Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing fährt nicht zur Preisverleihung nach Stockholm

Die Enttäuschung in Stockholm ist groß. Die 88-jährige Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing kann wegen Rückenproblemen nicht fliegen.

„Lessing war längere Zeit krank, hatte aber bis zuletzt selbst stark darauf gehofft, dass sie kommen kann“, hieß es in der Erklärung der Stiftung.

Es ist – nach Elfriede Jelinek und Harold Pinter – das dritte Mal in vier Jahren, dass der Nobelpreisträger für Literatur nicht an der Preisverleihung in Stockholm persönlich teilnimmt. Doris Lessings Rede wird per Video zu sehen sein.

Die Ästhetik des Widerstands als bestes Hörbuch ausgezeichnet

Die Jury der seit 1997 geführten Hörbuch-Bestenliste hat das Hörspiel „Die Ästhetik des Widerstandes“ nach dem Roman von Peter Weiss als Hörbuch des Jahres ausgezeichnet.

Die Ästhetik des WiderstandesDie Ästhetik des Widerstands ist der Titel eines Romanes von Peter Weiss, sein schriftstellerisches Hauptwerk. Es entstand zwischen 1971 und 1981 und stellt den Versuch dar, die historischen und gesellschaftlichen Erfahrungen und die ästhetischen und politischen Erkenntnisse der Zeit von 1917 bis 1945 zu vermitteln. Der Roman besteht aus drei Teilen, die in den Jahren 1975, 1978 und 1981 im Suhrkamp Verlag erschienen sind.

Der Regisseur Karl Bruckmaier habe mit diesem „Kraftakt der Hörspielarbeit öffentlich rechtlicher Sender“ Maßstäbe gesetzt. Es handelt sich um eine Koproduktion von Bayerischem und Westdeutschem Rundfunk.

Zum besten Kinder-/Jugendhörbuch wurde Guus KuijersDas Buch von allen Dingen“ gewählt.

Das Buch von allen DingenThomas kann Dinge sehen, die andere nicht sehen können. Er sieht tropische Fische, die in den Grachten schwimmen und erfasst die Magie von Frau Amersfoort, der Nachbarin, die ihren Mann im Widerstand verloren hat. Er sieht die Schönheit von Elisa mit ihrem Bein aus Leder, das beim Gehen knirscht, und sogar Herrn Jesus, der Thomas anbietet, ihn einfach nur Jesus zu nennen. Vor manchen Dingen würde Thomas allerdings am liebsten die Augen verschließen. Aber er nimmt sich vor, dass er keine Angst mehr haben will. Und so wird er jeden Tag etwas mutiger und geht in kleinen Schritten seinen Weg.

Die hr2-Hörbuch-Bestenliste wird seit Mai 1997 von hr2-kultur und dem BÖRSENBLATT herausgegeben. Kooperationspartner sind die Zeitschriften „Chrismon†œ und „Hits für Kids†œ.

Verliehen werden die Auszeichnungen am 20. Januar 2008 im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

Quelle: Süddeutsche.de

My Living Will


My Living Will

Last night, my friend and I were

sitting in the living room and I said

to her, „I never want to live in a

vegetative state, dependent on

some machine and fluids from a

bottle. If that ever happens, just

pull the plug.“

So she got up, unplugged the TV,

and threw out my wine.


She’s such a bitch…..

Der schönste erste Satz von Benoîte Groult

Ich war achtzehn, als Gauvin in mein Herz und für immer in mein Leben getreten ist.

Benoite GroultSalz auf unserer Haut von Genoîte Groult

Benoîte Groult, geboren am 31. Januar 1920 in Paris, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin, die anfangs zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Flora Groult schrieb.

Ihre Themen, in essayistischer Form gestaltet, die Geschichte des Feminismus, die Diskriminierung von Frauen, die krankhafte Abneigung von Männern gegenüber Frauen (Misogynie), die sie sozialpsychologisch und historisch fundiert aufbereitet. Ihr größter Erfolg war jedoch der Roman Salz auf unserer Haut (1988), in dem sie die rein körperliche Liebe einer Pariser Intellektuellen zu einem bretonischen Fischer erzählt. Wie viele ihrer Romane trägt auch dieser gewisse autobiographische Züge, die jedoch stark verzerrt dargestellt werden.

Benoîte Groult war in zweiter Ehe mit dem französischen Journalisten, Radio- und Fernsehmoderator Georges de Caunes verheiratet, aus der Ehe gingen die Töchter Blandine und Lison hervor. Mit dem Schriftsteller Paul Guimard (1921-2004) war sie bis zu dessen Tod verheiratet, aus dieser dritten Ehe stammt die Tochter Constance.

Salz auf unserer HautKurzbeschreibung
Die Geschichte einer im Grunde unmöglichen, einzigartigen Liebe: George, die Pariser Intellektuelle, und Gauvin, der bretonische Fischer †“ Welten trennen die beiden, die Barrieren von Erziehung und Bildung, von Weltanschauung und Ge-schmack stehen zwischen ihnen. Ein Leben miteinander halten beide für un-möglich. Und doch zieht sie ein Verlangen zueinander, das stärker ist als Vernunft und Konvention, eine Leidenschaft, die, auch als die Liebenden älter und reifer werden, nicht erlischt. Ein Roman voll Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, zugleich das Porträt einer freien, selbstständigen Frau, die zu ihren Gefühlen steht.

Der schönste erste Satz von Alexander Solschenizyn

Alexander SolschenizynWie gelangt man auf diesen geheimnisvollen Archipel

Archipel Gulag von Alexander

Alexander Issajewitsch Solschenizyn, geboren am 11. Dezember 1918 im südrussischen Kislowodsk,  ist ein russischer Schriftsteller, Dramatiker und Träger des Nobelpreises für Literatur. In diesem Jahr erhielt er den russischen Staatspreis.

Solschenizyn studierte vor dem Zweiten Weltkrieg Mathematik und Philosophie. Während des Krieges kämpfte Solschenizyn in der Roten Armee als Batteriechef einer Artillerieeinheit in einer Schallmesstruppe. Er nahm in dieser Funktion an der Schlacht bei Kursk, der Operation Bagration sowie der Weichsel-Oder-Operation in Ostpreußen teil. Seine Erlebnisse als Offizier während der Einnahme Ostpreußens schrieb er in Gedichtform im Band Ostpreußische Nächte und als Erzählung in Schwenkitten ’45 nieder.

In den letzten Kriegsmonaten wurde er überraschend von der militärischen Spionageabwehr verhaftet und in das Moskauer Gefängnis Lubjanka überstellt, weil er, Leninist, in Briefen an seinen Schwager Kritik an Stalin geübt hatte. Nach Artikel 58 des sowjetischen Strafgesetzbuches zu 8 Jahren Haft verurteilt, verbrachte er insgesamt elf Jahre in Zwangslagern des Gulag, wo er den ebenfalls inhaftierten Lew Kopelew kennen lernte. Kurz vor seiner Entlassung ließ sich seine Frau Natascha von ihm scheiden.

Während seiner anschließenden Verbannung nach Kasachstan schlug sich Solschenizyn als Lehrer durch. Dort musste er sich auch einer Krebsoperation unterziehen, die er zusammen mit der anschließenden Behandlung später im Roman Krebsstation verarbeitete.

1957 wurde Solschenizyn offiziell rehabilitiert. Man konnte angesichts seiner Krebserkrankung davon ausgehen, dass er bald sterben würde. Die Zeit danach war von der Wiederannäherung an Natascha und großem Arbeitseifer geprägt. Er sah es als seine Aufgabe, den zum Schweigen Gebrachten seine Stimme zu leihen. Er zog sich oft in abgelegene Hütten abseits der Zivilisation zurück, um ungestört schreiben zu können. Er hasste die damals in der russischen Sprache verbreiteten Abkürzungen.

Archipel Gulag Ein monumentales historisches Werk lieferte er mit der Beschreibung des sowjetischen Lagersystems in Der Archipel Gulag. Es wurde unter Zeitdruck veröffentlicht, nachdem der KGB das Manuskript des ersten Teils des Werks entdeckt hatte. Solschenizyn wurde in der Folge am 14. Februar 1974 aus der Sowjetunion ausgewiesen. Er fand zunächst Aufnahme in der Bundesrepublik Deutschland bei Heinrich Böll, besuchte den Diktator Pinochet in Chile (in seinem Buch „Zwischen zwei Mühlsteinen. Mein Leben im Exil“ schreibt Solschenizyn, weder sei er jemals in Chile gewesen noch habe er sich mit Pinochet getroffen) und lebte später in Zürich und siebzehn Jahre im US-Staat Vermont.

Obwohl er im Ausland sehr willkommen war und seine Privatsphäre respektiert wurde, blieb Russland immer seine geistige Heimat. Da er stets der festen Überzeugung war, eines Tages in sein Vaterland zurückzukehren, bemühte er sich nicht, die englische Sprache zu lernen und in den USA heimisch zu werden. Im Jahr 1990 wurde Solschenizyn rehabilitiert, bekam seine sowjetische Staatsbürgerschaft zurück und kehrte 1994 nach Russland zurück.