Dr. Hope: Prof. Dr. Marita Krauss erhebt Plagiatsvorwürfe gegen ZDF und Autoren

Wem gehört die mediale Wahrheit über die erste Münchner Ärztin Dr. Hope Bridges Adams Lehman?

Im Abstand von zwei Tagen sind die Bücher:

„Dr.Hope – Eine Frau gibt nicht auf: Deutschlands erste Ärztin“ von Torsten Dewi (Autor) und Katrin Tempel (Autorin) und

„Hope: Dr. Hope Bridges Adams Lehmann – Ärztin und Visionärin. Die Biografie“ von Marita Krauss (Autor) erschienen.

Der Piper Verlag hat am 26.09.2009 den Roman von Torsten Dewi und Katrin Tempel veröffentlicht, die Biografie von Marita Krauss erschien am 28.09.2009 im Münchner Volk Verlag.

Schon am 18.09.2009 berichtete die Süddeutsche Zeitung ausführlich über einen Plagiatsvorwurf von Marita Krauss gegen die Autoren Dewi und Tempel.

Prof. Dr. Marita Krauss, die Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg lehrt und durch viele Publikationen, Ausstellungen und Rundfunksendungen als hervorragende Kennerin der Münchner und bayerischen Geschichte bekannt ist, hat in 15-jähriger kriminalistischer Kleinarbeit die Puzzleteile um die längst vergessene erste Münchner Ärztin Dr. Hope Bridges Adams Lehmann zusammengefügt.

Der Nachlass von Dr. Hope war im Krieg verloren gegangen und so führten die Recherchen Frau Krauss nach Hamburg, Dresden, Leipzig, Karlsruhe, Bonn, Offenburg, Frankfurt, Berlin, Amsterdam, London, Dublin, Montevideo und Australien. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie 2002 in dem Buch „Die Frau der Zukunft – Dr. Hope Bridges Adams Lehman 1855 – 1915. Ärztin und Reformerin“, in Rundfunk-Features und in einer Ausstellung im Münchner Gasteig.

Nach Angaben der SZ wurde Katrin Tempel (damals Katrin Kaiser) in der Ausstellung über Dr. Hope im Gasteig auf die ungewöhnlich moderne Frau aus dem 19. Jahrhundert aufmerksam.

„Meine Ko-Autorin Katrin hat mich vor über drei Jahren auf diesen Stoff hingewiesen, und ich war sofort Feuer und Flamme, über so ein begeisternswertes Leben zu schreiben“, schreibt Torsten Dewi am 13. Juni 2007 auf seinem Blog Wortvogel. Am 24. September 2008 geht Torsten Dewi genauer auf die Entstehungsgeschichte zu seinem Roman und dem Drehbuch über „Hope“ zu dem ZDF-Zweiteiler, der in der Zwischenzeit nach seiner Vorlage entstanden war, ein.

„Gerade wenn man Stoffe und Biographien behandeln will, an denen noch Rechte hängen, kommt man schnell in Teufels Küche. Passiert mir durchschnittlich zweimal pro Jahr…“, schreibt Dewi in einem Kommentar zu seinem Artikel am 24.09.08.

Der historische Zweiteiler „Dr. Hope †“ Eine Frau gibt nicht auf“ wird zunächst am 19. März auf Arte ausgestrahlt. Das ZDF zeigt die je 90-minütigen Folgen am 22. und 24. März. Darin spielt Heike Makatsch die Rolle der Hope Bridges Adams, eine Pionierin der Frauenbewegung und erste Frau, die in Deutschland ein medizinisches Staatsexamen ablegt.

Marita Krauss wirft Torsten Dewi und seiner Co-Autorin Katrin Tempel vor, sich ordentlich an ihrer Biografie über Hope Bridges Adams Lehmann bedient zu haben, wie sie dem „Münchner Merkur“ (Ausgabe vom 18.02.2010) sagte.

Ihre grundlegende Forschungsarbeit über die erste Ärztin in Deutschland und Vorreiterin der Frauenemanzipation habe sie auf Basis einer schwierigen Quellenlage geschrieben. Vor allem ihre Schlussfolgerungen seien kopiert worden. 

„Die beiden Autoren haben sogar meine Tippfehler abgeschrieben“, sagte sie der Zeitung. „Es wurde alles ungeprüft übernommen.“ Vieles im Film sei zudem „extrem verfälschend“ dargestellt, so Krauss über die fünf Millionen Euro teure, gebührenfinanzierte Produktion.

In dem im September 2009 in der Süddeutschen Zeitung erschienen Artikel wurde berichtet, dass die Produktionsfirma Hofmann und Voges, die den Zweiteiler im ZDF-Auftrag vorbereitete, zunächst mit Frau Krauss über die Nutzung der Forschungsergebnisse und Printrechte verhandelt hatte. Die Verhandlungen wurden aber Anfang 2009 eingestellt, weil man sich nicht einigen konnte. Es entstünden keine Rechte, weil die Autoren Dewi und Tempel alles selbst erfunden und nachrecherchiert hätten, teilte man ihr mit.

Dies sieht Frau Krauss anders, sie will auf die Nennung: „Nach einer Vorlage von Marita Krauss“ und Entschädigung klagen.

Dewi reagierte gereizt auf das Thema und wollte sich nicht weiter dazu äußern, schreibt der Münchner Merkur. In einem Kommentar äußerte sich der Autor zu dem Plagaiatsvorwurf von Frau Krauss auf dem Blog Tiniaden folgendermaßen:

Torsten Dewi – 14. Februar 2010
Der Autor spricht:
Von einem neuen Remix-Fall kann bei „Dr. Hope“ nicht die Rede sein – vergleichbar ist die Situation (wenn überhaupt) mit dem Streit um „Tannöd“. Romane und Sachbücher sind (auch rechtlich) zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Historische Fakten, Personen und Ereignisse sind nicht geschützt – ein Historiker kann tatsächliche Geschehnisse nicht als sein Eigentum betrachten, das es zu lizensieren gilt. Das gilt besonders dann, wenn die Quelle an keiner Stelle verheimlicht wurde. Die histoische Figur Dr. Hope Lehmann gehört niemandem – nicht den Erben, nicht dem Museum, nicht einem Historiker. Im Fall von KREATIVER Eigenleistung bin ich ein Gegner der These, dass alles erlaubt ist – abschreiben ist tabu.

Torsten Dewi – 14. Februar 2010
Nochmal der Autor
Der Tannöd-Fall ist in der Tat ein Präzedenzfall, weil er lediglich die gültige Rechtsprechung bestätigt. Und der SZ-Artikel zitiert ausschließlich die Historikerin selbst, ohne Sender, Produktionsfirma, oder Autoren zu Wort kommen zu lassen. Man beachte auch, dass zwar der Eindruck erweckt werden soll, es läge ein justiziabler Fall vor, der Autor des Artikels aber selbst im vorletzten Absatz zugeben muss, dass dem wohl nicht so ist („Grundsätzlich ist wohl wenig dagegen zu mache…“). Und ich wiederhole mich gerne: Historische Fakten sind nicht Eigentum von Historikern. Man sollte da nicht Äpfel („Axolotl“) mit Birnen („Dr. Hope“) vergleichen.

Vielleicht kann Frau Krauss Trost in Theodor Fontanes im Moment wieder sehr aktuellen Ausspruch finden: „Über Plagiate sollte man sich nicht ärgern. Sie sind wahrscheinlich die aufrichtigsten aller Komplimente.“

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STROBO: Deef Pirmasens liest Airens Texte

Multimediale Lesung in der Niederlassung München am 18.02.10 um 20 Uhr:

Deef Pirmasens liest Texte aus Airens Buch STROBO.

Wenn Deef Pirmasens Helene Hegemanns Axolotl Roadkill nicht gelesen hätte, wäre es vielleicht überhaupt nicht herausgekommen, dass hier ganze Textpassagen aus STROBO, Airens in August 2009 erschienen Roman, abgeschrieben wurden. Bereits im September 2009 veranstaltete Deef eine Multimediale Lesung mit Airens Texten in der Münchner Niederlassung.

Im September 2009 war das Interesse daran sicherlich nicht so groß wie es heute ist, man sollte sich also möglichst früh auf den Weg zu machen.

Zur Lesung gibt es passende Beats und Sounds von Festplatte und Visuals von VJ gently.radical.

Deef Pirmasens geht auf  Lesereise -  die ersten Termine stehen schon fest:

Donnerstag 18.02. München, Niederlassung
Freitag, 12.03. Berlin, WMF
Samstag, 13.03. Hamburg, Lesereihe Katapult im Uebel & Gefährlich
Mittwoch, 17.03. Leipzig, Moritzbastei
Samstag, 20.03. Leipzig, Litpop im Neuen Rathaus

Quelle: Gefühlskonserve

Meine Dicksten

Jörn, der Eliterator, kam auf die Idee seine dicksten Bücher zu messen. Das ist zwar keine besonders sinnvolle Arbeit, aber Spaß macht es allemal die Bücher nach diesem Gesichtspunkt mal wieder aus dem Regal zu holen.

Meine Dicksten sind:

1. Unabhängigkeitstag von Richard Ford (6,5 cm – 744 Seiten)
2. Das Glücksrad oder Der Zauber von Oxmoon von Susan Howatch (6,4 cm – 1247 Seiten)
3. Knaurs Lexikon der Weltliteratur (6,1 cm – 745 Seiten)
4. Ein Haus in Irland von Maeve Binchy (6,1 cm – 668 Seiten)
5. Der Schwarm von Frank Schätzing (6,0 cm – 997 Seiten)
6. Scarlett von Alexandra Ripley (5,9 cm – 783 Seiten)
7. Gai Jin von James Clavell (5,9 cm – 1147 Seiten)
8. Der Name der Rose (5,9 cm – 647 Seiten)
9. Morbus Fonticuli (5,9 cm – 764 Seiten)
10. Der Zauberberg von Thomas Mann (5,8 cm – 1001 Seiten)

Macht summa summarum 60,5 cm mit 8743 Seiten 😉

P.S.: Die Säulen der Erde ist bei Jörn 4,8 cm dick, meine Ausgabe ist 5,0 cm stark.

Axolotl Roadkill: Die Chronologie eines Skandals

Axolotl Roadkill: Die Chronologie eines Skandals

Am 18. Januar 2010 schreibt der SPIEGEL erstmals über das „Wunderkind der Boheme“, am 20.01. berichtet die WELT über das verblüffend kluge, angenehm groteske und herrlich sprachgewandte Buch des neuen Wunderkindes der Berliner Kreativszene, am 21.02. erscheint in der ZEIT ein zweiseitiger Artikel über diesen „literarischen Kugelblitz“.

Noch bevor Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“ am 22. Januar 2010 im Ullstein Verlag erscheint, ist das Buch bereits berühmt.

Die Lobeshymnen nehmen kein Ende:  Am 23.02. erscheinen gleich zwei Artikel in der FAZ, am 28.02. ein weiterer in der ZEIT, in dem es heißt, dass bereits zweimal der Erscheinungstermin des Buchs wegen des großen Medieninteresses vorgezogen wurde. „Axolotl Roadkill“ ist schon vor der Veröffentlichung für den Erstlingspreis der LitCologne in Köln nominiert und wird von der Kritikerjury am 28.01 für den Leipziger Buchpreis auf die Nominierungsliste gesetzt.

Am 02. Februar 2010 berichtet das Börsenblatt, dass der Ullstein Verlag die 3. Auflage drucken lässt und bereits 50 000 Exemplare von „Axolotl Roadkill“ ausgeliefert wurden.

Am 05.02.10 resümiert die ZEIT: „Es gibt drei Gründe, warum ein Roman und sein Verfasser zu einem Phänomen werden können: Erstens, das Buch birgt einen Skandal. Zweitens, es ist literarisch besonders gut. Drittens, es trifft einen Nerv der Zeit, ist Antwort auf eine gesellschaftliche Sehnsucht. Skandalös ist es zum Beispiel, wenn es verrucht, versaut ist, voller Drogen- und Sexexzessen steckt. Charlotte Roches Feuchtgebiete wurde auf diese Weise zum Renner. Oder der Roman provoziert eine Anklage, wie bekanntlich im Fall von Maxim Billers Esra. Schon also, wenn eines dieser Dinge zutrifft, ist der Verkauf in den Buchhandlungen gesichert. Wenn aber alle drei Kriterien zutreffen, ja, dann hat man wirklich einen Knaller vor sich, dann ist das Buch rasch vergriffen und die Journalisten bieten sich bei der Berichterstattung ein Wettrennen.“ […]

Ein weiteres Beispiel für einen Skandal, das der ZEIT aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, ist der Plagiatsvorwurf. Ebenfalls am 05.02.10 berichtet Deef Pirmasens auf seinem Blog Gefühlskonserve von seiner Entdeckung:

Axolotl Roadkill: Alles nur geklaut?

In nahezu 20 Textpassagen stellt Deef Pirmasens den Vergleich zu dem im September 2009 erschienen Roman „Strobo“ von Airen an. Die Übereinstimmungen dieser Passagen in Axolotl Roadkill und Strobo sind verblüffend. Helene Hegemann hat sich nicht mal besonders angestrengt dies zu vertuschen.

„Helene Hegemann zeigt uns in Axolotl Roadkill zwar, dass sie nicht nur für ihr Alter, sondern ganz allgemein eine beachtenswert wortgewaltige und wundervoll böse Schreibe hat. Aber statt sich nur von anderen inspirieren zu lassen und zu zitieren, schreibt sie ab. Das stört den guten Eindruck ganz empfindlich“, schreibt Deef Pirmasens über seine Entdeckung.

Seit dem 08.02.2010 rudern nun alle zurück:

Zeitgeist oder Plagiat, Kreativität ohne Reinheitsgebot, total gedankenlos oder egoistisch heißt es in den Schlagzahlen. Der Verlag unternimmt den Versuch der Imagewahrung, der Autor Airen wird beteiligt, man einigt sich auf die Nennung seines Namens in künftigen Ausgaben, eine vierstellige Summe wird bezahlt. Immer mehr Autoren melden sich, um Ansprüche auf ihre Texte, die Hegemann ebenfalls verwendet hat, geltend zu machen. Kritiker, Lektoren, Autoren diskutieren und streiten im Netz. Ca. 2800 Leser haben sich an der Umfrage der WELT beteiligt: 82% sind der Ansicht: Eine Frechheit! Hegemann sollte sich schämen.

Mittlerweile hat Helene Hegemann sich entschuldigt und reist von einer Talkshow zur nächsten. Etwas Scham würde ihr gut zu Gesicht stehen, doch davon sieht man leider nichts.

Die Taschenbuchausgabe von Strobo umfasst 170 Seiten und ist am 01.08.2009 im SuKuLTuR Verlag erschienen, derzeit allerdings nicht lieferbar.

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Nachfolgend ein Auszug der Schlagzeilen rund um Christine Hegemann und Axolotl Roadkill:

Das Wunderkind der Boheme – Die Schülerin Helene Hegemann ist erst 17 und lebt in Berlin. In ihrem ersten Roman erzählt sie, wie schwer jungen Menschen die Rebellion fällt, wenn schon die Eltern Rebellen sind. Spiegel, 18.01.2010

Jung-Autorin Hegemann feiert die Kommune im Kapitalismus WELT Online, 20.01.2010

Literarischer Kugelblitz – Im Koksnebel: Helene Hegemanns heftiges Romandebüt „Axolotl Roadkill“ ZEIT Online, 21.01.2010

Bücher der Woche: Axolotl Roadkill – Mir zerfallen die Worte im Mund wie schlechte Pillen FAZ, 23.01.2010

Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill†œ – Glauben, lieben, hassen – FAZ, 23.01.2010

Helene Hegemann: Wie sie euch gefällt. Helene Hegemann ist fast noch ein Kind – mit ihrem ersten Roman soll sie der neue Berliner Literaturstar werden. Wir haben ihre Verwandlung über Monate begleitet. ZEIT Online, 28.01.2010

Gespräch mit Ullstein-Programmleiterin Ulrike Ostermeyer über Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“: „Es ist keine Wohlfühlliteratur“ Die dritte Auflage wird gerade gedruckt. 50000 Exemplare von Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“ hat Ullstein ausgeliefert. Börsenblatt, 02.02.2010

Helene Hegemann: Futter für die infantile Gesellschaft. Warum ärgern sich so viele über den Hype um Helene Hegemann? Weil ihr Roman einen Nerv der Zeit getroffen hat. ZEIT Online, 05.02.2010

Fall Hegemann: Blogger entlarvt Fräuleinwunder Süddeutsche 08.02.2010

Debatte um Bestseller-Autorin Hegemann: Kreativität ohne Reinheitsgebot. Helene Hegemann, der neue Shootingstar der Literatur, hat abgeschrieben. Na und? Das haben schon ganz andere vor ihr getan. SPIEGEL Online, 08.02.10

Bestseller-Autorin Hegemann: Fräulein Wunder hat abgeschrieben. Süddeutsche Zeitung, 08.02.2010

Autorin Helene Hegemann: Untermieter im eigenen Kopf. Süddeutsche Zeitung, 08.02.2010

Bestseller-Autorin Hegemann: Literatur-Wunderkind schrieb bei Blogger ab. SPIEGEL Online, 08.02.10

„Total gedankenlos und egoistisch“ – Zeitgeist oder Plagiat? In ihrem bejubelten Romandebüt hat sich Helene Hegemann bei einem anderen Autor bedient. ZEIT Online, 08.02.2010

„Axolotl Roadkill“ 17-jähriger Literaturstar klaute Roman aus Netz WELT Online, 08.02.2010

Helene Hegemann: „Ich beraube meine Freunde schonungslos“ WELT Online, 08.02.2010

„Axolotl Roadkill“: Ullstein und Autorin Helene Hegemann äußern sich zu Plagiatsvorwurf Börsenblatt, 08.02.2010

Plagiatsdebatte „Axolotl†œ: Sie zitiert Airen, und er zitiert Benn und Burroughs FAZ, 09.02.2010

Meinung: Hegemann-Debatte – Das große Missverständnis. Warum die Literaturkritik im Fall Helene Hegemann so seltsam gescheitert ist. Eine Analyse von Thomas von Steinaecker, die der Schriftsteller mit einer Bitte an die Rezensenten verbindet. Börsenblatt, 10.02.2010

Plagiatsfall Helene Hegemann – Germanys Next Autoren-Topmodel FAZ, 10.02.2010

Die besten Bücher des Frühjahrs – 15 Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse Börsenblatt, 11.02.2010

Preis der Leipziger Buchmesse: Helene Hegemann nominiert FAZ, 11.02.2010

Buchpreis-Nominierungen: Jetzt aber ran mit Hegemann! Jetzt erhält die 17-jährige Helene Hegemann beinahe schon offizielle Weihen: Sie steht auf der Nominiertenliste für den Preis der Leipziger Buchmesse. SPIEGEL Online, 11.02.2010

Helene Hegemann: Neue Plagiatsvorwürfe gegen die Autorin ZEIT Online, 11.02.2010

„Axolotl Roadkill: Helene Hegemann hat ein beeindruckendes Buch geschrieben.“ Im Fall Hegemann meldet sich nun noch einmal Ullstein-Verlegerin Siv Bublitz zu Wort. In einer Mitteilung heißt es: „Wie bereits angekündigt, hat der Ullstein Verlag nun nachträglich Abdruckgenehmigungen für bislang nicht genannte Quellen des Romans „Axolotl Roadkill†œ von Helene Hegemann eingeholt.“ Börsenblatt, 11.02.2010

Hegemann-Buch: Ullstein Verlag erwirbt nachträglich Abdruckrechte ZEIT Online, 11.02.2010

„Komplette Kopie“ – Auch Filmstudent wirft Hegemann Plagiat vor WELT Online, 11.02.2010

Der bestohlene Blogger Airen im F.A.Z.-Gespräch: „Das habe ich erlebt, nicht Helene Hegemann“ FAZ, 12.02.2010

Warum alte Männer Helene Hegemann hassen. Die Aufregung um Helene Hegemann ist enorm. In immer kürzeren Abständen melden sich Autoren zu Wort, die angeben, sie seien von ihr beklaut worden. Damit haben die Pfaffen, die über den Zugang zur Kultur wachen, endlich etwas anderes gegen Hegemann in der Hand als nur ihre eigenen Vorurteile. WELT Online 12.02.2010

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 07/2010

Platz 1 : Der Koch von Martin Suter

Der KochKurzbeschreibung
Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: Love Food fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit.
Der Held der so sinnlichen wie spannenden Geschichte ist Maravan, ein 33jähriger tamilischer Asylbewerber, der als Hilfskraft in einem Zürcher Sternelokal arbeitet. In Zeiten der Wirtschaftskrise ist seine Position die erste, auf die verzichtet werden kann: Maravan wird gefeuert. Doch er lässt sich nicht entmutigen und gründet mit seiner Kollegin Andrea †œLove Food†, ein Cateringunternehmen, das sich auf Liebesmenüs für Paare spezialisiert hat. Der Erfolg lässt nicht lang auf sich warten und bald beginnt eine zahlungskräftige Klientel, Interesse zu bekunden: Männer aus Politik und Wirtschaft.
Martin Suter erzählt in seinem neuen Roman von den Verführungen der Kochkunst †“ und führt tief hinein in die politischen Grauzonen der Gegenwart.

Platz 2 : Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

Kurzbeschreibung
‚Schreckliche Leben sind der größte Glücksfall‘, schreibt die 16jährige Mifti in ihr Tagebuch. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie in Berlin, und als ‚pseudo-belastungsgestörtes‘ Problemkind durchläuft sie nach ‚Jahren der Duldungsstarre‘ gerade eine extrem negative Entwicklung.
Obwohl intelligent und gut situiert, nimmt sie Drogen, verweigert die Schule und hat sogar Argumente dafür. Anstatt sich an Konventionen abzuarbeiten hinterfragt und analysiert sie nämlich permanent die gesellschaftliche Situation, in der sie sich befindet. Sie wohnt bei ihren wohlstandsverwahrlosten Halbgeschwistern und ihr Vater steckt noch immer in seiner frühkindlichen Allmachtsphase. Freiheit und Selbstzerstörung fallen zusammen und Mifti entlarvt in ihren von Wahn und Genie geprägten Zwischenwelten Sprache, Lebensentwürfe und Vorgegebenheiten der Erwachsenen. Sie kokettiert mit ihrer Kaputtheit und sucht im ‚allgemeinen Dahinschimmeln‘ nach einem Zugriff auf ihr eigenes Leben.
Der siebzehnjährigen Helene Hegemann ist ein sprachmächtiges, kluges Debüt über einen Zustand gelungen, in dem Traum, Alptraum und knallharte Realität nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind.

Platz 3 : Gezeichnet. House of Night 1 von P.C. Cast und Kristin Cast

GezeichnetKurzbeschreibung
HOUSE OF NIGHT: die einzig legitime Nachfolge-Serie der Bis(s) Romane
Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampire, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampir ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampir sie ist eine Auserwählte der Vampirgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…
House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung – und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.

Platz 4 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

ErbarmenKurzbeschreibung
Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen.
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?“
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
„Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt.“ politiken.dk

Platz 5 : Radio Heimat: Geschichten von zuhause von Frank Goosen

Kurzbeschreibung
„Woanders is auch scheiße!“
Erfrischend ehrlich, wahrhaft komisch, entwaffnend sentimental – Frank Goosens geschichtensattes Hohelied auf das, was ihm und auch uns allen Heimat ist: die liebenswerte Haut, aus wir nicht mehr können.
Wo sonst auf der Welt wird die fröhliche Begrüßung »Ey, Jupp, du altes Arschloch!« als freundschaftliche und ehrerbietig empfunden? Nirgends, nur entlang der A 40, im Herzen der schönsten deutschen Provinz, die zwar nicht wirklich viel Gegend hat, dafür aber jede Menge skurrile, herzliche, raue, gnadenlos ehrliche Ureinwohner. Denn »es geht um die Menschen«, und von diesen Menschen erzählt Frank Goosen in seinem ganz besonderen, sehr persönlichen Ton. Er fördert Kindheitserinnerungen von Omma und Oppa (die im Bochumer Rathaus wohnten und stadtbekannt waren) zutage, er durchstreift mit Mücke, Pommes und Spüli die Untiefen einer Jugend, er steht an der Seltersbude auf ein Bierchen, leidet und jubelt mit den Fans im Stadion, durchkämmt Schrebergärten und Zechen, Industriebrachen und Einkaufszentren.
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Platz 6 : Leopard von Jo Nesbø

LeopardKurzbeschreibung
Hongkong: Im Dunst der Garküchen und Drogenhöhlen dämmert einsam ein Mann vor sich hin. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde.Die junge Kommissarin Kaja schafft es schließlich, Harry zurückzuholen. Schon bald wird er immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter erweist sich als äußerst unberechenbar und intelligent. Er arbeitet mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry von einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge bis nach Ruanda. Als er dem Killer gegenübersteht, muss er eine übermenschliche Entscheidung treffen.

Platz 7 : Bis(s) zum Ende der Nacht von Stephenie Meyer

biss-zum-ende-der-nachtKurzbeschreibung
Wenn man vom dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Geliebten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Geliebten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern? Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt? Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella. Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jakob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich, auch wenn es so aussieht, als setze sie eine Entwicklung in Gang, die möglicherweise verheerend für sie alle ist.Noch hofft Bella, die verschieden Fäden ihres Leben wieder zusammenführen zu können, da droht alles für immer zerstört zu werden …

Platz 8 : Atemschaukel von Herta Müller

AtemschaukelKurzbeschreibung
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Platz 9 : Das verlorene Symbol von Dan Brown

Das verlorene SymbolKurzbeschreibung
Das verlorene Symbol ist die lange erwartete Fortsetzung von Dan Browns The Da Vinci Code (Deutsch: Das Sakrileg). The Da Vinci Code war ein internationales Phänomen mit weltweit 81 Millionen gedruckten Exemplaren. In Großbritannien war es sogar das meistverkaufte Taschenbuch aller Zeiten. Die Verfilmung war ebenso ein Riesenerfolg. Seit Mai 2009 läuft Angels and Demons (Deutsch: Illuminati) weltweit in den Kinos.
In seinem neuen Buch The Lost Symbol ist erneut Robert Langdon der Held. Die Leser werden wieder ab der ersten Seite mit Robert Langdon mitfiebern, wenn sie mit ihm auf eine spannende Entdeckungsreise voller Überraschungen gehen †“ und das Ganze in nur 12 Stunden Handlungszeit. Dan Browns Talent für das Geschichtenerzählen mit eingewebten historischen Elementen, Codes und Intrigen machen den neuen Thriller wieder zu einem echten „Pageturner“.
„Dieser Roman war eine seltsame und wundervolle Reise“, sagt Dan Brown selbst. „Das Ergebnis von 5 Jahren Recherche in eine 12-stündige Handlung einzuweben, war anregende Herausforderung. Robert Langdons Leben schreitet definitiv schneller voran als mein eigenes.“

Platz 10 : Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott von William P. Young

die-hutteKurzbeschreibung
Macks jüngste Tochter ist vor Jahren entführt und wahrscheinlich umgebracht worden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden, in deren Nähe die Familie auf einem Ausflug campierte. Jetzt erhält Mack rätselhafte Einladungen, die ihn aus seiner tiefen Depression reißen, in der er mit Gott über den Verlust hadert. Diese Einladungen locken ihn in die Hütte, wo er an einem bemerkenswerten Wochenende Gott, Jesus und den Heiligen Geist persönlich trifft. In furiosen Dialogen mit Gott über das Böse und den Schmerz der Welt kommt Mack zu einem neuen Verständnis von Schöpfung und Christentum. Die Botschaft des Buches? Mack hatte Gottes Rolle in seinem Leben nicht nur unterschätzt, sondern falsch eingeschätzt. Der Verlust seiner Tochter ist eminent, aber das Leben geht nicht nur weiter, sondern es wird durch die Begegnung mit Gott um eine große Erfahrung bereichert. Mack beschreitet einen neuen Weg und hört auf, Gott immer nur zu beurteilen und ihn nur bei Tragödien in seinem Leben nach Gottes Rolle zu fragen. Es ist diese Botschaft, die Mack von Gott mit nimmt: Dass ich in der Lage bin, sogar aus entsetzlichen Tragödien noch unglaublich viel Gutes entstehen zu lassen, bedeutet nicht, dass ich die Tragödien orchestriere. Wenn ich sie für meine Zwecke nutze, heißt das auf keinen Fall, dass ich die Tragödien erschaffe oder sie benötige, um meine Absichten zu verfolgen…. Fur die Gnade ist es nicht erforderlich, dass Leid existiert,aber dort, wo Leiden ist, wirst du immer auch die Gnade finden,in vielen Facetten und Farben.

Quelle: Buchreport – Spiegel Online