtfeger, geboren am 27. Dezember 1972 in Bremen, ist eine deutsche Schriftstellerin.

Sie studierte ab 1992 Judaistik und Islamwissenschaft in Berlin. Nachdem sie bereits als Jugendliche erste literarische Versuche unternommen hatte, begann sie Mitte der 1990er Jahre ernsthaft mit dem Verfassen von erzählender Prosa, die anfangs in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht wurde. Im Jahre 2000 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Sowohl ihr Prosadebut, die Erzählungssammlung Leichte Mädchen als auch ihr erster Roman Café Saratoga, der die Geschichte einer polnischen Aussiedlerfamilie aus der Perspektive zweier pubertierender Mädchen erzählt, fanden viel Zuspruch bei Literaturkritik und Leserschaft. Die Autorin lebt in Berlin.