Lesestöckchen: Wieso, weshalb, warum?

StockkampfDon Farrago hat mir ein Lesestöckchen zugeworfen und ich habe es gerade so zwischen Tür und Angel erwischt. Deshalb fallen die Antworten leider auch etwas kürzer aus.

Ich lese gerade:
Niemand der mit mir geht von Nadine Gordimer und freue mich auf die Wassermusik von T. C. Boyle, die direkt darunter liegt

Drei Bücher, die mich immer wieder faszinieren:
Eigentlich fasziniert mich ein Buch nur ein Mal. Sowohl „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger als auch „Siddhartha“ von Hermann Hesse, die ich beide erst kürzlich „neu“ gelesen habe und vor langer Zeit sehr faszinierend fand, erwiesen sich als fad.

Ein Buch, das ich ausdrücklich nicht empfehle:
39,90 von Frédéric Beigbeder – *würg…

Drei Autoren, die ich für preiswürdig halte (unabhängig von evtl. tatsächlich erfolgten Preisverleihungen):
Frank Schulz für „Morbus Fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien“, Siri Hustvedt für „Was ich liebte“, Margriet de Moor für „Sturmflut“ – puuh, die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, habe versucht etwas Aktuelles auszusuchen…

Mein Lieblingsgedicht:
Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken,…“ein Liedtext der deutschen Rockgruppe Novalis

Ort und Stellung zum genußvollen Lesen:
Am liebsten in Bauchlage im Bett und das auch mehrere Stunden lang.

Ernährung während des Lesens:
nix 🙂
So, und nun reiche ich das Stöckchen weiter an Ludger, den es hoffentlich nicht am Kopf trifft (verspreche auch das Krimistöckchen zu holen), an Dr.Sno*, der es bestimmt sehr originell beantwortet, an die Steuertusse, die hoffentlich nach ihrem Urlaub nicht nur noch mit Fernsehauftritten beschäftigt ist und an Jaromir, über dessen Geschichte auf dem ZVABlog ich mich köstlich amüsiert habe.

KrimiWelt-Bestenliste im September

Platz 1 : Kalteis von Andrea Maria Schenkel
Platz 2 : Die feine Nase der Lilli Steinbeck von Heinrich Steinbeck
Platz 3 : Little Scarlet von Walter Mosley
Platz 4 : Feuertod von Astrid Paprotta
Platz 5 : Der Atem des Jägers von Deon Meyer
Platz 6 : Ciao Papá von Juan Damonte
Platz 7 : Der stille Schüler von Robert B. Parker
Platz 8 : Das Schweigen von Jan Costin Wagner
Platz 9 : Die Hülle des Schmetterlings von Sergej Kusnezow
Platz 10 : Der Mandant von Michael Connelly

Quelle: mit Kurzbeschreibung unter krimiblog.de

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 35

Platz 1 : Harry Potter and the Deathly Hallows von Joanne K. Rowling
Platz 2 : Millionär Tommy Jaud
Platz 3 : Kalteis von Andrea Maria Schenkel
Platz 4 : Tannöd von Andrea Maria Schenkel
Platz 5 : Die italienischen Schuhe von Henning Mankell
Platz 6 : Am Strand von Ian McEwan
Platz 7 : Kalte Asche von Simon Beckett
Platz 8 : Harry Potter und der Halbblutprinz von Joanne K. Rowling
Platz 9 : Blutmale von Tess Gerritsen
Platz 10 : Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 35

Platz 1 : Die Chemie des Todes von Simon Beckett
Platz 2 : Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda
Platz 3 : Ohne ein Wort von Linwood Barclay
Platz 4 : Glennkill von Leonie Swann
Platz 5 : Totgeglaubte leben länger von Kathy Reichs
Platz 6 : Das Wunder eines Augenblicks von Nicholas Sparks
Platz 7 : Vollidiot von Tommy Jaud
Platz 8 : Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
Platz 9 : Hector und die Geheimnisse der Liebe von Francois Lelord
Platz 10 : Der Weltensammler von Ilija Trojanow

Der schönste erste Satz von Siefried Lenz

Sie lagen und lagen fest bei den wandernden Sandbänken.

Das Feuerschiff von Siegfried Lenz

Siegfried lenzSiegfried Lenz, geboren am 17. März 1926 Sohn eines Zollbeamten in Lyck, Ostpreußen, ist ein deutscher Schriftsteller und einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur.
Nach dem Notabitur 1943 wurde er zur Marine eingezogen.

Nach Unterlagen des Berliner Bundesarchivs ist Lenz in der Zentralkartei der NSDAP mit dem Beitrittsdatum 12. Juli 1943 verzeichnet. Lenz will davon nichts gewusst haben.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs desertierte er in Dänemark und geriet auf seiner Flucht in Schleswig-Holstein in Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Entlassung besuchte er die Universität Hamburg, um dort Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft zu studieren. Sein Studium brach er allerdings vorzeitig ab und wurde Volontär bei der Tageszeitung Die Welt und von 1950 bis 1951 Redakteur dieser Zeitung. Dort lernte er auch seine zukünftige Ehefrau Liselotte (gestorben am 5. Februar 2006) kennen. Die Ehe wurde 1949 geschlossen.

1951 unternahm Siegfried Lenz eine von dem Honorar für seinen ersten Roman (Es waren Habichte in der Luft) finanzierte Afrikareise nach Kenia. Über das, was er in dieser Zeit erlebte, unter anderem den Mau-Mau-Aufstand, schreibt er in seiner Geschichte Lukas, sanftmütiger Knecht.

Siegfried Lenz lebt seit 1951 als freier Schriftsteller in Hamburg und war Mitglied des Literaturforums „Gruppe 47†œ. Gemeinsam mit Günter Grass engagierte er sich für die SPD und unterstützte die Ostpolitik Willy Brandts. Zur Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages wurde er 1970 sogar nach Warschau eingeladen.

Siegfried Lenz ist seit 2003 Gastprofessor an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität.

Das FeuerschiffDas Feuerschiff
»Es sind traurige, oft schwermütige Geschichten, in denen häufig von Niederlagen erzählt wird. Aber schon durch ihre formale und sprachliche Abrundung verbreiten diese in sich schlüssigen kleinen Kunstwerke Stetigkeit und Ruhe. Mag sich auch Furchtbares oder Grausames ereignen – letztlich geht von ihnen immer etwas Tröstliches aus. Der gelassene Beobachter des Lebens, der besinnliche Zweifler ist ein heimlicher Optimist … Nicht Kämpfer sind die wichtigsten Gestalten von Lenz, sondern eher passive Naturen, die sich verfolgt und bekämpft sehen. Dem Gleichmut der Welt möchten sie ihren eigenen Gleichmut entgegensetzen. Sie fliehen, sie wehren sich, sie versuchen, noch einmal Widerstand zu leisten. Sie treten sogar in Rivalität zur Welt – aber nur, um auszuharren. Sie wollen lediglich das Leben bestehen, sich gegen die auf sie einstürmenden Mächte verteidigen. Es sind immer Menschen in der Defensive, Opfer der zeitgeschichtlichen Verhältnisse oder des Lebens schlechthin.« (Marcel Reich-Ranicki)