Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, schlossen die Historikerin Dr. Marita Krauss und die Produktionsfirma Hofmann & Voges gestern vor dem Landgericht München einen widerruflichen Vergleich. Im Streit um Plagiatsvorwürfe gegen den ZDF-Film „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“ ist also eine Einigung in Sicht.

Danach erhält Krauss 15 000 Euro „als Abgeltung der wissenschaftlich-publizistischen Leistung, die in Auffindung und Darstellung des verfilmten Stoffes liegt“.  So seien alle etwaigen Rechte Krauss´ an der Verwertung des Films und eines Begleitromans abgegolten, sie erhebe keinen Plagiatsvorwurf. Hofmann & Voges können bis 18. März widerrufen.

Dr. Marita Krauss hatte dem Drehbuchautor Torsten Dewi und seiner Co-Autorin Katrin Tempel vorgeworfen, „sich ordentlich an ihrer Biografie über Hope Bridges Adams Lehmann (1855-1916) bedient zu haben“ und aus ihren Sachbüchern über eine der ersten deutschen Ärztinnen abgeschrieben zu haben.

Der historische Zweiteiler “Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf” wird zunächst am 19. März auf Arte ausgestrahlt. Das ZDF zeigt die je 90-minütigen Folgen am 22. und 24. März. Darin spielt Heike Makatsch die Rolle der Hope Bridges Adams, eine Pionierin der Frauenbewegung und erste Frau, die in Deutschland ein medizinisches Staatsexamen ablegt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

J.K. Rowling mit Plagiatsvorwurf konfrontiert: Willy the Wizard vs. Harry Potter

Die Familie des bereist 1997 verstorbenen britischen Autors Adrian Jacobs beschuldigt Rowling Figuren und Geschichten ihres Romans „Harry Potter und der Feuerkelch“ aus Jacobs´ Buch „Adventures of Willy the Wizard: Livid Land No. 1“ abgeschrieben zu haben.

Der britische Autor Jacobs habe seine Geschichte dem Literaturargenten Christopher Little angeboten, der hatte eine Veröffentlichung jedoch abgelehnt. Da Little inzwischen Rowling betreut, so die Kläger, müsse er ihr von „Willy dem Zauberer“ erzählt haben.

„Harry Potter und der Feuerkelch“ erschien 2000 bei Bloomsbury, das nur 36 Seiten umfassende Taschenbuch von „Willy the Wizard“ im November 1987 im Verlag Bachmann & Turner. In beiden Büchern sind die Protagonisten Zauberer und  nehmen an einem Zauberer-Turnier teil, das beide gewinnen. Weitere Übereinstimmungen sehen die Kläger u.a. darin, dass sowohl Harry als auch Willy in Zügen reisen.

„Diese Behauptung ist unbegründet und wird vehement verteidigt werden“, teilten die Sprecher des Bloomsbury Verlags in einer Stellungnahme mit.

Der Plagiatsvorwurf gegen Joanne K. Rowling wird voraussichtlich im nächsten Frühjahr verhandelt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung v. 22.02.2010