Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 29/2010

Platz 1 : Alles Glück kommt nie von Anna Gavalda

Kurzbeschreibung
»Unterhaltungsliteratur vom Feinsten, gute Geschichte blendend erzählt, besser geht s nicht!« Elke Heidenreich
Charles Balanda, Ende Vierzig, ist ein erfolgreicher Architekt und glücklich mit seinem Leben. Bis er einen Brief bekommt, in dem nur drei Worte stehen: Anouk ist tot. Von da an ist nichts mehr, wie es war. Denn Anouk ist seine große Liebe gewesen, bis…? Was damals geschah, lässt Charles nicht mehr los. Er begibt sich auf Spurensuche und merkt, dass er sich eigentlich nach einem ganz anderen Leben sehnt. Ein wunderbares Feuerwerk an witzigen Dialogen und unvergesslichen Szenen. Ein Buch über das große Glück, die Schatten der Vergangenheit und über die ganz, ganz große Liebe.

Platz 2 : Der verborgene Garten von Kate Morton

Kurzbeschreibung
Ein verwunschener Garten, eine adlige Familie, ein dunkles Geheimnis
Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage †“ ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen.

Platz 3 : Eine ganz andere Geschichte von Håkan Nesser

Kurzbeschreibung
Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen im Finistère ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte Gesellschaft: zwei Paare und zwei Einzelkämpfer, alles in allem sechs Leute, die freizeitbedingt miteinander Freundschaft schließen. Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen sich ihre Wege, wie das ja oft der Fall ist. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich ein Gruppenbild, das ein oder andere Aquarell †“ und ein anonymes Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat. Denn fünf Jahre später beginnt jemand, sie zu töten, einen nach dem anderen, wobei die Morde Gunnar Barbarotti, Inspektor in Kymlinge, jeweils zuvor brieflich angekündigt werden. Der Fall erregt große Aufmerksamkeit in den Medien, die Polizei steht naturgemäß unter Druck. Der Mörder indes spielt Katz und Maus mit den Ermittlern †“ und erscheint unbegreiflicher und unberechenbarer als je zuvor. Was ist damals in der Bretagne wirklich passiert? Und warum bekommt ausgerechnet Inspektor Barbarotti die Briefe? Im zweiten Buch um Gunnar Barbarotti, „Eine ganz andere Geschichte†œ, begegnen wir erneut dem geläuterten Zweifler und Gott herausfordernden Mann, den wir bereits im Kriminalroman „Mensch ohne Hund†œ kennengelernt haben. Seine Berufskarriere erscheint ihm immer dubioser, während sein Privatleben plötzlich völlig neue Perspektiven aufweist.

Platz 4 : Das Böse in uns von von Cody Mcfadyen

Kurzbeschreibung
Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. Die Passagiere fühlen sich wohl. Auch Lisa. Bis sich ihr Nachbar zu ihr herüberlehnt und flüstert: „Lisa, ich werde dich jetzt töten.“ Nach der Landung findet die Besatzung Lisas Leiche. Die FBI-Agentin Smoky Barrett hat lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer? Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

Platz 5 : Die Nürburg-Papiere: Kriminalroman aus der Eifel von Jacques Berndorf

Kurzbeschreibung
Am Nürburgring sind mehr als 300 Millionen in gewaltigen Betongebirgen verbaut worden, die angeblich schnellste Achterbahn der Welt kostete mehr als zwölf Millionen Euro und ist nicht ein einziges Mal gefahren. Fachleute versprachen hoch und heilig, privates Kapital heranzuschaffen, und obwohl keiner auch nur einen einzigen Cent auftreiben konnte, wurden absurd hohe Beraterhonorare gezahlt.
Die Furcht der Eifeler Kneipenwirte, Pensionsinhaber und Hoteliers scheint berechtigt: Sie wurden von einer unbarmherzigen Clique von Managern rüde aus dem Geschäft gedrängt. Das Klima auf den Eifelhöhen ist zu Eis geworden. Niemand traut dem anderen, und selbst alte Freunde begegnen einander mit Misstrauen.
Eines Tages wird Claudio Bremm ermordet, der wichtigste Mann aus den Reihen der Manager, der härteste der harten Typen, der kälteste. Jemand streckt ihn brutal mit einer Maschinenpistole nieder, jemand, der ihn abgrundtief gehasst hat, jemand, der gesagt hat: Der muss weg!
Noch ehe die Mordkommission die Spuren im Wald sichern kann, stirbt ein zweiter Mann. Im Dörfchen Kirsbach, unweit der ältesten und bekanntesten Rennstrecke der Welt, stirbt der alte Bauer Jakob Lenzen einen grausamen Tod: Er wird mit einem Kopfschuss aus einer großkalibrigen Waffe in seinem Stall hingerichtet. Warum ausgerechnet der sanfte, kluge Jakob?
Zunächst kann niemand die Morde aufklären, die scheinbar nichts miteinander verbindet. Auch Siggi Baumeister, Emma und Rodenstock sind hilflos. Zu viele Spuren, zu viele Verdächtige, eine Unmenge glaubhafter Motive.
Schließlich wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Bei Regen und Eiseskälte wurde sie aus dem Auto gezerrt, erschossen, liegengelassen. Und zum ersten Mal zeigt sich so etwas wie ein roter Faden im Labyrinth der Nürburgring-Morde.

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Platz 6 : Verblendung von Stieg Larsson

verblendungKurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt. Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis. -> mehr Infos zu der Trilogie und zum Film

Platz 7 : Aprilgewitter von Iny Lorentz

Kurzbeschreibung
Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und voller Hoffnung brechen Lore und Fridolin nach Berlin auf. Hier tritt Fridolin einen bedeutenden Posten in einem Bankhaus an, und Lore erfüllt sich ihren großen Traum, mit ihrer Freundin einen Modesalon zu eröffnen. Doch bald muss sie erkennen, dass sie von den Damen der Gesellschaft geschnitten, ja dass ganz offensichtlich gegen sie intrigiert wird. Dann beginnt es auch noch in ihrer scheinbar so glücklichen Ehe zu kriseln, denn Fridolin hat eine alte Bekannte wieder getroffen – die Besitzerin des Edelbordells Le Plaisir

Platz 8 : Vergebung von Stieg Larsson

vergebungKurzbeschreibung
Wer suchet, der tötet
Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte.
Klappentext
†œLarssons Gespür für Timing und Spannung ist überragend.† taz
†œSo packend, dass man dafür Urlaub nehmen sollte!† TV Spielfilm
†œStieg Larssons erzählerische Virtuosität (…) lässt seine Trilogie weit über das Genre des Polit-Thrillers hinauswachsen: Sie ist ein großer Gesellschaftsroman.† Der Spiegel

Platz 9 : Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp von Virginia Ironside

Kurzbeschreibung
Ein bezauberndes, witziges Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind
Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen †“ sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben …
Vom Vergnügen, endlich nicht mehr jung sein zu müssen.
„Keine leeren Floskeln, keine leeren Entmutigungen. Sondern die Erfahrungen einer liebenswerten Frau, die um keinen Preis jünger sein möchte, als sie ist und gerade dadurch wesentlich jugendlicher erscheint als manche, die dem Jugendkult verfallen sind.“ (NDR 1 )

Platz 10 : Verdammnis von Stieg Larsson

VerdammnisKurzbeschreibung
Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt. Der neue große Roman des preisgekrönten Bestsellerautors Stieg Larsson. Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin „Millennium“ eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Hex Hall 01: Wilder Zauber von Rachel Hawkins [Jugend-Rezension]

Hex Hall 01: Wilder Zauber von Rachel Hawkins [Jugend-Rezension]

Um ihrer Freundin Felicia zu helfen, beschwört die 16-jährige Hexe Sophie Mercer einen Liebeszauber, der katastrophale Auswirkungen nach sich zieht.
Aufgrund dieses Vorfalls wird Sophie von ihren Eltern mit einem Aufenthalt in dem Internat Hecate Hall, auch Hex Hall genannt, bestraft. So muss die junge Hexe bis zu ihren 18. Geburtstag ihre Zeit dort verbringen. Dieser Ort ist für die junge Prodigien (das lateinische Wort für Monster und ein Sammelbegriff für Hexen, Feen und Gestaltwandler) zum Lernen erbaut worden. Gleichzeitig bietet er einen Schutz für all diejenigen, die einer Offenbarung ihrer Fähigkeiten erliegen und somit die gesamte Gemeinschaft der Prodigien in Gefahr bringen könnten.
Trotz anfänglicher Befürchtungen gegen das alte Gebäude und die „verkorksten†œ Schüler, freundet sich Sophie schnell mit ihrer neuen Zimmergenossin, dem Vampirmädchen Jenna an. Doch auch die Hexen Anna, Chaston und Elodie haben es auf die Freundschaft von Sophie abgesehen, um sie als neues Mitglied ihres Zirkels für sich zu gewinnen. Die junge Hexe erteilt dem Hexenzirkel jedoch eine Absage.
Zu allem Unglück verliebt sie sich ausgerechnet in den gutaussehenden Zauberer Archer Cross, den sie eigentlich nicht ausstehen kann und der zudem mit Elodie zusammen ist.
Von der Direktorin Mrs Casnoff erfährt Sophie Einzelheiten über ihre Familie väterlicherseits und einen weiteren Grund für ihren Aufenthalt in Hex Hall.
Nach einem Angriff auf Chaston, bei dem sie fast gestorben wäre, wird Jenna von dem Rest des Zirkels dafür verantwortlich gemacht. In der darauffolgenden Nacht begegnet Sophie ein Geist, der ihr helfen will, ihre wahren Kräfte z u entdecken.
Pünktlich zu Halloween werden die letzten Vorbereitungen für den anstehenden Balls gefällt, bei dem die friedliche Atmosphäre durch einen erneuten Angriff auf Anna mit einem Schlag zunichte gemacht wird. Wieder wird Jenna für diese Tat verdächtigt und dieses Mal auch vorerst von der Schule verbannt.
Sophie wird immer mehr in die Geschehnisse hineingezogen – bis ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Fazit
Das Buch „Hex Hall“ hat mich in den ersten Minuten in seinen Bann gezogen! Völlig vertieft konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und dachte mir immer, „okay, nur noch ein Kapitel†œ (woraus dann meistens doch ein paar mehr wurden 😉 ). Innerhalb von zwei Tagen habe ich das Buch vollständig gelesen und warte jetzt schon auf das Erscheinen des nächsten Bandes.
Der Inhalt wird durch flüssiges, abwechslungsreiches Schreiben dem Leser nahe gebracht und ermöglicht es, der Fantasie freien Lauf zu lassen.

Kurzbeschreibung
Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie klappt noch nicht so richtig. Als sie einer Mitschülerin helfen will, endet dies mit derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter sie an die Hecate Hall schickt, ein Internat für junge Hexen, Gestaltwandler und Feen. Dort teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Bald nach ihrer Ankunft versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel zu gewinnen. Und Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den traumhaft gut aussehenden Hexer Archer — den Herzensbrecher von Hecate Hall. Da werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt auf Sophies Zimmergenossin.

Über die Autorin
Rachel Hawkins wurde in Virginia geboren und ist in Alabama aufgewachsen. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Englischlehrerin und begann 2007 zu schreiben. Hex Hall – Wilder Zauber ist ihr Debüt als Fantasy-Autorin. Weitere Informationen unter www.rachel-hawkins.com

Die Taschenbuchausgabe umfasst 295 Seiten, ist im Juli 2010 erschienen und für 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der Lesekreis bedankt sich bei Bienchen für die anschauliche Buchbesprechung und beim EGMONT LYX Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Bienchen muss sich noch ein bisschen gedulden, denn die Fortsetzung „Hex Hall 02: Dunkle Magie“ von Rachel Hawkins erschient im März 2011.

Bestseller Jugendbücher Juli 2010

Platz 1 : Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl von Stephenie Meyer

Kurzbeschreibung
Hauptfigur des Romans ist Bree Tanner, ein Vampirmädchen, dem „Bis(s)†œ-Leser im dritten Band, „Bis(s) zum Abendrot†œ, bereits begegnet sind. Sie schildert ihre Reise mit einer Armee neugeborener Vampire, die aufgebrochen ist, um Bella Swann und die Cullens zu vernichten. Das neue Buch öffnet einen Blick auf die dunkle Seite von Bellas und Edwards Welt.
Stephenie Meyer: „Ich bin selbst ganz überrascht von diesem Roman. Als ich 2005 mit der Arbeit begann, war es einfach ein Versuch, der mir helfen sollte, die andere Seite von „Bis(s) zum Abendrot†œ zu verstehen. Ich dachte, daraus könnte vielleicht eine Kurzgeschichte werden, die ich auf meine Website stellen würde. Dann begann ich, an „The Twilight Saga: The Official Guide†œ zu arbeiten und dachte, dies wäre ein passender Ort für Brees Geschichte. Doch der Text wurde viel länger als ich zunächst geplant hatte, so dass schließlich ein Roman daraus entstanden ist.†œ
Mehr über „Bree Tanner“ findet sich hinter dem Link.

Platz 2 : Die Tribute von Panem 02. Gefährliche Liebe von Suzanne Collinsvon

Kurzbeschreibung
Spürst du, was sie wirklich fühlt?
Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod …
Die grandiose Fortsetzung des Bestsellers ‚Die Tribute von Panem Tödliche Spiele‘. Nominiert zum Book of the Year (Publishers Weekly)
‚Überwältigend!‘ (Stephenie Meyer)

Platz 3 : Ich war´s nicht! Gregs Tagebuch 4 von Jeff Kinney

Kurzbeschreibung
Greg hat Sommerferien, und die würde er am liebsten Video spielend im Wohnzimmer verbringen. Doch leider sieht das seine Mutter ganz anders und schickt ihn raus, damit er irgendetwas machen soll. Denn die Heffleys sind gerade knapp bei Kasse und machen Urlaub daheim. Aber was soll Greg bloß tun? Schlange stehen im Freibad und lange Autofahrten zum Wasserrutschenparadies ertragen? Das ist doch öde. Und dann beschließt Vater Heffley auch noch, sich einen Traum zu verwirklichen: Ein Hund soll her …

Platz 4 : Conni, Billi und die Mädchenbande von Dagmar Hoßfeld

Kurzbeschreibung
Freundschaft braucht manchmal Mut. Das muss Conni erfahren, als Billi ihre Hilfe braucht. Tanja aus der Parallelklasse benimmt sich einfach unmöglich. Sie tyrannisiert ihre Mitschüler – und plötzlich scheint es, als habe sie es besonders auf Billi abgesehen.
Was kann Conni tun?
Zum Glück gibt es ja noch Anna und Dina. Die Freundinnen können sich aufeinander verlassen.
Und dann ist da auch noch Phillip. Der taucht offenbar immer dann auf, wenn Conni ihn am nötigsten braucht!

Platz 5 : Saphirblau – Liebe geht durch alle Zeiten von Kerstin Gier

SaphirblauKurzbeschreibung
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

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Platz 6 : Gezeichnet. House of Night 1 von P.C. Cast und Kristin Cast

GezeichnetKurzbeschreibung
HOUSE OF NIGHT: die einzig legitime Nachfolge-Serie der Bis(s) Romane
Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampire, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampir ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampir sie ist eine Auserwählte der Vampirgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…
House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung – und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.

Platz 7 : Percy Jackson 02. Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan

Kurzbeschreibung
Percys siebtes Schuljahr verläuft einigermaßen ruhig – einigermaßen. Wenn da nicht diese Albträume wären, in denen sein bester Freund in Gefahr schwebt. Und tatsächlich: Grover befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Zu allem Übel ist Camp Half-Blood nicht mehr sicher: Jemand hat den Baum der Thalia vergiftet, der die Grenzen dieses magischen Ortes bisher geschützt hat. Nur das goldene Vlies kann da noch helfen. Wird es Percy gelingen, Grover und das Camp zu retten? Das dürfte für einen Halbgott wie ihn eigentlich kein Problem sein. Doch seine Feinde haben noch einige böse Überraschungen auf Lager …

Platz 8 : Erebos: Thriller von Ursula Poznanski

Kurzbeschreibung
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht †“ Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Platz 9 : Seelen von Stephenie Meyer

SeelenKurzbeschreibung
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig – nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält – und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat. Bis sie sich in Ian verliebt … Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern. (Mehr Infos, Trailer, Kommentare zu „Seelen„)

Platz 10 : Für alle Ewigkeit von Melissa Marr

Kurzbeschreibung
Seit Seth endlich mit seiner geliebten Ashlyn zusammen ist, will er nur eins: für immer bei ihr sein. Doch Ashlyn, die Sommerkönigin der Elfen, ist unsterblich – und die Ewigkeit wird sie nicht mit Seth, sondern mit dem schönen Elfenkönig Keenan verbringen. Es sei denn, es gelingt Seth, ebenfalls Unsterblichkeit zu erlangen …
Wild entschlossen sucht er sich Verbündete unter den unheimlichen, zum Teil bösartigen Elfen. Als er erfährt, dass nur die Königin des Lichts ihm seinen Wunsch erfüllen kann, macht er sich auf den Weg an ihren Hof. Doch weiß er noch nicht, welches Opfer von ihm erwartet wird …

Quelle: Buch aktuell

Black Dagger Ladies Online †“ Abschied [Kapitel 19]

Black Dagger Ladies Online

Abschied
Kapitel 19

Unser letzter Tag an Bord begann. Langsam wurde ich wach und fasste automatisch neben mich. Doch der Platz war leer. Duncan musste wohl schon aufgestanden sein. Als ich auf meine Uhr sah, ließ ich mich aufstöhnend zurück in die Kissen fallen und kuschelte mich nochmal unter die warme Decke. 6 Uhr war eindeutig zu früh! Doch an Schlaf war nicht mehr zu denken, denn in dem Moment flog die Tür auf und Duncan kam herein, ein volles Tablett auf einer Hand balancierend. Er stellte es mit einem lauten, fröhlichen „Guten Morgen mein Herz. Ich habe dir, oder vielmehr uns, Frühstück gemacht!†œ auf das Bett, direkt neben mich. Uh, laut und fröhlich geht eigentlich gar nicht vor der ersten Tasse Kaffee! Aber ich unterdrückte schnell eine unpassende Bemerkung, schluckte meine Morgenmuffeligkeit runter und setzte mich mit meinem Bambishirt vor das Tablett. Auf dem riesigen Bett war ja genug Platz, und so setzte er sich mit einem breiten Lächeln mir gegenüber. Er hatte schon geduscht und sich rasiert, der Duft seines After-Shaves wehte zu mir herüber. Seine schwarzen Haare hatte er im Nacken mit einem Lederband zusammengebunden und nur ein paar vorwitzige gelockte Strähnen hatten sich aus dem Zopf gelöst, seine dunklen Augen sahen mich strahlend und erwartungsvoll an, und seine sinnlichen Lippen lächelten immer noch und gaben seine ebenmäßigen Zähne frei. „Ich habe dir sogar Kaffee gemacht. Ich weiß ja, dass du erst nach der ersten Tasse ansprechbar bist.†œ Unwillkürlich erwiderte ich sein Lächeln. Oh, ich liebte ihn! Und dann blickte ich neugierig auf das Tablett. „Das, Angie, ist ein typisches schottisches Frühstück! Ich habe mir gedacht, ich stimme dich schon mal etwas auf meine Heimat ein†œ, klärte er mich auf. Als ich den Inhalt der Schüsseln und Platten genauer betrachtete, dachte ich jedoch nur… armes Schottland! In einer kleinen Schüssel lag, an manchen Stellen noch etwas glibberig, Rührei, das die Pfanne zu früh verlassen hatte, während der Speck, der auf einem Teller lag, schwarz wie die Nacht war. Dafür war der Toast noch weiß. Daneben, auf einer kleinen Platte, lag ein Fisch, komplett mit Kopf und Schwanz, und seine toten trüben Augen sahen mich traurig an! Das in einer kleinen Glasschüssel sollte wohl Porridge sein. Dicht daneben standen ein kleiner Krug mit einer undefinierbaren Flüssigkeit und ein Schälchen mit braunem Zucker. Aber das merkwürdigste war die graue Masse, die auf einer silbernen Platte lag – direkt neben dem Fisch. Das Zeug sah aus wie vergessen und nach Wochen wiedergefunden! Stumm zeigte ich darauf und sah ihn fragend an. „Das ist Haggis! Ja, normalerweise wird es warm gegessen, aber ich liebe es auch kalt, und daneben ist ein Kippers, das ist ein geräucherter Hering†œ, sagte er und fing an einen Teller mit dem Zeug zu füllen und stellte ihn vor mich hin. „Probier doch mal†œ, forderte er mich auf. Nicht in diesem Leben! Ich wusste, woraus das gemacht wurde und lehnte mit einem Lächeln dankend ab. Er zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Dann nicht, aber dir entgeht was!†œ Ganz sicher nicht! „Äh, Fisch zum Frühstück?†œ, fragte ich ihn und schüttelte mich innerlich. „Ja klar, schmeckt lecker!†œ Ungläubig sah ich ihn an, griff dann lieber schnell zu der großen Kaffeetasse, die schon einen kleinen Sprung hatte und nahm einen großen Schluck. Oh nein! Was war das denn? „Duncan? Das ist doch kein Kaffee, oder?†œ, fragte ich ihn entsetzt nachdem ich die Brühe mit Müh und Not runtergeschluckt hatte und ihr befahl, auch ja unten zu bleiben. „Doch, natürlich. Na ja, ich habe nur Löslichen gefunden. Der stand da ziemlich weit hinten im Schrank, und es war nur noch ein Rest†œ, grinste er mich entschuldigend an. Mh, das war vielleicht noch eine letzte Notration von irgendeinem Krieg oder so. Er schmeckte jedenfalls furchtbar. Also nahm ich schnell eine Gabel und sucht nach einem bisschen Rührei, das nicht ganz so glibberig war und steckte es mir in den Mund. Oh wie nett, er hatte es magenfreundlich ungewürzt und mit Schale zubereitet! Unauffällig schob ich es in meine Backe. Ich konnte das beim besten Willen nicht runterschlucken. Er machte sich währenddessen über die graue Masse her. Okay, mit dem Porridge konnte man nicht viel falsch machen, also nahm ich einen Löffel voll.

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Oh doch, man konnte, denn es schmeckte nach gehäckseltem Karton.  Also ab damit in die Backe zu dem Rührei. Vielleicht, wenn ich ordentlich Zucker drüberstreute? Gedacht – getan. Nur half das nicht viel, es schmeckte noch genauso schlimm, halt nur süß. Jetzt brauchte ich etwas, womit ich das runterspülen konnte, aber an den Kaffee traute ich mich nicht mehr ran. Suchend blickte ich über das Tablett. „Keinen Saft?†œ Oh, den habe ich vergessen, tut mir leid.†œ Dann eben nicht. Die Scones sahen sogar lecker aus, waren aber hart wie Pflastersteine. Und da mir meine Zähne lieb waren, ließ ich sie liegen. „Sind wohl von gestern übrig geblieben†œ, meinte er und aß seelenruhig weiter. Also griff ich zu dem Toast, brach ein großzügiges Stück ab, bestrich es mit etwas Orangenmarmelade und steckte sie mir in den Mund. Oh, oh… und schob das Stückchen schnell in die andere Backe. Ungetoastet schmeckte es grauenhaft und die Marmelade war mir zu bitter! Nur, wie wurde ich das ganze Zeug wieder los, und zwar möglichst unauffällig? In die Servierte damit ging nicht, weil er mich fast nicht aus den Augen ließ, aber vielleicht im Bad? Unterdessen spießte er ein Stück Speck auf seine Gabel und hielt es mir auffordernd vor den Mund. „Ist ein bisschen dunkel geworden, ich kenne mich mit dem Ofen nicht aus, aber man kann es noch essen†œ, sagte er entschuldigend und lächelte immer noch. Zögernd öffnete ich meinen Mund und … oh nein, Kohle! Gut das in der einen Backe noch Platz war. Plötzlich sah er mich misstrauisch an und fragte: „Schmeckt es dir nicht?†œ „Mmh†œ, nickte ich strahlend, denn sprechen konnte ich nicht mehr mit dem ganzen Zeug im Mund. Prüfend sah er mich an und seine Augen verengten sich. „Du siehst aus wie Ef-Ef!†œ „Bie ein Bämon?†œ, fragte ich ihn entsetzt, jede Vorsicht vergessend, dass ich ja noch den Mund voll hatte. „Nein, aber wie ein Hamster.†œ Oh! Da konnte ich nicht mehr und sah ihn nur traurig und bedauernd an. „Es schmeckt dir nicht!†œ, stellte er lakonisch fest. Langsam schüttelte ich den Kopf und sagte mit vollen Backen: „But mir leid†œ. Wortlos und mit unbewegter Miene reichte er mir eine Serviette. Dankbar ergriff ich sie und ließ den gesamten Inhalt meiner Backen darin verschwinden, knüllte sie zusammen und versteckte sie unter meinem Teller. Doch als ich in seine Augen blickte, sah ich auf einmal den Schalk darin aufblitzen. Er hatte seine Lippen fest zusammengekniffen und unterdrückte mühsam ein Lachen. Oh nein! Das konnte nicht wahr sein! Er hatte das alles mit Absicht gemacht! Ungläubig starrte ich ihn an. Dann stürzte ich mich mit einem Schrei auf ihn und boxte ihn spielerisch auf die Brust. „Oh wie gemein! Winsele um Gnade, du elender Schuft.†œ Lachend ließ er sich mit mir nach hinten auf das Bett fallen und rief: „Gnade, Gnade, aber dein Gesichtsausdruck war es wert!†œ Kichernd zwickte ich ihn in die Nase. Ich konnte ihm einfach nicht böse sein. Dann setzte er mich mit einer schnellen Handbewegung neben sich und sagte immer noch amüsiert: „Warte einen Moment. Ich habe da noch was…†œ Mit einem Satz war er aus dem Bett, schnappte sich das Tablett und schnell wie der Blitz öffnete er die Tür, stellte es in den Gang und schon war er mit einem neuen wieder auf dem Bett; wie immer in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Sofort stieg mir das köstliche Aroma frischen Kaffees in die Nase. Wunderbar! Dieses Tablett war ganz anders bestückt – Gott sei Dank! Der Kaffee war in einer silbernen Kanne, und der Toast lag in einem Körbchen unter einem Tuch, war goldbraun getoastet und sogar noch etwas warm. In einem Kristallschälchen befand sich cremig gerührter Joghurt mit frischen Früchten. Auf einer kleinen Porzelanplatte lag köstlicher Serrano Schinken, und direkt daneben eine Ecke Französischer Brie. Das Rührei sah sehr lecker aus und war mit frischen Kräutern zubereitet. Und da war auch der frisch gepresste Orangensaft. Vier verschiedene Sorten Marmelade und eine kleine Schüssel mit frischen, leuchtend roten Erdbeeren vervollständigten das kulinarische Bild. „Mit einem schönen Gruß von Tiago†œ, sagte er schmunzelnd. „Das ist ein Frühstück nach meinem Geschmack! Nicht wie diese schottische Grausamkeit! Nur eins ist schade, der scharfe Senf fehlt!†œ, bedauernd blickte ich ihn an. Grinsend zog er eine Tube aus der Tasche seines Morgenmantels. „Ach, und das ist nicht grausam?†œ „Nein, das ist lecker! Davon ein bisschen auf den Toast und dann den Brie drauf – mal probieren?†œ Lachend lehnte er ab.

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Dann machten wir uns langsam und genussvoll über die Köstlichkeiten her und plauderten dabei über die vergangenen letzten Tage an Bord. Nachdem er mir den dritten Kaffee eingeschenkt hatte, beobachtete ich ihn unauffällig über den Rand meiner Tasse. Er verzehrte gerade den Rest des Rühreis und sah einfach zum abbeißen aus. Wohliges Kribbeln breitete sich in meinem Körper aus. Mmh, er würde mein Nachtisch sein! Langsam stellte ich die Tasse ab und griff mir eine Erdbeere. Ich schloss meine Augen und biss aufreizend langsam hinein. Mh, köstlich! Süß und saftig. Ich leckte mir genussvoll über die Lippen und griff mit halb geöffneten Augen wieder in die Schale. Mit der zweiten ließ ich mir noch mehr Zeit und beobachtete ihn dabei. Er saß mir mit geöffnetem Mund gegenüber und starrte mich bewegungslos an. Und als ich mir den roten Saft lasziv von den Fingern leckte, fiel ihm das Besteck klirrend auf den Teller. Seine Augen funkelten verheißungsvoll und mit heiserer Stimme flüsterte er, während er das Tablett auf den Boden stellte: „Ich glaube, Bambi hat mir gerade zugezwinkert …!†œ
Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als wir in den kleinen Hafen von NS-Island einliefen. Es war ein sehr kleiner Hafen, er hatte aber genug Tiefgang, damit ein Schiff von der Größe der Seraphim problemlos anlegen konnte. Wir standen alle an Deck und beobachteten die Leute, die sich am Kai versammelt hatten, um uns zu begrüßen. Es war so schön, wieder nach Hause zu kommen. Und dann auch noch mit dem Partner, den man liebte. Verstohlen betrachtete ich Doc, die mit Cyrus und Tim etwas weiter weg stand. Sie wirkte sehr gefasst und schien sich auch zu freuen, obwohl die Umstände unserer Rückkehr leider ziemlich tragisch waren. Unten am Kai wurden wir schon von Sweetlife erwartet. Einige Männer, die uns gänzlich unbekannt waren, standen mit ernster Miene hinter ihr und betrachteten interessiert das Schiff. Einer von ihnen, ein kleiner etwas dicklicher Mann mit hochroten Wangen und verwuschelten Haaren, die in alle Richtungen abstanden, wirkten sehr aufgeregt. Er lächelte freundlich und winkte zu uns rauf. „Oh nein! Mythos! Der hat mir gerade noch gefehlt!†œ, flüsterte Duncan mehr zu sich selbst neben mir. „Mythos?†œ, sah ich ihn fragend an. „Ja, er ist der Sekretär des Gründers. Er ist sehr tüchtig und eigentlich ganz in Ordnung, er hält sich nur manchmal für sehr wichtig†œ, sagte er mit einem merkwürdig bissigen Unterton in seiner Stimme. Dann seufzte er und erklärte weiter: „Die anderen sind von unserem Orden und gestern aus Schottland eingetroffen. Sie werden sich um die Beisetzung kümmern, die ja heute Abend stattfindet.†œ Als die Gangway heruntergelassen wurde, eilte besagter Mythos als erster an Bord, dicht gefolgt von Sweetlife. Er hatte einen merkwürdig hüpfenden Gang und ging zielstrebig zu Jean, um ihm überschwänglich die Hand zu schütteln. Dabei strahlte er über das ganze Gesicht. Dann drehte er sich zu uns und sah mich mit einem prüfenden Blick an. Er streckte mir seine Hand entgegen mit den Worten: „Sie müssen Angie sein. Es freut mich ganz besonders…das ist ja… erstaunlich!†œ Ungeniert musterte er mein Gesicht. Als ich seine Hand schüttelte, fragte ich unsicher: „Kennen wir uns?†œ Ich wandte mich dabei an Duncan und sah gerade noch den drohenden Blick, den er ihm zuwarf, bevor er zu mir sagte: „Nein, woher auch. Er wird dich wohl mit jemandem verwechseln.†œ „ Ja, so wird es wohl sein†œ, erwiderte Mythos immer noch freundlich und ließ meine Hand los. „Komisch†œ, dachte ich noch leicht verwirrt, aber da ging er schon zu Lilli, verbeugte sich und sagte: „Majestät, es freut mich sehr, Sie kennen zu lernen.†œ Lilli wollte schon loskichern, riss sich aber im letzten Moment zusammen und erwiderte: „Danke, aber nennen sie mich ruhig Lilli.†œ Freundlich nickte er ihr zu und wandte sich dann an Lucy. Alle wurden mit Handschlag von ihm begrüßt, nur die Brüder bekamen noch einen leichten Schlag auf die Schulter. Ich konnte gerade noch beobachten, wie die anderen Männer leise und möglichst unauffällig unter Deck verschwanden. Dann umarmte uns auch schon Sweetlife der Reihe nach mit Tränen in den Augen und drückte uns so kräftig, dass ich Angst um meine Rippen hatte.

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Doc umarmte sie besonders lange und Kerstin ließ sie erst gar nicht wieder los. Dann trat sie einen Schritt zurück, drohte spielerisch mit dem Finger und sagte mit ihrer tiefen Stimme: „Mädels! Da schicke ich euch in den Urlaub und was passiert? Ihr legt euch mit den Dragons an und findet auch noch so nebenbei eure Gefährten.†œ Entschuldigend sah sie kurz zu Doc, doch schnell sprach sie weiter: „Ich bin so froh, euch alle heil und gesund wieder zu haben. Jetzt geht erst mal von Bord und begrüßt euer Zuhause. In ca. drei Stunden treffen wir uns dann im Foyer des Gästehauses zu einer kurzen Besprechung, alles andere haben die netten Herren vom Orden schon geregelt. Um euer Gepäck braucht ihr euch auch nicht kümmern. Meine Herren? Auch wenn der Anlass nicht so schön ist, möchte ich Sie doch herzlich willkommen auf NS-Island heißen. Ich habe Sie in unserem Gästehaus, das zugleich auch unser Hauptgebäude ist, untergebracht.†œ Sofort erhob sich murmelnder Protest von allen Seiten, und Sweetlife setzte mit einem lauten Lachen schnell hinzu: „Natürlich nur die Alleinstehenden unter Ihnen. Ich hoffe, Sie fühlen sich wohl auf unserer Insel.†œ Nach den freundlichen und einladenden Worten von ihr, gingen wir zusammen von Bord.
Jede von uns bewohnte einen eigenen kleinen Bungalow. Diese standen geschützt unter Palmen, nicht weit vom Strand entfernt. Sie waren alle gleich aufgeteilt und standen nahe beieinander. Man musste nur die Haustür öffnen und stand sofort in einem großzügigen Wohnzimmer mit integrierter kleiner Küche und einer Tür zur Garten-Terrasse. Das Schlafzimmer war dagegen eher klein, aber dafür bot mein Bett Platz für zwei Personen. Das angrenzende Bad war natürlich nicht mit den Bädern auf der Seraphim zu vergleichen, aber für uns war es ausreichend. Jede hatte ihr Häuschen nach ihrem persönlichen Geschmack eingerichtet. Eigentlich war ich immer sehr stolz auf mein großes Wohnzimmer gewesen, aber als Duncan den Raum betrat, wirkte es nur noch so groß wie eine Abstellkammer. Neugierig sah er sich um. „Na ja, es ist nicht groß und bietet wenig Luxus, aber es gehört mir, und ich liebe es†œ, sagte ich stolz zu ihm. Er umarmte mich und sagte leise: „Ich finde es schön hier. Eure Insel ist wirklich ein Traum, jedenfalls das, was ich bisher sehen konnte.†œ „Ja, ist sie auch. Wir haben auch keine Autos hier, weil wir alles bequem zu Fuß erreichen können. Unsere „Zwerge†œ sind ganz normale Angestellte, die uns versorgen, waschen putzen und so weiter. Sie bleiben auch auf der Insel, wenn wir einen Einsatz haben… Was ist?†œ, fragte ich ihn, als ich seinen entsetzten Gesichtsausdruck sah. „Keine Autos?†œ, rief er und fasste sich theatralisch an die Brust und verdrehte die Augen, „unmöglich!†œ Ich knuffte ihn lachend und bugsierte ihn in meinen Lieblings-Lesesessel. Der stöhnte zwar unter seinem Gewicht protestierend auf, hielt aber stand. Unser Gepäck war auch schon da. „Sieh dich ruhig um. Im Kühlschrank ist immer was zu trinken. Probier mal den Ice-Tea, der schmeckt einfach klasse! Ist ein Rezept von Lilli. Ich zieh mich schon mal um, dann zeige ich dir noch ein bisschen die Insel, bevor wir uns im Haupthaus mit den anderen treffen†œ, sagte ich zu ihm, bevor ich im Bad verschwand.
Wir standen alle in einer Reihe mit etwas Abstand zum Ufer des Edaloko-Sees, ein wenig erhöht, auf einer natürlichen Plattform aus Felsen und hielten uns an den Händen. Der kleine See lag genau im Innern der Insel und wurde von einigen Bäumen, Büschen und exotischen Blumen malerisch eingerahmt und von einer unterirdischen Quelle gespeist. Uns gegenüber, am Westufer, verschwand gerade die Sonne als glutroter Ball am Horizont hinter den wenigen Bergen, die auf der Insel zu finden waren. 2 Flöße lagen halb auf dem Wasser und warteten mit ihrer traurigen Fracht. Die Leichname von Norbert und Bowen waren in weiße Tücher gewickelt und lagen aufgebahrt auf einem Bett aus Reisig und kleinen Zweigen. Auf ihrer Brust war die Flagge des Ordens befestigt, die schwarze Orchidee. Am Nordufer hatten sich vor wenigen Minuten Moggovitor und Zorro materialisiert. Sie standen dort unbeweglich mit ernsten Gesichtern und trugen einen dunkelgrünen, bodenlangen Umhang mit geheimnisvollen goldenen Schriftzeichen. Moggovitor trug zusätzlich seine Krone, den schmalen Goldreif mit einer Sonne auf der Stirn. Die Brüder waren alle gleich gekleidet.

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Sie trugen ein weißes Rüschenhemd, schwarze Lederhosen und schwarze Stiefel. Jeder hatte noch einen schwarzen Seiden-Umhang mit einer Kapuze, die sie jetzt erst von ihren Köpfen geschoben hatten, um die Schultern gelegt. Wir Mädels trugen ebenfalls schwarze Lederhosen, weiße Blusen und eine schwarze Weste aus Leder. Dazu trugen wir unsere Stulpenstiefel. Die 10 fremden Männer des Ordens verzichteten auf den Umhang und standen jeweils zu fünft neben den Flößen. Duncan hatte eben seine kleine bewegende Rede beendet, als auf ein Zeichen von Mythos die Männer die Flöße mit langen Stangen vom Ufer abstießen. Gleichzeitig brannten plötzlich hunderte von Fackeln auf, die ringsum das Ufer säumten, als ob sie den beiden ihren letzten Weg erhellen wollten. Wie auf ein geheimes Zeichen wurde es auf einmal totenstill. Der Wind legte sich, das Vogelgezwitscher und jegliche Tierlaute verstummten – als wenn die Natur für einen Moment den Atem angehalten hätte. Langsam und träge trieben die Flöße eine Weile nebeneinander auf dem Wasser auf die Mitte des Sees zu. Als sie ihr Ziel erreicht hatten, drifteten sie etwas auseinander, und wie von Zauberhand hielten die Flöße abwartend ihre Position. Dann traten Drago, Cyrus, Jean, Gavin, Tim und Duncan aus unseren Reihen ans Ufer, spannten ihre riesigen Bögen mit den brennenden Pfeilen und schossen sie über den See zielgenau auf das trockene Holz, das sofort anfing zu brennen. Als die ersten Flammen gen Himmel schlugen, hoben die Schützen ihre Bögen über die Köpfe, brachen sie mit einem ohrenbetäubenden Knall in zwei Teile und legten diese auf den Sand. Mit versteinerten Mienen reihten sie sich wieder bei uns ein. Wie auf ein Kommando zogen wir alle gleichzeitig unsere Schwerter und hielten sie mit der Schneide an unsere linke Seite, also genau über unsere Herzen. Dann rammten wir sie mit beiden Händen, mit der Spitze voran, bis zur Hälfte vor uns in den Sand. Als wir uns wieder aufrichteten, sah ich auf der anderen Seite des Sees die Männer des Ordens wieder. Jeder von ihnen hielt eine Violine in der Hand und fing an zu spielen. Eine bittersüße und zugleich traurige Melodie klang über den See und übertönte das laute Prasseln und Knacken des Feuers. Diese Melodie war mir vollkommen unbekannt, trieb mir aber sofort die Tränen in die Augen. Auch Duncan neben mir schluckte schwer und tastete nach meiner Hand. Meine andere hielt Jane umklammert. Alle waren tief bewegt und suchten die Nähe des anderen, manche der Brüder wischten sich verstohlen über ihre Augen. Später erklärte mir Duncan, dass diese Melodie immer zu solchen Anlässen gespielt wurde. Als die Oberfläche des Sees wieder ganz glatt und still war und von den Flößen nichts mehr zu sehen war, überkam uns alle eine tiefe innere Ruhe. Nun konnten wir endlich mit dem schrecklichen Geschehen abschließen. Unsere Helden hatten ihren Frieden gefunden.
Als wir uns auf den Rückweg machten, sah ich wie Ef-Ef etwas in Janes Ohr flüsterte. Sie verdrehte nur die Augen und hielt mir den kleinen Kerl auf ihrer ausgestreckten Hand hin: „Hier Angie, das kleine Monster will nur von dir getröstet werden.†œ Mit hochgezogenen Brauen beobachtete sie wie Ef-Ef auf meinen Arm sprang und rief: „Aaah, mon dieu, es ist alles so furschtba` traurisch.†œ Mit seinen tränennassen schwarzen Knopfaugen sah er mich so herzzerreißend an, dass ich ihm vorsichtig mit einem Finger über seinen kleinen Kopf strich. „Och, der Arme. Ich wusste gar nicht, dass Hamster auch weinen können†œ, flüsterte ich Duncan zu. „Ah, naturellement! Isch `abe doch auch ein `erz, mon chèrie!†œ, rief er empört und schniefte laut. Dann schnappte er sich mit seinen kleinen Pfoten ein Stückchen von meinem Ärmel und schnäuzte sich lautstark. Ungläubig starrte ich ihn an: „Iiiih, das glaub ich jetzt nicht! Ef-Ef, du kleines Ferkel!†œ Duncan zog sofort sein Taschentuch hervor und wischte sorgfältig die Bescherung von meinem Ärmel. „Weiß eigentlich einer wie lange so ein Hamster unter Wasser schwimmen kann?†œ, fragte er seelenruhig. „Mit oder ohne Bleisocken?†œ, wollte Drago wissen. „Mh, tief oder weit?†œ, überlegte Nando laut. „Käme auf einen Versuch an†œ, meinte Gavin. „Sofort oder Jetzt?†œ, fragte Jean ruhig.

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Der Übeltäter quickte laut und sah sich hilfesuchend um. Doc nahm den Kleinen schnell wieder an sich mit den Worten: „Selbst schuld!†œ, und steckte ihn in ihre Tasche. Nach wenigen Schritten standen wir schon vor dem Haupthaus. Im Foyer saßen wir noch eine Weile zusammen, redeten über unsere Pläne und leerten so manche Flasche Rotwein. Schon am nächsten Tag sollte es früh losgehen. Drago und Kerstin wollten nach Neuseeland fahren und seine Familie besuchen, während Lucy und Gavin sich mit Raphaello auf den Weg nach Italien machen wollten, damit Lucy endlich ihre lang vermisste Familie kennenlernen konnte. Lilli und Nando hatten Pläne für Argentinien geschmiedet und Duncan und ich für Schottland. Nur Doc blieb auf der Insel mit Sweetlife. Ich wollte sie überreden mit uns zu kommen, aber Sweetlife hatte andere Pläne mit ihr. Welche das waren, sagten sie beide nicht. Das Schiff sollte noch einige Tage hier vor Anker liegen und dann nach Miami weiter fahren, um in der Werft gründlich überholt zu werden. Tim, Jean, Eric, Tiago und Cyrus gingen danach auch in ihren wohlverdienten Urlaub. Morgen wollten wir noch einmal alle zusammen hier frühstücken, bevor sich unsere Wege für einige Zeit trennen sollten. Es wurde doch noch ziemlich spät, bis wir uns zu unseren Bungalows aufmachten. In meinem Bett kuschelte ich mich an Duncan und schlief auch sofort ein. Ich träumte von Schottland und von Duncan.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, war es soweit. Wir hatten uns schon tränenreich voneinander verabschiedet, mit dem Versprechen, in Verbindung zu bleiben und uns regelmäßig anzurufen bis wir uns wieder trafen. Auf dem Rollfeld unseres kleinen Flughafens standen die Learjets des Ordens. Staunend betrachteten wir Mädels die fünf Maschinen, die hintereinander auf dem Rollfeld wartend in der Sonne glänzten. Unser Gepäck war schon an Bord. „Wow, gleich fünf!†œ, entfuhr es Doc, die uns bis hierher begleitet hatte. Duncan lachte nur und sagte: „Ja, die Sechste ist schon mit Mythos und den anderen unterwegs zurück nach Schottland. Diese sechs Learjets45 sind nur ein Teil unserer Flotte. Die erste Maschine fliegt Drago und Kerstin nach Wellington. Die zweite nach Rom, Nummer drei nach Buenos Aires und unsere ist die Nummer vier. Eine bleibt mit dem Piloten hier auf der Insel. So, nun lasst uns an Bord gehen.†œ Schnell drückten wir uns nochmal. Plötzlich wurde ich ziemlich nervös und meine Hände fingen an zu zittern. Doch Duncan nahm meine Hand, drückte sie beruhigend und zusammen bestiegen wir unsere Maschine nach Schottland.

***** ENDE***** von Teil Eins!

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Legende der Ladies

Angie und Zahlmeister: (Norbert Petersen †“ lernt Angie bei Abendessen kennen, verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm †“ alias Robert Pattinson) †“ später stellt sich raus †“ er ist ein Vampir und sie ist eine Hexe! Na ja, eigentlich ist sie nur eine halbe Hexe, ein Erbe ihrer Großmutter mütterlicherseits.
Angie und Jean de Castelle:1. Offizier: ( zwei Auftritte †“ 1. fängt Angie auf, als sie mit ihren High-Heels fast gefallen wäre, 2. Angie beschreibt kurz den tieferen Eindruck, den sie von ihm hat, Jean entpuppt sich später als Werwolf †“ alias George Clooney)
Angie und Duncan Thorpe: Magisch voneinander angezogen entwickelt sich die Liebe zwischen Angie und Duncan im Laufe der Story langsam aber unabänderlich weiter. Die beiden starken Charaktere prallen aufeinander wie Feuer und Wasser. Bleiben sie zusammen, oder hat das Schicksal für sie einen anderen Weg vorgesehen?
Meisterin im Kampf mit Messern, zieht damit Scheitel oder spaltet Schädel, ganz nach Bedarf. Angie kann unter günstigen Bedingungen auch fliegen, allerdings nur nüchtern, und sie sieht in der Dunkelheit genauso gut wie im Tageslicht.

Kate ist 175 Jahre alt, eine Vampirin und dementsprechend deutlich jünger – nämlich 26 Jahre
Kate und Kaptitän Crispin Bones: ( Auftritte mit Kate, einmal wimmelt er sie ab und dann sitzt sie auf seinem Schoß – in Bones schlummert ebenfalls ein Werwolf 😉 †“ alias Jackman)
Sie verbringt die beiden ersten Nächte an Bord der mit Bones. Bones wohnt in einem Glasraum oberhalb der Brücke.
Kate ist in technischen Dingen ein Ass. Sie repariert LKW und Schweizer Präzisionsuhren in kürzester Zeit und öffnet jedes Schloss im Handumdrehen. Sie befasst sich mit den Plänen zum Bau eines Rettungs-U-Bootes für die MS Seraphim. Kate verlässt die Schwesternschaft und begleitet Bones nach Miami, um das neue U-Boot zu testen.

Doc ist 235 Jahre alt und eine in Avalon geborene halbe Elfe oder besser gesagt eine „Merküre“ – also eine merkwürdige Zauberin eben 😉 (das Ergebnis der Beziehung einer Walküre mit dem keltischen Magier Merlin), bleibt allerdings für die Ewigkeit schlappe 28 Jahre.
Doc und Bowen McRieve (2. Offizier): mit Pistole im Hosenbund, ganz kurzer Auftritt zu Beginn, begleitet Doc, Doc hat ein Déjà-vu †“ und dann ein anregendes Meeting in ihrer Kabine mit Brüderschaftskuss nach Wodka-Absacker †“ alias WODKAGOTT – Bowen ist ebenfalls ein Vampir
In der zweiten Nacht dann, oh la la…
Doc und Cyrus, Barkeeper der Poolbar mit Badeschlüppi und Steward beim Dinner und zusätzlich Werwolf (alias Theo Theodoridis)
Doc ist die Chemikerin. Sie kann Messer und Sterne mit einer besonderen Substanz versehen, die bei Kontakt mit Blut den Gegner sofort für mindestens sechs Stunden bewegungsunfähig macht. Schleudert Energiebälle aus ihren Händen. Sie ist ebenfalls die Schamanin der Clique.

Kerstin und Tim Wiesel, athletischer Steward: ( 1 Auftritt mit kurzem Körperkontakt auf Kerstins Zimmer, dann nächtliches Treffen im und am Pool, mit anschließender Massage; Tim ist ein Werwolf 😉 , in der zweiten Nacht an Bord hat Vin eine leidenschaftliche Bettszene mit Kerstin †“ alias Vin Diesel)
Kerstin und Drago: Die Figur „Drago“ kommt in New Orleans neu ins Spiel. Drago ist ein Drache und ein Cousin von Angie. Ihr rettet er in einer brenzligen Situation das Leben und kommt danach mit an Bord der MS Seraphim. Um Drago gibt es ein dunkles Geheimnis, zunächst ein Mitglied der Bruderschaft, wurde er nach dem vermeintlichen Tod von Lindsay, einer Schwester des Clans, für deren Tod verantwortlich gemacht und vom Clan verstoßen. Schnell wird klar, dass er und Kerstin nicht nur durch die Fähigkeit des Gedankenlesens miteinander verbunden sind, auch körperlich ist die Anziehungskraft extrem stark.
Kerstin ist Kampfsportmeisterin und kann mit ihren schnellen, geschmeidigen Bewegungen jeden sofort kampfunfähig machen. Kerstin ist Sweetlifes Tochter und somit eine Viertelgöttin.

Mehr zu Drago: In New Orleans taucht Drago auf. Als Spitzel der Bruderschaft bei den Dragons eingesetzt, konnte er Angies Leben retten, als diese in Gefangenschaft geriet. Drago ist Angies Cousin und ein Gestaltenwandler und Drache. Vom ersten Moment an fühlen Kerstin und er eine starke Verbindung, sie können die Gedanken des jeweils anderen lesen und fühlen auch körperlich eine starke Anziehung. Es kommt zu einem Konflikt zwischen Tim und Drago. Angie versucht zu vermitteln….

Lilli ist eine richtige Waldelfe und im Moment ganze 343 Jahre alt und somit die Oma an Bord. 😉
Lilli und Dr. Fernando Zoom (Auftritt beim Dinner, sitzt neben Lilli und ist Schiffsarzt und Vampir †“ tauscht dann später heiße Küsse mit Lilli an Deck aus, wird aber von Angie gestört, Lilli verbringt die zweite Nacht mit ihm, möchte eigentlich nur Sex, hat Angst sich zu verlieben, da der Verlust ihrer früheren großen Liebe André sie traumatisiert hat, schafft es dann aber ihr Trauerzeit zu beenden und beschließt ihren „Nando heiß und innig zu lieben †“ alias Orlando Bloom). Fernando stammt aus Argentinien aus einer reichen Familie, Mutter Rinderzüchterin, Vater Arzt, Erziehung in der Schweiz, Studium in Havard
Lilli ist spezialisiert auf Computer, kann jeden Code knacken und läuft von Zeit zu Zeit, wenn sie sich gewaltig ärgert, oder ihre Gefühle in Wallung geraten, entsprechend der Farbe des Waldes, grün an. 😉 – Lilli stammt aus dem Teutoburger Wald, lebte bei den Hugenotten in Frankreich, saß im Kerker und landete schließlich in München, weil dort die Menschen sooooo nett sind. 😉 Lucy lernte sie auf Wanderschaft kennen, die restlichen Ladies traf sie in München in einer zwielichtigen Gegend – hm, was sie dort wohl gesucht haben.
Lilli erfährt im Laufe der Geschichte, dass sie eine Hüterin und Königin des Waldes und der Erde ist und die uralte Macht der Elfen bsitzt, die Kräfte der Natur zu rufen und zu beherrschen. Ihre Großmutter war eine Hüterin, und da Lilli die letzte weibliche Elfe aus ihrem Geschlecht ist, wurde diese Macht an sie vererbt.

Lucy und Gavin Dandy (Fitness-Trainer, trinkt Likör 42 und gibt Aerobic-Kurse, und ist ein Feuerelfe – alias David Gandy)
Lucy ist ein Findelkind und wächst unter ärmlichen Verhältnissen in einem Kloster in Rom auf. Im Alter von 15 Jahren haut sie dort ab, nachdem ihre Freundin Maria zu Tode gequält wurde. Nach langer Zeit der Wanderung durch Europa, lernt sie schließlich Lilli kennen. Lucy ist spezialisiert auf Computer, kann jeden Code knacken. Lucy gehört zu der Spezies der Katzen und hat dementsprechend 7 Leben, na ja, nicht ganz, das eine oder andere ist ihr schon abhanden gekommen.
Lucy und Gavin verlassen bei Kuba die Seraphim, um in Havanna weitere Erkundigungen über das Vorhaben der Red Dragon herauszufinden. Hier treffen sie unvermutet auf Lindsay.

Lindsay: Lindsay gehört zum Clan der Bruderschaft und war in ihrem Leben besonders Drago zugetan. Nachdem Drago wegen eines Auftrags weggeschickt wurde, nahm sie sich das Leben, indem sie von einer Klippe sprang. Ihre Leiche wurde allerdings nie gefunden. Unvermittelt taucht sei quicklebendig in Havanna während des Empfangs auf. Sie lässt Gavin ein geheimnisvolle Botschaft zukommen und bittet um ein Treffen.

Tiago, brasilianischer Mitarbeiter der Rezeption (alias Tiago Riani)

Duncan Thorpe †“ Anführer der †œSchwarzen Orchidee† †“ ein Vampir (alias Adrian Paul)

Eric von Castell †“ (alias Johnny Depp) Cousin von Duncan Thorpe und Verbindungsmann zu Sweetlife <- sitzt zu Hause am PC und wird bald wahnsinnig vor Stolz auf ihre tuffen Ladies an Bord der MS Seraphim. Sweetlife ist die Mutter von Kerstin und war irgendwie mit einem Gott oder Halbgott verheiratet – hm, aber was war sie nochmal selbst???

Mr. Hattori Hayabusa, ein japanischer Ninja, der für seine Schwert-Kampfkunst berühmt ist und den Ladies bei einem Japan-Auftritt als Dolmetscher gedient hat. Die Orchideen haben ihn halbtot gefunden, nachdem er von den den Dragons wegen möglicher Informationen über die Ladies und die Bruderschaft gefoltert wurde. Wird von Schiffsarzt Dr. Fernando Zoom wieder zusammengeflickt. Ist wieder relativ fit, möchte aber nicht nach Peru und gegen die Dragon zu kämpfen, sondern nach Japan zurück um wieder zu Kräften zu kommen.

Ef-Ef – sprechender Dämon in Hamster-Gestalt mit französischen Akzent. Ein Produkt von Docs nicht ganz ausgereiften magischen Kräften. Ist ziemlich frech, hört allerdings auf Doc und erkennt sie als Herrin an.

Don Goose (Gift- und Kampfzwerg) und Hack Vreße †“ auf jeden Fall feindlich gesinnt.

Moggovitor, genannt Vito – Aztekengott und mächtiger Dämon – Kontakt über Sweetlife – freundlich gesinnt (alias Viggo M.)

Quelle Fotos: Flickr.com

Lesungen der besonderen Art: Buch-Events mit RTL, Bastei-Lübbe und Thalia

Unverhofft wurde ich gestern Abend zu einem Weibsbild und kam in den Genuss einer ungewöhnlichen Lesung. Eine liebe Bekannte hatte Karten für die Veranstaltung bei einer Verlosung bei LovelyBooks gewonnen und mich spontan dazu eingeladen. Abgesehen davon, dass bei der Lesung der neue historische Roman „Der Eid der Kreuzritterin“ von Ricarda Jordan vorgestellt werden sollte, war ich im Hinblick auf den Ablauf der Lesung ziemlich ahnungslos. Als Adresse wurde mir die Welser-Kuche zu München in der Residenzstraße 27, direkt im Rückgebäude der berühmten Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz, genannt.

Auf den Eingang ins Kellergewölbe der Welser-Kuche verwies eine Werbetafel von Thalia. Unter dem Motto: „Gemeinsam mit RTL Bücher erleben“ veranstaltet der Privatsender neuerdings gemeinsam mit dem Bastei-Lübbe Verlag und Thalia Buch-Events. In Hürth bei Köln sorgte der Stoff von Cody Mcfadyens Thriller „Das Böse in uns“ in der Auftaktveranstaltung für filmreife Action beim Buch-Event. Gestern ging es nun ins Mittelalter.

Die ca. 70 interessierten Gäste wurden nach dem Hände waschen mit einer überdimensionalen Serviette versehen und dann größtenteils zu einem kräftigen Schluck Met aus dem Kuhhorn überredet.  Vielen ist das mittelalterliche Tafeln in der feinen Art des 15. und 16. Jahrhunderts wahrscheinlich schon bekannt, für mich war es das erste Mal. Nachdem wir alle zu Mannsbildern und Weibsbildern erklärt worden waren und unsere Knechte und Mägde uns mit einem Krug kühlen dunklen Bieres versorgt hatten, beförderte uns RTL-Moderator Wolfram Kons im historischen Gewand vom 16. Jahrhundert ins 12. Jahrhundert zurück.

Schließlich ging es in erster Linie um den „Eid der Kreuzritterin“ von Ricarda Jordan, und der beginnt in Mainz und Köln im Jahr 1212 und handelt von Konstanze, die nicht ins Kloster will und Gisela, die nicht mit einem Ritter verheiratet werden will. Hinter dem Pseudonym Ricarda Jordan verbirgt sich die 1958 in Bochum geborene Dr. Christiane Gohl, die derzeit unter dem weiteren Pseudonym Sarah Lark mit „Das Gold der Maori“ unter den ersten fünf der Spiegel-Bestseller-Liste zu finden ist.

Bei der Lesung haben wir die Autorin allerdings vermisst. Wolfram Kons entschuldigte ihr Fehlen wegen eines geplanten Urlaubs und stellte uns die Schauspielerin Dana Geissler, die im Laufe des Abends, jeweils zwischen den Menügängen, einzelne Passagen aus dem historischen Roman lesen sollte, vor.

Es dauerte immer eine gewisse Zeit, bis wir uns voll und ganz auf den vorgelesenen Text über Konstanze und Gisela und die Kinderkreuzzüge im 12. Jahrhundert konzentrieren konnten. Dank Dana Geisslers Professionalität, die sie sich als Schauspielerin und Sprecherin vieler Hörbücher angeeignet hat, gelang es schließlich doch.

Dazwischen gab es Walthers Minnesang, den die Künstler auch schon mal virtuos mit Deep Purples „Smoke on the water“ vermischten, …

… einen Thalia-Mitarbeiter, der doch glatt die Regeln vergaß und sich, statt von einem Weibsbild bedienen zu lassen, eigenhändig von den dargebotenen Speisen nahm, …

… die alle mit den Fingern gegessen bzw. geschlürft werden mussten.

nim gueten muets dis essen ein, so wird fol lobs dein reden sehn 😉

Und in der Tat – es war ein gelungener, äußerst lustiger Abend! Laut RTL sollen weitere Buch-Events in Berlin und Hamburg folgen. Ich bin gespannt, welche Bücher dabei eine Rolle spielen werden. Ken Follet könnte mit seinem neuen Roman „Sturz der Titanen„, der Ende September im Bastei-Lübbe Verlag erscheint, gute Chancen haben.

Karten für die Veranstaltungen können online bei Jollydays.de für 29,90 Euro bestellt werden.

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