Bernhard Jaumann liest aus Die Augen der Medusa in der Krimibuchhandlung Glatteis

Am Donnerstag, den 09. Oktober, um 20.00 Uhr stellt Bernhard Jaumann den neuen Roman aus seinem italienischen Mikrokosmos Montesecco in der Krimibuchhandlung Glatteis vor. Die Augen der Medusa ist aktuell in der KrimiWelt-Bestenliste Oktober auf Platz 9 vertreten.

Der Eintritt beträgt 6 Euro, die Krimibuchhandlung Glatteis, Corneliusstraße 31, 80469 München, bittet um Voranmeldung unter 089 / 201 48 44 oder per Email an info@glatteis-krimi.de

Die Augen der Medusa von Bernhard Jaumann

Kurzbeschreibung
Frost liegt auf den Feldern von Montesecco. Doch eine Explosion zerstört die friedliche Winterlandschaft: Die Limousine von Staatsanwalt Malavoglia wurde von einer Granate getroffen. Am nächsten Tag kesselt eine Spezialeinheit der italienischen Polizei ganz Montesecco ein und arbeitet sich zum Haus des 17-jährigen Vannoni vor. Binnen kurzem belagern Journalisten das kleine Bergdorf in der Mitte Italiens. Nach Gutdünken drehen sie den Einwohnern das Wort im Mund um. Schnell wird Montesecco zum kriminellsten Ort des Landes, wo aus einem übersensiblen Jungen ein Killer wird. Es dauert lange, bis die Bewohner aus ihrer Agonie erwachen. Denn Montesecco ist in Gefahr. Und es geht um alles.

Über den Autor
Bernhard Jaumann, geboren am 08. Juni 1957 in Augsburg, ist deutscher Schriftsteller. Bekannt wurde er durch eine Reihe von Kriminalromanen.

Jaumann studierte in München Deutsch, Geschichte und Sozialkunde für das Lehramt. Anschließend arbeitete er, unterbrochen von längeren Auslandsaufenthalten in Italien, Australien und Mexiko, als Gymnasiallehrer in Bad Aibling. Von 1997 an lebte er in Mexiko-Stadt. Zur Zeit lebt er abwechselnd in Windhoek (Namibia) und bei dem kleinen Bergdorf Montesecco in den italienischen Marken, in dem auch seine beiden neuesten Romane angesiedelt sind.

Für seinen Roman Saltimbocca wurde Bernhard Jaumann 2003 mit dem Friedrich-Glauser-Preis„Bernhard Jaumanns kulinarischer Krimi ist ein Festmahl – hier stimmen die Zutaten bei jedem Gang: Sprachlicher Gaumenkitzel, spannende Komposition, witzige Darreichung – und das Ganze abgeschmeckt mit genau dem richtigen Schuss Ironie.“ ausgezeichnet.

Eine zweite Auszeichnung mit dem Friedrich-Glauser-Preis erhielt er 2008 in der Kategorie Kurzkrimi für seine Story Schnee an der Blutkuppe, die in der Anthologie Zum Sterben schön, 2007 bei Wunderlich, Reinbek, erschien.

Weitere Termine für Lesungen findet man auf der Website von Bernhard Jaumann. So sind u.a. vier Auftritte auf der Frankfurter Buchmesse geplant.

KrimiWelt-Bestenliste Oktober 2008

Platz 1 : Mariaschwarz von Heinrich Steinfest

Kurzbeschreibung
Gibt es die perfekte Beziehung? Am ehesten wohl bei jener Symbiose, die ein Wirt und sein Gast eingehen. Wie zwischen Job Grong, dem Wirt, und Vinzent Olander, seinem Gast. Bis zu dem Tag, als Grong ihn vor dem Ertrinken in einem See rettet. Danach ist alles anders. Der See ist ein tiefes Gewässer, das den Namen Mariaschwarz trägt und von dem die Einheimischen meinen, in ihm würde sich nicht nur das Weltall spiegeln, sondern auch ein Ungeheuer beheimatet sein. Als man ein Skelett aus jenem See birgt, ruft das den Wiener Kriminalinspektor Lukastik auf den Plan. Mit famoser Arroganz und gewohnt unkonventionellen Ermittlungsmethoden tritt er in das Leben der Dorfbewohner und stellt Mariaschwarz gewissermaßen auf den Kopf. Doch an manchen Beziehungen gibt es nichts zu rütteln.

Platz 2 : Fragen Sie den Papagei von Richard Stark

Kurzbeschreibung
Kennen Sie Parker? Er ist das durch und durch Böse. Parker ist nach einem Banküberfall auf der Flucht, verfolgt von einer Meute Polizisten mit Spürhunden. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen Außenseiter mit Papagei, der ihm eine Fluchtmöglichkeit und ein Dach über dem Kopf bietet. In dem tristen kleinen Ort in Massachusetts schmieden die beiden einen nicht ungefährlichen Plan, und jeder, der diesem in die Quere kommt, scheitert an Parkers Skrupellosigkeit. Parker ist „der hartgesottenste unter den Hartgesottenen, ein wahrhaft furchterregender Typ“ (The Guardian). Mit diesem Thriller beginnt Zsolnay die Wiederentdeckung des Autors Richard Stark. Viele Parker-Romane wurden verfilmt, darunter „Point Blank“ mit Lee Marvin in der Hauptrolle.

Platz 3 : Die Verschwundenen von Jean-François Vilar

Kurzbeschreibung
„Vilar versteht es scheinbar mühelos, mit Zeitebenen zu jonglieren. Es gibt, was die Durchdringung zeitgeschichtlicher Themen angeht, keinen besseren Schriftsteller, keinen, der handwerklich so souverän, inhaltlich so originell und sprachlich so meisterlich wäre. Er macht die Vergangenheit zu einem gegenwärtigen Stoff“ (Aus dem Nachwort von Christian v. Ditfurth). »Sie mögen Paris, die Revolution, den Roman noir, Unverschämtheiten? Vier Gründe, die Romane von Vilar mit Spannung zu verfolgen« (La Quinzaine Littéraire).

Platz 4 : Weißer Schatten von Deon Meyer

Kurzbeschreibung
Er nennt sich Lemmer, er ist weiß, und sein Job ist es, unsichtbar zu sein. Er ist der Bodyguard im Schatten. Als Emma le Roux, eine weiße Südafrikanerin, ihn anheuert, hofft Lemmer auf einen schnellen, harmlosen Job. Er soll Emma zum Krüger Nationalpark begleiten. Sie meint, ihren vor zwanzig Jahren verschwundenen Bruder in den Fernsehnachrichten gesehen zu haben. Angeblich hat er skrupellos vier Wilderer ermordet, die ein Reservat überfielen. Kaum sind sie im Krüger-Park angekommen, muss Lemmer eine giftige Schlange töten, die jemand in Emmas Apartment geschmuggelt hat. Er begreift, dass er einer Sache auf der Spur ist, die etliche Nummern zu groß und zu gefährlich für ihn ist. Dann, nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht, wird Emma schwer verletzt. Allein versucht Lemmer, ihren Angreifer zu finden. Der Showdown beginnt.

Platz 5 : Die dunkle Unermesslichkeit des Todes von Massimo Carlotto

Kurzbeschreibung
„Die dunkle Unermesslichkeit des Todes“erzählt von zwei Männern und einem brutalen Verbrechen, das die beiden untrennbar miteinander verbindet. Zwei Lebensgeschichten werden raffiniert verwoben zu einer wütenden Anklage gegen eine Gesellschaft, in der es keine Wiedergutmachung und keinen Trost geben kann. Eine große Geschichte über Rache und Vergebung.Silvio Contin, Weinhändler in einer venezianischen Kleinstadt, führt ein unbeschwertes Leben mit seiner hübschen Frau und einem kleinen Sohn. Doch eines Tages nehmen zwei Männer bei einem Raubüberfall Frau und Sohn als Geiseln und töten sie kaltblütig. Der Verlust lässt Contin tief fallen, bis ihn 15 Jahre nach der Tragödie ein Gnadengesuch des inhaftierten und mittlerweile schwer kranken Mörders, Raffaello Beggiato, erreicht. Langsam begreift Contin, dass dies die Chance seines Lebens ist: Rache.“Die dunkle Unermesslichkeit des Todes“ist ein Roman von erzählerischer Radikalität und rasender Spannung.

Platz 6 : Der Nebel von gestern von Leonardo Padura

Der Nebel von gesternKurzbeschreibung
»Havanna war die aufregendste Stadt der ganzen Welt! Die Nacht hörte nie auf. Als wärs das Normalste der Welt, hast du zwischen Marlon Brando und Cab Calloway gesessen, gleich neben Errol Flynn und Josephine Baker. Mit all den verrückten Leuten, den besten Musikern, die Kuba je hervorgebracht hat. Kannst du dir das vorstellen?« Not macht erfinderisch. Auch Mario Conde, der sich als Antiquar durchs Leben schlägt – kein schlechtes Geschäft in Zeiten, in denen viele Kubaner ihre Bücher zu Geld machen müssen. Eines Tages stößt Conde auf eine außerordentlich wertvolle, seit vierzig Jahren vergessene Bibliothek. All seine Geldsorgen scheinen mit einem Schlag gelöst. Doch dann entdeckt er zwischen den bibliophilen Kostbarkeiten eine Zeitschrift aus den Fünfzigerjahren mit dem Porträt der Bolero-Sängerin Violeta del Río. Ihr Bild und die einzige Schallplatte, die sie vor ihrem rätselhaften Tod aufgenommen hat, verzaubern ihn. Er macht sich auf die Suche nach ihr und dringt vor in das Havanna von gestern, zu den letzten Zeugen jener wilden Jahre, in die Welt der Boleros, der Mafia und der Spielhöllen, aber auch in das zerfallende, melancholische Havanna der Gegenwart.

Platz 7 : Portugiesische Eröffnung von Jenny Siler

Portugiesische EröffnungKurzbeschreibung
Nicole Blake streift durch Lissabon, vom Bairro Alto bis zum Gassengewirr der Alfama. Sie fragt in Cafés, Läden, Fälscherwerkstätten. Sie muss ihn finden, Rahim Ali, ihren früheren Geliebten. Der Auftrag kommt direkt vom US-Verteidigungsministerium. Eigentlich wollte Nicole nichts mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, und jetzt erinnert sie doch alles an früher, mit einer Ausnahme: Ihr arabischer Exfreund steht unter Terrorverdacht.
Jenny Silers atmosphärischer Thriller erzählt die Geschichte eines großangelegten Verrats, der der Vorbereitung des Irakkriegs dient. Die Suche nach der Wahrheit führt ihre Heldin zum ersten Golfkrieg und den Konflikten im Libanon der achtziger Jahre, wobei sie auch den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur kommt.

Platz 8 : Der Fahrer von Andrew Vachss

Kurzbeschreibung
Die Karriere als Fluchtfahrer ist Eddie gewissermaßen vorherbestimmt schon lange vor dem Führerschein, war er fasziniert vom Autofahren. Sein Leben als Kleinkrimineller nimmt eine Wendung, als er J.C. begegnet. Das Superhirn einer hochprofessionellen Gang schätzt Eddies bedingungslose Loyalität ebenso wie sein Geschick am Steuer und heuert ihn für einen letzten großen Coup an. Alles läuft glatt bis eine Frau dazwischenfunkt.

Platz 9 : Tödliche Schlagzeilen von Michael Collins

Kurzbeschreibung
Ein Journalist auf der Spur eines abscheulichen Verbrechens
Früher eine Hochburg industrieller Produktion, ist die kleine amerikanische Stadt, in der Bill lebt, nur noch eine verlassene Ruine ihrer selbst. Und ihre Bewohner sind traurige Verlierertypen. Auch Bill verzweifelt an seinen banalen Artikeln für das Lokalblatt „Daily Truth“, und schreibt heimlich an seinem großen Essay zum Niedergang des amerikanischen Traums. Dann kommt plötzlich eines Nachts der alte Lawson nicht mehr nach Hause. Und Ronny, sein Sohn, gerät unter Mordverdacht. Die Stadt berauscht sich an dem Skandal, den Bill mit seinen Berichten anheizt. Bis er sich zu fragen beginnt, was wirklich hinter dem Verschwinden des alten Mannes steckt …

Platz 9 : Die Augen der Medusa von Bernhard Jaumann

Kurzbeschreibung
Frost liegt auf den Feldern von Montesecco. Doch eine Explosion zerstört die friedliche Winterlandschaft: Die Limousine von Staatsanwalt Malavoglia wurde von einer Granate getroffen. Am nächsten Tag kesselt eine Spezialeinheit der italienischen Polizei ganz Montesecco ein und arbeitet sich zum Haus des 17-jährigen Vannoni vor. Binnen kurzem belagern Journalisten das kleine Bergdorf in der Mitte Italiens. Nach Gutdünken drehen sie den Einwohnern das Wort im Mund um. Schnell wird Montesecco zum kriminellsten Ort des Landes, wo aus einem übersensiblen Jungen ein Killer wird. Es dauert lange, bis die Bewohner aus ihrer Agonie erwachen. Denn Montesecco ist in Gefahr. Und es geht um alles.

Quelle: arte.tv

Der Name des Windes von Patrick Rothfuss

Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag

Ein amerikanisches Magazin hat „Der Name des Windes“ bereits mit der Trilogie  Der Herr der Ringeverglichen. Die Fantasy-Szene ist begeistert von dem ersten Teil der „Königsmörder-Chronik“, die auch als Trilogie angelegt ist.

In „Der Name des Windes“ erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit.

Denis Scheck legt uns dieses „zauberhafte“ Buch am 05. Oktober 2008  in seiner Literatursendung Druckfrisch mit folgender Begründung ans Herz:

Fehlt es Ihrem Leben an Magie? Ich spreche nicht von Varietéschnickschnack, also verschwundenen Elefanten oder weggehexten weißen Tigern á la David Copperfield oder Siegfried und Roy. Ich spreche von echter Magie, Magie, wie Fantasy-Leser sie von Tolkien, J.K. Rowling oder Cornelia Funke kennen.

Sollten Sie diese Art von Magie in Ihrem Alltag gerade vermissen, dann habe ich genau das Richtige für Sie: „Der Name des Windes“, ein exzeptionell intelligenter Fantasy-Roman von Patrick Rothfuss.

Es gibt gar nicht wenige Menschen, die können bestimmte Arten von Literatur nicht ausstehen. Sie mögen einfach keine Fantasy oder keine Sciencefiction, so wie man vielleicht keine Muscheln mag oder keinen Brokkoli. Mir liegt es fern, hier missionieren zu wollen †“ höchstens durch den Hinweis, dass unser Leben und unsere Literatur schon armselig genug sind, auch ohne dass man die Palette des Möglichen noch mutwillig einschränkt.

Patrick Rothfuss‘ epische Geschichte ist ein moderner Mythos darüber, wie Mythen entstehen. „Der Name des Windes“ erzählt die Lebensgeschichte eines jungen Musikers und Wanderschauspielers, dessen Familie mitsamt ihrer Truppe eines Tages aus heiterem Himmel ermordet wird. Kvothe, so wird sich der Musiker und Magier später nennen, ist der einzige Überlebende, und alles, was er von der Bluttat weiß, deutet auf einen Zusammenhang mit einem uralten Mythos, der schon fast in Vergessenheit geraten ist.

Kvothe fühlt sich dabei in etwa so, wie Sie es tun würden, wäre Ihnen in unsere Welt ein Leid geschehen und Sie könnten der Polizei als Täterbeschreibung nur den großen bösen Wolf nennen. Das ist der Ausgangspunkt eines Romans, der mitreißend neu uralten Zauber wirkt. Für mich ist „Der Name des Windes“ die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens „Der Herr der Ringe“, Roman von Musik und Magie, der sich wie eine Kreuzung aus Bob Dylan und Jack Vance liest.

Also vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Patrick Rothfuss‘ „Der Name des Windes“, deutsch von Jochen Schwarzer, erschienen im Verlag Klett-Cotta.

Klappentext
„Vielleicht habt ihr von mir gehört“ … von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot – „sie haben einfach die falschen Lieder gesungen“. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen … und ein schüchterner Liebhaber.

Mit Der Name des Windes legt Patrick Rothfuss den ersten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte.

Der Bestseller-Autor Terry Brooks schreibt: „Der Name des Windes stellt das Debüt eines Autors dar, den wir lieber im Auge behalten sollten.“ Das Magazin „The Onion“ gibt den Lesern folgenden Rat: „Stellen Sie Der Name des Windes neben Der Herr der Ringe ins Regal und erwarten Sie den Tag, an dem beide in einem Atemzug genannt werden, vielleicht als Erste unter Gleichen.“

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman Der Name des Windes mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Über den Autor
Patrick Rothfuss, geboren am 06. Juni 1973 in Madison, Wisconsin, USA, ist ein US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller. 1991 begann er sein Studium an der Universität von Wisconsin, das er 1999 mit einem Bachelor of Arts abschloss. An der Washington State University setzte er sein Studium fort und graduierte mit einem Master of Arts. Seitdem lehrt er an der Universität von Wisconsin. Im März 2007 veröffentlichte er sein erstes Buch The Name of the Wind, das im selben Jahr mit dem Quills Award ausgezeichnet wurde.

Werke
The Kingkiller Chronicle (deutsch: Die Königsmörder-Chronik)

1. The Name of the Wind, März 2007 (deutsch: Der Name des Windes, erschien im September 2008)
2. The Wise Man’s Fear, geplant Oktober 2008
3. The Doors of Stone, geplant 2009 (Arbeitstitel)

Leseprobe

Prolog. Eine dreistimmige Stille

Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag still da, und es war eine dreistimmige Stille.

Die vernehmlichste der dreifachen Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen geseufzt, hätte das Wirtshausschild quietschend zum Schaukeln gebracht und die Stille wie trudelndes Herbstlaub die Straße hinabgeweht. Wäre das Wirtshaus gut besucht gewesen, hätten sich dort auch nur eine Handvoll Männer aufgehalten, so hätten sie die Stille mit Geplauder und Gelächter erfüllt, mit dem Radau und Bohei, den man in dunklen Abendstunden in einer Schenke erwartet. Wäre Musik erklungen … aber nein, natürlich erklang keine Musik. All das fehlte, und so blieb es still.

Im Schankraum saßen zwei Männer an einem Tresenende beieinander. Sie tranken mit stiller Entschlossenheit und mieden ernsthafte Gespräche über beunruhigende Neuigkeiten. Und indem sie das taten, fügten sie der großen, dumpfen Stille eine kleine, mürrische hinzu. Daraus entstand eine Art Legierung, ein Kontrapunkt.

Die dritte Stille war weit weniger vernehmlich. Hätte man eine Stunde lang gelauscht, so hätte man vielleicht begonnen, sie im Dielenboden des Raumes oder in den Holzfässern hinterm Tresen zu erahnen. Sie lag in der steinernen Masse des schwarzen Kamins, der noch die Wärme eines erloschenen Feuers barg. Sie lag im langsamen Hin und Her eines weißen Leinentuchs, das die Maserung des Tresens entlangfuhr. Und sie lag in den Händen des Mannes, der dort stand und eine Mahagonifläche polierte, die bereits im Lampenschein glänzte.

Der Mann hatte leuchtend-, ja flammenrotes Haar. Seine Augen blickten dunkel und abwesend, und er bewegte sich mit einer Sicherheit, die sich aus vielfältigem Wissen speiste.

Das Wirtshaus gehörte ihm, wie ihm auch die dritte Stille gehörte. Und das war nur recht und billig so, denn sie war die größte der dreifachen Stille und schloss die anderen ein. Sie war so tief und so weit wie der Spätherbst. Sie wog so schwer wie ein großer, vom Fluss glatt geschliffener Stein. Es war der geduldige, schnittblumenhafte Laut eines Mannes, der darauf wartet zu sterben.
Fortsetzung der Leseprobe hier bei Klett-Cotta

Gebundene Ausgabe: 910 Seiten, Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (September 2008), 24,90 Euro

Brida von Paulo Coelho – Buch und Trailer

Brida von Paulo Coelho

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann

„Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens?“, fragte Brida. „Du musst etwas riskieren“, war die Antwort. „Dabei wirst du oft scheitern, du wirst enttäuscht werden, desillusioniert. Aber wenn du nie aufhörst, nach deiner Liebe zu suchen, wirst du sie am Ende finden.“ Eine bewegende Geschichte über Liebe, Mut und eine spirituelle Form der Erotik.

Trailer zum Buch

Über den Autor
Paulo Coelho wird 1947 als Sohn einer gutbürgerlichen Familie in Brasilien geboren. Gegen den Willen der Eltern schlägt er eine künstlerische Laufbahn ein. 1987 erscheint sein erstes Buch „Auf dem Jakobsweg“. Inzwischen ist er einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Er lebt heute in Rio de Janeiro und Tarbes, Frankreich.

Paulo Coelhos Roman „Brida“ erscheint jetzt auf Deutsch. Nicht das erste seiner Bücher, an dem sich vermutlich die Geister scheiden werden. „Alchimist des Wortes“ oder „Fünf-Cent-Esoteriker“ wird er genannt. Dennoch erreicht er ein Millionenpublikum.

„Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens?“, fragt Brida. Sie ist die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Paulo Coelho, den er eigentlich schon 1990 veröffentlicht hat, der aber erst jetzt auf Deutsch erscheint. Die junge Frau ist also auf der Suche nach der großen Liebe †“ wie fast alle Romanfiguren Coelhos. Der Hirtenjunge Santiago in „Der Alchimist“, Maria in „Elf Minuten“ oder Veronika in „Veronika beschließt zu sterben“, alle suchen den einen, den einzigen Partner, der das Leben vervollkommnt. Fast immer müssen sie sich dafür auf lange Reisen begeben †“ auch zu sich selbst.

Mehr über Paulo Coelho in dem Porträt von Anja Koch: Das Schreiben als Traum – ARD Kultur am 30.09.2008

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten, Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (20. September 2008), 19,90 Euro

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 41/2008

Platz 1 : Mond über der Eifel von Jacques Berndorf

Kurzbeschreibung
Dieser neue Fall zwingt ihn, seinen ganzen gesunden Menschenverstand aufzubringen, denn einen solchen Mord hat die Eifel noch nicht gesehen: Jakob Stern, 43 Jahre alt – Heiler, Hellseher, Feingeist und ansonsten ohne Beruf, wird in der Nähe seines abgelegenen Gehöfts aufgefunden. Mausetot, auf den dicken Ästen einer sogenannten heiligen Eiche. Kein Mensch kann sich erklären, wieso er ausgerechnet dort oben festgebunden wurde. Die Suche nach dem Täter im riesigen Grenzland zu Belgien und Luxemburg gestaltet sich außerordentlich schwierig. Baumeister lebt gewissermaßen im Auto. Rodenstock findet, die ewige Herumgurkerei sei eher etwas für einen Lehrling, und seine Frau Emma sagt: „Bei diesem Stoff beteilige ich mich nicht, weil in der Esoterikbranche jedermann einen Hirnschaden hat.“ Kischkewitz, der Leiter der Mordkommission, fürchtet bereits, dass er diesen Fall unerledigt mit in Rente nehmen wird, denn „diese Branche ist fürchterlich! Einfach niemand sagt die Wahrheit!“ Dabei bieten sich den Ermittlern pausenlos Zeugen an, die glauben, durch ihren Kontakt zu allerlei Engeln, Geistwesen, Sehern, Channeling-Spezialisten und sonstiger Spiritisten herausfinden zu können, wie denn der allseits beliebte Jakob zu Tode gekommen ist. Stern war eine Persönlichkeit von starker Anziehungskraft – vor allem für die Frauen, deren Schicksal er auspendelte und denen er aus Tarotkarten las, bevor er mit ihnen ins Bett ging. Und er besaß Geld. Ungewöhnlich viel Geld. Außerdem stand er in Verbindung mit einem dubiosen Astro-Fernsehsender, dessen Redaktionsassistentin ebenfalls zu seinen Liebschaften gehörte, und der eine große Sendereihe mit dem „Heiler“ plante. Zum Glück hält Siggi Baumeister in diesem wirren esoterischen Wust seine fünf Sinne beisammen. Und so schält er zusammen mit Rodenstock und Emma langsam die ersten greifbaren Motive heraus: Habgier, Neid und Hass.

Platz 2 : Wie durch ein dunkles Glas von Donna Leon

Kurzbeschreibung
Commissario Brunettis fünfzehnter Fall
Tod vor dem Brennofen. Ist ein Familienzwist zwischen dem Fabrikbesitzer und seinem Schwiegersohn schuld? Oder mußte der Nachtwächter der Glasmanufaktur dafür büßen, daß er ein fanatischer Umweltschützer und Leser ist? In einer Ausgabe von Dantes Inferno entdeckt Brunetti die entscheidende Spur.

Platz 3 : Kalte Asche von Simon Beckett

Kalte AscheKurzbeschreibung
Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung ist tot. Ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Da geschieht ein weiterer Mord

Platz 4 : Der Seelenbrecher von Sebastinan Fitzek

Kurzbeschreibung
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den Seelenbrecher nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Knapp 100.000 Exemplare wurden vom „Seelenbrecher“ bereits verkauft; der Titel steht in der 39. KW erstmals auf der Spiegel-Taschenbuch-Bestsellerliste. Mehr über den Autor Sebastian Fitzek ist bei Spiegel-Online am 22.09.08 zu lesen.

Platz 5 : Die Entscheidung der Hebamme von Sabine Ebert

Kurzbeschreibung
Magdeburg im Jahre 1179: Auf dem Hoftag wirft Kaiser Barbarossa Heinrich dem Löwen den Fehdehandschuh hin. Das bedeutet Krieg, und Christian und Marthe müssen jeden Tag damit rechnen, dass er auch ihr Dorf erreicht. Markgraf Otto von Meißen nimmt Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf, während seine Frau Marthe eine andere Herausforderung zu bestehen hat: Otto hat nämlich für die Zeit des Kriegszuges seinem machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Marthe und ihre besonderen Kräfte schon lange ein Dorn im Auge …

Platz 6 : Kennen wir uns nicht? von Sophie Kinsella

Kurzbeschreibung
Als Lexi Smart im Krankenhaus aufwacht, erleidet sie einen Schock: Nach einem Unfall sind die letzten drei Jahre komplett aus ihrer Erinnerung gelöscht, und sie erkennt sich selbst nicht wieder. Die junge Frau mit dem Mercedes-Cabrio, dem Chefposten und dem millionenschweren Ehemann soll sie sein? Offenbar hatte sie ein tolles Leben. Seltsam nur, dass sie mit ihren alten Kollegen im Streit liegt und ihre neue beste Freundin ein Hohlkopf ist. Und dann taucht auch noch ein höchst attraktiver Mann auf, der behauptet, ihr Liebhaber zu sein. Wie kann sie dieses Chaos in Ordnung bringen? Und vor allem: Wird sie je wieder herausfinden, wer sie wirklich ist?

Platz 7 : Verdammnis von Stieg Larsson

Kurzbeschreibung
Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt. Der neue große Roman des preisgekrönten Bestsellerautors Stieg Larsson. Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin „Millennium“ eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.
Mehr Infos über die Trilogie und die Verfilmung von Verblendung.

Platz 8 : Verblendung von Stieg Larsson

VerblendungKurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis. -> mehr Infos zu der Trilogie und zum Film

Platz 9 : Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Die Chemie des TodesKurzbeschreibung
David Hunter war Englands berühmtester Rechtsmediziner. Aber er hat seinen Beruf aufgegeben und sich inkognito nach Devonshire in ein kleines Dorf zurückgezogen. Dort arbeitet er seit ein paar Jahren als Assistent des Arztes, als sein friedliches Landleben ein jähes Ende findet. Spielende Kinder entdecken eine mit einem Paar Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin im Dorf. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei heraus, was David früher war, und so muss die Ex-Koryphäe der überforderten Provinz-Gerichtsmedizin helfen. Gerade als sich anhand seiner Analysen herausstellt, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt, um sie noch lebend zu finden. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten CSI Devonshire. Exzellent recherchiert, auf dem allerletzten Forschungsstand der Gerichtsmedizin, brillant geschrieben, vor allem aber extrem spannend. †œDie Chemie des Todes† ist ein Forensik-Thriller, der den Leser keine Sekunde aus den Klauen lässt.

Platz 10 : Mieses Karma von David Safier

Mieses KarmaKurzbeschreibung
Die Moderatorin Kim Lange erlebt einen Tag des Triumphes: Sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt sie, dass sie in ihrem Leben viel zu viel mieses Karma gesammelt hat – und bekommt prompt die Rechnung präsentiert. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, hat zwei Fühler, sechs Beine und einen überproportional großen Hinterleib: Sie ist eine Ameise! Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Doch als Ameise ist sie machtlos. Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!

Quelle: Spiegel Online