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1912: Peterchens Mondfahrt – die erste Mondlandung für Kinder

21. Juli 2009 | Von | Kategorie: Bücher, Jugendliteratur, Lesekreis

Im Märchen klappte schon 1912 die erste Mondlandung. Der Maikäfer Herr Sumsemann und die Menschenkinder Peter und Anneliese machten sich auf die Reise zum Mond, um das fehlende sechste Bein des Maikäfers dort abzuholen. Für Kinder ist diese Reise zum Mond auch heute noch viel spannender und interessanter, als die der drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins vor 40 Jahren, am 20. Juli 1969.

peterchens-mondfahrt1Nachdem Peter und Anneliese fliegen gelernt hatten, machten sie sich mit zwei Körbchen Äpfeln als Proviant auf den Weg. Über die Sternenwiese und einer Fahrt auf der Milchstraße im Mondschlitten landeten sie zum Mitternachts-Kaffeeklatsch im Schloss der Nachtfee. Von dort ging es mit Hilfe des Großen Bären weiter zur Mondkanone. Mit der Mondkanone gelang dann schließlich die Landung auf dem Mond. Die Mission, das sechste Beinchen zu finden, war nach einem Kampf mit dem dort hausenden riesigen, gefräßigen und hässlichen Mondmann geglückt, das Beinchen mit Spucke wieder angeklebt. Schon stand der Rückflug an, denn die Morgenröte forderte die drei Abenteurer auf, zur Erde zurückzukehren.

Peterchens Mondfahrt ist ein Märchen von Gerdt von Bassewitz. Die Uraufführung der Geschichte fand am 7. Dezember 1912 im Alten Theater Leipzig statt als Märchenspiel in 6 Bildern mit Musik von Josef Achtélik und “in Scene gesetzt” von Paul Prina. 1915 wurde die Geschichte dann als Buch mit Illustrationen von Hans Baluschek veröffentlicht. Die Geschichte gilt heute als ein Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.

Der Schriftsteller Gerdt Bernhard von Bassewitz-Hohenluckow wurde am 4. Januar 1878 in Allewind, Baden-Württemberg geboren. Sein bekanntestes Werk ist Peterchens Mondfahrt. Am 06. Februar 1923 las er aus diesem Werk in der Villa Siemens am Wannsee, dann verließ er eilig die Veranstaltung und tötete sich selbst. Sein Schaffen umfasst mehrere Dramen, dennoch blieb er zu seinen Lebzeiten weitgehend unbekannt.

Von Bassewitz entstammt mecklenburgischem Uradel. Als Sohn eines preußischen Beamten wurde er Leutnant der preußischen Landwehr, dann Schauspieler, kam anschließend weiter als Direktionsassistent am Kölner Stadttheater und zuletzt wurde er freier Schriftsteller in Berlin.

Quelle: Wikipedia

5 Kommentare
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  1. Liebe Dolcevita,
    die Reisen im Kopf sind ja sowieso fast immer besser als die in der Rakete 😉 Wobei mir die Mondlandung als Kind total gefallen hat, diese lustigen Männer in den weißen Anzügen! Wochen-, nein monatelang haben wir als Kinder auf dem Wohnzimmersofa “Mondlandung” gespielt. Wußtest Du, dass der olle Nixen nur eine Rede auf ihren Tod parat hatte? Anscheinend rechnete man eher damit, dass sie es nicht überleben würden.
    Und dann noch das fantastische Lied von Police … Ich mach’ jetzt einfach mal frech ein Link zu meiner Englischübung dazu, vielleicht mag ja wer.
    Liebe Grüße!
    http://www.spotlight-online.de/language/vocabulary/walking-on-the-moon.

  2. hi Anne 😉
    Meine Erinnerungen an Peterchens Mondfahrt sind wesentlich intensiver. Ich war so sechs oder sieben Jahre alt, als ich das Stück in einem Theater gesehen habe, ganz versunken in einem großen Sessel mit dunkelrotem Samtbezug. Dann habe ich natürlich immer zur Weihnachtszeit den Film gesehen und mich lange vor dem Mondmann gefürchtet. Die eigentliche Mondlandung war für mich lange nicht so aufregend. 😉

    Vielen Dank für den Link! Police war 1979 in Bremen. Ich glaube, dass ich sogar dein Stück live gehört habe. Meine Güte, der winzige Sting baute damals noch in einem quietschroten Leder-Outfit eigenhändig die Technik nach dem Konzert ab! Das waren noch Zeiten – zumal, wenn ich an das letzte Konzert hier in München denke….
    LG

  3. Tja, dunkle Erinnerung – letzten Sommer oder war es 2007? Ich liebe die Police aber habe erst Sting im Konzert gehört. Und über 50 Euro mag ich einfach nicht für ein Konzert ausgeben, habe das also verpasst. OK, ich bin ein Geizkragen, ich weiß es. Vielen Dank für die Rezension, Dolcevita, Hugendubel – Münchner Innenstadt wg Service 😉 – ruft! Euch ein schönes Wochenende!

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