Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 33/2011

Platz 1 : Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Platz 2 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Platz 3 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 4 : Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Platz 5 : Das zweite Leben des Herrn Roos von Håkan Nesser

Platz 6 : Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus

Platz 7 : Wer Wind sät von Nele Neuhaus

Platz 8 : Eisige Nähe von Andreas Franz

Platz 9 : Die Dienstagsfrauen von Monika Peetz

Platz 10 : Schattenspiel von Charlotte Link

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Literaturverfilmung: Daniel Radcliffe in „Die Frau in Schwarz“ [Trailer]

Der junge Anwalt Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) reist in eine gottverlassene Gegend, um den Nachlass einer verstorbenen Klientin zu ordnen. In dem Haus mitten im Moor stößt er auf lang gehütete Geheimnisse und begegnet immer wieder einer mysteriösen Frau in Schwarz. Als er dann auch noch geheimnisvolle Stimmen hört, ahnt er, dass er einem grauenvollen Geschehen auf der Spur ist…

Der Trailer zum Film „The Woman in Black“ ist wirklich unheimlich und Daniel Radcliffe kaum wiederzuerkennen. Kinostart soll im Februar 2012 sein, bis jetzt steht noch kein deutscher Termin fest.

Die 69-jährige Susan Hill gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen Großbritanniens. Die Frau in Schwarz (orig. Titel The Woman in Black – 1982) zählt zu den bekanntesten Schauergeschichten und ist ein Dauerbrenner am Theater. Im Droemer Knaur Verlag erschien Anfang des Jahres eine Taschenbuchausgabe von „Die Frau in Schwarz„.

Amazon.de launcht Trade-In: gebrauchte Bücher gegen Gutscheine statt Bargeld

Seit dem 16.08.2011 stellt Amazon.de Kunden ein neues Geschäftsmodell zur Verfügung. „Trade-In“ heißt die neue Plattform, auf der gebrauchte Bücher verkauft werden können. Im Gegenzug erhalten Buchverkäufer statt Bargeld Amazon-Gutscheine, die nicht nur für neue Bücher, sondern für Produkte aus derzeit 25 Produktkategorien gültig sind. Die Handhabung ist denkbar einfach:

  • Kunden können sich unter www.amazon.de/trade-in über den Tauschwert des jeweiligen Buches informieren und anschließend ein vorfrankiertes Versandetikett ausdrucken, mit dem sie die Bücher kostenfrei einsenden können.
  • Nach Erhalt wird der Zustand der Bücher geprüft und dem Kunden anschließend der vereinbarte Wert gutgeschrieben.
  • Der Wert des Gutscheins wird automatisch auf das Gutscheinkonto des Kunden übertragen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Buch die Qualitätskriterien erfüllt – beispielsweise unbeschädigt ist, nur wenige Gebrauchsspuren aufweist und keine persönlichen Anmerkungen enthält.
  • Wird ein Buch bei der Prüfung aufgrund seines Zustands nicht als „gut erhalten†œ eingestuft, können Kunden sich entscheiden, ob die Bücher an sie zurückgeschickt werden sollen oder ob Amazon die Bücher für den Kunden entsorgen soll.
  • Der Eintausch-Preis für ein gebrauchtes Buch orientiert sich am Neupreis eines Buches sowie an der aktuellen Kundennachfrage.

Aktuell führt Jussi Adler-Olsens Thriller „Schändung“ die Liste der „Trade-In Topseller“ an. Neu kostet das Taschenbuch 14,90 Euro. Verkäufer, die ihre gut erhaltene Ausgabe über „Trade-In“  anbieten, erhalten einen Gutschein in Höhe von 4,90 Euro.  Auf dem Amazon MarketPlace bieten derzeit 18 Kunden ihre Ausgaben gebraucht zum Verkauf.

Der preiswerteste Anbieter verlangt 10,50 Euro plus 3 Euro Versandkosten. Warum sollte dieser Anbieter nun seine Ausgabe statt für Bargeld für einen Gutschein hergeben, der zudem mehr als 5 Euro unter dem Preis liegt, den er auf dem MarketPlace erzielen kann? Die Vorteile beim Verkauf über „Trade-In“ liegen darin, dass der Verkäufer, vorausgesetzt das Buch wird von Amazon akzeptiert, relativ schnell über den angebotenen Betrag verfügen kann. Mit dem Ausdruck des Versandetiketts und dem Verschicken des Buches ist der Vorgang abgeschlossen.

Auf dem MarketPlace hat man wesentlich mehr Arbeit mit dem Verkauf gebrauchter Bücher und zahlt in der Regel 0,99 Euro Gebühren. Abgesehen davon weiß man nie genau, ob und wann das angebotene Buch gekauft wird. Dennoch erscheint es völlig unrentabel, einen Bestseller wie „Schändung“ über „Trade-In“ anzubieten und auf 50% des Gewinns zu verzichten.

Für wie viel Geld Amazon nun die zurückerworbenen, gebrauchten Bücher neu anbietet, ist nicht bekannt. Ebenfalls ist nicht erkennbar, wie Amazon sie wieder zum Verkauf anbietet. Weiterhin bleibt abzuwarten, ob Amazon den MarketPlace nicht vielleicht ganz abschafft und das Geschäft mit den gebrauchten Büchern alleine betreibt. Der Vorteil für Amazon liegt klar auf der Hand. Der Onlinehändler bindet die Verkäufer über „Trade-In“ und generiert über die Gutscheine auf jeden Fall neue Umsätze.

Welche Auswirkungen das auf den Buchmarkt hat, ist noch gar nicht abzusehen.

 

Redakteure der Süddeutschen Zeitung streiken… mal wieder!

Die Süddeutsche Zeitung wird wieder bestreikt. Ein Großteil der SZ-Redaktion legte die Arbeit nieder, heißt auf der Titelseite der heutigen, sehr dünnen Ausgabe. Landkreisausgaben erscheinen gar nicht, der München- und Bayern-Teil wurde reduziert. Der Streik soll voraussichtlich noch andauern.

Wer die SZ täglich kauft, kann an solchen Tagen darauf verzichten. Für Abonnenten ist das nur nervig, weil man 2 Euro für etwas bezahlt, was man so nicht bestellt hat. Wenn die Fluglotsen streiken wollen, erfährt man davon über die Zeitung. Wenn Redakteure der SZ streiken, erhält man keine Hintergrundinformationen, zumal die Süddeutsche seit 2008 keine eigene Pressestelle mehr hat.

Es ist anzunehmen, dass es mal wieder ums Geld geht. Bereits im Mai 2011 wurde die SZ von ungefähr 150 der 300 beschäftigten Journalisten bestreikt. Es ging um Tarifkürzungen. Das Urlaubsgeld sollte für alle gestrichen werden, die Gehälter für Neueinsteiger auf nur 35.000 Euro festgelegt werden. Im Mai trennten sich die Gewerkschaft Ver.di und der Arbeitgeber ohne Ergebnisse.

Wahrscheinlich geht es nun in eine neue Runde, aber Genaues weiß man eben nicht.

Longlist zum Deutschen Buchpreis 2011

Heute wurden die 20 Favoriten für den Deutschen Buchpreis 2011 bekanntgegeben. Die Shortlist mit den sechs nominierten Autorinnen und Autoren wird am 14. September 2011 veröffentlicht.

Seit 2005 wird der „beste Roman deutscher Sprache†œ vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels (nebst div. Partner) ausgezeichnet. Er ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis wird am 10. Oktober 2011 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer verliehen. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht.

Die Nominierungen in alphabetischer Reihenfolge:

Volker Harry Altwasser, Letzte Fischer (Matthes und Seitz Berlin, September 2011)

Jan Brandt, Gegen die Welt (DuMont, August 2011)

Michael Buselmeier, Wunsiedel (Das Wunderhorn, März 2011)

Alex Capus, Léon und Louise (Hanser, Februar 2011)

Wilhelm Genazino, Wenn wir Tiere wären (Hanser, Juli 2011)

Navid Kermani, Dein Name (Hanser, August 2011)

Esther Kinsky, Banatsko (Matthes und Seitz Berlin, Januar 2011)

Angelika Klüssendorf, Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch, August 2011)

Doris Knecht, Gruber geht (Rowohlt.Berlin, März 2011)

Peter Kurzeck, Vorabend (Stroemfeld, März 2011)

Ludwig Laher, Verfahren (Haymon, Februar 2011)

Sibylle Lewitscharoff, Blumenberg (Suhrkamp, September 2011)

Thomas Melle, Sickster (Rowohlt.Berlin, September 2011)

Klaus Modick, Sunset (Eichborn, Februar 2011)

Astrid Rosenfeld, Adams Erbe (Diogenes, Februar 2011)

Eugen Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt, September 2011)

Judith Schalansky, Der Hals der Giraffe (Suhrkamp, September 2011)

Jens Steiner, Hasenleben (Dörlemann, Februar 2011)

Marlene Streeruwitz, Die Schmerzmacherin (S. Fischer, September 2011)

Antje Rávic Strubel, Sturz der Tage in die Nacht (S. Fischer, August 2011)
__________________________________________________________________________________________

Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint wieder das „Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2011“ mit Autorenporträts und Textproben. Das Buch ist ab kommender Woche in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich.

Abgehen davon gehen einige Autorinnen und Autoren der Longlist auf eine sogenannte Blind Date-Lesereise. Wer dann zu den folgenden Terminen sein Buch vorstellt, ist jeweils eine Überraschung.

Folgende Termine sind geplant:

25.08.2011, 20.00 Uhr
Die Schatulle, Osterholz-Scharmbeck

26.08.2011, 19.00 Uhr
Casa Kronast, Prien am Chiemsee
Veranstalter: Buchhandlung Hartel Lese-GmbH Prien

01.09.2011, 20.00 Uhr
Scheller Boyens, Heide

01.09.2011, 19.00 Uhr
Buchhandlung Tieke, Rathenow

07.09.2011, 20.00 Uhr
Altstadtschmiede Recklinghausen
Veranstalter: Buchhandlung Ulrike Musial

08.09.2011, 19.30 Uhr
Deutschordensschloss, Bad Mergentheim
Veranstalter: Buchhandlung Moritz und Lux

08.09.2011, 20.00 Uhr
Haus des Buches, Leipzig
Veranstalter: Haus des Buches / Buchhandlung Grümmer

09.09.2011, 20.00 Uhr
Museum & Galerie Aschingerhaus, Oberderdingen
Veranstalter: Buchladen am Roten Tor

12.09.2011, 19.30 Uhr
Alter Ratssaal, Menden
Veranstalter: Buchhandlung DAUB

13.09.2011, 20.00 Uhr
Dausien Weihl, Hanau

13.09.2011, 20.00 Uhr
Buchladen Sülzburgstraße, Köln

23.09.2011, 19.00 Uhr
Goethe-Institut Prag

Quelle: Deutscher Buchpreis