Stephenie Meyer erwirbt Filmrechte an Lois Duncans „Down a Dark Hall“

Am 18.04.2012 hat Stephenie Meyer auf ihrer Homepage bekanntgegeben, dass sie die Filmrechte an dem 1974 erschienen Roman „Down a Dark Hall“ erworben hat.

Down a Dark Hall (Unten eine dunkle Halle) entstammt der Feder der 1934 geborenen US-amerikanischen Autorin Lois Duncan. Sie wurde vor allem bekannt durch ihre spannenden Jugendbücher. „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (orig. Titel: I Know What You Did Last Summer) aus dem Jahr 1973 gehört zu ihren populärsten Werken. Der Stoff kam 1997 als Horrorfilm in die Kinos und erschien ebenfalls in einer deutschsprachigen Übersetzung.

Bei cbt sind für August 2012 eine Neuauflage von „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ sowie eine Neuübersetzung von „Killing Mr Griffin“ angekündigt. Als dritter Titel soll im Frühjahr 2013 „Schweig um dein Leben“ in einer deutschsprachigen Übersetzung auf den Markt kommen. Alle Bücher richten sich an Jugendliche ab 13 Jahre.

Stephenie Meyer berichtet, dass sie mit den Romanen von Lois Duncan aufgewachsen sei. „Down a Dark Hall“ gehöre zu ihren Lieblingsbüchern, obwohl es ihr im Alter von neun Jahren schwere Albträume beschert habe.

Ihre Produktionsfirma Fickle Fish will den Roman mit Temple Hill Entertainment produzieren. Der Film soll voraussichtlich 2014 in die Kinos kommen. Bis dahin wird vermutlich auch eine deutschsprachige Übersetzung des Romans zur Verfügung stehen.

Zum Inhalt
Kit Gordy ist gezwungen Madame Durets Blackwood Internat für Mädchen zu besuchen, weil ihre Mutter erneut geheiratet hat und sich auf Hochzeitsreise begibt. Das Internat liegt weit draußen auf dem Land. Als Kit die Halle hoch über der schwarzen Eisentür zum ersten Mal sieht, kommt sie nicht umhin zu denken, dass an diesem Ort das Böse lauert. Das imposante Herrenhaus bereitet ihr einen Schauer der Angst. Aber Kit versucht, die Gerüchte um den Spuk in diesem Haus zu ignorieren.

Sie lernt Madame Duret, Professor Farley, und Jules kennen. Jules ist der Sohn von Madame Duret. Er unterrichtet Klavier. Am folgenden Tag treffen drei weitere Schülerinnen in Blackwood ein. Lynda, blond, schön und ziemlich albern, ihre beste Freundin Ruth, einsam, eher unscheinbar aber intelligent und freundlich und die rothaarige Sandy.

Alle verfügen plötzlich über außergewöhnliche bislang unerkannte Talente. Lynda verwandelt sich in den nächsten Van Gogh, Ruth löst komplizierte mathematische Formeln, Sandy schreibt detaillierte Poesie und Kit entdeckt ihre Fähigkeit, wunderbare Klavierstücke komponieren können. Doch Kit hat seltsame Träume, hört Stimmen, die über verloren gegangene Briefe an ihre Familie und Freunde erzählen. Alles wird von einer seltsamen Magie um sie herum überschattet.

Die Haushaltshilfe Natalie erzählt Kit von 24 ehemaligen Schülerinnen, von denen drei Selbstmord begingen, eine aus dem dritten Stock der Internats fiel und die anderen 20 Mädchen in psychiatrischen Kliniken landeten.

Als Kit und ihre Freundinnen erkennen, dass Blackwood nicht das ist, was es vorgibt zu sein, ist es fast zu spät, denn sie sind Teil eines erschreckenden Experiments…

Mansura Eseddin liest am 25.04.2012 im Literaturhaus München aus „Hinter dem Paradies“

Mansura Eseddin stellt am 15.04.2012 um 20 Uhr im Literaturhaus München ihren Roman „Hinter dem Paradies“ (Unionsverlag) zusammen mit der Schauspielerin Sabrina Khalil vor. Larissa Bender moderiert und übersetzt die Veranstaltung.

Mansura Eseddin, 1976 im Nildelta in Ägypten geboren, studierte Journalismus an der Universität Kairo und arbeitet bei Akhbar al-Adab, einem der wichtigsten Literaturmagazine Ägyptens. Ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2010 wurde sie als eine der besten arabischsprachigen Autoren unter 40 ausgewählt. 2010 war sie als einzige Frau für den International Prize for Arabic Fiction nominiert.

Kurzbeschreibung
Im Weißen Haus, in einem Dorf im Nildelta, sind Gamila und Salma gemeinsam aufgewachsen. Heute kommt Gamila als Studentin im kurzen, schwarzen Kleidchen daher und trägt Luis Vuitton. Salma führt ein bürgerliches Leben und will aus der Enge ihrer unerfreulichen Ehe ins Schreiben flüchten. Salma fasst den Mut, ihre Familiengeschichte zu schreiben. Sie kehrt zurück ins Weiße Haus. Dort ist es still geworden. Nur Mutter und Tante sitzen noch auf der Veranda und tuscheln. Früher war dieses Haus eine Bühne für die Kämpfe und Dramen der weit verzweigten Fabrikantenfamilie, ihrer Dienstboten und Arbeiter. Die Ziegelfabrik machte die Familie reich, die Revolutionen des Landes ruinierten sie wieder. Salma vergräbt sich im Zimmer, das einst ihr Kinderzimmer war. Zuletzt dringt sie vor zu jenen Ereignissen, durch die sie und ihre engste Freundin Gamila auf immer in Schuld verstrickt sind.

Unionsverlag,  Zürich am 26. September 2011, 220 Seiten.

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 16/2012

Platz 1 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 2 : Die Tribute von Panem 01. Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Platz 3 : Die Tribute von Panem 02. Gefährliche Liebe von Suzanne Collins

Platz 4 : Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen

Platz 5 : Die Tribute von Panem 03. Flammender Zorn von Suzanne Collins

Platz 6 : Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Platz 7 : Gier von Arne Dahl

Platz 8 : Die Nacht des Zorns von Fred Vargas

Platz 9 : Lackschaden von Susanne Fröhlich

Platz 10 : Der Boss von Moritz Netenjakob

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 16/2012

Platz 1 : Tschick von Wolfgang Herrndorf

Platz 2 : Unter Haien von Nele Neuhaus

Platz 3 : Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George

Platz 4 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 5 : Sturz der Titanen von Ken Follett

Platz 6 : Der Beobachter von Charlotte Link

Platz 7 : Das Verhängnis von Joy Fielding

Platz 8 : Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Platz 9 : Ostfriesenangst von Klaus-Peter Wolf

Platz 10 : Oberwasser von Jörg Maurer

Quelle: Spiegel Online Kultur

Offener Brief: Kristina Schröder? Nicht meine Ministerin!

Seit dem 30. November 2009 ist Kristina Schröder Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Doch was hat sie in den letzten 28 Monaten bewirkt. Allein die momentane Operation „Betreuungsgeld“ gibt Anlass genug den folgenden „Offenen Brief„, den Bündnis 90/Die Grünen am 18.04.2012 unter nichtmeineministerin.de veröffentlicht hat, mitzuunterzeichnen. Wer sich ebenfalls von Kristina Schröder nicht vertreten fühlt, sollte die Aktion unterstützen und sich in die Liste eintragen.

Mehr unter #nichtmeineministerin (Twitter) und facebook.com/nichtmeineministerin oder auch auf dem Blog Mädchenmannschaft.

KRISTINA SCHRÖDER? NICHT MEINE MINISTERIN!

Wir sind Menschen, die aus unterschiedlichen politischen Positionen sprechen, die mit Kindern leben oder ohne, die sich Karrieren wünschen, sie bereits machen oder auch nicht, die sich als Feministinnen und Feministen sehen oder auch nicht und wir haben etwas gemeinsam:

Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten!

Kristina Schröder lässt uns mit unseren strukturellen Problemen alleine †“ neuerdings müssen wir uns in ihrem gerade erschienenen Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!†œ sogar sagen lassen, es handle sich bei diesen nicht etwa um problematische Rahmenbedingungen, sondern schlicht um individuelle Probleme und Aushandlungsprozesse.

Liebe Frau Dr. Schröder,

unser Problem sind nicht überkommene Rollenbilder, diktiert von „Feministinnen†œ, sondern weniger Lohn für gleiche Arbeit, fehlende Kitaplätze, gläserne Decken, die Gefahr von weiblicher Altersarmut aufgrund von Teilzeitarbeit, Niedriglohnsektor und geringfügiger Beschäftigung!

Wir haben großen Respekt vor individuellen Entscheidungen, gerade auch für ein Leben mit Kindern. Aber wir leben in einer Welt, in der Wahlfreiheit noch lange nicht hergestellt ist und in der meistens ein Einkommen nicht reicht, um eine Familie zu ernähren. Wir leben auch in einer Welt, in der Frauen mit Kindern nicht als vollwertige Arbeitnehmerinnen gelten. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Schröder, halten wir die Lösung dieser Probleme aber nicht für eine private Frage des individuellen Verhandlungsgeschicks, sondern schlicht für strukturelle Diskriminierung, der politisch etwas entgegengesetzt werden kann und muss.

Wir fordern Sie auf: Tun Sie endlich, wofür Sie bezahlt werden †“ von unseren Steuergeldern! Machen Sie Politik für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die echte Wahlfreiheit ermöglichen! Machen Sie den Weg frei für die Quote in Vorständen und Aufsichtsräten, denn ja: Auch angeblich symbolische Politik hilft uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tatsächlich weiter! Setzen Sie sich für eine bessere Verteilung von Arbeit und Chancen zwischen den Geschlechtern ein und kämpfen Sie gegen die skandalöse Lohnlücke von 23 Prozent!

Anders als Sie sind wir nicht „vor allem von Feministinnen†œ enttäuscht, sondern von Ihnen.

Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!

Unterschriftenliste