Im September erscheint ein lexikalisches Jahrbuch aus den meist gesuchten Wikipedia-Beiträgen gebündelt als Buch. Das ist nur ein Bruchteil der laut Wikipedia im Netz versammelten gut 740.000 Artikel (Stand: 22. April). Umgesetzt wird das Vorhaben vom Bertelsmann Lexikon Institut, das zum Wissen Media Verlag und damit zum Bertelsmann-Konzern gehört.

„Eine spannende Auswahl“ habe man getroffen, verspricht die Verlagsleiterin Beate Varnhorn. Die Auswahl, so Varnhorn, sei „spektakulär und unique“. Anders als Brockhaus, so die Verlagschefin, „bewerten wir den Markt für Print-Lexika weiterhin positiv„. Durch die Marke und das Produkt Wikipedia wolle man „neue, vor allem jüngere Zielgruppen gewinnen„.

Der Brockhaus-Verlag hatte erst im Februar angekündigt seine Enzyklopädie zukünftig im Netz anzubieten.
Der Verein Wikimedia, der hinter der Wikipedia steht, soll für jede verkaufte Ausgabe, die für 19.95 Euro in den Handel kommen soll, die vergleichsweise bescheidene Summe von einem Euro erhalten. Gleichwohl finde man „es toll, dass das Bertelsmann Lexikon-Institut von dem Angebot an die Allgemeinheit Gebrauch macht, die Inhalte der Wikipedia zu verbreiten“, so Arne Klempert, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland.

Quelle: FAZ

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