Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 21/2011

Platz 1 : House of Night 6: Versucht von Kristin Cast, P. C. Cast

Platz 2 : Todestoß von Karen Rose

Platz 3 : Marina von Carlos Ruiz Zafón

Platz 4 : Verwesung von Simon Beckett

Platz 5 : Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada

Platz 6 : Für Eile fehlt mir die Zeit von Horst Evers

Platz 7 : Dampfnudelblues von Rita Falk

Platz 8 : Der alte König in seinem Exil von Arno Geiger

Platz 9 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Platz 10 : Wie ein Licht in der Nacht von Nicholas Sparks

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

[adsense format=bild]

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 21/2011

Platz 1 : Wer Wind sät von Nele Neuhaus

Platz 2 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 3 : Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Platz 4 : Limit von Frank Schätzing

Platz 5 : Die Dienstagsfrauen von Monika Peetz

Platz 6 : Das verlorene Symbol von Dan Brown

Platz 7 : Daisy Sisters: Roman von Henning Mankell

Platz 8 : Der Sommerfänger von Monika Feth

Platz 9 : Das Labyrinth der Wörter von Marie-Sabine Roger

Platz 10 : Alte Liebe von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

[adsense format=text]

Literaturverfilmung: Naokos Lächeln von Haruki Murakami im Kino

Sinnlich und bildgewaltig

Am 30.06. 2011 startet die Verfilmung von Haruki Murakamis Bestseller „Naokos Lächeln“ in den deutschen Kinos. Im Original wurde Naokos Lächeln 1987 veröffentlicht, die deutschsprachige Übersetzung erschien erst 2003 im Btb Verlag. Insgesamt wurde der Roman in 33 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft.

2009 begannen in Japan die Dreharbeiten an der Verfilmung unter der Regie von Trần Anh Hùng („Der Duft der grünen Papaya“), der auch das Drehbuch schrieb. Die Musik zum Film entwickelte Jonny Greenwood. Die Schauspielerin Rinko Kikuchi ist in der Rolle der Naoko zu sehen, den Protagonisten Watanabe spielt Ken†™ichi Matsuyama.

Kurzbeschreibung
Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als die temperamentvolle Midori in sein Leben tritt, die all das ist, was Naoko nicht sein kann, muss Watanabe sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden …

Goethepreis der Stadt Frankfurt 2011 geht an Ali Ahmad Said alias Adonis

Der 81-jährige syrisch-libanesische Lyriker Ali Ahmad Said, der unter dem Künstlernamen Adonis (†Ø£Ø¯ÙˆÙ†ÙŠØ³†Ž) veröffentlicht, erhält den mit 50.000 Euro dotierten Goethepreis der Stadt Frankfurt. Frankfurt vergibt seit 1927, derzeit alle drei Jahre, den Goethepreis an Persönlichkeiten, die mit ihrem Schaffen bereits zur Geltung gelangt und deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist. Der Preis wird in Form einer auf Pergament geschriebenen, künstlerisch gestalteten Urkunde zur Feier des Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes am 28. August 2011 in Paulskirche in Frankfurt verliehen.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Siegfried Lenz (1999), Marcel Reich-Ranicki (2002), Amos Oz (2005) und zuletzt in 2008 die Choreografin und Ballettdirektorin Pina Bausch.

So wie Goethe im West-Östlichen Divan persische und arabische Dichtung bei uns heimisch machte, hat Adonis die Errungenschaften der europäischen Moderne in den arabischen Kulturkreis getragen. Adonis ist ein leidenschaftlicher Rebell gegen die geistige Erstarrung der arabischen Kultur„, teilte die Jury in der Begründung mit.

Adonis schloss nach dem Besuch eines französischsprachigen Lycées in Tartus 1954 sein Studium an der syrischen Universität Damaskus ab. 1955 wurde er wegen seiner Mitgliedschaft in der Syrischen Sozialen Nationalistischen Partei (SSNP) ein halbes Jahr inhaftiert. Danach ließ er sich mit seiner Frau im Libanon nieder, wo er 1957 zusammen mit Yusuf al-Khal und anderen renommierten Schriftstellern die avantgardistische „Literaturzeitschrift Schi’r“ (Poesie) herausgab. 1960 nahm er die libanesische Staatsbürgerschaft an. 1973 graduierte er an der Université Saint-Joseph in Beirut. In den folgenden Jahren lehrte er trotz des beginnenden Libanesischen Bürgerkriegs sowohl an der Université Saint-Joseph als auch an der staatlichen Université Libanaise in Beirut. Seit 1985 lebt er im Exil in Paris.

Adonis ist wohl der bedeutendste arabische Dichter der Gegenwart. Durch Rückgriff auf klassische arabische Dichter, die oftmals keine Tabus kannten und kritisch gegenüber der Religion waren, versucht er, diese Offenheit neu zu beleben. Neben seinen Gedichten erregte er durch seine kritischen Essays immer wieder Aufsehen in der arabischen Welt.

Zuletzt erschien von Adonis im Juli 2010 im S. Fischer Verlag eine Neuauflage von „Die Gesänge Mihyars des Damaszeners: Gedichte 1958 – 1965 in der Übersetzung von Stefan Weidner.

Quellen: Wikipedia, Börsenblatt

Georg-Büchner-Preis 2011 geht an Friedrich Christian Delius

Der 68-jährige deutsche Schriftsteller Friedrich Christian Delius erhält den Georg-Büchner-Preis 2011.

Der Büchnerpreis gehört zu den bedeutendsten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum, er wird jährlich an eine deutschsprachige Autorin oder einen Autor vergeben. Die Dotierung, die 1951 noch 3.000 DM betrug, wurde im Laufe der Jahre regelmäßig erhöht und beträgt in diesem Jahr erstmalig 50.000 Euro. Anlass für die Höherdotierung ist das Jubiläum „60 Jahre Georg-Büchner-Preis„, das die Deutsche Akademie in diesem Jahr feiert.
Gestiftet wird das Preisgeld von der Stadt Darmstadt, dem Land Hessen, dem Bund und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Friedrich Christian Delius wird als „kritischer, findiger und erfinderischer Beobachter der Geschichte der deutschen Bewusstseinslagen im 20. Jahrhundert“ gewürdigt. „Seine Romane und Erzählungen handeln von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart. Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und menschenfreundlichen Texte loten die historischen Tiefendimensionen der Gegenwart aus. Seiner souveränen Erzählkunst gelingt es, eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe zu verbinden mit einer humanen Sensibilität, die seine Figuren oft decouvriert, aber nie denunziert„, lautet die Begründung der Jury.

Zuletzt erschien von Friedrich Christian Delius im Juli 2009 im Rowohlt Verlag „Die Frau, für die ich den Computer erfand„.
Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute †“ und die Erfindung einer unmöglichen Liebe.

Glauben Sie mir, das Erfinden, auch das geht ja nicht ohne Eros. Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen … Die Frau, die Leibniz verstand. Die mich verstand. Die Frau, die mich erfand. Die mit mir den Computer … Die Frau, für die ich den Computer erfand … Das war sie und das ist sie und das wird sie immer sein, wenn dies Bekenntnis einmal in der Welt ist.“

Über den Autor
Friedrich Christian Delius, geboren am 13. Februar 1943 in Rom, in Hessen aufgewachsen, lebt heute in Berlin und Rom. Mit zeitkritischen Romanen und Erzählungen wie der Trilogie „Deutscher Herbst“ und „Die Birnen von Ribbeck“, aber auch als Lyriker wurde Delius zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren. Zu seinen bekanntesten Werken gehören unter anderem: „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“, „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“, „Die Flatterzunge“, „Der Königsmacher“ sowie „Mein Jahr als Mörder“ und „Bildnis der Mutter als junge Frau“. Bereits vielfach ausgezeichnet, erhielt Delius den Walter-Hasenclever-Literaturpreis, den Fontane-Preis und den Joseph-Breitbach-Preis.

Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Friedrich Christian Delius findet am 29. Oktober 2011 im Staatstheater Darmstadt statt.

Quelle: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung