Münchens Lesewelt sucht Vorleser

Lesewelt MünchenUnd zwar speziell für die Stadtteile Obergiesing und Neuperlach. Hier wohnen besonders viele sozial benachteiligte Familien. Der Verein Lesewelt München e. V. kümmert sich um die Lese- und Sprachförderung von Kindern. Gesucht werden ehrenamtliche Vorleser die regelmäßig eine Stunde wöchentlich vorlesen. Ab Oktober sollen diese Lesestunden wieder in Büchereien und Grundschulen stattfinden. Interessierte werden eingeführt, der Verein bietet Fortbildungen an und gibt Anregungen bei der Literaturauswahl.

Sprache braucht Bücher
Ich bin fest davon überzeugt, dass ich ohne diese naiv erzählten Geschichten meiner Großmutter nicht das lesebegeisterte Kind geworden wäre und wahrscheinlich auch kein Autor. Ich kann mir nämlich kein Kind vorstellen, das zum Lesen findet, aber noch nie eine Geschichte erzählt bekommen hat. Man muß sich bewusst machen, dass es ja erst einmal gar nicht wissen kann, was das ist: eine Geschichte.“ Paul Maar

Bücher brauchen Leser
Leseförderung
Durch das Vorlesen unterstützt der Verein das Erlernen von Geduld, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Das erleichtert Kindern das Lernen in der Schule, begeistert sie langfristig für Bücher und erhöht ihre Chancen auf eine erfolgreiche Schul- und Ausbildungszeit.

Sprachentwicklung
Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben ihre Sprachkenntnisse unbeschwert zu vertiefen. Vorlesen, Zuhören und Erzählen erweitern den Wortschatz und fördern so die aktive Kommunikation.

Wer sich also sozial engagieren möchte und 1 Stunde in der Woche erübrigen kann, sollte sich dringend bei dem Verein melden. Näheres unter Lesewelt München

Der schönste erste Satz von Stephenie Meyer

Meine Mutter fuhr mich mit heruntergelassenen Scheiben zum Flughafen.

Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Stephenie Meyer Stephenie Meyer, geboren am 24. Dezember 1973 in Connecticut, USA, ist eine US-amerikanische Jugendbuchautorin.
Sie ist das zweitälteste von insgesamt sechs Kindern. Die ungewöhnliche Schreibweise ihres Namens stammt von ihrem Vater Stephen (Stephen + ie = Stephenie). Während Meyer in der Kindheit oft Probleme mit ihrem Namen hatte, sieht sie ihn heute als Vorteil. Sie sagt, dass er ihr einen hohen Wiedererkennungswert verschafft.

Im Alter von vier Jahren zog Stephenie Meyer mit ihrer Familie nach Phoenix (Arizona), wo sie aufwuchs und auch heute noch lebt. Sie besuchte die Highschool in Scotsdale (Arizona) und studierte mit einem Stipendium Englisch an der Brigham Young University in Provo (Utah). Meyer ist seit 1994 mit ihrem Jugendfreund Christiaan, genannt Pancho, verheiratet und hat drei Söhne (Gabe, Seth und Eli).

Stephenie Meyer ist Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, was großen Einfluss auf ihr Leben und Schreiben hat.

Bekannt wurde sie durch die Jugendbuchreihe über die Beziehung zwischen Isabella (genannt Bella) Swan, einer US-amerikanischen Highschool-Schülerin, und Edward Cullen, einem Vampir. Der erste Band Twilight (dt.: Bis(s) zum Morgengrauen) erschien am 05. Oktober 2005 und wurde ein internationaler Bestseller. Die Grundidee zur Handlung von Twilight fiel Stephenie Meyer am 02. Juni 2003 in einem Traum ein. Sie sah, wie sich ein junges Mädchen und ein Vampir auf einer Lichtung trafen und unsterblich ineinander verliebten. Diese Geschichte findet sich in Kapitel 13 von Twilight wieder. Der Name Bella entstand daraus, dass Meyer ihre Tochter immer so nennen wollte. Bella Swan heißt übersetzt Schöner Schwan. Der zweite Band, New Moon (dt.: Bis(s) zur Mittagsstunde) erschien im September 2006 und hielt sich über 30 Wochen auf Platz 1 der New York Times Bestseller-Liste. Der dritte Teil Eclipse (dt. Bis(s) zum Abendrot) wurde im August 2007 veröffentlicht und war ähnlich erfolgreich. Inzwischen wurden weltweit insgesamt über 5,5 Millionen Exemplare der Reihe verkauft.

Am 02. August 2008 soll mit Breaking Dawn der vierte Teil der Geschichte um Edward und Bella erscheinen, welcher der letzte Teil der Buchreihe sein wird. In Arbeit ist ein Band aus der Sicht Edwards: Midnight Sun. Zugleich plant Meyer weitere Buchprojekte. Im Mai 2008 erscheint in den USA ihr erstes Buch für erwachsene Leser, der Science-Fiction Roman The Host.

Biss zum MorgengrauenKurzbeschreibung
Absolut ungewöhnliche und fesselnde Liebesgeschichte – Weitere Bände werden folgen – Liebe gegen alle Hindernisse und jede Vernunft

Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Bella ihren Umzug nach Forks, einer langweiligen, ständig verregneten Kleinstadt in Washington State, kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward kennen lernt. Er fasziniert sie, obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. So gut aussehend und stark wie er kann kein gewöhnlicher Mensch sein. Aber was ist er dann? Die Geschichte einer verbotenen Liebe, einer Liebe gegen alle Vernunft. Die so viele Hindernisse überwinden muss, dass man auf jeder Seite mitfiebert. So romantisch und spannend, dass dem Leser bei diesem wunderschön geschriebenen Buch eine Gänsehaut über den Rücken läuft.

The Police in München – Singt mit mir!

The PoliceSingt mit mir! forderte Sting von den Zuschauern, nachdem The Police mit „Message In The Bottle“ kurz nach 20 Uhr das Konzert am 22.09. im Olympia Stadion eröffnet hatte und die Fans noch in Scharen zu ihren Plätzen strömten. PoliceBild3

Eine Freundin hatte bereits im März die 85 Euro teuren Arena Karten besorgt und jetzt konnten sie endlich durch die Hände der Security am Eingang eingerissen und entwertet werden. 6 Monate hingen die Karten an unserem Kühlschrank und wurden vielfach von Freunden mit den Worten: „Boah, ihr geht zu Police!“ kommentiert. Da wir unbedingt ganz vorne direkt an die Bühne wollten, waren wir schon um 17 Uhr auf dem Olympiagelände. Fiction PlaneFür 18.15 Uhr war die Vorgruppe, nämlich Fiction Plane, angekündigt. Joe Summer, der Sänger der Gruppe und unverkennbar der Sohn von Gordon Summer, alias Sting, ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Er wirkte ein wenig größer, kompakter als Sting, Ausdruck und Stimme ließen jedoch unschwer seine Herkunft erkennen. Nach einem leicht missglückten 1. Song zeigte die ebenfalls dreiköpfige Rockgruppe durchaus Gespür dafür, das Publikum auf The Police einzustimmen. Etwa eine dreiviertel Stunde verspätet begann Fiction Plane gegen 19 Uhr mit ihrem Vorprogramm. Wir waren fast ein wenig enttäuscht, als sie dann gegen 19.45 Uhr die Bühne verließen, spielten sie doch guten Rock, der uns an Nirvana, U2 und Coldplay erinnerte.

Kurze Zeit später betraten dann die Altrocker Sting und Andy Summers mit ihren Gitarren, die deutliche Kratzer, Lackabsplitterungen und Gebrauchsspuren zeigten, die Bühne. Stewart Copeland ließ sich im Sporttrikot mit Schweißband und Handschuhen hinter seinen Drums nieder. Sting, im gewohnt hautengen Outfit, wirkte relaxed, lächelte charmant ins Publikum, der 64-jährige Andy Summers zeigte kaum Emotionen dafür ein deutliches Doppelkinn und Stewart Copeland blickte gehetzt, und man sah schon bald ein deutliches Venenrelief am Hals, verursacht durch die Anstrengung mit der er auf seine Trommeln prügelte. Police Bühnenbild

Immer wieder animierte Sting seine Fans mitzusingen und mitzuklatschen. Kurzfristig tobte das Stadion, wenn so bekannte Hits wie „So Lonely†œ, „Every Breath You Take†œ und „Roxanne“ gespielt wurden. Mit „Next To You†œ verabschiedete The Police sich eineinhalb Stunden später und ließ uns ohne Zugaben ziemlich verdutzt zurück. War es das schon? Wir hatten alle Hits zu hören bekommen, also was sollte noch kommen? Die Dramaturgie und der Sound waren perfekt, der Auftritt vielleicht ein wenig steril. Irgendetwas fehlte! Eventuell war es die mangelnde Herzlichkeit sowohl die für die Fans, als auch die der Bandmitglieder untereinander.

Ausverkaufte Kalteis – Lesung mit Andrea M. Schenkel im Literaturhaus

Andrea Maria SchenkelGespannte Stille herrschte im ausverkauften Saal des Münchner Literaturhauses am 24.09., als Andrea M. Schenkel nebst Schauspieler Michael Fitz und dem Leiter des Hauses Reinhard Wittmann die Bühne betrat. Herr Wittmann hieß Autorin, Schauspieler und Publikum willkommen und verwies auf die mit der „Kalteis-Lesung“ eröffnete Veranstaltungsreihe zur Vorstellung von Büchern über München.

„Michael Farin (»Polizeireport München«, belleville 1999) erläutert den historischen Fall im Anschluss an die Lesung“, so R. Wittmann bei der Begrüßung und deutete auf den noch leeren Tisch mit dem einzelnen Stuhl auf der Bühne.

Andrea M. Schenkel, bekleidet mit flachen Schuhen, Jeans und weißer Tunika-Bluse, ohne einen Hauch von Wimperntusche oder Lippenstift (einzige Auffälligkeit eine schwarze Lederjacke mit langen Fransen), nahm neben dem im dunklen Anzug gekleideten Michael Fitz an dem zweiten Tisch auf der Bühne Platz.

Abwechselnd lasen die beiden Passagen aus dem neuen Roman „Kalteis„. Michael Fitz begann mit dem Verhör von Kalteis, alias Eichhorn. Auch Schenkels zweiter Roman, nach Tannöd, beruht auf einem realen Fall, dem des Serienmörders Eichhorn, der zwischen 1930 und 1939 in München mehrere Frauen ermordete und vergewaltigte. Aktenkundig sind etwa 90 Notzuchtverbrechen, so nannte man Vergewaltigungen in den 3oer Jahren. Fünf Frauen hat er umgebracht, erwürgt oder erschossen. Eichhorn, geboren 1906 in Aubing bei München, war verheiratet, Vater von zwei Kindern, Rangiergehilfe bei der Reichsbahn.

Andrea M. Schenkel rollt die Handlung von zwei Seiten auf: Mit dem Mörder beginnt sie an dessen Ende, bei seiner Hinrichtung, und geht mit ihm zurück in die Vergangenheit. Zur Vernehmung, zu den Morden. Die weibliche Hauptfigur, das Opfer Kathie, die aus der Provinz zur Arbeitssuche nach München kommt, führt Schenkel bei der Ankunft am Hauptbahnhof ein und erzählt in die Zukunft. Die Episoden sind mit Aussagen von Zeugen verwoben. Schnell wird klar, dass sich die beiden, Kalteis und Kathie, irgendwann treffen müssen. Dass Kalteis das Mädchen töten wird.

Die Stimme von Andrea M. Schenkel klang sanft und dunkel. Sehr überzeugend, betont und selbstsicher las sie zunächst die Textpassage, die auch als Leseprobe veröffentlicht wurde, in der Kathi, Kalteis letztes Opfer, nach München fährt. Danach lasen Schenkel und Fitz viele z. T. spannende und auch grausame Romanausschnitte vor, abschließend die detaillierte Tötung eines der Opfer. Die Zuhörer verhielten sich mucksmäuschenstill.

Nun betrat Michael Farin die Bühne und nahm an dem noch leeren Tisch Platz. Er ging nochmals auf den historischen Fall ein und wollte dann von Frau Schenkel wissen, wie sie recherchiert hatte. Es gibt über 1000 Seiten Material über den realen Fall im Staatsarchiv, eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1943 und Unterlagen in der LMU, die sie gesichtet hatte, erklärte Frau Schenkel. Es folgten Fragen über Zurechnungsfähigkeit, Schuldfähigkeit des Täters oder die Namensfindung „Kalteis“ in ihrem Roman. Auf einige Fragen konnte Frau Schenkel, logischerweise, ist sie doch Schriftstellerin und nicht Expertin der Intentionen von Serienmördern, nicht antworten. Man hatte den Eindruck, dass sie noch nicht gelernt hat, sich dieser Art der Fragen zu erwehren.

Warum der Inhalt und die Entstehung des Romans auf diese Weise hinterfragt wurde, ist mir allerdings ein Rätsel. Hat Frau Schenkel doch schon über Tannöd gesagt, dass sie die reale Geschichte nicht mehr interessiert, als würde sie zu Hause einen Topf Spagetti kochen. Also, was sollte das? Andere Dinge, wie sie zum Beispiel die Geschichte mit den zwei Handlungssträngen aufgebaut hatte, wer sie unterstützt oder wie ihr neues Projekt aussieht, hätten mich viel mehr interessiert. Schade und ungewöhnlich, dass nicht eine Frage an Frau Schenkel aus dem Zuschauerraum gestattet war.

Einer wird gewinnen – Jury muss sich entscheiden und den Deutschen Buchpreis vergeben

Jury Deutsche Buchpreis 2007 Diese Jury für den Deutschen Buchpreis 2007 steht: Christian Döring, Ijoma Mangold, Karl-Markus Gauß, Felicitas von Lovenberg, Rudolf Müller, Mathias Schreiber und Hajo Steinert werden in diesem Jahr den besten deutschsprachigen Roman ermitteln
© Ralf Dinse

Wer den Deutschen Buchpreis 2007 erhält, entscheidet sich am 8. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse. Der Preis ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert. 25 000 Euro davon gehen an den Preisträger, die anderen fünf Finalisten erhalten jeweils 2500 Euro.

Die Jury habe sich „nach einer Sitzung voller Plädoyers, Liebeserklärungen und Leidenschaftsattacken“ auf die sechs Finalisten geeinigt, sagte Jury-Sprecherin Felicitas von Lovenberg. „Wenn sieben Juroren aus zwanzig guten Büchern die sechs wichtigsten, aufregendsten und lohnendsten bestimmen sollen, kann es nicht bei jedem Titel Einmütigkeit geben.“ Mitte August hatte die Jury nach der Lektüre von 117 Titeln, die zwischen Oktober 2006 und dem 12. September 2007 erschienen, eine erste Vorauswahl von 20 Titeln (Longlist) vorgestellt.

Die Finalisten sind: Julia Franck: Die Mittagsfrau (S. Fischer, September 2007), Thomas Glavinic: Das bin doch ich (Hanser, August 2007), Michael Köhlmeier: Abendland (Hanser, August 2007), Katja Lange-Müller: Böse Schafe (Kiepenheuer & Witsch, August 2007), Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen (Hanser, August 2007), Thomas von Steinaecker: Wallner beginnt zu fliegen (FVA, Februar 2007)