Kinderarbeit macht es billig – Lesung mit Franz Kotteder

Die Billig-LügeKurzbeschreibung
Großplantagen-Besitzer in Brasilien lassen Kinder unter 14 Jahren 14 Stunden am Stück Apfelsinen pflücken, Kinderskalven an der Elfenbeinküste ernten Kakaobohnen. Zwei Beispiele nur dafür, warum wir Schokolade und Orangensaft im Discounter zu Spottpreisen kaufen können.
Die Billig-Lüge deckt auf, warum uns vieles teuer zu stehen kommt, was wir bei den Discountern zum Spottpreis erwerben:
– Lebensgefährliche Angebote: Ob Rauchmelder oder Kinderstühle, immer wieder werden massenhaft Billigprodukte auf den Markt geworfen, die fehlerhaft, untauglich oder unsicher sind.
– Schlechte Qualität: Ob falsch deklarierte Bio-Eier, gepanschter Prosecco oder Brot ohne Nährwert, das ruinöse Preisdiktat der Billigmärkte provoziert betrügerische Machenschaften der Lieferanten – die Gesundheit bleibt auf der Strecke.
– Preistricksereien: Wer vorher die Preise erhöht, kann leicht mit Preissenkungen werben – und seine Kunden für blöd verkaufen. Und wo kaufen Sie ein?

Franz Kotteder, SZ Redakteur, deckt in seinem Buch Die Billig-Lüge nicht nur die Machenschaften der Discounter auf, sondern fordert auch ein Umdenken der Gesellschaft. Der Autor liest beim „Klima-Herbst“ der Münchner Volkshochschule heute um 19.30 Uhr im Buchladen Literatur Moths in der Rumfordstr. 48 und am Donnerstag, den 18. Oktober, 20 Uhr, in der Stadtbibliothek Neuperlach, Quiddestr. 45

Neue Rekorde auf der Frankfurter Buchmesse

PublishingGigantische Zahlen werden von der größten Buchmesse der Welt verkündet.

Von Dienstag bis zum kommenden Sonntag treffen dort 7448 Aussteller auf einer Fläche von 172.000 Quadratmetern, zusammen, um 391.652 Titel, davon 121.267 Neuerscheinungen, zu präsentieren. Mehr als 280.000 Besucher werden erwartet, 11.000 Medienvertreter haben sich angemeldet. Zur Zeit ist die Messe nur für Fachbesucher geöffnet, am Samstag und Sonntag dann für das allgemeine Publikum.

Quelle: Süddeutsche.de

Konstantin Wecker – Zugaben Tournee am 10.10. in den Georg-Elser-Hallen

Wecker2Der Liedermacher, Schriftsteller, Schauspieler, Konstantin Wecker, hält am 10.10. eine öffentliche Generalprobe in den Georg- Elser- Hallen, München ab. Wie von Konstantin im Tagebuch angeboten, können Liedwünsche abgegeben werden. Mein Wunschtitel ist leider nicht dabei, wer will kann ihn sich aber hier anhören bzw. ansehen. Die bisher unangefochten meist gewünschten Titel sind „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“, „Genug ist nicht genug“, „Bleib nicht liegen“, „Sage nein“ und „Questa nuova realta“. Dabei hätte ich wetten wollen, dass der „Willy“ das Rennen macht. Na ja, „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ passt zwar nicht so ganz zur Jahreszeit, dafür stimmt der Song vielleicht schon mal vorab auf bessere Aussichten für 2008 ein 🙂 Weiterlesen

Helene – Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Helene - Eine KriegskindheitKurzbeschreibung
Deutschland in den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Besonders in den großen Industriestädten zermürben ständige Bombenangriffe die Bevölkerung.
Die Stadt Duisburg ist von diesen Angriffen am meisten betroffen. Not und Elend sind allgegenwärtig. Diese Geschichte schildert die Kriegsjahre in Duisburg aus der Sicht des Mädchens Helene. Während sich ihr Vater als Soldat in Paris befindet, erlebt Helene, gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern, all die Grausamkeiten des Krieges. Das Mädchen muss miterleben, wie die Bomben um sie herum alles in Schutt und Asche legen. Überall gibt es Tote und Verletzte und schließlich trifft ein schwerer Schicksalsschlag sogar ihre eigene Familie. Als Helene durch die Kinderlandverschickung
nach Bayern kommt, kann sie die Kriegswirren für einige Zeit verdrängen, doch kaum kehrt sie nach Hause zurück, überschatten tragische Ereignisse ihr Leben.
Obwohl dieses Buch auch einige amüsante Anekdoten aus dem Leben des Mädchens Helene schildert, so ist es doch geprägt von den alles zermürbenden Grausamkeiten des Krieges. Es ist eine Schilderung, die unter die Haut geht und für allzu sensible Gemüter eher nicht geeignet ist.

Der Autor
Dieter Ebels, 1955 in Duisburg geboren, ist ein literarischer Tausendsassa. Sein schriftstellerisches Metier reicht von prosaischer Stadtgeschichte und Gedichten bis hin zur Humoreske und spannenden Abenteuergeschichten. Mit dem Roman Helene – Eine Kriegskindheit hat er ein dramaturgisches Thema aufgegriffen, welches auch in der heutigen Zeit seine Aktualität noch nicht verloren hat und jeden Leser zur Nachdenklichkeit anregen soll.

Erschienen im Wagner Verlag, 401 Seiten, 16,80 Euro

Literaturnobelpreis 2007 an Philip Roth?

Bereits am kommenden Donnerstag, den 11.10., wird die Nobel-Stiftung den Preis in Literatur für 2007 bekannt geben. Vergeben wird der Preis von der Schwedischen Akademie an „denjenigen, der in der Literatur das Herausragendste in idealistischer Richtung produziert hat“.

Philip Roth Auf der Webseite des Online-Wettbüros Ladbrokes.com werden Wetten aller Art abgeschlossen. Unter der Rubrik „Specials“ wird der Literaturnobelpreisträger 2007 gehandelt. Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth steht mit einer Quote von fünf zu eins als Favorit an oberster Stelle. Gefolgt von Claudio Magris (6/1), Les Murray (6/1), Thomas Transtromer (7/1), Haruki Murakami (8/1) Adonis (9/1) und Amos Oz (10/1). Interessanterweise lag die Seite in 2006 mit Orhan Pamuk als Favorit genau richtig.

Also, wer noch etwas Geld übrig hat…. 🙂