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Seitensprung der Sisterhood – Werwölfe

1. April 2011 | Von | Kategorie: Seitensprung der Sisterhood - Doc Jane

Seitensprung der Sisterhood

Kapitel 3
Werwölfe

Einige Meter von ihr entfernt materialisierte sich Sam wieder. Erleichtert seufzte sie auf.
„Endlich. Hast du ihn erwischt?“ Als er auf sie zukam und in den schummrigen Lichtkegel trat, konnte sie erkennen, dass seine Kleidung blutverschmiert war. Seine Flügel waren sichtbar und ein grimmiger Ausdruck lag auf seinem Gesicht.
„Wir sollten schnellstens von hier verschwinden, Jane, komm.“ Er streckte ihr die Hand entgegen.
„Was? Wieso? Was ist mit dem hier?“ Verwirrt stemmte sie die Hände in die Hüften und blickte auf den immer noch bewusstlos am Boden liegenden Patrick.
„Los, wir haben keine Zeit, ein ganzes Werwolfrudel ist mir auf den Fersen. Ich erkläre es dir später.“ Da Doc wie angewurzelt stehen blieb, schlang er einfach seine Arme um sie und schwang sich mit ihr in die Luft.
„Sam, wieso bist du voller Blut? Ist es von dir? Was ist mit Kevin passiert?“
„Das ist nicht mein Blut, und Kevin ist tot.“
Eine Minute später landeten sie in einer dunklen Seitenstraße in der Nähe des Hotels. Bevor sie nur den Mund öffnen konnte um weitere Erklärungen einzufordern, legte er einen Finger auf ihre Lippen.
„Später, wir müssen vorsichtig sein.“ Immer noch angespannt, zog er sie hinter sich her. Schnell liefen sie auf das Hotel zu. In der Lobby angekommen, stürmte er am Aufzug vorbei zum Treppenhaus. Ohne einen Stopp einzulegen rauschte er die Treppen hoch. In den hohen Stiefeln taten Doc zwar die Füße weh, aber sie konnte dennoch problemlos mit ihm Schritt halten. Der Engel riss ihre Zimmertür so schwungvoll auf, dass sie laut krachend gegen die Wand schlug. Er war wie von der Tarantel gestochen. Ohne Erklärung zog er die Reisetasche, die sie ebenfalls heute gekauft hatten, aus dem Schrank und begann wahllos alle Sachen hineinzustopfen. Als er das Ladegerät des Laptops mitsamt Steckdose aus der Wand riss, reichte es Jane. Entschieden schritt sie auf ihn zu und packte ihn an beiden Handgelenken.
„Stopp! Sam ich will jetzt auf der Stelle wissen, was passiert ist. Wieso benimmst du dich wie eine Rennmaus auf Speed?“ Um ihrer Frage mehr Nachdruck zu verleihen, drückte sie dabei fest zu. Sie schob sich ganz nah vor ihn, damit er sie ansehen musste. Er atmete einmal tief durch. Dann griff er in die Innentasche seiner Lederjacke und zog etwas hervor. Sie konnte es nicht fassen. Sam hatte die Schachtel der Petra! Für ein paar Augenblicke starrten beide auf das Artefakt.
„Oh. Mein. Gott. Sam, du hast sie gefunden! Sie ist unglaublich.“ Sie streckte die Hand nach dem hölzernen Kästchen aus, doch kurz bevor sie es berühren konnte, erschien eine silbern schimmernde Hülle und legte sich um das Kästchen. Sie stockte und blickte Sam wieder an.
„Du kannst sie berühren, aber du darfst sie unter keinen Umständen öffnen”, flüsterte er ein wenig atemlos,” das würdest du nicht überleben. Sie ist magisch versiegelt. Ich erkläre dir das alles noch, nur lass uns endlich von hier verschwinden. Kevin ist nach Hause gelaufen, und ich hab ihn mir vorgeknöpft. Dann wurde die Tür aufgebrochen und die Hölle war los. Das Wolfsangel-Werwolfrudel hat ihm einen Hausbesuch abgestattet. Offensichtlich wollten die Wiesel von Dungeon mehr Geld fordern. Tja, das hätten sie mal besser nicht getan. Der Drache hat die hiesigen Werwölfe auf die Brüder angesetzt, sie sollten sie töten und die Schachtel zu ihm bringen. Das Rudel hier ist ziemlich zwielichtig, so eine Art Söldnertrupp. Ich wollte Kevin gerade zum Sprechen bringen, als die Wölfe da reinplatzten und wild um sich schossen. Kevin war sofort tot. Ich habe so getan, als hätte es mich auch erwischt. Die haben die ganze Wohnung zerlegt. Unter ein paar Dielenbrettern wurden sie fündig.

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Da habe ich sie mir geschnappt und bin zu dir zurück.“ Er grinste schief.
„Jetzt ist jeder verdammte Werwolf aus Belfast auf der Suche nach mir. Also, lass uns schnellstens von hier verschwinden.“ Doc stand auf und ging ins Badezimmer, um Ef-Ef zu holen. Dabei dachte sie fieberhaft darüber nach, wie und vor allen Dingen wohin sie jetzt sollten. Am besten wäre es, sie würden nach NSI Reisen. Dort könnten sie alles in Ruhe mit Sweetlife besprechen. Auch die Schachtel wäre dort sicher.
Schnell steckte sie Ef-Ef in die Tasche. Der kleine Kerl fluchte wie ein Kesselflicker, aber darauf konnte sie jetzt keine Rücksicht nehmen. Werwölfe waren wirklich gute Fährtenleser. Sam hatte sich zwar unsichtbar gemacht, aber für sie war es kein Problem seinem Geruch zu folgen. Gerade als die beiden die Suite verlassen wollten, hörten sie ein lautes Krachen am Ende des Flurs. Vorsichtig stecken sie beide die Köpfe hinaus, nur um zu sehen wie zwei etwas ramponierte Bikertypen durch die Tür torkelten. Sam flüsterte Doc zu, dass sie zum Aufzug gehen sollte. Bisher war sie den Werwölfen ja noch noch nicht bekannt. Elegant schlenderte sie den Gang in Richtung Aufzug und drückte den Knopf. Als der Gong ertönte und sich die Türen öffneten, spürte sie nur einen Lufthauch und etwas, das sie in den Aufzug hineinzog. Auf der Fahrt nach unten materialisierte Sam sich wieder.
„Also, diese Unsichtbar-Nummer ist wirklich cool, Sam. Wenn ich mir vorstelle, was du alles damit aushecken könntest…hast du zufällig mal irgendwo ein paar Kunstwerke mitgehen lassen oder so?“
Trotz der angespannten Situation grinsten sie sich verschwörerisch an. Gerade als er ihr antworten wollte, stoppte der Aufzug in der 3. Etage. Die Türen öffneten sich. In letzter Sekunde zog Sam Doc hinter sich, als zwei weitere Bikertypen die Tür versperrten. Starker Moschusgeruch schlug ihnen entgegen. Aus ihren Kehlen kam ein leises Knurren. Kein Zweifel, das waren eindeutig zwei Werwölfe. Sam zögerte nicht eine einzige Sekunde. Mit einem gezielten Schlag setzte er einen der beiden sofort außer Gefecht. Während der Werwolf ohnmächtig zu Boden ging, sprang der andere Sam unter wütendem Geheul von hinten an. Er würgte den Engel mit unbändiger Kraft. Die beiden gingen zu Boden und kämpften miteinander. Jane konnte sich nicht genug konzentrieren um ihre Magie einzusetzen, also griff sie kurzerhand nach der Vase, die auf einem Beistelltisch neben dem Lift stand und zog sie dem Werwolf über den Schädel. Mit einem letzten Schlag warf Sam den Kerl von sich.
„Danke, Jane, beim nächsten Mal bring dich lieber aus der Gefahrenzone. Mit dem wäre ich schon fertig geworden.“ Er schüttelte sich ein paar Scherben aus dem Haar, nahm die Tasche und zusammen eilten sie den Gang entlang.
„Ich wette, in der Lobby wimmelt es von denen.“ Sie blieben an einem Fenster stehen und sahen hinaus. Da sie immer noch in einer der oberen Etagen waren, war es vergittert und auch abgeschlossen. Aus dem Treppenhaus ertönten wieder Schritte. Doc drehte sich einmal um die Achse und scannte die Umgebung, um nach einem möglichen Fluchtweg Ausschau zu halten. Da kam ihr eine Idee.
„Ich weiß zwar nicht mehr welcher Film das war, aber DAS wollte ich schon immer mal ausprobieren.“ Verwirrt folgte der Engel ihrem Blick und sah wie sie die Klappe zum Wäscheschacht öffnete. Dann verstand er. Zuerst warfen sie die Tasche hinein, Doc wollte einsteigen, aber er hielt sie davon ab.
„Wer weiß, was unten so los ist“, erklärte er und kletterte vor ihr in den Schacht. Doc folgte ihm unmittelbar. Der Schacht endete in einem riesengroßen Rollwagen mit Schmutzwäsche, in dem Sam nach der Tasche landete. Da plumpste auch Doc schon auf ihn drauf.
„Wow. Das hat echt Spaß gemacht.“ Sie hob den Kopf, um aus dem Wagen zu spähen. Sie hatten Glück, denn die Waschküche war menschenleer.

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Sie saß auf dem Engel. Als sie sich auf ihm abstützte um aufzustehen, kam sie nicht umhin zu bemerken wie unglaublich durchtrainiert er war. Sie fühlte, wie eine Hitzewelle ihren Kopf erreichte, als ihr bewusst wurde, dass ihr Kleid hochgerutscht war. Seine Hände lagen auf ihren Oberschenkeln. Die Berührung auf ihrer bloßen Haut hinterließ eine heiße Spur. Der glühende Blick aus seinen grünen Augen verursachte ein leichtes Ziehen in ihrer Magengegend. Irgendetwas hatte sich zwischen ihnen verändert. Eigentlich war es wirklich nicht die Zeit der Sache auf den Grund zu gehen. Dennoch, sie war wirklich verdammt froh, dass sie nicht alleine in dieser Situation steckte. Sam schien es plötzlich nicht mehr eilig zu haben. Vorsichtig umfasste er mit den Händen ihr Gesicht und zog es zu sich heran.
„Jane…“ Die Art wie er unter halb gesenkten Lidern ihren Namen flüsterte, raubte ihr für den Augenblick den Atem. Erwartungsvoll starrte sie auf seine Lippen… Er würde doch nicht? Jetzt und hier? Doch genau das wollte sie. Er begann, sanft mit seinen Lippen über ihre Wangen zu streifen. Sie wollte mehr, wollte wissen wie er schmeckte. Sie drehte den Kopf ein wenig, damit sich ihre Lippen berührten. Gott, seine Lippen waren so weich! Alles trat in den Hintergrund und sie verlor sich in dem sanften Kuss. Es gab nur sie und ihn. Heißkalte Schauer liefen ihr den Rücken hinunter. Noch nie zuvor hatte sich etwas so richtig angefühlt. Doch bevor der Kuss intensiver wurde, ertönte lautes Gebrüll von irgend woher. Widerwillig löste sich Jane von ihm. Sams Stimme klang heiser, als er sie aus dem Wagen hob.
„Das verdient eine Fortsetzung. Aber nicht hier, wir müssen verschwinden.“
Die Waschküche hatte zwei Ausgänge. Hinter der linken Tür waren deutlich Stimmen zu hören, deshalb schlichen sie in die Richtung der anderen Tür. Dahinter war es still. Leise öffnete Doc die Tür einen Spalt breit und spähte vorsichtig hinaus. Sie sah einen schmalen Gang, der nur schummrig beleuchtet war.
„Geradeaus geht es dem Geruch nach direkt zur Küche, dort gibt es bestimmt einen Hinterausgang“, flüsterte Sam ihr ins Ohr und schlich an ihr vorbei. Mittlerweile war es früh am Morgen und die Küche war menschenleer. Sie hatten noch etwas Zeit, bis der Hotelbetrieb wieder aufgenommen wurde. Als sie die Küche durchquerten, war Doc wirklich froh, in diesem Hotel nichts gegessen zu haben, denn eine Hygienekontrolle hätte der Laden wohl nicht überstanden. Naserümpfend schlich sie hinter Sam her, der am Hinterausgang stehen blieb und lauschte. Die Stimmen der Werwölfe kamen immer näher.
„Sam, ich glaube, sie sind schon bis zur Waschküche vorgedrungen, lass uns abhauen.“
Schnell liefen sie hinaus durch die Gasse hinter dem Hotel, bogen einmal ab, bis sie an der großen Hauptstraße angekommen waren. Die Wölfe hatten zum Glück niemanden hinter dem Hotel postiert und sich zunächst mit der Durchsuchung diverser Hotelzimmer abgegeben. Aber sie waren ihnen dicht auf den Fersen, denn irgendwann würden sie merken, dass ihnen die Flucht aus dem Hotel gelungen war.
„Jane, ich weiß, du fliegst nicht gern mit mir, aber so kommen wir am sichersten hier weg.“
Schon hing sie an ihn geklammert, während er sich immer höher in die Lüfte schwang. Als sie über das Hotel flogen, waren einige Werwölfe bereits bis in die Gasse ihrer Fährte gefolgt. Einer sah nach oben, und selbst aus dieser Entfernung konnte Doc seinen verwirrten Gesichtsausdruck erkennen. „Jetzt wissen sie, dass du fliegen kannst.“ Sie klammerte sich an ihm fest und vermied den Blick nach unten.
„Na ja, nicht ganz, wir sind unsichtbar, ich habe uns magisch verschleiert.“ Das war ja interessant. Über Sam gab es wahrlich noch eine ganze Menge zu lernen. Kurz dachte sie an den Kuss zurück. Es hatte sich unglaublich vertraut angefühlt. Allerdings war das im Moment wirklich nicht die richtige Zeit dafür, denn so langsam sollte sie überlegen, wohin sie jetzt sollten.
„Was machen wir jetzt am besten? Ich meine, wir sollten zu Sweetlife. Es wird jetzt nur etwas schwierig, wenn wir von Wölfen verfolgt werden. Die möchte ich nicht so gerne nach NS-Island locken.“

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„Ich glaube auch, deine Chefin würde sich bedanken“, sagte er und schaut grinsend auf sie hinab. „Ich habe schon eine Idee. Dazu müssen wir zwar einen Umweg in Kauf nehmen, um erst mal von der Bildfläche zu verschwinden, aber wenn es funktioniert, sind wir die Wölfe los.“
„Ich bin immer für kreative Vorschläge offen. Also, an was hast du so gedacht?“ Sie riskierte einen Blick nach unten auf die Straße und konnte zwei Wölfe in Tiergestalt erkennen, die ihnen folgten. „Sam, die Wölfe sind immer noch dort“, sagte Doc irritiert und wunderte sich darüber, wie sie es schafften, ihrer Spur zu folgen.
„Ich weiß. Wir fliegen jetzt zum Hafen hier in Belfast. Dann nehmen wir dir Fähre rüber auf die Isle auf Man.“ Langsam senkten sie sich wieder Richtung Boden und landeten direkt am Hafen. Zielstrebig hielt Sam auf ein mittelgroßes Schiff zu, das gerade dabei war abzulegen. Schnell gingen sie an Bord. Gerade als ein Angestellter die Gangway einfahren wollte, sprangen die Wölfe knurrend auf das Schiff. Ohne Vorwarnung beförderte Sam die beiden mit einem Tritt ins Wasser. Ein verängstigter Matrose, der alles beobachtet hatte, stand wie angewurzelt an der Reling. Sam hypnotisierte ihn, sodass er den Vorfall auf der Stelle vergaß. Das Schiff legte ab. Sie gingen aufs Achterdeck und ließen sich erleichtert auf eine der Bänke nieder. Langsam begann der Morgen an zu grauen, ein kühler Wind verwuschelte Docs Haare. Nach langem Wühlen in der Tasche, fand sie endlich ihre Mütze und stülpte sie sich auf den Kopf. Mit einem tiefen Seufzer lehnte sie sich an Sam.
„Das war knapp. Meinst du, sie haben aufgegeben?“ Er legte ihr seine Jacke um die Schultern, da sie in ihrem dünnen Kleid sichtlich fror.
„Nein, sie werden uns sicher mit der nächsten Fähre auf die Insel folgen. Zum Glück bestehen sie aus zu viel Muskelmasse, so können sie nicht schwimmen. Aber da wird sich bestimmt ein ganzes Rudel auf den Weg zur Insel machen. Ich hoffe allerdings, das wir bis dahin nicht mehr dort sind.“ Doc sah ihn müde an und lächelte schwach. Mehr wollte sie im Moment gar nicht wissen. Nachdem sie überprüft hatte, dass es Ef-Ef in der Tasche gut ging, lehnte sie sich an Sam und schloss die Augen.
Eine halbe Stunde später weckte er sie sanft, die Fähre hatte angelegt und sie gingen an Land.
„Ich würde mich gern mal irgendwo umziehen“, sagte Doc und ärgerte sich ein wenig, dass sie Zeit auf dem Schiff nicht genutzt hatte. Doch ihr Anliegen musste noch etwas warten. Wenig später fand sie sich in einem Mietwagen wieder.
„Wohin wollen wir eigentlich genau?“, fragte sie mit erstickter Stimme aus ihrem Rollkragenpullover, den sie sich gerade über den Kopf zog. Auf einer Rückbank umziehen, war wirklich was für Schlangenmenschen.
„Mull Hill.“ Er erwähnte es so beiläufig, als ob ihr vollkommen klar sein sollte, warum sie dorthin fuhren.
„Wohin? Ist das ein Flughafen von dem aus wir von hier verschwinden können?“ Als sie dabei nach vorne sah, trafen sich ihre Blicke in dem Rückspiegel. Sam hatte sie ganz ungeniert beim Umkleiden beobachtet, das stand fest. Ein schlechtes Gewissen schien er nicht zu haben.
„Ich vergesse immer wieder, wie jung du bist.“ Damit handelte er sich einen weiteren wütenden Blick von der Rückbank ein. Unbeeindruckt fuhr er grinsend mit seiner Erklärung fort.
„Mull Hill ist ein alter magischer Steinkreis, der auf alten Gräbern errichtet wurde. Stonehenge sagt dir doch sicherlich etwas, oder? Er ist der bekannteste, aber es gibt noch Hunderte solcher Orte auf der Erde, allerdings deutlich kleiner oder besser verborgen. Warte einfach ab, du wirst schon sehen. Übrigens… hübscher BH.“ Damit erntete er einen Klaps auf den Hinterkopf von Doc.
„Die Straße ist da vorne! Von Unfällen habe ich erst mal genug.“ Sam duckte sich etwas und fuhr lachend ein paar Schlangenlinien.
„Manchmal trägt sie auch gar keinen, Pech für uns heute, mon ami.“ Ef-Ef grinste Doc frech aus der Tasche heraus an und kassierte prompt auch einen Klaps von ihr.

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„Mon dieu, jetzt wird sie auch noch rot. Ich habe auch deinen Slip gesehen!“ Kopfschüttelnd zog Doc ihre Stiefel an und zwängte sich in ihre Lederjacke.
„Womit habe ich das nur verdient“, flüsterte sie leise vor sich hin. Sie warf einen Blick auf das neue Handy. Aber da niemand die Nummer hatte, waren auch keine Nachrichten eingegangen. Wehmütig dachte sie an die anderen Mitglieder vom Sixpack. Sie hoffte, dass sie es alle besser getroffen hatten und eine entspannte Zeit mit ihren Lieben verbrachten. Ef-Ef hatte es mal wieder darauf angelegt, sie zu reizen, und Sam…. ja, der Engel verwirrte sie komplett. Sie wollte doch einfach nur den Auftrag erledigen und zurück nach Hause. Bisher lief schon wieder alles komplett aus dem Ruder, und sie konnte sich kaum vorstellen, dass jetzt, wo sie im Besitz der Schachtel waren, alles einfacher wurde. Sie fuhren Richtung Port Erin, das war das einzige Straßenschild, das ihr auffiel. Da die Isle of Man wirklich nicht groß war, hatten sie in knapp zwanzig Minuten ihr Ziel erreicht. Sam parkte den Mietwagen an einer Lichtung. Sie stiegen aus und Jane atmete einmal tief durch. Es war wirklich ein idyllisches Örtchen. Weit und breit waren kein Haus und keine Menschenseele zu sehen. Nichts störte dieses Fleckchen Natur.
Von der Lichtung aus gingen sie durch einen schmalen Waldstreifen auf einen großen relativ flachen Hügel zu. Sam stapfte schnurstracks auf den höchsten Punkt zu und bleib stehen. Doc folgte ihm. Da sie die ganze Zeit Stonehenge im Hinterkopf hatte, war sie fast ein bisschen enttäuscht. Hier lagen nur einige größere flache Felsbrocken und sonst war da nichts. Sam hingegen schien sichtlich zufrieden.
„Hier ist es“, sagte er und zwinkerte ihr kurz zu.
Doc konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, was sie in dieser gottverlassenen Gegend wollten. Bevor sie ihn das fragen konnte, kam Ef-Ef ihr zuvor.
„Also, ich habö ja nichts gegen Sightseeing aber das ´ier ist wirklisch öde.“ Der Hamster blickte gelangweilt aus einem Seitenfach der Reisetasche zu Sam hinauf.
„Wartet´s ab. Es ist nicht immer alles so wie es scheint.“
Er schritt den Kreis ab, blieb an einem Stein stehen und sah zur Sonne, die ihm scheinbar irgendeinen Hinweis gab. Dann drehte er sich um und ging mit drei Schritten direkt in die Mitte des Kreises.

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„Ihr wartet besser dort am Rand, ich habe das schon lange nicht mehr gemacht.“
Doc und Ef-Ef warfen sich einen fragenden Blick zu. Doch sie tat was er verlangte, ging an den Rand und stellte sich Sam gegenüber. Der Engel streckte die Arme aus und blickte zum Himmel. Dann begann er eine Art Beschwörungsformel zu murmeln. Augenblicklich frischte eine leichte Brise frischte auf. Sam sah fast ätherisch aus, er schien von einer goldenen Aura umhüllt. Die Luft knisterte und Doc sah, wie sich fluoreszierende Lichtstrahlen aus den Steinen lösten. Sie wurden breiter, verbanden sich und bildeten regenbogenfarbene Torbogen über den Steinen.
„So, das hätten wir. Komm her.“ Sam kam auf Doc zu und streckte ihr eine Hand entgegen. „Hast du alles?“ Doc nickte fasziniert und ließ den Blick schweifen, jetzt konnte sie die Tore über den Steinen ganz einfach erkennen.
„Menschenskind Sam, was ist das?“
„Das sind die alten Engelsportale. Früher hat meine Art sie oft zur Fortbewegung genutzt, aber sie gerieten in Vergessenheit. Mittlerweile haben sie ein Eigenleben entwickelt. Man weiß nie so genau, wo sie einen hinführen. Aber im Grunde kann man nur in einem anderen Steinkreis irgendwo auf der Welt ankommen. Wenn wir durchgehen, darfst du mich unter keinen Umständen loslassen, okay?“
Kritisch musterte Doc das Portal, vor dem sie inzwischen standen.
„Ja schon okay, aber…“
„Jane, vertrau mir einfach, es ist nicht schlimm. Ich denke, egal wo wir landen, Hauptsache wir haben die Wölfe abgehängt. Von dort können wir zu Sweetlife oder zur Bruderschaft, je nachdem.“
„Sam ich dachtö, das wäron Feenportale. Und sie sind zersplittert“, meldete sich Ef-Ef kleinlaut aus der Tasche.
„Nein das haben die Menschen nur geglaubt, und zersplittert, ja, das sind sie. Aber wir haben keine Wahl.“
In nicht allzu weiter Ferne ertönte das Geheul eines Wolfes, es stimmten nach und nach immer mehr ein.
Sam ging auf das Portal zu, zog Doc hinter sich her und streckte den freien Arm aus. Die Oberfläche warf Kreise, es sah aus als ob man einen Stein in Wasser geworfen hätte. Er murmelte etwas. War es auf Latein? Doc war nervös und hörte ihm nur mit halbem Ohr zu, doch er zog sie unerbittlich hinter sich her. Als er ganz in das Tor eingetaucht war, stieß ihr Arm hindurch. Es fühlte sich kalt und samtig an. Sie schauderte. Das Wolfsgeheul wurde lauter und sie machte einen beherzten Schritt ins Ungewisse. Nachdem sie ganz hindurch getaucht war, spürte sie, wie Sam sie an der Taille fasste und an sich drückte. Ein eiskalter Wind, wehte um sie herum. Sie hatte das Gefühl zu schweben. Alles um sie herum war schwarz und Millionen kleiner farbiger Punkte leuchteten in der Ferne wie Sterne am Himmel. Real war nur Sam, ihr Anker, den sie um keinen Preis jetzt hier loslassen wollte. Den Kopf in seiner Halsbeuge vergraben, schloss sie die Augen und atmete tief seinen mittlerweile vertrauten Geruch ein.

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Dann hatte sie das Gefühl hinab gezogen zu werden. Doc schloss die Augen und klammerte sich regelrecht an den Engel. Er presste sie noch enger an sich.
„Keine Angst“, flüsterte er in ihr Ohr. Es fühlte sich an, als ob sie in tausend kleine Teile zerrissen wurde. Sie hatte keine Substanz mehr, keinen Körper. Sie spürte in ihrem Bewusstsein, dass Sam bei ihr war, aber sie existierte nicht mehr. Dann, mit einem Ruck, setzte sich wieder alles zusammen. Sie spürte das Gewicht der Reisetasche plötzlich wieder. Immer noch eng umschlungen, standen sie wieder vor einem Portal, das sich in der Dunkelheit herauskristallisierte. Sam löste die Umarmung, nahm wieder ihre Hand und schritt darauf zu. Er trat hinaus und Jane folgte ihm. Es dauerte einen Moment bis ihre Augen realisierten, dass sie sich nun, statt in Dunkelheit, in völliger Schwärze befand. Sie schwankte leicht und hatte das Gefühl in die Finsternis zu stürzen. Sie stütze sich irgendwo im Nichts ab, spürte etwas Raues, Hartes unter der Handfläche.
„Sind wir da? Ist irgendwas schiefgegangen? Ich kann nicht sehen.“
„Ja, wir sind da. Keine Sorge, alles ist gut. Ich glaube, wir sind in einer Höhle.“
Allmählich bildeten sich Umrisse in ihrem Blickfeld. Sie konnte eine grobe Felswand erkennen. Dann, als ob ihr Gehör noch etwas länger gebraucht hätte, hörte sie ein tosendes Rauschen in der Ferne. Er klang wie ein unterirdischer Wasserfall. Sie wusste es einfach. Sie hatte das Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein. Sie ließ Sams Hand los und ging ein paar Schritte. Sie konnte immer deutlicher die Umrisse erkennen. Sie waren in einem Tunnel. Langsam schritt sie voran. Nach einer Biegung konnte sie Licht in der Ferne erkennen. Von einer Ahnung getrieben, eilte sie darauf zu.
„Jane, warte. Wir wissen doch gar nicht…“ Der Rest ging in einem Echo unter. Nach ein paar hundert Metern, stand sie am Höhlenausgang. Sie hielt den Atem an und konnte es für einen Moment nicht fassen.
Sie trat hinaus und stand auf einem Felsvorsprung, ein kleiner Weg schlängelte sich nach unten. In der Ferne kreischten türkisfarbende möwenähnliche Vögel, die am Horizont kreisten. Der Himmel war magentafarben. Das Grün der weiten Wiesen, die sich vor ihr erstreckten, schimmerte unnatürlich grün. Weiße, verdorrte Bäume säumten einen Pfad, der den Anschein hatte, sich bis ans Ende der Welt zu erstrecken.
„Grundgütiger. Das kann einfach nicht sein, das ist einfach unmöglich!“
Dann stand Sam neben ihr und berührte ihre Schulter.
„Du weißt wo wir sind?“

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„Ob ich weiß wo wir sind? Ja…. nein, das kann einfach nicht sein.“
Sie ließ die Tasche von der Schulter gleiten. Sofort steckte Ef-Ef die Nase aus dem Seitenfach und krabbelte heraus. Er schnüffelte.
„Mon dieu, bei allen guten Dämonen. Wieso sind wir denn augerechnöt in Avalon gelandet? Hier gibt es nicht mal Fastfood!“, empörte er sich und sah zwischen Sam und Doc hin und her.
„Ah, Avalon, okay, alles klar“, sagte Sam und hob die Tasche auf.
Fassungslos blickte Doc den Engel an.
„Okay? Alles klar? Sam wir sind in Avalon. AVALON!!! Das geht überhaupt gar nicht. Alle Zugänge wurden Anfang des 20. Jahrhunderts zerstört! Ich weiß es genau, ich wurde hier geboren, bin hier aufgewachsen und ich konnte nicht mehr zurückkehren. Die schwarzen Druiden haben alle Zugänge zerstört. Es gab furchtbare Kämpfe. So viele sind gestorben, und das Volk hier hat trotzdem verloren. Ich war zu der Zeit in Deutschland und danach konnte ich einfach nicht mehr zurück.“
„Ja, das stimmt, aber nur die magischen Zugänge wurden zerstört, nicht die unseren. Ich hatte völlig vergessen, dass es hier eine Zweigstelle gibt, ich bin auch noch nie hier gewesen.“
„Du meinst, ich hätte all die Jahre einfach hierher kommen können?“ Jane konnte es einfach nicht fassen. Sie dachte, sie könnte nie wieder nach Hause und dabei war es die ganze Zeit so einfach gewesen.
Sam schüttelte den Kopf und sah sie traurig an.
„Nein, hättest du nicht. Nur Engel können diese Portale benutzen und wie gesagt, wo man ankommt, ist reiner Zufall. Ich hatte gehofft, wir kämen an einem anderen Steinkreis raus. In der Höhle ist nur ein kleines Portal. Wenn wir dorthin zurückgehen, kann es sein, dass wir wieder auf Mull Hill landen oder woanders. Ich schlage vor, da dies deine Heimat ist, bleiben wir erstmal hier. Wir sollten uns ausruhen, du hast noch gar nicht geschlafen. Oder möchtest du lieber sofort von hier weg?“ Er sah sie eindringlich an. Janes Augen füllten sich mit Tränen.
„Ich.. nein, ich würde gern noch etwas hier bleiben. Sehen wie es den Leuten hier so geht und ob…“ Sie stockte, wandte sich ab und rieb sich die Augen. Es war bestimmt der Schlafmangel, der sie so rührselig machte.
Sam nahm sie wortlos in die Arme und so standen sie dort eine ganze Weile bis Doc sich wieder gefangen hatte. Schniefend blickte sie Sam an.
„Es tut mir leid. Ich bin sonst nicht so. Es ist nur so unerwartet. Ich habe versucht, damit abzuschließen. Dabei hätte ich einfach nur einen Engel suchen müssen, der mich herbringt. Du kannst dir nicht vorstellen, was ich alles versucht habe, um hierher zu kommen. Nicht nur ich, es gab auch noch andere, die verzweifelt versucht haben in ihre Heimat zu gelangen.“
„Jane, ich weiß zwar nicht, ob es das besser macht, aber es ist in keiner Schrift festgehalten dass es diese Portale gibt. Selbst wenn, du hättest keinen von uns finden können. Man kann uns nicht suchen. Wir finden das Schicksal, aber nicht umgekehrt.“

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Jane verstand ihn nicht recht, aber es war ihr im Moment auch egal, sie wollte einfach nur herausfinden, wie das Leben sich auf Avalon verändert hatte und ob noch jemand hier lebte, den sie kannte. Sie machten sich auf den Weg den Felsvorsprung hinunter. Nach einer Weile veränderte sich der Pfad. Vor ihnen erhob sich eine Nebelbank, in die sie eintauchten. Momente später lichtete sich der Nebel und sie befanden sich in einem Wald, der so andersartig war, dass Sam staunend stehen blieb.
„Ich habe so viele Geschichten darüber gehört, aber es ist immer etwas ganz anderes so etwas selber zu sehen. Ich dachte, wir würden noch stundenlang dem Pfad folgen.“
„Ja, hier ist nicht alles so wie es scheint.“ Doc lächelte den Engel an. Die kräftigen Bäume hatten eine graue Rinde, die Blätter jedoch leuchteten in kräftigen Rot- und Purpurtönen. Der Boden war kupferfarbend. Hier und da wuchsen Büsche und Sträucher, die unglaublich schöne exotische Blüten trugen. Kleine regenbogenfarbende Kolibris flatterten umher. Doc zog Sam auf einen seichten Hügel.
„Siehst du da unten die Hütte? Wenn die Druiden in der Ausbildung sind, wohnen sie eine Zeitlang dort. Der Wasserfall in der Höhle ist eines unserer Heiligtümer. In seinem Wasser können unsere Seher ihre Visionen kanalisieren. Dort können wir eine Pause einlegen.“
Erinnerungen begleiteten sie auf jedem Schritt. Es hatte sich nichts verändert. Ihr Verstand konnte kaum begreifen, dass sie wirklich dort waren.
Die Tür der kleinen Blockhütte war unverschlossen. Sie bestand nur aus einem großen Raum. Es gab einen Kamin, einen Tisch mit Stühlen, an einer Wand standen mehrere Betten aufgereiht.
„Pah, ein bisschen Ikea-Einrischtung würde euch Insulanern wirklich gut tun.“ Ef-Ef gefiel die spartanische Ausstattung wohl eher nicht. Doc warf ihre Tasche auf den Tisch und ging zu einem der Betten.
„Hör zu Kleiner, wir machen hier nur einen Stopp.“ Sie legte sich auf eines der Betten. Sam setzte sich zu ihr.
„Jane, schlaf etwas. Ich passe auf, falls jemand hier auftaucht“, sagte er und strich sanft mit der Hand über ihre Stirn.
„Ich glaub nicht, dass jemand kommt…“ Jane war so erschöpft, dass sie unverzüglich in einen tiefen Schlaf glitt. Sie träumte von ihrer Kindheit. Von den Nächten in der Hütte und wie sie sich in die Dunkelheit hinaus geschlichen hatte und von ihren wenigen Visionen, als sie zur Seherin ausgebildet werdet sollte.
Ein Geräusch weckte sie. Sam hatte die Türe geöffnet und blickte hinaus. Sie rieb sich die Augen. Unglaublich, dass sie hatte einschlafen können. Endlich war sie zuhause und als erstes hielt sie ein Nickerchen. Der Traum hatte ihr bewusst gemacht, dass Sam ihr schon vor langer, langer Zeit in einer Vision erschienen war. Deshalb kam er ihr so vertraut vor. Sie hatte nie viel auf ihre Visionen gegeben, sie gehörten zu ihren weniger gut ausgeprägten Talenten. Träge setzte sie sich auf und schleppte sich zu Sam. Es war Sommer in Avalon. Ein lauer Wind trug lang vergessene Düfte in ihre Nase.
„Sam, lass uns weitergehen, ich zeige dir etwas und ich kann es kaum erwarten, ins Dorf zu kommen.“ Er sah sie prüfend an. Sie wirkte immer noch nicht fit. Der Schlaf, in den er sie versetzt hatte, war seiner Meinung nach zu kurz, aber er konnte ihr einfach nichts abschlagen.

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Was wohl in ihr vorging? Er hätte gerne alles über sie erfahren. Er wusste, es war kein Zufall, dass sie sich getroffen hatten, ebenso wenig, dass sie in Avalon gelandet waren. Alles hatte seine Gründe. Sie stand schon draußen und lächelte ihn an.
„Na, komm schon! Sonst wird es gleich hell.“
Die beiden wanderten weiter durch den Wald. Der Pfad schimmerte silbrig, der Mond stand riesengroß und violettfarbend am Himmel. Die Szenerie war wirklich surreal und wunderschön.
Etwa eine Stunde später passierten sie wieder einen Nebel, verließen den Wald und standen auf einer Wiese. Sam stockte der Atem, als er tausende fluoreszierend leuchtende Blumen sah.
„Ist das nicht traumhaft?“ Doc lief mitten auf die Wiese, drehte sich mit ausgebreiteten Armen und ließ sich in das weiche Gras fallen. Blauleuchtende Kirschblütenblätter regneten auf sie nieder. Ihr Haar leuchte silbrig wie Mondschein. Langsam kam er ihr nach – vorsichtig, damit er keine der außergewöhnlichen Blüten zerstörte.
„Süper, ´ier siehts aus wie bei Avadings, kann man das Essen?“ Sam kniete sich zu Docs Tasche und berührte den kleinen miesgelaunten Hamster.
„Schlaf!“ Der Dämon rollte sich zusammen.
„Wow, ich hätte mir schon so manche Peinlichkeit erspart, wenn ich sowas könnte.“
„Ich hoffe, wir haben jetzt etwas Ruhe“, antwortete er grinsend.
Dann legte er sich neben sie, stütze den Ellbogen auf und sah auf Doc hinab. Seine Anziehungskraft schien in dieser Umgebung noch stärker zu werden.
„Ich könnte mir grade nichts Schöneres vorstellen, als mit dir hier zu sein.“ Fasziniert ließ er eine ihrer Haarsträhnen durch seine Finger gleiten. Sie tauschten einen langen intensiven Blick.
„Jane, die letzten Tage mit dir…“ Er sah weg. Doc legte sich auch auf die Seite und drehte seinen Kopf zu sich.
„Was?“
„Ich habe das Gefühl…, also zwischen uns ist etwas ganz Besonderes. Ich weiß, dass wir uns nicht wegen der Mission begegnet sind. Da ist mehr, viel mehr.“ Sie konnte den Blick nicht von seinen Lippen abwenden. Sie dachte an den Kuss in der Waschküche. Sie bekam eine Gänsehaut. Er kam näher. Sein Daumen strich über ihre Unterlippe.
„Das Schicksal macht keine halben Sachen“, hauchte er in ihr Ohr. Ja, dieser Engel brachte sie gehörig durcheinander. Sie biss sich auf die Lippe. Als er sie wieder küsste, wusste sie, dass sie zueinander gehörten, es schon immer getan hatten. Der Knoten in ihrer Brust, die verworrenen Gefühle zu Bowen, all das löste sich auf und ließ sie los. Sie war hier mit ihm, und nichts anderes zählte. Würde es je wieder tun. Sie griff in sein Haar, während seine Hände ihren Körper erkundeten. Jetzt, wo sie ungestört waren, überkam sie die Leidenschaft und sie überließen sich ihr. Als sich ihre nackte Haut berührte, keuchte sie. Sein Körper war Samt auf Stahl. Alles an ihm war perfekt. Sein Duft hüllte sie ein. Er rückte etwas von ihr ab und blickte sie aus fiebrigen Augen an. Kleine Goldsprenkel funkelten in seiner Iris.
„Daran habe ich von Anfang an denken müssen.“ Er begann ihren Körper mit Küssen zu bedecken.

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„Du gehörst zu mir.“ Und jetzt hörte sie auf zu existieren.
Danach blieben sie atemlos eng umschlungen liegen. Die Sonne ging auf und tauchte alles in einen kupferfarbenden Schein. Sie stellte für sich fest, dass man im Leben immer wieder überwältigt wurde. Sam und sie gehörten zusammen. Seine Nähe stellte alles in den Schatten, und sie zweifelte nicht einen Moment. So hätte es immer sein sollen. Gemeinsam würden sie mit den Schwestern vom Sixpack und der Bruderschaft Dungeon besiegen.
„Sam, wir müssen weiter. Die Zeit hier auf Avalon verläuft langsamer. Es ist bestimmt schon eine Woche vergangen in Irland.“ Er murrte etwas und begann, ihre Kleidung aufzusammeln. „Wenn das alles vorbei ist, suchen wir uns wieder so ein Plätzchen und bleiben mindestens 100 Jahre dort“, verkündete er ihr unter Küssen und halt ihr in die Jacke.
Ja, das klang wirklich gut. Doch zuerst mussten sie ihren Auftrag erfüllen.

Sie machten sich auf den Weg in das Dorf.
Als sie am frühen Vormittag immer näher Richtung Küste kamen, konnte Sam schon von weitem die ersten Hütten erspähen. Doc sah einige Bewohner dort und atmete erleichtert auf. Nach wenigen Minuten erreichten sie einen Platz, um den sich die kleinen reetgedeckten Häuser säumten. Die Wesen dort hielten in ihrer Arbeit inne und beäugten die beiden misstrauisch. Dann begannen sie die Köpfe zusammenzustecken und zu tuscheln. Ein kleiner Junge flitzte zu einer etwas abseits gelegen Hütte und klopfte ziemlich aufgeregt gegen die Haustür.
„Merlin, mach auf… sie sind da!“
Als Doc den Namen hörte und sich die Tür öffnete, stand sie wie erstarrt. Das Verhältnis zu ihrem Vater war seit langer Zeit unterkühlt und allein die Tatsache, dass er noch am Leben war, reichte ihr eigentlich. Ein eindrucksvoller, großgewachsener Mann mit schulterlangen dunklen Haaren, Vollbart und geflochtenen Zöpfen an den Schläfen näherte sich ihnen. Er trug wie die anderen auch eine Art Kutte, doch war seine nicht blau, sondern hellgrau. Langsam ging er auf Doc zu. Sie warf einen hilflosen Blick zu Sam, der aufmunternd ihre Hand drückte.
„Jocelyn, wir erwarten euch schon seit gestern. Ailean hat eure Ankunft gesehen.“ In seinen durchdringenden blauen Augen, die ihren so ähnlich waren, las sie etwas, was sie nicht so recht deuten konnte. Klar, dass er sie nicht herzlich willkommen heißen konnte, sie erkannte den Tadel in seinem Blick. Es war so, als wäre sie gerade von einem Spaziergang zurückgegehrt.
„Merlin, ich bin auch froh, dich zu sehen. Wirklich schön, dass ihr noch alle am Leben seid. Ja doch, es ist auch für mich sehr überraschend, dass ich es noch einmal hierhergeschafft habe. Mir geht’s wirklich gut, danke der Nachfrage.“ Den Sarkasmus konnte sie einfach nicht aus ihrer Stimme heraushalten.
„Tut mir leid. Nun, ich denke, wir sollten uns zusammensetzen, kommt, seid meine Gäste.“ Er wies mit einer Handbewegung auf sein Haus.
„Hier haben wir zu viel Publikum“, sagte er so leise, dass nur sie es hören konnten. Kaum hatte sich die Tür hinter ihnen geschlossen, setzte das Getuschel draußen wieder ein.
„Jocelyn…“, setzte der Merlin noch einmal an.
„Jane, Vater, ich heiße, seit ich unter den Menschen lebe, Jane!“ Er presste die schmalen Lippen zusammen und beäugte sie einen Moment, dann unterzog er Sam einer eingehenden Musterung. Sie setzten sich an den Tisch, der mitten im Raum stand. Ein kleiner Elf brachte ihnen etwas zu trinken.
„Nun dann eben Jane, also, ich bin sehr froh, dass ihr hier seid. Das bedeutet, dass sein Ende sehr nah ist.“ Kryptische Aussagen, eine Spezialität von ihm, dachte Doc und sah sich in dem Raum um. Nicht viel hatte sich in ihrer Abwesenheit verändert.
„Wovon sprecht ihr?“ Doc zuckte zusammen als sie Sams Stimme hörte. Sie hatte ganz vergessen, dass er neben ihr saß, so sehr wurde sie von den Erinnerungen an dieses Haus eingenommen.
„Dungeon“, fuhr ihr Vater fort und sah ernst zu Sam, „ihr habt die Schachtel und ihr werdet ihn mit den anderen Kriegern vernichten. Wir beobachten das Geschehen in der Welt genau. Ailean, eine meiner Schülerinnen, ist eine ausgesprochen talentierte Seherin. Sie hat nicht nur Visionen, sie kann auch in dem Wasser der Erkenntnis die Gegenwart in eurer Welt sehen. Daher wussten wir, dass ihr hier auftauchen würdet – nur den genauen Zeitpunkt nicht. Und deshalb müsst ihr zurück, um dem ganzen endlich ein Ende zu bereiten. Dungeon hat nur noch einen schwarzen Magier, der treu zu ihm steht. Wenn auch dieser stirbt, dann löst sich endlich der Bann, der uns hier festhält.“
„Man, du freust dich ja richtig, dass ich hier bin“, platze Doc heraus und verschränkte demonstrativ ihre Arme. So hatte sie sich ihr Wiedersehen nicht vorgestellt!
„Das tue ich wirklich, Jocelyn… Jane. Aber diese Angelegenheit hat nun mal Vorrang. Wenn ihr Dungeon besiegt habt, kannst du hier wieder ein- und ausgehen wie früher, dann ist auch genügend Zeit für ein ausgedehntes Wiedersehen. Aber nicht jetzt. Dungeon versucht unsterblich und unbesiegbar zu werden. Der Magier namens Battle, der noch bei ihm ist, arbeitet an einem besonderen Elixier.“
„Ihr habt gesehen, dass wir ihn erfolgreich schlagen?“, fragte Doc ungläubig, nippte an ihrem Kräutertee und wünschte sich sofort einen starken Kaffee herbei. Sie hatte den eigenwilligen Geschmack ihres Vaters in Bezug auf Tees vollkommen vergessen.

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„Nein, alles zeigt sich uns nicht, aber wir haben Teile des Kampfes gesehen, und wenn er in diesem Kampf nicht fällt, dann wird er nicht mehr zu vernichten sein.“ Doc und Sam tauschten einen verständigen Blick.
„Ein Engel als Gefährte ist ein ganz außergewöhnliches Geschenk, mein Kind, wir sehen es als gutes Omen. Nun müsst ihr euch auf den Weg machen.“
„Kann uns Ailean vielleicht diese Bilder zeigen?“ Jane wollte es mit eigenen Augen sehen.
„Wir können es versuchen, aber nur kurz, dann müsst ihr wirklich los, die Zeit drängt!“
Ein kleines 8-jähriges Mädchen mit langen, rotgelockten Haaren saß in einem kleinen Vorgarten vor einer schäbigen Hütte und schaute verträumt zum Himmel auf. Als sie Merlin und seine Begleitung bemerkte, sprang sie sofort auf, nickte ihnen wissend zu und verschwand ohne ein Wort in der Hütte. „Das ist Ailean?“, fragten Doc und Sam verwundert wie aus einem Mund. Merlin nickte nur und führte sie zu einem steinernen, mit Runen überdeckten Altar, der gleich neben der Tür aufgebaut war.
„Sie kehrt gleich zurück, habt Geduld.“ Doc gingen tausend Sachen gleichzeitig durch den Kopf bis Ailean mit einer bronzene Schale, in der sich einfaches klares Wasser befand, erschien. Auf dem Grund der Schale waren die gleichen Runen wie auf dem Altar zu sehen. Ailean stellte sie auf den Altar und blickte lange hinein, ihre Augen nahmen einen silbrigen Ton an. Gleichzeitig begann sie leise eine fremdartige Melodie zu summen. Die Wasseroberfläche begann sich zu kräuseln. Gespannt beugten sich Sam und Doc über die Schale und beobachteten, wie sich das Wasser klärte und ein Bild sich heraus kristallisierte. Doc sah jedoch nicht Dungeon oder irgendeine Art Kampfgeschehen. Ihr stockte der Atem. Sie sah ein schmuckloses weißes Zimmer, ein Bett und ihre Kampfschwester Angie. Bewegungslos und totenbleich lag sie mit geschlossenen Augen da.
„Nein, das darf nicht sein!“, hauchte Doc entsetzt und eine eiserne Faust umklammerte ihr Herz. Sam legte einen Arm um sie, dann verschwand das Bild und ein neues entstand. Sie sah wie Dungeon in einen Abgrund stürzte und eine Gestalt, die sie nicht erkennen konnte, ihn dabei umklammerte und auf seinen Brustkorb einhieb. Auch dieses Bild löste sich auf und das Wasser wurde wieder klar. Doc und Sam richteten sich wieder auf, als Ailean ein fliederfarbenes Tuch über die Schüssel deckte.
„Angie, oh Gott. Was ist mit ihr? War das die Zukunft?“ Doc sah das Mädchen fragend an, doch es lächelte nur geheimnisvoll und nahm die Schüssel wieder in die Hand.
„ Vielleicht die Gegenwart? Oder die Vergangenheit? Wenn man bedenkt, dass die Zeit hier anders verläuft, wer kann das schon sagen?“ Doc war diese kryptische Antwort zu vage.
„Sam, wir müssen sofort zurück! Angie lag in einem Krankenhaus, da bin ich mir sicher. Ich muss wissen, was mit ihr ist und wo sie ist. Vielleicht kann ich… können wir ihr helfen.“ Doc verschwendete keinen Gedanken mehr an Dungeon oder daran, dass sie in Avalon bleiben wollte. So schön es hier auch war, sie wollte immer fortgehen, um das Leben zu erkunden, studieren, den Fortschritt miterleben, den die Technik und die Wissenschaft brachten. Einzig das ihr der Zugang versperrt war, hatte ihr vorgegaukelt, dass sie hierher gehörte. Jetzt wusste sie es besser. Außerdem konnte sie, wenn der Drachen vernichtet war, nach Belieben wieder herkommen, wenn sie das überhaupt noch wollte. Doch jetzt war nur eines wichtig. Sie blickte zu Merlin.
„Ich verstehe schon, “ sagte dieser und griff ihr Hände, „ich bitte dich nur darum, dass du wiederkommst. Es gibt noch so vieles zu sagen und zu klären, was zwischen uns steht.“ Sein trauriger Blick rührte sie und so nickte sie zustimmend. Im Grunde genommen wollte sie ja mit ihm ins Reine kommen, doch das musste jetzt warten. Eine ihrer Schwestern war in Gefahr, und nur das zählte in diesem Augenblick. Merlin begleitete Doc und Sam noch bis zum Portal. Unterwegs kam Doc der Gedanke, dass sie ja gar nicht wusste, wo Angie sich befand. Das konnte überall auf der Welt sein. Doch Sam beruhigte sie.
„Wir fangen auf dem Anwesen an. Duncan wird mehr wissen. Und bevor du fragst, ich weiß wo es liegt. Außerdem haben wir ja noch Ef- Ef. In dem kleinen Dämon steckt mehr als alle vermuten.“ Der kleine Dämon verschlief unterdessen die ganze Aufregung und Doc hatte auch nicht vor, ihn früher als nötig zu wecken. Eilig verabschiedete sie sich von Merlin und eilte mit Sam zur Höhle zurück. Als sie einen halben Tag später das Portal erreichten, sprach Sam wieder diese fremdartigen Worte und die regenbogenfarbende flirrende Membran erschien. Ohne viel Zeit zu verlieren, Schritten sie hindurch. Ihre Gedanken waren bei Angie. Als sie am anderen Ende von dem Portal ausgespuckt wurden, geriet sie ins Stolpern. Doch Sam hielt sie fest. Sie blickte sich um, wenn sie nicht alles täuschte, waren sie in Stonehenge gelandet. Erleichtert atmete sie auf.

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„Bitte sage mir, dass wir totales Glück haben und dass hier wirklich Stonehenge ist!“
„Wo sollten wir denn sonst sein, das riescht man doch!“ Ef-Ef, der durch die Portalsreise wieder wach geworden war, bedachte Jane mit einem Blick, als ob sie nicht ganz zurechnungsfähig wäre. Dann widmete er sich, vor sich hin meckernd über seine Auszeit, ausgiebig der Fellpflege in Sams Manteltasche
„Er hat Recht, die Wahrscheinlichkeit hier zu landen ist hoch, schließlich ist Stonehenge eine Art Portal-Hauptbahnhof. Wie dem auch sei, wir sollten jetzt weiter.“ Jane war noch leicht schummrig, aber der Engel hielt sie fest und sah sich in alle Richtungen um.
„Da!“, er zeigte nach rechts, „wir müssen nach Norden, dort liegt das Anwesen.“ Weil Jane immer noch etwas blass aussah, machten sie sich erstmal zu Fuß auf den Weg. Sam brachte Ef-Ef auf den neuesten Stand und Doc hing ihren Gedanken nach. Zu Fuß würden sie ewig brauchen, mit einem Auto einen ganzen Tag. Es war jetzt schon früher Nachmittag und jede Minute zählte.
„Sam, wenn wir fliegen sind wir doch bestimmt schneller, oder?“ Auf sein zustimmendes Nicken hin, fasste sie sich ein Herz.
„Okay, dann haben wir wohl keine Alternative… und bitte lass mich nicht fallen.“ Mit großen Augen sah sie zu Sam hoch. Schmunzelnd umfasste er sie.
„Niemals.“ Da schwang er sich auch schon mit ihr in die Luft. Doc schloss die Augen und versuchte über irgendetwas nachzudenken, nur nicht darüber, dass sie hunderte von Metern über dem Boden war und von Sams starken Armen abhängig. Ob Engel Schwächeanfälle bekamen? Sie verdrängte die aufkeimende Angst und dachte an Angie. Gott, Angie, wenn ihr nun etwas Schreckliches passiert war? Sie hätten sich alle niemals trennen sollen. Auf der Insel hätten sie bleiben sollen, alle zusammen!
„Alles in Ordnung?“ Sams Stimme an ihrem Ohr holte sie zurück in die Gegenwart.
„Hm, ja, nein, ach ich weiß nicht.“
„Schlaf Jane, wir sind bald da. Ich schwöre dir, ich lasse dich nicht fallen, wenn dann stürzen wir zusammen. Schlaf jetzt!“ Sie wollte noch erwidern, dass es nicht wirklich beruhigend war vom Abstürzen zu sprechen, doch seine Stimme nahm wieder diesen mehrstimmigen Ton an, sie konnte nicht mehr als ein Seufzen von sich geben, als sie von Dunkelheit umhüllt wurde.
Ob Sam sie weckte oder ob es an der unsanften Landung lag, konnte sie später nicht sagen. Es war dunkel und sie lag auf feuchtem Waldboden. Sam auf ihr, und es motzte tüchtig aus der Tasche.
„Mon Dieu, wir müssen mon Angel retten und du zerquetscht mich hier. Isch möschte so nicht sterben. Wer zum Henker hat dir das Landen beigebracht?“

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„Ach, sei still!“ Das war das erste Mal, dass Sam etwas gereizt reagierte. Aber ein Blick in sein Gesicht verriet Doc den Grund. Er war am Ende seiner Kräfte. Keuchend rollte er sich von ihr runter und blieb, alle Viere von sich gestreckt, japsend liegen. Seine samtschwarzen Flügel waren wieder auf magische Weise verschwunden. Sie strich ihm eine Locke aus der Stirn. Er war total durchgeschwitzt und hatte Ringe unter den Augen.
„Sam?“ Er stieß laut die Luft aus und stand langsam auf. Die Hände auf den Knien abgestützt, sah er sie erschöpft an.
„Ich bin etwas aus der Puste, auch wenn du wirklich eine tolle Figur hast, du bist ganz schön schwer! Zum Glück hab ich es bis hierhin geschafft.“ Da war er wieder. Schief grinste er sie an.
„Pfff. Schwer!“ Doc stand lächelnd auf und klopfte sich den Dreck ab.
„Ist das Anwesen unterirdisch?“
„Nein.“ Sam ging in Richtung der kleinen Schotterstraße die von der Baumgruppe aus zu sehen war und legte auf den vordersten Baumstamm seine Hand. Wenig später erschien ein Tor, das von einer gigantischen Mauer gesäumt wurde. Doc hatte kaum Zeit dieses wunderschöne Kunststück zu betrachten, denn da öffnete es sich. Als sie hindurchtraten, musste sie für einen Augenblick innehalten. Ein Park erstreckte sich vor ihnen, dahinter befand sich das gigantische Anwesen, das sich in mehrere Einheiten unterteilte. Zögernd blickte sie den Engel an. Sam zeigte in Richtung eines weiter entfernt liegenden grauen zweistöckigen Gebäudes.
„Dort sind die Quartiere der Ordensmitglieder.“ Kaum hatte er es ausgesprochen, lief Doc an einem großen schwarzen Stein vorbei quer durch den Park. Für die genauere Erkundung ihrer Umgebung, war jetzt keine Zeit. Sei hatte ihr Ziel fest im Blick. Sam strauchelte ihr hinterher, konnte aber noch erstaunlich gut Schritt halten. Da sich an der Tür, über der eine schwarze Orchidee angebracht war, keine Klingel befand, hämmerte Doc mit der Faust dagegen.
„Aufmachen“, schrie sie und rüttelte am Türknopf, aber nichts bewegte sich. Sie wollte schon Anlauf nehmen und mit der Schulter dagegen rammen, da öffnete eine streng aussehende, verwirrt guckende ältere Dame die Tür. Doc rannte mit Schwung hinein, kam schlitternd zum Stehen.
„Hi, Angie? Wo ist sie? Ist sie hier? Ich muss sofort zu ihr.“ Sam betrat kurz nach ihr die Eingangshalle, wischte sich über die Stirn und wandte sich an die verwirrt blickende Frau. „Mary, richtig?“ Die Frau nickte und musterte Sam. Wiedererkennen glomm in ihren Augen auf, dann lächelte sie herzlich.
„Sam! Wir dachten du wärst…“ sie brach ab. Blickte wieder Doc an, die unruhig hin und her schaute.
„Die beiden sind oben, aber sie können jetzt unmöglich zu ihnen.“ Doc erspähte die große Freitreppe, die ins obere Stockwerk führte, sprang an Mary vorbei und lief darauf zu. Zwei Stufen auf einmal erklimmend, rannte sie nach oben als ob der Leibhaftige hinter ihr her wäre. Sie gelangte auf einen Flur und sah sich um. Beide Seiten waren von gleich aussehenden dunklen Holztüren gesäumt, auf denen Namen standen. Ihr Blick wanderte nach links auf die erste Tür.

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Volltreffer! In mittelalterlich anmutenden Lettern stand dort Duncan Thorpe. Sie hörte Sam diskutierend die Treppe heraufkommen, gefolgt von der Frau namens Mary, die versuchte, ihn und auch Doc von ihrem Vorhaben abzubringen. Beherzt griff Doc an den Türgriff, drehte den Knauf und stieß die Tür auf. Schwungvoll knallte sie an die Wand. Was würde sie erwarten? Mit einem Knoten im Magen betrat sie den Raum. Überrascht blickte sie auf das Sofa.
„ANGIE! Du lebst ja noch!“ Duncan erhob sich aus seiner beschützenden Haltung, er dachte eindeutig, eine Gefahr wäre im Anmarsch. Die Hände in die Hüften gestemmt, baute Doc sich vor Angie auf.
„Du kannst dir gar nicht vorstellen was ich mir für Sorgen um dich gemacht habe, ich dachte, du wärst schwer krank oder schlimmer noch. Ich habe dich und Duncan in so einem kahlen Raum liegen sehen, ihr habt beide keinen Mucks gemacht.“ Angie sprang auf und fiel ihr um den Hals.
„Jane, wo kommst du denn her?“ Dann warf sie einen interessierten Blick nach auf Sam und schaute Doc wieder an. Vor lauter Erleichterung und Wiedersehensfreude fingen beide an zu kichern. Sam, der alles vom Flur aus beobachtet hatte, täuschte noch Anstand, klopfte an den Türrahmen und trat vorsichtig ein.
Duncan konnte kaum glauben, wen er da vor sich sah.
„Ich fasse es nicht.“ Freudig ging er auf Sam zu. Die beiden schüttelten die Hände und klopften sich auf die Schultern.
„Lange ist es her. Ihr kommt gerade recht, heute Abend ist hier eine kleine Feier. Morgen ist dann eine Besprechung darüber, wie wir weiter in Sachen Dungeon vorgehen. Ich gehe doch recht in der Annahme, dass du deshalb auch aus der Versenkung aufgetaucht bist?“ Sam warf einen Blick auf Jane, die sich mit Angie auf das Sofa gesetzt hatte und sich aufgeregt mit ihr unterhielt.
„Ja das ist einer der Gründe. Jane und ich haben auch Etwas, das uns dabei helfen wird.“ Duncan zog eine Braue hoch, nickte dann aber einfach nur.
„Ich habe noch einen guten Whisky unten, lassen wir die beiden doch allein und du erzählst mir alles in Ruhe.“

Ende

Fortsetzung folgt …

Kapitel 2: Seitensprung der Sisterhood – Engelsduft

Kapitel 1: “Seitensprung der Sisterhood – Doc Jane in geheimer Mission” findet sich hier!

Copyright © Seitensprung der Sisterhood

54 Kommentare
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  1. hahahahahahahah ERSTE…hahahahahah

  2. Gar nicht! Dolci ist Erste!… Also DRITTE!!!! Wow.. Aktion pur! WOWOW.. Der Sam.. und die BILDER…OMG!!!!
    Hahahaha…Wolfangels…. :-D ..Uiuiui knutschen in der Wäschekammer… hehe.

  3. Ohhh Doc, suuuuper
    Ist total schön geworden. Ich weiß gar nicht was du immer hast.
    ICH bin begeistert… :-D

  4. hahahahahahahahahahahahahahahahaha :lol:
    Dolce haha die Bilder ich lach mich schlapp suuuuuuuuuuuuuper vor allem das zweite da hahahahahahaha hach schön *seufz* *tränenausdenaugenwisch*
    Mädels, freut mich das es euch gefällt… ich hoffe für Doc und Sam, das keine alten Socken und Unterhosen in dem Waschewagen lagen … ;)

  5. Hey…wer denkt da an schmutzige Wäsche! Hach …die Bilder… *seufz*. Sagt mal, die Nase hat aber auch schon ordenlich was abgekriegt, oder?

  6. Ja, das ist doch einfach anbetungswürdig oder???? *sabber* wobe ich muss sagen, mag ihn erst seit er diesen Look hat so mit längeren haaren und gemüse im gesicht. Bei How I met your mother spielte er ja den Nackten, also mhmm zwar auch nett aber so bravi. Hach und groß ist er und der Oberkörper!!! Allllllllllllllciiiiiiiiiiiiiiiiiiide ;)

  7. Ach ja und ein super Gärtner ist er auch noch :lol:

  8. Ich find den auch süß! ;-) Aber du ich glaube, du musst dich für ein Bild entscheiden. Ich habe die alle aus einem Video bei YouTube rauskopiert – ich bin mir zwar nicht sicher, glaube aber, dass das auch verboten ist – mei zu blöd…
    Aber die Story ist wirklich klasse!!! Wow – richtig viel Action und auch was für… hm.. den Magen :lol:
    Es hat etwas länger gedauert, weil ich ein neues Kapitel angelegt habe, sorry…
    Schreib gleich weiter, hörscht!

  9. Kein Prob. Hach wow doch schon Kap 3 :D hmmm dann nehm ich den 3.
    Haste echt super gemopst :D . Jau ich versuche mehr am Ball zu bleiben.

  10. Das Zweite ist aber auch super… da guckt er so schön verwegen… *seufz*… :-D

  11. Hey doc jane einfach super habe mich echt gefreut als ich gesehen habe das es ein neues kap. Gibt ubd habe es gleich gelesen jetzr will ich aber megr wissen bittttttteeeee ach und kerstin sorry habe nicht bemerkt das weiter geschrieben wurde aber danke habe es auch direkt gelesen habe gemerkt das es leicht geaendert wurde aber auch super mag die drachen mami sehr freu mich auch auf eine fortsetzung ihr macht das toll maedels kompliment

  12. :D freut mich das es dir gefallen hat Marci. Schön das wir mal einen Fan hier haben der sich auch dazu äußert.
    Ja ich denke Kerstin und ich bleiben jetzt mehr am Ball.
    Zum Glück hat Angie wenigstens immer schön durchgehalten. Ich liebe die Schottlandstory.
    Mädels und ich freue mich wenn wir irgendwann wieder alle zusammen treffen.
    Doch zuerst müssen Doc und Sam den Werwölfen entkommen, tja und dann haben die ja immer noch eine Menge zu erledigen… was ist in der Schachtel? Wie geht sie auf…. Naja erstmal müssen die zwei ihre Hintern in Sicherheit bringen :D

  13. Zitat ” Naja erstmal müssen die zwei ihre Hintern in Sicherheit bringen ”
    Du meinst bevor sie an der Dreckwäsche ersticken? Stimmt. :-D
    Danke Marci, freut mich das es dir gefällt.
    Freue mich überhaupt das mal jemand zugibt fleißig mitzulesen.

  14. Wie gesagt ich möchte wirklich nicht wissen was für Wäsche da so drin ist…. im Prinzip ja nur Handtücher und Bettlaken …. öhm najaaaaaaaaaaaaaaaaaa :lol: hahahahahahahaha

    jedenfalls ich hab mal kurz mit dem Gedanken gespielt Bowen zurückzuholen…. aaaaaaaaaaaber mit diesem Teil hat sich das jetzt erledigt. Es war auch ein kleiner Grund warum ich solange gebraucht hab, habe diese Idee nicht aus dem Kopf bekommen, hab bisschen was geschrieben um es “loszuwerden” und mit Sam und Doc weitergemacht.

  15. Das war bestimmt eine gute Entscheidung.
    Ich freu mich jedenfalls auf deine Fortsetzung.
    @ Dolcehase
    Ich hab jetzt noch mal so fast 6 Seiten fertig.
    Soll ich dir die alle auf einmal schicken und du klamüserst dir das selbst
    auseinander oder soll ich das aufteilen?
    Also ich bin noch nicht ganz fertig, aber mir fehlt der entscheidene Tip von Angie,
    WIE sie uns Schwestern wieder zusammen ruft.
    Deswegen lasse ich das Ende noch offen….
    Also, sag mir wie du es gerne hättest……

  16. huhu Kerstin, oh je 6 Seiten in Schriftgröße 10 und ich muss die auseinander klarmüsern? ;-) ach, irgendwie schaff ich das schon, am besten du schickst sie mir und stell sie dann nach und nach online, okay?
    LG

  17. hey mädels ja finde es auch schade das sich nicht mehr leser äusern denke das es sicher genug sind bei so spannenden geschichten ich freu mich immer wenn ich weiter lesen kann… mache das auch manchmal unterwegs per i phone wenn ich mal zeit habe …. also sagt bescheid wenn es wieder so weit ist schaue jeden tag kurz rein wenn es mein sohn zu lässt.. ;-)

  18. Dann kann ich dir also auch meine 12 Seiten schicken? Oder soll ich die aufteilen und dir jeden Tag 3 schicken? Dann haste doch genug Zeit und in 4 Tagen folgt dann der nächste Schwung! Ich bin aber noch nicht fertig… könnte nochmal so viele werden! (DAS war jetzt ein verspäteter Aprilscherz!) :lol:
    Aber im Ernst. Ich habe auch schon wieder fertig, warte aber noch… ;) Erst ist Kerstin dran!
    Danke Marci. ;)
    Kerstin… ey… woher soll ich denn jetzt schon wissen, wie wir wieder zusammenkommen? Es passiert jedenfalls vorher noch einiges…
    Also kannst du beruhigt mit Drago Urlaub machen. ;)

  19. huhu Mädels – Kerstin ist online, na ja, es waren nicht ganz sechs Seiten, aber dafür hat sie uns zwei sehr schöne geliefert. Viel Vergnügen! ;-)
    Ich hatte am Wochenende etwas viel um die Ohren mit Family und Garten, aber ich versuche noch heute Angies neuen Part, den ich gerade bekomme habe, online zu stellen. Aber erst kommt die Rezi….
    bis später – schönen Tag @ all

  20. wow – Doc – da geht doch noch was!!! Super, und jetzt gleich weiter schreiben… bitte!
    LG und viel Vergnügen ;-)

  21. Dankeschön Dolce :D

  22. Dankeschön, Docilein ;-)

  23. Jaaaaaaaaaaaaaa..es geht weiter!!!! :lol: Uiuiui..Sam der Engel, kleiner Spanner, wa? Und Ef-Ef auch..hahahaaha… hach schöööön. Jo, gaaaanz entspannt mit den Lieben..hehe. ;)
    Schreib bloß weiter! Was ist mit dem Steinkreis?

  24. HHHHaaaaallllllllllllloooo Jane ssssssuuuuuuupppppppppereeeeerrrrr danke …
    angie sagt es .. hätte ja nicht gedacht das der engel sooooooo ein böser ist ;-) bei ef ef ist es ja nichts neues der ist immer schon ein macho gewesen hahaha…. ok und was kommt jetzt ans tageslicht über sam??? erst fliegen dann unsichtbar machen und jetzt ??? was hat er mit den steinen vor???
    lass uns biiiiiitttttttttteeeeeeee nicht zuuuuuu lange warten bbbbiiiiiittttttteeee wenn es geht..
    vielleicht wird ja noch was aus sam und jane hmmmmmß??????
    bis bald hoffe ich wieder mädels

  25. ja, bin auch neugierig, was will er bei den Steinkreisen? Die Spur verwischen? Ja, vermutlich, aber wieso auf der Ile of Man? Ach, Doc, mach einfach hinne… :lol:

  26. ..ja los, hau in die Tasten! :-D

  27. Jau bin dran…

    Vielleicht hat er schon immer davon geträumt ein Mces Filliale zu eröffnen oder ein Starbucks… oh oder er hat dort ein Sparbuch versteckt… is doch n Steuerparadies ;) haha
    Ja die Isle is in der Nähe und jetzt müssen die Wölfe erstmal gucken, die 2 brauchten ja einen Vorsprung und daaaaaaaaaaaaannn …. mal gucken :D es gibt sooooooooooooooo viele Möglichkeiten muss mich nur entscheiden….

  28. Aaaaaaaaaaaah mach das nicht so spannend!

  29. Meine Güte jetzt hab ich doch tatsächlich wieder fast vier monate gebraucht… traurig traurig, aber ich hab was an dolce geschcikt, mal sehen was sie daraus machen kann. So ich geh wieder in meine Lesehöhle :D

  30. Oh schööön… es geht endlich weiter! :-D

  31. ja, ich habe es auch tatsächlich bekommen, hehe, vier Monate… tztztz, aber umso größer ist die Freude über das Ergebnis! Wahrscheinlich geht´s heute noch online… später allerdings…
    Merci, Doc und liebe Grüße @ all

  32. Na das bleibt abzuwarten :lol:

    Mach dir keinen Stress auf ein paar Tage kommt es nun wirklich nicht mehr an :D

  33. … kommt es wohl. :(

  34. wow, gerade noch geschafft, hast recht, Angie, kommt es wohl. Viel Vergnügen mit Docs neuem Teil – ist wunderschön geworden!!!
    LG

  35. Jjjjjaaaaaannnnnneeeeee ahhhhhh das ist aber mega gemein ssssssoooo spannend aufzuhören bbbiiittteee las uns jetzt nicht zu lange warten wo sind sie gelandet??? Manno und wie gehts mit den beiden weiter!?? Bitte aber wirklich super wieder geschrieben … ;-)

  36. Oooohaaaa… wo sind Doc und Sam gelandet??? Hach ist das spannend… los… schreib weiter… jetzt… sofort!!!…öhm… BITTE!!! :-D
    Ist mal wieder super geworden!!!

  37. Oh dankeschön @ all.

    Ja ich hab auch schon n bisschen weiter. Ich bemühe mich stets :D

  38. oha, Doc, das ist ja schon über einen Monat her, dass du gesagt hast, du hast schon mehr?! Aber nun ist es wirklich so weit… endlich! ;-) Ich wünsche allseits viel Vergnügen mit Doc und Sam auf der wunderschönen Wiese…

  39. Oh wow. Ja total gruselig mit der rennenden Zeit immer :D . Jo also ich pfeile an meinen letzten 3 Seiten, dann *schnief* sind Doc und Sam *schnief* am Ende ;) hehe …

    Cool Dolce, dankeschön.

  40. ja, aber gut Ding braucht ja eine gewisse Zeit, gell. Nur noch drei Seiten? Ich dachte, dann geht´s nochmal richtig los und Doc und Angie treffen sich endlich wieder?
    LG

  41. Wow… ich bin sprachlos… Hach ist das schöööön. :-D
    Zum Heulen schöööön. :(

  42. Ja klar treffen die sich. Drei Seiten Doc und Sam und daaaaann stürmt es! Ist doch so Doc, oder?!

  43. Moin *gääääähn*

    ich feile und pfeile übrigens nicht ;) hehe. Ja genau, Angie und ich schreiben dann noch gemeinsam weiter. aber mit dem separaten Kapitel is dann Schluss.

  44. einerseits schade, andererseits bestimmt wieder etwas effektiver. Darf einfach nicht sein, dass du sechs Wochen für drei Seiten brauchst! ;-) Ich freue mich auf jeden Fall darauf! LG

  45. Ja ich weiss auch nicht was mit mir passiert ist, klar viel los gewesen in letzter Zeit aber ich hätte auch anstatt zu lesen schreiben können. Allerdings glaube ich wenn wir wieder im Wechsel schreiben kommt mehr Action, da man sich ja beeilen möchte damit der nächste kann. Ich muss aber auch sagen, von allein hätte ich mich nie hingesetzt und was geschrieben, ich bin halt kein Autor mit Leib und Seele. Ich hätte echt kein Bedürfnis etwas zu schreiben… klar unsinn im kommunikativen Austausch aber nicht als Geschichte mit Hand und Fuß, oder Engel und Doc… ;)

  46. Wwwoooooowwwww Jane echt super … Nanni das ist soooo schön das sie wieder zu Hause ist … Und Sam erst hihi … Ich bin Mega gespannt wie es weiter geht biiiitttteeee weiter machen …. Danke aber schon einmal …

  47. huhu Ladies, Neues von Doc ist online!!! Viel Vergnügen – ach, das werdet ihr haben… ;-)

  48. Oohooo… es geht weiter, suuupi!!! Merlin mit Zöpfchen und hach und… WOW!!!!!!!!!!!!!!!! :-D
    Eigentlich schade, dass die Beiden Avalon verlassen. Und der arme Ef-Ef verpennt alles und… tja, was ist denn nu mit Angie?

  49. Das werden wir bald rausfinden hoffe ich ;) jedenfalls bin ich dran … an der Tragödie letzter Teil ;) haha jau, nein nicht tragisch, aber letzter Teil von Docs alleingang auf jedenfall…. :lol: also falls noch ein Geistesblitz mit reinmöchte bitte sofort einschlagen, sonst is zu spät

  50. ahhh… schnief… du hattest genug Geistesblitze und nun… schnief… ist es zu Ende. :cry: aber trotzdem schön, liebe Doc und endlich haben die beiden sich wieder. Es geht doch nichts über gute Freundinnen. ;-)
    Und nun… auf zu neuen Ufern!!!
    Liebe Grüße

  51. Aber echt… soooo schöööön! :-D *schnief*
    Aaaha, die Jungs trinken Whiskey.. okay, und die Mädels.. hehe.
    Tja ist auch irgendwie Schade, aber der fiese Drachen muss ja noch gekillt werden, ne!!!!

  52. Aaaaahhhhhhh ccccoooooolllll Mega super ich freu mich sowas von …. Zwei wieder vereint Mädels jetzt lasst ihr es so richtig krachen … Ich freu mich schon … Super Jane wirklich gut geschrieben .. Danke

  53. Hey Mädels schon lange nichts mehr von euch gehört … Wie geht es euch ??? Wäre schön mal wieder was von euch zu hören … Lieben Gruß an alle ..

  54. hi Marci, ja, finde ich auch, aber die Mädels haben versprochen, dass es bald weitergeht…
    LG

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