Nächste Radio Gong Ü-30 Party am 22.08. im Muffatwerk

Ü-30 PartyAm Freitag, den 22.08. steigt wieder ab 21.00 Uhr Münchens größte Ü-30 Party im Muffatwerk.

Absolut zentral gelegen neben den Müllerschen Volksbad, in unmittelbarer Umgebung zum Gasteig und Deutschen Museum, findet man 3 hochwertig ausgebaute Hallen.

Area 1: Das Beste von Gestern bis Heute. Area 2: New & Classic Rock. Area 3: 70ies & 80ies. + Open Air Bereich.

Diese laden geradezu zum Feiern ein. Weiterhin existieren viele Sitzmöglichkeiten und 2 gemütliche Longen.

Für laue Sommernächte sowie für alle Raucher bietet das Muffatwerk noch eine große Terrasse und einen gemütlichen Biergarten.

Eintritt: 9 Euro

Quelle: Radio Gong

Amazons E-Book Kindle schon im Herbst auf deutschem Markt?

KindleAmazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Kinde habe die Erwartungen des Unternehmens in den USA klar übertroffen.

Das Blog TechCrunch berichtet, dass Amazon seit letzten November 240 000 Kindle verkauft und damit einen Umsatz von 100 Millionen Dollar erzielt hat. Es beruft sich dabei auf eine direkte Quelle bei Amazon. Amazon selbst hat dies offiziell nicht betätigt.

„Wir wissen, dass viele Kunden auch außerhalb der USA daran interessiert sind, den Kindle zu kaufen, und dementsprechend wollen wir den Kindle auch in anderen Ländern zur Verfügung stellen“, so Kleber.

Aus Branchenkreisen hat das Blatt erfahren, dass das elektronische Lesegerät hierzulande schon im Herbst im Handel sein könnte. Das Unternehmen wollte aber keinen Termin nennen.

Das Gerät könnte auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2008 seine Deutschland-Premiere haben.

Quelle: golem

Die Box von Günter Grass

Günter GrassMit seinem Waffen-SS-Geständnis Beim Häuten der Zwiebel erregte Günter Grass 2006 die Gemüter. Sein neues Buch Die Box erscheint voraussichtlich am 29. August im Steidl Verlag und ist eine heitere Geschichte. Auch darin finden sich Stücke aus seiner Vergangenheit wieder.

Der Roman wird 216 Seiten (Erstausgabe 260 Seiten) umfassen und den Zeitraum Ende der 50er Jahre bis zum Erscheinen des Romans Ein weites Feld (1995) behandeln.

Die mit 3000 Exemplaren limitierte Erstausgabe wird Günter Grass mit eigenen Lithographien und Zeichnungen gestalten, sie kostet 32 Euro.

In den ersten Kapiteln reihen sich Bilder der Vergangenheit aneinander, in denen unter anderem auch angeknüpft wird an die Novelle Katz und Maus (1961) und den Roman Hundejahre (1963). Beide Werke vollendeten die Danziger Trilogie, die Grass mit seinem Welterfolg Die Blechtrommel (1959) begonnen hatte.

Die Box beginnt wie ein klassisches Märchen: „Es war einmal ein Vater, der rief, weil alt geworden, seine Söhne und Töchter zusammen“.

Die BoxDie Box – Kurzbeschreibung
Eigentlich ist es eine altmodische Kastenkamera, wie man sie früher Jugendlichen zum Geburtstag schenkte. Aber mit der Agfa-Box der alten Marie hat es etwas Besonderes auf sich: Seit sie in Berlin Krieg und Feuerstürme überdauert hat, blickt sie vorwärts und rückwärts. Genauer gesagt: Die mit ihr geknipsten Aufnahmen zeigen Zukünftiges und Vergangenes, zeigen bei einem Stapellauf den tragischen Untergang des Schiffes oder am Wohnzimmertisch eine Männerrunde aus uralten Zeiten. Lara entdeckt auf einem Schnappschuss das Pferd, das sie sich wünscht, Nana sieht sich mit Mutter und Vater, die getrennt leben, vereint auf dem Kettenkarussell durch die Lüfte sausen. „Mariechens Wünsch-dir-was-Box“ sagen die Kinder.

Marie ist Fotografin. Sie besitzt eine Leica, auch eine Hasselblad. Aber wenn der Schriftstellerfreund auf Motivsuche für seine Bücher „Knips mal, Mariechen“ sagt, arbeitet sie nur mit der Box. So schreiben die Box und der Schriftsteller ihre wahren und ihre Dunkelkammergeschichten. Jahre später sitzen die acht Kinder, die nun erwachsen sind, zusammen und erinnern sich achtstimmig, jedoch widersprüchlich, freundlich, kritisch und manchmal anklagend an den „Alten“ und seine „starken“ Frauen, ihre Mütter, an ihre von Marie und ihrer „Zauberbox“ begleitete Kindheit.

Günter Grass schreibt in diesem Buch, das durch die Optik der Spezial-Kamera eine zweite Erzählebene und eine unerwartete Perspektive gewinnt, seine Autobiographie fort. Zugleich hat er damit der Fotografin und Freundin Maria Rama, die ihn und seine Familie ab Mitte der fünfziger Jahre bis zu ihrem Tod 1997 begleitete, ein heiteres Denkmal gesetzt.

Gebundene Ausgabe: 216 Seiten, Verlag: Steidl; Auflage: 1 (29. August 2008), 18 Euro

In der FAZ erschien in der Online-Ausgabe vom 24.08. eine Rezension von Volker Weidemann zu dem Buch unter dem Titel: Noch mehr Kinder, irgendwo. Sein Fazit lautet:

Es ist eine traurige Geschichte, mit einer Art Harmonie und vielen Lügen und Geheimnissen am Ende, Verletzungen, eine Geschichte, die nur wenig hilft. Aber es hilft ja alles nichts: „Jetzt hofft der unzulängliche Vater, daß die Kinder ein Einsehen haben. Denn weder können sie sein Leben, noch er ihres wegstreichen, wie ungelebt einfach wegstreichen . . .†œ

Niemand kann das. Auch kein Vater Grass. Er kann es nur zu einer Geschichte runden. So rund wie lange keine mehr.

Eckhard Fuhr verfasste für Welt-Online ebenfalls am 24.08. eine Rezension. Die Überschrift lautet: Was Günter Grass seinen Kindern zumutet und kommt zu dem Fazit:

Beim Lesen ist Gewöhnungszeit notwendig. Man muss mit dem Werk und der Familiengeschichte von Günter Grass halbwegs vertraut sein, wenn die Lektüre ertragreich werden soll. Es dauert eine Weile, bis man sich an das Durcheinanderplappern der Stimmen, die Satzfetzen, das Familienidiom gewöhnt hat. Um den Eindruck von Authentizität zu erzeugen, verordnet Grass den Kindern, die ja alle erwachsen und teils selbst schon Eltern sind, sprachliche Regression. Die Fragwürdigkeit dieses Verfahrens erkennend, gibt er es zu Beginn als von der Wirklichkeit vorgegeben aus: „Obgleich erwachsen und von Beruf und Familie gefordert, reden Töchter und Söhne so, als wollten sie wortwörtlich rückfällig werden… als höre Kindheit nie auf†œ.
Das glaubt der Rezensent nicht. Der Dichtervater hat die Dichterkinder noch einmal in die Kindheit zurück gestoßen. Er hat ihnen die eigene Vergangenheits-Obsession, die der Glutkern seiner Literatur ist, zugemutet. Er hat sie benutzt. Sie fügen sich und gehen in die Falle. Erst am Schluss, als der Vater sich verflüchtigen will, werfen sie die Kinder-Maskerade ab. Aber da ist das Buch zu Ende. Und es bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Quellen: Steidl Verlag, Wikipedia

Raumpatrouille Orion – Eva Pflug ist tot

Eva Pflug die 79-jährige Darstellerin der Tamara Jagellovsk aus Raumpatrouille Orion  ist tot in ihrer Münchner Wohnung gefunden worden. Ein Sprecher der Münchener Polizei sagte, die Leiche von Eva Pflug wurde entdeckt, nachdem Nachbarn die Beamten gerufen hatten. Hinweise auf ein Fremdverschulden hätten sich nicht ergeben.

In den sechziger Jahren wurde Eva Pflug als Sicherheitsoffizierin Tamara Jagellovsk in der beliebten Science-Fiction-Serie zum Jugendidol, als sie auf den Fernsehschirmen mit Major Cliff Allister McLane, gespielt von Dietmar Schönherr, durchs All düste. In ihrer Rolle bewahrte sie in heiklen Situationen immer einen kühlen Kopf, der blonde Pagenkopf wurde zu ihrem Markenzeichen.

Trotz ausgezeichneter Quoten brachte es die Serie, in der Duschköpfe oder Bügeleisen zu Bedienelementen eines Raumschiffes verfremdet wurden in den 6oer Jahren, nur auf sieben Folgen.

Mit dieser Rolle wurde sie berühmt, ihre TV-Karriere ging anschließend dennoch „den Bach runter“, wie die Darstellerin vor ihrem 75. Geburtstag im Juni 2004 selbst sagte. „Die Männer hatten Angst vor emanzipierten Frauen“, vermutete Eva Pflug. In den männlichen Besetzungsbüros sei das offenbar nicht gerne gesehen worden. „Dabei war ich nie so ’ne Emanze wie in der Serie“, bekannte sie 2003 anlässlich der Premiere einer Kinoversion von „Raumpatrouille Orion“. In dem mit Musik und neuem Schnitt aufgepeppten „Producers Cut“ ging die legendäre Orion-Crew in ihrem Raumkreuzer noch einmal auf Patrouille, doch die Schubkraft der sechziger Jahre zündete auf der Leinwand nur mäßig.

Sie verfolgte deswegen wieder ihre Bühnenlaufbahn, welche sie 1947 in ihrer Heimatstadt Leipzig begonnen hatte. Sie hatte Engagements in Basel, München, Köln, Frankfurt am Main und Berlin sowie bei Festspielen in Heppenheim, Jagsthausen und Ettlingen.

Während dieser Zeit spielte sie in mehreren „Klassikern†œ die weibliche Hauptrolle. Dazu gehörten unter anderem das Gretchen in Goethes Faust und die Martha in Kleists Der zerbrochne Krug. Für ihre Rolle in Brechts Mutter Courage bekam sie 1986 den Großen Preis von Bad Hersfeld (Bad Hersfelder Festspiele). Außerdem spielte sie in Shaws Die heilige Johanna, in Shakespeares Ein Sommernachtstraum und Was ihr wollt.

Zwischen 1980 und 1985 stand sie insgesamt rund 700 Mal mit Paul Hubschmid in Boulevard-Komödien auf der Bühne. Berühmt ist auch ihre Synchronstimme unter anderem für Julie Christie (Dr. Schiwago), Ursula Andress, Anne Bancroft (Die Reifeprüfung), Eva Marie Saint in Hitchcocks Der unsichtbare Dritte und Susan Flannery (Stephanie Forrester) in der Serie Reich und Schön.

Quellen: Spiegel Online, Wikipedia

Trugbild – Ein Gedicht von Cees Nooteboom

Trugbild

Nie gewesen, der du sein wolltest,
der du dachtest, daß du warst.
Das falsche Kostüm
in einer verqueren Welt.

Immer mit der Lüge gegangen,
der ältesten Verlobten, nie geglaubt,
daß nächstliegende Worte

die innigsten sind. Für dich ist
die Erscheinung verwandter
als der erste Gedanke,

du hast zuviel Welt, zuviel Moos
an deinem Standbild, du stehst da
mit dem Buch, das du selbst nicht gelesen,

ein Mann aus Fleisch, der zu Kalk wurde,
ein Engel aus Schatten, allein,
gehüllt in deinen Namen
als leeren Beruf.

Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 75 Jahre alt.

Cees Nooteboom: Gesammelte Werke Band 1: Gedichte
Aus dem Niederländischen von Ard Posthuma und Helga van Beuningen; hg. von Susanne Schaber; © Cees Nooteboom 2003 ; Suhrkamp Verlag, 2008; 418 S., 34,90 €

Quellen: Zeit Foto: Flickr