Der schönste erste Satz stammt von Günter Grass

Der schönste erste Satz ist gefunden und gekürt worden. Er stammt aus der Feder von Günter Grass. „Ilsebill salzte nach“ ist der erste Satz aus seinem Roman „Der Butt„.

In der Kürze liegt die Würze, denn die drei Wörter, so die Begründung der Jury, machen Lust auf mehr der insgesamt über 700 Romanseiten; sie malen literarische und kulinarische Bilder, die eine reichhaltige Lektüre versprechen. Über 17.000 Menschen aus 60 Ländern haben sich an der Suche beteiligt, berichtete die †œInitiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen†.

Auf Platz 2 wurde „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt† aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ gewählt.

Der dritte Preis ging an die Erzählung „DerLeseteufel†œ von Siegfried Lenz: „Hamilkar Schaß, mein Großvater, ein Herrchen von, sagen wir mal, einundsiebzig Jahren, hatte sich gerade das Lesen beigebracht, als die Sache losging.†œ

Die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen präsentieren die Preisverleihung mit Persönlichkeiten wie ZDF-Moderatorin Marietta Slomka, Rap-Poet Bas Böttcher, den Schriftstellern Silke Scheuermann und Thomas Brussig sowie Kabarettist Lars Reichow am 6. November 2007 ab 19.00 Uhr in der Alten Oper Frankfurt.

Die Sieger-Sätze samt den damit verbundenen besonders treffenden Begründungen wurden von einer Jury, zu der unter anderen Prof. Dr. Jutta Limbach, Elke Heidenreich, Paul Maar und Heiner Brand gehören, ausgewählt und stehen nun im Mittelpunkt der Veranstaltung in der Alten Oper Frankfurt.
Ein vielfältiges Rahmenprogramm rund um das Thema „Faszination Sprache†œ begleitet die Preisverleihung.

Ein Buch mit den schönsten Einsendungen zum Wettbewerb erscheint am 9. November im Hueber-Verlag. Darin sind neben einer Auswahl der besten Einsendungen auch Beiträge von Prof. Dr. Jutta Limbach, Elke Heidenreich, Lars Reichow, Thomas Brussig und Prof. Dr. A. Kruse zu lesen.

Münchner Bücherschau präsentiert Cornelia Funke und Tintentod

TintentodTintentod

»Niemand versteht es, so glorios und mitreißend von der Kraft und Sinnlichkeit der Wörter zu reden wie Cornelia Funke.« FAZ

Eine echte Sensation: das fulminante Finale der Tintenwelt-Trilogie, gelesen von Starautorin Cornelia Funke und Schauspieler Rainer Strecker.

Und eine der ganz wenigen Gelegenheiten, Cornelia Funke bei ihrer Lesereise in Deutschland zu erleben. Die Geschichte von Meggie geht weiter †“ es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen … Lasst euch verzaubern: »Tintentod« entführt auf eine Reise voller Gefahren, wilder Schönheiten und zauberischer Einfälle, von der man wünscht, sie möge niemals enden!

Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Mittwoch 21. November 2007 um 15 Uhr auf der Münchner Bücherschau. Karten gibt es an allen bekannten Münchner Vorverkaufsstellen – allerdings sollte man sich beeilen, der Saalplan bei München Ticket sieht schon relativ ausverkauft aus!

Martin Walser – Leben und Schreiben. Im Literaturhaus München am 14.11.07

Martin WalserMartin Walser
Mittwoch, 14.11., 20:00 Uhr, Saal
Leben und Schreiben. Tagebücher 1963-1973 – Ein Abend mit Martin Walser
Der zweite Band von Martin Walsers Tagebüchern beginnt mit dem Jahr 1963. Er berichtet darin von den Frankfurter Auschwitz-Prozessen, von seinen Reisen, von Geldsorgen, Kritikern und dem „Ansturm von Plänen“. Die Texte sind persönliche Dokumente, zeugen vom „ungeschützten Schreiben“ im Gegensatz zum Schreiben von Romanen. Die Tagebücher sind Selbstzeugnis und Selbstdialog, sie stehen ganz und gar außerhalb eines zielgerichteten Schreibens. Martin Walser liest Passagen daraus vor und spricht mit Jörg Magenau, Walser-Biograph und Kurator der großen Walser-Ausstellung im Literaturhaus 2005, über seine Lebensdokumente und über „das Erfrischende der Gesellschaft in meinem Inneren“.
Veranstalter: Rowohlt Verlag, Stiftung Literaturhaus. Eintritt: Euro 10.00 / 8.00, Kartenreservierung: Tel. 089 / 291934-27.

Literaturfonds in Höhe von 423.000 Euro werden vergeben

Mit insgesamt 423.000 Euro unterstützt der Deutsche Literaturfonds in den kommenden Monaten Autoren, Literaturinitiativen, Verlage und Zeitschriften. Unter anderem erhalten elf Schriftsteller und Übersetzer für maximal ein Jahr Arbeitsstipendien von monatlich 2000 Euro, teilte der Deutsche Literaturfonds am Dienstag in Darmstadt mit.

Die Arbeitsstipendien gehen an die Schriftsteller Wilhelm Bartsch (Halle), Gerhard Henschel (Bad Bevensen), Kerstin Kempker (Berlin), Thomas Lehr (Berlin), Steffen Mensching (Berlin) Klaus Modick (Oldenburg), Karl-Heinz Ott (Freiburg) Marion Poschmann (Berlin), Michael Roes (Berlin) und Marie Luise Scherer (Damnatz) sowie an die Übersetzerin Gabriele Leupold (Berlin).

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Vom Winde verweht – Teil III – „Rhett“ von Donald McCaig

Bald wird sich niemand mehr daran erinnern, dass Margaret Mitchell 1937 den Pulitzer-Preis für „Gone With The Wind“ verliehen bekommen hat. Drei Jahre später kam der gleichlautende Film mit Vivien Leigh, als Scarlett O´Hara, und Clark Gable, als Rhett Butler, in die Kinos. Für Margret Mitchell, die ein Jahrzehnt an dem großen Roman gearbeitet hatte, blieb es ihr einziges Werk. Sie starb 1949 bei einem Autounfall.

2011 laufen die Urheberrechte der Erbengemeinschaft aus. Vielleicht ist das der Grund, warum nun, nachdem in den frühen Neunzigern der zweite Teil „Scarlett“ von Alexandra Ripley erschienen ist, auch noch ein dritter Teil folgen muss.

„Für die romantisch gestimmte Leserin ist vieles kalter Kaffee“ lautet die Überschrift in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung. Donald McCaig, der Verfasser des dritten Teils von „Vom Winde verweht“, hat für „Rhett“ gründlich recherchiert und Rhett Butler entmystifiziert.

Vom Winde verweht Kurzbeschreibung
Scarlett O’Hara und Rhett Butler sind für viele das Traumpaar der Literatur- und Filmgeschichte. Unvergesslich, die temperamentvolle, selbstbewusste Südstaatenschönheit und der abenteuerlustige Lebemann. Aber was weiß man eigentlich über Rhett Butler? Donald McCaig verrät, wie die Hauptfigur aus Margaret Mitchells legendären Epos denkt, fühlt und wie seine Vergangenheit aussah. Er erzählt von Rhetts prägender Kindheit und Jugend auf einer Reisplantage bei Charleston und davon, wie der rebellische Junge zu dem Mann wird, den jeder aus „Vom Winde verweht“ kennt. In diesem einzigartigem Panorama der Südstaaten erfährt man nicht nur alles über Plantagenbesitzer, Sklaven, die besseren Kreise von Charleston und Atlanta und den vernichtenden Bürgerkrieg, der zwischen 1861 und 1865 tobte. McCaig erzählt vor allem von Rhett Butlers Welt: von Belle Watling, der Prostituierten, die zu seiner engen Vertrauten wird, Langston Butler, seinem unnachgiebigen, verbitterten Vater, Rosemary, der geliebten Schwester, und von seinem besten Freund, dem Farbigen Tunis Bonneau. Und dann ist da natürlich Scarlett, Katie Scarlett O’Hara, die eigensinnige und leidenschaftliche Frau, die für Rhett mehr empfindet, als sie wahrhaben will…

Über den Autor
Der Schriftsteller Donald McCaig wurde eigens von den Nachlassverwaltern Margaret Mitchells autorisiert, einen neuen Roman auf der Grundlage von „Vom Winde verweht“ zu verfassen. Unter aufwendigen Recherchen an Originalschauplätzen und in historischen Archiven arbeitete der 1940 geborene Autor zwölf Jahre lang an Rhett. Für seine bisher erschienenen Romane über den amerikanischen Bürgerkrieg hat er mehrere Preise erhalten, darunter den John Esten Cooke Award für die beste Südstaatenliteratur.