ASHES †“ Brennendes Herz von Ilsa J. Bick [Rezension]

Die siebzehnjährige Alex wandert allein durch das Gebirge im Waucamaw-Naturschutzpark. Sie hat sich eine Auszeit genommen, um wichtige Entscheidungen über ihr künftiges Leben zu treffen. Als sie morgens beim Kaffee sitzt, tauchen plötzlich Jack und seine schlecht gelaunte achtjährige Enkelin Ellie nebst Hund Mina an ihrem Lagerplatz auf. Eigentlich hat Alex keine Lust auf Gesellschaft, doch dann erschüttert eine Art Blitz die Welt.

Jack stirbt und auch Alex kämpft um das Bewusstsein. Kurz darauf stellt sie fest, dass alle technischen Geräte ausgefallen sind und die Tiere völlig verrückt spielen. Nachdem sie den ersten Schock überwunden hat, macht sie sich mit der trotzigen Ellie und dem Hund Mina, die beide den Vorfall unbeschadet überstanden haben, auf den Weg zu einer 40 Kilometer entfernten Ranger-Hütte, um dort Schutz und Unterschlupf zu finden.

Die Welt hat sich verändert. Obwohl sie von der Gesellschaft abgeschnitten ist, bemerkt Alex seltsame Auffälligkeiten. So zeigt sich der Mond in einem leuchtenden Blau am Himmel und auf einer Lichtung muss sie entsetzt zusehen, wie zwei Jugendliche eine tote Frau wie Raubtiere ausweiden. Auf ihrem beschwerlichen Weg zur Ranger-Hütte, den sie ohne Ausrüstung bewältigen muss, treffen Alex und Ellie auf Tom. Tom rettet die beiden vor einer Meute Hunde und beschützt sie vor seinem zu einem Kannibalen mutierten Freund Jim.

Tom schließt sich Alex und Ellie an und zu dritt setzen sie ihre Wanderung fort. Als sie den verwaisten Stützpunkt erreichen, verweilen sie dort eine Zeitlang und erfahren, dass die Welt völlig außer Kontrolle geraten ist und die Zivilisation so wie sie kennen, nicht mehr existiert.
Alex verliebt sich allmählich in den aufmerksamen und fürsorglichen Tom. Doch als sie sich gemeinsam auf den Weg zurück in die Stadt machen, werden sie getrennt und Tom schwer verletzt.

Alex versucht Hilfe zu holen. Als zu ihm zurückkehrt, ist Tom verschwunden. Völlig hilflos ergibt sich Alex in ihr Schicksal und lebt eine Weile in der Gemeinde Rule. Rule ist eine seltsame Gemeinschaft, die nach eigenen Regeln lebt und Züge einer Sekte aufweist. Alex fällt es schwer, sich anzupassen und außerdem kann sie Tom nicht vergessen.

Die Autorin Ilsa J. Bick hat eine atmosphärisch dichte Dystopie erschaffen, die ungeheuer authentisch wirkt. Man spürt förmlich die Trostlosigkeit und Verzweiflung, die durch die zum Teil recht grausamen Szenen verstärkt wird. Die Menschen kämpfen ums Überleben und legen jedes zivilisierte Verhalten ab. Hilfsbereitschaft, Barmherzigkeit oder Mitgefühl dem Nächsten gegenüber kann sich niemand leisten.
Alex ist eine geheimnisvolle, starke Protagonistin, die sich dem Leser erst nach und nach offenbart. Die 8-jährige Ellie erscheint zunächst als bockiger, renitenter Quälgeist. Auch ihre Stärken entwickeln sich im Lauf der Geschichte. Dem introvertierten Beschützer Tom ist wohl eher in der Fortsetzung ein größerer Part zugedacht.

Der Klappentext des Buches lässt auf eine Liebesgeschichte schließen, die in dem Buch zwar enthalten ist, aber nur einen sehr kleinen Teil des Hauptgeschehens einnimmt. Wegen der blutrünstigen und barbarischen Szenen würde ich das Buch Jugendlichen ab 16 Jahre oder auch Erwachsenen empfehlen. Nach meinem Empfinden ist es nichts für 14-Jährige, für die der Verlag eine Empfehlung ausspricht. Der Roman ist von der ersten Seite an außergewöhnlich spannend, zähe Längen findet man hier nicht. Der Cliffhanger am Ende macht das Warten auf die Fortsetzung zur Geduldsprobe. Man hängt buchstäblich in der Luft…

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Doc Jane für die ausführliche Buchbesprechung und beim INK Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

ASHES – Brennendes Herz von Ilsa J. Bick, 502 Seiten, erschienen im August 2011 im INK Verlag.

Kurzbeschreibung
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle

Über die Autorin
Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin, Möchtegernchirurgin und ehemalige Air Force Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Jugendbücher und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Ilsa J. Bick lebt derzeit mit ihrer Familie und einigen pelzigen Haustieren in den USA im ländlichen Wisconsin, in der Nähe eines hebräischen Friedhofs. Sie liebt es dort zu leben, über ihre Nachbarn sagt sie: Sie sind sehr ruhig und kommen nur alle Jubeljahre einmal vorbei. Mehr Informationen über die Autorin finden sich auf ihrer Homepage unter www.ilsajbick.com.

Welttag des Buches: Lesefreunde schenken 30 Bücher an Lesemuffel

Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutsche Buchverlage haben sich in diesem Jahr zum Welttag des Buches am 23.04.2012 etwas Neues einfallen lassen.

Insgesamt können sich 33.333 „Lesefreunde“ bei dieser Aktion auf der Internetseite beim Welttag des Buches anmelden und aus 25 vorgeschlagenen Büchern einen Titel auswählen, den sie verschenken wollen.

Von diesem Titel werden dann 30 Exemplare kostenlos für jeden registrierten „Buch-Schenker“ in einer nahe gelegenen Wunsch-Buchhandlung oder Bibliothek hinterlegt.

Nachfolgende Titel stehen zur Auswahl

About a Boy von Nick Hornby
Adressat unbekannt von Kathrine Kressmann Taylor
Agnes vpn Peter Stamm
Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig
Biss zum Morgengrauen von Stephenie Meyer
Chuzpe von Lily Brett
Der Name der Rose von Umberto Eco
Deutschlandalbum von Axel Hacke
Die Drachen der Tinkerfarm von Tad Williams/Deborah Beale
Die Sünde der Engel von Charlotte Link
Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
Ghost von Robert Harris
In meinen Träumen läutet es Sturm von Mascha Kaléko
Kim Novak badete nie im See von Genezareth von Håkan Nesser
Kleiner Mann †“ was nun? von Hans Fallada
Mein deutsches Dschungelbuch von Wladimir Kaminer
Mondscheintarif von Ildikó von Kürthy
Schneemann von Jo Nesbø
Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus
Schuld von Ferdinand von Schirach
Schweigeminute von Siegfried Lenz
Stolz und Vorurteil von Jane Austen
Süden und der Luftgitarrist von Friedrich Ani
Suite française von Irène Némirovsky
Wunschloses Unglück von Peter Handke

Ich habe mich schon angemeldet und hoffe, dass ich dabei bin. Wenn´s klappt, bekommt das erste Buch mein Briefträger. Dann würde ich einige Exemplare der Bibliothekarin in der Schulbücherei überlassen, weil die ständig über zu wenig Bücher klagt, die sie den Schülerinnen zu Schülern zur Verfügung stellen kann. Mein Arbeitskollege hat schon ewig kein Buch mehr in der Hand gehabt… ach, es ist wirklich kein Problem 30 Bücher sinnvoll zu verteilen.

Quelle: Welttag des Buches – hier finden sich auch weitere Informationen zum Welttag des Buches 2012.

7 Fragen an Axel Hacke

Axel Hacke © Thomas Dashuber

Axel Hacke wurde 1956 in Braunschweig geboren, besuchte die Deutsche Journalistenschule und studierte Politische Wissenschaften in Göttingen und München.

Von 1981 bis 2000 arbeitete er anfangs als Sportredakteur, später als politischer Kommentator, Seite-Drei-Reporter und Streiflicht-Autor in der Redaktion der Süddeutschen Zeitung. Für das SZ-Magazin schreibt er seit dessen Gründung 1990, angefangen mit dem inzwischen legendären Kleinen Erziehungsberater über zahlreiche Reportagen und Porträts bis zu seiner berühmten Kolumne Das Beste aus meinem Leben, die 1997 das erste Mal erschien und kürzlich von Das Beste aus aller Welt abgelöst wurde.

Axel Hackes Bücher, darunter mehrere Bestseller, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seine journalistische Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der Joseph- Roth-Preis (1987), der Theodor-Wolff-Preis (1990) und zwei Egon-Erwin-Kisch-Preise (1987 und 1990).

Bis vor kurzem lief seine Kolumne, von ihm selbst gelesen, unter dem Titel „Axel Hackes Tagebuch†œ auf Bayern 3, von Dezember 2006 bis Februar 2007 war in der ARD die Vorabendserie „Das Beste aus meinem Leben†œ zu sehen, zu der Hackes Kolumnen die Vorlage abgaben (mit Oliver Mommsen und Elena Uhlig in den Hauptrollen).

Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück†œ, das Zweite Handbuch des Verhörens, in dem Axel Hacke seine Grundlagenarbeit im Bereich der Verhörforschung weiterführte, und „Wortstoffhof. Sprachgeschichten von Äh bis Zeitfenster†œ sowie die von ihm selbst gesprochenen Hörbücher „Der kleine König Dezember†œ und „Wortstoffhof†œ kamen 2007 in den Buchhandel. Zuletzt erschienen im Frühjahr 2009, wiederum illustriert von Axel Hackes kongenialem Partner Michael Sowa Wumbabas Vermächtnis. Kleines Handbuch des Verhörens 3 als Buch und als Hörbuch. Axel Hackes Werke werden im Antje Kunstmann Verlag in München publiziert.

Axel Hacke hat vier Kinder und lebt mit seiner Familie in München und dem Chiemgau.

Wer mehr über Axel Hacke erfahren möchtet, findet viele Informationen auf seinem Blog Wumbaba oder auch auf seiner Seite bei Facebook. Abgesehen davon ist Axel Hacke derzeit auf Lesereise (Termine finden sich hier) quer durch Deutschland. Hier bietet sich eine weitere Gelegenheit den sympathischen Autor kennenzulernen und zugleich einen amüsanten Abend zu verbringen.

7 Fragen an Axel Hacke

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit meiner jüngsten Tochter (7).

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Eigentlich rede ich nie über Unfertiges, aber das hier ist bald fertig: mein nächstes Buch, das im Herbst erscheint. Es heißt „Oberst von Huhn bittet zu Tisch“, und es geht um das kuriose und sehr witzige Deutsch, das uns oft auf den Speisekarten im Ausland begegnet, wo ein Gericht wie „Onion rings“ zum Beispiel „Zwiebel ruft an“ heißt. Selten so viel Spaß bei der Arbeit gehabt.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Dummheit, richtig tiefe bodenlose Dummheit. Ich könnte aktuelle Beispiele nennen, tu ich aber nicht, da rege ich mich nur auf.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf meine Kinder? Ja. Auch auf 15 Jahre Ehe mit meiner Frau und unsere gemeinsame CD „Das Beste aus meinem Liebesleben“.

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Jesus. Das mit der Brotvermehrung würde mich bei der Gelegenheit interessieren.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Ich wüsste was. Aber ich sag’s nicht.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Ich habe die evangelische Kirchenzeitung ausgetragen, war ’ne schöne Zeit.

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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Axel Hacke für die Teilnahme an unserer kleinen Online-Umfrage und freut sich schon auf das nächste Buch. 😉

Söhne der Luna 03 – Der Fürst der Wölfe von Lara Wegner [Rezension]

Der Lamia Berenike wurden durch die Larvae ein Teil ihrer Kräfte und das Gift ihrer Fänge, der einzige Schutz gegen Übergriffe männlicher Vampire, geraubt. Um nicht aus der Gemeinschaft verstoßen zu werden, will sie sich und ihrer Familie ihren Mut und ihre Unabhängigkeit beweisen und beschließt, sich an den Larvae zu rächen, indem sie den Werwolf Gillian de Garou tötet. Unverzüglich macht sie sich von Rom auf den Weg nach London, obwohl sie weiß, dass sie damit die Friedenspläne ihres Bruders Mica, Oberhaupt der Vampire, und den Waffenstillstand mit den Werwölfen gefährdet.

In London angekommen, muss Berenike feststellen, dass ihr jemand zuvorgekommen ist. Gillian ist bereits tot und sein Vater Juvenal de Garou, der Fürst der Wölfe, ist aus Spanien angereist, um den Mörder zu finden. Der Verdacht fällt auf Branwyn, ein sehr alter Vampir, der Gilllian die Gefährtin geraubt hat. Juvenal und Berenikes Wege kreuzen sich auf seiner Jagd und die Umstände machen die beiden zu Verbündeten. Nicht nur Branwyn stellt eine Gefahr für Berenike dar, sondern ein weiterer Feind, der zunächst unerkannt bleibt, scheint es auf die Geschöpfe der Nacht abgesehen zu haben.

Auch Mica trifft wenig später in London ein. Er verfolgt seine Schwester, um sie von ihren Mordplänen abzuhalten. Als die beiden sich wiedersehen, wird das familiäre Band durch die Aufklärung einiger Missverständnisse langsam wieder stärker. Mica macht Jagd auf Branwyn, der den Frieden zerstören und seinen Platz in der Vampirwelt einnehmen will. Trotz all dieser Verstrickungen kommen Juvenal und Berenike sich näher. Eine ernsthafte Beziehung zwischen den beiden ist jedoch undenkbar, da die Lamia seit Anbeginn der Zeit von den Werwölfen gefürchtet werden. Doch lange können sie nicht gegen ihre aufkeimenden Gefühle ankämpfen…

In diesem dritten Teil der Reihe „Der Söhne der Luna†œ hat Lara Wegner sich selbst übertroffen. Völlig unvorhersehbare Ereignisse haben mich gespannt weiter- und weiterlesen lassen. Berenike, die die Autorin schon im vorherigen Teil eingeführt ein, macht eine unglaubliche Wandlung durch. Sie entwickelt sich von der arroganten und rachsüchtigen Einzelkämpferin in eine loyale sympathische Protagonistin. Juvenal, dessen Name ebenfalls schon in den vorherigen Bänden auftaucht, macht seinem Ruf alle Ehre. Trotz der schweren Schicksalsschläge, die er erlitten hat, verliert er nie die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Mica erscheint wieder so überirdisch und mysteriös, dass ich mir wünsche, die Autorin räumt ihm in einer Fortsetzung mehr Platz ein. Die Wortgefechte zwischen ihm und Juvenal sind sehr amüsant und einfallsreich, auch seine spätere Loyalität Berenikes gegenüber haben ihn für mich noch interessanter gemacht.
Neu ins Spiel kommt Grishan, der Ziehsohn von Gillian, ein Heißsporn und Hitzkopf, den ich aufgrund seiner jugendlichen unbeschwerten Art gleich ins Herz geschlossen habe. Über ihn hoffe ich in den nächsten Bänden auch mehr zu erfahren.

Der Schreibstil ist ungeheuer dynamisch und so bildhaft, dass ich mich ab und zu im grauen London wähnte. Wer die vorherigen Bände gelesen hat, wird diesen dritten Teil lieben. Doch auch wer mit diesem Teil die Reihe beginnt, kann sich auf eine spannende Geschichte mit packender Action, prickelnden Liebesszenen und faszinierenden Wesen freuen. Dieses Buch lässt keinerlei Langeweile aufkommen und ist eine absolute Empfehlung für alle Fans von Urban-Fantasie-Romanen.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Doc Jane für diese anschauliche Buchbesprechung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Söhne der Luna 03 – Der Fürst der Wölfe von Lara Wegner. Taschenbuchausgabe, 240 Seiten, erschienen im November 2011 im Sieben Verlag.
Söhne der Luna 02 – Die Braut des Wolfes von Lara Wegner. Taschenbuchausgabe, 273 Seiten, erschienen im März 2011 im Sieben Verlag. (Rezension von Doc Jane)
Söhne der Luna 01 – Im Bann des Wolfes von Lara Wegner. Taschenbuchausgabe, 360 Seiten, erschienen im April 2010 im Sieben Verlag.

Über die Autorin
Unter dem Pseudonym Lara Wegner schreibt Antonia Munoz, Jahrgang 1967, im Bereich Dark Romance. Antonia Munoz ist seit vielen Jahren in der Personalberatung tätig und lebt in der Nähe von Frankfurt. Ihr Interesse für Literatur und Geschichte, insbesondere für die Geschichte Frankreichs, entwickelte sich bereits in ihrer Jugend und führte sie vom Lesen zum Schreiben. †œIm Bann des Wolfes† ist der erste Teil der Serie †œSöhne der Luna†œ.

Preis der Literaturhäuser 2012 geht an Feridun Zaimoglu

Seit 2002 wird der „Preis der Literaturhäuser“ jährlich vom Netzwerk der Literaturhäuser während der Leipziger Buchmesse für außerordentliche Text- und Präsentationsqualitäten an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben. Der Preis besteht aus einer Lesereise durch alle elf im Netzwerk vereinigten Literaturhäuser mit einem Gesamthonorar von 11.000 Euro sowie einem Empfang mit Laudatio in jedem besuchten Literaturhaus.

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu, geboren am 4. Dezember 1964 in Bolu, Türkei, seit 1965 in Deutschland lebend, erhält den diesjährigen Preis der Literaturhäuser.

Jurybegründung
„Was Feridun Zaimoglu vorliest, es wird nicht beschrieben, es passiert †“ auf der Bühne, vor den Augen des Publikums. Mit unnachahmlicher Emphase schlägt Zaimoglu den Sätzen den Takt. Seine Romane †“ von Kanak Sprak über Leyla bis Ruß †“ mäandern zwischen analytischer Präzision und Liebesbrand†™, greifen mit vollen Händen ins Grimmsche Wörterbuch und suchen nicht zu verbergen, dass auch das dramatische Schreiben zu den Leidenschaften des Autors zählt.

Feridun Zaimoglu ist überdies ein streitbarer Gesprächspartner und ein Verfasser risikofreudiger Essays, etwa über „die Aufklärung als Opium der aufstrebenden Bürgerklasse†œ oder über den „Kulturkampf in Deutschland†œ, über Kopftuch und Minarett. Insgesamt offenbaren sich in Zaimoglus Arbeiten gerade jene Personengruppen als besonders stimmhaft, die in der gegenwärtigen Gesellschaft, beziehungsweise in ihrem Rücken, nur schwer hörbar sind,“ heißt es in der Begründung der Jury.

Lesereise
Feridun Zaimoglu wird vom 21. März bis 24. Mai 2012 zu Leseabenden durch die Literaturhausstädte reisen. Die Auftritte des Preisträgers und die Laudationes zu seinen Ehren finden statt am:

16.03. Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse, 17.30 Uhr, Blaues Sofa
17.03. Gespräch mit dem Preisträger am Stand von ARTE tv, Leipziger Buchmesse
21.03. Literaturhaus Berlin
26.03. Literaturhaus Leipzig
03.04. Literaturhaus Rostock
04.04. Literaturhaus Hamburg
03.05. Literaturhaus Graz
08.05. Literaturhaus Salzburg in Kooperation mit der Universität Salzburg
(Veranstaltungsort: Edmundsburg (Zweig-Centre))
15.05. Literaturhaus Köln
16.05. Literaturhaus Frankfurt
22.05. Literaturhaus Stuttgart (Veranstaltungsort: Theaterhaus)
23.05. Literaturhaus München
24.05. Literaturhaus Zürich

Quelle: Literaturhaus.net