Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 25/2010

Platz 1 : Das Böse in uns von von Cody Mcfadyen

Kurzbeschreibung
Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. Die Passagiere fühlen sich wohl. Auch Lisa. Bis sich ihr Nachbar zu ihr herüberlehnt und flüstert: „Lisa, ich werde dich jetzt töten.“ Nach der Landung findet die Besatzung Lisas Leiche. Die FBI-Agentin Smoky Barrett hat lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer? Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

Platz 2 : Eine ganz andere Geschichte von Håkan Nesser

Kurzbeschreibung
Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen im Finistère ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte Gesellschaft: zwei Paare und zwei Einzelkämpfer, alles in allem sechs Leute, die freizeitbedingt miteinander Freundschaft schließen. Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen sich ihre Wege, wie das ja oft der Fall ist. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich ein Gruppenbild, das ein oder andere Aquarell †“ und ein anonymes Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat. Denn fünf Jahre später beginnt jemand, sie zu töten, einen nach dem anderen, wobei die Morde Gunnar Barbarotti, Inspektor in Kymlinge, jeweils zuvor brieflich angekündigt werden. Der Fall erregt große Aufmerksamkeit in den Medien, die Polizei steht naturgemäß unter Druck. Der Mörder indes spielt Katz und Maus mit den Ermittlern †“ und erscheint unbegreiflicher und unberechenbarer als je zuvor. Was ist damals in der Bretagne wirklich passiert? Und warum bekommt ausgerechnet Inspektor Barbarotti die Briefe? Im zweiten Buch um Gunnar Barbarotti, „Eine ganz andere Geschichte†œ, begegnen wir erneut dem geläuterten Zweifler und Gott herausfordernden Mann, den wir bereits im Kriminalroman „Mensch ohne Hund†œ kennengelernt haben. Seine Berufskarriere erscheint ihm immer dubioser, während sein Privatleben plötzlich völlig neue Perspektiven aufweist.

Platz 3 : Gezeichnete des Schicksals von Lara Adrian

Kurzbeschreibung
Eine übermenschliche Kreatur macht die Einöde von Alaska unsicher und hinterlässt ein grauenhaftes Blutbad, wo immer sie auftaucht. Für die Pilotin Alexandra Maguire wecken die Morde Erinnerungen an ein schreckliches Ereignis aus ihrer Kindheit. Da tritt ein Fremder in ihr Leben, der überraschend tiefe Gefühle in ihr weckt. Der Vampirkrieger Kade wurde nach Alaska geschickt, um die brutalen Morde aufzuklären. Doch auch er wird von einem Geheimnis aus seiner Jugend verfolgt. Kade sieht sich einer dunklen Bedrohung gegenüber, die das zarte Band zu zerreißen droht, das zwischen ihm und der hübschen Alexandra entstanden ist.
Mehr über den Inhalt zu „Gezeichnete des Schicksals“ findet sich hinter dem Link.

Platz 4 : Verblendung von Stieg Larsson

verblendungKurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt. Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis. -> mehr Infos zu der Trilogie und zum Film

Platz 5 : Der verborgene Garten von Kate Morton

Kurzbeschreibung
Ein verwunschener Garten, eine adlige Familie, ein dunkles Geheimnis
Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage †“ ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen …

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Platz 6 : Alles Glück kommt nie von Anna Gavalda

Kurzbeschreibung
»Unterhaltungsliteratur vom Feinsten, gute Geschichte blendend erzählt, besser geht s nicht!« Elke Heidenreich
Charles Balanda, Ende Vierzig, ist ein erfolgreicher Architekt und glücklich mit seinem Leben. Bis er einen Brief bekommt, in dem nur drei Worte stehen: Anouk ist tot. Von da an ist nichts mehr, wie es war. Denn Anouk ist seine große Liebe gewesen, bis…? Was damals geschah, lässt Charles nicht mehr los. Er begibt sich auf Spurensuche und merkt, dass er sich eigentlich nach einem ganz anderen Leben sehnt. Ein wunderbares Feuerwerk an witzigen Dialogen und unvergesslichen Szenen. Ein Buch über das große Glück, die Schatten der Vergangenheit und über die ganz, ganz große Liebe.

Platz 7 : Vergebung von Stieg Larsson

vergebungKurzbeschreibung
Wer suchet, der tötet
Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte.
Klappentext
†œLarssons Gespür für Timing und Spannung ist überragend.† taz
†œSo packend, dass man dafür Urlaub nehmen sollte!† TV Spielfilm
†œStieg Larssons erzählerische Virtuosität (…) lässt seine Trilogie weit über das Genre des Polit-Thrillers hinauswachsen: Sie ist ein großer Gesellschaftsroman.† Der Spiegel

Platz 8 : Verdammnis von Stieg Larsson

VerdammnisKurzbeschreibung
Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt. Der neue große Roman des preisgekrönten Bestsellerautors Stieg Larsson. Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin „Millennium“ eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.

Platz 9 : Sommersehnsucht von Nora Roberts

Kurzbeschreibung
Gefühlvoll und berührend: der zweite Roman des großen Jahreszeiten-Zyklus
Freundschaft und Liebe †“ das geht nicht zusammen. Zu dumm nur, dass sich Emmas langjähriger Freund Jack, ein erfolgreicher Architekt, völlig überraschend als ihre große Liebe erweist. Nun steckt die Floristin der erfolgreichen Hochzeitsagentur »Vows« in der Klemme, zumal sie weiß, wie sehr Jack an seiner Freiheit hängt. Doch auch Jack muss erkennen, dass seine Gefühle für Emma über Freundschaft hinausgehen. Gut, dass die romantische Emma immer auf ihre drei besten Freundinnen Parker, Mac und Laurel zählen kann!

Platz 10 : Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp von Virginia Ironside

Kurzbeschreibung
Ein bezauberndes, witziges Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind
Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen †“ sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben …
Vom Vergnügen, endlich nicht mehr jung sein zu müssen.
„Keine leeren Floskeln, keine leeren Entmutigungen. Sondern die Erfahrungen einer liebenswerten Frau, die um keinen Preis jünger sein möchte, als sie ist und gerade dadurch wesentlich jugendlicher erscheint als manche, die dem Jugendkult verfallen sind.“ (NDR 1 )

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spannend und erotisch: Gezeichnete des Schicksals von Lara Adrian

Spannend und erotisch: Gezeichnete des Schicksals von Lara Adrian (Band 7)

In der Wildnis von Alaska lebt die Pilotin Alexandra Maguire und versorgt mit ihrem Flugzeug weit abgelegene Siedlungen. Auf einer ihrer Touren findet sie eine ganze Familie grausam und bestialisch ermordet auf. Alexandra will es zwar nicht wahrhaben, aber tief in ihrem Inneren weiß sie, dass diese Morde von Vampiren begangen wurden. In ihrer Kindheit war sie Zeugin wie ihre Familie einem ähnlichen Angriff zum Opfer fiel. Aus dem Grund hatte sie Florida verlassen, um in der Wildnis zu leben.  Die schlimmen Erlebnisse und Ängste ihrer Vergangenheit, die sie tief vergraben hat, holen sie jetzt wieder ein.
Auch der Orden in Boston erhält Kenntnis von dem schrecklichen Verbrechen. Die Ordensmitglieder vermuten, dass die Tat von Vampiren, die der Blutgier verfallen sind, begangen wurde und schicken ihren Vampirkämpfer Kade nach Alaska, um der Sache auf den Grund zu gehen. Kade geht mit gemischten Gefühlen zurück in seine Heimat. Ein familiäres Geheimnis belastet ihn schwer und hatte ihn auch dazu bewogen, dem Ruf des Ordens zu folgen und seine Heimat zu verlassen. Doch nun muss er seiner Familie stellen. Kade hat die Befürchtung, dass sein Weggehen das Problem verschlimmert hat und auch etwas mit den Morden zu tun haben könnte.
Alexandra und Kade treffen aufeinander und spüren sofort eine gegenseitige Anziehung und Vertrautheit. Gemeinsam machen sie sich auf die gefährliche Suche nach dem Mörder und stellen sich ihrer Vergangenheit.

Der siebte Teil von Lara Adrians Vampirreihe ist ein echter Kracher und gefällt mir sehr gut. Wer die Serie kennt, wird total begeistert sein. Von Anfang an ist der Plot hochspannend und sehr fesselnd. So wie man es von den Vorgängern gewohnt ist, hat Lara Adrian wieder flüssig und locker geschrieben. Die Geschichte hat keine Längen, und man möchte es eigentlich in einem Stück durchlesen. Wiederholungen aus den Vorgeschichten sind auf ein Minimum reduziert, was den Lesegenuss für die Kenner der Serie noch verstärkt. Aber auch für Neueinsteiger, denen die Serie unbekannt ist, ist das Buch sehr gut zu lesen. Lara Adrian verstrickt geschickt Informationen aus den voran gegangenen Büchern, ohne den Anfänger zu verwirren oder den treuen Leser zu langweilen. Natürlich kommt auch in diesem Buch die knisternde Erotik, die wir Fans lieben, nicht zu kurz. Eine sehr gelungene Fortsetzung der Serie. Spannend, actionreich und erotisch, so wie man die Vampire von Lara Adrian kennt und liebt. Da bekommt man so richtig Appetit auf weitere Folgen.

Die Taschenbuchausgabe von „Gezeichnete des Schicksals“ umfasst 400 Seiten, ist am 15. Juni 2010 im LYX Verlag erschienen und für 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der Lesekreis bedankt sich bei Lilli für diese schöne Rezension und beim LYX Verlag für die freundliche Überlassung des Rezensionsexemplares.

Lara Adrian, 3.v.links, und das LYX-Team Suse, Christina und Anja - Foto via Facebook

Die Autorin Lara Adrian ist derzeit auf Lesereise in Deutschland. Sie macht am 14.06.2010 Station in Berlin, am 16.06.2010 in der Mayerschen Buchhandlung in Dortmund und am 18.06.2010 im Thalia-Buchhaus CAMPE in Nürnberg.

In dem Video stellt der Verlag eine kurze Leseprobe zur Verfügung:

Kurzbeschreibung
Eine übermenschliche Kreatur macht die Einöde von Alaska unsicher und hinterlässt ein grauenhaftes Blutbad, wo immer sie auftaucht. Für die Pilotin Alexandra Maguire wecken die Morde Erinnerungen an ein schreckliches Ereignis aus ihrer Kindheit. Da tritt ein Fremder in ihr Leben, der überraschend tiefe Gefühle in ihr weckt. Der Vampirkrieger Kade wurde nach Alaska geschickt, um die brutalen Morde aufzuklären. Doch auch er wird von einem Geheimnis aus seiner Jugend verfolgt. Kade sieht sich einer dunklen Bedrohung gegenüber, die das zarte Band zu zerreißen droht, das zwischen ihm und der hübschen Alexandra entstanden ist.

Über den Autor
Lara Adrian lebt mit ihrem Mann an der Küste Neuenglands, umgeben von uralten Friedhöfen und dem Atlantik. Seit ihrer Kindheit hegt sie eine besondere Vorliebe für Vampirromane, zu ihren Lieblingsautoren zählen Bram Stoker und Anne Rice. Weitere Infos unter www.laraadrian.com

Über die Übersetzerin
Katrin Kremmler, M.A., geboren 1972, Cartoonistin und Ethnologin, hat die Budapester Lesbenszene wissenschaftlich erforscht und die besten Jahre ihres Erwachsenenlebens dort verbracht.

charmant, chaotisch, berührend! Der Tag vor einem Jahr von Ciara Geraghty

charmant, chaotisch, berührend! Der Tag vor einem Jahr von Ciara Geraghty

Die 29-jährige Grace O´Brian lebt in Dublin und arbeitet in einer Versicherungsagentur. Eines Morgens wacht sie völlig verkatert und nackt neben Bernard auf, dem neuen aus der IT-Abteilung, der eigentlich überhaupt nicht ihr Typ ist. Hinzu kommt, dass Grace schon mit Shane zusammen ist. Shane ist aus beruflichen Gründen für ein halben Jahr in London, und eigentlich liebt Grace ihren Freund, der nicht nur umwerfend gut aussieht, sondern auch sonst alle Attribute erfüllt, die „frau†œ sich in einer Beziehung wünscht.

Doch irgendetwas hat die Nacht mit Bernard in ihr verändert. Als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, jährt sich auch bald der Todestag ihres geliebten Bruders Patrick. Patrick ertrank auf einer Urlaubsreise als er Grace aus den Fluten rettete. Dieser Vorfall lastet schwer auf ihr. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter hat dadurch Schaden genommen.

Dennoch führt sie ein turbulentes Leben und lässt sich nicht unterkriegen. Sie wohnt mit ihrer Freundin Caroline zusammen, hat eine Vorliebe für Junkfood und balanciert, trotz ihrer enormen Größe, auf halsbrecherischen Higheels durch Dublin. Desöfteren zieht sie abends mit einigen schrillen Arbeitskollegen durch die Dubliner Pubs. Auf der Hochzeit ihrer jüngeren Schwester überschlagen sich die Ereignisse und finden einen wunderbaren Abschluss in einem Happy-End.

Der Roman beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den Tag, an dem sich der tragische Unfall ereignete. Dann folgt ein rasanter Einstieg in die Geschichte. Man landet mit Grace, der Erzählerin, mitten im Geschehen, genauer gesagt, in Bernards Bett – und sortiert mit ihr zusammen die Erinnerungsfragmente der vergangenen Nacht. Man muss Grace einfach lieben. Ihre Schwächen wie ihre leicht schusselige Art, den Hang zur Zigarette, die Unordnung unter ihrem Bett, sind allzu menschlich.

Die Autorin hat es geschafft, dass man augenblicklich eine Beziehung zu Grace aufbaut und sich in sie hineinversetzen kann. Ebenso realistisch wirken ihre Arbeitskollegen, die allesamt etwas aus der Art schlagen und dennoch auf besondere Weise liebenswert gezeichnet sind. In dem Roman tauchen so viele Facetten des Lebens auf, dass sich jeder darin wiederfinden kann. Graces Schilderungen sind nie langweilig oder unglaubwürdig. Man ist sofort in dieser Welt gefangen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und humorvoll. Die Emotionen kommen sehr gut rüber, nicht zuletzt durch die eingeschobenen Briefe von Patrick, die er auf seiner Weltreise an Grace geschrieben hat. Man hat dadurch das Gefühl, ihn ebenfalls gekannt zu haben, und man trauert ebenso wie die Protagonistin um ihn.

„Der Tag vor einem Jahr“ (orig. Titel Saving Grace)  ist eine Mischung aus einer modernen Version von Stolz und Vorurteil und einer irischen Bridget Jones – gewürzt mit einer Prise Nicholas Sparks. Der Roman beschert ein rundum gelungenes Lesevergnügen und sollte als Strandlektüre mit in den nächsten Urlaub genommen werden und ist auch für Fans von Marian Keyes oder Sophie Kinsella eine absolute Empfehlung.

Kurzbeschreibung
Manchmal verändert ein Tag dein Leben
Für Grace liegt dieser Tag ein Jahr zurück. Es war im Urlaub in Spanien, und sie kann sich bis heute nicht verzeihen, was damals mit ihrem geliebten Bruder Patrick geschah. Aber Grace hat †“ neben ihrer Vorliebe für Junkfood und gefährlich hohe Schuhe †“ auch noch ganz andere Sorgen: Nach einem ausgearteten Feierabendbier wacht sie morgens nackt neben Bernard, dem Computernerd, auf. Dabei liebt sie doch Shane †“ ihren umwerfenden Freund! Wieso fühlt sich die letzte Nacht dann nach mehr an als nur einem One-Night-Stand?

Eine Heldin zum Verlieben: charmant, chaotisch, berührend!

Über die Autorin
Ciara Geraghty lebt im nördlichen County Dublin mit ihrem Ehemann und drei Kindern. „Der Tag vor einem Jahr“ ist ihr Debütroman, der sofort auf die irischen Bestsellerlisten stürmte.

„Der Tag vor einem Jahr“ umfasst 560 Seiten und ist am 08.06.2010 im Heyne Verlag (hinter dem Link findet sich eine Leseprobe) erschienen. Die Taschenbuchausgabe ist für 8,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der Lesekreis bedankt sich bei Doc Jane für die ausführliche Rezension und beim Heyne Verlag für die freundliche Überlassung des Rezensionsexemplares.

Erschütterndes Zeugnis menschlichen Leids: Flüsterkind von Mona Michaelsen

Flüsterkind – Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter von Mona Michaelsen

Am 15. März 2010 ist „Flüsterkind“ von Mona Michaelsen erschienen. Die schonungslose Abrechnung mit der eigenen Familie ist ein erschütterndes Zeugnis menschlichen Leids und aktuell neu auf Platz 21 der Spiegel-Bestenliste der Sachbücher angesiedelt.

„Obwohl du die Einzelheiten (noch) nicht kennst, bist du in meinen Augen genauso schlimm wie er“, schleudert Mona Michaelsen ihrer Mutter in „Flüsterkind“ entgegen. Eigentlich wollte sie ihr einen Brief schreiben. Einen Brief über den ständigen sexuellen Missbrauch, dem sie als Mädchen von Seiten ihres sadistischen Stiefvaters ausgesetzt war – und über das vollkommene Versagen der Mutter. „Du hast jahrelang von meinem und dem Elend meiner Schwester gewusst […]. Und du hast nichts unternommen“, schreibt Michaelsen in ihrem erschütternden und beschämenden Buch, zu dem der Brief letztlich geworden ist.

Kurzbeschreibung
Als sie fünf ist, wird Mona zum ersten Mal von ihrem Stiefvater missbraucht. Jahrelang fügt sie sich seinen Drohungen und erduldet ihr Martyrium in dem Glauben, dass ihr niemand helfen kann. Als sie es nicht mehr aushält, erzählt sie ihrer Mutter von den Dingen, die niemand wissen darf. Die jedoch schenkt ihr kein Gehör und verurteilt sie damit zu einem unentrinnbaren Kreislauf aus Leiden, Angst und Scham. Hilflos muss Mona mitanschauen, wie sich der brutale Stiefvater auch noch an ihrer kleinen Schwester vergeht.

Erst dreißig Jahre später schreibt Mona einen Brief an ihre Mutter. Die wegschaute, die nichts wissen wollte, die den Missbrauch duldete. Endlich erzählt Mona ihr all das, was sie damals nicht sagen durfte. Mit beklemmender Eindringlichkeit konfrontiert sie ihre Mutter mit der schrecklichen Wahrheit. Doch mehr als um die Mutter geht es um Mona selbst: Wort für Wort befreit sie sich von ihrer Vergangenheit. Flüsterkind ist der ehrliche, schonungslose Bericht einer Betroffenen, der zeigt, dass es mehr als einen Schuldigen gibt, wenn es um Kindesmissbrauch geht: den Täter und diejenigen, die wegschauen und ihn gewähren lassen. Eine Tochter klagt ihre Mutter an: ein erschütterndes und mutiges Buch!

Über die Autorin
Mona Michaelsen wurde 1964 in Niedersachsen geboren und wuchs dort in ländlicher Umgebung auf. Sie heiratete und bekam zwei Söhne, die inzwischen erwachsen sind. Nach der Scheidung lernte sie ihren jetzigen Mann kennen, mit dem sie heute in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein lebt. Sie ist ausgebildete Seminarleiterin und Pädagogin für Entspannungsverfahren.

Vollkommen schutzlos waren Mona und ihre kleine Schwester Ulla von früher Kindheit an den Übergriffen des Stiefvaters ausgesetzt. Sie sind nur zwei von rund 15.000 Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs, die laut Bundeskriminalamt pro Jahr in Deutschland angezeigt werden. Die Zahl der nicht gemeldeten Fälle ist dem Hamburger Verein Dunkelziffer e.V. zufolge mehr als zehn Mal so hoch.

Ingo Schiweck, buchreport

Strandlektüre: Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel

Strandlektüre: Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel

Es gibt Bücher, die alle Sinne ansprechen, deren Geschichten man nicht nur liest, sondern auch hört, riecht und schmeckt. So ein Buch ist „Bittersüße Schokolade“ von der mexikanischen Autorin Laura Esquivel. „Como agua para chocolate“ erschien 1989 und machte Laura Esquivel berühmt. Der Roman wurde in 33 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Der Film wurde 1992 von ihrem Ehemann Alfonso Arau in Mexiko gedreht.

Als „BRIGITTE Liebesroman“ erschien „Bittere Schokolade“ am 01. März neu im Aufbau Verlag und für .

Kurzbeschreibung
Mexiko, irgendwann im vorigen Jahrhundert. Pedro liebt Tita. Doch als jüngste Tochter soll die 16-Jährige unverheiratet bleiben, um später ihre Mutter zu versorgen. So wollen es die Konvention und die Mutter selbst. Um dennoch in Titas Nähe bleiben zu können, entschließt sich Pedro, ihre ältere Schwester Rosaura zu heiraten. Die Familie könnte zufrieden sein. Doch sie hat nicht mit Titas Dickschädel gerechnet – und ihren magischen Kochkünsten. Fortan legt die schöne Köchin all ihre Liebe in die Zubereitung traditioneller Gerichte. Und nicht nur Pedro ist weiterhin betört. Der ganze Hof erliegt nach und nach Titas zauberischen Kuchen und Eintöpfen. So führt ihr Weg in die Emanzipation ausgerechnet über den Ort, an den ihre Mutter sie hatte verbannen wollen: die Küche. In leichtem Ton variiert Laura Esquivel die alte Weisheit, dass Liebe nun einmal durch den Magen geht.

Über die Autorin

Laura Esquivel wurde 1950 in Mexiko-Stadt geboren. Sie studierte Theaterwissenschaften und schrieb später Drehbücher und Gedichte für Kinder. Laura Esquivel war ursprünglich Lehrerin, ist Gründerin eines Workshops für Kindertheater und -literatur und eines „Centro de Invención Permanente†œ („Zentrum Andauernder Erfindung†œ) für Kinder. Sie arbeitete fürs Fernsehen und fürs Kino, bevor sie sich der Literatur widmete. Ihr erster Roman „Bittersüße Schokolade“ erschien 1989 und wurde ein Welterfolg.

Ihr neuster Roman Malinche beschreibt das Leben einer der schillernsten Frauen der mexikanischen Geschichte. Malinche war die Dolmetscherin des spanischen Konquistadors Hernán Cortés. Mit ihrer Hilfe gelang Cortés die Verständigung mit seinen Feinden, den Azteken, sowie mit seinen Freunden in Mesoamerika.

Laura Esquivel lebt in Mexiko.