Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 05/2009

Platz 1 : Das Echo der Schuld von Charlotte Link

Kurzbeschreibung
Fesselnd, abgründig, raffiniert – einfach meisterhaft. Die neue Charlotte Link! In tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts als ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia Moor retten. Von der Engländerin Virginia Quentin und deren Mann werden sie mit dem Notwendigsten versorgt, doch dann folgt der undurchsichtige Nathan Virginia ungebeten in das Zuhause der Familie nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs nur aufdringlich findet, öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Dann geschieht das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter verschwindet spurlos …

Platz 2 : Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Kurzbeschreibung
Absolut ungewöhnliche und fesselnde Liebesgeschichte – Weitere Bände werden folgen – Liebe gegen alle Hindernisse und jede VernunftMit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Bella ihren Umzug nach Forks, einer langweiligen, ständig verregneten Kleinstadt in Washington State, kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward kennen lernt. Er fasziniert sie, obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. So gut aussehend und stark wie er kann kein gewöhnlicher Mensch sein. Aber was ist er dann? Die Geschichte einer verbotenen Liebe, einer Liebe gegen alle Vernunft. Die so viele Hindernisse überwinden muss, dass man auf jeder Seite mitfiebert. So romantisch und spannend, dass dem Leser bei diesem wunderschön geschriebenen Buch eine Gänsehaut über den Rücken läuft.

Platz 3 : Mieses Karma von David Safier

Mieses KarmaKurzbeschreibung
Die Moderatorin Kim Lange erlebt einen Tag des Triumphes: Sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt sie, dass sie in ihrem Leben viel zu viel mieses Karma gesammelt hat – und bekommt prompt die Rechnung präsentiert. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, hat zwei Fühler, sechs Beine und einen überproportional großen Hinterleib: Sie ist eine Ameise! Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Doch als Ameise ist sie machtlos. Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!

Platz 4 : Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

vermessung-der-weltKurzbeschreibung
Daniel Kehlmanns Roman über Gauß und den Naturforscher Alexander von Humboldt ist die leichthändig ineinander verwobene Doppelbiographie zweier großer Gelehrter, so unterhaltsam, humorvoll und auf schwerelose Weise tiefgründig und intelligent, wie man es hierzulande kaum für möglich hält. („Frankfurter Allgemeine Zeitung“)
Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.

Platz 5 : Vater unser von Jilliane Hoffmann

Kurzbeschreibung
Mord in Miami. Der Täter: der angesehene Chirurg Dr. David Marquette. Die Opfer: seine Frau und seine drei kleinen Kinder. Ist der Familienvater psychisch krank – oder hat er kaltblütig gemordet? Ist er womöglich ein lang gesuchter Serienkiller, wie Detective John Latarrino glaubt? Staatsanwältin Julia Valenciano will die Wahrheit herausfinden, gegen alle Widerstände. Die lauern auch in ihrer eigenen Vergangenheit, die sie seit fünfzehn Jahren erfolgreich verdrängt …

Platz 6 : Verblendung von Stieg Larsson

VerblendungKurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt. Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis. -> mehr Infos zu der Trilogie und zum Film

Platz 7 : Die Stimmen des Flusses von Jaume Cabré

Kurzbeschreibung
Ein großer, dramatischer Roman über das engverflochtene Schicksal einer Handvoll Menschen, die der Spanische Bürgerkrieg zu Gegnern und zu Liebenden macht. Seit Carlos Ruiz Zafóns Der Schatten des Windes hat es keinen Roman aus Spanien gegeben, der seine Leser so in den Sog einer faszinierenden Geschichte zieht wie dieser.

Was geschah wirklich am 18. Oktober 1944 in dem Pyrenäenort Torena? Als Tina Bros sechs Jahrzehnte später in der alten Dorfschule ein hinter der Schiefertafel verborgenes Tagebuch entdeckt, ahnt sie nicht, daß sie an Dinge rührt, die in ihrer Verquickung aus Schuld und Scham, aus Leidenschaft und Fanatismus das ganze Drama einer schlimmen Zeit spiegeln. Noch weniger ahnt sie, daß der Schatten von damals bis in ihre eigene Gegenwart ragt.

Platz 8 : Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Die Chemie des TodesKurzbeschreibung
David Hunter war Englands berühmtester Rechtsmediziner. Aber er hat seinen Beruf aufgegeben und sich inkognito nach Devonshire in ein kleines Dorf zurückgezogen. Dort arbeitet er seit ein paar Jahren als Assistent des Arztes, als sein friedliches Landleben ein jähes Ende findet. Spielende Kinder entdecken eine mit einem Paar Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin im Dorf. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei heraus, was David früher war, und so muss die Ex-Koryphäe der überforderten Provinz-Gerichtsmedizin helfen. Gerade als sich anhand seiner Analysen herausstellt, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt, um sie noch lebend zu finden. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten CSI Devonshire. Exzellent recherchiert, auf dem allerletzten Forschungsstand der Gerichtsmedizin, brillant geschrieben, vor allem aber extrem spannend. †œDie Chemie des Todes† ist ein Forensik-Thriller, der den Leser keine Sekunde aus den Klauen lässt.

Platz 9 : Kalte Asche von Simon Beckett

Kalte AscheKurzbeschreibung
Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung ist tot. Ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Da geschieht ein weiterer Mord.

Platz 10 : Verdammnis von Stieg Larsson

Kurzbeschreibung
Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt. Der neue große Roman des preisgekrönten Bestsellerautors Stieg Larsson. Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin „Millennium“ eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.
Mehr Infos über die Trilogie und die Verfilmung von Verblendung.

Quelle: Spiegel Online

Wahre Geschichte: Operation Walküre von Tobias Kniebe

„Bevor Tom Cruise endgültig unser Geschichtsbild prägt, unternimmt Tobias Kniebe einen Gegenversuch: Warum sollte ein historisches Ereignis nicht genauso klar und spannend beschreibbar sein, wie moderne Erzählrhythmen es verlangen, ohne bei Recherche, Faktentreue und Quellenanalyse Kompromisse einzugehen?“, fragt die Süddeutsche Zeitung in einer Rezension zu „Wahre Geschichte: Operation Walküre“ am 23.01.2009.

Tobias Kniebe lässt die „Operation Walküre“, den Geheimplan des militärischen Widerstands gegen Hitler, lebendig werden:

Von der ersten Bombe, die Oberst Henning von Tresckow in Hitlers Flugzeug schmuggeln ließ, über das am 13. März 1943 gescheiterte Selbstmordattentat von Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff im Berliner Zeughaus,  bis zu Claus Schenk Graf von Stauffenberg und dem Staatsstreich am 20. Juli 1944.

Es geht auch um sonst wenig beachtete Fragen, etwa in welcher Kirche Stauffenberg vor dem Attentat gebetet hat. Die Darstellung beruht auf umfassenden Recherchen und Interviews mit den letzten Zeugen des Widerstands, darunter Ewald von Kleist, Philipp Freiherr von Boeselager sowie zwei Stauffenberg-Söhne.

Entstanden ist ein spannendes Stück Geschichtsschreibung mit vielen Details, die Film und Fernsehen eben doch nicht zeigen können.

walkure1Kurzbeschreibung
Am 20. Juli 1944 kurz nach 12.40 Uhr detoniert unter dem Kartentisch in der Lagebaracke der „Wolfsschanze“, dem „Führerhauptquartier“ in Ostpreußen, eine Bombe. 13 Personen werden schwer verletzt, vier sterben an den Folgen. Adolf Hitler erleidet nur leichte Verbrennungen. Der Attentäter, Oberst von Stauffenberg, fliegt – im Glauben, Hitler sei tot – nach Berlin, um sich an die Spitze des Staatsstreichs zu setzen: Die „Operation Walküre“ läuft an. Sie endet im Desaster – und Stauffenberg stirbt im Kugelhagel. Wenige Ereignisse haben die Phantasie der Deutschen so beschäftigt wie der gescheiterte Putsch vom 20. Juli. Wäre er gelungen, hätte die Geschichte womöglich einen anderen Verlauf genommen – das Attentat wurde zum Mythos. Tobias Kniebe hat seine Vorgeschichte minutiös rekonstruiert und erzählt auf packende Weise den dramatischen Ablauf des Geschehens: von den monatelangen Planungen und dem heiklen Transport der Bombe bis zu den verzweifelten Versuchen der Verschwörer im Bendler-Block, die Wehrmacht und die Öffentlichkeit über die wahre Lage zu täuschen. Zum Filmstart von Hollywoods „Valkyrie“: die historisch fundierte Darstellung der Ereignisse von damals – ein Geschichtspanorama in bester angelsächsischer Erzähltradition.

Über den Autor
Tobias Kniebe, Jahrgang 1968, studierte Journalistik und Politik in München. Seit 1993 arbeitet er als Autor und Filmkritiker, unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“ und den „Spiegel“. Daneben schreibt er Drehbücher, etwa für denDokumentarfilm „Deutschland im Kinorausch“ (1997) und zuletzt für den Spielfilm „Fremder Freund“, der 2003 den First Steps Award gewann.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Lesung mit Daniel Kehlmann aus Ruhm am 17.02. in der Münchner LMU

Am Dienstag, den 17. Februar 2009, um 20 Uhr, stellt Daniel Kehlmann seinen neuen Roman „Ruhm“ im Audimax der Münchner LMU vor.

Moderation: Knut Cordsen (BR)

ruhm11Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten. Er beginnt ein Spiel mit einer fremden Identität. Ein anderer wird von einem zum nächsten Tag nicht mehr angerufen. Eine Frau will nicht in den Geschichten ihres Liebhabers vorkommen, der Schriftsteller ist. Ein Internetblogger wäre so gern einmal im Leben eine Romanfigur.
Daniel Kehlmanns lang erwarteter neuer Roman verwebt neun einzelne Episoden zu einem raffinierten Spiel mit Realität und Fiktion, mit Identität und Doppelleben. „Ruhm“ ist ein brillantes Buch über das Wesen der Literatur.

Mehr Infos sowie eine Leseprobe zu Ruhm findet man hier.

Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro – Kartenreservierung: Tel. 089 / 291934-27
Veranstalter: Rowohlt Verlag, Stiftung Literaturhaus

Harbour Front – Hamburg plant neues internationales Literaturfestival

hamburgDrei Wochen vor der „Frankfurter Buchmesse“ will das Festival vom 9. bis 19. September 2009 „große und wichtige Autoren präsentieren, die im Herbst mit Neuerscheinungen auf den Markt kommen“, erklärte Nikolaus Hansen (Arche Verlag)  gestern.

„Der Hafen, der für sich allein genommen schon ein Zentrum der verschiedenen Sprachen und Kulturen ist und damit Spiegelbild dessen, was Literatur weltweit darstellt, ist der idealtypische Austragungsort für ein Literaturfestival.“

Geplant sind zunächst 60 bis 80 Veranstaltungen rund um den Hafen, die Reeperbahn und St. Pauli. Initiatoren des Festivals, das unter dem Namen „Harbour Front“ firmieren wird, sind der ehemalige marebuch-Verleger Nikolaus Hansen und Peter Lohmann, Programmgeschäftsführer des Frankfurter Fischer-Verlags.

Als Hauptsponsor soll die Kühne-Stiftung mit einer namhaften Summe im sechsstelligen Bereich bereitstehen. Die Kühne-Stiftung wurde 1976 von der Familie Kühne (Kühne & Nagel) gegründet. Gefördert werden u. a. humanitäre und kulturelle Projekte (in Hamburg etwa die Elbphilharmonie). Alleiniger Träger der Stiftung ist Klaus-Michael Kühne. Sie hat heute ihren Sitz in der Schweiz.

Schwerpunkt des Festivals soll die Literatur aus den Partnerstädten Hamburgs sein. Da China auch das Gastland der diesjährigen „Frankfurter Buchmesse“ ist, wird die Hafenstadt Schanghai bei der ersten Auflage von „Harbour Front“ im Fokus stehen. Auch Veranstaltungen mit direktem Bezug zu aktuellen Themen (wie etwa 60 Jahre Grundgesetz, 20 Jahre Mauerfall) werden Eingang in das Programm finden.

„Nicht zu vergessen die Autoren, die es neu zu entdecken gilt und die in Hamburg erstmals prominent präsentiert werden sollen“, sagte Nikolaus Hansen gestern. Erst Ende Mai sollen erste Namen verraten werden. Die Veranstaltungsorte reichen vom Alten Elbtunnel über das St. Pauli-Theater und die Katharinen-Kirche bis zum Millerntor-Stadion.

Quelle: Hamburger Morgenpost

Der Schimmelreiter von Theodor Storm – SchauBurg Theater München

Noch bis zum 24. Januar wird im SchauBurg Theater der Jugend am Elisabethplatz in der Franz-Joseph-Strasse 47, 80801 München Der Schimmelreiter von Theodor Storm gezeigt.
Die Novelle
„Der Schimmelreiter“ ist nicht nur Theodor Storms bekannteste Dichtung, sondern die meistgelesene deutsche Novelle. Und sie ist zugleich die Geschichte einer Landschaft. Verfasst wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts; angesiedelt ist sie in der Mitte des 18. Jahrhunderts in einer dörflichen Gegend an der Nordsee. Für uns heute ist interessant, dass der Autor eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit Problemen beschreibt, die Bedeutung haben über die damalige Zeit hinaus.
Erzählt wird das Schicksal eines begabten und zugleich unbegabten Menschen. Die Novelle beschreibt den friesischen Kleinbauernsohn und späteren Deichgrafen Hauke Haien, der im Deichbau seiner Heimat die entscheidende Neuerung des abgeflachten Deichprofils durchsetzt.

vorn: Tim Kalhammer-Loew (liegend) und Marie Ruback hinten: Ullrich Wittemann und Giorgio Spiegelfeld

„Acht Fuß ragte der Deich aus der Fläche hervor; nur wo westwärts gegen das Wasser hin die Schleuse gelegt werden sollte, hatte man eine Lücke gelassen; auch oben vor dem alten Deiche war der Priel noch unberührt. So konnte die Flut, wie in den letzten dreißig Jahren, in den Koog hineindringen, ohne dort oder an dem neuen Deiche großen Schaden anzurichten. Und so überließ man dem großen Gott das Werk der Menschenhände und stellte es in seinen Schutz, bis die Frühlingssonne die Vollenden würde möglich machen.†œ
Aber er scheitert daran, sein großartiges Projekt richtig in der Dorfgemeinschaft zu kommunizieren. Dieses Manko führt zum Untergang. Eine solche Geschichte hat nie stattgefunden, und einen Hauke Haien hat es nie gegeben. Dennoch spiegelt sich hier in poetischer Konzentration und bei aller Freiheit im Umgang mit historischen Details eine Landschaft mitsamt ihren Hoffnungen und Ängsten ihrer Menschen mit einer so lupenreinen Genauigkeit, wie sie einzigartig sein dürfte.

Im Mai 2009 eingeladen zum 10. Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Treffen „Augenblick mal!“ in Berlin!

Bildmotiv: Nach einer Illustrationen von Jens Rusch
Regie – Beat Fäh
Bühne und Kostüme – Mandy Hanke
Musikalische Leitung – Toni Matheis
Es spielen
Marie Ruback
Tim Kalhammer-Loew
Giorgio Spiegelfeld
Ullrich Wittemann
Peter Wolter

Spieldauer ca. 90 Minuten

Für Jugendliche und Erwachsene

Termine im Januar:
Di 20.01.09 19:30 Uhr
Mi 21.01.09 10:30 Uhr
Do 22.01.09 19:30 Uhr
Fr 23.01.09 10:30 Uhr
Fr 23.01.09 19:30 Uhr
Sa 24.01.09 20:00 Uhr
weitere Termine im April

Die Karten kosten zwischen 5,00 und 12,00 Euro – zur Reservierung

gefunden im Klappentext / literatur-muenchen.de