Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 39

Platz 1 : Kalteis von Andrea Maria Schenkel
Platz 2 : Tannöd von Andrea Maria Schenkel
Platz 3 : Millionär Tommy Jaud
Platz 4 : Am Ende war die Tat von Elizabeth George
Platz 5 : Das Spiel der Könige von Rebecca Gablé
Platz 6 : Der Schrecksenmeister von Walter Moers
Platz 7 : Tausend strahlende Sonnen von Khaled Hosseini
Platz 8 : Die italienischen Schuhe von Hennig Mankell
Platz 9 : Die Frau im Mond von Milena Agus
Platz 10 : Inés meines Herzens von Isabel Allende

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 39

Platz 1 : Diabolus von Dan Brown
Platz 2 : Die Chemie des Todes von Simon Beckett
Platz 3 : Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda
Platz 4 : Glennkill von Leonie Swann
Platz 5 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 6 : Der Fotograf von John Katzenbach
Platz 7 : Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
Platz 8 : Dieser Mann macht mich verrückt von Susan E. Phillips
Platz 9 : Vollidiot von Tommy Jaud
Platz 10 : Ohne ein Wort von Linwood Barclay

Lesung aus „Kalteis“ mit Andrea M. Schenkel im Literaturhaus München am 24.09.07

Andrea Maria Schenkel München in den 30er Jahren: Die junge, hübsche Kathie will sich in der Stadt eine Stellung suchen, um der dörflichen Enge ihres Heimatortes zu entfliehen. Ohne Geld und feste Bleibe streift sie durch München auf der Suche nach dem Glück, begegnet Freunden und Fremden. Doch seit einiger Zeit verschwinden hier junge Frauen spurlos – es scheint der Teufel auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.
Andrea Maria Schenkel hat für ihren Erstling »Tannöd« den Deutschen Krimi Preis 2007 erhalten. Ihr neues Buch ist die düstere und nervenzerreißende Geschichte eines Serienmörders, ein schauriger Roman über München in den 30er Jahren. Zusammen mit dem Münchner Schauspieler Michael Fitz (»Tatort«, u.a.) liest die Autorin daraus vor. Michael Farin (»Polizeireport München«, belleville 1999) erläutert den historischen Fall.

Veranstalter: Edition Nautilus, Krimifestival München, Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 10.- / 8.-

Rezensionen: Das Wetter vor 15 Jahren von Wolf Haas


Das Wetter von 15 Jahren von Wolf Haas

Selten habe ich mich so mit einem Buch gequält! Dieser sogenannte †œRoman† ist ein fiktives Interview zwischen dem Autor, Wolf Haas, und der †œLiteraturbeilage†. Anfangs fand ich den Schlagabtausch zwischen den beiden noch amüsant, dann zunehmend langweiliger und einfach †œwürklich too much†, wie die Literaturbeilage sagen würde.
Ein echter Gag befindet sich versteckt unter dem Schutzumschlag. Auf dem dunkelblauen Buchrücken und dem vorderen Buchdeckel sind silberne Sterne gedruckt, der †œSilbersternchen-Orgasmus† spielt in der Geschichte eine entscheidende Rolle. Nur schade, dass er nicht einmal darauf etwas näher eingeht und sich stattdessen mit der seitenweise Aufzählung von Nebensächlichkeiten begnügt.
dolcevita, 22. Juli 2007

Das Buch fand ich rundum super.
Man erfährt nicht nur die Geschichte ( köstlich die Diskussion immer wieder darüber, ob und was †œvoraussehend† dargestellt oder angedeutet wurde, wo doch das ganze Buch davon lebt, eine einzige Vorausschau zu sein.) Die Darstellung der Beziehung zwischen den Interviewpartnern so †œnebenbei†. Dann auch noch die Tatsache, dass man zusätzlich mitkriegt, wie die Autorenszene / †œLiteraturbeilage† allgemein so drauf zu sein scheint / ist. Die inszenierte Selbstironie, bei der man sich immer wieder fragt: ist er das oder spielt er das…
Gott, ja und der Strenchenorgasmus…was willste denn da noch ausführen ??? (Das gibt ja doch hoffentlich die Phantasie her, oder ?)
Ich hab zwischenzeitlich schon sehr gelacht !!!!
achwiegutdassniemandweiß, 03.08.2007

Also ich fand das Buch auch toll. Alleine die Idee, die Geschichte (die abgesehen davon eher heimatromanmäßig ist), in diesem amüsanten Schlagabtausch in einem Interview scheibchenweise zu entschlüsseln, fand ich geradezu genial! Denn die Geschichte an sich wäre uns wohl doch zu trivial gewesen. Ich wünsche mir mehr so literarische Überraschungen und Leckerbissen!
Tarnname, 09.08.2007

Einer flog über das Kuckucksnest als Hörbuch

Einer flog über das KuckucksnestSicherlich werden viele die Gesichter von Jack Nicholson, der die Rolle des Spielers, und Will Sampson, der Darsteller des Indianers, aus dem gleichnamigen Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ vor Augen haben, wenn sie sich jetzt die Geschichte, gelesen von Dominic Raacke, anhören. Das Buch, veröffentlicht im Jahr 1962, vom Kampf des Individuums gegen menschenunwürdige Normen und Zwänge, war in den USA längst heimlicher Bestseller, ehe sein Stoff 1975 auch als Film Furore machte. Er bekam 5 Oscars und 6 Kritikerpreise. Der Autor, Ken Kesey, 1959 inspiriert durch einen Aushilfsjob in der Psychiatrie des Veterans Hospital im kalifornischen Menlo Park, erzählt die Geschichte aus Sicht des Häuptlings Bromden:

Leseprobe:

„Da kommt er ja, der große Häuptling Bromden! Immer ran an den Speck, Besenhäuptling“, höhnten die drei schwarzen Jungs, unsere Pfleger, die Garde der „Großen Schwester“ Miss Ratched. Wie an jedem Tag in den Jahren, die ich schon als Insasse dieser Klapsmühle verbracht hatte, ließ ich mir auch heute nicht anmerken, dass ich ihr Gequatsche überhaupt gehört hatte. Einer von ihnen drückte mir den Mop in die Hand, und das gewohnte Sauberkeits-Ritual, mein Beitrag zur ach so wohltuenden Arbeitstherapie, begann. Sollte ich mich vielleicht wehren? Ich überragte zwar noch den Längsten auf der Station um mindestens einen Kopf und während meiner Zeit in der Army war ich als einziger stark genug gewesen, diese Riesenfässer mit Schmieröl alleine zu schleppen. Weiterlesen