Wo die wilden Kerle wohnen – Sendaks Bilderbuch-Klassiker im Kino – Trailer

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Maurice Sendaks Bilderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ wird unter der Regie von Spike Jonze verfilmt und kommt im Oktober 2009 in den USA in die Kinos. Der Start in den deutschen Kinos ist für Oktober 2010 geplant.

Maurice Sendak feierte im letzten Jahr seinen 80. Geburtstag. †œWhere The Wild Things Are†, so der Originaltitel, wurde 1963 von Harper Collins publiziert. Das Buch wurde vom Autor mit farbigen Federzeichnungen illustriert. Es besticht vor allem durch die sehr sparsame Verwendung von Text.

Das Bilderbuch  dient als Vorlage für einen gleichnamigen Film von Warner Bros.

Das Familien-Fantasyabenteuer ist eine Mischung aus Animation, Puppenspiel und dem Auftritt von Realfiguren. Im Mittelpunkt steht der kleine Junge Max, gespielt von Max Records.

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Er hat sich sein Wolfskostüm angezogen und macht Unfug. Seine Mutter schimpft ihn, dass er ihr †œWild Thing† sei und schickt ihn ohne Abendessen ins Bett. Das Zimmer von Max verwandelt sich daraufhin in einen Wald, Max steigt in sein Segelboot und fährt zu den wilden Kerlen, große Monster, die sich von ihm zähmen lassen und ihn schließlich zu ihrem König küren.

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Aber Max bekommt Heimweh und Hunger und segelt zurück. Wieder in seinem Zimmer angekommen, stellt er fest, dass das Abendessen noch warm ist.

Nach einer Terminverschiebung wegen einer umfassenden Überarbeitung soll der Film am 16. Oktober 2009 in den US-Kinos veröffentlicht werden…

An dem Abend, als Max seinen Wolfspelz trug und nur Unfug im Kopf hatte, schalt seine Mutter ihn: „Wilder Kerl!“ – „Ich fress dich auf“, sagte Max, und da musste er ohne Essen ins Bett. Genau in der Nacht wuchs ein Wald in seinem Zimmer…

Quelle: Graubrot

Ein Bestseller kündigt sich an: Des Teufels Sanduhr von Simone Neumann

Der Weg zur Veröffentlichung eines Buches gleicht einem Staffellauf.

Der Stab der Begeisterung wird von der Autorin an die Agentin und von dieser an die Lektorin weitergereicht. In dem Werkstattgespräch, das die Münchner Bücherfrauen am 26.03. im Münchner Kulturbahnhof in Giesing veranstalteten. ging es um die Sichtbarmachung dieses Prozesses.

Der historische Roman DES TEUFELS SANDUHR der Autorin Simone Neumann wird im Juli 2009 bei Goldmann erscheinen.

Wie der Roman zur Agentur und dann weiter zum Verlag kam, davon war hier die Rede. Dabei ging es natürlich ebenso um die Erwartungen der Autorin, die Arbeitsweise einer Agentur wie auch um die Programmplanung des Verlages.

Moderation: Gerlinde Moorkamp

des-teufels-sanduhr3Kurzbeschreibung
Marketenderinnen, Opfer von Hexenprozessen und ein unheimlicher Frauenmörder.
Mord im Schatten des Dreißigjährigen Krieges: Auf der Suche nach der Wahrheit gerät eine junge Frau zwischen die Fronten der Mächtigen.Deutschland während des Dreißigjährigen Krieges. Anna Pippel, eine junge Landarme aus Westfalen, verliert in den Wirren des Krieges ihren Mann, ihre Schwester und ihre gesamte Habe. Sie steht vor den Trümmern ihrer bescheidenen Existenz und sieht keinen anderen Ausweg, als das zerstörte Dorf zu verlassen und sich dem Tross eines Heeres anzuschließen. Dort findet die schüchterne Frau in der resoluten Marketenderin Liese Kroll und in dem kauzigen Geschichtenerzähler Hans Mergel eine neue Familie. Doch das Leben in einem Kriegsheer ist rau. Und ausgerechnet in Annas nächster Umgebung geschehen immer wieder Frauenmorde, die nicht auf das Konto betrunkener Soldaten oder wilder Marodeure gehen. Hier ist ein Mörder am Werk, der den Krieg nutzt, um seine eigenen Schreckenstaten unbemerkt begehen zu können. Doch wer ist der Mörder, der für den Tod so vieler Trosshuren, Bauersfrauen und Landstreicherinnen verantwortlich ist? Warum mordet er immer auf die gleiche Art und Weise? Und was hat es mit den Sanduhren auf sich, die er den Frauen schon Tage vor ihrem Tod zusteckt? Je mehr solcher Morde geschehen, desto unruhiger wird es im Tross. Man will einen Schuldigen sehen, und schnell fällt der Verdacht auf die geschäftstüchtige Liese Kroll und ihre Begleiter. Liese, Anna, Mergel und ein Mädchen namens Therese werden der Hexerei beschuldigt. Nach einem kurzen Prozess werden Liese und Therese hingerichtet, Anna und der alte Mergel aus dem Tross vertrieben. Doch der unbekannte Mörder bleibt auf ihrer Spur, das mysteriöse Morden geht weiter. Und Anna ahnt: Es kann kein Zufall sein, dass der Mörder immer in ihrem Umfeld zuschlägt … 

Über die Autorin
Simone Neumann, am 8. Mai 1977 in Höxter geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend im idyllischen Weserbergland. Schon während ihres Studiums der Geschichte und Slavistik in Köln führte sie ihr Weg in die Buchbranche. Auch nach ihrem Examen blieb sie der Branche treu und arbeitete in einem Münchner Verlag als Lektorin. Seit der Geburt ihrer beiden Kinder hat sie ihren Arbeitsplatz nach Hause, in den Osten Münchens, verlegt, wo sie als freie Redakteurin und Autorin tätig ist und sich endlich einen Jugendtraum erfüllen kann – das Schreiben historischer Romane.

Broschiert: 448 Seiten, erscheint am 1. Juli 2009 im Goldmann Verlag, 8,95 Euro

KrimiWelt-Bestenliste April 2009

Platz 1 : Keiner rennt für immer von Richard Stark

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Bankenfusion in der Kleinstadt. Parker erfährt davon von einem Vertrauensmann, dem allerdings nicht wirklich zu trauen ist. Komplizierter wird die Sache noch dadurch, dass die Frau des Bankdirektors ein Techtelmechtel mit dem Tippgeber hat. Außerdem sucht ein Kopfgeldjäger nach dem Spitzel, den Parker verschwinden lassen musste, noch bevor das Unternehmen überhaupt startete. Jeder will an das Geld, aber keiner hält sich an die Abmachungen, sodass der Aktionsplan für den Überfall ständig korrigiert werden muss – ein schwieriger Job für Parker, der für Präzision berüchtigt ist, aber auch dafür, dass er keine Kumpel kennt und kein Erbarmen mit Pfuschern. Nach Parkers glorreichem Comeback mit „Fragen Sie den Papagei“ ist dies der zweite Thriller, der den faszinierend coolen Helden in Hochform zeigt. Viele Parker-Romane wurden in den USA verfilmt, darunter „Point Blank“ mit Lee Marvin in der Hauptrolle.

Platz 2 : Im Winter des Löwen von Jan Costin Wagner

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Einer bricht die Regeln im Spiel der Medien mit Leben und Tod Atemberaubend, verstörend, brisant: der neue Kimmo-Joentaa-Roman von Jan Costin Wagner, dem »Hohepriester der Kälte« (Die Welt) und »Meister der Spannung« (Brigitte) Wie jedes Jahr seit dem Tod seiner Frau rüstet sich Kimmo Joentaa für die Einsamkeit der finnischen Weihnachtstage mit einem Glas Milch und einer Flasche Wodka. Aber es kommt anders. Erst steht Larissa vor der Tür, eine schmale, strohblonde Prostituierte, die sich kurzerhand bei ihm einquartiert und auch sonst genau weiß, was sie will. Dann wird ein langjähriger Kollege, ein Gerichtsmediziner, erstochen aufgefunden. Als wenig später Finnlands berühmtester Talkmaster, Kai-Petteri Hämäläinen, einem Anschlag nur knapp entkommt, stoßen die Ermittler auf eine rätselhafte Verbindung: Der Gerichtsmediziner war einige Wochen vor seinem Tod Gast in Hämäläinens Show. Kimmo Joentaa beginnt, über die verschiedenen Gesichter des Todes nachzudenken. Und über die Frage, warum eine Talkshow, die für das Millionenpublikum an den Bildschirmen nichts weiter war als gute Unterhaltung, in einem Zuschauer die Wut auslöst, die ihn zum Mörder macht. Der Moderator plant unterdessen medienwirksam seine Rückkehr auf die große Bühne – und der Täter lauert auf seine zweite Chance …

Platz 3 : Alles total groovy hier von Jörg Juretzka

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Kristof Kryszinski ist mit seinem Kumpel Scuzzi ins sonnige Spanien unterwegs. Sie sollen einen Ort suchen, an dem ihr Bikerklub die Stormfuckers Ranch aufmachen kann. Noch während der Fahrt begegnet ihnen alles andere als Sommer, Sonne, Strand und Meer: verdorrte Stein- und Staubwüste, erbarmungslos sengende Hitze und gefährliche Banden verwahrloster Kinder. Schisser allerdings, der bereits eine entsprechende Immobilie gefunden hatte, ist verschollen – ebenso die 180 000 Euro, mit denen er das Objekt erstehen sollte. Auf der Suche nach Freund und Geld stoßen die beiden auf ein Aussteigerdorf voller zugekiffter Hippies. Auch die Jugendlichen machen in der iberischen Gluthitze dem bierdurstigen Kryszinski gehörig Dampf – ganz zu schweigen von den harmoniebedachten Blumenkindern, gegen die der Mülheimer instinktiv eine herzliche Abneigung empfindet.

Platz 4 : Kap der Finsternis von Roger Smith

kap-der-finsternisKurzbeschreibung
Kapstadt ist ein Paradies. Für manche aber auch die Hölle.
Ein dummer Zufall, ein brutales Verbrechen, ein korrupter Polizist und eine schonungslose Tour de force, die in immer tiefere Abgründe führt. »Kap der Finsternis« ist ein hochtouriger literarischer Thriller, der ein ungeschöntes Panorama des heutigen Südafrika zeichnet – ein spektakuläres Debüt!
Klappentext

Jack Burn, gestrauchelter amerikanischer Glücksspieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Sohn in Kapstadt untergetaucht. Dort wird die Familie Opfer eines willkürlichen Gewaltverbrechens, verübt von Mitgliedern einer Gang. Benny Mongrel, gerade aus dem Gefängnis entlassen und als Wachmann tätig, schöpft Verdacht, als er beobachtet, wie die Gangster in Burns luxuriöses Haus einsteigen, Schüsse fallen und beide nicht wieder auftauchen.
Burns Inkognito droht aufzufliegen, und es beginnt ein aufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Gatsby, einem bigotten, rassistischen Polizisten, der seinerseits die staatliche Antikorruptionseinheit im Nacken hat. Ein atemloser Showdown führt mitten ins Gangland, in die Cape Flats, die riesigen, labyrinthischen Vorstadtslums …

Platz 5 : Eishauch von John Farrow

eishauchKurzbeschreibung
Emil Cinq-Mars, Detective in Montreal, ist nicht gerade zimperlich, aber das schockiert ihn dann doch: Ausgerechnet an Heiligabend findet er seinen besten Informanten ermordet auf, erhängt an einem Fleischerhaken, kostümiert als Weihnachtsmann. Der robuste Einzelgänger Cinq-Mars vermutet den Mörder in den Reihen der Polizei, hat aber keine Beweise. Seine Ermittlungen deuten zunächst auf Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Motorradgangs, aber auch die russische Mafia, die Cosa Nostra und die CIA haben ein Wörtchen mitzureden …

Platz 6 : Jäger in der Nacht von Oliver Bottini

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Der vierte Fall für Louise Bonì
Nichts verbindet Nadine, die reiche, gelangweilte Studentin aus Freiburg, und Eddie, den einzelgängerischen, gewalttätigen Fünfzehnjährigen aus einem Dorf am Rhein, miteinander. Bis auf eines: Beide sind innerhalb weniger Tage spurlos verschwunden. Louise Bonì und ihre Ermittlerkollegen glauben nicht an einen Zufall. Als Eddies Leiche gefunden wird und kurz darauf ein gutsituierter, allseits respektierter Familienvater einem grausamen Mord zum Opfer fällt, wird zur Gewissheit, was anfangs nur eine dunkle Ahnung war …

Platz 7 : Nebenan ein Mädchen von Stefan Kiesbye

Kurzbeschreibung
Dunkle Geheimnisse hinter der Fassade einer norddeutschen Kleinstadt Wedersen ist eine kleine, ruhige Industriestadt in Norddeutschland. Doch die Fassade friedlicher Betriebsamkeit und kleinbürgerlicher Wohlanständigkeit kann die dunklen Geheimnisse, die unter der Oberfläche lauern, nicht verbergen. In einer Landschaft, die noch deutlich von den Spuren des Zweiten Weltkriegs gezeichnet ist, machen Moritz und seine Freunde eine gefährliche Entdeckung, die sie in eine Welt aus Erpressung und Gewalt und letztlich in eine Folge von Ereignissen führt, die ihre Freundschaft und sie selbst für immer verändern wird.

Platz 8 : Bis dein Zorn sich legt von Šsa Larsson

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Rebecka Martinsson, Anwältin im nordschwedischen Kiruna, wird in einen besonders grausamen Mordfall verwickelt:Ein junges Paar hat ein Eisloch in einen See geschlagen, um zu einem auf dem Grund liegenden Flugzeugwrack zu tauchen. Doch während des Tauchgangs kappt jemand die Markierungsleine und schiebt eine Holztür über das Eisloch. Die beiden haben keine Chance.Was suchte das Paar in dem Flugzeugwrack? Und wer hat die beiden dafür mit dem Tod bestraft? Bei ihren Nachforschungen kommt Rebecka lange verheimlichten Ereignissen aus der Vergangenheit auf die Spur. Und sie entdeckt ein gefährliches Netz aus Schuld, Angst und Verrat, in das viele Bewohner ihrer Heimatgegend verstrickt sind.

Platz 9 : Sorry von Zoran Drvenkar

sorryKurzbeschreibung
Sie sind seine Opfer. Er macht sie zu Tätern. Vier Freunde folgen einem scheinbar harmlosen Auftrag und stehen plötzlich einer grauenvoll zugerichteten Leiche gegenüber. Er zwingt sie, sich in seinem Namen bei dem Opfer zu entschuldigen. Als sie darauf eingehen, nimmt ein unvorstellbar perfides und grausames Spiel seinen Lauf. Zoran Drvenkar ist mit diesem Buch ein zutiefst verstörender Thriller gelungen, der ihn auf Anhieb zu einem neuen Star dieses Genres machen wird.

Platz 10 : Wespennest von Uta-Maria Heim

wespennestKurzbeschreibung
„Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter!“ Mit 86 haut der rote Karle noch einmal richtig auf den Tisch. Vom Nazi-Terror über den RAF-Terrorismus bis zum weltweiten Wirtschaftskollaps – Furcht, Schrecken und Dummheit sind einfach nicht totzukriegen. Doch im Ländle rumort es. Auf zum Widerstand! Während in Baden-Baden die postbürgerliche Revolution tobt, regt sich auch in Stuttgart Protest. Und Karle holt in Schramberg die Waffe aus dem Schrank.
Uta-Maria Heim hat ihr Krimidebüt „Das Rattenprinzip“ nach 18 Jahren vom Kopf auf die Füße gestellt. Da ist Schluss mit lustig: Aus dem elastischen Wendehals wird der knallharte Klassenfeind. Kein Wunder, wenn sich öfter mal eine Kugel verirrt. Der Sieg des Rattenprinzips verläuft selbst für echte Heldinnen und Helden tragisch.

Quelle: arte tV

Wortspiele – Literaturfestival im Muffatwerk München – Programm 27.03.

wortspiele1Die neunten internationalen Wortspiele finden vom 26. bis 28. März im Münchner Muffatwerk im Club Ampere statt. Viele Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland stellen auf diesem Literaturfestival ihre neuen Bücher vor.

Hans Pleschinski wird die Veranstaltung am Freitag, den 27. März, ab 20 Uhr, moderieren.

20.00 Uhr – Begrüßung

20.10 Uhr – Der letzte Dieb von Steffen Kopetzky
Kurzbeschreibung
Der Meisterdieb Alexander Salem taucht im Berliner Bezirk Neukölln unter. Hier begegnet er Johanna Meister, einer früheren Stasi-Agentin. Sie besitzt einen Plan und Fotos von Kunstgegenständen, die von den Nazis geraubt wurden. Nur weiß Johanna nicht, zu welchem Gebäude in Berlin der Plan gehört. Eine spannende Suche voller Irrungen und Wirrungen nimmt ihren Lauf.
In seinem neuesten Roman Der letzte Dieb (Luchterhand Literaturverlag, 2008) hat Steffen Kopetzky neben einem Abenteuer- und Kriminalroman eine Kulturgeschichte der Schließtechnik und des Stehlens geschrieben. Der Autor changiert zwischen Thomas Pynchon und Dan Brown, hat aber die Geschichte fest im Griff.
Über den Autor
Steffen Kopetzky, 1971 in Pfaffenhofen geboren, veröffentlichte u.a. Theaterstücke, Opernlibretti, Radiofeatures und Erzählungen und wurde vielfach ausgezeichnet. Der letzte Dieb ist sein vierter Roman.

20.30 Uhr – Das Zimmermädchen von Markus Orths
Kurzbeschreibung
Markus Orths‘ neuester Roman Das Zimmermädchen (Schöffling & Co., 2008) ist ein Poträt einer eigenwilligen, obsessiven Frau. Es ist die intime Geschichte einer Suchenden, die wissen will, was anderen gelingt und ihr so schwer fällt – das Leben. Lyn Zapatek ist Zimmermädchen im Hotel Eden. Immer länger bleibt sie in den Zimmern der Gäste. Zuerst beschnuppert sie die Kleider, dann zieht sie sie an. Sie will den anderen auf den Leib rücken, ihren Leben nachspüren. An ihrem freien Tag, an jedem Dienstag, liegt sie unter den Betten der Gäste und lauscht auf das, was über ihr geschieht.
Nach der Lektüre des Zimmermädchens wird man nie wieder in einem Hotel übernachten, ohne vorher unter das Bett zu schauen.
Über den Autor
Markus Orths, 1969 in Viersen geboren, lebt in Karlsruhe. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet. Bei Schöffling & Co. sind erschienen: Wer geht wo hinterm Sarg (2001), Corpus (2002), Lehrerzimmer (2003), Catalina (2005) und Fluchtversuche (2006). Für Das Zimmermädchen bekam er den Telekom-Preis des Bachmann-Wettbewerbs.

20.50 Uhr – Verlangen nach Drachen von Verena Rossbacher
Kurzbeschreibung
Das Epizentrum des schillernden Debütromans Verlangen nach Drachen (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2009) von Verena Rossbacher ist das Kaffeehaus Neugröschl. Der Inhaber schließt und öffnet sein Lokal nach Lust und Laune und erklärt es gerne auch mal zur Autowerkstatt. Diese Gegebenheiten ziehen natürlich die Originale der Stadt magisch an. Die Aushilfekellnerin Klara hat eine faszinierende Wirkung auf die unterschiedlichsten Männer und bewirkt die erstaunlichsten Metamorphosen. Am Ende des Romans sind sie alle da – der Gärtner, der zum Leidwesen des Vaters, Erfinder und Hochstapler, auch noch Vegetarier ist; der Cellist Stanjic, Großtstadt-Cowboy und Plattenladeninhaber; der Steinsammler, Florist und Universalautodidakt Lenau und der Pianist für Bar und Orchester Werlich. Nur Klara fehlt.
Über die Autorin
Verena Rossbacher besticht durch ihre Fabulierkunst und durch ihren Humor. Verena Rossbacher wurde 1979 geboren, ist aufgewachsen in Österreich und in der Schweiz. Sie hat am deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert.

21.10 Uhr – Pause

21.30 Uhr – Das Herz der Leopardenkinder von Wilfried N’Sondé
Kurzbeschreibung
Zusammengeschlagen und eines Verbrechens angeklagt, an das er sich kaum erinnert, findet sich ein junger Farbiger auf einer Polizeiwache wieder. In der Verlassenheit der Gefängniszelle erinnert er sich an seine Liebe zu Mireille, der weiß-algerischen Jüdin, die ihn verlassen hat, um aus der Hoffnungslosigkeit der Vorstadt zu fliehen, an Kamel, der zum Fanatiker geworden ist, und an Drissa, seinen Blutsbruder, der die Gewalt gegen sich und seine Umgebung richtet. Immer wieder werden die Stimmen der Ahnen lebendig, die von Ehre, Stolz und magischen Kräften künden. Für die „Leopardenkinder“, die an der Bruchlinie zweier Kulturen aufgewachsen sind, ist dieses Afrika nur noch ein ferner Mythos.
Der Debütroman Das Herz der Leopardenkinder (Antje Kunstmann Verlag, 2008) von Wilfried N’Sondé gibt den Erfahrungen einer neuen Generation von Migranten eine literarische Stimme.
Über den Autor
Wilfried N’Sondé, 1968 in Brazzaville (Kongo) geboren, kam mit fünf Jahren samt Familie nach Frankreich. Nach seinem Studium zog er nach Berlin, wo er Sozialprojekte mit türkischen Jugendlichen betreut und als Musiker, Autor und Komponist arbeitet. Sein Roman wurde mit dem ‚Prix des cinq continents de lan Francophonie‘ und dem Senghor-Preis für Literator ausgezeichnet.

21.50 Uhr – Unter Einzelgängern von Christopher Kloeble
Kurzbeschreibung
Christopher Kloebles Romandebüt Unter Einzelgängern (dtv, 2008) beginnt mit den Sterbeminuten der Mutter. Die Einkäufe für das anstehende Familientreffen noch in der Hand, stürtzt sie im Flur. Ein banaler Haushaltsunfall – schießt ihr noch durch den zertrümmerten Schädel. Eine über ihr Gesicht schwebende Wollmaus flüstert ihr letzte unangenehme Wahrheiten ins Ohr. Nach dem Tod der Mutter flüchtet sich der Vater in ein irrwitziges Fitnessprogramm, die Tochter hält an einer selbstzerstörerischen Beziehung fest, nur Simon, der gerade sein Studium am Literaturinstitut begonnen hat, erfindet sich noch eine ganz andere Familiengeschichte.
Christopher Kloeble schildert das Seelenleben einer Familie, die reich ist an verdrängten Konflikten und doch zusammenhält.
Über den Autor
Christopher Kloeble, 1982 in München geboren, lebt heute in Berlin. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte Kurzgeschichten, verfasste Drehbücher und Theaterstücke. Er erhielt zahlreiche Stipendien. Unter Einzelgängern wurde 2008 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet.

22.10 Uhr – Der afrikanische Freund von Johannes Gelich
Kurzbeschreibung
Der namenlose Ich-Erzähler ist in seiner Geburtststadt Saltzburg angekommen, um sich um die Beerdigung seines Vaters zu kümmern. Er trifft zufällig Max, einen alten Schulkameraden. Der lädt ihn auf seine Burg ein, wo ein kleiner Freundeskreis das alljährige „Weekend“ vor Beginn der Festspiele begeht. Im Kellergewölbe hebt das große Fressen an. Der Alkohol fließt in Strömen, Prostituierte werden bestellt und Hugo, ein Starkoch aus Reykjavik, serviert obszöne mittelalterliche Speisen. Plötzlich klingelt es. Ein Mann mit dunkler Hautfarbe steht vor der Tür. Die Feiernden halten ihn für einen Drogendealer und laden ihn ein. Als sich der Fremde als Bibelverkäufer entpuppt, eskaliert die Situation.
In seinem neuen Roman Der afrikanische Freund (Wallstein Verlag, 2008) hat Johannes Gelich ein morbides Kammerspiel im Stil von Albert Camus inszeniert, das unser Selbstverständnis grundsätzlich in Frage stellt.
Über den Autor
Johannes Gelich, 1969 in Salzburg geboren, lebt in Wien. Er war zwei Jahre Auslandslektor in Rumänien, 2006 bekam er den österreichischen Buchpreis. Veröffentlichungen: Die Spur des Bibliothekars (2003), Chlor (2006).

22.30 Uhr – Kür des Tagespreisträgers und Verlosung des Buchpakets

Büchertisch: Buch in der Au

Wortspiele – Literaturfestival im Muffatwerk München – Programm 26.03.

wortspieleDie neunten internationalen Wortspiele finden vom 26. bis 28. März im Münchner Muffatwerk im Club Ampere statt. Viele Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland stellen auf diesem Literaturfestival ihre neuen Bücher vor.

Tanja Dückers wird die Veranstaltung am Donnerstag, den 26. März, ab 20 Uhr, moderieren.

20.00 Uhr – Begrüßung

20.10 Uhr – Etwas Kleines gut versiegeln von Svealena Kutschke

etwas-kleines-gut-versiegelnKurzbeschreibung
Lisa, die Protagonistin des Debütromans Etwas Kleines gut versiegeln (Wallstein Verlag, 2009) von Svealena Kutschke, bricht ihr Fotografiestudium ab und fliegt nach Australien. Sie findet in Sidney Unterschlupf bei dem fürsorglichen Exfreund ihres Bruders. Das einzige Gepäck, was sie dabei hat, ist ein wenig Wäsche und sechs unentwickelte Filmrollen. Ihre Kamera hat sie daheim auf die Bahngleise geworfen. Sie stürtzt sich ins rauschende Leben und sucht sich schillernde Bekanntschaften. Ein seltsames Spiel beginnt, als sie ein einzelnes Foto findet, auf dem sie selbst in einer ihr vollkommen unbekannten Umgebung zu sehen ist.
Mit viel Sprachkraft und Witz lässt die Autorin die Grenzen des Realen und die Polaritäten der Geschlechterfestlegung verschwimmen.
Über die Autorin
Svealena Kutschke, 1977 in Lübek geboren, lebt in Berlin. 2006/2007 Werkstatt-Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung, 2008 Preisträgerin beim open mike der Literaturwerkstatt Berlin.

20.30 Uhr – Änderungsschneiderei Los Milagros von Maria Cecilia Barbetta

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Änderungsschneiderei Los Milagros, in Buenos Aires: Hier arbeitet die junge Protagonistin Mariana Nalo bei ihrer Tante Milagros. Sie liebt die unzähligen bunten Garne, die Knöpfe, die Stoffe und Gerardo, der bis auf drei Postkarten spurlos in die USA verschwunden ist. Eines Tages kommt die junge Amalia Moran in die Änderungsschneiderei. Sie will das Brautkleid ihrer Mutter für ihre eigene Hochzeit ändern lassen. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr, wie es war.
Maria Cecilia Barbetta spielt in ihrem Debütroman Änderungsschneiderei Los Milagros (S. Fischer Verlag, 2008) mit den großen lateinamerikanischen Traditionen des fantastischen Erzählens und der Telenovela. Sie lotet in ihrem Buch die Möglichkeiten der Kombination von Text, Foto und Grafik aus.
Über die Autorin
Maria Cecilia Barbetta, 1972 in Buenos Aires geboren, lebt seit 1996 in Berlin. 2007 bekam sie das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste, 2009 erhielt sie den Förderpreis des Albert-von-Chamisso-Preises.

20.50 Uhr – Böse Spiele von Michael Stavaric

bose-spieleKurzbeschreibung
Vier Menschen und ihre Liebe stehen zentral in Michael Stavarics Roman Böse Spiele (C.H. Beck Verlag, 2009). Alle Figuren spielen gemeinsam das Spiel von Liebe und Begehren, Lüge und Verrat – mit allen möglichen Tricks von beiden Seiten. Es ist ein archaisches blutiges Spiel, das uns in die Abgründe der liebe führt, mitten im ewigen Geschlechterkrieg. Die Aufhebung der gesellschaftlichen Konvention und ihrer Regeln sowie die Konsequenzen für das Zusammenleben der Geschlechter in unserer modernen Gesellschaft stehen im Mittelpunkt dieses klugen und gleichzeitig emotionalen Romans.
Über den Autor
Michael Stavaric, 1972 in Brno geboren, lebt als Schrifsteller, Übersetzer, Kolumnist und Kritiker in Wien. Er veröffentlichte u.a. die Romane stillborn (2006), Terminifera (2007) und Magma (2008) sowie den Essay Europa – eine Litanei (2005) und Kinderbücher. Er erhielt u.a. den Förderungspreis der Stadt Wien, den Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis und das Projektstipedium des österreichischen Bundesministeriums für Kultur.

21.10 Uhr – Pause

21.30 Uhr – Illegal. Wir sind viele. Wir sind da von Björn Bicker

illegalKurzbeschreibung
„Wir arbeiten, wir sind ordentlich, wir sind fleißig, wir haben einen Traum.“ – Wie ein Song beginnt das Buch Illegal. Wir sind viele. Wir sind da. von Björn Bicker (Verlag Antje Kunstmann, 2009). Wir wissen alle, dass sie da sind. Dass sie viele sind. Dass sie für uns arbeiten. Und keine Papiere haben. Illegal sind. Einer kommt aus der Ukraine. Er hat studiert und spricht vier Sprachen. Er macht Umzüge und Gartenarbeit. Einer kommt aus Kurdistan. Er ist gefoltert worden. Dafür wollten sie hier eine Quittung. Eine kommt aus Equador. Dort war sie Sekretärin, hier putzt sie und macht Babysitting. Ihr Freund ist ausgewiesen worden, sie behält das Kind und bleibt. Die Mutter und die Schwester brauchen das Geld, sie wissen von nichts.
Björn Bicker gibt diesen Leuten eine Stimme, ein Gesicht. Sie erzählen unsentimental von Abhängigkeit und Ausgeliefertsein, aber auch von unbändigem Lebensmut.
Über den Autor
Björn Bicker, geboren 1972, arbeitet seit 2001 als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Er schreibt Theaterstücke und Hörspiele. Illegal ist sein erstes Buch.

21.50 Uhr – Die durchsichtigen Hände von Xaver Bayer

die-durchsichtigen-handeKurzbeschreibung
Eine der schönsten Texte in Xaver Bayers Erzählband Die durchsichtigen Hände (Jung & Jung, 2008) ist Henry Kissinger und ich teilen ein Taxi. Er handelt von einer toten Libelle, die durch das Fenster eines Taxis fliegt, in dem der Erzähler sich befindet – unfähig, den zufällig neben ihm sitzenden Henry Kissinger anzusprechen. Beim Verlassen des Taxis legt er die tote Libelle heimlich auf Kissingers Bein.
Bei Xaver Bayer kann man sich nicht unbedingt auf seine Wahrnehmung und Gefühle verlassen. Mit ironischer Distanz, voller Esprit und überraschender Einfälle und Wendungen führt uns der Autor durch sein Universum.
Über den Autor
Xaver Bayer, geboren 1977 in Wien, wo er auch lebt. Er hat drei Romane veröffentlicht: Heute könnte ein glücklicher Tag sein (2001), Alaskastraße (2003) und Weiter (2006). 2008 bekam er den Hermann-Lenz-Preis.

22.10 Uhr – Becks letzter Sommer von Benedict Wells

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Der Lehrer Robert Beck wird in seiner Klasse auf den 17-jährigen Rauli aus Litauen aufmerksam. Er bemerkt eine extreme musikalische Begabung bei dem Jungen: Er singt und spielt E-Gitarre wie ein junger Gott. Beck wird sein Entdecker und Manager. Auf diese Weise könnte der 37-jährige Beck, dessen Karriere als Musiker gescheitert ist, doch noch zur Welt des Glamours zurückkehren. Zusammen mit seinem hühnenhaften deutsch-afrikanischen Freund und dem musikalischen Wunderkind aus Litauen macht er sich auf den Trip seines Lebens von München nach Osteuropa nach Istanbul.
Becks letzter Sommer (Diogenes Verlag, 2008) von Benedict Wells ist ein schräger, witziger und berührender Künstlerroman und Roadmovie.
Über den Autor
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Zuletzt arbeitete er zwei Jahre lang als Redakteur beim Fernsehen. Becks letzter Sommer ist sein Debütroman.

22.30 Uhr – Kür des Tagespreisträgers und Verlosung des Buchpakets

Büchertisch: Buchhandlung Lehmkuhl