Herta Müller auf Lesereise

Herta Müller, die am 08.10.2009 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Autorin, geht auf Lesereise.

Vom 13.10.2009 bis zum 09.02.2010 wird sie, vorausgesetzt die Termine ändern sich aufgrund der Preisverleihung am 10.12.09 in Stockholm nicht, die Städte Essen, Freiburg, Hamburg, Berlin (4 Termine), Köln, Wien (2 Termine), München, Frankfurt, Tübingen, Esslingen, Paderborn, Halle, Linz, Graz, Salzburg, Göttingen, Osnabrück und Bielefeld besuchen und ihren neuen Roman Atemschaukel vorstellen.

AtemschaukelKurzbeschreibung
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Lesung | 13.10.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Grillo-Theater, Theaterplatz 11
Veranstalter: proust. Wörter. Töne., Am Handelshof 1, 45127 Essen
Nachtrag vom 14.10.: Die Lesung in Essen fällt aus, weil Frau Müller leicht erkrankt ist.

Lesung | 20.10.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Weingut Andreas Dilger, Urachstraße 3
Veranstalter: Buchhandlung Schwarz, Günterstalstraße 40, 79100 Freiburg

Lesung | 27.10.2009 | 20.00 Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Hamburg e. V., Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Lesung | 29.10.2009
Veranstalter: Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, Berlin

Lesung | 03.11.2009 | 20.00 Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Köln e. V., Schönhauser Straße 8, 50968 Köln

Lesung | 08.11.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Theater Odeon, Taborstraße 10, 1020 Wien
Veranstalter: Alte Schmiede Wien – Literatur im Herbst: Dilemma 89, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Lesung | 11.11.2009
Studio lcb
Veranstalter: Literarisches Colloquium Berlin e. V. – Studio lcb, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Lesung | 12.11.2009
Veranstalter: Literaturhaus München / Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V., Salvatorplatz 1, 80333 München
Nachtrag vom 14.10.09: Die Lesung findet in der LMU statt.

Lesung | 17.11.2009
Veranstalter: Literaturforum im Brecht Haus, Chausseestrasse 125, 10115 Berlin

Lesung | 19.11.2009
Veranstalter: Literaturhaus Frankfurt e. V., Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt

Lesung | 23.11.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Museum, Wilhelmstraße 3, 72074 Tübingen
Veranstalter: Osiandersche Buchhandlung GmbH, Wilhelmstraße 12, 72074 Tübingen

Lesung | 24.11.2009 | 20.00 Uhr
Ort: Kutschersaal , Webergasse 4-6
Veranstalter: Stadtbücherei Esslingen, Heugasse 9, 73728 Esslingen

Lesung | 30.11.2009 | 16.15 Uhr
Ort: Universität Paderborn / Campus / Hörsaal G, Warburger Str. 100
Veranstalter: Universität Paderborn, Paderborn

Lesung | 04.12.2009
Ort: Literaturhaus Berlin
Veranstalter: Literaturtage / Zentrum für Literatur und Kulturforschung Berlin, Berlin

Lesung | 13.12.2009
Ort: Moritzbastei, Leipzig
Veranstalter: Mitteldeutscher Rundfunk HF- MDR Figaro-Lese-Café, Gerberstraße 2, 06108 Halle

Lesung | 11.01.2010
Veranstalter: Literarisches Quartier Kunstverein Wien Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Lesung | 12.01.2010
Veranstalter: Oberösterreichisches Literaturhaus im Stifterhaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz

Lesung | 13.01.2010
Veranstalter: Literaturhaus Graz, Elisabethstr. 30, 8010 Graz

Lesung | 14.01.2010
Veranstalter: Literaturhaus Salzburg, Strubergasse 23, 5020 Salzburg

Lesung | 21.01.2010
Veranstalter: Literarisches Zentrum Göttingen e.V., Düstere Straße 20, 37073 Göttingen

Lesung | 08.02.2010
Veranstalter: Buchhandlung zur Heide OHG, Osterberger Reihe 2-8, 49074 Osnabrück

Lesung | 09.02.2010
Veranstalter: Universität Bielefeld, Bielefeld

Quellen: Hanser Verlag Foto: Wikipedia

Lesung mit Margaret Atwood am 19.10. im Literaturhaus München

Das Jahr der Flut

Am 19.10.09 ist Margaret Atwood zu Gast im Literaturhaus München.

Die große kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood wird in diesem Jahr 70 Jahre alt und kommt zur Buchmesse mit ihrem neuen Roman (Deutsch von Monika Schmalz) nach Deutschland. „Das Jahr der Flut“ ist Schöpfungsgeschichte und Menetekel unserer globalen Zerstörung gleichermaßen, stilistisch schillernd und mit erzählerischer Kühnheit verfasst. Hoch auf den Dächern der Stadt liegt das Paradies. Seine Bewohner ernähren sich von Gemüse, Früchten und Honig und kultivieren ihren Garten Eden, den sie dem Waste Land einer Stadt abgetrotzt haben. Zu ihnen stößt die junge, kämpferische Toby.

Die deutschen Texte liest Lisa Wagner vom Bayerischen Staatsschauspiel, Tobias Döring moderiert die Lesung.

Das Jahr der FlutKurzbeschreibung
In diesem Jahr feiert Margaret Atwood ihren siebzigsten Geburtstag und legt einen Roman vor, der nicht nur einmal mehr ihren klaren Verstand offenbart, die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit ihrer Erzählkunst, ihre tiefe Menschenkenntnis, sondern auch eine jugendliche Kühnheit, der man nur mit Staunen und Bewunderung begegnen kann. Hoch auf den Dächern der Stadt, dem Himmel am nächsten, liegt das Paradies. Seine Bewohner nähren sich von Gemüse, Früchten und Honig und kultivieren ihren Garten Eden, den sie dem Waste Land einer Stadt jenseits der drohenden Klimakatastrophe abgetrotzt haben. Die junge, kämpferische Toby findet Zuflucht in dieser Gemeinschaft der „Gärtner Gottes“, nachdem sie durch die Maschen der Gesellschaft gefallen ist, die von einer rigiden, militärisch organisierten Wirtschaftsorganisation regiert wird. Hier trifft sie auf Ren, die spätere Trapeztänzerin, auf die anarchische Amanda und Jimmy, der zu ihnen allen in einer ganz speziellen Beziehung steht. Großenteils aus Tobys Perspektive erzählt Margaret Atwood von einer Welt, in der die globalisierte Wirtschaft die Exekutive übernommen hat, in der die Forschung lediglich ökonomischer Kontrolle unterworfen ist. Ihr berühmter Report der Magd, mit dem Atwood zum ersten Mal ihr waches politisches Gespür für die unterschwelligen und gefährlichen Entwicklungen der Welt unter Beweis stellte, wurde ein halbes Jahrhundert nach Orwells 1984 zum Kultbuch einer ganzen Generation. Im Jahr der Flut entwirft Atwood aufs Neue eine Zukunft, deren Realität weniger fern liegt, als wir uns womöglich eingestehen möchten. Doch fest steht: Dieser Erzählerin folgt man mit größtem Vergnügen, wohin sie will, auch bis ans Ende unserer Welt.

Veranstalter: Berlin Verlag, Stiftung Literaturhaus. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Lesung findet im Saal statt und beginnt um 20 Uhr.

Foto: Lesekreis

Atemschaukel von Herta Müller

Atemschaukel von Herta Müller

Pressestimmen
„Ein überwältigender, ergreifender, demütig machender Roman, die vielleicht nachhaltigste Leseerfahrung dieses Herbstes.“ (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.09)

„Ein sprachliches Kunstwerk, wie es das in diesem Herbst kaum ein zweites Mal geben dürfte. Wer es schafft, Herta Müllers bestürzenden, bedrückenden und – wegen seiner sprachlichen Kraft – beglückenden Roman zu Ende zu lesen, wird dieses Buch nie wieder vergessen.“ (Focus, Hajo Steinert, 10.08.09)

AtemschaukelKurzbeschreibung
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Über die Autorin
Herta Müller, 1953 geboren im deutschsprachigen Nitzkydorf/Rumänien, studierte 1973 – 1976 deutsche und rumänische Philologie in Temeswar. Nach dem Studium arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Sie wurde entlassen, weil sie sich weigerte für den rumänischen Geheimdienst Securitate zu arbeiten. Ihr erstes Buch „Niederungen“ lag danach vier Jahre beim Verlag und wurde 1982 nur zensiert veröffentlicht. 1984 erschien es in der Originalfassung in Deutschland. Herta Müller konnte danach in Rumänien nicht mehr veröffentlichen und war immer wieder Verhören, Hausdurchsuchungen und Bedrohungen durch die Securitate ausgesetzt. 1987 Übersiedlung nach Deutschland. 1989 – 2001 Gastprofessuren an Universitäten in England, Amerika, Schweiz und Deutschland. Seit 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Herta Müller wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt sie 2006 den Würth-Preis für Europäische Literatur für ihr literarisches Gesamtwerk sowie den Walther-Hasenclever-Werkpreis. Herta Müller lebt in Berlin. 2009 erhielt die Autorin die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft, am 08.10.2009 wurde sie mit Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Am 15.10. steht Herta Müllers Atemschaukel zum kostenlosen Download für 24 Stunden auf libreka! bereit.

Quelle Foto: Lesekreis

Literaturnobelpreis 2009: Herta Müller überglücklich!

Der Literaturnobelpreis wird jährlich seit 1901 von der Schwedischen Akademie an „denjenigen verliehen, der in der Literatur das Herausragendste in idealistischer Richtung geschaffen hat“.

Seit der ersten Verleihung im Jahr 1901 an den französischen Lyriker und Philosophen Sully Prudhomme wurde der Nobelpreis für Literatur bisher 106 Personen zuerkannt, zwölf davon waren Frauen: Die erste war 1909 Selma Lagerlöf, es folgten 1926 Grazia Deledda, 1928 Sigrid Undset, 1938 Pearl S. Buck, 1945 Gabriela Mistral, 1966 Nelly Sachs, 1991 Nadine Gordimer, 1993 Toni Morrison, 1996 WisŠ‚awa Szymborska, 2004 Elfriede Jelinek, 2007 Doris Lessing und seit heute, Donnerstag, den 08. Oktober 2009, die deutsche Schriftstellerin Herta Müller.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Jury der Schwedischen Akademie begründete ihre Auswahl unter anderem mit der Reinheit der Dichtung, die Müllers Werken innewohne. Müller zeichne „mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“.

„Als ich ihre Bücher gelesen habe, hat mich das innerlich erschüttert“, sagte der Chef der Nobelpreis-Akademie, Peter Englund. Müller schreibe „völlig ehrlich, mit einer unglaublichen Intensität. Sie schreibt auch als jemand aus einer Minderheit, völlig ohne Rücksicht auf sich selbst“. Müller habe „wirklich eine Geschichte zu erzählen.“ Auf den Anruf aus Stockholm habe sie „überglücklich“ reagiert, sagte Englund.

Herta Müller wurde am 17. August 1953 in Nitzkydorf, Rumänien als Banater Schwäbin, einem Teil der deutschen Minderheit in Rumänien, geboren. Ihr Großvater war ein wohlhabender Bauer und Kaufmann. Er wurde unter dem kommunistischen Regime enteignet. Ihre Mutter war zu jahrelanger Zwangsarbeit in die UdSSR deportiert worden. Ihr Vater, ein ehemaliger Soldat der Waffen-SS, verdiente seinen Lebensunterhalt als Lkw-Fahrer.

Nach dem Abitur studierte sie an der Universität des Westens TimiŠŸoara Germanistik und rumänische Literatur. Ab 1976 arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik, wurde allerdings 1979 nach ihrer Weigerung, mit der rumänischen Securitate zusammenzuarbeiten, entlassen. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit zeitweiliger Lehrtätigkeit in Schulen und Kindergärten sowie mit privatem Deutschunterricht.

Ihr erstes Buch Niederungen konnte 1982 in Rumänien, wie alle Publikationen, nur in zensierter Fassung erscheinen. 1987 reiste Herta Müller mit ihrem damaligen Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, in die Bundesrepublik Deutschland aus. In den folgenden Jahren erhielt sie eine Reihe von Lehraufträgen als „Writer in residence“ an Universitäten im In- und Ausland. 2005 war sie „Heiner-Müller-Gastprofessorin“ an der Freien Universität in Berlin, wo sie heute lebt.

Herta Müller gehörte bis zu ihrem Austritt 1997 dem P.E.N.-Zentrum Deutschland an; seit 1995 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

2008 entbrannte eine innenpolitische Diskussion um die Teilnahme des Historikers Sorin Antohi und des Germanisten Andrei Corbea-HoiŠŸie an einer Tagung des „Berliner Rumänischen Kulturinstituts“ am 25. Juli 2008, weil beide Informanten der Securitate im kommunistischen Rumänien waren. Herta Müller kritisierte deren Einladung in einem offenen Brief. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung griff der aus dem Banat stammende Historiker, Philosoph und Literat Carl Gibson Herta Müller an und warf ihr in seinem Buch Symphonie der Freiheit Systemloyalität unter dem CeauŠŸescu-Regime vor.

In einem Artikel in der Wochenzeitung Die Zeit vom 23. Juli 2009 mit dem Titel „Die Securitate ist noch im Dienst“ beschreibt Herta Müller allerdings, welchen Machenschaften des rumänischen Geheimdienstes sie ausgesetzt war und noch heute ist. Die Akten der Securitate offenbaren, dass sie und damit ihre unermüdliche Kritik an der Diktatur CeauÈ™escu durch Diskreditierungsmaßnahmen unglaubwürdig gemacht werden sollte. So wurden etwa von der Securitate entworfene Briefe an deutsche Rundfunkanstalten geschickt, in denen sie als Agentin beschuldigt wurde. Weiterhin beschuldigten sie führende Personen der Landsmannschaft der Banater Schwaben, die informelle Mitarbeiter der Securitate waren, im Auftrag der Kommunistischen Partei Rumäniens zu schreiben.

Atemschaukel2009 wurde ihr Roman Atemschaukel, der durch ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung ermöglicht wurde, für den Deutschen Buchpreis 2009 nominiert und gelangte auf die Shortlist. In diesem Buch zeichnet die Autorin den Weg eines jungen Mannes in ein Deportationslager nach Russland nach, das exemplarisch für das Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen nach dem Zweiten Weltkrieg steht. Als Modell diente ihr dabei das Erleben des 2006 verstorbenen Lyrikers und Georg-Büchner-Preisträgers Oskar Pastior, dessen mündliche Erinnerungen Herta Müller in mehreren Heften notiert hat.

Kurzbeschreibung Atemschaukel
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Am 09.10.2009 ist Herta Müller zu Gast bei Literatur im Foyer mit Thea Dorn im SWR.

Quelle: Wikipedia

Man Booker Prize 2009 geht an Hilary Mantel für Wolf Hall

Die 57-jährige britische Schriftstellerin Hilary Mantel wurde am 06. Oktober 2009 mit dem Man Booker Prize 2009 ausgezeichnet.

Sie erhielt den mit 50.000 Pfund dotierten britischen Literaturpreis für ihren Roman Wolf Hall.

Hilary Mantel zählte zu den Nominierten der Shortlist, auf der sie neben Romanen von A.S. Byatt, J.M. Coetzee, Adam Foulds, Simon Mawer und Sarah Waters vertreten war.

Seit Bekanntgabe der Longlist im Juli 2009 wurde Wolf Hall, der elfte Roman der Autorin, bereits über eine Million Mal verkauft.

Hilary Mantel hat fünf Jahre an Wolf Hall geschrieben, derzeit arbeitet sie an der Fortsetzung der Geschichte um Thomas Cromwell.

Wolf HallWolf Hall ist ein historischer Roman, der im 16. Jahrhundert spielt und vom Aufstieg von Thomas Cromwell am Hof Heinrich VIII erzählt. Kritiker loben Hilary Mantels Roman als einen opulenten, spannenden historischen Roman, der eine deutliche Veränderung in der Betrachtungsweise der englischen Geschichte um Thomas Cromwell beim Leser bewirkt.

Synopsis
A magisterial new novel that takes us behind the scenes during one of the most formative periods in English history: the reign of Henry VIII. Wolf Hall is told mainly through the eyes of Thomas Cromwell, a self-made man who rose from a blacksmith’s son in Putney to be the most powerful man in England after the king. The cast also includes Cardinal Wolsey, Thomas More, Anne Boleyn and Henry’s other wives – and, of course, King Henry himself. It was a time when a half-made society was making itself with great passion and suffering and courage; a time when those involved in the art of the possible were servants to masters only interested in glorious gestures; a time when the very idea of social progress, and of a better world, was fresh, alien and threatening. It was a time of men who weren’t like us, but who were creating us

Quelle: Man Booker Prize