Mordsgeschichten – Rundgänge mit Krimi in München

Bei diesen Stadtrundgängen dürfte es ganz schön spannend werden: Ein Prälat wird tot aufgefunden. Kommissarin R. Mittlerin macht sich an die Arbeit, und immer mehr Verdächtige tauchen auf.

Die Organisation Stattreisen München hat eine ganz neue Form von Stadtrundgang erfunden. „Mordsgeschichten“ heißt der Krimi, der im München der 1920-er Jahre spielt und vom Statt-Theater-Team aufgeführt wird (erstmals morgen, Donnerstag, 05.06.) Die Rundgang-Teilnehmer dürfen Tipps geben und versuchen, den Motiven auf den Grund zu gehen. Nebenbei erfährt man einiges aus der Zeit damals.

Treffpunkt jeweils: Altes Rathaus, Turm, Eingang zum Spielzeugmuseum. Termine:05. und 06. Juni, 10. und 11. Juli, 14. und 15. August, 11. und 12. September jeweils um 20.30 Uhr.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Michael Nyqvist und Noomi Rapace-Norén in Stieg Larssons Krimi-Trilogie

Im März 2008 sollen die Dreharbeiten für die Verfilmungen der Millennium-Trilogie Verblendung, Verdammnis, Vergebung von Stieg Larsson beginnen. Für den ersten Teil Verblendung sind ein Kinofilm (Premiere wahrscheinlich 2009) und zwei, je 90 Minuten lange Teile für das Fernsehen geplant. Die Bände Verdammnis und Vergebung werden nur fürs Fernsehen verfilmt. In den Hauptrollen werden Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist und Noomi Rapace-Norén als Lisbeth Salander zu sehen sein.

Michael NyquistMichael Nyqvist, geboren am 8. November 1960 in Stockholm, ist ein schwedischer Film- und Theaterschauspieler.

Nachdem er in der TV-Verfilmung von Lars Noréns „Personenkreis 3.1†œ auf sich aufmerksam gemacht hatte, spielte er in einer Reihe von Kinoproduktionen mit, darunter in „Der Weg nach draußen†œ von 1999, Lukas Moodyssons „Zusammen!†œ von 2000 und die Mankell-Verfilmung „Die fünfte Frau†œ (2002). Im Jahr 2002 wurde er für die Rolle des Bauern Benny Söderström in „Der Typ vom Grab nebenan†œ mit dem Guldbagge-Preis ausgezeichnet. „Wie im Himmel“ ging bei den schwedischen Guldbagge Awards 2005 bei acht Nominierungen leer aus. Nominiert war er unter anderem als Bester Film, Michael Nyqvist als Bester Hauptdarsteller, Frida Hallgren als Beste Hauptdarstellerin und Kay Pollak für die Beste Regie.

Noomi Rapace-NorénNoomi Rapace-Norén, geboren am 28. Dezember 1979 in Hudiksvall, ist ebenfalls eine schwedische Schauspielerin.

Noomi Rapace studierte Schauspiel an der Skara Skolscen 1998†“1999. Nach dem Studium arbeitete sie an mehreren schwedischen Theatern: Teater Plaza 2000†“2001, Orionteatern 2001, Teater Galeasen 2002, und am Stockholmer Staatstheater 2003. Ihr Film-Debüt hatte sie in der schwedischen Fernsehserie Tre kronor in der Rolle der Lucinda Gonzales. Noomi Rapace ist mit dem Schauspieler Ola Rapace verheiratet, die beiden haben einen Sohn.

Auf YouTube findet man folgenden Trailer zu Män som hatar kvinnor, so der Originaltitel von Verblendung, dem ersten Teil der Millennium-Trilogie. Demnach kommt der Film am 27. Februar 2009 in die schwedischen Kinos.

Verdammnis (orig. Flickan som lekte med elden), der zweite Teil der Stieg Larsson-Trilogie, kommt bereits am 18. September in die schwedischen Kinos.

Quellen: Flickr (Foto), Wikipedia

Yves Saint Laurent ist tot

Yves Saint LaurentDer Modeschöpfer Yves Saint Laurent starb am Sonntagabend nach langer Krankheit in Paris, teilte sein langjähriger Freund und Kompagnon Pierre Bergé mit.

Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent, geboren am 1. August 1936 in Oran, Algerien, war der Sohn des leitenden Versicherungsangestellten Charles Saint-Laurent und dessen Frau, Lucienne Mathieu. Er wuchs in Oran auf und besuchte dort das Gymnasium bis zum Baccalauréat. Bei einer Theateraufführung von Molières „Critique de l’École des femmes†œ (Kritik der Schule der Frauen) entdeckte er seine Leidenschaft für Kostüme. So fertigte er bereits im Alter von elf Jahren Skizzen und Entwürfe für die Bühne an. Die Welt der Mode war für den jungen Saint Laurent auch eine Zuflucht vor dem Mobbing seiner Mitschüler, die den femininen Jungen als Außenseiter betrachteten und quälten.

1953 kam er mit 17 Jahren nach Paris, wo er eine Ausbildung zum Mode- und Bühnenzeichner an der Modeschule der Chambre Syndicale de la Haute Couture absolvierte. Während der Ausbildung gewann er einen Modezeichner-Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats IWS für den Entwurf eines Cocktailkleides. Seine Modezeichnungen wurden in der Vogue veröffentlicht. Michel de Brunhoff, der Direktor der Vogue, stellte den jungen Designer Christian Dior vor. Bei ihm arbeitete er bis zu dessen Tod im Jahre 1957. Während des Begräbnisses von Dior lernte Saint Laurent seinen späteren Geschäftspartner und Lebensgefährten Pierre Bergé kennen. Saint Laurent wurde im Alter von 21 Jahren zum Art Direktor befördert, um das Modehaus vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Seine erste Kollektion für das Unternehmen Christian Dior Ligne Trapéze wurde ein überwältigender, weltweiter Erfolg. 1958 präsentierte er seine erste eigene Kollektion bei Dior. Er befreite die Kostüme von Wattierungen und Versteifungen an Taille, Brust und Schultern, ohne jedoch auf die Pracht und die Fülle der Kostüme à la Dior zu verzichten.

1960 wurde er zum Militärdienst nach Algerien eingezogen, wo seit 1955 der Algerienkrieg wütete, und erlitt nach wenigen Tagen einen Nervenzusammenbruch. Er wurde in eine psychiatrische Anstalt überwiesen, dort behandelte man ihn mit Elektroschocks und Drogen (Sedativa). Eine lebenslange Abhängigkeit von Drogen war die Folge. Sein Arbeitgeber, das Modehaus Dior, entband ihn daher von seinem Arbeitsvertrag. Bergé dagegen glaubte an Saint Laurents Talent und unternahm alles, ihn wieder aus der Psychiatrie frei zu bekommen. 1961 endlich konnte er sich mit ihm selbständig machen. Fortan schneiderte Saint Laurent nur noch für das Modehaus Bergé. Das Paar trennte sich 1976 in freundschaftlicher Verbundenheit, doch blieben sie weiterhin Geschäftspartner.

Nachdem sich Saint Laurent 2002 aus dem Modegeschäft zurückgezogen hatte, lebte er weitgehend zurückgezogen in Paris. Er starb dort am 1. Juni 2008 nach langer Krankheit.

Unvergesslich haftet der Duft von seiner Kreation „Opium“ in meiner Nase.

Autorenaufstand gegen Altersempfehlungen auf Kinder- und Jugendliteratur

Vom Literaturfestival im walisischen Marktflecken Hay-on-Wye, das sei 20 Jahren Literaten aus der ganzen Welt anzieht, wird ein kleiner Autorenaufstand gemeldet. Anlass ist der Plan der Publishers´Association, künftig Altersempfehlungen auf den Einband von Kinder- und Jugendbüchern zu drucken.

„Diese Art der „Hilfestellung“ entspreche den Wünchen von „86 Prozent der Konsumenten, so eine Sprecherin dieses Interessenverbandes der britischen Verlage. Erwachsene seien oft „völlig ratlos“ in Kinderbuchabteilungen.

Marcus Sedgwick, der 2007 für den Roman „Der Gesang der Klinge“ den „Booktrust Teenage Prize“ gewann, hält die Idee für eine Katastrophe. Francesca Simon, Schöpferin der Reihe „Henry der Schreckliche“, glaubt, durch die Altersempfehlung solle vor allem der Buchverkauf über Supermarktketten und Internet erleichtert werden – zum Nachteil der Buchhändler mit Fachwissen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung