KrimiWelt-Bestenliste Dezember 2009

Platz 1 : Tokio im Jahr Null von David Peace

Tokio im Jahr NullKurzbeschreibung
Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Vor der Nachkriegskulisse Tokios, zwischen Häuserruinen und zerbombten Straßenzügen, jagt ein Polizist von zweifelhafter Identität einen eiskalten Serienmörder. Der spektakuläre Auftakt zu David Peaces lang erwarteter Tokio-Trilogie.Tokio, 1946: die Hölle auf Erden. Die Stadt liegt in Trümmern, ebenso wie die Seelen ihrer Bewohner. Es herrschen Angst und Korruption, niemand ist der, der er zu sein vorgibt. Inmitten der Schuttberge geht ein brutaler Serienmörder um, der junge Frauen missbraucht und erdrosselt. Die Polizei verhaftet schnell einen Verdächtigen, der aber nur einen der Morde gesteht. Inspektor Minami ist gezwungen, ältere Fälle neu aufzurollen, um den Täter zur Strecke zu bringen. Doch dabei verstrickt er sich in einem Netz aus Lügen und nackter Gewalt. Die Machenschaften des organisierten Verbrechens werden für ihn zur tödlichen Gefahr, genau wie die Intrigen innerhalb des Polizeiapparats. Langsam zerfließen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, und die Taten der Vergangenheit kommen ans Tageslicht. Denn auch auf Minamis Schultern lastet eine schwere Schuld …

Platz 2 : Der Brenner und der liebe Gott von Wolf Haas

Der Brenner und der liebe GottKurzbeschreibung
Nach dem Sensationserfolg »Das Wetter vor 15 Jahre« ein neuer Brenner-Roman von Wolf Haas.
Der Brenner, Expolizist und Exdetektiv, hat endlich einen guten Job gefunden. Noch nie im Leben hat er sich so wohlgefühlt. Aber es wäre nicht der Brenner, wenn es lange dauern würde, bis wieder was passiert. So sorgt eine Tafel Schokolade für eine Kettenreaktion, an deren Ende sieben Begräbnisse stehen.
„Dank Simon Brenner ist Wolf Haas einer der meistprämierten deutschsprachigen Krimiautoren, gefeiert von der Literaturkritik und von den Lesern kultisch verehrt.“ (Joachim Kronsbein, Der Spiegel)

Platz 3 : Der Assistent der Sterne von Linus Reichlin

Der Assistent der SterneKurzbeschreibung
Es gibt kein Schicksal.
Aber du kannst ihm nicht entrinnen. In seinem zweiten Buch sprengt der Krimipreisträger 2009 erneut die Genre-Grenzen! Hannes Jensen, ehemaliger Inspecteur der Polizei von Brügge,
hat einen fatalen Fehler gemacht: Während eines Seminars in Island schläft er mit einer Frau, die er kaum kennt. Als er nach Brügge zurückkehrt, zu Annick, die er liebt, trägt er am
Hals noch die Spuren jener Nacht in Island: Die Frau hat ihn gebissen, und dieser Liebesbiss entzündet sich. Jensen versucht, ihn mit einem Kaschmirschal zu verdecken. Annick
den Fehltritt zu gestehen, hält er für schädlich: Es würde nur ihre Beziehung gefährden, die ohnehin auf wackligen Füßen steht. Außerdem hat Annick im Augenblick andere Probleme, in die sie Jensen nach seiner Rückkehr einweiht: Ihrer besten Freundin geht es nicht gut. Ein Féticheur, ein afrikanischer Wahrsager, hat ihr prophezeit, dass ihre einzige Tochter von einem Mann getötet werden wird, der ein Mal am Hals trägt. Jensen, als leidenschaftlicher Hobby-Physiker, glaubt nicht ans Schicksal. Seiner Meinung nach ist das Leben eine Abfolge von Zufällen, nichts ist vorbestimmt. Aber die Ereignisse der nächsten Tage lassen ihn an seinem Weltbild zweifeln. Es scheint, als bekomme der Féticheur mit seiner Prophezeiung recht. Je mehr sich Jensen gegen die schicksalhaften Verstrickungen wehrt, in die er gerät, desto weniger kann er ihnen entf liehen. Ein Roman über Schicksal und Zufall, über Liebe und Betrug spannend bis zum Schluss.

Platz 4 : Frankie Machine von Don Winslow

Frankie MachineKurzbeschreibung
Alle mögen Frank, den Mann vom Angelladen. Nur wenige kennen ihn als Frankie Machine, den legendären Mafiakiller …
Frank Macchiano ist ein geschiedener Kleinunternehmer, ein leidenschaftlicher Liebhaber und eine feste Stütze des Strandlebens von San Diego – der Mann vom Angelladen, den alle mögen und der immer noch gerne surft, obwohl er nicht mehr der Jüngste ist. Er ist auch ein Mafiakiller im Ruhestand: Frankie Machine, bekannt für gnadenlose Effizienz. Er hat das Geschäft hinter sich gelassen, und so soll es auch bleiben. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein: Jemand will ihn töten, und Frankie Machine muß ihn zuerst finden. Das Problem: Die Liste der Verdächtigen ist länger als die kalifornische Küste …

Platz 5 : Gewitter über Pluto von Heinrich Steinfest

Gewitter über PlutoKurzbeschreibung
Ein Pornodarsteller, ein Strickwarenladen und der Urvogel Archaeopteryx …
Lorenz Mohn, ein Mann mit perfektem Körper und nicht ganz so perfekter Seele, begreift im vierzigsten Jahr seines Lebens, dass er selbiges radikal ändern muss und beendet seine Karriere als Pornodarsteller. Inspiriert vom Anblick einer Kollegin, die mit Vermeerscher Ruhe und Würde an einem Pullöverchen häkelt, eröffnet er einen Strickwarenladen. Geldgeberin ist die von Gerüchten umwehte Grande Dame der Wiener Unterwelt. Ihre einzige Bedingung für das zinslose Darlehen: es auf den Tag genau in sieben Jahren zurückzuzahlen oder aber an eben diesem 14. Juli 2015 ein Leben zu retten. Das ist auch der Tag, an dem die NASA-Sonde New Horizons den Planeten Pluto erreichen soll. Ein Zufall? Wohl kaum, wenn man den Namen von Mohns Strickwarengeschäft bedenkt: Plutos Liebe. Ein Sturm bricht los und reißt alle mit sich.

Platz 6 : Winter in Maine von Gerard Donovan

Winter in MaineKurzbeschreibung
Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius‘ Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss …
Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, ein treuer und verspielter Pitbullterrier. Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in seiner Nähe gefallen ist, zu nahe. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde – offenbar mit Absicht.
Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben: die Mutter, die er gar nicht kannte, weil sie bei seiner Geburt starb, den Vater, der nie wieder heiratete, der ihn allein großzog und ihm die Sprache Shakespeares beibrachte und jetzt auch schon zwanzig Jahre nicht mehr da ist, an Claire, die einzige Frau in seinem Leben, die ihn einen Sommer lang liebte und dann wieder verschwand. Und jetzt Hobbes, sein letzter wahrer Freund. Am nächsten Tag holt er das Gewehr seines Großvaters aus der Scheune und zieht los, um seinen Hund zu rächen. Er macht Jagd auf die Jäger. Und obwohl diese Rache ebenso sinnlos ist wie die Tat, die ihr zugrundeliegt, verstehen wir diesen einsamen, verzweifelten Mörder, werden seine Komplizen in Eis und Schnee.

Platz 7 : Totsein verjährt nicht von Friedrich Ani

Totsein verjährt nichtKurzbeschreibung
Am 8. April 2002 wird die achtjährige Scarlett Peters zum letzten Mal gesehen. Drei Jahre danach wird Jonathan Krumbholz, ein vierundzwanzigjähriger, geistig zurückgebliebener Mann, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sechs Jahre später bekommt Polonius Fischer, Kommissar bei der Mordkommission in München, von einem Schulfreund der Verschwundenen einen Brief. Er will Scarlett auf der Straße erkannt haben. Ist dem Zeugen zu trauen? Ist Scarlett gar nicht tot – obwohl ihre Mutter für sie ein Grab auf dem Neuen Südfriedhof gekauft hat? Hat die Polizei sich geirrt? Friedrich Ani erzählt in seinem Kriminalroman mit atemloser Spannung die Geschichte eines realen Falles, der alle Sicherheiten in Frage stellt. Polonius Fischer ist zutiefst irritiert: Haben seine Kollegen wissentlich nach einem Sündenbock für einen Mord gesucht, um einen Fall abzuschließen, der die Öffentlichkeit bewegt hat wie kein zweiter?

Platz 8 : Ein schöner Ort zum Sterben von Malla Nunn

Ein schöner Ort zum SterbenKurzbeschreibung
Südafrika in den fünfziger Jahren – zu einer Zeit, als Männer wie der junge Nelson Mandela verfolgt wurden: Ein englischer Ermittler sucht den Mörder eines Buren – und gerät tief in die Geheimnisse eines Dorfes, in dem die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß ganz anders verlaufen als vermutet. 1952 – in einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Südafrika und Mosambik. Die neuen Apartheid-Gesetze teilen die Nation in Schwarz und Weiß und bringen zugleich Engländer und Buren näher zusammen. Als Captain Pretorius, ein Bure, erschossen wird, reißen alte Wunden wieder auf. Detective Cooper, ein Engländer aus Johannisburg, beginnt zu ermitteln – allein und ohne jede Unterstützung. Die Familie des Toten begegnet ihm misstrauisch und präsentiert sofort einen Verdächtigen: einen Ladenbesitzer, der mit pornographischen Fotos handelt. Da schaltet sich plötzlich eine Spezialeinheit ein, die den Fall nutzt, um schwarze Apartheid-Gegner zu jagen. Doch nichts kann Cooper einschüchtern … Bis er auf eine junge Schwarze trifft, die ihm beweist, dass der tote Polizist ein gefährliches Geheimnis hütete.

Platz 9 : Das zweite Leben des Herrn Roos von Håkan Nesser

Das zweite Leben des Herrn RoosKurzbeschreibung
Ein Fall für Inspektor Barbarotti
Ante Valdemar Roos, 59 Jahre alt, ist der Prototyp des Langweilers: grau, unauffällig, in zweiter Ehe mit Alice verheiratet, seit mehr als zwanzig Jahren als Ingenieur in einer Firma beschäftigt, die mittlerweile nur noch Thermoskannen herstellt. Roos ist unzufrieden mit sich, dem Leben, seiner Ehe, weiß aber keinen Ausweg. Doch eines Tages geschieht ein kleines Wunder – er gewinnt im Toto, das er seit dem Tod seines Vaters spielt. Anstatt seine Freude groß hinauszuposaunen, beginnt er ein Doppelleben in einem abgelegenen Häuschen im Wald. Dort macht er bald eine neue Bekanntschaft, die er in seinem ersten Leben so nie für möglich gehalten hätte. Roos freundet sich mit einem jungen Mädchen an, das aus einem Heim für junge Drogenabhängige ausgerissen ist und nun verzweifelt eine Zuflucht sucht. Doch schon bald stört ihr Exfreund die Idylle – und Inspektor Barbarotti hat einen Mordfall zu klären…

Platz 10 : Einfache Gewitter von William Boyd

Einfache GewitterKurzbeschreibung
Eine scheinbar unbedeutende Entscheidung, und nichts ist mehr, wie es einmal war – in einer Millisekunde entgleitet ein ganzes Leben. Virtuos erzählt William Boyd davon, was es heißt, alles zu verlieren – und neue Wege zu beschreiten. Ein Roman so packend und so mitreißend wie Ruhelos, mit dem Boyd vor drei Jahren das deutsche Lesepublikum eroberte (über 100 000 verkaufte Exemplare). Ein Mann. Eine Zufallsbekanntschaft. Ein Aktenordner. Ein Toter. Von einer Sekunde auf die andere muss Adam Kindred, angesehener Klimatologe auf Durchreise in London, untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Kontakt zur Familie nicht möglich, Kreditkarte und Mobiltelefon nicht zu benutzen, das Hotelzimmer außer Reichweite. Nur Stunden zuvor hatte er in einem kleinen italienischen Restaurant in Chelsea Philip Wang kennengelernt, Chef-Entwickler des Pharmakonzerns Calenture-Deutz. Als er ihn wenig später in seinem Apartment aufsucht, um einen vergessenen Ordner vorbeizubringen, findet er einen sterbenden Mann vor. In Panik flieht Adam, alle Indizien weisen auf ihn. Er versteckt sich auf Brachland nahe der Themse und muss nun, wie tausend andere in London, im Untergrund, im Verborgenen leben. Schnell hofft er, seine Unschuld zu beweisen, doch ahnt er nicht, welchen Mächten er gegenübersteht. William Boyd erzählt die Geschichte eines Mannes, dem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Er erzählt, welche Kräfte jemand entwickelt, dem alles genommen ist, und welch unerwartete Wege sich in düsterer Stunde auftun. Ein Roman über die Zerbrechlichkeit unserer Identität, in dem Boyd einmal mehr sein großes Können entfaltet. Und wie bei Ruhelos fasziniert er auch hier durch glänzend recherchierte Hintergründe, Glaubwürdigkeit und ein hohes Maß an Authentizität.

Quelle: arte tv

Buchtipp für Vampirfans: Totenbraut von Nina Blazon

Buchtipp für Vampirfans: Totenbraut von Nina Blazon

TotenbrautSerbien im 18. Jahrhundert: Die vierzehnjährige Jasna wird von ihrem Vater an den reisenden Pferdezüchter Jovan Vucovic verkauft, der einen Gutshof an der Grenze zum Osmanischen Reich besitzt. Dort soll sie seinen Sohn Danilo heiraten und ihm einen Erben schenken. Doch nach der hastig abgehaltenen Hochzeit merkt Jasna schnell, dass mit ihrem Ehemann und dessen Familie etwas nicht stimmt. Zum einen verweigert Danilo sich ihr und spricht nicht mit ihr, schon gar nicht über den geheimnisvollen Tod seiner Mutter. Zum anderen ist die Familie aus dem Dorf verbannt: Sie darf nicht am Gottesdienst teilhaben und es gibt viele widersprüchliche und schaurige Gerüchte; sogar von einem Fluch und Vampir ist die Rede. In ihrer großen Angst und Verzweiflung gibt Jasna nur der junge Holzfäller Duschan Halt und sie verliebt sich in ihn. Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen — seltsame Todesfälle, gerissene Schafe und blutige Male an Pferdehälsen — und die Dorfbewohner immer hysterischer werden, kommt Jasna langsam den dunklen Geheimnissen ihrer neuen Familie auf die Spur.

In Totenbraut entführt Nina Blazon ihre Leser in eine düstere, vergangene Welt, in der Aberglaube tief verwurzelt war und Ängste vor Dämonen, Hexen und Vampiren die Dorfgemeinschaft beherrschten. Blazon schafft von der ersten Seite an eine beklemmende, gruselige Atmosphäre, die den Leser in ihren Bann zieht. Der Roman ist äußerst packend geschrieben, historisch fundiert und voller Detailwissen, das die Autorin geschickt in die Handlung einwebt.

In der aktuellen Flut von Vampirromanen sticht Totenbraut wohltuend hervor, da sich Blazon keiner abgedroschenen Vampirklischees bedient sondern zu den Ursprüngen des Vampirmythos zurückkehrt, wie er im südosteuropäischen Volksglauben zu finden ist. Eine gelungene, äußerst spannende Mischung aus historischem Roman und Vampirgeschichte, die Jugendlichen ab 13 Jahren aber auch Erwachsenen zu empfehlen ist. Alexandra Plath aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
1731, in den Wäldern Serbiens. Für eine Handvoll Gold wird das Mädchen Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Der rätselhafte Fremde nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof an der Grenze zum Osmanischen Reich. Dort wird Jasna mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lastet. Gibt es in Danilos Familie wirklich einen Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird? Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen, gerät Jasna in den Bann des faszinierenden Duschan. Aber auch er hat ein dunkles Geheimnis.

Die gebundene Ausgabe umfasst 429 Seiten und ist im August 2009 im Ravensburger Buchverlag erschienen. Totenbraut wird vom Verlag 13 – 15-Jährigen empfohlen. Das Buch ist für 16,95 Euro im Handel erhältlich.

Über die Autorin
Nina Blazon, geboren 1969, studierte Germanistik und Slawistik. Sie lebt in Stuttgart und ist als freie Journalistin, Autorin und Texterin tätig. Nina Blazon liebt historische und fantastische Geschichten und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Inzwischen sind bereits zehn erfolgreiche Romane von ihr erschienen.

Bestseller Jugendbücher Dezember 2009

Platz 1 : Bis(s) zum Ende der Nacht von Stephenie Meyer

Bis(s) zum Ende der NachtKurzbeschreibung
Wenn man vom dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Geliebten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Geliebten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern? Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt? Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella. Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jakob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich, auch wenn es so aussieht, als setze sie eine Entwicklung in Gang, die möglicherweise verheerend für sie alle ist. Noch hofft Bella, die verschieden Fäden ihres Leben wieder zusammenführen zu können, da droht alles für immer zerstört zu werden … (Leseprobe Kapitel 1)

Platz 2 : Onkel Alwin und das Sams von Paul Maar

Onkel Alwin und das SamsKurzbeschreibung
Martin Taschenbier ist überglücklich, dass das Sams endlich wieder zurück ist. Vielleicht kann es ja sogar helfen, Onkel Alwin aus Australien wieder loszuwerden, der sich bei Familie Taschenbier einquartiert hat und allen auf die Nerven geht. Es könnte ihn ja einfach fortwünschen! Doch leider sind die Wunschpunkte noch immer im Gesicht des fiesen Sportlehrers Daume, und der ist wie vom Erdboden verschluckt. Und das ist nicht das einzige Problem, mit dem Martin und seine Freunde sich herumschlagen müssen – auch Onkel Alwin ist noch für manche Überraschung gut! Das Weltrekord-Sams steht im Mittelpunkte des Weltrekord-Versuchs 2009 der Stiftung Lesen: An 100 Tagen wurden 100 x 1 Seite des bis dahin noch unveröffentlichten Sams-Buches vorgelesen.

Platz 3 : Lucian von Isabel Abedi

LucianKurzbeschreibung
Becky, hast du dir eigentlich mal überlegt, dass Lucian vielleicht … kein … Mensch ist?
Ich senkte den Kopf.
Nein, flüsterte ich.
Aber was ich dachte, war: Ja.
Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.
Der neue Roman von Bestsellerautorin Isabel Abedi. MAGISCH.

Platz 4 : Seelen von Stephenie Meyer

SeelenKurzbeschreibung
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig – nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält – und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat. Bis sie sich in Ian verliebt … Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern. (Mehr Infos, Trailer, Kommentare zu „Seelen„)

Platz 5 : Die Beschenkte von Kristin Cashore

Die BeschenkteKurzbeschreibung
„Er schien plötzlich nicht zu wissen, was er sagen sollte, schaute nach unten und spielte mit seinen Ringen. Er holte Luft und rieb sich den Kopf, und als er ihr wieder das Gesicht zuwandte, hatte sie das Gefühl, seine Augen seien nackt, sie könne direkt durch sie hindurch ins Licht seiner Seele sehen. Sie wusste, was er sagen würde.“
Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist – sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Katsa dagegen ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Sie hat die Gabe des Tötens. Nur Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben und ringt beharrlich und mit viel Geduld um ihr Vertrauen. Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten – und zu einem leidenschaftlichen, unabhängigen, innigen, streitenden, liebenden Paar.

Platz 6 : Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher

Tote Mädchen lügen nichtKurzbeschreibung
Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon …Ein Roman, der unter die Haut geht. (Mehr Infos zu „Tote Mädchen lügen nicht“)

Platz 7 : Jetzt reichts! Gregs Tagebuch 3 von Jeff Kinney

Jetzt reichts!Kurzbeschreibung
Seien wir ehrlich: Greg wird sich niemals ändern. Das sollte wohl mal jemand seinem Vater erklären. Denn der denkt tatsächlich, er könnte seinen Sohn erziehen und aus ihm noch einen richtigen Mann machen. Deshalb ist er auch eifrig auf der Suche nach einer passenden Beschäftigung für Greg. Noch konnte der sich immer aus allem herauswinden. Als sein Vater ihm jetzt jedoch damit droht, ihn auf die Militärakademie zu schicken, ist Greg klar, dass er sich etwas wirklich Gutes einfallen lassen muss.
Über den Autor
Jeff Kinney ist Onlinespieleentwickler und -designer. Er ist in Washington, D.C. aufgewachsen und zog 1995 nach Neuengland. Er lebt mit seiner Frau Julie und seinen zwei Söhnen Will und Grant im Süden von Massachusetts.

Platz 8 : Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Die Tribute von PanemKurzbeschreibung
Überwältigend! Von der Macht der Liebe in grausamer Zeit … Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben? Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren, hinreißend gefühlvoll und super spannend.

Platz 9 : Wickie und die starken Männer: Der Roman zum Film von Thilo

Wickie und starken MänncerKurzbeschreibung
Der kultige Roman zum Film von Bully Herbig mit Wickie, Faxe, Hägar und allen anderen Helden aus Flake.
Der Roman zum Film Wickie und die starken Männer basiert auf dem Drehbuch von Michael Herbig und enthält im Mittelteil vier Seiten mit Fotos aus dem Film. Das Buch ist jungen Lesern ab sieben Jahren zu empfehlen, die die Filmgeschichte noch einmal nachlesen möchten. Wer noch mehr über den Film erfahren möchte, kann zum großen Filmbuch Wickie und die starken Männer greifen, das viele exklusive Fotos, Interviews und Hintergrundberichte enthält. Jüngeren Wickie-Fans sind die Originalgeschichten von Runer Jonsson zu empfehlen, die sich auch bestens zum Vorlesen eignen.

Platz 10 : Rico, Oskar und die Tieferschatten von Andreas Steinhöfel

Rico, Oskar und die TierferschattenKurzbeschreibung
Eigentlich soll Rico ja nur ein Ferientagebuch führen. Schwierig genug für einen, der leicht den roten oder den grünen oder auch den blauen Faden verliert. Aber als er dann auch noch Oskar mit dem blauen Helm kennen lernt und die beiden dem berüchtigten ALDI-Kidnapper auf die Spur kommen, geht es in seinem Kopf ganz schön durcheinander. Doch zusammen mit Oskar verlieren sogar die Tieferschatten etwas von ihrem Schrecken. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ….

Platz 11 : Arkadien erwacht von Kai Meyer

Arkadien erwachtKurzbeschreibung
Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten – der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist …

Quelle: Buch aktuell

Black Dagger Ladies Online – Red Dragon [Kapitel 2]

Black Dagger Ladies Online

Red Dragon
Kapitel 2

schwarze OrchideeWir merkten sofort, dass dies nicht der Zeitpunkt war, um Fragen zu stellen. Also machten wir uns ungewöhnlich still auf den Weg und folgten Tiago. Doc nahm noch einen allerletzten Schluck von ihrem Wodka, seufzte und murmelte „was für eine Verschwendung“ zu ihrem noch halbvollen Glas.
Tiago führte uns durch ein Labyrinth von Gängen immer tiefer ins Schiff hinein. Ich war mir sicher, ohne Hilfe, würden wir hier nie wieder heraus finden. Vor einer großen Tür, verziert mit einer einzelnen schwarzen Orchidee, blieb Tiago stehen. Kate stupste Kerstin an, doch als wir seinen finsteren Blick sahen, verkniffen wir uns jeden Kommentar.
Lucy betrat als erste den komplett abgedunkelten Raum. Hunderte von brennenden Kerzen sorgten mit ihrem Schein für eine unheimliche Atmosphäre: „Iss ja geil hier“, entfuhr es ihr.
„Setzen, Señoritas, pour favore“, forderte uns Tiago mit seinem unverkennbar brasilianischen Akzent in der Stimme auf. Wir suchten untereinander Blickkontakt, aber die Gesichter der Schwestern waren im Kerzenschein nur verwischt.
Allmählich gewöhnten sich unsere Augen an die Dunkelheit und wir konnten die eigentliche Größe und Schönheit dieses Raumes erkennen. „Mund zu, Angie!“, flüsterte Kate mir ins Ohr, „schau mal nach vorne.“ Lucy, Lilli, Kerstin und Doc hatten ihr Gegenüber schon entdeckt und saßen wie erstarrt da.
Beeindruckt von so viel männlicher Präsenz, bemerkte ich einen erhöhten Puls bei mir. Ich war mir sicher, meinen Schwestern ging es nicht anders. Vor uns stand die komplette Crew, einschließlich Bones, unserem Kapitän.

Seite 15

Aber wo waren die schicken Uniformen geblieben? Sie waren in schwarze lange Umhänge gehüllt, die Kapuzen tief in die Gesichter gezogen. Zum ersten Mal fiel uns auf, wie groß und muskulös sie alle waren. Jeder trug eine schwarze Orchidee über dem Herzen, eine Tätowierung, die wir in der vergangenen Nacht auf die eine oder andere Weise entdeckt hatten.
Bones machte einen Schritt auf uns zu, nahm seine Kapuze ab und sah uns der Reihe nach tief in die Augen. Es fiel ihm offensichtlich nicht leicht über die anstehenden Dinge zu sprechen. Als seine Augen auf die meinen trafen, hatte ich das Gefühl, er könne mir direkt in die Seele schauen.
„Meine Damen, wir haben ein Problem“, sagte es dann mit fester Stimme, „wir, die Mitglieder des Ordens der Schwarzen Orchidee, beobachten Ihre Aktivitäten schon eine Weile, und uns ist auch nicht entgangen, wie erfolgreich Sie auf ihrem Gebiet arbeiten. Sicherlich haben Sie bemerkt, dass Sie sich mit ihrem Tun nicht immer nur Freunde gemacht haben. Ihr letzter Auftrag hat die Pläne der wohl mächtigsten und gefährlichsten Organisation krimineller Machenschaften in Asien, den Geheimbund „Red Dragon“, durchkreuzt. Die Bosse von Red Dragon haben durch Sie einen riesigen Verlust hinnehmen müssen und haben ihre Killer losgeschickt, um Sie zu töten. Ihre Namen stehen im Buch Mahjong, was bedeutet, Sie sind zum Abschuss freigegeben. Wir hatten erfahren, dass Sie die Insel verlassen wollten und mussten schnell handeln. Deshalb haben wir uns als die Crew dieses Schiffes ausgegeben. Was wissen Sie über den Geheimbund Red Dragon, Ladies?†œ
Lucy, wie immer unerschrocken, zuckte mit der Schulter und meinte mit einem Grinsen im Gesicht: „Nicht viel. Wir haben eine „Zusammenarbeit“ bisher selbstverständlich immer vermieden. „Aber was hat das mit dem Orden der Schwarzen Orchidee zu tun? Wir können ganz gut auf uns selber aufpassen“, rief Lilli trotzig und zeigte ihre Waffen, die sie wie Angie mittlerweile in einem Gürtel um die Taille geschnallt trug. Bones lächelte und ich bemerkte den selbstbewussten Ausdruck auf den Gesichtern meiner Schwestern. „Das glaube ich gern“, erwiderte er, er konnte sich noch gut an meine Wurfsterne erinnern und sah die Kampfbereitschaft meiner Schwestern.
„Angie“, war das erste Wort, das Norbert zu mir seit jener Nacht sagte, „wir brauchen eure Hilfe!“
Ich betrachtete Lilli und Lucy mit einem Lächeln. Das Spezialgebiet der beiden waren nämlich Computer und alles was damit zusammenhängt. Ihre Fähigkeiten lassen jeden Hacker alt aussehen und vor Neid erblassen. Es gibt keinen Code, der vor ihnen sicher ist.
Kate dagegen ist in technischen Dingen ein Ass. Sie reparierte LKW und Schweizer Präzisionsuhren in kürzester Zeit und öffnet jedes Schloss im Handumdrehen.
Doc ist unsere Chemikerin. Sie hat meine Messer und Sterne mit einer besonderen Substanz versehen, die bei Kontakt mit Blut meinen Gegner sofort für mindestens sechs Stunden bewegungsunfähig macht. Und sie ist unsere Schamanin und hat uns schon oft wieder zusammengeflickt.

Seite 16

Wir alle wurden zwar in jeder Art von Kampfsport ausgebildet, aber Kerstin ist auf diesem Gebiet unschlagbar. Ihre schnellen, geschmeidigen Bewegungen sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, und ehe ihr Gegner auch nur „Huch“ sagen kann, liegt er schon platt auf dem Boden, mit ihrem Absatz im Genick. Tja, und ich konnte jedem mit meinen Messern einen neuen Scheitel ziehen, ohne die Kopfhaut auch nur anzuritzen, oder eben mit tödlicher Präzision den Schädel spalten, je nach Wunsch.
Ich nickte ihnen also zu, und nachdem ich mir die Jungs von dem Orden nochmal kurz angesehen hatte, stand ich auf und stellte mich mit verschränkten Armen vor Norbert. Gott, hoffentlich hat er nicht wieder diesen Blick drauf wie gestern. Vorsichtig sah ich in seine Augen, doch da war nichts in seinem Blick!
Keine Wärme, kein liebevolles Bedauern, noch nicht mal Kälte. Ausdruckslos sah er mich an. Ein leichter Schauer von Unbehagen durchfuhr mich.
Dann dachte ich an die letzte Nacht und sah rot. „Sag mal, für wie dämlich haltet ihr uns eigentlich?“, fuhr ich ihn an, „was glaubt ihr denn, wer ihr seid? Meint ihr etwa, wir hätten nicht mitgekriegt, dass hier Eindringlinge oder was auch immer an Bord sind. Verpuffung im Maschinenraum, hah, dass ich nicht lache! Habt ihr euch erst entschlossen uns um Hilfe zu bitten, nachdem ihr uns flachgelegt habt, um das hier zu sehen?“ Bei dem Wort flachgelegt zuckte er leicht zusammen. Ich hob mit beiden Händen meine Haare an und zeigte allen mein Tattoo im Nacken, das nur wir Mädels haben. Es war ein exakt sechs Zentimeter langer schwarzer Dolch mit unseren Initialen. Wütend warf ich meine Haare zurück und stand mittlerweile genau vor ihm und blickte ihm fest in die Augen. „Es war in den Getränken, richtig? Oder in der Klimaanlage, stimmt`s? Gott, wie erbärmlich! Warum habt ihr uns nicht einfach gefragt?“ Er sah mich nur kühl an. „Ach, vergiss es“, sagte ich resigniert, „wir werden jetzt zurück in unsere Kabinen gehen und zwar ALLEIN! Dort erwarten wir von euch in den nächsten Stunde eine überzeugende Erklärung für dieses Theater hier – und eine Entschuldigung für – na, ihr wisst schon! Mit den roten Drachen werden wir auch alleine fertig. Wir kämpfen immer alleine! Kommt Schwestern, bloß raus hier, sonst wird mir übel.“
Zustimmend nickten mir die Mädels beim Rausgehen zu. Ich schickte einen letzten verächtlich Blick zu den „Schwarzen Orchideen“ und knallte dann laut die Tür hinter uns ins Schloss.
„Das war längst fällig“, sagte Kerstin und führte uns durch die Gänge in diesem Labyrinth. Plötzlich blieb sie stehen. „Ach, guckt mal da“, flüsterte sie. Ein ziemlich kleiner Mann bog gerade um die Ecke und blieb etwa fünf Meter vor uns stehen. „Habe ich euch endlich, ihr dämlichen Kampfschnecken! Einem Don Goose pinkelt man nämlich nicht ungestraft ans Bein“, keifte der kleine Giftzwerg und lachte hämisch. „Na, dann komm mal, mein Kleiner. Ich zeig dir schon, wo der Frosch die Locken hat!“, erwiderte Kerstin ganz cool und winkte ihn mit beiden Händen zu sich heran. Wir fünf lehnten uns ganz entspannt an die Wand und verschränkten die Arme vor der Brust. Gelassen sagte Doc: „Er hat es so gewollt!“ „Jab, er hat danach geschrien“, erwiderte Lucy mit leichtem Grinsen. Ein paar gezielte Tritte und Schläge auf die richtigen Stellen und die Flachpfeife lag mit der Nase auf dem Gang! Schade, diesmal konnte ich das Schauspiel nicht so richtig genießen, ich war immer noch mit meinen Gedanken in diesem merkwürdigen Raum. „Ups“, sagte Doc, „Tom Cruise für Arme“. Dann sahen wir plötzlich am Ende des Ganges ein unwirkliches, gleißendes, unwahrscheinlich helles Leuchten, aus dem sich langsam eine Gestalt löste.

Seite 17

„Verdammt, das Schiff ist nicht versiegelt! Hier kann jeder nach Lust und Laune auftauchen, der einen Materialisierungszauber beherrscht!“, grummelte Doc. Sie ging in Kampfposition, streckte ihren rechten Arm aus und hielt ihre Handfläche nach vorn gerichtet, ein lilafarbener Energieball löste sich aus ihrer Hand und schnellte nach vorne auf die Gestalt zu. Als der Engergieball die Gestalt erreicht hatte, umhüllte er sie. Dann fing die Gestalt an zu zucken, knallte dumpf auf den Boden und blieb regungslos liegen. Überrascht sahen wir Doc an. „Hab ich mit Sweetlife geübt letztens! Man kann seine Heilkräfte nämlich auch anders einsetzen, das ist für den Nahkampf aber eher ungeeignet, man braucht Zeit um sich zu konzentrieren!“, sagte sie stolz.
Dass sie mit ihren Händen auch kleinere Verletzungen heilen konnte, wussten wir ja, ebenso, dass sie gerne mal mit Tränken und Giften herumexperimentierte, aber hiervon hatte sie uns bisher kein Sterbenswörtchen erzählt. Ich ging langsam mit Kerstin nach vorne um zu sehen, wem Doc da gerade eine Packung verpasst hatte.
„Ach nee, das wird ja noch richtig nett hier mit so vielen alten Bekannten.“, meinte Kerstin und machte damit die anderen neugierig und so wir versammelten uns alle um K.O.-Boy.
Auf dem Boden lag Mr. Hattori Hayabusa, ein japanischer Ninja, der für seine Schwert-Kampfkunst berühmt und berüchtigt war. Wir kannten ihn aus Kawasaki, als wir den Auftrag hatten eine verzogene Milliardärstochter zu befreien, die ganz offensichtlich in den falschen Kreisen verkehrte. Dass wir ganz nebenbei in den dicksten Drogenhandel von Japan geplatzt waren, kam uns natürlich sehr gelegen. Wir haben den Jungs von Red Dragon kräftig in den Hintern getreten und ihnen ihr Geschäft vereitelt. Hayabusa war unser Kontaktmann dort gewesen, und er hat hier und da für uns den Dolmetscher gespielt, da Kates Japanisch doch etwas eingerostet war.
„Angie, was hat das zu bedeuten? Er gehört doch nicht zu den Red Dragon, oder etwa doch?“, fragte Kerstin. „Tja, das wüsste ich auch gerne. Kommt, wir fixieren ihn erstmal, dann kann er es uns ja selbst erzählen, wenn er wieder bei Bewusstsein ist.“, sagte ich.
Wir fesselten ihm mit meinem Gürtel die Hände und schleppten ihn den Gang entlang. Plötzlich fiel mir eine seltsame Tür auf, sie hatte weder eine Nummerierung noch ein Schild mit einem Hinweis darauf, was sich dahinter verbarg. Die Tür war aus Stahl. In Höhe des Türgriffs befand sich ein kleines Display mit Tastatur darunter.
„Lilli, Lucy? Seht euch das mal an!“, die zwei kamen direkt an meine Seite und inspizierten alles genauestens. „Das ist ein biometrisches Türschloss, es verschafft einem nur Zutritt mit dem passenden Fingerabdruck oder einem Netzhautscan.“ meinte Lilli prüfend. „Aber mit dem richtigen Equipment, müsste es ganz easy zu knacken sein. Am besten wir holen unsere Ausrüstung und checken das mal genauer.“ Die zwei sahen sich an, nickten und eilten voraus zu ihrer Kabine. Mit dem ohnmächtigen Hayabusa im Schlepptau, machten wir anderen uns auch auf den Weg zurück. In meiner Kabine angekommen, stürmten Lilli und Lucy total aufgebracht herein.
„Irgendjemand hat unsere Sachen durchwühlt!“, meinte Lucy und sah stinksauer aus. „Wenigstens ist nichts verschwunden“, meinte Lilli, „komm Lucy, wir werden jetzt mal rausfinden, wer oder was sich hinter der Stahltür versteckt. Kate, kommst du bitte auch mit, vielleicht brauchen wir dich mit deinen Fähigkeiten als Einbrecherin, wenn wir mit unserer Technik nicht weiterkommen?“, sagte Lilli dann zu Kate, die nur darauf gewartet hatte ihre Fähigkeiten mal wieder unter Beweis zu stellen.
Mit einem Laptop, einigen Kabeln und einem Mini-Werkzeugkasten bepackt verließen die drei die Kabine. Wir hievten unsere Geisel auf eines der Sofas und dann goss ich mir erstmal ein Glas Rotwein ein.
„Ich schau mal nach, ob bei mir auch jemand in der Unterwäsche rumgewühlt hat“, meinte Doc und ging in ihre Kabine.
Als sich Lilli, Lucy und Kate wieder vor dieser geheimnisvollen Stahltür befanden, bauten sie ihre empfindlichen  kleinen, elektronischen Helfer auf dem Boden auf.

Seite 18

Darunter befanden sich ein Laptop, ein Lesegerät und eine Einlernstation, die Fingerabdrücke erfasst und diese durch einen Algorithmus in einen biometrischen Referenzdatensatz umwandelt.
Stimmte also der Datensatz auf dem Scanner mit dem Datensatz auf der Karte nicht exakt überein, blieb die Tür verschlossen. Kate fragte leichthin, so als ob es nicht so wichtig wäre: „Sagt mal Mädels, brauchen wir nicht eine Karte mit einem Fingerabdruck von einem Crewmitglied?“ Lilli und Lucy blickten sich vielsagend an. „Wen hattest du denn da so im Sinn, Kate?“, fragte Lucy.
„Öhm, naja Kapitän Bones vielleicht“, antwortete Kate und lief rot an. Natürlich hatten die beiden sie schon durchschaut.
Lilli sagte energisch: „Kate, du weißt ganz genau, dass wir es auch ohne Abdruck von deinem Bones aufkriegen! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“, meinte sie dann aber augenzwinkernd.  Kate nickte widerwillig mit dem Kopf, fügte sich aber ohne Murren. Ihre Hilfe wurde im Moment nicht benötigt, also schaute sie interessiert zu, wie Lucy vorsichtig das Gehäuse vom Türschloss entfernte.
Lilli entnahm dem Kabelsalat ein schwarzes, schmales Elektrokabel und steckte ein Ende in den Laptop und das andere in das nun offene Schloss. Dann stellten sie eine Verbindung zu dem Lesegerät her, und Lillis Finger glitten geradezu virtuos über die Tastatur, so als würde sie ein Instrument bearbeiten.
Kate observierte währenddessen den  Gang, im Moment schien alles ruhig zu sein. Sie entspannte sich etwas, ihre Sinne jedoch waren äußerst geschärft. Der Monitor blitzte auf, Daten flogen zwischen dem Lesegerät und dem Schloss hin und her. Dann machte es „pling“ und schon hatten sie einen brauchbaren Fingerabdruck. Diesen übertrug Lilli nun vom Lesegerät auf eine Karte, die wie eine normale Kreditkarte aussah. Ein erneutes „pling“ war zu hören und schon war die Karte für den Einsatz bereit. Lucy nahm sie und schob sie in das Schloss. Mit einem unheimlich lauten Knirschen gab die Stahltür nach.
Zuerst nahmen ihre empfindlichen Nasen einen sehr unangenehmen Geruch wahr. Der Gestank war so entsetzlich, dass sie sich die Nasen zuhalten mussten. Lilli schnappte sich ihr Handy und simste an Sweetlife und an alle Schwestern eine kurze Info und sagte zu Kate: „Hältst du uns bitte den Rückweg frei, ich möchte auf keinen Fall in diesem stickigen Loch lebendig begraben werden. Wir gehen rein.“ Kate nickte zustimmend und meinte ernst: „Das riecht nach Tod da drinnen, seid bloß vorsichtig! Schließlich will ich mit euch noch Partys feiern und jede Menge Drinks vertilgen!“ Lilli antwortete ein wenig gerührt: „Ja, versprochen Kate, nun werd´ mal nicht sentimental.“
Lilli und Lucy drückten gegen die schwere, massive Tür und schreckten leicht zurück. Beide hatten das Gefühl, dass sie gerade eine Gefriertruhe öffneten. Als sie mit zugehaltenen Nasen den Raum betreten hatten, standen sie direkt vor einem 2,10 m langen massiven Eichensarg, der mit kunstvollen, wahrscheinlich sehr alten Schriftzeichen, versehen war.
Dann blickten sie nach rechts und sahen noch mehr Särge. Allerdings waren diese sehr schlicht. In dem schwachen Licht war nicht mehr zu erkennen, aber Lilli und Lucy hatten das Gefühl, dass es besser sei, sich erstmal wieder zurückzuziehen. Außer den Särgen befand sich nichts in dem Raum. Nachdem sie die Tür wieder verschlossen hatten, machten sie sich auf den Rückweg und erzählten Kate unterwegs von den Särgen.
Als die drei durch meine Kabinentür kamen, sahen sie wie Kerstin und ich dabei waren unseren japanischen Gast zu wecken. Mit kaltem Wasser hatte es nicht geklappt, also versuchten wir es auf weniger charmante Art und Weise und gaben ihm ein paar Ohrfeigen. Nur Docs Energieball hatte ihn so komplett umgehauen, dass er erst mit Hilfe von kleinen Stromstößen wieder zu sich kam. Hayabusa wirkte alles andere als erfreut, als er uns sah. Wahrscheinlich hatten wir sein Ego ganz schön angekratzt, denn wer lässt sich schon gerne von einer Frau ausknocken. Natürlich hatten wir für solche Nebensächlichkeiten jetzt keine Zeit.

Seite 19

Wir mussten unbedingt herausfinden auf welcher Seite Hayabusa stand, und das war gar nicht so einfach. Unser japanischer Freund erwies sich als ganz schön zäher Brocken. Aber er war nicht der erste, den wir zum Sprechen bringen mussten, und schließlich hatten wir Doc und ihre Ingredienzien aus ihrem Medizinköfferchen. Doch bevor sie ein entsprechendes Mittelchen anwenden konnte, knallte es plötzlich an der Tür.
Erschrocken, aber kampfbereit und mit gezückten Waffen, drehten wir uns wie auf Kommando um. Die Tür war aufgesprengt worden und wer stand davor, natürlich dieser abgebrochene Gartenzwerg Don Goose. Er kam mit lautem Gebrüll auf uns zu gerannt und schwang dabei ein riesiges Samurai-Schwert über dem Kopf. Noch bevor er uns erreicht hatte, ließ er sein Schwert mit einem grellen Schrei fallen und hielt sich seine verletzte Hand vor die Brust.
Ehe  irgendeine von den anderen Schwestern reagieren konnte, hatte ich schon einen meiner Wurfsterne präzise in seine Schwerthand geworfen. Doc und Kerstin nahmen den wimmernden Don Goose in Empfang und Kate meinte nur trocken: „Wir hätten ihn wohl besser auch gleich gefesselt und hierher gebracht. Jetzt hat er unsere Kabinentür demoliert, so ein Blödmann!“
Doc verband dem kleinen Jammerlappen die Hand und Kerstin verschnürte ihn anschließend wie ein Paket und setzte ihn in die hinterste Ecke unserer Kabine.
Nun konnten wir uns wieder mit Hayabusa befassen. Irgendetwas stimmte nicht mir Hattori! Er plapperte nur unverständliches japanisches Zeug vor sich hin und wackelte mit dem Kopf hin und her, anscheinend befand er sich in einer Art Trance. Kate ging ganz nahe an ihn heran, musterte ihn von oben bis unten und drehte sich dann mit einem verwirrten Gesicht zu uns um: „Mädels, ich bin mir überhaupt nicht sicher, aber ich glaube, dass ist nicht unser Hattori. Irgendwas ist anders an ihm. Ich kann es aber nicht genau benennen, ist nur so ein absolutes Bauchgefühl. Ich glaube es ist am besten, wenn wir Kapitän Bones verständigen und ihm unsere zwei Gefangenen übergeben. Er kann sie sicher irgendwo unter Verschluss halten, bis wir genau wissen, was wir mit ihnen machen sollen. Vielleicht weiß er, was mit Hattori nicht stimmt.†œ
Wir waren mit Kate einer Meinung, doch wir konnten uns sparen, zum Kapitän zu gehen. In der Tür tauchten gerade Jean de Castelleu, der 1. Offizier, und Bowen McRieve, der 2. Offizier, auf. Sie sahen sich hektisch in unserer Kabine um: „Wir haben so was wie eine Explosion gehört und haben uns sofort auf den Weg hierher gemacht. Aber anscheinend haben die Ladies alles im Griff!“, bemerkte Jean de Castelle als erstes. „Was für zwei Prachtburschen habt ihr denn da am Haken?“ fragte Bowen.
„Das sind die Herren Don Goose, seines Zeichens Giftzwerg und absoluter Looser, und Hattori Hayabusa, ein japanischer Ninja, der uns bei einem Auftrag in Japan als Dolmetscher behilflich war. Wir wollten gerade beim Kapitän Meldung machen und ihn bitten, diese zwei Typen für uns in Verwahrung zu nehmen. Hattori benimmt sich sehr seltsam und Kate glaubt nicht, dass das der echte Hattori ist. Ansonsten haben wir leider nichts aus ihm herausbekommen.†œ
„Kein Problem, meine Damen, wir nehmen uns der Sache an†œ, meinte Jean und griff sich Hattori, während Bowen sich Don über die Schulter warf. „Bis später, Ladies! Heute gibt es noch eine klärende Zusammenkunft. Unser Oberboss ist auf dem Weg hierher!†œ sagte Bowen noch im Hinausgehen und schon waren sie verschwunden.
Wir wollten gerade anfangen, wie immer, durcheinander zu reden, da stand schon der Nächste in unserer Kabine. Tim Wiesel hatte eine neue Tür unter den Arm geklemmt, als wäre sie aus Pappe und grinste: „Ich habe gehört, dass bei unseren Damen etwas zu Bruch gegangen ist. Ich werde mich sofort darum kümmern und dafür sorgen, dass ihr wieder eure Privatsphäre genießen könnt.†œ Im Handumdrehen hatte er uns die neue Tür wieder eingebaut und war mit einem unverschämt, sexy Lächeln, dass er Kerstin zuwarf, wieder verschwunden.
Als wir erneut loslegen wollten, fing Lillis Handy an zu bimmeln! Alle stöhnten laut auf und Lilli schaute nach, wer da anrief.

Seite 20

„Mädels, Ruhe, das ist Sweetlife!“ Wir verstummten sofort und schauten alle gebannt zu Lilli, die nur mal ein mh und ein o.k. von sich gab. „Mädels, wir bekommen Besuch auf unserem Schiff! Kein geringerer als der Boss vom „Orden der schwarzen Orchideen†œ ist auf dem Weg zu uns. Er hat sich mit Sweetlife in Verbindung gesetzt und sie darüber unterrichtet, dass der Orden uns um unsere Mithilfe bittet. Um was es dabei genau geht, wollte sie nicht sagen. Sie wollte ihm auch nicht vorgreifen. Wir werden also heute Abend genau erfahren, um was es hier eigentlich geht und was unsere Aufgabe hier sein wird. Und jetzt kommt´s – ratet mal, wer der Boss, dieses Ordens ist!“
„Lilli, spann´ uns nicht so auf die Folter!†œ, entfuhr es mir genervt. Hier war ja schon seit ein paar Minuten die Hölle los.
„Mister Duncan Thorbe ist der Oberste des Ordens. Na, wer hätte das gedacht?“ sagte Lilli grinsend.
Wir schauten uns alle an und Lucy meinte: „War ja irgendwie klar, oder?“
„Ach Mädels, hätte ich fast ganz vergessen! Sweetlife hat mit Herrn Thorbe über Bildtelefon gesprochen und gemeint, wir sollten uns anschnallen. Wir sollten uns zusammenreißen und nicht anfangen ihn anzuschmachten!“ erklärte Lilli mit einem superbreiten Grinsen auf den Lippen. „Häh, wieso?†œ fragten alle, wie aus einem Mund.
„Der Typ sähe aus wie unser Lieblingskönig Viggo Mortensen, nur die Augen wären noch hypnotischer, meinte Sweetlife. Also harter Tobak für uns, Mädels. Da müssen wir uns seelisch und körperlich drauf vorbereiten. Nicht, dass wir vor lauter Schmachten nur die Hälfte mitbekommen.“
In diesem Moment hörten wir ein leises Brummen auf das Schiff zukommen. Aus einem der Fenster konnten wir dann einen sich nähernden Hubschrauber entdecken. „Da kommt er ja, unser neuer Auftraggeber“, bemerkte Kerstin und schaute uns allen tief in die Augen, „ich bin ja mal gespannt, was der uns so alles zu erzählen hat!“
„Wie zurückhalten, wer schmachtet denn hier? Ich glaube, ich muss bei Sweetlife mal einiges klar stellen“, murmelte Lucy. „Wenn unsere sonst so zurückhaltende Sweetlife schon ins Schwärmen gerät, dann wollen wir uns den Burschen mal ansehen.†œ
Gemeinsam verließen wir meine Kabine und machten uns auf den Weg zum Helikopter-Landeplatz. Bis wir den Landeplatz auf dem riesigen Schiff erreicht hatten, war der Hubschrauber schon gelandet. Ein junger Mann in verrissenen Jeans und Muskel-Shirt, offensichtlich einer von Thorpes Angestellten, entlud gerade das Gepäck. „Man, der reist ja nicht gerade mit Handgepäck“, entfuhr es Kate, die die 6 schwarzen, mannshohen Lederkoffer bewunderte. „Da passt ja in einen Koffer mehr rein, als meine komplette Garderobe. Muss ein ganz schön eitler Fatzke sein.“
Lilli rief dem Mann zu: „Hey Bursche, wo ist denn dein Big Boss geblieben? Wenn du Hilfe brauchst mit den schweren Koffern, nur nicht zögern, wir stehen zu deiner Verfügung.“ Der Typ drehte sich langsam zu uns um, dabei wischte er sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn. Wir beobachten ihn gespannt, gefesselt von dem Muskelspiel seiner leicht gebräunten Oberarme. „Hilfe ist immer gut, meine Damen, aber die sind echt zu schwer für euch.“ „Schwachsinn“, rutsche es Lucy heraus, „das ist ein Kinderspiel für uns. Mädels, helft mit anpacken!“
Obwohl einige meiner Schwestern mit den Augen rollten und Lilli vorwurfsvolle Blicke für ihr Hilfsangebot zuwarfen, hievten wir gemeinsam die sechs Koffer aus dem Helikopter. Schon nach kurzer Zeit waren wir schweißgebadet und unsere einst so schicken sexy Kleidchen hingen wie billige KIK-Fummel an uns herunter.
Der Bursche hatte derweil nichts Besseres zu tun, als sich mit einem frechen Grinsen im Gesicht sein T-Shirt auszuziehen. Dann trocknete er in aller Seelenruhe damit seine nackte Brust ab. Fast wäre mir ein Koffer auf den Fuß gefallen. „Pass doch auf“, zischte Doc. „Angie, aber sieh doch, die Tätowierung! Der gehört auch dazu.“ Kerstin, die immer schon ein bisschen durchtrainierter war, kam als erste wieder zu Atem. „Wo ist denn nun dein Chef, ich dachte, er muss uns so dringend sprechen? Das ist ja wohl nicht die feine englische Art, uns so stehen zu lassen!“

Seite 21

„Ihr wollt zu Thorpe?“, fragte der Bursche immer noch grinsend.
„Oh Mann, ist dir dein Hirn in der Sonne eingeschrumpelt, oder war da noch nie mehr? Hör endlich auf mit dem dämlichen Gegrinse, Dreibein. Natürlich wollen wir zu Thorpe, von wem reden wir denn die ganze Zeit? Ich glaube, ich werde noch zum Elch bei diesen bornierten Mannsbildern.“ Ich war wütend und stinksauer noch mehr Zeit zu vertrödeln. Ich hungerte den uns versprochenen Informationen und Antworten entgegen. Und schließlich wollte ich mich endlich mit meinen Schwestern dem Kampf gegen die Red Dragon stellen.
Wenn ich nicht so aufgebracht gewesen wäre, hätte ich sicher das unbehagliche Schweigen meiner Schwestern bemerkt. Ich schaute in die Runde, keine sagte etwas. „Also, was check ich nicht?“
„Ich bin Duncan Thorpe!“ Mein Hirn war auf einmal wie leer gefegt, eine karge Wüste, gefüllt mit nutzlosem Sand. Ich geriet ins Schwanken und meine Beine drohten zu versagen. Doc und Lilli, die mir am nächsten standen, wollten mich schon stützen, aber das war dann doch nicht mehr nötig. Ich hatte mich schon wieder unter Kontrolle. Nur das Gefühl, mich komplett zum Trottel gemacht zu haben, blieb.
„Ich glaube, ich muss mich entschuldigen. Sonst ist es nicht meine Art so hübsche Exemplare der weiblichen Gattung auszunutzen. Aber dein Angebot war zu verlockend“, sagte er und fixierte dabei Lilli. Lillis Lider flatterten kurz. Thorpe war Lillis Reaktion bestimmt nicht entgangen, er ging aber nicht weiter darauf ein.
Ohne ein weiteres Wort verließ er den Landeplatz in Richtung Lounge. Wir folgten ihm schweigend.
In der Lounge setzte er sich in einen der riesigen Clubsessel. Bones und Jean de Castelleu erwarteten uns schon. „Also, da bin ich, ich denke wir müssen reden“, begann Thorpe.
„Wie jetzt, hier und sofort? Aber nicht so wie wir aussehen! Sie müssen uns schon 10 oder lieber 20 Minuten Zeit geben, damit wir uns frisch machen können – ist das okay?“, fragte ich ihn. Er nickte zustimmend: „In 20 Minuten wieder hier, und der ganze Orden wird auch da sei, um eure Fragen zu beantworten.“
Auf dem Weg zu unseren Kabinen konnte ich immer nur das Eine denken: wie peinlich war das denn wieder? Kannst du denn nicht einmal die Klappe halten? Erst das Hirn einschalten und dann der Zunge den Befehl zum Reden geben – nicht umgekehrt!
Als wir den Flur erreicht hatten, in dem unsere Kabinen lagen, hörte ich hinter meiner Kabinentür Geräusche – Geräusche, die da nicht hingehörten. Lautlos öffnete ich die Tür und sah einen Mann, der die Schubladen in meinem Schrank durchwühlte. Ihn sehen und mit zwei Messern seine Hände an die Schranktür nageln war eins. Zur Sicherheit schickte ich noch jeweils einen Stern in seine beiden Kniescheiben. Das Tütengesicht stimmte ein mörderisches Geschrei an und wurde schnell von Kate ins Land der Träume geschickt.
„Schade, an ihm hätte ich gerne meinen dreifachen Kerstinberger, eine neue Nummer, an der ich gerade übe, ausprobiert. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal“, sagte Kerstin grinsend zu uns. „Oh, ist der Schlüppiwühler nicht dieser Hack Vreße, der Kumpel von Weichei Don Goose?“, fragte Doc. „Jap, und da ist auch schon Tim um den Müll zu entsorgen. Danke!“, hauchte Kerstin und lächelte Tim strahlend an, der wie  immer sofort zur Stelle, wenn es bei uns brannte. Nachdem jede von uns in ihrer Kabine verschwunden war, zog ich mir nach einer schnellen Dusche meine „Uniform“ an: Schwarze Lederhose mit genug verstecktem Stauraum für meine Messer und Sterne, weißes enges T-Shirt und schwarze Stulpenstiefel, in denen auch noch ein paar Waffen untergebracht werden konnten.
Meine Schwestern trugen das Gleiche. Wir wussten, wir sahen umwerfend in unseren körperbetonten Outfits aus. Selbstbewusst und voller Neugierde erreichten wir ohne Zwischenfälle die Lounge.
Da standen sie zusammen und erwarteten uns.

Seite 22

Sehr große, sehr gut aussehende braungebrannte Männer mit breiten Schultern in hautengen Hosen aus feinstem Leder. Die Hosen bedeckten gerade noch die Hüften und wurden von breiten Gürteln mit großen silbernen Schnallen gehalten. In jede Schnalle war das Zeichen ihres Ordens eingraviert – eine schwarze Orchidee. Die schneeweißen altmodischen Rüschenhemden waren bis zum Bauchnabel geöffnet und gaben uns den Blick auf ihre glatten, muskulösen Oberkörper und duchtrainierten flachen Bäuche frei. Da war kein Gramm Fett zu viel. Ich ihren Augen sah ich dieses merkwürdige, helle, warme Leuchten. Die Raumluft war schon wieder mit diesem besonderen Duft erfüllt.
Mit leicht gespreizten Beinen standen sie da:

Kapitän Crispin Bones, Jean de Castelle, der 1. Offizier, Bowen McRieve, der 2. Offizier, Norbert Petersen, der Zahlmeister an Bord der MS Seraphim, Dr. Fernando Zoom, Schiffsarzt, Gavin Dandy, der Fitness-Trainer, Tim Wiesel, Steward, Cyrus, der Barkeeper, Tiago, der Mann von der Rezeption, und Ducan Thorbe, der Anführer dieser Blumenkinder. Damit stand es 10:6 für den Orden der schwarzen Orchidee. Aber wir Black Dagger Ladies ließen uns von dieser Übermacht nicht einschüchtern. Denn eines stand fest, in irgendeiner Form waren sie auf unsere Hilfe angewiesen.
Neben Jean stand noch ein fremder Mann. Beide kamen ein paar Schritte auf uns zu, und Jean stellte ihn vor: „Meine Damen, das ist mein Cousin Eric von Kastell aus Deutschland.  „Wie war er an Bord gekommen? Doc stupste mich an und flüsterte mir zu: „Johnny-Hase fehlte ja noch!“
Mit einem Handzeichen forderte Thorpe uns auf ihm in den Konferenzraum zu folgen. Als wir uns alle an den großen Tisch gesetzt hatten, sagte Thorpe: „Also gut, reden wir. Wie gut seid ihr in der chinesischen Mythologie bewandert?“
„Was gibt das denn? Für Geschichtsunterricht haben wir nun wirklich keine Zeit“, unterbrach ihn Lucy trotzig. Ein strenger, durchdringender Blick von Thorpe genügte, um Lucy zum Schweigen zu bringen. Dann fuhr er fort: „Ihr müsst verstehen, wer und vor allem was Red Dragon ist. Glaubt mir, da steckt weit mehr dahinter, als eine Bande dreckiger und stinkender Verbrecher. Es heißt, der Anführer von Red Dragon sei ein direkter Nachfahre des Drachen Liong. Möglicherweise ist er sogar einer seiner neun Söhne.“
„Was soll das nun schon wieder? Du willst uns nicht wirklich einen mehrere tausend Jahre alten roten Drachen jagen lassen?“, erwiderte Kerstin, obwohl ihr der Gedanke zu gefallen schien. Thorpe erwiderte lächelnd: „Nein, doch, äh – eigentlich ist er nicht als Drache zu erkennen, auf den ersten Blick zumindest. Drachen können viele andere Gestalten und Formen annehmen.“
„Aber lassen wir das mit dem Drachen mal etwas Beiseite und konzentrieren uns zunächst auf  die Organisation der „Red Dragon“. Da ihr Anführer halb Mensch und halb Drache ist, könnt ihr euch vorstellen, dass ihm fast jede menschliche Regung fremd ist.  Er strebt unbeirrbar nach Macht und Reichtum und geht dabei über Leichen.  Er ist völlig kalt, berechnend und grausam,  für ihn gibt es weder Freund noch Feind,  alles was sich ihm in den Weg stellt, wird gnadenlos vernichtet.“

Seite 23

Wir hingen alle vollkommen sprachlos an den Lippen von Duncan. Nie hätte ich gedacht, dass ich es mal erlebe, dass alle Schwestern gleichzeitig mucksmäuschen still dasitzen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. „Durch einen dummen Zufall“,  fuhr Duncan fort, „fielen uns erst kürzlich wichtige Dokumente der Dragons in die Hände. Aus diesen Dokumenten geht eindeutig hervor, dass sie eine nie da gewesene Aktion planen, um an die Weltherrschaft zu gelangen. Unsere Nachforschungen haben das leider bestätigt.“
Abwesend fixierte Duncan Lilli. Es sah aus, als wollte er sich an ihrem Blick festhalten. Sichtlich schwer fiel ihm das Folgende auszusprechen, und seine Stimme wurde  immer leiser:  „Die Dragons planen durch Genmanipulation Doppelgänger aller führenden Staatsoberhäupter zu schaffen. Wenn ihnen das gelingt, haben sie ein leichtes Spiel die Weltherrschaft an sich zu reißen!“
Total geschockt stießen alle hörbar den Atem aus. Damit hatten wir in unseren wildesten Träumen nicht gerechnet. Wie war so etwas überhaupt möglich?
Lilli war die erste, die ihre Sprache wieder fand: „Das ist ja wohl der absolute Supergau! Was wollt ihr denn dagegen unternehmen, und welche Rolle spielen wir dabei? Duncan, der immer noch ganz auf Lilli konzentriert war, riss den Blick von ihr los und schaute uns alle der Reihe nach an.
„Ihr seid die Einzigen, die den Dragons ganz nah gekommen sind und ihr seid auch die Einzigen, die das überlebt haben! Deshalb sind wir auf euch aufmerksam geworden. Wir haben schon zwei Verluste zu beklagen. Ihr habt den „Dragons“ ein ganz großes Drogengeschäft in Japan vermasselt. Durch diese Drogengeschäfte kommen sie an das Geld, womit sie ihr Genprojekt finanzieren. Wahrscheinlich hat euch eure geheime Insel erstmal das Leben gerettet. Die Insel ist nicht so leicht zu finden und mit euch in Verbindung zu bringen. Da hat eure Sweetlife ganze Arbeit geleistet!“
Wir nickten uns gegenseitig zu und setzten ein breites Grinsen auf. „Ja, unsere Insel ist schon was ganz Besonderes und unsere Sweetlife ist unbezahlbar. Wir wissen ganz genau, was wir an ihr haben,†œ entgegnete Kerstin.
„Wir haben euch zum Glück vor den Dragons gefunden. Als wir erfahren hatten, dass die ersten Killer auf dem Weg zu euch waren, mussten sofort handeln. Ich gebe zu, dass wir gehofft hatten, dass euch der Anblick unserer MS Seraphim auf die Idee bringen würde, eine Kreuzfahrt zu unternehmen. Und so haben wir uns direkt vor euren Strand platziert und gewartet“, sagte Duncan und warf mir dabei einen um Entschuldigung bittenden Blick zu. Ein leichtes Grinsen konnte er sich dabei aber nicht verkneifen. Na, super, dachte ich, und ich Trottel habe mich von dem Anblick dieses Traumschiffs tatsächlich in die Falle locken lassen und uns alle hier einchecken lassen!
„Vielen Dank, für diese Entführung!“ entfuhr es Doc, die auch sichtlich verärgert war, ein wenig Informationen, vorher, wären ja auch nicht schlecht gewesen!“
Aber Duncan beachtete sie nicht weiter: „Wir waren uns eigentlich von Anfang an darüber im Klaren, dass dieses Szenario unsere Kräfte bei weitem übersteigt und wir eure Hilfe benötigen würden. Wir konnten uns aber nicht darauf verlassen, dass ihr kooperieren würdet, deshalb der Plan euch an Bord zu locken. Hier wollten wir euch ein bisschen verwöhnen und natürlich überzeugen“, dabei sah er schon wieder nur Lilli an und grinste. Anscheinend hatte er nicht nur ein berufliches Interesse an ihr. Doc und Kerstin tippten mir gleichzeitig mit den Fingern ans Knie und sahen mich verschwörerisch an. Also war das wohl nicht nur mir aufgefallen. Fernando hingegen wirkte nicht sehr erfreut.
„Was hat das eigentlich mit den Särgen in dieser Stahlkammer auf sich?“, fuhr Kate ungeduldig dazwischen.
Nur schwer löste Duncan den Blick von Lilli und konzentrierte sich auf Kates Frage, die uns natürlich alle brennend interessierte. „Uns ist natürlich aufgefallen, dass die Damen Lilli, Lucy und Kate, ohne Erlaubnis unsere Stahlkammer geöffnet haben, sagte Ducan und warf den Dreien dabei einen bewundernden Blick zu.

Seite 24

„Kurz bevor wir zu eurer Insel kamen, ist uns ein Schlag gegen die Dragons gelungen. Durch die Hilfe von Hattori, den ihr ja auch kennt, konnten wir diese Särge in einer entlegenen Region Japans erbeuten. Hattori hat dabei leider etwas abbekommen. Er wurde einer Art Gehirnwäsche unterzogen. Aber Fernando ist sich sicher, dass er wieder der Alte wird. Als ihr ihm begegnet seid, war er aus dem Krankenflügel geeilt, weil er Kampfgeräusche gehört hatte. Diese Aktion hat ihn aber in seinem Heilungsprozess wieder etwas zurückgeworfen. Aber keine Sorge, es geht ihm schon wieder etwas besser.“
„In den Särgen“, fuhr Duncen fort, „befinden sich bereits fertig erschaffene Doppelgänger von Staatsoberhäuptern aus Afrika. Scheinbar werden die Doppelgänger von den Dragons in Särgen zwischengelagert. Sehr makaber, wie ich finde, und zweifellos eine geniale Idee! Nach den Unterlagen, die wir erbeuten konnten, will die Organisation erst in kleinen Staaten aktiv werden und ihre Funktionalität testen.“
Duncan machte eine kurze Pause, was mir die Gelegenheit gab eine Zwischenfrage zu stellen: „Wie wollt ihr jetzt weiter vorgehen und wie kommt eigentlich Don Goose auf euer Schiff?“
„Da wir den genauen Standort der Hauptzentrale der Red Dragon nicht kennen, warten wir jetzt ihre Reaktion auf unseren Coup ab. Wir haben weltweit unsere Informanten genaustens instruiert und warten auf Rückmeldungen. Sowie einer von ihnen nur hustet, erfahren wir es. Unsere Schaltzentrale befindet sich mittlerweile hier auf dem Schiff.
Tja, und mit Don Goose habt ihr ja anscheinend schon Bekanntschaft gemacht. Er ist ein kleiner Möchtegernganove, der aber von den ganzen Zusammenhängen mit unserem Orden und den Dragons nichts weiß. Er denkt, dass er ein paar großen Drogendealern zu Diensten ist. Don muss sich bei unserer Aktion in Japan an Bord geschlichen haben. Er war schon in Gewahrsam genommen worden. Wie er da jetzt allerdings wieder herausgekommen ist, müssen wir noch klären. Durch Euer schnelles Eingreifen, konnte er ja keinen Schaden anrichten. Er ist jetzt wieder sicher in einer Zelle.“
Nun ergriff Kerstin das Wort: „Okay, soweit ist ja mal alles klar. Welche Rolle sollen wir jetzt aber dabei spielen?“
Duncan sah jetzt wieder eindringlich der Reihe nach an: „Ich habe bereits mit Sweetlife Kontakt aufgenommen und sie hat mir versichert, dass ihr geradezu darauf brennen würdet, uns in diesem Kampf zu unterstützen. Ich habe mir daher erlaubt, euer Einverständnis natürlich vorausgesetzt, Teams für verschiedene Aufgaben zu bilden, die ich euch vorstellen möchte!“
Er hatte uns überzeugt – und am liebsten wären wir sofort aufgesprungen, um uns an die Arbeit zu machen. Natürlich war jede von ganz gespannt, was dich Duncan für uns ausgedacht hatte.
Duncan schaute Kerstin und mich an: „Angie und Kerstin, ihr seid ja die absoluten Kampfexpertinnen. Ihr werdet mit Tim, Norbert u. Jean unsere Kampfeinheit bilden. Wenn es wo brennt, seid ihr die Ersten, die raus gehen!“ „Kate, du bildest ein Team mit Bones. Ihr seid zuständig für die Logistik und für die Wartung aller Gerätschaften. Du sollst ja ein echtes Reparaturgenie sein. Damit bist du die perfekte Ergänzung zu unserem Jungen hier.“ Er drehte sich um und klopfte Bones anerkennend auf die Schulter.
Zu Doc gewandt sagte er dann: Doc, da du die Heilerin unter den Schwestern bist, solltest du den einen oder anderen Trick noch auf Lager haben. Du bildest ein Team mit Fernando und mit Bowen. Mit Fernando kümmerst du dich um die medizinischen Sachen. Bowen ist unser Waffenmeister. Es wäre sehr nett von dir, wenn du ihm dabei behilflich sein könntest, unsere Waffen mit deiner speziellen Legierung zu versehen.“
Dann fiel sein Blick auf Lucy und Lilli. „So, und ihr beiden Computer-Freaks werdet mit Gavin und mir ein Team bilden, denn wir sind die Computer-Experten des Ordens!“
Da bewegte sich Eric von Kastell, der, von uns unbemerkt, mit Duncan Thorbe mit dem Hubschrauber angekommen war, und stellte sich direkt neben Duncan,

Seite 25

„Ach, tut mir Leid, unseren Neuankömmling aus Deutschland hätte ich ja fast vergessen. Eric wird unser Verbindungsmann zu Sweetlife sein. Später wird er wieder zurück nach Deutschland fliegen und Sweetlife zur Seite stehen. Die beiden werden immer sehr engen Kontakt zu uns halten.“
Duncan richtete sich zu seiner vollen Größe auf und ging mit Eric zurück zu den anderen Ordenmitgliedern.  Die Jungs standen da, nickten uns grinsend zu und Duncan sagte mit lauter kämpferischer Stimme: „Wie sieht es aus Ladies, seid ihr mit dabei, wenn wir den Dragons in den Arsch treten?“
Was für eine Frage! Natürlich waren wir dabei. Ganz abgesehen davon, dass wir ja nicht nach Hause schwimmen konnten, waren wir natürlich entzückt von dieser aufreizenden Gesellschaft. Und was gibt es Schöneres, wenn man nebenbei noch die Welt retten kann. „Natürlich sind wir dabei“, sagte ich also, nachdem ich mir kurz das Einverständnis der Schwestern eingeholt hatte, „aber jetzt brauchen wir erstmal eine kleine Stärkung in Form von einem doppelten Wodka!“
„Wunderbar Ladies! Ich bin sehr froh, dass wir mit eurer Unterstützung rechnen dürfen. Wir halten momentan Kurs auf Tortuga, von dort wurde unserer Organisation die letzten Aktivitäten von Red Dragon mitgeteilt, ob wir Liongs Enkelchen Dungeon dort antreffen, wage ich zu bezweifeln, aber möglicherweise finden wir dort ein paar Anhaltspunkte darüber, wo er sich im Moment aufhält. Schätzungsweise werden wir dort in 48 Stunden ankommen. Bis dahin, Ladies, hoffe ich, dass ihr euren Aufenthalt an Bord genießen und vielleicht sogar ein wenig abschalten könnt. Ich würde mich freuen, euch heute Abend um 21 Uhr im Black-Pearl Club anzutreffen. Schließlich sollten wir unsere Koalition doch gebührend feiern, nicht wahr?“
Vampirkeks von DocThorpe blickte nacheinander in unsere Gesichter und grinste uns selbstzufrieden an, dabei entblößte er seine blendend weißen Zähne und FÄNGE! Ist das zu fassen, er war ein Vampir! In unserer Laufbahn als Sixpack waren uns schon so einige fragwürdige Kreaturen untergekommen, aber Vampiren waren wir bisher noch nicht begegnet. Ich fragte mich, woher er hier an Bord wohl seine Nahrung bekam. Dass Vampire sich von Blut ernähren, stand fest, und uns hatte er bislang auch noch nicht angefallen. Ich sah mir die Jungs nochmal genauer an. Irgendwie war es mir vorher nicht aufgefallen, vielleicht, weil sie bisher nicht so unbeschwert aufgetreten waren, aber Bowen und Norbert zeigten ebenfalls ein breites Lächeln. Zum Vorschein kamen dabei ebenfalls zwei Reihen blendend weißer Zähne – nur, dass die Eckzähne deutlich länger waren üblich. Also hatten wir doch tatsächlich mindestens drei Vampire an Bord.
„Angie, ich kann es nicht fassen, ich glaube, ich hab´ mit einem Vampir geknutscht!“ flüsterte Doc an meiner Seite. Und was ich alles mit einem Vampir angestellt hatte, daran mochte ich gar nicht denken. Wo war mein Wodka????

Copyright © BD Sisterhood

Fortsetzung folgt von Kate!!!

Legende der lonesome Ladies an Bord der MS Seraphim

Angie und Zahlmeister: (Norbert Petersen – lernt Angie bei Abendessen kennen, verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm – alias Robert Pattinson) – später stellt sich raus – er ist ein Vampir!
Angie und Jean de Castelle, 1. Offizier: ( zwei Auftritte – 1. fängt Angie auf, als sie mit ihren High-Heels fast gefallen wäre, 2. Angie beschreibt kurz den tieferen Eindruck, den sie von ihm hat – alias George Clooney)
Meisterin im Kampf mit Messern, zieht damit Scheitel oder spaltet Schädel, ganz nach Bedarf.

Kate und Kaptitän Bones (langhaarig): (Vorname? – zwei Auftritte mit Kate, einmal wimmelt er sie ab und dann sitzt sie auf seinem Schoß 😉 – alias Jackman)
Kate ist in technischen Dingen ein Ass. Sie repariert LKW und Schweizer Präzisionsuhren in kürzester Zeit und öffnet jedes Schloss im Handumdrehen.

Doc und Bowen McRieve (2. Offizier): (mit Pistole im Hosenbund, ganz kurzer Auftritt zu Beginn, begleitet Doc, Doc hat ein Déjà-vu – und dann ein anregendes Meeting in ihrer Kabine mit Brüderschaftskuss nach Wodka-Absacker – alias WODKAGOTT) – Bowen ist ebenfalls ein Vampir
Doc und Cyrus, Barkeeper der Poolbar mit Badeschlüppi und Steward beim Dinner (alias Theo Theodoridis)
Doc ist die Chemikerin. Sie kann Messer und Sterne mit einer besonderen Substanz versehen, die bei Kontakt mit Blut den Gegner sofort für mindestens sechs Stunden bewegungsunfähig macht. Schleudert Energiebälle aus ihren Händen. Sie ist ebenfalls die Schamanin der Clique.

Kerstin und Tim Wiesel, athletischer Steward: ( 1 Auftritt mit kurzem Körperkontakt auf Kerstins Zimmer, dann nächtliches Treffen im und am Pool, mit anschließender Massage 😉 – alias Vin Diesel)
Kerstin ist Kampfsportmeisterin und kann mit ihren schnellen, geschmeidigen Bewegungen jeden sofort kampfunfähig machen.

Lilli und Dr. Fernando Zoom (1 Auftritt beim Dinner, sitzt neben Lilli und ist Schiffsarzt – tauscht dann später heiße Küsse mit Lilli an Deck aus, wird aber von Angie gestört – alias Orlando Bloom)
Lilli ist spezialisiert auf Computer, kann jeden Code knacken

Lucy und Gavin Dandy (Fitness-Trainer, trinkt Likör 42 und gibt Aerobic-Kurse,
Lucy ist spezialisiert auf Computer, kann jeden Code knacken

Tiago, brasilianischer Mitarbeiter der Rezeption (alias Tiago Riani)

Duncan Thorpe – Anführer der „Schwarzen Orchidee“ – ebenfalls Vampir

Eric von Castell – (alias Johnny Depp) Cousin von Duncan Thorpe und Verbindungsmann zu Sweetlife <- sitzt zu Hause am PC und wird bald wahnsinnig vor Stolz auf  ihre tuffen Ladies an Bord der MS Seraphim

Mr. Hattori Hayabusa, ein japanischer Ninja, der für seine Schwert-Kampfkunst berühmt ist und den Ladies bei einem Japan-Auftritt als Dolmetscher gedient hat. Die Anwesenheit an Board des Schiffes ist unklar – Feind oder Freund?

Don Goose – Gift- und Kampfzwerg – auf jeden Fall feindlich gesinnt.

Die Vorleser am 04.12. um 22.30 Uhr im ZDF

Am 04.12.2009 und 22.30 Uhr strahlt das ZDF die vierte Folge der Literatursendung Die Vorleser mit Amelie Fried und Ijoma Mangold aus.

Zu Gast bei den Vorlesern wird Filmregisseur Volker Schlöndorff sein. Schlöndorff stellt „Die Blechtrommel“ von Günter Grass vor, das Buch, von dem er sagt, es sei das wichtigste Buch seines Lebens.
Die Blechtrommel erschien vor 50 Jahren. Für die Verfilmung der Blechtrommel erhielt Volker Schlöndorff 1979 einen Oscar. Nach der Oscar-Verleihung arbeitete er in den USA, mit der Absicht, auch den Rest seines Lebens dort zu verbringen. Mit dem Fall der Mauer änderte er seine Lebensplanung und zog von New York nach Berlin bzw. Potsdam.

Amelie Fried und Ijoma Mangold besprechen am 04.12. nachfolgende Bücher und präsentieren zudem weihnachtliche Lesetipps in Kürze als Anregung zum Verschenken oder zum selber lesen:

Vier ÄpfelVier Äpfel von David Wagner
Kurzbeschreibung
Vielleicht ist heute ein besonderer Tag. Mit vier Äpfeln fängt alles an. Ein Mann, der weniger zu tun hat als ihm lieb ist, erlebt an der Obst- und Gemüsewaage seines Supermarkts einen magischen Moment: die grüne Leuchtanzeige zeigt 1-0-0-0.
Vier Äpfel, die zusammen genau tausend Gramm wiegen – er ist, er weiß selbst nicht genau wieso, gerührt, klebt das Etikett mit der Strichcodezeichnung vorsichtig auf die Tüte und schiebt seinen Wagen durch eine ihm plötzlich fremd gewordene Welt.
Seine Gedanken schweifen ab in in eine Zeit, als man noch in kleineren Läden andere Dinge kaufte, zu Frühergerüchen , zum Konsumverhalten überhaupt, und er erinnert sich an L., die Frau, die ihn verlassen hat. Vier Äpfel erzählt von tieftraurigen Produkten und ihren Konsumenten, erzählt die Geschichte einer alten Liebe, einer Gegenwart, die immer schon vergangen ist. David Wagner hat ein Buch geschrieben, das Wahrnehmungsweisen schärft, sie vielleicht sogar verändert. Darin liegt seine große Kunst.

Eine Frau flieht vor einer NachrichtEine Frau flieht vor einer Nachricht von David Grossman
Kurzbeschreibung
Ora erzählt: von ihrer Liebe zu zwei Männern, von Wut und Zärtlichkeit, Verzweiflung und Leidenschaft und von ihrem Sohn Ofer, der sich freiwillig für einen Militäreinsatz im Westjordanland meldet. Seine Mutter hofft, das drohende Unglück zu bannen, indem sie ihrem Jugendfreund Avram, der im Sechstagekrieg selbst Soldat war, von Ofers Vorhaben berichtet. Und unerreichbar zu sein, falls das Schreckliche geschieht … Autor und Friedensaktivist David Grossman spiegelt die großen Fragen in den kleinen Erlebnissen des Alltags. Er zeigt, wie in Israel das Schicksal der Menschen unauflöslich mit Politik verbunden ist. Ein mitreißendes, unvergessliches Buch und ein Protest gegen den Krieg.

Die BlechtrommelDie Blechtrommel von Günter Grass
Kurzbeschreibung
Anfang der 50er Jahre trommelt und schreibt in einer Heil- und Pflegeanstalt ein Buckliger des Jahrgangs 1924 die Geschichte seines Lebens und seiner Familie vom Begin des Jahrhunderts bis in das Deutschland Adenauers. Oskar Matzerath hat alles gesehen und gehört, nichts ist ihm entgangen, denn er war ein hellhöriger Säugling, dessen geistige Entwicklung bereits bei der Geburt abgeschlossen war. Der Außenseiter, der Wirklichkeit ertrommeln und Glas zersingen kann, erweist sich dabei als der einzige Gesunde in einer Welt des Scheins, der Lüge und des Verbrechens. Am Ende seiner phantastischen Autobiographie, die Oskar vom Vorkriegs-Danzig bis ins Düsseldorf der Nachkriegszeit führt, „entdeckt man, daß man über Deutschland und Mitteleuropa – sowohl in der Zeit des Völkermordes als auch im Biedermeier der Restauration – mehr weiß als je zuvor“ (Lars Gustafsson). Mit dem Erscheinen der „Blechtrommel“ 1959 gewann der deutsche Nachkriegsroman Anschluss an die Weltliteratur und O skar der Trommler seinen festen Platz in der modernen Mythologie.

Bei den wilden KerlenBei den wilden Kerlen von Dave Eggers
Kurzbeschreibung
Der Kinderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ als Roman: Dave Eggers, einer der besten amerikanischen Gegenwartsautoren, baut Maurice Sendaks nur 333 Worte umfassende Bildergeschichte aus zu einem hinreißenden Roman über den achtjährigen Max, Sohn getrennter Eltern, frech, wild und absolut liebenswert. „Bei den wilden Kerlen“, der umwerfende All-Age-Roman von Dave Eggers, entstand auf Anregung von Maurice Sendak und ist doch ein echter Eggers, ein Roman, der besticht durch Witz, psychologisches Einfühlungsvermögen, Phantasie und Herz. 2003 fragte der Regisseur Spike Jonze („Being John Malkovich“) Dave Eggers, ob er nicht mitarbeiten wolle an dem Drehbuch für die Verfilmung von Maurice Sendaks Klassiker aus dem Jahre 1963. Dave Eggers sagte zu. Und auch als Maurice Sendak Dave Eggers fragte, ob er die Geschichte von Max nicht in einem Roman erzählen wolle, sagte er ja, er wolle es probieren. Herausgekommen ist „Bei den wilden Kerlen“, eine herzergreifende Geschichte über den jungen Max, der sich und die Welt nicht mehr versteht. Seine Eltern sind getrennt, seine Mutter ist fast nur mit ihrem neuen Freund und ihrer Arbeit beschäftigt, seine Schwester Claire pubertiert heftig und hat überhaupt kein Interesse mehr an ihrem kleinen Bruder. Nach einem Streit verlässt Max das Haus, rennt in den Wald, findet ein Boot und kommt nach langer Reise übers offene Meer zur Insel, wo die wilden Kerle wohnen. Bald schon wird er zum König dieser riesigen, launenhaften und dennoch liebenswerten Wesen, die mindestens so viel von ihm erwarten wie er von ihnen. Max‘ Reise auf die Insel der wilden Kerle ist ein phantastisches Abenteuer, das ihn im Innersten verändern wird. Ein riesiges, wildes Lesevergnügen.

Strahlend schöner MorgenStrahlend schöner Morgen von James Frey
Gelesen von Rufus Beck, August Zirner, Eva Mattes, Stephan Schad, Matthias Brandt und anderen
Kurzbeschreibung
Dylan liebt Maddie und ist mit ihr unterwegs nach L.A., Stadt der Hoffnung so vieler Menschen auf eine bessere Zukunft. Die Filmstars Amberton und Casey sind nur zur Tarnung miteinander verheiratet und ständig auf der Suche nach Sex und Bewunderung. Esperanza aus Mexiko verdient ihr Geld im Haushalt einer tyrannischen Lady und verliebt sich in deren Sohn. Der Obdachlose Old Man Joe entdeckt seine Mitmenschlichkeit, als er ein drogensüchtiges Mädchen zusammengeschlagen hinter einer Mülltonne findet. Sie und viele andere Figuren, die im Vorübergehen den Weg des Lesers kreuzen, ergeben das fesselnde Bild einer sich ständig wandelnden Metropole, seit Generationen Verheißung und Moloch zugleich. In L.A., der eigentlichen Hauptfigur, spiegeln Fakten und Fiktion einander im Rhythmus von Geschichte und Gegenwart, von Illusion, Liebe und Gewalt. Ein fulminant komponierter Roman über den unzerstörbaren American Dream.

Die lange Straße aus SandDie lange Straße aus Sand von Pier Paolo Pasolini
Ein Cinquecento Tagebuch – Bildband
Kurzbeschreibung
EIN CINQUECENTO-TAGEBUCH
Während Pasolini 1959 gerade seinen zweiten Roman, Una vita violenta, veröffentlicht, arbeitet er auch für verschiedene Zeitschriften. Für die Illustrierte Successo unternimmt er in einem Fiat 500 eine Reise entlang der italienischen Küste, von Ventimiglia bis Triest. Das Tagebuch dieser Reise, La lunga strada di sabbia (Die lange Straße aus Sand), ist das eigenwillige Dokument einer Zeit zwischen dem Ende der Traditionen und dem Beginn des „Zeitalters der Herrschaft des Konsumismus“ (Pasolini).

Der GrüffeloDer Grüffelo. Pop-up-Theaterbuch von Axel Scheffler, Julia Donaldson
Mit Pop-up-Theaterbühne, Programmheft mit Spielanleitung, Spielfiguren (für Kinder ab 5 Jahren)
Kurzbeschreibung
Die berühmte Geschichte vom Grüffelo als Theaterstück mit einer wunderschönen Pop-up-Theaterbühne zum Spielen – das Geschenk für die ganze Familie.
In diesem Grüffelo-Theaterbuch findet sich alles, was man für eine eigene Grüffelo-Aufführung braucht: eine wunderschöne Grüffelo- Pop-up-Bühne zum Aufklappen (Format 50,8 x 32,8 x 32), Figuren und Requisiten zum einfachen Rausdrücken und Stecken (ohne Klebstoff), ein liebevoll gestaltetes Programmheft mit Noten und Text für den berühmten Grüffelo-Song, das Grüffelo-Stück (mit Spielanleitung) und vielen Tipps und Ideen für eine gelungene Aufführung die vollständige Grüffelo-Geschichte zum Vorlesen

Das Buch der anderenDas Buch der anderen von Zadie Smith (Hrsg.)
Kurzbeschreibung
„Es gibt so viele Möglichkeiten, Figuren zu erschaffen, wie es Autoren gibt. Zadie Smith.
Das Who is Who der literarischen Wunderkids des 21. Jahrhunderts in der englischsprachigen Welt – 21 Autoren schreiben 21 Geschichten über 21 Charaktere. Das Buch der anderen ist genau das, ein Buch über andere. Schlagen Sie die Seiten auf, und Sie werden eine ganze Reihe neuer, spannender Bekanntschaften machen! Autorinnen und Autoren ihrer Generation folgten Zadie Smiths Bitte, zugunsten der von ihr ins Leben gerufenen Charity-Organisation 826 New York – einer Non-Profit-Organisation, die Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren zum Lesen und Schreiben ermutigen will sowie Lehrer dabei unterstützt, Talente zu entdecken – eine Shortstory zu einer Anthologie beizutragen. Die Vorgabe: eine Geschichte schreiben, in deren Mittelpunkt eine Person steht. So ­präsentiert Nick Hornby das äußerst wechselvolle Autorenleben des J. Johnson in fiktiven Verlagsankündigungen Über den Autor (illustriert von Posy Simmonds), Jonathan Safran Foers Großmutter Rhoda bietet Plätzchen an, um uns die Geschichte ihrer Herzuntersuchung zu versüßen, und Dave Eggers lässt uns teilhaben an der Geschichte des hoffnungslos verliebten Steinriesen Theo. Mit einer Einleitung von Zadie Smith und Geschichten der besten jungen englischsprachigen Autorinnen und Autoren diesseits und jenseits des Atlantiks ist Das Buch der anderen so schillernd und innovativ wie seine Autoren und so lebendig und vielfältig wie seine Charaktere. Die Autoren: Edwidge Danticat, Dave Eggers, Jonathan Safran Foer, Andrew Sean Greer, Aleksandar Hemon, A.M. Homes, Nick Hornby (u. Posy Simmonds), Heidi Julavitz, Miranda July, A.L. Kennedy, Hari Kunzru, Jonathan Lethem, Toby Litt, David Mitchell, Andrew O’Hagan, ZZ Packer, George Saunders, Zadie Smith, Adam Thirwell, Colm Tóibín, Vendela Vida

MuttermilchMuttermilch von Edward St Aubyn
Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren
Kurzbeschreibung
Dieses schneidend witzige Porträt einer Familie verhalf Edward St Aubyn zum internationalen Durchbruch. Wie er die wechselnden Allianzen zwischen Eltern und Kindern, Männern und Frauen beschreibt, das ist schlichtweg brillant und steckt voll trauriger Wahrheit. Patrick ist ein von Versagensängsten und Existenznöten getriebener Familienvater, dessen Frau Mary zu allem Überfluss auch noch den Sex aufgegeben hat. Mary geht ganz in ihrer Mutterrolle auf und wird beinahe aufgefressen von der Sorge um die Kinder. Aber erst als Patricks eigene schreckliche Mutter sich entschließt, das Zuhause der Familie ihrem New-Age-Guru zu vermachen, zerreißt das Netz der falschen Hoffnungen endgültig. Kinder, Ehe, Ehebruch und Sterbehilfe es sind die großen Themen, die St Aubyn mit Hilfe seiner strahlenden Prosa ohne Narkose seziert. Kein Zweifel: Für den, der von dieser Muttermilch getrunken hat, bekommt der Begriff „postnatale Depression“ eine ganz neue Bedeutung.

Quelle: Börsenblatt