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Edition Elke Heidenreich – Neuerscheinungen in 2010

3. August 2010 | Von | Kategorie: Bücher

Edition Elke Heidenreich – Neuerscheinungen in 2010

Zwei ungleiche Rivalen: Puccini und Franchetti von Helmut Krausser

“Das soll ein Sachbuch sein? Es liest sich wie der spannendste Roman: zwei hochbegabte, verrückte Komponisten im selben Land, zur selben Zeit, und der eine – Puccini – wird weltberühmt, der andere – Franchetti – vergessen. Warum?” (Elke Heidenreich )

Kurzbeschreibung
Die Doppelbiografie zweier exaltierter Musiker und Lebemänner

Baron Alberto Franchetti war Giacomo Puccinis größter Rivale. Mit Opern wie “Asrael“, “Cristoforo Colombo” oder “Germania” feierte er internationale Erfolge und galt als Verdis Nachfolger. Was seine Vorliebe für Automobile und seine Erotomanie angeht, übertraf er Puccini noch um ein Vielfaches. Während dieser mittellos geboren wurde, entstammte Franchetti einer der reichsten Familien Italiens. Seine Duelle, Autorennen und skandalösen Ehen füllten die Klatschspalten der italienischen Presse. Doch während sich Puccinis Ruhm stetig steigerte, sank Franchettis Stern plötzlich ohne erkennbaren Grund. War es das Aufführungsverbot der Faschisten oder waren es die sinistren, an Wagner erinnernden Kompositionen, die ihn ins Abseits führten, während Puccinis luzide Opern noch heute in aller Welt aufgeführt werden? Eine spannende Spurensuche, romanhaft erzählt.

Minutiös recherchiert, stilistisch brillant, intelligent und unterhaltsam erzählt.

Die gebundene Ausgabe umfasst 224 Seiten und erscheint am 09.11.2010 in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann.

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Ein Traum von Musik: 46 Liebeserklärungen an die Musik von Elke Heidenreich

“Liest man diese ehrlichen, klugen und bewegenden Beiträge, so offenbart sich bei aller Vielfalt, dass Musik für alle Menschen dasselbe bedeutet: Glück, Trost, Lebensbegleitung, ja: es ist eine Liebesgeschichte.” (Elke Heidenreich )

Kurzbeschreibung
Persönliche, berührende, spannende, humorvolle Geschichten

Liebe und Musik sind im Leben von Elke Heidenreich nicht voneinander zu trennen. Wie ein Leitmotiv durchziehen Musiker ihr (Liebes-) Leben, und sie weiß davon in ihrer mitreißenden und humorvollen Art zu erzählen. Doch auch die fünfundvierzig anderen Autorinnen und Autoren haben eine ganz besondere Beziehung zur Welt der Töne und Harmonien. Und es sind erstaunliche, bewegende, abenteuerliche, spannende und amüsante Geschichten, die so unterschiedliche Menschen wie Senta Berger, Campino, Axel Hacke, André Heller, Hans Werner Henze, Dieter Hildebrandt, Udo Jürgens, Ursula von der Leyen, Reinhard Mey, Isabella Rossellini, Volker Schlöndorff, Christian Ude, Roger Willemsen u.v.a. mit großer Offenheit schildern.

Über die Herausgeberin
Elke Heidenreich lebt in Köln. Sie hat jahrelang für Radio und Fernsehen gearbeitet, als Drehbuch- und Hörspielautorin, Talkmasterin, Literaturexpertin, früher auch als Kabarettistin. Seit 1992 schreibt sie Erzählungen für Erwachsene („Kolonien der Liebe“, „Der Welt den Rücken“) und ab und zu ein Kinderbuch („Nero Corleone“, „Sonst noch was“). Ihre Arbeit gilt der Literatur und der Musik: an der Kölner Kinderoper wirkte sie zwölf Jahre lang mit. Beide Leidenschaften vereinigt sie seit 2008 in ihrer Rolle als Herausgeberin der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann.

Die gebundene Ausgabe umfasst 384 Seiten und erscheint am 30.08.2010 in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann.

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Musik ohne Grenzen von Edward W. Said

“Der pulsierende Rhythmus von Saids Worten, gepaart mit beeindruckender Kühnheit und Fingerspitzengefühl, eröffnet eine prächtige Vielfalt seltener Juwelen, die es aufzuspüren gilt. Said war ein Denker, der für sein Thema brannte – er bietet eine spannende Lektüre.” (The Times Higher Education)

Kurzbeschreibung
Saids scharfsinnige und brillant geschriebene Texte zur Musik
Edward W. Said war nicht nur einer der wichtigsten Intellektuellen des ausgehenden 20. Jahrhunderts, er war auch ein hoch geschätzter Musikkritiker. Dieser Band versammelt Texte zur Musik, die er in dreißig Jahren schrieb. Bei seinen Betrachtungen setzt er Komponisten, Interpreten und Musikstücke stets in Beziehung zu sozialen, politischen und kulturellen Überlegungen. Ob er über Mozart, das Verbot, in Israel Wagner zu spielen, oder seinen Weggefährten Daniel Barenboim schreibt, immer ist sein Ansatz interdisziplinär. Erfrischend deutlich ist auch sein Urteil als Kritiker: So klassifiziert er die Opernaufführungen von Pavarotti als »ein Minimum an Intelligenz und ein Maximum an übersteuertem Lärm«, während er Glenn Goulds Pianokunst göttlich nennt. Mit seinen scharfsinnigen Überlegungen zum Stand der Musik im anbrechenden 21. Jahrhundert hat Edward W. Said Maßstäbe gesetzt.
Mit einem Vorwort von Daniel Barenboim.

Über den Autor
Edward Said wurde 1935 in Jerusalem geboren, verbrachte aber den Großteil seines Lebens in New York. Nach dem Studium in Princeton und Harvard wurde er Professor für Englische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaften an der New Yorker Columbia University. Seit 1986 fungierte Said als Musikkritiker bei Amerikas politischem Wochenmagazin The Nation. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter „Kultur und Imperialismus“, und schrieb regelmäßig für Zeitschriften in Europa, Asien und im Nahen Osten, darunter Le Monde diplomatique oder The Guardian. Mit seinen Veröffentlichungen über die Frage nach der Selbstbestimmung Palästinas fand er ein internationales Publikum. Edward Said, der in klassischem Klavier ausgebildet war und mit Daniel Barenboim das West-Eastern Divan Orchestra gründete, verstarb 2003 nach langer schwerer Krankheit in New York.

Die gebundene Ausgabe umfasst 416 Seiten und ist am 30.08.2010 in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann erschienen.

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Coco Chanel & Igor Strawinsky: Roman von Chris Greenhalgh

Kurzbeschreibung
Ein einfühlsamer, sinnlicher und atmosphärisch dichter Roman über die Liebe zweier exzentrischer Künstlerpersönlichkeiten

1913 findet in Paris die Uraufführung des Balletts „Le sacre du printemps” statt. Der Komponist, Igor Strawinsky, wird für seine radikal neue Musik ausgepfiffen. Doch im Publikum ist eine Frau, die von den dissonanten Rhythmen wie berauscht ist und spürt, dass diese Musik genauso bahnbrechend modern ist wie ihre Modekreationen: Coco Chanel. Es vergehen sieben Jahre, bis der Choreograf Sergej Diagilew Coco mit dem inzwischen aus Russland nach Paris geflohenen Igor Strawinsky bekannt macht. Coco Chanel lädt den mittellosen Komponisten ein, mit seiner lungenkranken Frau und den Kindern in ihrer luxuriösen Villa in Garches zu wohnen und dort in Ruhe sein Frühlingsopfer zu überarbeiten, während sie mit Chanel Nr. 5 das erste synthetische Parfüm kreiert. Hier entspinnt sich eine leidenschaftliche und höchst delikate Liebesaffäre zwischen den beiden exzentrischen Künstlern …

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit: Coco Chanel und Igor Strawinsky hatten tatsächlich eine Affäre.

Über den Autor
Chris Greenhalgh, geboren 1963 in Manchester, schrieb Gedichte, für die er 1992 mit dem Gregory Award ausgezeichnet wurde, und eine Abhandlung über postmoderne amerikanische Dichtung. Sein Roman „Coco Chanel & Igor Strawinsky” wurde von Jan Kounen mit Chanel-Model Anna Mouglalis verfilmt und lief als Abschlussfilm auf den Filmfestspielen in Cannes 2009.

Die gebundene Ausgabe umfasst 352 Seiten und ist am 15.03.2010 in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann erschienen.

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Wohnquartett mit Querflöte: Roman von Wolfgang Rüb

Kurzbeschreibung
Eine geistreiche und augenzwinkernde Satire über das Nachwendedeutschland und seine Bewohner

Lenz und Renate, zwei arbeitslose ostdeutsche Chemiker, haben eine Jugendstilvilla geerbt, würden aber viel lieber die Welt sehen. Also verkaufen sie das Haus einem westdeutschen Ehepaar und ziehen in ihren alten Plattenbau zurück. Statt zu verreisen, streifen sie nun um ihr ehemaliges Haus herum – bis sie eines Tages über den Zaun steigen … Als sie ertappt werden, bitten die neuen Besitzer sie sogar, auf die Villa aufzupassen! Dabei freunden sich Lenz und Renate mit dem kauzigen Bewohner der Nachbarvilla an, einem Querflötisten, der nichts mehr hasst als Musik. Trotz aller Weltläufigkeit gelingt dem Westehepaar jedoch nicht alles: Der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Selbst in dieser heiklen Lage erweist sich die ménage à quatre als Lösung des Problems …

Diese urkomischen “Wahlverwandtschaften” sind eine scharfzüngige Parabel auf Deutschland zwanzig Jahre nach der Wende.

Über den Autor
Wolfgang Rüb, geboren 1952, wuchs bei Freyburg an der Unstrut auf. Er studierte am Institut für Lehrerbildung in Weißenfels und arbeitete bis 1985 als Musik- und Deutschlehrer. Seither unterrichtet er an der staatlichen Musikschule in Weißenfels Klavier. Wolfgang Rüb hat bereits Erzählungen veröffentlicht und 2001 bei Reclam Leipzig den Roman „Konzert für Stubenfliege und Orchester“. Der Autor wohnt mit seiner Frau in einem alten Pfarrhaus in Freyburg und schreibt an seinem dritten Roman.

Die gebundene Ausgabe umfasst 352 Seiten und ist am 01.03.2010 in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann erschienen.

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Leb wohl, Shanghai: Roman von Angel Wagenstein

Kurzbeschreibung
Ein bewegender und mitreißender Roman über das Schicksal jüdischer Musiker

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs können sich das Musikerehepaar Elisabeth und Theodor Weisberg und die junge Schauspielerin Hilde Braun aus Deutschland nach Shanghai retten. Zu jener Zeit ist diese Stadt ein Ort der Extreme: Märchenhafter Reichtum existiert neben bitterstem Elend, schreckliches Leid neben ausgelassenem Vergnügen. Die jüdischen Flüchtlinge müssen entweder hungern oder sich mit einem improvisierten Leben jenseits von Glanz und Ruhm arrangieren. Untergebracht in einem Massenschlafsaal verliert Elisabeth Weisberg fast den Verstand. Hilde Braun hingegen wird, weil sie “arisch” aussieht, Sekretärin bei der deutschen Botschaft. Als sie geheime Informationen aus Berlin an den Widerstand weiterleitet, begibt sie sich in Lebensgefahr …

Mit großer Erzählkraft entspinnt Wagenstein eine Fabel von Leben und Tod, Liebe, Mut und Menschlichkeit in finsteren Zeiten.

Der Autor gilt als einer der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts.

Über den Autor
Angel Wagenstein wurde 1922 als Sohn einer jüdischen Handwerks-Familie in Plowdiw, Bulgarien geboren. Er verbrachte seine frühe Kindheit in der Emigration in Paris. Während des Zweiten Weltkriegs entging er als Insasse eines Arbeitslagers nur knapp dem Tod. Nach 1945 wurde Wagenstein einer der Mitbegründer der bulgarischen Filmkunst. Der Autor von mehr als 50 Drehbüchern erhielt zahlreiche Auszeichnungen und arbeitete mit den maßgeblichen Regisseuren des Nachkriegskinos in West- und Ostdeutschland zusammen. 1995 wurde Wagenstein von François Mitterand für seine antifaschistische Tätigkeit als „Offizier der Ehrenlegion“ ausgezeichnet. Angel Wagenstein ist einer der letzten Zeitzeugen des mitteleuropäischen Kulturbürgertums und gilt als einer der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. „Leb wohl, Shanghai“ ist sein dritter Roman, der 2004 mit dem Jean Monnet-Preis für europäische Literatur ausgezeichnet wurde. Er wurde in acht Sprachen übersetzt und erschien u.a. in den USA, England, Frankreich, Italien, Israel und Spanien, wo er bei Presse und Publikum viel Aufsehen erregte. Wagenstein lebt in Sofia.

Die gebundene Ausgabe umfasst 352 Seiten und ist am 08.02.2010 in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann erschienen.

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Chopin: Der Poet am Piano von Adam Zamoyski

Kurzbeschreibung
Zu Chopins 200. Geburtstag

Frédéric Chopin ist nicht nur der berühmteste Komponist und Pianist der Romantik, er gilt auch als Inbegriff des romantischen Künstlers. In seiner exzellent geschriebenen Biografie macht Adam Zamoyski den Leser mit dem Menschen Chopin und seinem Leben bekannt: das kurze, von Krankheit geprägte Dasein, seine Kindheit, in der er in den polnischen Adelssalons auftrat, seine schillernde Karriere als Klaviervirtuose, -lehrer und innovativer Komponist in Paris, seine fast 10-jährige Liebesbeziehung zu der exaltierten Schriftstellerin George Sand. Dabei gelingt es dem Autor meisterhaft, die charakterliche Entwicklung Chopins nachzuzeichnen und ein farbiges Gesellschaftsbild des frühen 19. Jahrhunderts zu entwerfen. Und schließlich entkräftet Zamoyski auf verblüffende Weise den Mythos vom romantischsten aller Künstler.

Eine brillant geschriebene Biografie des berühmtesten Klaviervirtuosen und Komponisten der Romantik.

Über den Autor
Adam Zamoyski entstammt einem alten polnischen Adelsgeschlecht, das mit der Familie Chopins bekannt war. Geboren 1949 in New York, wuchs Zamoyski in England auf. Der Historiker lebt in London und Polen. Er schrieb zahlreiche Sachbücher zu historischen Themen und Biografien über polnische Persönlichkeiten.

Die gebundene Ausgabe umfasst 400 Seiten und ist in der Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann am 11. Januar 2010 erschienen.

Mehr zu den Büchern der “Edition Elke Heidenreich” aus dem Jahr 2009 findet sich hier.

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8 Kommentare
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  1. Am 30. August 2010 erscheint „Musik ohne Grenzen“ von Edward W. Said in der Edition Elke Heidenreich. Das Buch versammelt Texte zur Musik, die Said in dreißig Jahren schrieb.

  2. Vielen Dank für die Information. Das fehlende Buch ist mittlerweile eingefügt.
    LG

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