Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 20/2012

Platz 1 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 2 : Todesmelodie von Andreas Franz

Platz 3 : Unter Haien von Nele Neuhaus

Platz 4 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

PLatz 5 : Die Wildrose von Jennifer Donnelly

Platz 6 : Sterbenskalt von Tanja French

Platz 7 : Der fremde Gast von Charlotte Link

Platz 8 : Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George

Platz 9 : Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Platz 10 : Sturz der Titanen von Ken Follett

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 19/2012

Platz 1 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 2 : Die Tribute von Panem 02. Gefährliche Liebe von Suzanne Collins

Platz 3 : Die Tribute von Panem 01. Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Platz 4 : Die Tribute von Panem 03. Flammender Zorn von Suzanne Collins

Platz 5 : Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen

Platz 6 : Mein Weg zu dir: Roman von Nicholas Sparks

Platz 7 : Die Tränen der Maori-Göttin von Sarah Lark

Platz 8 : Delikatessen von Martin Walker

Platz 9 : Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

Platz 10 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 19/2012

Platz 1 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 2 : Unter Haien von Nele Neuhaus

Platz 3 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

Platz 4 : Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George

Platz 5 : Sturz der Titanen von Ken Follett

Platz 6 : Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Platz 7 : Der fremde Gast von Charlotte Link

Platz 8 : Der Beobachter von Charlotte Link

Platz 9 : Ostfriesenangst von Klaus-Peter Wolf

Platz 10 : Sterbenskalt von Tanja French

Quelle: Spiegel Online Kultur

Link- oder Rezi-Mafia: 110 Euro für eine Rezension und zwei Links

Guten Tag,

ich habe Ihnen ein paar Emails über Ihre Homepage lesekreis.org geschickt, doch Sie haben sie vielleicht nicht erhalten. Deshalb schreibe ich Ihnen noch einmal und bitte um Rückmeldung, lautet der Text einer Mail von einer „Mediengruppe“, die ich vor einigen Tagen erhalten habe.

Stimmt, ich konnte mich vage erinnern, dass das selbe Unternehmen schon mehrere Mails geschickt und um Zusammenarbeit gebeten hatte. Nun ist es nichts Neues, dass diverse Medienunternehmen mir, und wahrscheinlich zig anderen Blogs auch, regelmäßig nette Zeilen schicken und betonen, wie schön doch mein Blog sei. In der Regel ingnoriere ich derartige Schreiben oder antworte ablehnend.

Weil in diesem Fall der Absender besonders hartnäckig war, habe ich geantwortet und gefragt, wie sie sich die Zusammenarbeit denn vorstellen. Die Antwort hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht und auch schockiert:

Wir würden gerne für Ihren Blog eine Rezension anbieten. Käme das denn prinzipiell in Frage? Wir würden für die Mühe auch eine Entschädigung anbieten: 110€. Ich hätte da ein paar Vorschläge worüber wir schreiben könnten. Zum Beispiel das Buch „XXX“. Aber ich bin auch offen für Ideen. In der Rezension müssten ein oder 2 Links zu einem unserer Kunden enthalten sein – nämlich zu einem Informationsportal für Spiele.
Was halten Sie denn davon?

Auf meine Frage, ob sie denn ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen, erhielt ich wiederum eine äußerst verblüffende Antwort:

Also den Artikel können wir, aber auch Sie schreiben. Das können Sie frei entscheiden. Wir können eine Rezension fertig schreiben und Sie können sie dann einfach Ihrer Seite anpassen. Was halten Sie denn davon? Und ist der Preis dann auch angemessen?

Wow – vielleicht hätte ich auch das Doppelte verlangen können?

Nein, ich habe aus fester Überzeugung abgelehnt – und zwar aus vielerlei Gründen. Zum einen handelte es sich um ein Sachbuch, genauer gesagt um ein Fußballbuch, und weil wir hier doch in erster Linie mit viel Enthusiasmus freiwillig und ohne Bezahlung belletristische Werke behandeln, passt der Titel schon mal nicht ins Konzept. Zum anderen würde ich mich niemals, solange die Serverkosten einigermaßen durch meine Kooperation mit Amazon abgedeckt sind, kaufen lassen.

Zum dritten fiel mir schlagartig wieder diese unsägliche Geschichte ein.

Vielleicht sind derartige Abkommen ja auch ganz normal? Was berechtigt den Preis von 110 Euro, die Rezension scheint es ja nicht zu sein, sind Links tatsächlich so teuer?

Quelle Foto: Dagobert Duck – Retailwiki

Kurt Flasch erhält den mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis 2012

Seit 1998 verleiht die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und der Stiftung Joseph Breitbach in Vaduz jährlich den Joseph-Breitbach-Preis an deutschsprachige Schriftsteller. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und somit der höchst dotierte Literaturpreis im deutschsprachigen Raum.

In diesem Jahr geht die Auszeichnung an den an den 82-jährigen deutschen Philosophiehistoriker und Schriftsteller Kurt Flasch.

Kurt Flasch sei einer der urbansten Schriftsteller und zugleich ein großer Philosoph und Historiker. Er habe die Literatur der Gegenwart mit seinen Essays, Übersetzungen und Erinnerungen bereichert. In seinen Erzählungen mache Flasch Pariser Universitätsfehden und Intrigen am päpstlichen Hof lebendig, begründete die Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz die Wahl.

Zuletzt erschien von Kurt Flasch im Januar 2012 im Fischer Verlag „Commedia (Göttliche Komödie): I.Commedia. In deutscher Prosa von Kurt Flasch. II.Einladung, Dante zu lesen“

Kurzbeschreibung
Dantes Commedia ist wie der Dom, der zu seiner Zeit in Florenz entstand.: Zahllose Ein- und Ausgänge führen unter eine große Kuppel, in der die Geschichten und Figuren, die Biographien und das Wissen ihrer Zeit unendlich nachhallen. Seine „Commedia“ durchmisst den gesamten metaphysischen Kosmos der damaligen Zeit – Hölle, Fegefeuer und Paradies – und durcheilt gleichzeitig die dunklen Gassen und verschwiegenen Hintertreppen seiner Zeit. Das Buch war Vision wie Skandal.

Mit seiner Übertragung legt Kurt Flasch die Frucht seiner lebenslangen Dante-Bschäftigung vor. Seine elegante Sprache, seine Kunst zur plastischen Darstellung und sein enzyklopädisches Wissen greifen in einander und erschließen Dantes Kosmos neu. Kurt Flasch entdeckte, dass nicht der Vers, sondern der Satz das eigentliche ArchitekturelementDantes ist und übersetzt sein Meisterwerk in eine rhythmisch federnde Prosa, die die Farben der Details, die erzählerische Brisanz seiner Stimmen hervorhebt.

In seiner „Einladung, Dante zu lesen“ führt er den Leser durch diese Welt der falschen Päpste und wahren Sünder, der antiken Liebenden und verfluchten Despoten. Hinter dem Meisterwerk und Meilenstein der europäischen Kunst entdeckte er ein Labyrinth der Geschichten und legt so die Kontur einer Epoche frei.

Der in Mainz geborene Kurt Flasch war von 1970 bis 1995 Lehrstuhlinhaber für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Sein Hauptarbeitsgebiet dabei waren die philosophischen Strömungen in der Zeit von 400 nach Christus bis 1600. Flasch ist Autor zahlreicher Bücher über mittelalterliche Philosophen wie Nikolaus von Kues oder Meister Eckhart. Der Wissenschaftler wurde 2009 mit dem Hannah-Arendt-Preis geehrt, 2010 erhielt er den Lessing-Preis für Kritik.

Der Joseph-Breitbach-Preis wird am 21. September im Stadttheater Koblenz verliehen. Der Preis erinnert an den deutsch-französischen Schriftsteller Joseph Breitbach (1903-1980), der den Preis 1977 zunächst stiftete. Preisträger der vergangenen Jahre sind Ursula Krechel (2009) Michael Krüger (2010) und Hans Joachim Schädlich (2011).

Quelle: SWR