Leseprobe aus „Kalteis“ von Maria M. Schenkel

Die Krimibuchhandlung Hammet in Berlin präsentiert in den nächsten Wochen bis zum 05. 08. Leseproben aus dem neuen Krimi von Maria M. Schenkel „Kalteis„, der am 10.08. erscheint. Das Buch kann in der Buchhandlung für 12,90 Euro versandkostenfrei bestellt werden, und mit etwas Glück bekommt man eine von der Autorin handsignierte Ausgabe.

Leseprobe Teil 1

Aktennotiz zum Abschluss des Verfahrens Josef Kalteis
Geheime Reichssache
Eine Begnadigung des Verurteilten ist abzulehnen. Die Vollstreckung des Urteils ohne Verzug ist im Gefängnis Stadelheim durchzuführen. Eine öffentliche Bekanntmachung ist unerwünscht.
Erläuterung: Zahlreiche Verbrechen dieser Art wurden seit Beginn der 30er Jahre aktenkundig. Solche Taten konnten nur auf dem maroden Nährboden der Weimarer Republik gedeihen. Die Demokratie, ein Krebsgeschwür, eine Brutstätte asozialer Elemente. Aber dass diese Taten selbst nach der Machtergreifung nicht abnahmen und unsere treuen Volksgenossen weiter beunruhigen und verunsichern, können wir nicht hinnehmen. Die deutsche Volksgemeinschaft ist gesund und soll auch weiterhin gesund bleiben. Volksschädlinge wie dieser sind deshalb aus ihr zu entfernen. Es kann nicht geduldet werden, dass jenes asoziale Element jahrelang den Münchner Westen heimsuchen konnte und München, die Wiege der Bewegung, die Stadt, die unserem geliebten Führer so sehr am Herzen liegt, besudelt.
Da es sich bei dem Täter um einen Volksdeutschen, einen Arier, zudem noch Mitglied der NSDAP, handelt, sind eine umgehende Vollstreckung des Urteils und absolutes Stillschweigen erforderlich. Von Mitteilungen in volksdeutschen Presseorganen sowie dem Völkischen Beobachter ist abzusehen. Alle Berichte sowohl mündlicher als auch schriftlicher Art unterliegen aus diesem Grunde der Geheimhaltung. Es ist jeder Schaden, der dem Ansehen der Partei und der nationalsozialistischen Bewegung entstehen könnte, zu vermeiden. Das eingereichte Gnadengesuch wird abgewiesen. Eine Sicherheitsverwahrung und Umerziehung im KL Dachau ist abzulehnen.

Heil Hitler!
München, den 29. Oktober 1939
gez. …

Friedrich Ani – Süden und das Geheimnis der Königin wird verfilmt

Das erste Buch „Süden und das Geheimnis der Königin“ aus der zehnteiligen „Süden-Reihe“ wurde 2002 mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

Tabor Süden heißt der wortkarge Kommissar, der bei der Kripo München bei der Vermisstenstellen arbeitet. Eine Leiche wird in einem scheinbar leer stehenden Haus gefunden, die Identität kann nicht festgestellt werden. Der Mann ist offensichtlich verhungert. Auf einem Foto, das bei dem Toten gefunden wird, steht der Name einer Frau (die geheimnisvolle Königin, gespielt von Iris Berben), die seit mehr als zehn Jahren vermisst wird.

Somit treten Tabor Süden, gespielt von Ulrich Noethen, und sein Kollege Martin Heuer, dargestellt von Martin Feifel, auf den Plan. Die Handlung spielt am Gärtnerplatz, in Giesing, im „Wirtshaus im Fraunhofer“ und in Oberitalien. Das ehemalige Hauptzollamt an der Landsberger Straße dient dem Filmteam als Kommissariat und als Pathologisches Institut.

Martin Enlen, der Regisseur hat schon mehrere Fernsehkrimis inszeniert, unter anderem die bayerischen „Tatort“-Folgen „Das Glockenbachgeheimnis“ und „Tod auf der Walz“. Die Verfilmung eines zweiten „Süden“- Krimis ist geplant, wann die beiden Folgen im ZDF ausgestrahlt werden ist noch nicht bekannt.

Jane Austen heute chancenlos

Jane AustenVon 18 führenden britischen Verlagen lehnten 17 leicht veränderte Auszüge aus Romanen von Jane Austen mit der Begründung , die eingereichten Auszüge seien nicht vielversprechend, ab.

Lediglich ein Verlag erkannte den Text als das Werk der Schriftstellerin. Der Leiter des Jane-Austen-Festivals in Bath, David Lassmann, unternahm diesen Test und blamierte damit die britischen Verlage.

Jane Austen wurde am 16. Dezember 1775 im Pfarrhaus des Ortes Steventon, Hampshire, geboren, wo ihr Vater als Geistlicher tätig war. Sie hatte sechs Brüder und eine ältere Schwester, der sie sehr nahe stand. Das einzige bekannte Portrait Jane Austens ist eine Farbzeichnung ihrer Schwester Cassandra (1773-1845), das sich heute in der Londoner National Portrait Gallery befindet. Ihre Brüder Frank und Charles gingen zur See, wo sie es bis zum Rang eines Admirals brachten. Nach dem Tod ihres Vaters 1805 zogen Jane, ihre Mutter und ihre Schwester zunächst mit ihrem Bruder Frank und seiner Frau nach Southampton, wo sie bis 1809 lebten. Danach stellte ihnen Janes Bruder Edward, der von einem reichen Onkel adoptiert worden war, auf seinem Anwesen in Chawton ein kleines Landhaus zur Verfügung (heute ist dieses Haus ein kleines Museum). Jane heiratete nie; eine Verlobung mit dem jüngeren Harris Bigg-Wither löste sie auf. Als etablierte Romanautorin lebte sie in relativer Zurückgezogenheit und wurde schließlich schwer krank. Heute nimmt man an, dass sie an der Addison-Krankheit litt, deren Ursache damals noch unbekannt und die nicht behandelbar war. Sie reiste nach Winchester, um dort Heilung zu suchen, starb dort jedoch am 18. Juli 1817 und wurde in der örtlichen Kathedrale beigesetzt.

Ihre Werke, besonders Emma, werden oft als formal perfekt gelobt, während die moderne Rezeption immer neue Sichtweisen auf Jane Austens scharfe Kommentierung der Lage junger lediger Oberklassenfrauen im England des frühen 19. Jahrhunderts zu Tage fördert.

Die Veröffentlichung ihrer Romane entspricht nicht der Reihenfolge ihres Entstehens. Sie veröffentlichte zeitlebens anonym, die Bücher trugen stets die Verfasserangabe: „by a Lady†œ, auch wenn die Identität der Autorin mit der Zeit immer mehr zu einem offenen Geheimnis wurde. Die Rezeption ihrer Werke war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung recht gut; besonders Walter Scott lobte sie sehr. Seitdem hat die Anerkennung, die man ihrer Arbeit zollt, nur zugenommen; heute gilt sie als eine der größten englischen Romanautorinnen. Jane Austens Haupttalent war ihre scharfe Beobachtungsgabe, mit der sie die menschliche Natur und ihre soziale Interaktion aufs Korn nahm.

Quellen: Sueddeutsche.de, Wikipedia

Die Nacht der Autoren – SV-Forum im Süddeutschen Verlag

Die Süddeutsche Zeitung präsentiert die Nacht der Autoren

16.00: Das Gespenst von Canterville (Oscar Wilde) Ein erzähltes Konzert für Kinder ab 5 J. Stefan Wilkening (Erzähler), Burkhard Jäckle (Flöte), Yves Savary (Cello), Stefan Blum (Perkussion)
19.00: Vom Herzen der Zeitung Die Seite Drei. Stefan Klein, Peter Münch und Gernot Sittner über die berühmteste Seite der SZ
20.00: Was mir wichtig ist Der Großkritiker Joachim Kaiser liest ganz persönliche Glossen
21.00: Von Neuaubing bis Neu-Delhi Alex – Rühle und Sonja Zekri lesen Feuilletonreportagen aus Metropolen und Einöden

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