Das Buch der verbrannten Bücher

Ein Abend mit Volker Weidermann am 06.05. um 19.30 Uhr in der Bibliothek des Münchner Literaturhauses, Salvatorplatz 1

Ein Abend im Mai – und wie es dazu kam

Es wurde angekündigt als »“Aktion wider den undeutschen Geist“: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Unvergessen die Tonbandmitschnitte, die dokumentieren, wie Joseph Goebbels auf dem Platz neben der Berliner Staatsoper mit den Worten »Und wir übergeben den Flammen die Werke von …« die einzelnen Autoren aufrief, von denen einige sogar anwesend waren.

Volker Weidermann erzählt die Vorgeschichte des 10. Mai 1933, er schildert wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von den Werken und ihren Autoren – und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hat eine Leseprobe zu Das Buch der verbrannten Bücher online gestellt.

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