Deon Meyer liest heute Abend aus „Der Atem des Jägers“ in der Krimibuchhandlung Glatteis

Der Atem des JägersKurzbeschreibung
Entdecken Sie zwei Helden, die Sie niemals vergessen werden: Diese ungewöhnliche Kriminalgeschichte über die Sonnen- und Schattenseiten Südafrikas ist das Meisterwerk eines großen internationalen Thrillerautors. Einst war Benny Griessel der beste Polizist Kapstadts, doch dann begann er zu trinken. Nun ist er am Ende. Einzig sein Chef glaubt noch an ihn und übergibt ihm den spektakulärsten Fall der letzten Jahre: Ein Killer läuft durch die Stadt und tötet in Selbstjustiz Kinderschänder. Griessel weiß, dass diese Ermittlung seine letzte Chance ist. Er versucht, die Prostituierte Christine und ihr Kind als Lockvogel einzusetzen. Doch bald ahnt er, dass er diesem Fall nicht gewachsen ist. Denn plötzlich gerät er selbst ins Fadenkreuz eines Drogenbarons …

Deon MeyerÜber den Autor
Deon Meyer, geboren 1958 in Südafrika, studierte nach dem Militärdienst und arbeitete zunächst als Reporter. 1994 erschien sein erster Roman.

Südafrikas Krimistar ist heute Abend um 20 Uhr zu Gast in der Krimibuchhandlung Glatteis in München. Er liest aus „Der Atem des Jägers“ und aus seinem neuen Werk „Devil´s Peak“. Die deutsche Übersetzung trägt die Schauspielerin Anna Böger (Kammerspiele) vor. Der Eintritt beträgt 7,00 Euro, dafür gibt es neben der Lesung ein Glas Wein umsonst.

Julia Franck erhält Deutschen Buchpreis 2007

Herzlichen Glückwunsch, Julia Franck!

Zum dritten Mal hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Deutschen Buchpreis vergeben. Siegerin ist in diesem Jahr Julia Franck, deren Roman „Die Mittagsfrau“ (mehr Infos zu dem Buch und zur Autorin hier) zum besten deutschsprachigen Roman 2007 gekürt worden ist.
Julia Franck hat sich durchgesetzt gegen Thomas Glavinic (Das bin doch ich, Hanser), Michael Köhlmeier (Abendland, Hanser), Katja Lange-Müller (Böse Schafe, Kiepenheuer & Witsch), Martin Mosebach (Der Mond und das Mädchen, Hanser) und Thomas von Steinaecker (Wallner beginnt zu fliegen, FVA). Sie erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

„Das Buch überzeugt durch sprachliche Eindringlichkeit, erzählerische Kraft und psychologische Intensität. Ein Roman für lange Gespräche†œ, lautete die Begründung der siebenköpfigen Jury. Das Gremium, dem Literaturkritiker angehören, habe sich mit großer Mehrheit für Francks Roman entschieden.
Mit der Auszeichnung, die sich am britischen Booker Prize orientiert, will die Buchbranche der modernen deutschsprachigen Literatur auch im Ausland mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

Wer Julia Franck als neu gekürte „Buchpreisträgerin“ in München in einer Lesung erleben möchte, sollte sich beeilen und Karten reservieren. Mehr Informationen über die Lesung am 16.10. im Literaturhaus gibt es hier.

Foto: Lesekreis

„Saure Gurke“ für „nougatgefüllte Marzipanpralinen auf zwei Beinen“

Die „Saure Gurke“, der Preis für Frauenfeindlichkeit im Fernsehen, geht in diesem Jahr an die Kochsendung „Lafer! Lichter! Lecker!“ des ZDF. Zum Abschluss ihrer Herbsttagung in Frankfurt vergaben die Medienfrauen auch Preise an den BR und NDR.
Absolut preisverdächtig fand die Jury die Formulierungen „nougatgefüllte Marzipanpralinen auf zwei Beinen“ und „Törtchen an seiner Seite“, mit denen am 18. August die weiblichen Gäste der ZDF-Kochsendung bezeichnet wurden. Auch „Hühnerbrüstchen“ bekämen so eine neue Bedeutung, begründete die Jury ihre Entscheidung der Kochsendung die „Saure Gurke“ zuzuerkennen. Der jährlich verliehene Preis rückt Frauenfeindlichkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ins Scheinwerferlicht.

Trostpreise für BR und NDR

„Brüstchen“ präsentierte auch der „Weltspiegel“ des Bayerischen Rundfunks (BR) am 25. Februar 2007 und erhielt dafür einen Trostpreis. „Filmautor Richard Schneider und sein Kameramann wissen, wie man verführerische Rundungen in einem politischen Magazin delikat in Szene setzt“, urteilt die Jury. Immerhin in die Endrunde der „Sauren Gurke“ hat es die NDR-Produktion „Im Greisenland“ vom 19. März 2007 geschafft.

Dem Autor Fabian Döhring sei es gelungen, die ungeheure Macht der deutschen Frauen um die vierzig zweifelsfrei zu beweisen, stellt die Jury ironisch fest. „Ihre Bildung und ihr Selbstvertrauen verhindern den Kindersegen und verursachen die demografische Katastrophe. Um den Film nicht unnötig in die Länge zu ziehen, wurde dankenswerter Weise auf die Frage nach dem männlichen Anteil an der Entwicklung verzichtet.“

Nachfolgerin für Struve gefordert

Bei dem Herbsttreffen der Medienfrauen wurden auch zwei Resolutionen verabschiedet. Darin fordern die rund 250 Mitarbeiterinnen von ARD, ZDF und dem österreichischen ORF, eine Nachfolgerin für Günter Struve, der im kommenden Jahr sein Amt als ARD-Programmdirektor aufgibt. Außerdem verlangen die Medienfrauen, dass „ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht aufs Abstellgleis geschoben und die Jüngeren nicht permanent gebremst werden“. Im Austausch von jung und alt liege die große Chance.

Quelle: hr-online.de

Schriftsteller Walter Kempowski gestorben

KempowskiDer Schriftsteller Walter Kempowski ist tot. Er erlag in der vergangenen Nacht im Alter von 78 Jahren in einem Krankenhaus im niedersächsischen Rotenburg seinem Darmkrebsleiden. Das teilte der Knaus Verlag in München mit. Bis zuletzt habe Kempowski an einem neuen Buch geschrieben. Auch zu seinen beliebten Literaturnachmittagen in seinem Haus in dem niedersächsischen Dorf Nartum bei Bremen hatte er noch bis zuletzt eingeladen.

Kempowski wurde am 29. April 1929 in Rostock als Sohn eines Reeders geboren. Er gehört seit Jahrzehnten zu den meistgelesenen deutschen Gegenwartsautoren. Zu seinen bekannten Werken zählen unter anderen „Tadellöser & Wolff“, „Uns geht’s ja noch gold. Roman einer Familie“ und „Deutsche Chronik“. Für sein Mammutwerk „Echolot“ erhielt er auch aus dem Ausland große Anerkennung. Sein letztes Buch „Alles umsonst“ erschien 2006.

Drachenläufer – Filmstart aus Sicherheitsgründen verschoben

DrachenläuferWie die New York Times gestern berichtete, wird der Filmstart des Beststellers „Drachenläufer (The Kite Runners) von Khaled Hosseini aus Sicherheitsgründen verschoben, da auf drei jugendliche Schauspieler aus dem Film ein Attentat verübt werden könnte.

Sechs Wochen später, also für den 14. Dezember ist nun die Premiere geplant. Bis dahin werden die 12-jährigen Jungen ihr Heimatland Afghanistan verlassen haben.

Wie das Filmstudio berichtete, erfolgt diese außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahme, weil sich die Sicherheit in Afghanistan seit Drehbeginn verschlechtert hat. In dem Film wird unter anderen eine Szene gezeigt, in der ein Junge des Stammes der Hazara von drei Jugendlichen des rivalisierenden Stammes der Paschtunen vergewaltigt wird.

„Obwohl sich die Meinungen betreffs des Potenzials des Films, ethnische Gewalt anzuregen, sehr unterscheiden, fühlen wir uns verpflichtet, für die Sicherheit der Kinder zu garantieren,“ berichtete Megan Colligan, die Marketingleiterin von Paramount Vantage. Das Studio stellte einen ehemaligen CIA Offizier an, um die Gefahren zu bewerten, die den jugendlichen Darstellern drohen.

„Wir haben uns geeinigt sie aus dem Land zu holen,“ sagte John Kiriakou, der Ex-CIA Anti-Terror-Spezialist, der ungefähr zwei Dutzend afghanische Politiker und andere im Auftrag des Studios interviewte.
Alle drei Jungdarsteller, Ahmad Khan Mahmoodzada, Zekiria Ebrahimi und Ali Danish Bakhty, waren Schüler ohne vorherige schauspielerische Erfahrung, sie wurden vom Besetzungsleiter des Films in Kabul entdeckt.

Die Jungen, jeder begleitet von einem Familienmitglied, werden wahrscheinlich die afghanische Hauptstadt Kabul Ende Oktober, mehr als einen Monat vor Schuljahresende, verlassen und mit einem Privatlehrer in die Vereinigten Staaten reisen. Colligan sagte, Vorbereitungen seien für die Jungen getroffen worden in die Vereinigten Arabischen Emiraten zu gehen, wo sie wahrscheinlich mindestens bis März bleiben werden. Bis dahin wird der Film in den Kinos der Welt veröffentlicht worden sein.

Falls die Drohungen gegen die Jungen weiterhin andauern, wird ihnen erlaubt auf unbestimmte zu bleiben.

Der 2003 erschienene Roman „Drachenläufer“ beschreibt die afghanische Gesellschaft über mehr als drei Jahrzehnte, beginnend mit der Zeit vor der sowjetischen Invasion bis zur Machtergreifung der Taliban. Es geht um die Freundschaft zwischen Amir, dem Sohn eines wohlhabenden Paschtunen, und Hassan, dem Hazara Sohn des Dieners des Vaters. In einer umstrittenen Szene wird Hassan in einem Hof in die Enge getrieben und von drei jugendlichen Paschtunen vergewaltigt. Ein dritter Charakter, Sohrab, wird später gezwungen einen erotischen Tanz vor korrupten Taliban aufzuführen.

Ahmad Jaan Mahmoodzada, Vater von Ahmad Khan Mahmoodzada, der den Hassan spielt, hat in Interviews gesagt, dass er über die Vergewaltigungsszene vorab nicht informiert wurde. Die Filmgesellschaft bestreitet dies, ihm sie die Szene lange im voraus bekannt gewesen und er hätte zugestimmt.

Die Vergewaltigungsszene betrachtet Kiriakou als Zündstoff, obwohl niemand in Afghanistan bislang den Film gesehen hat

KhaledDer Autor Khalded Hosseini sagt in einem Interview zu seinem Buch: “ Ich möchte, dass die Leser sich auf die Figuren einlassen und an ihren Schicksalen Anteil nehmen. Wenn dieses Buch einen Dialog über Afghanistan auslöst und erfolgreich im öffentlichen Bewusstsein hält, dann, denke ich, hat es eine Menge erreicht.“

So hat er sich das sicherlich nicht vorgestellt!