LesesaalSprachpuristen atmen auf, die unter dem schillernden Namen „Feuilleton“ versammelte Redaktion spricht wieder eine Sprache: Nach kurzer Überlegung hat die FAZ nach eigenen Angaben beschlossen, den provozierenden Widerspruch ihres englischnamigen Bücherforums zur Zukunft der deutschen Sprache aufzulösen: Der virtuelle Leser-Tummelplatz mit dem Taufnamen „Reading Room“ wird in Zukunft „F.A.Z. Lesesaal“ heißen.

Zur Auswahl standen Vorschläge wie Lit.Faz.Säule, Literatur-Bus, die Leseweide, die Schmökerecke, BuchFAZetten, Bücherforum, Neigungsgruppe Buchbesprechung, Fazecke und Salon, geworden ist es der demokratische Lesesaal, weltoffen und ohne Eintrittsbarrieren.

6 Gedanken zu „Aus dem Reading Room wird der F.A.Z Lesesaal

  1. Da sollte ich mich glatt als Reading Freak registrieren. Nur um das ursprüngliche Flair wieder aufleben zu lassen. 😉 LG tinius

  2. ja mach mal, dann würdest du bestimmt die Diskussion wieder anheizen, hast du gesehen wie viele Kommentare es zur Umbenennung gibt!?

  3. Nein, aber in einem anderen Blog über den regen bis heftigen Austausch gelesen. Ich find es affig, allerdings hab ich keine große Lust, überall neue Fronten zu eröffnen und in diesem Fall gegen deutschtümelnde Provinzialität zu Felde zu ziehen. Ich hab mit meinem Blog genug zu tun, kommentiere gern in befreundeten Blogs, muß mich allerdings keineswegs ins Schußfeld größerer Jagdgesellschaften begeben – außer sie besuchten mich denn in meinem eigenen Wald, sprich : Blog, was allerdings eher unwahrscheinlich ist. 🙂 LG tinius

  4. Für meinen Geschmack ist „Lesesaal“ etwas zu akademisch und ungemütlich, als müsse man ständig darauf achten, dass man bloß nicht hüstelt oder zu laut umblättert, weil sonst jemand mit erhobenem Zeigefinger „Psst!“ sagt. Mir hätte etwas mit Schmökern besser gefallen – in einer solchen Umgebung könnte man sich eben auch mal eine virtuelle Zigarette anstecken (obwohl natürlich ein Begriff wie „Schmöker-Salon“ manchem Sprachpuristen auch wieder schwer im Magen liegen würde)…

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